Kunden em pfehlungen
Rezensionen von *RC*:
Dieser Roman ist ‚Literatur-Champions-League‘
Tore des Lebens von Lars-Wilhelm Baumgarten
Schon die ersten Sätze des Prologs packen einen, dass man sich sofort in die Geschichte reingezogen fühlt und mitfühlt. Der Protagonist Sven Schütze kehrt zurück zum Fußballfeld seiner Kindheit, da, wo alles auch alles anfing! Meine Neugier war sofort so groß, dass ich einfach weiterlesen wollte.
Der Autor ist ein Sprachgenie, denn er vermag es mit der Sprache zu spielen. Es ist manchmal wie ein Dribbeln, man weiß nicht, wohin es geht und ist dann überrascht, wo und wie die Handlung verläuft. Die Sprache ist facettenreich: warmherzig, sprachgewaltig, hat Tiefgang. Und nicht nur die Handlung allein ist bildhaft / lebendig erzählt. Zwischen den Zeilen findet man viele wichtige Botschaften, die den Leser nachdenklich machen und Weisheiten vermitteln. Und dies tut auch der Großvater von Sven Schütze, den ich sofort in mein Herz geschlossen habe. Und da sieht / lernt man beim Lesen, wie toll es ist, wenn die Familie zu einem steht und einen hilft.
Sprüche wie: „Du spielst mit deiner Seele, Junge. Und das ist alles was zählt. (…) Weil du das Spiel in dir hast“ zeigen, das in dem Jungen was Besonderes steckt.
Und Ratschläge vom Trainer wie: „Das Spiel ist wie ein Schachbrett. Du musst immer zwei Züge vorausdenken“ verdeutlichen (in meinen Augen), dass ein Profi neben dem Ball-Gefühl auch noch eine Art Ball-Wissen haben muss.
Es macht Spaß, aber auch bedenklich zu lesen, was es für ein Kind schon bedeutet, eine sportliche Ausnahme zu sein. Wenn der Ball zum Haupt-Freund wird, dann müssen andere Mensch-Freundschaften leiden. Auch das wird am Anfang schon deutlich. Verzicht durch Pflicht.
Die Geschichte dieser Fußball-Laufbahn ist so anschaulich und authentisch, dass man meint, Teil der Geschichte zu sein. Man ist immer irgendwie am Rand und sieht zu oder ist mittendrin. Ich habe das ein oder andere Mal Gänsehaut bekommen, da mich die Erzählweise so berührt hat.
Als Kind war ich großer Fußball-Fan, doch irgendwann hat sich das gelegt.
Aber durch diesen Roman habe ich einen neuen Zugang zum Thema Fußball bzw. Profisport bekommen, der mich nachdenklich macht und einen achtsamen Blick auf das doch harte und auch in bestimmten Teilen entbehrungsreiche Leben bringt.
Das Cover finde ich sehr schön, der goldene Ball zwischen den Beinen - wohl auf dem Anstoß liegend - zeigt, dass es los geht. Ist alles Gold was glänzt?! Der Farbschnitt mit dem Ball im Netz zeigt, dass ein Tor gefallen ist. Passend zum Titel. Die Überschriften der Kapitel, die Zeitungsartikel-Überschriften imitieren, geben einzelnen Abschnitten eine besondere Realitäts-Nähe. Auch wenn die Geschichte erfunden ist, ist sie doch so lebensnah und wahr.
Super!
Ich glaube, die Fußball-WM 2026 werde ich mit anderen Augen sehen.
Dieser besondere Fußballroman hat es geschafft, dermaßen zu punkten, dass er zu (m)einem Lesehighlight geworden ist. Und es gab immer Verlängerung: Aus noch fünf Seiten lesen wurden zehn, so hat es mich immer gepackt. Danke!
Er - der Roman oder vielmehr Lars-Wilhelm Baumgarten - hat eine / die Goldmedaille verdient!
Rezensionen von bookloving:
Faszinierende Lebensgeschichte einer Frau im Wandel der Zeit
Schwebende Lasten von Annett Gröschner
Mit „Schwebende Lasten“ ist Annett Gröschner ein bemerkenswerter Roman über eine außergewöhnliche, charakterstarke Frau gelungen, die für das bewegte 20. Jahrhundert ebenso stehen könnte wie für die stille Stärke vieler Frauen ihrer Generation.
Im Mittelpunkt steht die Blumenbinderin und spätere Kranführerin Hanna Krause aus Magdeburg, die in ihrem ereignisreichen Leben Armut, Krieg, Verlust, Misogynie und familiäre Konflikte durchlebt hat und dennoch erstaunlich geerdet bleibt, ohne sich je von den vielen Schicksalsschlägen brechen zu lassen.
Gröschner erzählt nicht nur ein individuelles Schicksal, sondern macht an der Lebensgeschichte ihrer Protagonistin eindrücklich die Turbulenzen und Brüche eines ganzen Jahrhunderts sichtbar.
Hanna wächst als junge Frau in Magdeburg auf, arbeitet zunächst als Blumenbinderin und trägt mit bemerkenswerter Widerstandskraft die Lasten des Alltags und ihrer Familie. Mit ihrer Fähigkeit, sich anzupassen und mit emotionalen und existentiellen Belastungen umzugehen, gelingt es ihr, die vielfältigen Herausforderungen der Zeit vom Kaiserreich über Weimarer Republik, Nationalsozialismus, den Zweiten Weltkrieg, die DDR und den Sozialismus bis hin zu Mauerfall und Wiedervereinigung zu meistern.
Besonders eindrucksvoll ist der Moment, als sie im Krupp Gruson Werk in Magdeburg die erste weibliche Kranführerin wird. Von dort oben bewegt sie tonnenschwere Lasten in die Luft mit großer Selbstverständlichkeit und beinahe spielerischer Leichtigkeit, als wäre dies ein natürlicher Teil ihres Lebensweges. Gerade darin liegt eine große symbolische Kraft, denn ihre äußere Stärke spiegelt die innere Haltung einer Frau, die das Schwere nahezu klaglos tragen kann.
Geschickt nutzt Gröschner Hannas beeindruckende Biografie als feines Brennglas, durch das politische Systeme, historische Zäsuren und alltägliche Lebenswirklichkeiten des 20. Jahrhunderts aus der Perspektive einer gewöhnlichen Arbeiterin sichtbar werden. Ob nun der Alltag in Zeiten des Krieges, die Entbehrungen, die Bombennächte, den mühsamen Wiederaufbau, den Sozialismus in der DDR sowie der Systemzusammenbruch nach 1989 – all dies erscheint nicht abstrakt, sondern wird in kleinen, oft alltäglichen Szenen vermittelt, wodurch die Geschichte und bedeutsame historische Details für uns äußerst unmittelbar erfahrbar werden. Die Autorin nutzt dabei einen nüchternen, schnörkellosen Schreibstil, der hervorragend Hannahs burschikos pragmatische Art passt und gerade durch seine Zurückhaltung eine große emotionale Wirkung entfaltet.
Äußerst gelungen ist Gröschners authentische und vielschichtige Figurenzeichnung von Hanna als stille Heldin. Sie ist eine Frau aus einfachen Verhältnissen, die kein Aufsehen um sich macht, deren Wünsche und Träume stets verhältnismäßig unspektakulär bleiben und deren Leben von Arbeit, Verantwortung und schlichter Bodenständigkeit geprägt ist. Doch gerade in dieser scheinbaren Bescheidenheit offenbart sich ihre innere Stärke. Die Autorin schildert Hannas Leben mit viel Empathie, ohne sie zu heroisieren, und fängt in persönlichen Geschichten über Anpassung, eigener Entscheidungsfreiheit und stiller Resistenz eindrucksvoll ein Jahrhundert weiblicher Lebensrealität ein.
Gröschner hat für ihre Erzählung zudem eine interessante Rahmenhandlung entworfen, bei der Blumen eine besondere Rolle spielen. Als junge Floristin soll Hanna im Auftrag eines mysteriösen Kunden, ein niederländisches Blumenstillleben von Ambrosius Bosschaert nachstellen, was ihr erst am Ende ihres Lebens gelingen wird. Die einzelnen Blumen sind zugleich Kapitelüberschriften und strukturieren die Erzählung auf elegante Weise. Sie verknüpfen als Hannas innerer Kompass geschickt die Zeitachsen, Erinnerungen und emotionalen Wendungen in ihrer Biografie miteinander. Zugleich stehen die Blumen mit ihrer symbolischen Bedeutung für fragile Schönheit, Vergänglichkeit und den Versuch, mitten im Zerstörerischen kleine Räume von Ordnung und Trost zu bewahren..
In ihrem bewegenden Roman beleuchtet Gröschner viele gesellschaftlich relevante Themen. „Schwebende Lasten“ erzählt von Klassenzugehörigkeit, davon, wie Arbeit zur Identität wird, der Unsichtbarkeit weiblicher Lebensleistung, aber auch von Solidarität, existenzieller Würde, Humor und der Frage nach dem kostbaren privaten Glück allen Widrigkeiten zum Trotz. Gröschner erzählt von Frauen, die funktionieren, helfen, vieles tragen und aushalten müssen, aber dennoch Eigensinn und ihren eigenen Willen behalten.
Sie hat das faszinierende Porträt einer Frau gezeichnet, deren Biografie stellvertretend für jene Generation an Arbeiterinnen steht, die sich in Zeiten widriger Lebenslagen, politischer Umbrüche und persönlicher Tragödien bemühten, ihre Menschlichkeit zu bewahren und das Leben mit einem Rest von Würde zu bewältigen.
So rückt Gröschner auf beeindruckende Weise all jene Frauen in den Fokus, die in der offiziellen Geschichtsschreibung oft nur am Rand erscheinen und erinnert eindrücklich daran, wie Geschichte im Kleinen und Alltäglichen vor allem von ihnen getragen wird.
FAZIT
Ein beeindruckender und bewegender Roman über das bewegte Leben einer Arbeiterin, die das ganze 20. Jahrhundert persönlich durchgemacht hat. Eine äußerst eindrucksvolle, empathische Lebens und Zeitgeschichte und lesenswerte Lektüre!
Rezensionen von Merri:
Ratgeber für den kompletten Garten
Blütenpracht und Ernteglück - Dein Weg zum Traumgarten von Svenja Breuer
Svenja Breuer liefert mit ihrem Werk einen sachlichen und gut strukturierten Leitfaden für die Gestaltung des eigenen Grüns. Ein wesentliches Merkmal des Buches ist die hochwertige Bebilderung, die nicht nur der Dekoration dient, sondern die Inhalte veranschaulicht.
Das Buch überzeugt durch eine ausgewogene Mischung: Es vermittelt fundierte gärtnerische Grundlagen und bietet spezifische Pflanzpläne, die sinnvoll nach verschiedenen Standorten unterschieden sind.
Besonders hilfreich für die Praxis sind die enthaltenen Aussaatlisten, die eine gezielte zeitliche Planung ermöglichen, und dass für den Anbau auch Fruchtfolgen beachtet werden. Durch die Kombination von Nutzpflanzen und Zierpflanzen wird der Garten vollumfänglich behandelt. Ein fundierter Ratgeber, der notwendiges Fachwissen kompakt, strukturiert und visuell sehr ansprechend aufbereitet.
Rezensionen von Petra Sch.:
ein außergewöhnlicher, spannender Plot
Giftiger Grund von Thomas Knüwer
4,5 Sterne
In dieser außergewöhnlichen Geschichte begleiten wir zwei junge Menschen, die irgendwann aufeinandertreffen: einerseits ist das der 26jährige Joran, der fast 7 Jahre im Gefängnis saß. Wegen einer Jugenddummheit, durch die ungewollt ein Mensch verletzt wurde.
Und dann ist da Charu, die aus Geldmangel bei ihrer älteren Schwester eingezogen ist und ihr weniges Geld mit Social Media verdient: sie postet Aufnahmen von Sonnenaufgängen an Lost Places im Zeitraffer, dekoriert immer mit einer selbst gebastelten Glitzerkatze, ihrem Markenzeichen.
Als Charu genau jene Tankstelle für ihr nächstes Video auswählt, bei der vor 7 Jahren Joran das Pech ereilt hat, nimmt die Geschichte ihren Lauf.
Denn Joran, von seinem Vater verstoßen und ohne Glück in der Jobsuche, will in einem Schacht in der Nähe der Tankstelle nach dem Geld suchen (heiße 700 Euro), das er damals dort versteckt hat. Ohne zu ahnen, dass der Schacht bereits von seinem einen Freund "belegt" ist, der vor 7 Jahren mit dabei war. Und der von Marvin, dem dritten im Bunde von damals bereits, dort gefunden wurde.
Und Charu entdeckt auf ihren Aufnahmen ein kleines Mädchen, das mitten in der Nacht in die Waschanlage der Tankstelle kommt und es sich dort auf einer Matratze gemütlich macht. Wo sie auch Charus Glitzerkatze entdeckt und mitnimmt. Sie muss ständig an das Kind denken, und warum es mitten in der Nacht zu einer verlassenen Tankstelle geht.
Die Geschichte zieht einen so in ihren Bann, denn sie ist nicht nur lebendig und mitreißend geschrieben, mit einer durchgehend beklemmenden Atmosphäre, sondern hat auch so einen außergewöhnlichen Plot, der einem noch nie untergekommen ist.
Die Figuren sind auch alle so detailliert gezeichnet, wie es mir noch nicht oft untergekommen ist. Man kann sich in alle so gut hineinversetzen (auch in die unguten, leider.)
Charu hat es auch nicht leicht im Leben; sie musste gezwungenermaßen bei ihrer Schwester einziehen und hat Stress mit deren Freund. Ich fand soo traurig, als die Schwester ihr nicht geglaubt hat.
Aber ganz besonders habe ich mit Joran mitgefiebert, denn man bekommt an seinem Beispiel sehr gut vorgehalten, dass verurteilten Straftätern misstraut wird. Dass man ihnen nicht glaubt. Egal, wie gut und ehrlich sie es meinen. Und dass diese dann oft ungewollt (aber von der Umwelt dazu "gezwungen") doch wieder in alte Verhaltensmuster verfallen. Doch ich hätte ihn sooo gerne öfter mal geschüttelt: wach auf! Lass dir doch nicht alles gefallen! Verteidige dich (verbal)!
Zu Edda, dem kleinen Mädchen, bekommt man nur langsam Zugang. Sie verhält sich auch sehr abweisend - den Grund dafür erfährt man im Laufe der Geschichte.
Und dann entwickelt sich die Geschichte in eine Richtung, mit der ich nicht gerechnet hätte, und es gibt einen spannenden und actionreichen Showdown (und auch ein paar Leichen ;)
Nur den Schluss hätte ich mir ein klein wenig abgeschlossener gewünscht. Dennoch hat mich die Geschichte so gefesselt, dass ich unbedingt mehr von diesem Autor lesen möchte!
Fazit:
Diese Geschichte überzeugt mit einem spannenden und außergewöhnlichen Plot, lebendigen Charakteren und einer überraschenden Wendung am Schluss.
Rezensionen von Nicole (Abby1810):
Großartig geschrieben
Uns trägt die Hoffnung von Sylvia B. Barron
Nach dem ersten Teil "Uns führt der Mut" ist dies nun der zweite Teil der dreiteiligen Familiensaga rund um die Familie Kaiser. Auch der zweite Teil hat mir hervorragend gefallen.
Anders als erwartet beginnt dieser Teil mit Lotte, Emmas Nichte. Diese kämpft sich mit ihrer Mutter durch das beinahe zur Gänze zerstörte Dresden.
Als sie endlich Opa Kaiser finden, müssen sie feststellen, dass die Oma vermisst wird. Aber Gott sei Dank hat die Familienvilla die Bombardements sehr gut überstanden. Doch das Glück ist nicht von langer Dauer, denn die russischen Soldaten vertreiben alle Mitglieder der Familie Kaiser aus dem Haus. Was nun? Und was ist eigentlich mit Tante Emma, und Tante Elisabeth passiert? Keiner aus der Familie möchte über die verschollenen Familienmitglieder reden.
Sylvia Barron ist hier ein richtiges Meisterwerk gelungen. Die auf zwei Zeitebenen geschriebe Geschichte ist sehr stark und gut recherchiert. Die Details rund um Dresden während und nach dem Ende des zweiten Weltkriegs sind derart authentisch beschrieben, dass man die Geschichte während des Lesens miterlebt. Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen. Man fiebert mit allen Familienmitgliedern mit, hofft und kann es kaum erwarten die Lösung zu lesen.
Was mir besonders gut gefallen hat, ist der Glaube. Dieser zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte und wirkt dabei sehr authentisch und stimmig, aber nicht aufgesetzt oder übertrieben. Denn ja, es gibt einige christliche Bücher, die wirklich gut sind, wo der Glaube aber nicht so gut transportiert wird. Davon kann hier jedoch nicht die Rede sein.
Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen. Nun warte ich mit Spannung auf den dritten Teil dieser hervorragenden Familiensaga. Daher absolute Leseempfehlung meinerseits.
Rezensionen von EvieSk :
Monster gegen Erdnüsse
DU und ICH gegen das Erdnussbuttermonster von Andy Griffiths
Das Abenteuer von "Du" und "Ich" führt sie in ein tiefes Loch, wo sie einiges entdecken und erleben. Zum Beispiel stoßen sie auf Pflanzen mit den komischten Namen, auf eine Fledermaus-Ratte oder auch auf das Erdnussbuttermonster.
Die Geschichte von "Du" und "Ich" ist unterhaltsam und spannnend, denn es passieren immer wieder überraschende und amüsante Dinge.
Der Humor ist klasse, weshalb man immer wieder schmunzeln oder lachen muss.
Die Charaktere haben mir gut gefallen. Da die zwei Hauptcharaktere "Ich" und "Du" heißen, kann man sich gut in die Geschichte hineindenken und man hat das Gefühl, dass man in der Handlung ist. Batrat und den Stein mochte ich auch gerne, da sie "Du" und "Ich" gut ergänzen.
Die Illustrationen sind detailreich und passen sehr zur Geschichte. Es ist toll, dass es in den Bildern immer etwas zu entdecken gibt, weshalb man sich die Zeichnungen lange anschaut, weil man nichts verpassen möchte. Das Design der beiden Hauptfiguren ist klasse und liebevoll gestaltet, was einem direkt auffällt.
Der Text ist leicht verständlich und gut lesbar, weshalb die Zielgruppe kein Problem damit haben sollte, das Buch zu lesen.
Ich kann das Buch sowohl Kindern als auch Erwachsenen empfehlen, wenn man eine etwas chaotische, aber lustige Abenteuergeschichte lesen möchte, die einen von Anfang an fesselt und kurzweilig ist. Der Humor ist gelungen, und die Geschichte hält immer wieder überraschende Wendungen bereit, weshalb es nie langweilig wird.
Rezensionen von Gute_Laune:
Überraschend unspektakulär
Bachelorette Party von Camilla Sten
Eigentlich sollte es eine tolle Zeit für die Mädels werden. Die Location, eine abgelegene Schäreninsel, ist ideal. Doch Tessa ist Journalistin und weiß, was hier vor zehn Jahren geschehen ist. Sie fühlt sich von Anfang an nicht wohl. Ihre Bedenken sind nicht grundlos. Bald treibt das zuvor sicher vertäute Boot auf dem Meer und eine der Frauen ist verschwunden.
Angeblich musste sie dringend aufs Festland. Doch dann wird sie gefunden. Tot!
Der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart ist immer etwas heikel, so auch hier. Doch da die Kapitel, die in der Vergangenheit spielen, zusätzlich noch zeitlich aus jeder Chronologie fallen, wird es schon etwas wirr. Ganz schlimm war für mich aber, dass ich weder in der Gegenwart, noch in der Vergangenheit eine der Figuren irgendwie sympathisch fand. Wirklich jede Figur hat mich mehr oder weniger geärgert, und sei es nur aufgrund unfassbarer Naivität.
Da ist es dann echt schwer, einen Thriller gut zu finden. Ich blieb dran, obwohl ich immer wieder ob der unlogischen Handlungen einiger Protagonisten aufstöhnen musste. Die Verbindung von beiden Strängen ist wenig spektakulär und reißt das Ruder genauso wenig herum, wie das recht abgedroschene Ende.
Ich hatte einfach das Gefühl, hier wurde nach einer Art Baukastensystem ein Thriller gebaut, nicht geschrieben. Wer neu im Genre unterwegs ist, wird sich bestimmt auf gewisse Weise unterhalten fühlen, für mich jedoch ist dies einer jener Thriller, die man liest, um etwas zu lesen, das nicht allzu arg anstrengt. Ein Strandbuch oder Lektüre für den Baggersee, das Schwimmbad, den Balkon. Die Tochter einer guten Autorin zu sein, heißt leider nicht, dass man selbst auch gut schreiben kann. Für mich nur Mittelmaß. Drei Sterne.
Rezensionen von Gute_Laune:
So schmeckt Napoli!
Mamma Culinaria von Claudia Bastone
Und wieder ein Kochbuch einer Influencerin, von der ich bisher noch nichts gehört habe! Wie auch, scheint es doch, dass es endlos viele erfolgreiche Blogs, YouTube-Kanäle, Instagram-Accounts usw. gibt, die man gar nicht alle kennen kann. Schon gar nicht, wenn man, wie ich, zwar viel im Internet unterwegs ist, Social Media aber verweigert.
Es finden sich in diesem Kochbuch die Kapitel Antipasti; Sapori die Famiglia (Familienrezepte); Giorni Festivi (Für besondere Tage und Feste); Cucina di tutti Giorni (Alltagsküche); Pizza; Dolci (Süßes und Kleinigkeiten). Doch zunächst erzählt uns Claudia Bastone von ihren Wurzeln, ihrem Leben, ihrer Leidenschaft, Napoli und wie Corona ihr dazu verhalf, auf YouTube loszulegen.
Die Rezepte folgen dem klassischen Aufbau mit Titel, kleinem Text dazu, Zubereitungszeiten, Zutatenliste und Anweisungen. Letztere sind im Fließtext gehalten, wobei die Zutaten fett hervorgehoben werden. Mir persönlich sind in Abschnitte gegliederte Arbeitsschritte etwas lieber, da ich dann schneller wieder finde, wo ich gerade im Kochen bin. Sehr schön finde ich zwei Dinge. Erstens, dass es zu jedem Rezept ein Foto gibt, auf dem das Gericht immer verspielt in Szene gesetzt wurde. Okay, vielleicht hätte die Autorin nicht unbedingt so oft darauf erscheinen müssen, aber man gönne ihr die kleinen Auftritte. Und zweitens, dass endlich mal ein Kochbuch geradezu danach schreit, dass man seine eigenen Einträge darin festhält! Ich liebe es, meine Anmerkungen in meinen Kochbüchern zu hinterlassen! Für mich sind Rezepte Arbeitsmaterial und ich verändere so gut wie immer etwas daran oder halte mir wichtige Beobachtungen fest. Hier wurde freier Platz auf der Seite für persönliche Notizen liniert. Großartig! Wer großen Wert auf Nährwerte legt, wird enttäuscht werden, denn die findet man hier nicht.
Die Rezepte sind abwechslungsreich, sehr ansprechend und vor allem selten kompliziert. Hin und wieder erfordern sie etwas mehr Zeit, doch nie sind sie so anspruchsvoll, dass man sich nicht ran traut. Noch dazu sind die Zutaten in jedem guten Supermarkt erhältlich und nicht exotisch. Man merkt, dass kein verkopfter Spitzenkoch am Werk ist, sondern eine Frau, die gern kocht, gern isst, gern Gäste verwöhnt. Da trauen sich auch Anfänger an die Rezepte ran! Und das ebenso bei den Festtagsgerichten und nicht nur bei den Alltagsrezepten! Über das Zutaten- und Rezeptregister am Ende des Buches findet man blitzschnell das passende Rezept.
Man merkt es schon, ich bin von den Rezepten im Buch komplett begeistert. Im Grunde ist dies ein Buch über Neapolitanische Hausmannskost. Mir gefällt es bis auf Minikritikpunkte super gut, daher gebe ich auch die vollen fünf Sterne.
Rezensionen von Odina:
Nicht überzeugend
Noch fünf Tage von Helena Falke
Der Thriller „Noch fünf Tage" wurde von Helena Falke verfasst und erschien am 21. April 2026 im Suhrkamp Verlag. Das Buch umfasst 303 Seiten und das düstere Cover ist geheimnisvoll gestaltet. In der Geschichte geht es um Lis, eine Weltklasseköchin, die nach Davos gelockt wird, dort im Harman-Sitz beim Silvesterfest vergiftet wird und fünf Tage zu leben hat.
Aus der Luxusklinik versucht sie, Zeit mit ihrer Tochter zu gewinnen und herauszufinden, wer hinter dem Anschlag steckt, während sie sich fragt, ob sie Kollateralschaden oder tiefer in die Intrigen der Superreichen verstrickt ist. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und erinnert an Einträge in einem Tagebuch. Ebenso wechseln Gegenwart und Vergangenheit sich ab. Die Spannung bleibt eher mittel bis leicht langatmig, überraschende Wendungen bleiben aus und der Täter war für mich früh erkennbar, wodurch der Nervenkitzel etwas einschläft. Die Figuren sind klar und übersichtlich gezeichnet, doch Lis kam mir emotional zu distanziert vor, wodurch ich keine enge Verbindung zu ihr aufbauen konnte; die übrigen Charaktere blieben ebenso blass. Insgesamt ist das Buch eher ein durchschnittlicher Krimi, dessen Grundidee zwar vielversprechend klingt, doch die Umsetzung trifft nicht ganz den gewünschten Treffer und überzeugt daher nicht dauerhaft.
Rezensionen von yellowdog:
Konzentriertes und dichtes Politiksachbuch
Die Zerstörung des Nahen Ostens von Rainer Hermann
Die Zerstörung des Nahen Ostens
Trump, Netanjahu, die Hamas und die neue Ordnung des Schreckens
Wegen dem drastische Titel plus Untertitel habe ich zuerst gezögert, dann aber doch sehr gerne dieses Politsachbuch gelesen. Es ist ein von Anfang an konzentriertes und dichtes Werk mit sehr vielen Fakten.
Man muss dranbleiben, kann aber auch schnell darin versinken.
Nahostexperte Rainer Hermann schreibt über einige Länder der Region. Im Vordergrund rückt dann natürlich Israel und Palästina und er Gazakrieg.
Auch über Iran schreibt er viel. Gerade diese Passagen hatten mich sehr interessiert. Das Buch endet Dezember 2025, die ganz aktuelle Lage zur Zeit ist also nicht beschrieben Auch dann der späte Teil über Syrien ist interessant.
Ich denke, dass Buch ist gut geeignet für den politisch interessierten Laien, auch wenn es einen auch ein wenig fordert. Aber das ist gut so.











