Kunden em pfehlungen
Rezensionen von evaki:
Von einer wahren Begebenheit, die fast zum Märchen geworden wäre! Faszinierend und unglaublich zugleich!
Die Meisterdiebin von Christine Jaeggi
Mit "Die Meisterdiebin" hat sich Christine Jaeggi an eine ganz schön mutige Geschichte herangewagt, liegt ihr doch eine wahren Begebenheit zugrunde. Sie spielt vor und während des zweiten Weltkriegs in Österreich und in der Schweiz. Elise, unsere jüdische Protagonistin, aufgewachsen in Wien, erlebt eine schicksalsreiche Kindheit unter dem Regiment einer starken Mutter, die ganz in ihrer Rolle als Geschäftsfrau aufgeht.
Wie stark der Einfluss der Mutter und der Wunsch der Tochter nach Anerkennung durch sie ist, erfährt der Leser unterschwellig in diesem ausgesprochen packenden Roman. Die Umstände der Zeit treibt unsere Protagonisten und führt Sie zu unglaublichen Höchstleistungen, um sich und Ihrer Familie das Überleben zu sichern. Dass Sie dadurch zu vielen Lügen und Ausreden gezwungen wird, bringt Ihr das Ende ihres eigenen Lebensglücks. Der leicht zu lesende Roman könnte eine schöne Unterhaltungsgeschichte sein, wenn der wahre Kern und die unglaublichen Gräueltaten der NS-Zeit nicht den Auslöser gegeben hätten. So bleibt uns viel zum Nachdenken und hoffentlich auch zum "Lernen aus der Vergangenheit" - Ein Buch, dass seinen Tiefgang nicht offen vorhält, aber noch lange nachschwingt!
Rezensionen von Nele33:
empfehlenswert
»Mama, bitte lern Deutsch« von Tahsim Durgun
"Mama, bitte lern Deutsch" von Tahsim Durgun wurde vom Autor selber eingelesen und hat mich schwer beeindruckt.
Erwartet hatte ich ein lustiges Hörerlebnis, bekommen habe ich ein emotionsgeladenes, ehrliches, beeindruckendes und dabei humorvolles Werk über das Leben in Deutschland als Mensch mit Migrationshintergrund.
Tahsim beschreibt stellvertretend für Migranten ein Leben, welches ich mir, obwohl selber im interkulturellem Bereich tätig, in diesem Ausmaß nicht vorstellen konnte.
Es fällt immer wieder der Blick auf das Leben seiner Mutter, einer starken Frau, die in ihrer Muttersprache ein lyrisches Genie ist und hier in Deutschland keine Zeit findet Deutsch zu lernen, da es wichtiger war Geld für die Familie zu verdienen. Dies verunsichert sie im Außen sehr und bringt sie und auch Tashim und in manch unangenehme, als auch lustige Situation. Man stelle sich mal vor, Bulgur Salat war für die Mütter seiner Klassenkameraden eine exotische Spezialität.
Die Gerüstlandschaft, in der Tashim mit seiner Familie lebte, gibt es in allen Städten auf die ein oder andere Art. Wir sollten anfangen, mit offenen Augen diese von der Politik gewollten Lebensräume anders zu betrachten. Besonders in Zeiten, wie jetzt, in der rechte Politik erschreckender Weise wieder normal wird, muss er mehr solcher Bücher geben.
Mit "Mama, bitte lern Deutsch" hat mich der Autor sehr berührt, mich stellenweise zum Lachen, doch noch mehr zum Nachdenken gebracht.
Rezensionen von ReiShimura:
Stimmungsvolle Familiengeschichte
Die Bücherfrauen von Listland. Der Gesang der Seeschwalben Listland von Gabriella Engelmann
Das leicht mystisch wirkende Cover des Buches hat meine Aufmerksamkeit erregt und das Wort Bücherfrauen im Untertitel hat mich dazu bewogen, mich genauer über den Inhalt des Buches zu informieren. Meine Neugier war auf jeden Fall geweckt, wenn auch mit einer gehörigen Portion Skepsis. Denn ich konnte mir nur schwer vorstellen, dass es sich hierbei wirklich um einen Wohlfühlroman handelt, wenn es darin unter anderem um eine Liebesgeschichte aus dem Jahr 1937 geht.
Das passte für mich nicht zusammen, klang aber interessant und spannend. Außerdem muss man zwischendurch auch über seinen Schatten springen.
Die Geschichte spielt auf zwei verschiedenen Ebenen, in der Gegenwart mit der Protagonistin Anna und in der Vergangenheit mit der Protagonistin Lene. Die Abgrenzung der beiden Zeitebenen wurde meiner Meinung nach von der Autorin gut gelöst und sie springt auch nicht zu oft hin und her. Dies bedeutet aber auch, dass man sich manchmal ein wenig länger gedulden muss, um zu erfahren, wie es Lene ergangen ist. Denn der Großteil der Handlung spielt in der Gegenwart und wird aus der Ich Perspektive von Anna erzählt.
Autorin Gabriella Engelmann hat eine zauberhafte Gabe zur Beschreibung von Landschaften und Umgebungen und zur Erschaffung von Stimmung. Beim Lesen konnte ich die Landschaft von List vor meinem inneren Auge sehen und hatte fast das Gefühl die Seeluft riechen zu können. Und das, obwohl ich noch nie auf Sylt war und sogar im Internet nachschauen musste wo Listland überhaupt liegt, da ich vorher noch nie davon gehört hatte.
Besonders gut gefallen hat mir, dass Gabriella Engelmann starke weibliche Charaktere erschaffen hat, die alles andere als perfekt sind, aber dafür um so realistischer. Der Schmerz, die Trauer und das Schweigen, dass alle Generationen beeinflusst war für mich fast greifbar. Auch wenn man nicht alle Handlungen der Damen gutheißen muss oder kann, so kann man doch nachvollziehen warum sie so reagieren.
Das Buch ist wundervoll atmosphärisch und dies wird beim Hörbuch noch durch die angenehme und eingängige Stimme von Silke Buchholz unterstützt. Das Tempo des Buches würde ich als eher langsam bezeichnen, als langatmig habe ich es zum Glück aber nicht empfunden. Mit Silke Buchholz hat der Verlag meiner Meinung nach die absolut perfekte Wahl getroffen. Ihre Stimmmelodie und ihr Sprechtempo sind eine Bereicherung für die Geschichte.
Bei den Bücherfrauen von Listland handelt es sich um eine Dilogie. Daher ist es wenig verwunderlich, dass nicht alle offenen Fragen in diesem Buch geklärt wurden. Ich hoffe sehr, dass der Verlag wieder Silke Buchholz als Sprecherin für den zweiten Teil auswählen wird.
Ich würde das Buch zwar nicht als Wohlfühlroman bezeichnen, aber die Familiengeschichte rund um die Bücherfrauen von Listland hat mich auf jeden Fall fasziniert und ich erwarte mit Freude das Erscheinen des zweiten Bandes.
Rezensionen von liesmal:
Freundschaft bis der Neue kommt
Die schlechteste Idee in der Geschichte der schlechten Ideen von Herman van de Wijdeven
Ich war gespannt auf den niederländischen Autor Herman van de Wijdeven. „Die schlechteste Idee in der Geschichte der schlechten Ideen“ erzählt Bent. Er und Juri sind beste Freunde und zusammen erleben sie so manches Abenteuer – bis der Neue in ihre Klasse kommt. Juri scheint sich bestens mit Finn zu verstehen, und Bent hat das Gefühl, plötzlich wertlos zu sein.
Die Eifersucht brennt in ihm.
Es ist eine Geschichte, aus der Kinder, aber auch Erwachsene viel lernen können, die aber auch spannend ist. Eine besondere Spannung entsteht dadurch, dass der Autor die Geschichte „zerpflückt“ hat. Es wirkt, als wären die meist kurzen Kapitel durcheinandergeraten, obwohl sie Überschriften tragen und mit HEUTE beginnen. Es geht weiter VOR ZWEI WOCHEN, zurück zu HEUTE und GESTERN … Die gesamte Geschichte spielt in einem Zeitraum von vier Monaten.
Total überwältigt frage ich mich, wie man eine Geschichte so auseinandernehmen kann, sie aber dennoch nicht nur verständlich bleibt, sondern gerade dadurch unglaublich fesselnd wird.
Allerdings gefällt mir auch der bildhafte Schreibstil. „Irgendwie erinnert er mich an den Windhund von unserer Nachbarin Olga. Ein mageres Tier auf schlotternden Beinen.“ Sofort habe ich das passende Bild vor Augen.
Wie im Film sehe ich das Dorf, die Landschaft mit dem Kanal, den Kuhweiden, dem Maisfeld und der Mühle ohne Flügel.
Wer Spaß hat an faszinierend erzählten Geschichten, denen empfehle ich dieses großartige Buch.
Wenn dann noch jemand genauso neugierig ist wie ich, der macht es am Ende so, wie ich es gemacht habe: Ich habe das Buch für mich neu sortiert und nochmal gelesen. Beginnend VOR VIER MONATEN.
Fazit: Herman van de Wijdeven hat es grandios gemacht und nicht nur mit seiner Sortierung großes Können bewiesen.
Rezensionen von S.:
Blumen und Krane
Schwebende Lasten von Annett Gröschner
Erzählt wird die beeindruckende Vita von Blumenbinderin und Kranfahrerin Hanna Krause.
Annett Gröschner beschreibt den Lebenslauf chronologisch, genau, bezieht Magdeburger und Berliner Lokalkolorit mit ein. Kindheit und Jugend sind schwer, als von ihrer Halbschwester Aufgezogene erlebt Hanna kaum Liebe, erfährt keine Anerkennung.
Mit 25 Jahren ist sie das sechste Mal schwanger.
Ihr Leben ist geprägt von Armut, Kummer, Wechsel. All das bewältigt Hanna klaglos.
Stets sieht sie nach vorn, beißt sich durch. Das ist sehr echt beschrieben, glaubhaft, selbst winzigste Details werden einbezogen, ohne dass es langweilig wird. Hanna wirkt authentisch. Eine beeindruckende Lebensgeschichte einer starken Frau, die trotz vieler Schicksalsschläge nie aufgibt, für sich und andere da ist.
Liest sich sehr gut, nur die kapiteleinleitenden Sachtexte zu Blumen und Kleintiere störten mich dann doch.
Sehr zu empfehlen!
Rezensionen von Meli:
Eine wirklich anstrengende Beziehung: Mord und Liebe durch die Jahrhunderte
Our Infinite Fates von Laura Steven
Evelyn möchte ihrer Schwester Knochenmark spenden, aber ihr bleibt nicht viel Zeit. Denn Evelyn erinnert sich an ihre früheren Leben und weiß, dass ihre große Liebe Arden wie in jedem Leben kommen wird, um sie noch vor ihrem 18. Geburtstag zu töten. Aber Evelyn ist entschlossen, dieses Mal zu überleben - zumindest lange genug, um ihre Schwester zu retten.
Evelyn kennt ihr Schicksal eigentlich, aber auch nach Jahrhunderten ist bei ihr und Arden noch keine Routine eingekehrt. Sie liebt ihre neuen Familien jedes Mal, träumt von einer Zukunft und liebt Arden, auch wenn sie nicht versteht, warum ihre Leben so sind wie sie sind. Daher kann sie es auch nicht akzeptieren.
Abwechselnd zu Kapiteln aus der Gegenwart gibt es Kapitel, die die früheren Leben der Protagonisten behandeln, insbesondere ihre letzten Momente zusammen. Ich fand es da ganz interessant, dass Evelyn und Arden dabei kein festes Geschlecht haben und außerdem haben mir die kleinen Einblicke in ganz unterschiedliche Kulturen sehr gut gefallen, auch wenn ich teilweise schon ein wenig hinterfragt habe, ob sie historisch akkurat sind.
Es sind nur noch wenige Tage bis zu Evelyns Geburtstag und daher ist es ein Wettlauf gegen die Zeit. Dazu kommt die Frage, warum Arden Evelyn immer wieder töten muss. Mehr als die Hälfte des Buches habe ich dadurch ziemlich schnell verschlungen, bis mein Interesse dann stark nachließ, als langsam Antworten kamen. Außerdem mochte ich auch den Schreibstil nicht immer, weil er oft etwas zu direkt ist und es dreht sich auch einiges im Kreis.
Die Protagonisten reden über vieles, aber kommen nie wirklich voran. Sie haben eine wirklich komplizierte Beziehung und Evelyn hat auch immer wieder mal unterschiedliche Reaktionen auf ihren bevorstehenden Tod und weiß nicht, wie sie mit ihrer großen Liebe umgehen soll. Ich fand die beiden zusammen dann meistens nur nervig, während mich eigentlich durchaus interessiert hat, ob Evelyn ihre Ziele erreichen wird.
Zum Ende hin hat mir das Buch kaum noch gefallen und die Liebesgeschichte konnte mich nicht so richtig packen, weil ich Arden nicht mochte und auch Evelyns Liebe daher nicht nachempfinden konnte. Da hat auch nicht geholfen, dass die Protagonisten explizit darüber gesprochen haben. Evelyns Wettlauf gegen die Zeit fand ich spannend, aber das hat leider nicht gereicht.
Rezensionen von Meli:
Mutige junge Frauen zwischen Elfen, Geistern und dunkler Magie
True Crown - Das Duell mit dem dunklen Magier Bd 3 von Atwater Olivia
Abigail ist noch nie eine normale Lady gewesen. Als Mündel des Lord Magiers und mit ihren furchtbaren Erfahrungen in ihrer Kindheit hat sie einen ganz anderen Blick auf die gefährliche Welt der Elfen. Als in der feinen Gesellschaft Londons drei junge Ladys plötzlich sterben und es so aussieht, als hätten Elfen ihre Finger im Spiel, beschließt sie daher, selbst auf Spurensuche zu gehen.
Abigail ist dankbar für ihr Leben, aber die Vergangenheit hat ihre Spuren hinterlassen. Nun ist sie ziemlich vernünftig und glaubt an Gerechtigkeit; sie möchte ihrer Familie so helfen, wie ihr selbst auch geholfen wurde. Den Elfen vertraut sie nicht besonders, darum will sie diese Todesfälle aufklären, obwohl die letzte verstorbene junge Dame nicht gerade freundlich zu ihr war. Während ihrer Recherchen mochte ich ihren Mut und ihre Offenheit gegenüber unerwarteten Wendungen, außerdem mochte ich, wie sie sich entwickelt, wenn sie ihre eigenen Stärken erkennt.
Ich fand es schön, bekannte Charaktere wiederzusehen, die sich kaum verändert haben und mit ihrem einzigartigen Charme wieder gut unterhalten können. Darunter auch der junge Hugh, dessen Existenz kaum jemand wahrnehmen kann, aber davon lässt er sich nicht unterkriegen.
Die Magie der Elfen fand ich wieder unterhaltsam und die Handlung konnte immer wieder kleine Überraschungen bieten, dazu kommen noch die vielschichtigen Charaktere, die der Geschichte noch Tiefe verleihen. Mir hat die Reihe insgesamt gut gefallen und durch die eher geringe Seitenzahl ist es kurzweilig und angenehm, ohne sich je in die Länge zu ziehen.
Rezensionen von booklover3:
Ein neues Abenteuer der drei Spurenfinder!
Die Spurenfinder und das Drachenzepter von Marc-Uwe Kling; Johanna Kling; Luise Kling; Elisabeth Kling
Als ich gesehen hatte, das es ein zweites Buch geben wird wusste ich dass ich es lesen muss und dass es fantastisch werden wird.
Die Geschichte war spannend und humorvoll. Die Streitereien der Geschwister waren wieder sehr unterhaltsam. Ich denke jeder der Geschwister hat kann das gut nachvollziehen.
Die Charaktere haben mir auch wieder sehr gut gefallen und auch wie unvorhersehbar das Buch gewesen ist. Es hat richtig viel Spaß gemacht es zu lesen und mich in die Geschichte fallen zu lassen und mich darin hineinzuversetzen.
Auch diese Geschichte war kreativ mit einem wundervollen Schreibstil mit tollen Charakteren, so wie man es von Marc-Uwe Kling und seinen Kindern erwartet.
Das Buch ist auf jeden fall für jeden der den ersten Teil geliebt hat und nicht genug davon bekommen kann. Ich hoffe, dass es noch einen weiteren Teil geben wird. Ich kann einfach nicht genug davon lesen.
Rezensionen von Hennie :
Ukrainisch-moldawisch-jüdisch-russische Welt im deutschen Osten
Russische Spezialitäten von Dmitrij Kapitelman
Dmitrij Kapitelman versucht mit den russischen Spezialitäten seine ukrainisch-moldawisch-jüdisch-russische Welt im deutschen Osten der Leserschaft nahezubringen.
Mit acht Jahren aus dem ukrainischen Kijiw als Kontigentflüchtling ins sächsische Leipzig gekommen, wird bald das Geschäft (russ.
Магазин) der Eltern zum bestimmenden Lebensmittelpunkt. Hier treffen sich die Nashi (die Unseren, steht für osteuropäische Nationalitäten, vorwiegend aus den Ländern der untergegangenen Sowjetunion), seltener deutsche Kunden. Hier lebt er als Kind und Jugendlicher wie in einer Blase und verliert sich manchmal in Traumwelten (sprechende Fische).
Der Ich-Erzähler ist eindeutig als der Autor zu erkennen. Sein extravaganter Sprachstil forderte mich hier und da. Dmitrij Kapitelman balanciert mit Wörtern wie ein Akrobat, kreiert neue Wörter und ungewöhnliche Wortzusammensetzungen, schafft teilweise ganz bizarre bis absurde Bilder. Einiges habe ich nicht verstanden. Ich kann es auch nicht interpretieren. Da fehlt mir wahrscheinlich die Fantasie, die er in seinen vielen humorigen, anekdotisch anmutenden Szenarien trotz auch ernster Themen zum Ausdruck bringt. Witzig finde ich die Beschreibungen der Zustände im Laden (bspw. die nervige Ladenklingel, die extreme Langsamkeit von Ira, der sich wiederholende, gleichbleibende Speiseeiskauf vom alten Genadij u.v.m.). Auch bemerkenswert ist Dimas Angst vor fehlenden russischen Wörtern.
Im Fokus seiner Geschichte steht im ersten Teil das Geschäft und im zweiten Teil die Reise nach Kiew. Ein großes Problem, das Dima sehr beschäftigt, ist das irrationale Verhältnis seiner geliebten Mutter zu Russland. Außer der Sprache verbindet die Mutter nichts mit dem russischen Staat, trotzdem glaubt sie dessen Propaganda und der Kriegsberichterstattung (was für eine Diskrepanz). Das Massaker in Butscha hält sie für Fake. Die Verzweiflung, die Zerrissenheit des Sohnes teilt sich mir mit, ist schmerzlich zu spüren. Er entschließt sich in die Ukraine zu fahren und besucht Verwandte, Freunde und Bekannte. Dort findet er neben der erstaunlichen Normalität und Alltäglichkeit des Lebens überall Spuren des Krieges wie junge kriegsverletzte Männer im Straßenbild, unbeachtet von den Passanten.
Für ihn selbst hat die Reise wichtige Erkenntnisse gebracht.
„Heimat ist der Ort, der einem nie egal wird. Kyjiw.“ S.179
Doch im Umgang mit seiner Mutter hinsichtlich der prorussischen Einstellung ist er leider keinen Schritt weitergekommen. Er kann sich ihr gegenüber nicht Luft machen und Tacheles reden. Eine Erklärung liefern mir die letzten Seiten des Buches. Vielleicht!?
Rezensionen von Sina:
Starkes Debüt mit einer Menge Nostalgie
Klapper von Kurt Prödel
Bei Kurt Prödels literarischen Debüts »Klapper« handelt es sich um einen Coming-of-age Roman, der vor allem bei Millenials nostalgische Gefühle zu wecken weiß.
Nachdem der nerdige Klapper die vergangenen sechs Wochen abgeschottet vom Rest der Welt in seinem abgedunkelten Zimmer verbracht und Counter Strike gezockt hat, steht er dem ersten Schultag nicht gerade optimistisch gegenüber.
Doch es kommt alles anders als erwartet.
Daran gewöhnt von anderen als Außenseiter wahrgenommen zu werden, ist er mehr als irritiert, als die neue Mitschülerin Vivi-Marie, genannt Bär, zielstrebig auf den Platz neben ihn zusteuert.
Nach anfänglicher Skepsis und ehrfürchtiger Bewunderung aus der Ferne, entsteht durch die gemeinsame Faszination zum Computerspiel Counter Strike nach und nach eine zarte Freundschaft zwischen den beiden.
Die Figuren sind so authentisch und realistisch gezeichnet, dass man als Leser*in schnell Zugang zu ihnen findet und mit ihnen mitfühlt.
Auch die zwischenmenschlichen Beziehungen, nicht nur zwischen den Teenagern, sondern auch innerhalb der zwei Familien ist wie aus dem echten Leben gegriffen.
Kurt Prödel überzeugte mich vor allem durch seinen mitreißenden Schreibstil, der so viel Emotionen zu vermitteln weiß und trotz härterer Themen eine Art nostalgische Leichtigkeit, sowie eine Menge Humor mit sich bringt.











