Kunden em pfehlungen
Rezensionen von LeserinLu :
Bisheriges Jahreshighlight
Mit dir, da möchte ich im Himmel Kaffee trinken von Sarah Lorenz
Für mich ist „Mit dir möchte ich im Himmel Kaffee trinken“ bisher das Lesehighlight dieses Jahres – nicht zuletzt, weil ich Mascha Kaléko als Dichterin, um die es im Roman auch geht, ohnehin sehr liebe. Im Zentrum des Romans steht jedoch Elisa, die der Dichterin ihre eigene bewegende Lebensgeschichte erzählt.
Elisa fühlt sich von Kalékos Gedichten verstanden, seit sie sie mit Anfang 20 entdeckt hat, und vertraut ihr ihre Gedanken an – über ihre schwierige Kindheit, ihre Zeit im Heim, ihre Liebesbeziehungen, immer auf der Suche nach Geborgenheit, die sie lange nur in Büchern fand. Und trotzdem ist der Roman nicht düster, sondern voller Sehnsucht, Hoffnung und Poesie. Mit großer Leichtigkeit wird von den schweren Dingen erzählt, beim Erzählen über Freundschaft, der Liebe zu Büchern und der großen Liebe wird es aber auch schon auch mal ein bisschen pathetisch. Diese Mischung hat mir einfach richtig gut gefallen und ich habe mir Vieles angestrichen.
Besonders gelungen fand ich auch die Struktur des Romans: Jedes Kapitel beginnt mit einem passenden Gedicht von Mascha Kaléko, das Elisas Erlebnisse und Gedanken spiegelt. Das hat mir die Gedichte noch einmal anders näher gebracht und ich habe jetzt richtig Lust auf mehr. Insgesamt ist der Roman damit eine literarische Liebeserklärung – an Kaléko, an die Kraft der Worte und daran, dass wir selbst in den dunkelsten Momenten Trost finden können.
Rezensionen von bine525:
Naturnahe Mensch-Tier Geschwisterliebe
Pearly Everlasting von Tammy Armstrong
Die herzerwärmende und rührende Geschichte ist voller tiefer Emotionen. Der unerbittliche Glaube an das Gute ist fest in dem Mädchen Pearly Everlasting verankert. Vor vielen, vielen Jahren wuchs sie inmitten eines kanadischen Holzfällercamps auf. Seite an Seite mit Bruno dem Findelbärenkind. Doch nicht alle sind ihm wohlgesinnt, und als er aus der langjährigen Gemeinschaft ausgeschlossen wird, macht sich Pearly auf den eisig kalten und beschwerlichen Weg um ihn zu finden.
Doch so schwer dies auch sein mag, vermag er nicht ihren Optimismus und Glaube an das Gute zu mindern.
Dieser poetisch geschriebene Roman dessen Originalausgabe schon eine Weile her ist, liest sich berührend angenehm und leicht. Er zeigt die Einfachheit des Lebens und den weiteren Fortschritt in der modernen Welt.
Nur das Cover finde ich ist ein wenig zu einfach bzw. unspektakuläre, was allerdings keinen Einfluss auf meine Buchbewertung hat.
Rezensionen von tonton:
Spannende Geschichte, aber ich bin zwiegespalten
Andersgasse 7 1: Ein Fall für den fantastischen Flusenwutz von Christiane Schreiber
Diese Detektivgeschichte ist auf jeden Fall spannend und lässt sich gut und schnell lesen. Trotzdem hat sie mir nicht komplett gefallen. Meinetwegen hätte das Buch aufhören können, nachdem Karl den Dieb entdeckt.
Im Buch geht es um Karl, der mit seiner Tante in der Andersgasse 7 wohnt. Dort wohnen viele andere interessante Figuren: eine Hexe, Herr Blum, der exotischen Pflanzen und Tiere liebt, ein alter Seemann und Herr Müller, der unsichtbar sei.
Am Anfang der Geschichte wird Karls Tante von Herrn Aufschwatz, einem Verkäufer für merkwürdige Haushaltsartikel, besucht. Aus Versehen verschüttet Karl eine Schachtel mit Samen von der Allwachspflanze, die schnellstwachsende Pflanze der Welt. Zum Glück werden alle Samen weggeputzt und eine Katastrophe wird abgewendet. Als Karl dann seinen Nachbar Matties, den Seemann, besucht und ihm von seinem Unglück erzählt, bemerkt dieser, dass seine eigenen Allwachsplfanzensamen verschwunden sind. Karl ermittelt und entdeckt den Dieb, doch bevor er die Samen zurückgibt, stibitzt er einen und pflanzt sie. Die erwartete Katastrophe tritt dann ein.
In der zweiten Hälfte des Buches fand ich den Protagonisten nur ärgerlich. Nachdem zwei Personen ihm gewarnt haben, wie gefährlich die Pflanze ist, beschließt er, dass es eine gute Idee wäre, eine Allwachspflanze zu züchten. Das Verhalten ist halt unerwartet, und ich denke, es wäre besser gewesen, wenn am Anfang des Buches festgestellt wird, dass Karl gerne Streiche spielt oder Quatsch macht.
Rezensionen von tonton:
Für echte Spürnasen
Detektiv Samson - Auf den Inseln (Der Hundedetektiv ermittelt 2) von Katerina Gorelik
Dieses Such-/Wimmelbuch ist absolut wunderschön illustriert, und mein Kind hat viel Spaß gehabt, die verschiedenen Gegenstände und Tiere zu suchen.
Das Konzept ist ziemlich simpel. Detektiv Samson muss seinen Kunden dabei helfen, Sachen zu suchen. Die Sachen sind alle am Anfang des Buches auf einer Doppelseite aufgelistet und abgebildet, und müssen in den 10 folgenden Doppelseiten gefunden werden.
Manche können ziemlich schnell gefunden werden, aber einige sind wirklich gut versteckt.
In jeder Doppelseite gibt es auch Einzelaufgaben. Die fand ich manchmal schwierig zu verstehen und ich musste mir die Lösungen anschauen, um meinem Kind die Aufgabe erklären zu können. Nach ein paar Male versteht man aber, wie es generell funktionieren sollte: Da reicht der Text allein nicht, um die Suchaufgabe zu verstehen. Man muss gucken, mit wem Detektiv Samson spricht, um zu wissen, was man suchen sollte. In der ersten Such-Seite, zum Beispiel, vermissen die Piraten ihren Kameraden, den Seestern. Schnell findet man drei Piraten-Seesternchen. Das ist aber leider nicht, was gesucht wird. Beim genaueren Betrachten sieht man, dass Samson mit ihnen redet. Das sind also die Piraten, die ihren Kameraden suchen.
Mit diesem Buch ist es von Vorteil, dass die Eltern zuerst die Aufgaben verstehen, damit sie dem Kind helfen können. Es ist auf jeden Fall ein sehr tolles Suchbuch.
Rezensionen von Lilli33:
Absolut fesselnder Kriminalroman
Der Wolf im dunklen Wald von Sia Piontek
Absolut fesselnder Kriminalroman
Inhalt:
Nach 30 Jahren zieht Heiko von Boenning mit seiner Familie ins Wendland zurück. Um die Rückkehr zu feiern, veranstalten die von Boennings eine Gesellschaftsjagd, während der ein alter Freund Heikos ermordet wird. Und es bleibt nicht bei dem einen Toten …
Meine Meinung:
Ich fand schon den ersten Band dieser Reihe grandios, und der zweite steht dem in nichts nach.
Die Story ist recht komplex. Es gibt viele Wendungen und falsche Fährten, jede Menge unsympathische Verdächtige und eine angeknackste Ermittlerin samt ihrer angeknacksten Tochter.
Man kann beim Lesen sehr schön miträtseln, wer wohl hinter den bestialischen Morden steckt, doch die entscheidenden Details erfährt man erst gegen Ende. So bleibt es durchweg spannend und undurchsichtig.
Carla Seidel, die Kommissarin, wirkt sehr authentisch. Ihre Überlegungen sind logisch, ihre Handlungsweisen meistens zielgerichtet, manchmal aber auch nicht - nämlich dann, wenn sie von ihrer Vergangenheit eingeholt wird. Das wirkt einfach sehr menschlich und man kann gut mit ihr fühlen. Ich begleite sie immer wieder gerne bei ihrer Arbeit und bei den Problemen mit ihrer Teenager-Tochter und freue mich schon auf die Fortsetzung.
Man kann das Buch übrigens problemlos ohne Kenntnis des ersten Bandes lesen.
Die Carla-Seidel-Reihe:
1. Die Sehenden und die Toten
2. Der Wolf im dunklen Wald
Rezensionen von PMelittaM:
Passender Abschlussband der Trilogie
The Atlas Complex von Olivie Blake
Die Atlas Six können nun das Herrenhaus der Geheimgesellschaft verlassen, doch draußen ist es gefährlich, so dass manche von ihnen wieder einziehen. Immerhin steht auch noch ein Experiment an, und eigentlich wird auch noch erwartet, dass sie jemanden aus der Gruppe töten.
Der letzte Band der Trilogie ist, wie schon seine Vorgänger nicht immer leicht zu lesen.
Mir gefällt der besondere Erzählstil der drei Romane sehr. Es gibt keine fortlaufende Handlung in dem Sinne, alles wird erzählt durch die einzelnen Perspektiven, die Gedanken und Handlungen der einzelnen, die nach einem Perspektivewechsel auch schon einmal ineinandergreifen, aber auch manchmal erst im Nachhinein Sinn ergeben. Zumal hier nicht nur die Atlas Six zu Wort kommen, sondern auch Mitglieder des Forums, Ezras Six, aber auch Gideon und sogar einmal seine Mutter erhalten ihre eigenen Erzählstränge. Wer die Vorgängerbände nicht kennt, wird wahrscheinlich sofort den Faden verlieren, alle anderen müssen auch hier aufmerksam lesen.
Ich empfand den dritten Band als etwas langatmiger als die beiden vorherigen, aber es gibt auch immer wieder spannende Szenen, gerade, aber nicht nur, gegen Ende. Dass auch dieses Mal alle überleben werden, darf man womöglich nicht erwarten, oder doch?
Auch wenn mir nicht alle Protagonist:innen, und damit meine ich die Atlas Six, sympathisch sind, wobei das wer hin und wieder schwankt, werde ich sie doch vermissen, immerhin sind sie ganz eigene Charaktere mit sehr besonderen Fähigkeiten. Olivie Blakes Trilogie ist sehr originell, nicht nur in ihrer Erzählweise. Ich bin gespannt, was sie als nächstes veröffentlichen wird.
Eine besondere, sehr originelle Trilogie kommt zu ihrem Ende, zu einem passenden. Wer die Vorgängerbände nicht kennt, sollte diese unbedingt zuerst lesen.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Ein Hauch von Spaghetti-Western
Stumme Zypressen von Paolo Riva
Der vierte Fall für Commissario Luca hat einen Hauch von einem Spaghetti-Western. Wieso?
Ein schwarz gekleideter Mann trifft mitten in der Nacht mit Auto und Anhänger in Montegiardino ein und mietet ein Zimmer bei der betagten Signora Carlotta. Schweigsam wie weiland Charles Bronson, aber ohne Mundharmonika, dreht er auf dem Dorfplatz seine Runden.
Sofort machen die wildesten Gerüchte die Runde.
Die Dorfgemeinschaft ist in heller Aufregung als wenig später zwei Gänse tot im Garten liegen und ein deutscher Wanderer, der eine Ähnlichkeit mit dem Fremden hat, die über die schwarze Funktionskleidung hinaus geht, wird angeschossen.
Selbstverständlich macht man den schweigsamen Fremden dafür verantwortlich. Sogar eine Bürgerwehr wird aufgestellt. Als Luca gemeinsam mit seiner alten Freundin Aurora, der Vice-Questorin, den Namen des Mannes durch den Polizeicomputer jagt, entdecken sie, dass auch die Vice-Questorin keinen Zugriff erhält auf seine Akte erhält.
Ist er ein Mitarbeiter des Geheimdienstes oder eine Person in einem Zeugenschutzprogramm?
Meine Meinung:
Dieser 4- Fall für Commissario Luca beginnt eher gemächlich, mit dem täglichen Kleinkram eines Dorfpolizisten wie dem Abstrafen von Schnellfahrern oder den Streitigkeiten zwischen Nachbarn über zu lautes Krähen eines Hahnes mit dem Namen Gaius Iulius Caesar, um sich zu einem veritablen Kriminalfall auswächst.
Wir begegnen zahlreichen Personen, die das Leben in der schönen Toskana schon in den vorherigen Krimis, bereichert haben. Nicht zu vergessen die „Nachrichtendienste“ Maria und Fabio.
Sehr gut ist wieder das Dolce far niente des Dorfes herausgearbeitet, wenn es nicht gerade durch lärmende Hähne, tote Gänse und unheimliche Fremde gestört wird. Auch die kulinarischen Genüsse dürfen nicht fehlen.
Fazit:
Ein eher ruhiger Krimi in einer schönen Ecke Italiens, dem ich gerne 4 Sterne gebe.
Rezensionen von Tara:
Ein ruhiger Roman, der berührt und bewegt
Für Polina von Takis Würger
„Für Polina“ ist ein Roman über Musik und die Liebe des Journalisten und Autors Takis Würger.
Fritzi und Güneş lernen sich im Krankenhaus kennen. Fritzi wurde gerade von ihrem Sohn Hannes und Güneş von ihrer Tochter Polina entbunden. Die beiden Frauen freunden sich an und ihre Kinder wachsen gemeinsam in der Moorvilla bei Heinrich Hildebrand auf.
Obwohl Hannes und Polina sehr unterschiedlich sind, entsteht zwischen ihnen eine innige Freundschaft.
Hannes ist ein sehr ruhiges Kind, das viel beobachtet und dem es schwer fällt sich auszudrücken. Sein Weg dafür ist die Musik, über die Heinrich ihm alles beibringt was er selbst weiß.
Polina ist ganz anders, sehr lebendig und wissbegierig. Nach Fritzis frühem Tod zieht sich Hannes zurück.
Die Wege von Hannes und Polina trennen sich und laufen wieder zusammen. Hannes kann Polina nicht vergessen, er fühlt sich mit Polina verbunden auch wenn sie nicht zugegen ist.
Der Schreibstil des Autors ist ruhig und dennoch voller Leben. Dadurch nimmt er seine Leser direkt mit. Er beschreibt seine Charaktere auf eine liebevolle Art, so dass man Fritz, Güneş, Hannes und Polina einfach mögen muss.
Auch wenn der Titel des Buches etwas Anderes vermuten lässt, nicht Polina, sondern Hannes steht im Vordergrund der Handlung. Ihn begleiten wir durch sein Leben, spüren seinen Schmerz und erleben seine Hoffnung.
Mir hat dieser Roman über das Leben, die Liebe, Musik, Verbundenheit, Freundschaft, Verlust und allem, was das Leben sonst noch mit sich bringt, sehr gut gefallen. Es ist eine ganz außergewöhnliche Liebesgeschichte, die ein wenig Zeit benötigt und einfach wunderschön zu lesen ist.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Eine gelungene Fortsetzung
Der Schmuckpalast – Camille und der Glanz von Gold von Eva-Maria Bast
Dieser zweite Teil der Familien-Saga rund um die Schmuckdynastie Cartier beschäftigt sich mit den Jahren 1873 - 1893. Das Unternehmen zählt zwar nicht zu den ersten Häusern am Platz, hat aber durch das umsichtige Wirtschaften von Louis-François Cartier einen guten Stand unter den Juwelieren von Paris.
Dies ist vor allem dem diskreten Umgang mit den Kundinnen und Kunden, die zum großen Teil aus verarmten Adeligen sind, die ihre Juwelen verkaufen müssen, geschuldet.
1873 übernimmt nun Sohn Alfred Cartier die Firma, nicht gratis, sondern zu einem Ratenkauf. Alfreds Schwester Camille liefert zahlreiche Entwürfe, die von den hauseigenen Goldschmieden zu erstklassigen Schmuckstücken verarbeitet werden. Camilles Ehemann Prosper Lecomte arbeitet als Buchhalter im Familienunternehmen, während Alfreds Ehefrau Alice mit ihrer Rolle als Mutter kämpft.
Meine Meinung:
Auch dieser zweite Teil der Reihe ist ein gelungener historischer Roman, der Fakten und Fiktion sehr gut miteinander verbindet. Hier hat unter anderem Francesca Cartier Bricknells Aufarbeitung der Familiengeschichte wertvolle Hinweise gegeben.
Wie es sich für einen Roman gehört, werden zahlreiche Ereignisse geschildert, die sich so oder so ähnlich zugetragen haben- Glück und Leid liegen immer wieder eng beieinander. So wirft der frühe Tod von Jeanne, dem Kind von Camillie und Prosper dunkle Schatten auf die Familie sowie wirtschaftliche Schwierigkeiten, die nicht ausschließlich durch äußere Umstände verursacht werden.
Ein wichtiger Bestandteil des Erfolges dieser Familie ist dem Umstand geschuldet, dass die Frauen der Dynastie ihre eigenen Ideen und Kreativität einbringen dürfen. Zwar werden die Töchter in der Erbfolge nicht berücksichtigt, da es Söhne gibt, trotzdem ist die Familie Cartier ihrer Zeit weit voraus.
Geschickt flicht Eva Maria Bast neben den gesellschaftlichen Ereignissen auch den Ideenreichtum der weiblichen Familienmitglieder ein, der unter anderem zu einer Kooperation mit dem Couturier Charles Frederick Worth führen wird. Eine andere Zusammenarbeit, nämlich jene mit dem Uhrmacher Baudet wird für Cartier ein neues, Erfolg versprechendes Standbein sein. Dazu dann mehr im dritten Teil der Familien-Saga.
Fazit:
Eine gelungene Fortsetzung, der ich gerne 5 Sterne gebe.
Rezensionen von gabiliest:
Ganz große Geschwisterliebe
Hawaii forever?! von Timm Milan
In seinem humorvoll geschriebenen Buch “Hawaii forever” hat der bekannte Autor Tim Milan eine heitere Geschichte über die Liebe zwischen zwei Schwestern und das Vermissen geschrieben. Das fröhlich gestaltete Hardcover zeigt Hannah, deren Traum es schon seit Jahren ist, Hawaii kennen zu lernen sowie ihre Schwester Zoey, die das unbedingt verhindern will.
Hannah ist sechzehn Jahre alt und will für ein halbes Jahr nach Hawaii, dieser Schüleraustausch ist ihr absoluter Traum. Verzweifelt ist ihre kleine Schwester Zoey- wie soll sie nur so lange ohne Hannah auskommen? Also muss sie verhindern, dass Hannah fliegt. Doch nur noch sieben Tage bis zur Abreise, da sind gute Ideen gefragt. Und Zoey ist einfallsreich: Sie versteckt Reisepass und Koffer, simuliert einen Flugzeugabsturz und meldet Hannah zu einem Erste Hilfe Kurs an, der erst nach ihrer Abreise beginnt. Denn Zoey fürchtet, Hannah könnte “forever” in Hawaii bleiben, sie hat doch das Wort “forever” in einem Telefonat verwendet. Unterstützt wird Zoey bei ihren Plänen von ihrer Freundin Minze, die einen kleinen, nervigen Bruder hat, um den sie sich kümmern muss. So ganz kann sie Zoey daher nicht verstehen.
Doch nicht nur Zoey ist traurig, auch Hannas Freund Fernando würde sie gerne hier behalten und sieht erst langsam ein, dass man Träumen folgen sollte und Distanz zwischen zwei Verliebten nicht das Ende der Beziehung bedeuten muss.
“Hawaii forever” ist eine witzig und lebhaft erzählte Geschichte über die Verbundenheit zwischen zwei Schwestern, große Freundschaft und das Entstehen von Missverständnissen. Erst langsam erkennt Zoey, dass sie sich eigentlich für Hannah freuen sollte und dass der Abschied nur auf Zeit ist. Die flotte Schreibweise, die größere Schrift und kurze Kapitel machen den Text gut lesbar, so dass Kinder zwischen neun und zwölf Jahren Freude an dieser lustigen Geschichte haben werden. Die gelungenen schwarz- weiß Illustrationen von Friederike Ablang machen die Erzählung anschaulich. Das Buch eignet sich sehr gut als Ferienlektüre, aber auch dazu, sich nach Hawaii weg zu träumen. Und wer würde das nicht gerne tun? Daher gibt es von mir eine fröhliche Leseempfehlung für diese gelungene Wohlfühlgeschichte.











