Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Ryria:

Brutale Spannung, super zum Miträtseln

Der Nachtgänger von Lars Kepler

An einem blutigen Tatort wird ein Teenager gefunden, der sich kurz darauf als Schlafwandler herausstellt. Ist er der Täter oder hat er den wahren Mörder vielleicht sogar gesehen? Kaum haben die Ermittlungen begonnen, gibt es auch schon das nächste Opfer...
Für mich war es der erste Thriller mit Kommissar Joona Linna, obwohl dies bereits der 10.

Band der Reihe ist. Verständnisprobleme hatte ich trotzdem keine, alle Charaktere werden zumindest kurz mal vorgestellt. Treue Leser werden jedoch den ein oder anderen wiederkehrenden Charakter erkennen können.

Generell gab es hier wirklich sehr viele Personen, aus deren Perspektiven auch mal ganze Kapitel erzählt werden: Ermittler, Zeugen und auch Opfer. Jeder hat dadurch eine eigene kleine Hintergrundgeschichte bekommen, anstatt einfach nur "Opfer A" zu sein. Für die Spannung war das super, man hat direkt mehr mitgefiebert, vor allem wenn man die Morde quasi live mitverfolgen konnte.
Lediglich Joona blieb für mich doch etwas blass. Ich kannte ihn ja noch nicht aus früheren Bänden und hätte mir einfach mehr Kapitel aus seiner Sicht gewünscht, so habe ich jetzt nur den Eindruck eines Multitalents und Actionheldes gewonnen. Schlafwandler Hugo ist mir mehr im Gedächtnis geblieben, diesen mochte ich als Charakter dieses Buches jedoch sehr, vor allem, da man bei ihm auch schön eine Entwicklung verfolgen konnte.

Die Geschichte selbst war absolut wild: Viele (teilweise extrem brutale) Morde, total verrückte Erlebnisse bei der Suche nach dem Täter, wahnsinnige Verdächtige, actionreiche Verfolgungsjagden - immer wieder konnte ich vor lauter Spannung nicht aufhören zu lesen und habe mich am Ende des Kapitels gefragt, was zur Hölle ich da gerade gelesen habe.
Manches erschien mir dann besonders gegen Ende des Buches dann doch ein wenig zu "drüber", auch auf viele der sexuell expliziten Szenen hätte ich auch gut verzichten können.
Gut gefallen hat mir wiederum, dass man super miträtseln konnte: Durch die vielen Perspektiven werden unzählige Hinweise versteckt und es ist echt nicht einfach herauszufinden, welche davon tatsächlich relevant sind. Auch einige Plottwists lassen einen regelmäßig die eigenen Theorien wieder verwerfen. Die Auflösung ist überwiegend gelungen und stimmig, lediglich ein paar Kleinigkeiten erscheinen komisch oder uneindeutig.
Insgesamt keine leichte Lektüre und nichts für schwache Nerven, dafür mit viel Spannung und einem interessanten Fall!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Ryria

Rezensionen von Claudia R.:

actionreiche Story

Der Container von Marley Alexis Owen

Klappentext/ Inhalt:

Was ist, wenn du nur das Richtige tun willst – und alles wofür du lebst dabei in Gefahr gerät?
In diesem neuen Thriller muss Sara, die Ex-Scharfschützin und mittlerweile Agentin in der geheimnisvollen Sisterhood, alles geben, denn dieses Mal bringt man den Kampf zu ihr nach Haus.

Wider aller Ratschläge gerät sie mitten in eine internationale Schmuggler-Affäre im Hamburger Hafen. Ein fataler Fehler, denn weder mit der albanischen noch der chinesischen Mafia lässt sich reden.
In einer Atmosphäre von Misstrauen, Verrat und Intrigen setzt Sara alles auf eine Karte – packende Action und Nervenkitzel pur!

Cover:

Der Fokus liegt auf einer Frau am Hafen und auch die Struktur und Umsetzung wirkt spannend und interessant. Auch farblich ist es durch die warmen orange bräunlichen Töne sehr atmosphärisch und auch spannend umgesetzt. Die farbliche und optische Gestaltung gefällt mir sehr gut. Auch der Wiedererkennungseffekt zu den anderen Bänden ist hier vorhanden.

Meinung:

Spannende und actionreiche Story, vor toller Kulisse. Hierbei handelt es sich um den vierten Band der Reihe. Da die jeweiligen Bände in sich geschlossen sind, kann man diese auch gut unabhängig voneinander lesen. Mir war bereits der erste Band gespannt und ich habe mich sehr auf so einige bekannte gefreut und habe mich schnell und gut in alles hineingefunden.

Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht allzu viel verraten und halte mich daher mit weiteren Details und Informationen zurück.

Der Schreibstil ist angenehm und beschreibend und schnell findet man sich in alles hinein. Durch die bildhaften Beschreibungen der Hintergründe und Schauplätze kann man sich alles ehr gut vorstellen. Auch in die Gedanken und Handlungen der Charaktere findet man sich gut hinein und hier kommt auch die Atmosphäre und Anspannung spürbar herüber.

Schnell wird Spannung aufgebaut, welche bis zum Ende anhält und auch im Verlauf sehr gut fortgesetzt wird.

Die Länge der Abschnitte und Kapitel ist gut gewählt und ermöglicht so einen tollen Lesefluss und erzeigt zudem Spannung und Tempo. Die Kapitelanfänge sind gut ersichtlich. Gliederung und Gestaltung hat mir gut gefallen.

Packend und fesselnd ist das Gesamte um gesetzt und sorgt zudem für spannende Unterhaltung. Für Thriller Fans auf jeden Fall eine Leseempfehlung.

Fazit:

Spannende und actionreiche Story, vor toller Kulisse.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Claudia R.

Rezensionen von Island :

Wird am Ende alles gut?

Entscheidung in der Rosenholzvilla von Tabea Bach

Dies ist nun schon der letzte Teil der Trilogie um die Rosenholzvilla. Auch diesmal ist die Covergestaltung wieder sehr gut zur Thematik und zum Schauplatz passend und zugleich im selben Stil wie die Vorgängerbände, sodass die Zusammengehörigkeit offensichtlich ist.

Auf jeden Fall ist es ratsam, zuvor den ersten und zweiten Teil der Reihe zu lesen, da doch viel aufeinander aufbaut.

Dann kann man sich umso mehr am Wiedersehen mit Elisa und den anderen Menschen rund um die Rosenholzvilla erfreuen und erfährt nun, wie es mit ihr und Danilo weitergeht und auch, was aus dessen Bruder Fabio, seiner kleinen Familie und der Instrumentenmanufaktur wird. Und natürlich tauchen auch alle anderen, beteits bekannten, Nebenfiguren wieder auf und auch deren Geschichten finden einen Abschluss.

Die Autorin schreibt gewohnt anschaulich und gut lesbar. An die Orte der Handlung konnte ich mich so sehr gut versetzen und beim Lesen in die Atmosphäre im Tessin eintauchen. Auch blieb mir Elisa als Protagonistin weiterhin sehr sympathisch. Mit Danilo und seinem Bruder Fabio dagegen wurde ich bis zum Schluss nicht so richtig warm. Einen kleinen Abzug gibt es von mir auch, weil das Finale am Ende doch etwas zu unrealistisch, auch für dieses Genre, ausgefallen ist. Nichtsdestotrotz ist es schade, dass die Geschichte um die Rosenholzvilla als Rückzugsort für verletzte Künstler nun außerzählt ist. Auf die, bereits angekündigte, neue Reihe der Autorin freue ich mich daher schon.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Island

Rezensionen von C. P.:

Ein Krimi (wie ein) Dinner

Das Dinner - Alle am Tisch sind gute Freunde. Oder? von Emily Rudolf

Der Aperitif
Es geht um fünf Erwachsene, welche früher zu einer Clique gehörten. Dabei sind diese Leute charakterlich derart unterschiedlich, dass es erstaunlich ist, wie sie früher eine Clique bilden konnten. Einige von Ihnen haben sich seit Jahren nicht mehr gesehen, zwei sind ein Paar, zwei waren früher ein Paar.

Die Vorspeise
Es gab ein sechstes Mitglied der Clique, Maria. Diese Freundin verschwand vor fünf Jahren spurlos während eines Festivals. Kurz darauf zerbrach die Clique.
Das Hauptgericht
Das Spiel beginnt, die Verbleibenden der Clique treffen sich seit langer Zeit zu einem gemeinsamen Krimi-Dinner. Hierfür haben sie ein abgelegenes Luxus-Restaurant ganz für sich allein, in welchem einer der Männer als Chefkoch angestellt ist. Schon bevor das Spiel überhaupt losgeht liegt eine unangenehme Spannung in der Luft. Als sich während des Spiels immer mehr Parallelen zum damaligen Festival zeigen, bei welchem Maria verschwand, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis der Abend endgültig eskaliert. Weiß die Person, die das Spiel erstellt hat, was mit Maria geschah? Befindet sich etwa ihr Mörder unter den Mitspielern?
Die Zutaten des Hauptgerichts
Die Handlung ist nun aufgeteilt in mehrere Zeitabschnitte, sowohl in der Gegenwart, während der Szenen des Krimispiels als auch in der Vergangenheit während des Festivals. Es wird sich abwechselnd der drei Zeitstränge bedient, diese ergänzen sich nach und nach. Hinzu kommen Perspektivenwechsel. Dadurch werden einige Szenen wiederholt aus unterschiedlicher Sichtweise erzählt, wobei es zu Unstimmigkeiten kommen kann. Was verdeutlicht, dass vielleicht nicht alles der Wahrheit entspricht. Das zieht es allerdings auch manchmal etwas in die Länge. Und die Charaktere selbst sind irgendwann so polarisierend, mit denen möchte man nicht befreundet sein.
Das Dessert
Die Zeit nach dem missglückten Krimidinner räumt ein wenig mit dem Geheimnis um Marias Verschwinden auf. Doch gerade, als man sich bequem zurücklehnen und das Ende genießen will, gibt es doch noch eine kleine Überraschung.
Das Trinkgeld
Eine gelungene Idee, die mir gefiel. Die Charaktere sind alle so speziell, da würd ich mit keinem von denen privat befreundet sein wollen. Stellenweise waren mir die schon etwas zu extrem. Zwischendrin gab es einige Hänger in der Spannung, vor allem dann, wenn einige Szenen zu ausgiebig oder wiederholt vorkamen. Ebenso können die vielen Wechsel in Zeit, Perspektive und Name/Spielername unter Umständen etwas verwirrend sein.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von C. P.

Rezensionen von Claudia R.:

intrigenreich

Thousand Autumns. Buch 1 von Meng Xi Shi

Klappentext / Inhalt:

+++ Streng limitierte Erstauflage mit Farbschnitt und exklusiven Charakterkarten +++
Der chinesische Light Novel-Bestseller und TikTok-Erfolg erstmals auf Deutsch in einer hochwertigen Ausstattung mit beigelegter Charakterkarte und wunderschönen Innenillustrationen!
Jeder Schurke braucht seinen Helden .

.. doch kann ein reines Herz so leicht verdorben werden?
Yan Wushi, der Anführer der dämonischen Huanyue-Schule, ist ein Meister der Kultivierung, ein brillanter Stratege und ein unverbesserlicher Zyniker. Seiner Ansicht nach wird jedes menschliche Herz von Grausamkeit und Egoismus beherrscht. Wer das Gegenteil behauptet, ist entweder ein Lügner oder ein Narr.
Shen Qiao, der Anführer der daoistischen Xuandu-Schule ist bescheiden, gütig, wohltätig und genau die Art Weltverbesserer, die Yan Wushi zutiefst verachtet.
Als Shen Qiao in einem Kampf eine folgenschwere Niederlage erfährt und nicht nur seine Sehkraft, sondern auch fast seine gesamte magische Kraft verliert, entwickelt Yan Wushi einen teuflischen Plan, um Shen Qiao die Abgründe der Menschheit zu zeigen. Gegenüber dem nun blinden Shen Qiao gibt er sich als Meister aus und nimmt ihn unter seine Fittiche, um ihn auf den Pfad der dämonischen Künste zu locken … Doch kann ein reines Herz so leicht verdorben werden?
Die BookTok-Sensation »Thousand Autumns« von Meng Xi Shi ist der perfekte Einstieg in das Genre der chinesischen Boys Love / Danmei. In dieser epischen Fantasy-Light Novel, die mit hochwertigen Illustrationen und Charakterzeichnungen zu Leben erwacht, trifft der moralisch graue Meister, der gerissene Anführer und mächtiger Großmeiste des dämonischen Pfades, auf den bescheidenen Anführer, der an das Gute im Menschen glaubt. Noch ahnt der dämonische Meister nicht, dass er auf die erste unnachgiebige Kraft seines Lebens gestoßen ist, und dass auch sein verdorbenes Herz nicht vor der sanften Seite seines neuen Schülers gewahrt bleibt.

Cover:

Sehr stilvoll und elegantes Cover, welches die Atmosphäre und Stimmung sehr gut erfasst und herüber bringt. Optisch und auch farblich ist es sehr schön umgesetzt.

Meinung:

Ein spannender und intrigenreicher Auftakt, der das Interesse auf mehr erweckt. Sehr detailreiche und stimmungsvolle Umsetzung.

Inhaltlich möchte ich hier nicht allzu viel verraten und halte mich daher mit weiteren und genaueren Details dazu zurück. Empfehle aber sehr gern einen Blick hinein zu werfen.

Der Schreibstil ist detailreich und angenehm lesbar. Man findet sich in Umgebung, Situationen und Charaktere sehr gut hinein. Anfangs fand ich es etwas schwer mit den vielen Namen und Begriffen, aber durch das tolle und umfangreiche Glossar im Anschluss, die Figurenübersicht am Beginn und die kleinen Fussnoten am unteren Ende der Seiten, wird man hier gut abgeholt und diese Dinge sind extrem hilfreich. Auch wird die Stimmung und Atmosphäre hier sehr gut erfasst und herübergebracht. Spannung kommt schnell auf und die Intrigen und Machtkämpfe sind sehr lebendig und fesselnd umgesetzt.

Die einzelnen Abschnitte und Kapitel haben eine gute Länge. Die Anfänge sind sehr gut erkennbar und auch die Überschriften sind passend und verraten dabei nicht zu viel. Gliederung und Gestaltung hat mir sehr gut gefallen.

Klasse fand ich auch die eigefügten Illustrationen, welche die Situationen gut erfassen und veranschaulichen und gut herüber bringen. Die schwarz-weiß Illustrationen sind klasse gezeichnet und toll umgesetzt.

Der Gesamteindruck ist sehr positiv, zumal es im Gesamten sehr gut durchdacht ist. Das Glossar und auch die Karte am Ende, sowie die Fussnoten und auch das Figurenregister zu Beginn runden es sehr schön ab. Alles in allem ein wundervoller und intrigenreicher Auftakt. Auf den weiteren Verlauf bin ich sehr gespannt.

Fazit:

Ein spannender und intrigenreicher Auftakt, der das Interesse auf mehr erweckt.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Claudia R.

Rezensionen von Eternal-Hope:

Daraus hätte man mehr machen können

Peggy von Rebecca Godfrey; Leslie Jamison

Ein historischer Roman über die schillernde Peggy Guggenheim - das klang spannend!

Anfangs habe ich das Buch auch sehr gern gelesen, speziell die Kindheit von Peggy war interessant geschildert, ich habe mich der Figur gleich nahe gefühlt, mit ihr um ihren beim Untergang der Titanic verschollenen Vater getrauert und gut nachfühlen können, dass sie sich immer anders gefühlt hat und mehr wollte als ihre reiche, ihr aber oberflächlich und immer auf den äußeren Schein bedachte Familie.

Eine Schlüsselszene dazu: Peggy arbeitet als junge Frau, um Erfahrungen zu sammeln - das Geld braucht sie nicht und bekommt auch nicht wirklich einen Lohn ausbezahlt - aushilfsweise in einer Buchhandlung. Ihre ebenfalls reichen Tanten kommen ins Geschäft und möchten 5 Regalmeter Bücher kaufen, egal welche. Der Inhalt interessiert sie nicht, es geht rein um Bücher als Dekoration, wichtig sind die harmonische Farbe und Gestaltung der Buchrücken.

So möchte Peggy nicht sein, sie möchte sich mit Menschen umgeben, die tatsächlich Bücher wegen ihres Inhalts schätzen. Ähnlich geht es ihr mit der Kunst: in den schwerreichen Kreisen, in denen sie sich bewegt, sammeln einige Menschen Kunstwerke, um sie wegzusperren. Peggy liebt Kunst, ihr Interesse dafür wurde schon in ihrer Kindheit durch ihren Vater geweckt, und sie findet, Kunst sollte an Orten ausgestellt werden, an denen viele Menschen sie genießen können.

Also: eine sehr interessante Person und eine sehr interessante Zeit. Man hätte aus diesem Buch viel machen können.

Aber: leider hat das Buch kaum einen Spannungsbogen und ist über weite Strecken einfach nur langweilig. Es geht um gesellschaftliche Events, Bälle, belanglose Unterhaltungen zwischen verschiedenen Personen, die aber nicht wirklich zu irgendetwas Interessantem führen. Ich hatte das Gefühl, je weiter ich mit der Lektüre gekommen bin, desto langweiliger wurde das Buch, und desto mehr habe ich auch den Bezug zu der in diesem Roman portraitierten Peggy verloren... als sie etwa Ehefrau und Mutter wurde, konnte ich überhaupt nicht mehr nachvollziehen, wie es ihr damit überhaupt wirklich ging als Freigeist, der sie war.

Ich muss also leider sagen, dass dieses Buch meine hohen Erwartungen nicht erfüllt. Ich habe nicht das Gefühl, dass mir dadurch die echte Peggy Guggenheim wirklich nahegekommen ist, und eine spannende Unterhaltung war es auch nicht. Deshalb drei Sterne für ein grundsätzlich spannendes Porträt einer sehr interessanten Frau, das streckenweise interessant ist.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Eternal-Hope

Rezensionen von gerlisch:

Gänsehaut-Thriller

Minus 22 Grad von Quentin Peck

Es ist klirrend kalt als die Studentin Laura Gehler kurz vor Mitternacht mit ihrem Trekkingrad im Wald unterwegs ist. Plötzlich wird sie von einem SUV vom Weg abgedrängt. Als sie wieder zu sich kommt, befindet sie sich in einem Käfig aus Plexiglas. Sie wird sterben, wenn sie nicht das Rätsel des Käfigs lösen kann.

Was für ein perfides Spiel hat sich der Autor in seinem Psychothriller ausgedacht. In einem leicht poetischen Schreibstil wird der Leser gleich von der ersten Seite an die ausgefeilte Story gefesselt.
Peck ist es gelungen, seinen Figuren Leben einzuhauchen. Die Charaktere sind vielschichtig und teilweise mit schwerem psychischem "Gepäck" unterwegs. Aus verschiedenen Perspektiven taucht der Leser ein in eine eiskalte Atmosphäre, in der die Spannung nach und nach aufgebaut wird.
Ich wurde mit falschen Fährten, einigen Geheimnissen und einer verblüffenden, atemberaubenden Wendung bestens unterhalten. Ein Thriller mit Gänsehaut-Momenten von einem Autor, den ich mir auf jeden Fall merken werde.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von gerlisch

Rezensionen von C. P.:

Aussergewöhnlicher SF/Dystopie-Krimi mit einigen Überraschungen

Der letzte Mord am Ende der Welt von Stuart Turton

Wir befinden uns im Jahre 90 nach der Apokalypse. Der ganze Erdball ist von einem todbringenden schwarzen Nebel umgeben. Der ganze Erdball? Nein, ein von unbeugsamen Personen bevölkertes Dorf auf einer Insel im Mittelmeer hört nicht auf, dem Nebel Widerstand zu leisten.
Mit diesem Worldbuilding beginnt Stuart Turtons neuester Roman, welchen er selbst als Sciencefiction-Apokalypse-Roman bezeichnet.

Wirft das Setting an sich bereits viele Fragen auf, setzt der Autor gleich im Prolog noch eins obendrauf und konfrontiert uns mit der Behauptung: „Es muss jemand sterben, damit dieser Plan funktioniert.“ (Zitat) Damit war gleich auf der ersten Seite meine Neugier geweckt: Welcher Plan? Wer muss sterben? Wie und Warum? Und was ist bitte vor 90 Jahren geschehen?!
Mit dieser Erwartungshaltung startete ich voller Neugier in den Roman, fieberte (so merkwürdig das auch klingen mag) der geplanten Tat von Kapitel zu Kapitel immer mehr entgegen und sog jedes Detail zu dieser Insel und ihren Bewohnern regelrecht in mich auf. So nach und nach kristallisierten sich immer mehr Auffälligkeiten rund um das Dorf heraus. So können alle eine Stimme in ihrem Kopf hören, die Stimme einer Entität namens Abi, welche die Gedanken der Leute lesen kann. Und so einiges mehr. Hinzu kommen einige weitere Auffälligkeiten, welche ich hier nicht spoilern möchte, das wäre schade um den Überraschungseffekt. Jedenfalls stechen immer mal einige Personen aus dem Dorfidyll heraus wie z. B. Emory, die den Wissenschaftlern (so eine Art nicht alternde Gruppe von Dorfältesten) eindeutig zuviele Fragen stellt. Doch ebendiese Emory soll kurz darauf den Mord an einer Wissenschaftlerin aufklären, während der tödliche Nebel die Insel bald zu überfluten droht. Ein Rennen nicht nur gegen die Zeit, sondern auch gegen tödliche Pläne eines oder einer Unbekannten.
Ein aussergewöhnlicher Roman, welcher mir viel Spaß gemacht hat und einen wirklich kniffligen Fall beinhaltet. Knifflig vor allem auch deswegen, weil es zugleich diverse Geheimnisse aus der Vergangenheit zu klären gilt. Erschwerend kommt hinzu, dass den Bewohnern der Insel die Erinnerungen aus der Nacht des Mordes fehlen, als wären diese aus den Köpfen der Leute herausgelöscht worden.
Mir gefiel das schrittweise Aufdecken von Spuren und Hinweisen, mit welchen Emory zu jonglieren versucht, ohne zunächst das Ende des roten Fadens zu finden. Einige Details waren regelrecht schockierend, andere zunächst verwirrend. Bei der Personenauswahl beschränkt der Autor sich auf eine kleine Gruppe der Inselbewohner, so dass es übersichtlich bleibt. Die im Buch abgedruckte Karte der Insel ist ebenfalls ganz hilfreich, um einige Vorgänge besser nachverfolgen zu können. Und das Cover bietet einen Blick aus Richtung des Nebels über das haiversuchte Meer zum Leuchtturm der Insel mit Vulkankrater und Seilbahn im Hintergrund (für die Handlung nicht unwichtige Details).
Wer Interesse hat, einen aussergewöhnlichen Mordfall in einer noch aussergewöhnlicheren Zukunft zu lösen, wird auf Stuart Turtons Insel am Ende der Welt spannende Unterhaltung finden.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von C. P.

Rezensionen von Michaela:

Leider nicht mein Buch

Der ewige Tanz von Steffen Schroeder

Der ewige Tanz erzählt die Geschichte und das Leben von Anita Berber. Eine Persönlichkeit, deren Leben der Tanz ist, mit einem aufregenden Leben, hingebungsvollen Liebschaften und entsprechenden Skandalen.

Ich habe die Kurzbeschreibung gelesen und dachte mir: Das wird ein Buch für mich - aufregend, schillernd mit einer schönen, eigensinnigen und undurchschaubaren Protagonisten.

Leider war dem nicht so, ich komme nicht so richtig in die Geschichte, muss mich teilweise sogar zum Weiterlesen zwingen. Mir bleibt Anita Berber fremd und ich kann keine Beziehung zu ihr aufbauen. Es entsteht keine Faszination für ihr Leben, kein Mitfiebern, wie sich die eine oder andere Episode entwickelt, was ihr als nächstes einfällt oder welche Wendungen ihr Leben nimmt. Ich habe öfters auch das Gefühl, das Geschichten enden ohne auserzählt zu sein, Personen tauchen auf und spielen plötzlich keine Rolle mehr.
Schade nicht mein Buch.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Michaela

Rezensionen von M:

Bilderbuch, das Spaß macht

Känguru Knickohr - Huhu, Känguru! Was hörst denn du?,1 Audio-CD von Britta Sabbag

Das Bilderbuch Känguru Knickohr ist ein Bilderbuch, an dem Kleine aber auch Große große Freude haben. Die Leser erleben einen Tag im Leben von dem kleinen Känguru, bei dem es immer alles falsch versteht. Zähneputzen nach dem letzten Bissen - ich Kuschel mich in meine Kissen. Im Laufe des Bilderbuchs hat auch der kleine Leser verstanden, dass das Känguru absichtlich alles falsch versteht und lacht über die Verhörsätze.

Die Texte sind manchmal gereimt, immer gut verständlich und humorvoll von der Autorin Britta Sabbag geschrieben und Regen dazu an, selber Verhörsätze zu bilden. Die Illustrationen von Igor Lange sind liebevoll mit vielen kleinen Details und ebenfalls sehrhumorvoll gezeichnet. Schon das Vorsatzpapier mit dem kleinen Känguru, das sich in der Kakteenlandschaft die Schuhe anzieht ist ein echter Hingucker.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von M