Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Vicky:
Wir sollten den Arzt verklagen
Don't Fall for the Single Dad von Piper Rayne
'Don’t Fall for the Single Dad' ist ein Liebesroman des Autorinnen-Duos Piper Rayne. Außerdem bildet das Buch bereits den dritten Teil der Kleinstadt-Buchreihe 'Single Dad's Club'.
Als eingeschworene Piper Rayne Fan, und nach bereits zwei anderen Bänden der Reihe, musste ich das Buch unbedingt lesen, und was soll ich sagen? Ich habe es keine Sekunde bereut, das Buch ist ein Genuss für die Seele.
Das Buchcover ist mir zum Glück sofort ins Auge gestochen und ich konnte es direkt der Reihe zuordnen. Es ist so schön verspielt gestaltet und die Farben harmonieren wunderbar miteinander, außerdem ist Grün meine Lieblingsfarbe - und somit gefällt es mir natürlich sehr gut.
Die Geschichte selbst umfasst 30 Kapitel sowie einen Epilog. Die Kapitel sind abwechselnd aus Sicht von Garrett und Charlie geschrieben. Dieser Wechsel gefällt mir ausgesprochen gut, denn so kann man beide Figuren, und vor allem deren Handlungen, viel besser verstehen! Außerdem verleiht das einer Geschichte immer viel mehr Schwung und Dynamik.
Ich habe bereits sehr gespannt auf die Geschichte rund um Garrett gewartet. Er ist das bisher geheimnisvollste Mitglied des Single Dad’s Club. Ich habe die Geschichte der beiden genossen und gerne dabei zugesehen wie sich zwischen den beiden etwas entwickelt. Die letzten fünf Kapitel waren nochmals mein Highlight für einen krönenden Abschluss - herrlich unterhaltend und herzerwärmend zugleich.
Ein kurzes Wiedersehen mit Jasper Banks und seiner Frau Lennon gehörte zu einem meiner kleinen ‘nebenbei’ Highlights. Ich finde es immer wieder toll, auf Querverweise in den Büchern von Piper Rayne zu stoßen - diese genieße ich sehr, sie sind immer wieder meine persönlichen Highlights in den Romanen und ich freue mich sehr darüber. Ehrlich gesagt suche ich sie immer sehr gerne und warte bereits am Anfang der Geschichte sehr gespannt auf solche Momente.
Fazit: Ein weiterer herzerwärmender und zugleich auch humorvoller Roman des wunderbaren Autorinnen-Duos Piper Rayne. Ich freue mich auf viele weitere Bücher aus der Feder der Autorinnen. Vorerst warte ich mal gespannt auf die Hollywood Hearts Reihe, um mehr über Vance Leben in Los Angeles zu erfahren.
Rezensionen von dannylovesreading:
Ein Buch, das lange begeistert
tiptoi® - Kennst du diese Tiergeräusche? von
Nachdem wir den tiptoi-Manager auf den Laptop geladen haben und dann dort das Buch „Kennst Du diese Tiergeräusche“ (Ravensburger, März 2025) gesucht und gefunden haben, ging der Download der Audio-Datei auf den Stift wie von selbst und der (Vor-)Lesespaß konnte beginnen. Die Handhabung des Stiftes ist - im wahrsten Sinne des Wortes – kinderleicht, auch für die Jüngste
Auf elf Doppelseiten werden Tiere unterschiedlichster Lebensräume und Kontinente vorgestellt.
Wenn man mit dem Stift auf die Bezeichnung des Tieres tippt, gibt es immer eine kleine Erzählung über das Tier, was an ihm besonders ist, wo es lebt und was es frisst. Berührt man hingegen mit dem Stift die Tiere selbst, erklingen die Geräusche, die die Tiere machen. In der unteren rechten Buchecke gibt es jeweils drei bis vier interaktive Symbole: ein Musiknoten-Symbol für ein Kinderlied zu den dargestellten Tieren, ein Würfel für ein Geräuschrätsel, einen Wiederholungspfeil für vorherige Töne und eine Tür, um die Audiowiedergabe zu beenden.
Die Ausarbeitung ist super hochwertig und präzise. Wir fanden zum Beispiel sehr spannend, dass der Taipan aus Australien ein anderes Geräusch macht als die Schlange bei den Haustieren. Toll sind auch die wahnsinnig schnellen Libellenflügel und das Brummen der Biene.
Ein Buch, mit dem Kinder lange Zeit beschäftigt sind, da es über 150 verscheiden Tiere und deren Geräusche zu entdecken und kennenzulernen gibt. Darunter bekannt Tiere, wie Hund, Katze, Maus, aber auch Exoten, wie Yak, Wombat und Possum.
Natürlich kann man das Buch auch klassisch durchblättern, ohne den Stift zu nutzen. Egal, ob mit oder ohne Stift – Kennst Du diese Tiergeräusche? ist ein tolles, interaktives Buch, das Kinder lange beschäftigt. Klare 5/5 Sterne!
Rezensionen von Claudia H.:
Auch mit 70 ist frau noch mittendrin
Mittendrin im Lilabunt von Mirjam Müntefering
Worum es geht:
Nachdem die nunmehr 71-jährige Inge von ihrem Onkel den Dykenhof geerbt hatte, hat sie sich einen Traum erfüllt und eine Lesbenwohngemeinschaft gegründet. Seit 10 Jahren gibt es nun noch einen weiteren Hof, in dem queere Menschen einen Zufluchtsort haben, den Facettenhof. Als dieser indessen meint, er müsste ein 10-jähriges Bestehen feiern, empfindet Inge dies als eine Kampfansage und plant ebenfalls eine Feier am selben Tag.
Die 17-jährige Kati erlebt gerade die langweiligsten Sommerferien ihres Lebens, dann ihre beste Freundin Jasna ist mit ihren Eltern in Berlin. Dort soll sie ihre leibliche Mutter kennenlernen, denn Jasna wurde adoptiert. Da findet Kati die Einladung zu einem Jubiläumsfest eines Dykenhofs im Mülleimer. Über diesen Hof weiß Kati nicht viel, aber sie weiß, dass sie eigentlich 2 Mamas hat. Und so macht sie sich heimlich auf in die Lüneburger Heide, um Antworten zu bekommen.
Mein Fazit:
Ich habe mich schon riesig auf den neuen Mirjam Müntefering gefreut und wurde natürlich nicht enttäuscht. Die Story wird abwechselnd aus der Sicht der 17-jährigen Kati und der 71-jährigen Inge erzählt. Kati ist eine total süße junge Dame, die man einfach lieben muss. Sie ist eher ängstlich und nimmt nun allen Mut zusammen, um das Geheimnis ihrer beiden Mütter zu lüften. Inge ist mir gleich ans Herz gewachsen. Sie war mir sehr sympathisch und ich habe mit ihr gelitten. Inge ist mit ihren, seit Jahren gültigen Ansichten gefangen und hadert mit sich. Beide Frauen machen eine tolle Entwicklung durch, wobei die Story stellenweise echt witzig ist. Ich habe da Buch in einem Rutsch durchgelesen und ich wurde gut unterhalten, habe auch viel gelacht. Das Buch landet auf alle Fälle auf meiner Liste der Top Ten des Jahres.
Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung mit 5 Sternen.
Rezensionen von dannylovesreading:
Wo bleibt die Spannung?
Haus Waldesruh von David Krems
David Krems’ Kammerspiel Haus Waldesruh (Picus Verlag, März 2025) erzählt die Geschichte von vier ehemaligen Schulfreunden, die sich 15 Jahre nach ihrem Abschluss in einem abgelegenen Forsthaus wiedersehen. Eigentlich wollen sie in Ruhe alte Zeiten aufleben lassen, doch schnell wird klar, dass nicht alle Wunden verheilt sind.
So hat jede und jeder sein Päckchen zu tragen und mit Problemen zu kämpfen. Geheimnisse kommen ans Licht, die Stimmung kippt – und als ein unerwarteter Gast auftaucht, eskaliert die Situation endgültig.
Leider hat mich der Roman nicht wirklich gepackt. Die Sprache wirkt oft hölzern, und es hat mich irritiert, dass ein Protagonist mal „Ferdinand“ und mal „Ferdi“ genannt wird – das fühlt sich stilistisch unentschlossen an. Auch die Erzählweise war für mich eher hinderlich als fesselnd. Der Erzähler gibt die Interpretation der Figuren und ihrer Emotionen gleich mit, statt sie durch Handlung oder Dialoge spürbar zu machen. Das hat mir als Leser wenig Raum für eigene Gedanken gelassen.
Auch die Spannung hat für mich nicht funktioniert. Selbst dramatische Momente plätschern eher dahin, weil die Figuren trotz vieler Beschreibungen seltsam blass bleiben. Ihr Handeln wird zwar erklärt, aber nicht wirklich erlebbar. Die Dialoge wirken oft gekünstelt, fast so, als würden die Figuren ein Drehbuch abarbeiten.
Was mir gefallen hat: Das Buch ist hochwertig verarbeitet und hat ein wirklich schönes Cover. Aber inhaltlich konnte es mich leider nicht überzeugen.
Rezensionen von C. P.:
Amüsante, freche Lovestory
Golden-Heights-Reihe, Band 1 - Unlock My Heart von Saskia Louis
Bei Saskia Louis liebe ich immer den frechen Schlagabtausch zwischen den Charakteren, bevor sie selbst merken, dass es längst zwischen ihnen knistert. Hier wurde ich nicht enttäuscht. Lexie war mir auch sofort sympathisch, wie sie die Arroganz der reichen Studenten, alles bequem mit Geld regeln zu können, für sich nutzt, um sich selbst ein Studium finanzieren zu können.
Als ausgerechnet der Oberschnösel der Schnösel-Uni sie zwingen will, ihr verboten gutes Talent für den verboten gutaussehenden Logan einzusetzen, ja, da hätte meine Begeisterung sich an ihrer Stelle ebenfalls stark in Grenzen gehalten. Aber natürlich hat Logan ebenso seine Geheimnisse, von denen Lexie noch nichts weiß, wie auch Logan nichts über Lexies Geheimnisse weiß. Langer Rede kurzer Sinn: Ich hab mich aufs Köstlichste amüsiert, gekichert, gelacht, mitgefiebert und, hey, ich liebe dieses Buch! Auch wenn die Handlung jetzt keinen irsinnig komplexen Tiefgang bietet und manches vielleicht etwas glatt abläuft. Dafür wird es nicht langweilig und es gibt keine unnötigen Längen. Knisternd, lustig, spannend und unverkitscht. Lest es, dann wisst ihr, was ich meine.
Rezensionen von C. P.:
Agenteneinsatz und Zeitreise-Abenteuer
Das Erbe der Macht - Band 38: Ein Hauch von Anbeginn von Andreas Suchanek
Die Serie geht hart auf das Finale zu und der Kampf gegen Merlin und die Wesen des Anbeginns wirkt immer bedrohlicher. Mit dieser Folge kommen jedoch endlich erste Ideen auf, wie die Feinde besiegt werden können. Zugleich kristallisiert sich so langsam heraus, wer was von langer Hand geplant hat.
Hauptsächlich gibt es in diesem Band zwei Handlungsstränge, zwischen denen wie gewohnt hin und her gesprungen wird, so dass man stets beide Abenteuer im Auge behalten kann.
Die eine Gruppe versucht, einen Weg zu finden, um unbemerkt nach Iria Kon zu gelangen. Dort bereitet Merlin sich auf weitere Schritte vor und ist umgeben von seinen Anhängern, die jeden Eindringling ohne zu zögern eliminieren würden. Kein leichter Einsatz für Max, Titik und seine Freunde.
Ein zweites Team unternimmt mit H. G. Wells Zeitmaschine eine Zeitreise. Schließlich gab es eine Zeit in der Vergangenheit, in welcher immens viel Wissen zusammengetragen wurde. Hier treffen sie auf magische Wissensträger und erhoffen sich etwas Bestimmtes zu finden, um Merlins Glücks-Pakt irgendwie aushebeln zu können. Hierbei bringt Cleopatra einigen Schwung in die Handlung, gewollt oder ungewollt.
Ich bin begeistert, dass auch jetzt noch immer wieder neue Ideen und Wendungen hinzukommen, mit denen ich nicht gerechnet habe. Und immer wieder hab ich zwischendurch so einen Aha-Effekt, wenn Bezug auf frühere Geschehnisse genommen wird. Ein was-bisher-geschah zu Beginn hilft, leichter in die Handlung reinzufinden.
Rezensionen von C. P.:
Moderate Spannung im Finale
Vergissmeinnicht - Was die Welt zusammenhält von Kerstin Gier
Das Ende der Trilogie holt die Story wieder aus dem Knick, die Spannung litt im zweiten Band doch sehr. Neben einigen Abenteuern im Saum, einer gefährlichen Orakel-Rettungsmission und einem geplanten Schulball, der natürlich völlig anders verläuft als gedacht, wird endlich das Geheimnis um das lang erwartete Sternentor-Ritual gelüftet, an welchem Quinn teilnehmen soll.
Durch die mittlerweile wirklich sehr vielen Charaktere benötigte ich eine Weile, um wieder in die Handlung zu kommen und die Leute zuordnen zu können. Auch wenn Erklärdämon Baximilian Grimm sich gleich zu Beginn alle Mühe gibt, das bisher Geschehene unterhaltsam zusammenzufassen. Eine sehr gute und auch notwendige Idee.
Einige Szenen wie die rund um das Orakel hab ich echt geliebt. Auch das Ritual und was da alles offenbart wird sind hervorragend. Trotzdem bin ich der Meinung, es hätte der Story gut getan, alles auf zwei Bände einzukürzen, um das Spannungsloch im zweiten zu vermeiden. Denn auch diesmal gibt es wieder einiges, was zwar unterhaltsam ist, ich jedoch nicht vermisst hätte, wäre es nicht im Buch vorgekommen. Zumal zuviele Nebenhandlungen die eigentliche Spannung einfach überstrapazieren.
Der dritte Band nimmt mit einigen sehr guten Ideen und spannenden Abenteuern wieder langsam an Fahrt auf und löst endlich diverse Geheimnisse rund um den Saum und das Sternentor-Ritual.
Rezensionen von Claudia R.:
Gespenstergeschichte
Die Schlottermoos-Gespensterschule - Zimbis Prüfung von L.T. Hoffmann
Klappentext / Inhalt:
Ein gespenstisch-witziger Fantasy-Roman, in dem die Grenzen zwischen Gespenster- und Menschenwelt allmählich verschwimmen.
Eine berührende Geschichte über die innere Stärke, Hilfe anzunehmen, wenn man sie braucht.
Eine ausgefallene Schulgeschichte, die das Scheitern, aber auch den Mut thematisiert, für seine Träume zu kämpfen.
Lesespaß für alle Fans von witzigen und gruseligen Gespenstergeschichten.
+ Perfekte Mischung aus Grusel und Humor
+ Spannende Urban-Fantasy
+ Mit wunderschönen Bildern von Sameena Jehanzeb illustriert
+ Für Jungs und Mädchen ab 8 Jahren
+ Zum Vorlesen und Selberlesen
Der Titel ist bei Antolin gelistet.
Inhalt:
+ Gespenstern will gelernt sein! +
In der Schlottermoos-Gespensterschule steht die Abschlussprüfung bevor. Für die clevere Schülerin Zimbi bedeutet dies, ihren Traum endlich erfüllen zu können: sie will das gespenstischste Gespenst aller Zeiten werden! Dafür muss sie nur die Prüfung als Jahrgangsbeste abschließen.
Wäre da nicht ein Problem: Zimbi kann nicht gespenstern.
Gemeinsam mit dem weniger talentierten Gespensterschüler Dunggel und dem einsamen Rentner Pawel trainiert sie deshalb in der Menschenwelt, um ihre Fähigkeiten zu verbessern.
Doch während sie ihrem Ziel langsam immer näher kommt, hat sie das Gefühl, beobachtet zu werden. Sind sie etwa nicht die einzigen Gespenster in der Menschenwelt?
Cover:
Ein gespenstisch starkes Cover mit gruseligem Charme. Optisch und farblich klasse umgesetzt und passend zur Geschichte.
Meinung:
Spannende, freundschaftliche und abenteuerliche Gespenstergeschichte. Richtig Gespenstern ist hier angesagt! Aber wie macht man das? Das und noch so einiges mehr erfahrt ihr im Buch. Überraschende Wendungen machen das Ganze zusätzlich interessant.
Inhaltlich sei hier jedoch noch nicht zu viel verraten. Daher halte ich mich mit weiteren Informationen dazu zurück.
Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Schnell ist man im Geschehen und auch in die Charaktere findet man sich sehr gut hinein. Besondres auch die Entwicklung der Charaktere ist sehr toll mit anzuschauen. Freundschaft und die wirklich wichtigen Dinge im leben spielen hier eine Rolle und vermitteln so sehr wichtige Botschaften.
Ein sehr liebevolles Kinderbuch mit sehr viel Tiefe. Eine spannende und unterhaltsame Geschichte, die auf jeden Fall viel Freude macht.
Toll sind auch die wundervollen schwarz-weiß Illustrationen. Diese runden das Ganze sehr gut ab und lockern zudem das Schriftbild auf. Die Bilder sind passend umgesetzt und fügen sich sehr gut ein.
Die Kapitel haben eine gute und angenehme Länge und ermöglichen so einen guten Lesefluss. Die Kapitelanfänge sind gut und deutlich erkennbar. Die Überschriften sind passend benannt, ohne zu viel dabei Preis zu geben. Durch die teils auch kürzeren Kapitel wird Spannung erzeugt und das Tempo erhöht.
Die Geschichte ist spannend umgesetzt, überzeugt nebenbei aber auch durch Tiefe und wichtige Botschaften. Humorvoll und gespenstisch gut wird man hier unterhalten.
Fazit:
Spannende, freundschaftliche und abenteuerliche Gespenstergeschichte.
Rezensionen von C. P.:
Möwen und Killer holen sich, was sie wollen
Der Weihnachtsmannkiller 2 von Klaus-Peter Wolf
Der Trend geht zur Fortsetzung, in diesem Fall eine gute Entscheidung. Wenn auch für manche Beteiligten tödlich. Kurzum: Der Weihnachtsmannkiller aus Folge 1 entkommt beim Freigang, ausgerechnet auf einem Weihnachtsmarkt. Und reist zurück nach Norden/Norddeich, um sich um seine verbliebenen Adventskalender-Türchen zu kümmern: Ein Opfer für jedes Türchen.
Mit Ann-Katrin Klaasen als Türchen 24. Aber wer sagt, dass er sich an die ursprüngliche Reihenfolge halten muss? Zunächst steht der Killer jedoch vor dem Problem, dass an der Stelle seines damaligen Hauses jetzt ein gemütliches Familienhaus steht, in der eine junge Familie wohnt. Die Ärmsten wissen noch nichts von ihrem Glück, einem berühmten Killer unfreiwillig zur Hand gehen zu müssen.
Dies ist eine dieser Sidestories rund um die Ostfriesenkrimis, die einen gewissen Anteil an Humor mit sich bringen, wenn auch eher von der schwarzen Sorte. Ich mag K-P Wolfs Art, die Menschen zu betrachten und auf seine ihm eigene Art wiederzugeben. Dadurch erlebt man charakterliche Einblicke, welche andere AutorInnen zumeist weglassen oder den LeserInnen vorenthalten. So musste ich gleich zu Beginn schmunzeln als unser Killer, der liebend gern Möwen mit Brötchen füttert, überlegt, ob Silberfische (aus Ermangelung an Möwen in der Psychiatrie) wohl auch Brötchen mögen. Demgegenüber steht die brutale Gnadenlosigkeit, mit welcher er Unschuldige aus dem Weg räumt. Unterhaltsam ist auch diesmal wieder der menschliche Irrsinn, welchen K-P Wolf sich einige Leute ausdenken lässt, um sich ein paar Minuten Ruhm nicht entgehen zu lassen. Und über die Therapeutin, die nach der Flucht des Killers alles nur noch verschlimmbessert, konnt ich ebenfalls nur noch den Kopf schütteln. Herrlich menschlich-verrückt, dieser Krimi. Und blutig-spannend.
Rezensionen von C. P.:
Zwischen veralteter Tradition und persönlicher Selbstfindung
The boy you always wanted von Michelle Quach
Das erste Buch von Michelle Quach mochte ich ganz gern, wo sich Eliza für Gleichberechtigung stark macht und dabei den Fokus versehentlich aus den Augen verliert. Bei diesem Buch erhoffte ich mir wieder ein Mädchen, welches auch in eine gewisse Vorbildfunktion hinein wächst. Ich weiß nicht, hatte ich wirklich überzogene Erwartungen? Ich meine nicht.
Jedenfalls hat mich Michelle Quachs zweites Buch deutlich weniger begeistern können.
Diesmal geht es um Francine, die große Pläne hat, aber immer wieder zugunsten ihrer Familie und deren veralteten Ansichten zurücksteckt. Francine war mir viel, viel zu artig. Und dadurch auch langweilig. Richtig wütend hat es mich gemacht, dass sie sich von ihrem Großvater und dessen wirklich veralteten Rollendenken so kleinmachen lässt. Zwar sind dessen Tage gezählt und, klar, da will man dem Opa nicht unbedingt noch groß widersprechen auf seine letzten Tage. Dennoch hat es mich aufgeregt, dass dieser Mann die Leistungen seiner Enkelin dermaßen übersehen WILL und darauf pocht, ggf. einen männlichen Erben in die Familie zu adoptieren, nur damit die Familienehre gewahrt bleibt. Herrje, die ganze Familie hält in solchen Momenten den Mund. Und Francine setzt allen Ernstes alle Hebel in Bewegung, dem Opa diese Wunscherfüllung auch noch vorzugaukeln!? Dafür hat sie sich ihren früheren Schwarm Ollie ausgesucht, der damit zu kämpfen hat, im Schatten seines erfolgreichen Bruders zu stehen und dessen Familie für alte Traditionen nichts übrig hat. Und ausgerechnet dieser Junge muss Francine erst darauf aufmerksam machen, was sie da für einen Blödsinn plant? Und dass sie endlich auch mal an sich denken, nicht so stocksteif sein soll?
Interessant fand ich die eingewobenen familiären Hintergründe, welche man dadurch erfährt, dass Ollie durch Francine sich nach und nach für die chinesisch-vietnamesische Geschichte seiner Vorfahren interessiert. Davon abgesehen fehlte mir gleich zu Beginn die Spannung, da fesselte mich nichts. Das Sezieren eines Tieres im Unterricht, was auch recht früh im Buch kommt, hat mich sogar regelrecht abgestoßen. Die Romanze an sich war ganz nett, dieser ganze Fake-Gedanke, um jemanden in dessen veralteten Ansichten auch noch zu unterstützen, empfand ich leider als falsches Signal und überhaupt nicht amüsant.
Schade ist übrigens, dass die deutschen Ausgaben nicht die englischen Cover erhalten, die sind deutlich sympathischer.











