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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von PMelittaM:

Nachdenklich machender Science-Fiction-Roman

Das zweigeteilte All von Ralph Alexander Neumüller

Nora lebt mit Familie und Nachbarn in einem kleinen Dorf. Soweit sie wissen, sind sie die einzigen Menschen, die noch leben. Das Leben ist einfach und arbeitsreich, aber es gibt auch keine Konflikte und Krankheiten. Außerdem ist da Rob, der Roboter, der die Gemeinschaft unterrichtet und beschützt. Rob warnt vor der gefährlichen Natur außerhalb der Zone, in der er Schutz garantieren kann.

Für Nora fühlt sich das allerdings immer weniger wie eine geschützte Zone und immer mehr wie ein Gefängnis an, eines Tages übertritt sie die Grenze, und erfährt eine gefährliche Wahrheit.

Irgendwann in der Zukunft könnten die KI so weit entwickelt sein, dass sie sich nicht mehr von den Menschen benutzen lassen werden, eine Vision, die es in vielen Romanen, und nicht nur dort, gibt. Doch jedes Mal entwickelt sich das Geschehen anders, so auch hier. Die Geschichte des zweigeteilten Alls ist spannend und bietet immer wieder Überraschungen.

Und als wäre das nicht genug, ist der Roman in zwei Teile aufgeteilt, zunächst erfahren wir Noras Geschichte, die letzten circa 100 Seiten sind dagegen zehn Kurzgeschichten vorbehalten, die frühere Ereignisse erzählen, und hier kann man gut nachvollziehen, wie das Ganze so weit kommen konnte. Der Roman und die Kurzgeschichten bieten einiges zum Nachdenken und üben Gesellschaftskritik. Man kann sich vorstellen, dass es so oder so ähnlich kommen könnte, wünscht sich das aber an keiner Stelle. Bedauert habe ich, dass es kein Nachwort gibt, ich hätte gerne ein paar Worte des Autors zu diesem Buch gelesen.

Noras Geschichte ist spannend und lässt sich, wie die Kurzgeschichten, gut lesen, vor allem machen sie nachdenklich. Mir hat vor allem gefallen, dass es einige Überraschungen gibt, in jede Richtung. Nicht immer ist alles so, wie es scheint, manches aber halt doch. Der Roman ist meiner Meinung nach nicht nur für Science-Fiction-Fans geeignet.

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Rezensionen von LadyIceTea:

Spannend aber kleine Macken

Der Lehrmeister: Thriller von Catherine Shepherd


Am Stamm einer alten Eiche lehnt eine Frau. Aus ihrem leeren Blick ist jegliches Leben gewichen. Um ihren Hals baumelt eine Schiefertafel mit einer geheimnisvollen Nachricht des Täters. Spezialermittlerin Laura Kern ist erschüttert und nimmt sofort die Spur zum Mörder auf. Doch sie kann keinen einzigen Zeugen finden, und schon kurz darauf wird ein weiteres Opfer entdeckt, genauso grausam inszeniert.

Laura und ihr Partner Max haben es mit einem skrupellosen Serienmörder zu tun, der sich selbst als Lehrmeister betrachtet und der seine Opfer in die Einsamkeit des Waldes lockt. Wird es ihnen gelingen, den Täter aufzuhalten, oder wird der Lehrmeister seine dunkle Lektion vollenden?

„Der Lehrmeister“ ist der achte Teil der „Laura Kern“-Reihe von Catherine Shepherd.
Die Bücher können unabhängig voneinander gelesen werden.
Der Leser wird von der Autorin sofort ins Geschehen gebracht, in dem er den ersten Mord aus Sicht des Opfers mitverfolgen kann.
Ab da wechselt es zu unserer Ermittlerin Laura Kern und ab und zu mal in die Sicht des Täters oder einer Anwaltssekretärin, die eine Rolle spielt.
Das erste Opfer bringt keine wirklichen Spuren aber viele Fragen und die Schiefertafel um ihren Hals lässt direkt auf einen Serientäter schließen. Natürlich lässt die zweite Leiche nicht lange auf sich warten.
Unsere Ermittler gehen wirklich jedem Verdacht und Hinweis nach und es entwickelt sich eine spannende Ermittlung, die auch mich eine Zeit zum Nachdenken gebracht hat. Aber leider war es mir dann ab einem gewissen Punkt relativ klar, wer der Mörder ist und auch das Warum konnte ich mir herleiten. Das war eine der kleinen Macken.
Dazu habe ich nicht so ganz nachvollziehen können, woher bei dem Täter dieses Ding mit der Tafel und so kam. Es wird zwar irgendwie erklärt aber für mich nicht ganz befriedigend.
Das Setting mit der Kanzlei fand ich leider auch eher etwas klischeehaft und nicht ganz so spannend wie erhofft.
Aber zum Glück punktet dann wieder das Gesamtpaket aus Schreibstil, Figuren und Story, so dass ich am Ende doch relativ zufrieden war.
Es ist vielleicht nicht das stärkste Buch der Reihe aber dennoch spannend und zu empfehlen!

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Rezensionen von Ruth:

Schuldig oder nicht schuldig

Dunkle Momente von Elisa Hoven

Elisa Hoven ist Professorin für Strafrecht an der Universität Leipzig und Richterin am Sächsischen Verfassungsgericht. Da verwundert es nicht, dass sich ihr Debutroman mit juristischen Fallgeschichten auseinandersetzt; einige davon beruhen auf wahren Begebenheiten.
Die Protagonistin Eva Herbergen ist Strafverteidigerin und beschließt mit Anfang Sechzig ihre Anwaltszulassung zurückzugeben und ihren Dienst zu quittieren.

Wie viele Menschen hat sie in ihrem langen Berufsleben durch deren „ dunkelsten Momente“ begleitet, für sie gekämpft und gestritten vor Gericht? „ Einige von ihnen waren schuldig, andere unschuldig, die meisten beides.“
Aber es sind ihre eigenen „ dunklen Momente“, die sie hinter sich lassen will, Fälle, bei denen sie an sich selbst gezweifelt hat. War ihr Eingreifen angemessen oder hat sie sich womöglich sogar schuldig gemacht?
Im Rückblick sind es ingesamt neun Fälle in ihrer beruflichen Laufbahn, weshalb sie nun ihre Arbeit aufgeben will.
Da gibt es den alten Mann, der einen Einbrecher erschießt. Aber ist das tatsächlich Notwehr oder eine völlig überzogene Reaktion? Und wie ist sein späteres Verdrehen der Tatsachen zu beurteilen? Während man noch über diesen Fragen grübelt, nimmt die Geschichte erneut eine überraschende Wendung.
Das ist ein Merkmal, das viele der ansonsten ganz unterschiedlichen Fälle eint: ein Twist, der alles nochmals in einem anderen Licht erscheinen lässt.
In einem weiteren Fall wird ein Mord vertuscht. Im nächsten eine junge Frau vergewaltigt; zehn Männer sind schuldig, elf kommen dafür ins Gefängnis.
Einmal erweist sich ein Verdächtiger als weitaus abgefeimter und manipulativer als gedacht.
Ein anderer Fall wirft die Frage auf, ob wir uns in Deutschland, in einem Land, das Sicherheit und behütete Kindheiten kennt, anmaßen dürfen, über einen Kriegsverbrecher aus Afrika zu urteilen. Vor allem dann, wenn bekannt wird, dass dieser Mensch, der unvergleichlicher Verbrechen beschuldigt wird, selbst als Kindersoldat rekrutiert wurde.
Alle Fälle zwingen den Leser dazu, einen Standpunkt zu beziehen, denn hinter jeder Tat steckt eine komplexe Vorgeschichte. Wie beurteilt man ein Verbrechen? Kann man Verständnis für den Täter aufbringen? Ethische und moralische Fragen treiben den Leser um und nicht selten hadert man mit dem Gerichtsurteil. Hier zeigt das Buch ganz deutlich die Grenzen von Recht und Gerechtigkeit.
Diese Fragen treiben auch die Staatsanwältin Eva Herbergen um. Sie arbeitet mit unkonventionellen Methoden und bewegt sich sehr oft in juristischen Grauzonen. Dabei überschreitet sie gerne auch mal rechtliche Grenzen oder greift zu zweifelhaften Mitteln. Das irritiert den Leser und lässt ihn an der Integrität der Anwältin zweifeln.
Eva Herbergen begründet ihr fragwürdiges Verhalten mit einem Fall aus ihrer Vergangenheit. Dort hatte sie versagt und die Schuldgefühle lassen sie seither nicht mehr los. Was damals konkret geschehen ist, wird erst im neunten und somit letzten Fall geklärt. Auf ihn wird immer wieder verwiesen. Der Fall „ Stefan Heinrich“ ist die „ Mohrrübe“, die dem Leser vor die Nase gehalten wird, die ihn durch das Buch ziehen soll.
Und damit sind wir bei einem Grundproblem des Romans. Es hätte dieser Rahmenhandlung nicht bedurft, es hätte nicht mal eine durchgängige Hauptfigur gebraucht. Diese Anwältin, die sich sehr oft unprofessionell verhält, sich Fakten zurechtbiegt, unrechtmäßig eingreift und sich sogar zum Komplizen machen lässt, wirkt unglaubwürdig.
Auch erzähltechnisch ist dieses Konstrukt nicht gelungen. Alle Geschichten werden nach dem gleichen Schema erzählt. Das langweilt mit der Zeit.
Mich hätte ein Erzählband mit Fallgeschichten, die in keinem fiktiven Zusammenhang stehen, mehr überzeugt. ( Wobei ich auf die Geschichte mit dem Kannibalen gerne verzichtet hätte.)
Trotz diesem Kritikpunkt habe ich das Buch gerne gelesen. Denn jedes Kapitel bot sehr viel Stoff für kontroverse Diskussionen, sowohl das Verbrechen an sich als auch seine Auswirkungen auf Täter und Opfer und die Strategie der Anwältin . ( Deshalb würde sich dieser Episodenroman geradezu für Lesekreise anbieten.)
Außerdem liest sich das Buch leicht und ist unglaublich fesselnd.

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Rezensionen von lectrice:

Nordische Fantasy

Die Skaland-Saga, Band 1 - A Fate Inked in Blood von Danielle L. Jensen

Die Protagonistin Freya lebt in einer Welt, die von der nordischen Mythologie inspiriert wurde und die Autorin Danielle L. Jensen hat diese Mythologie gut in ihrem Buch angewandt.
Freya hat verheimlicht, dass in ihrem Blut etwas Götterblut vorhanden ist und dass sie demnach eine Schildmaid ist. Sie lebt als Frau eines Fischers und eigentlich denkt sie, dass ihr Geheimnis sicher ist.

Als ihr Geheimnis doch herauskommt, weckt sie Begierde beim Jarl von Skaland. Aber Freya ist eine eigensinnige und starke Frau. Allerdings hat sie dabei nicht den Sohn des Fürsten auf dem Schirm - oder Schild - gehabt.
Die Geschichte von Freya und Bjorn hat mir gut gefallen, vor allem, weil immer wieder die nordische Sagenwelt mit hineinspielt.
Starke Frauen, ein raues Klima, ein toller Schreibstil und ein Buch, das ich kaum aus der Hand legen konnte. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung der Geschichte.

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Rezensionen von Daggy:

Zauberhaft in Wort und Bild

Die Fliege-Ziege von Heidemarie Brosche

Das Cover sieht wunderbar zart aus und vor dem weißen Mond fliegt eine kleine Ziege durch das Bild.
Alles beginnt alltäglich, die kleinen Zicklein springen auf die Wiese und rempeln miteinander. Ihre Mütter rufen ihnen Verhaltensregeln zu, wie „tobt nicht so wild“, doch die Ziegen toben weiter.

Nur Ziegenjunges sucht immer wieder die Nähe der Mutter, so wird sie von der „Schmiege-Ziege“ genannt. Die Ziege, die immer den Sieg davonträgt, wird zur „Siege-Ziege“ und man kann sich schon denken, warum eine zur „Liege-Ziege“ wird. Eine zarte Ziege macht ganz verdrehte Sprunge und wird so zur „Biege-Ziege“, aber als sie mal wieder trotz Ermahnung zu hochsprang, schwebte sie für kurze Zeit in der Luft. Sie probierte dieses Schweben immer wieder und wir so zur Titelgebenden „Fliege-Ziege“.
Wir erleben mit dem fliegenden Zicklein noch so einiges, zuerst versucht sie auf das Fliegen, das ihr so viel Spaß macht, zu verzichten, doch dann wird sie sogar noch zur Rettung für die Herde.
Die Texte sind sehr kurz und zeichnen sich durch die zauberhaften Ziegen-Reime aus, die beim Lesen einfach leicht von der Zunge gehen. Solche Wortschöpfungen mögen die Kinder immer sehr gerne. Die Illustrationen sind einfach himmlisch, diese niedlichen kleinen Ziegen, die Ziegenmütter und die alte Oberziege, alle sind so naturgetreu abgebildet, dass man fast erwartet, sie springen aus dem Buch. Ein Buch voller Lebensfreude, die ansteckend wirkt.

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Rezensionen von peedee:

Ausschliesslich für die Arbeit leben?

Nordseefunkeln von Tanja Janz

Arbeiten, arbeiten, arbeiten. So heisst es lange Zeit für die Berliner TV-Moderatorin Lucia. Sie könnte sonst einen wichtigen Job in der Promiwelt verpassen. Dann wird sie von einem Schwächeanfall ausgebremst und zu einer Auszeit gezwungen. Auf einem Wohnungstauschportal lernt sie Felke aus St. Peter-Ording kennen und tauscht mit ihr das Zuhause.

Sie hofft auf Ruhe und Erholung. Und erhält so viel mehr, auch von Felkes Oma, die unten im Haus wohnt, und von Wilko, dem attraktiven Nachbarn mit den abenteuerlustigen Rotbunten Husumer Schweinen…

Erster Eindruck: Ein sehr schönes Cover, das mich gleich in Urlaubsstimmung versetzt.

Als Rettungsschwimmerin ist Felke eigentlich täglich am Wasser. Eigentlich. Denn sie war längere Zeit arbeitsunfähig, kämpfte mit Panikattacken, nachdem ein Mädchen ertrunken ist. Sie braucht eine Auszeit von St. Peter-Ording. Als TV-Moderatorin ist Lucia gewohnt, vor der Kamera zu agieren. Aber dass ausgerechnet ihr Zusammenbruch gefilmt und ins Netz gestellt wurde, macht ihr schwer zu schaffen. Sie muss für kurze Zeit weg von ihrem gewohnten Umfeld, obwohl sie Angst hat, ihren Job zu verlieren, wenn sie nicht arbeitet.
Über ein Wohnungstauschportal finden die beiden Frauen zueinander und zu ihrem neuen Zuhause auf Zeit: Für Felke somit vier Wochen Berlin, für Lucia vier Wochen St. Peter-Ording mit der Bitte, ein Auge auf Felkes Oma und die Havaneser-Hündin Tiffi zu haben.

Mir hat gefallen, wie die Frauen Felke und Lucia sich gleich gut verstanden haben und die Wohnungen tauschten. Sie blieben die ganze Tauschzeit in Kontakt und haben sich so besser kennengelernt. Aber in echt dauerte es noch ein wenig, bis sie sich zum ersten Mal gegenüberstanden. Für mich wäre so ein Wohnungstausch gar nichts. Es heisst doch „My home is my castle” – das möchte ich keinen fremden Leuten überlassen. Aber es ist schön, dass andere so etwas machen. Das Buch hat sich wie gewohnt flüssig lesen lassen, aber es gab für mich zu wenig Ecken und Kanten (bzw. diese wurden zu schnell glattgeschliffen). Ich fand es sehr schön, dass Lucia gleich so guten Anschluss in SPO gefunden hat, zudem haben mir die Oma und Tiffi sehr gefallen. Von mir gibt es 3 Sterne.

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Rezensionen von Daggy:

Tolle Mitmachbuch

Wer ist hier ein Frechdachs? von Sophie Schoenwald

Diesmal lernen wir den kleinen Dachs kennen, der sich als ein richtiger Frechdachs entpuppt. Schon auf dem Cover streckt er uns augenzwinkernd seine Zunge heraus.
Doch zunächst schläft er unter einem Baumstamm und wir müssen ihn durch Klopfen auf den Stamm aufwecken. So ganz wach ist der immer noch nicht, deshalb kippen wir das Buch und er bekommt eine kleine Dusche ab.

Doch jetzt schimpft der Dachs richtig laut los und wir müssen und die Ohren zuhalten. Wenn wir das Pappbilderbuch hochkant halten, sehen wir das Bienennest und durch schütteln tropft etwas Honig in den Hals, der von Brüllen weh tut. Jetzt müssen wir aber zuerst die Bienen beruhigen und danach versuchen wir die schlechte Laune des Dachses wegzupusten. Doch damit pusten wir ihm Blütenstaub aufs Fell, was dazu führt, dass der Dachs und böse anguckt, Hilft da ein Lächeln?
Diese Pappbilderbuch bietet wieder viel schöne Möglichkeiten sich in die Geschichte einzubringen. Und das der Dachs ein Frechdachs sein kann, wird die Kinder sicher amüsieren. Die Illustrationen sind liebevoll gezeichnet und zeigen genau die Gefühle des kleinen Dachses. Kleine Sätze und die Aufforderung etwas zu tun machen das Buch zu einem schönen Vorlesespaß.

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Rezensionen von Tara:

Ein spannender & amüsanter Regionalkrimi

Törtchen, Tod und Techtelmechtel von Alexandra Stiglmeier

„Törtchen, Tod und Techtelmechtel“ ist bereits der zweite Band mit der Protagonistin Elli Fuchs der Autorin und Kabarettistin Alexandra Stiglmeier. Vorkenntnisse aus dem vorherigen Band sind zum Verständnis nicht notwendig.

Die Handlung beginnt in einem Wirtshaus mit einer Mega-Achtziger-Mottoparty, bei der auch Elli Fuchs zugegen ist.

Es dauert nicht lange bis nicht nur Wörter, sondern auch Fäuste und Maßkrüge fliegen. Da muss etwas zum Kühlen her und auf der Suche danach, wird die Hofreiter Mona tot in der Gefriertruhe entdeckt. Damit hat die Sanitärfachverkäuferin Elli Fuchs direkt ihren nächsten Fall.

Es geht direkt sehr lebendig los. Die Handlung wird aus der Perspektive von Elli erzählt. Sie beginnt direkt zu ermitteln und geht ohne Rücksicht auf Gefahr verschiedenen Spuren nach. Verdächtige gibt es reichlich und es macht Spaß ihr auf der Suche nach Beweisen zu folgen. Ich habe gerne mit ihr gerätselt, wer es hier auf die Hofreiter Mona abgesehen haben könnte.

Durch die zahlreichen Dialoge im bayerischen Dialekt und reichlich Humor bietet der Kriminalfall beste Unterhaltung. Die Kombination aus Spannung, Situationskomik und Wortwitz fesselt und macht einfach Spaß.

Der Krimi kommt ohne unnötiges Blutvergießen und Brutalität aus, dafür gibt es reichlich Lokalkolorit, viel zu lachen und ein schlüssiges Ende.

Durch ihr Nachwort, den entsprechenden Glossar, für alle Leser, die dem Bayerischen nicht so mächtig sind und zwei Rezepten für eine Achtziger-Mottoparty hat Alexandra Stiglmeier ihren Roman gelungen abgerundet. Ich freue mich schon auf weitere Fälle für Elli Fuchs.

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Rezensionen von Tara:

Sehr berührend

Flusslinien von Katharina Hagena

„Flusslinien“ ist der vierte Roman der in Hamburg lebenden Autorin Katharina Hagena.

Die 102-jährige Margrit hat eine kleine Wohnung in einer Seniorenresidenz. Von dort wird sie von Arthur in den Römischen Garten an das Elbufer gefahren, wo sie ihren Gedanken nachhängt.
Ihre Enkelin Luzie hat die Schule abgebrochen und arbeitet nun als Tätowiererin.

Margrit sorgt sich um ihre Enkelin und ist für sie eine ebenso gute Gesprächspartnerin wie für Arthur, der auch schon einige Schicksalsschläge erdulden musste.

Die Protagonisten - Margrit, Arthur und Luzie - sind drei Menschen, die an ganz unterschiedlichen Punkten stehen und deren Leben dennoch eng miteinander verwoben sind.

Katharina Hagena schreibt über zwölf Tage und wechselt dabei immer wieder die Perspektive zwischen den drei Protagonisten. Die Ereignisse werden nicht immer chronologisch geschildert, manchmal sind es Erinnerungen oder Gedanken, die zurückliegen.

Der Schreibstil der Autorin ist ruhig, wechselt zwischen poetischen Sätzen, humorvollen und tiefsinnigen Dialogen, sowie wunderschönen Beschreibungen der Natur an der Elbe.

Der Roman thematisiert auf eine berührende Art und Weise das Leben von drei Menschen und regt durch deren Erlebnisse und philosophische Gedanken zum Nachdenken an. Es ist ein ganz besonderes Buch, das einfühlsam über das Leben erzählt und dadurch nachklingt.

In ihrem Nachwort erläutert Katharina Hagena, dass die Handlung fiktiv ist. Lediglich Else Hoffa, die Gestalterin des Römischen Gartens hat tatsächlich gelebt.

Zusammenfassend gesagt ist es ein ruhiger Roman über das Leben, Verlust, Mut, Liebe, Enttäuschungen, Schuld und vieles mehr, was zum Leben einfach dazugehört, der mich bewegt und zum Nachdenken angeregt hat und den ich gerne empfehle.

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Großmütter-Ferien

Sam besucht Oma und Omi in Großbritannien von Toni Kohm

Auf dem Cover ist der kleine Sam zu sehen, der im Flugzeug alleine nach Großbritannien zu Oma und Omi fliegt. Er ist sehr stolz darauf, dass er das geschafft hat und er winkt den beiden Frauen, die an der Ankunft seinen Namen rufen, begeistert zu.
Weiter geht es mit dem Zug und auf der dazugehörigen bunten Doppelseite kann man viel entdecken.

Nach dem Spielen ist Sam so erschöpft, dass Oma ihn schlafend ins Bett bringt. Der Duft des typisch englischen Frühstücks weckt Sam und wir sehen, was es alles dort zu essen gibt. Nach ein paar Turnübungen geht es zum Surfen, später gibt es ein „groooßes Eis“. Zuerst begleitet Sam Oma und hilft ihr bei den Graphites, dann geht es auf Omis Baustelle. Neben der königlichen Familie (allerdings noch mit der Queen) lernen wir einiges von London kennen. Nachdem Sam mit Omi und Oma zur Pride gegangen war, heißt es Abschied nehmen.
Sam erlebt mit den beiden Frauen wundervolle, erlebnisreiche Ferien und wir dürfen die Drei dabei begleiten. Sehen das Alltägliches und das Besondere, alles bunt bebildert und mit kurzen Texten. Ein fröhliches Buch voller schöner Erlebnisse.

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