Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Thaliomee:
Klassischer Krimi
Campion. Tödliches Erbe von Margery Allingham
Die Autorin ist so viel unbekannter als Agatha Christie, dabei fand ich das Buch wirklich vergleichbar. Das Cover gibt einen Vorgeschmack auf den Inhalt und passt gut zu einem Krimi, der in den 30er-Jahren spielt. Die Familie Gyrth besitzt einen wertvollen Kelch und jeder Sohn durchläuft an seinem 25.
Geburtstag eine geheimnisvolles Ritual. Percival, der Sohn der Familie Gyrth wird bald 25, hat sich aber mit seinem Vater überworfen. Dank Campion kehrt er ins Herrenhaus zurück, dabei kommt es zu einigen komischen Momenten. Denn eigentlich passt Campion hier nicht wirklich her, obwohl er ein brillanter Detektiv ist. Er kombiniert und lässt sich nicht in die Irre führen. Zugegeben ist die Story auch für den Leser recht durchschaubar, dies ändert aber nichts an ihrer Unterhaltsamkeit.
Das Buch lebt vor allem von den Dialogen, die Campion mit den anderen führt und die immer weiter zur Lösung des Rätsels führen.
Rezensionen von Daggy:
Total witzig
Mäc Mief und die stinkbesonderen Unterhosen von Carola Becker
Mäc Mief ist ein Schaf, dass eine besonders gutes Verhältnis zu Finn hat. Finn ist der Bauernsohn, der auf dem Cover seine stinkbesondere Unterhose mit dem Superschaf trägt. Die beiden lieben die Serie im Fernsehen und schauen sie sich gerne gemeinsam an.
Nun wurde gerade diese schöne Unterhose mit anderen von der Leine gestohlen.
Da macht sich Mäc Mief gemeinsam mit der Hündin Bonnie an die Ermittlung. Leider ist Bonnie, wenn ihre Spürnase anschlägt, sehr schnell und so ein Schaf, das meist auf der Wiese herumsteht, tut sich da schwer mitzuhalten. De beiden Tiere sprechen miteinander und können natürlich auch die Menschen verstehen, aber nicht mit ihnen sprechen. Trotzdem kann sich Mäc Mief sehr gut mitteilen.
Die witzige Geschichte liest sich sehr, die 12 Kapitel sind nicht zu lang und die bunten Bilder sind wirklich köstlich. Das Superschaf ist eine schöne Alternative zu den menschlichen Superhelden und das es eine Unterhose ziert macht diese zu einer Stinkbesonderen. Eine ungewöhnliche Detektivgeschichte.
Rezensionen von Daggy:
Spannende Zeitreise ins Mittelalter
Ein Fall für die Forscher-Kids 10. Spuk auf der Ritterburg von S. J. King
Auf der Rückseite des Buches sehen wir die ganze Gruppe der Forscherkids. Kinder aus aller Welt, die besondere Begabungen und Vorlieben haben. Auf dem Cover sehen wir Gustavo aus Brasilien, der Geschichtsexperte und Kiki aus Ghana, die sich gut mit Technik auskennt.
Diese beiden sind in dieser Geschichte die, die mit dem Kolumbus, dem wandelbaren Mobil, dass sie durch Zeit und Raum reisen lässt, unterwegs sind.
Diesmal geht es nach Europa, allerdings ins Mittelalter. Die Kleidung der beiden passt sich an und so werden sie zu Knappen für einen Ritter. Die Burg, in der das Turnier stattfindet, möchte sich der fiese Bruder des Kaisers aneignen. Doch das nette Ehepaar, der die Burg gehört, hat tolle Einfälle, wie sie mit Hilfe eines Geistes, den Ritter verschrecken können. Die Kinder unterstützen die beiden dabei mit ihrem Wissen.
Bisher ging es für die Forscherkids immer in ferne Länder oder sogar auf den Mond, diesmal geht es in die Vergangenheit und das Abenteuer, was die beiden erleben, ist auch mit vielen interessanten Informationen gespickt. Das beide Kinder eine dunkle Hautfarbe haben verwundert niemanden, allerdings muss Kiki zu Walther werden, damit sie als Knappe auftreten kann. Die Schrift ist gut zu lesen und die vielen Bilder lockern das Lesen zusätzlich auf. Am Ende gibt’s noch Informationen und ein Quiz für aufmerksame Leser*innen.
Rezensionen von Daggy:
Weltretter
Ninja ohne Plan von Christian Tielmann
Auf dem Cover sehen wir Nick (ich) der bei seiner Oma wohnt und in der Schule von einem Mitschüler-Paar gemobbt wird. Obwohl er in der typischen Ninja-Pose zu sehen ist, hat er eigentlich keine Ahnung vom Kämpfen. Dafür kennt er sich, dank seiner Oma, sehr gut mit Meditation und Atemtechnik aus. Das hilft ihm leider kein bisschen bei seinem Angstfach Mathe.
Dank eines Fastunfalls lernt er Meister Jojo kennen, der ihn für den auserwählten Ninja hält. So lernt er im Dojo drei andere Kinder kennen und trainiert mit ihnen und bald gibt es einen Einsatz, bei dem sie gemeinsam die Welt retten sollen. Nick punktet mit seiner erlernten Atemtechnik und Olga mit „Köpfchen“, so können sie den Bösewicht austricksen.
Ohne Plan stürzen sich die vier Kinder in das Abenteuer, sie handelt spontan und so nimmt die skurrile Geschichte ihren Lauf. Mir fehlte der Plan ein wenig, so stolperten die Protagonisten von einer Szene in die andere und irgendwie ging dann alles gut. Das Schriftbild ist sehr lebendig, hin und wieder wird es durch Sprechblasen ergänzt und die comicartigen Zeichnungen gefielen mir sehr gut.
Rezensionen von Rinoa:
Hat mich nicht überzeugt
Die Schanze von Lars Menz
Der Klappentext versprach einen spannenden Thriller und ich konnte mir die Szenerie mit der Skischanze fast schon bildlich vorstellen. Dem Autor gelang es dann auch sehr gut, eine düstere, fast schon gruselige Atmosphäre zu erschaffen und eine gewisse Trostlosigkeit heraufzubeschwören, das hat mir wirklich gut gefallen.
Leider wurde ich aber ansonsten nie so ganz warm mit der Geschichte.
Zum einen hat mir der Schreibstil nicht zugesagt, dieser ließ sich für mich einfach nicht flüssig lesen, ich empfand ihn oft als zu knapp und irgendwie abgehackt.
Zum anderen gab es für mich die ganze Zeit eine gewisse Distanz zu den Ereignissen und Personen, die ich insgesamt einfach sehr schlecht greifen konnte.
Was allerdings ganz und gar nicht distanziert war, waren die Beschreibungen der Geschehnisse aus der Vergangenheit. Diese empfand ich im Gegenteil als sehr plastisch und anschaulich und obwohl ich zum Glück nie selbst solche Erfahrungen machen musste, gingen mir diese Passagen doch sehr an die Nieren.
Alles in allem fand ich „Die Schanze“ nicht schlecht, es war schon spannend und ich wollte auch dranbleiben und wissen, wie sich alles auflöst. Allerdings wird es mir am Ende wahrscheinlich nicht allzu lange im Gedächtnis bleiben.
Rezensionen von Daggy:
Frauenschicksale
Vor hundert Sommern von Katharina Fuchs
Die Autorin erzählt in dem über 500 Seiten starken Werk von der Geschichte ihrer Großtante, die in den 1920 und 30er Jahren in Berlin gelebt hat. Zunächst lernen wir Anja, die in Hamburg wohnt und in Bremen arbeitet, kennen. Sie muss die Wohnung ihrer 94jährigen Mutter in Charlottenburg auflösen, weil die Mutter jetzt in einem Hamburger Senioren-Heim lebt.
Ihre Tochter Lena unterstützt sie dabei und beide stoßen beim Räumen der Wohnung immer wieder auf Dinge, die ihnen zu denken geben.
Elisabeth erzählt zunächst von ihrer Tante Clara, die Schwester ihrer Mutter. Clara hat als junges Mädchen bei einer großen Berliner Brauerei die Flaschen gespült, eine körperlich anstrengende Arbeit, die zudem schlecht bezahlt wurde. Wir lernen ihre Kolleginnen und den gewalttätigen Vorarbeiter Pahlke kennen. Da Clara ein gutes Händchen für Hunde hat, kümmert sich zunächst um den Hund des Juniorchefs und eröffnet später einen Hundesalon.
Sie lernt den russischen Flüchtling und Kommunisten Aleksei kennen, der sie und ihre Familie später in Gefahr bringen wird.
Die politische Situation bringt immer wieder Vergleiche zur Gegenwart, so erleben Anja und auch Lena den Antisemitismus, der nach dem 7. Oktober in unserem Land aufkeimt.
Es braucht sehr lange, bis Elisabeth die sie so belastende Wahrheit erzählt, gelichzeitig müssen sich Anja und Lena entscheiden, wie ihr Lebensweg weiterverlaufen soll.
Die drei noch lebenden Frauen aus drei Generationen und Clara, die einer vorherigen Generation angehörte, haben die unterschiedlichen Probleme zu bewältigen. Es beginnt mit der Armut der Nachkriegszeit in den 1920er Jahren, führt kurz in die Nazizeit vor dem Krieg, streift kurz das Ende des Krieges und setzt dann ganz aktuell in 2024 wieder ein. Dadurch gibt es erschreckende Parallelen, die nach 100 Jahren wieder dasselbe beängstigende Gefühl aufkommen lässt. Deshalb empfinde ich das Buch als Aufforderung diesmal wachsamer zu sein und den Faschismus nicht wieder an die Macht kommen zu lassen. Das Schicksal von Clara, dass ja nur Häppchen weise von Elisabeth erzählt wurde, ist sicher der spannendste Teil des Buches. Keine der Frauenfiguren waren mir wirklich nah, am bedrückendsten empfand ich die jetzige Situation in den Universitäten, die mir nicht so bewusst war. Es ist ja auch selten, dass ein Buch fast bis ins Heute (Dezember 24) erzählt wird.
Rezensionen von Tara:
Captain Future ist zurück
Captain Future 1: Captain Future von Sylvain Runberg
Der Klassiker Captain Future von Edmond Hamilton ist bereits in den 1940er Jahren erschienen und erhielt sein erstes großes Revival in den 1980er Jahren.
Nun haben der Autor Sylvain Runberg und der Illustrator Alexis Tallone Captain Future, den Androiden Otto, Roboter Grag und das fliegende Gehirn Professor Simon Wright wiederbelebt.
Der Comic beginnt in leicht neu interpretierter Form mit der altbekannten Story wie alles Begann. Da werden nostalgische Gefühle wach und der Sound der Serie war direkt in meinem Kopf. Im weiteren Verlauf wird das erste Abenteuer von Captain Future – Der Herrscher von Megara – in seiner bekannten Form mit einigen eigenen Ideen von Sylvain Runberg erzählt.
Die Figuren sind etwas kantiger als in der Vergangenheit und Captain Future ist deutlich emotionaler. Auch die übrigen Charaktere haben ausgeprägtere Eigenschaften als zuvor.
Egal ob Neueinsteiger oder eingefleischter Fan, der Comic macht Spaß und das Comeback ist gelungen.
Rezensionen von Daggy:
Mutmachbuch
Die kleine Ratte Kwiik macht stark. Weil ich mutig bin von Anahita; Lars Amend
Auf dem Cover sehen wir schon, dass die kleine Ratte Kwiik Freude an Musik hat. Das Mikrofon in der Hand, steht er auf einen Koffer aus dem Noten hervorquellen.
„Hast du den Mut du zu sein?“ fragen und die Autoren gemeinsam mit Kwiik, dazu gibt es noch einen kleinen Brief der drei. Kwiik stellt sich vor und berichtet, dass er gerne malt und singt.
In seiner Sprechblase sehen wir Noten, also singt er fröhlich vor sich hin. Auf dem großformatigen Bild sind viele andere Ratten zu sehen. Sie vertreiben Kwiik mit der Aussage, dass er sie nervt. Kwiik glaubt sich allein und fängt wieder an zu singen. Diesmal lobt ein Vogel seinen Gesang, aber auch das vertreibt die kleine Ratte. Da fällt Kwiik eine Werbung für ein Festival auf und er macht sich gleich auf. Staunend steht er vor der Bühne und wünscht sich, dass er den Mut aufbringen würde auch auf die Bühne zu gehen. Er findet es peinlich, aber dann meldet sich sein Herz, dass er an einer Kette um den Hals trägt.
Kurze knackige Aussagen und große überzeugende Illustrationen machen dieses Bilderbuch zu einem richtigen Mutmachbuch. Und wir freuen uns, dass Kwiik sich am Ende ein Herz fasst und mutig auf die Bühne geht. Nehmen wir uns die kleine Ratte zum Vorbild und trauen und auch unsere Leidenschaft zu leben.
Rezensionen von Emma:
intensiv und authentisch
Erdbeeren und Zigarettenqualm von Madeline Docherty
Das Cover passt, mit den tanzenden Frauen, gut zum Thema, aber wirkt trotzdem etwas altmodisch.
Das Buch ist in der Du-Perspektive verfasst, was zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig war, aber nach ein paar Kapiteln ist es kein Problem mehr. Die Geschichte ist fast-paced, die Protagonistin wird über viele Jahre hinweg bei verschiedenen einschneidenden Erlebnissen begleitet, die in kurzen Kapiteln gezeigt werden.
Daher war es teilweise nicht so einfach komplett zu folgen bzw. den Überblick über alle Geschehnisse zu behalten.
Es werden im Buch viele Themen angesprochen, wobei Freundschaft, Sexualität, Liebe und Krankheit (Endometriose) besonders hervorragen, aber auch andere Themen wie Familie und Tod werden angeschnitten. Ich finde es gut, dass im Buch schwierige und intensive Themen und Geschehnisse ungeschönt gezeigt werden, was die Geschichte nicht nur wie „Fiktion“ wirken lässt, sondern real und authentisch. Manchmal war es schwierig die Gedanken und Handlungen der Protagonistin nachzuvollziehen, auch wenn man ihre schwierigen Umstände beachtet. Sie wird im Buch über einen langen Zeitraum begleitet, aber es gibt eher wenig Charakterentwicklung, wodurch sich die Geschichte dann auch zieht. Trotzdem hat man aber zum Ende hinweg dann doch wieder das Gefühl, dass die Protagonistin als Mensch gewachsen ist und auch versucht sich weiterzuentwickeln.
Abschließend lässt sich sagen, dass mir das Buch mit komplexen Themen und Protagonistin gut gefallen hat, auch wenn es ein paar Schwächen hatte. Daher vergebe ich 3,5 von 5 Sternen.
Ich würde das Buch jedem empfehlen, der gerne Bücher liest, die nah am echten Leben orientiert sind und in denen nicht davor zurückgeschreckt wird schwierige Themen, realistisch, zu behandeln.
Rezensionen von Kokoloreslot:
Frische, fantastische Ideen
Die Insel der magischen Wächter – Der große Test von Christina Soontornvat
Berry wird auf der paradiesischen Lotusinsel zur Wächterin der Pflanzen und Tiere ausgebildet. Doch die anderen ziehen an Berry vorbei und sie zweifelt an ihren Fähigkeiten. Wer sich nicht verwandelt, muss die Akademie wieder verlassen.
Dieses Fantasy-Buch eignet sich gut für Kinder ab 8 Jahren zum Selberlesen.
Die Kapitel sind kurz, das Buch nicht so dick und es ist einfach und interessant geschrieben. Dazwischen immer mal kleine Illustrationen. Das hält die Lesemotivation hoch.
Die Charaktere sind gut beschrieben und es ist sehr interessant, wie sich Freundschaften schließen, was sie lernen und wie Berry trotz Schwierigkeiten nicht aufgibt. Berry ist eine tolle Hauptfigur und zeigt, wie man in Harmonie mit der Natur leben kann. Das Ende kam sehr plötzlich, auch wenn das bei einem ersten Band vielleicht zu erwarten gewesen wäre. Es ist wie eine Einführung mit frischen Ideen und sympathischen Charakteren. Also ein vielversprechendes und kindgerechtes Konzept, das Spaß und Lust auf das kommende Abenteuer macht.











