Kunden em pfehlungen
Rezensionen von LeserinLu :
Gefühlvoll
Warte auf mich am Meer von Amy Neff
„Warte auf mich am Meer“ erzählt die lebenslange Liebesgeschichte von Evelyn und Joseph, die gemeinsam an der Küste von New England aufwachsen, sich verlieben und ein gemeinsames Leben aufbauen. Über Jahrzehnte hinweg meistern sie Höhen und Tiefen, ziehen ihre Kinder in einer alten Pension am Meer groß und halten trotz aller Widrigkeiten an ihrer Liebe fest.
Doch als Evelyn eine erschütternde Diagnose erhält, beschließen beide, nicht ohne einander sein zu wollen,
Amy Neff schreibt mit einer sanften, nostalgischen Atmosphäre, die die enge Verbindung zwischen den Charakteren spürbar macht. Besonders die Beschreibungen der Küstenlandschaft und der kleinen Pension tragen viel zur Stimmung des Romans bei. Die Geschichte ist ruhig und flüssig erzählt, konzentriert sich stark auf die emotionalen Momente und lebt von der lebenslangen Bindung zwischen Evelyn und Joseph. Teilweise war es für mich auch etwas kitschig.
Mir hat die Geschichte gut gefallen, auch wenn sie für meinen Geschmack manchmal auch Längen hatte. Die Emotionen sind authentisch, aber einige der Liebesbeteuerungen hätte es für mich nicht gebraucht. Trotzdem ist es ein netter Roman über Liebe, Beständigkeit und den Mut, loszulassen – ideal für alle, die gefühlvolle Liebesgeschichten mögen.
Rezensionen von Kokoloreslot:
Provokant und schonungslos
Dancing Queen von Camila Fabbri
Paulinas liebloses Leben ist von deprimierender Gleichgültigkeit geprägt, von Hoffnungslosigkeit und Einsamkeit. Ihr Ex-Freund, ihr Job und besonders das Gejammer ihrer Kollegin Maite ersticken sie. Trotzdem entschließt sie sich, einen Trip mit Maite nach Buenos Aires zu unternehmen, mit dem Ziel, Maites Vater zu besuchen.
Durch einen schweren Autofall wird sie zum Stillstand gezwungen.
Die meiste Zeit bewegen wir uns mit gemächlicher Geschwindigkeit durch die Geschichte. Der letzte Abschnitt hält dann nochmal eine Wendung bereit, die deutlich rasanter erzählt wird. Das Ende kam für mich unerwartet und lässt Dinge offen.
Das Buch zeigt eindrucksvoll die authentische Fragilität von Paulina, versucht ein Lebensgefühl einzufangen, das durch den leicht lesbaren Stil noch zugänglicher wird. Ich finde das Buch mutig, denn die Schwere ist spürbar, teilweise ist es brutal und sehr traurig. Wer durchweg sympathische Charaktere braucht und Heiterkeit sucht, sollte lieber zu einem anderen Roman greifen. Alle anderen werden mit einem kurzweiligen Buch belohnt, das von Gegensätzlichkeit und den Wirren des Lebens erzählt.
Rezensionen von Leserin:
Ende gut, alles gut.
Entscheidung in der Rosenholzvilla von Tabea Bach
Mit diesem Buch endet die Geschichte, rund um die Tessiner Instrumentenmanufaktur.
Die aufregende, spannende und emotionale Familiensaga einer Instrumentenbauerfamilie.
Es scheint sich alles zum Guten zu wenden, nachdem viele turbulente Ereignisse auf die Familie eingestürmt sind.
Fabio kehrt endlich wieder nach Hause zurück, es gibt Überraschungen, Happy Ends und die Liebe findet ihr Ziel.
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Aber es gibt auch Momente, in denen Elisa einiges über den Kopf wächst Das sorgt für die spannenden Momente.
Alles in allem ein zufriedenstellender Abschluss dieser tollen Trilogie!
Die Autorin hat mir damit unterhaltsame und schöne Lesestunden bereitet und den wunderschönen Ort direkt zum Leben erweckt!
Rezensionen von Claudia R.:
Perspektivwechsel
Der verschwundene Buchladen von Evie Woods
Klappentext / Inhalt:
„Die Sache mit Büchern ist die“, sagte sie. „Sie helfen einem, sich ein größeres und besseres Leben vorzustellen, als man es sich je erträumen könnte.“
Zu lange waren Opaline, Martha und Henry nur Nebenfiguren in ihrem eigenen Leben.
Doch als diese drei ahnungslosen Fremden einen mysteriösen, verschwundenen Buchladen entdecken, wird alles anders.
Dieser magische Ort zieht sie in ihren Bann und lässt sie erkennen, dass ihre eigenen Geschichten genauso außergewöhnlich sind wie die auf den Seiten ihrer geliebten Bücher. Während sie Geheimnisse lüften, tauchen sie in eine Welt voller Wunder ein, in der nichts so ist, wie es scheint.
Cover:
Das Cover finde ich sehr fantastisch und gut gelungen. In einem Bücherregal zwischen mehreren Büchern befindet sich ein Haus. Das Ganze ist von einigen Pflanzen umrankt. Optisch und farblich interessant gestaltet und umgesetzt.
Meinung:
Ein gelungener Genre Mix zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Die Idee dahinter und die Story selbst ist extrem fesselnd und interessant inszeniert. Die Wechsel zwischen den Perspektiven machte es unheimlich spannend und temporeich.
Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht zu viel verraten und daher wird es hier keine weiteren Informationen dazu geben.
Der Schreibstil ist bildlich und sehr angenehm. In die Geschehnisse und Handlungen findet man sich schnell hinein. Manchmal sind die Wechsel nicht ganz klar und auch die Verwurzelungen wirken manchmal nicht ganz rund, doch fügen sie sich nach und nach mehr und mehr zusammen. Anfangs ist die Zuordnung nicht ganz einfach und der Wechsel der Perspektiven auch ein wenig verwirrend, was es zugleich aber auch spannend macht.
Henry, Martha und Opaline sind für mich schnell greifbar. Durch die jeweilige Ich-Perspektive finde ich mich in die verschiedenen Charaktere schnell und gut hinein und kann auch ihre Gedanken und Emotionen recht gut greifen.
Die Geschichte selbst ist spannend, fesselnd und unterhaltsam gestaltet.
Die Kapitel haben eine angenehme und gute Länge und ermöglichen so einen guten Lesefluss. Die Anfänge sind gut erkennbar. Die Namen am Beginn hilfreich und die Gestaltung und Gliederung im Gesamten gut umgesetzt. Der wundervolle Farbschnitt passt ebenfalls gut ins Gesamtbild.
Die Geschichte hat ihren gewissen Reiz und auch die Charaktere sind sehr vielschichtig und gut durchdacht. Hin und wieder ist es mir nicht ganz schlüssig und fehlt am Ende doch das gewisse iTüpfelchen. Von der Idee und auch alles in allem aber auf jeden Fall empfehlenswert.
Fazit:
Spannender Wechsel der Perspektiven, anfangs aber auch ein wenig verwirrend.
Rezensionen von anonym011:
Kleine Wanderer
Raus in die Natur! Alles, was du über Camping, Wandern und Backpacking wissen musst von Iron Tazz; Martin Stanev
Der erste Eindruck war schonmal sehr positiv als ich das Buch erhalten habe. Es ist viel größer als gedacht und wirkt von den Seiten her und dem Umschlag qualitativ sehr hochwertig. Das Buch beinhaltet unglaublich viele verschiedene Wandergegenden, die immer auf einer doppelseite kindgerecht beschrieben und mit einer wunderschönen Illustration untermalt sind.
z.B. Wandern im Wald, an der Küste, im Schnee, in der Wüste... etc. Also durchaus auch Szenarien, die auch für kleine Wandererfahrene nicht alltäglich und neu sind. Zusätzlich, was mir und meinem Kind am besten gefällt, ist zwischendrin auf einer Doppelseite immer eine Tipps und Info-Seite. Wo übersichtlich viele weitere Themen wie z.B. Toilette-Gehen in der Natur, was braucht man für Zubehör, wie reagiert man richtig, wenn man Tiere begegnet etc. erläutert werden.
Der Aufbau des Buches finde ich wirklich ganz toll. Man ist nicht gezwungen das ganze Buch in einem Rutsch durchzulesen, sondern kann wahllos eine Seite aufschlagen und mit den Kindern gemeinsam etwas lesen und lernen. Wir gehen mit unseren Zwergen schon immer gerne wandern, schon als Baby waren sie immer dabei, da ist das Buch für uns einfach perfekt. Es erklärt viele Themen sehr übersichtlich und kindgerecht und greift viele unterschiedliche spannende Themen auf. Die Illustrationen sind vom Stil her etwas Retro, aber das gefällt mir sehr gut. Auch bei meinem Kind fand das Buch und der "Retro-Stil" gefallen. Die größe der Seiten, die zum Teil wirklich Seitengroßen Illustationen, einfach toll und wunderschön zum durchblättern und schmökern!
Ich kann das Buch an alle Familien, die gerne wandern gehen oder anfangen wollen nur empfehlen. Ein wunderschönes Sachbuch für Kinder!
Rezensionen von PMelittaM:
Hat mich eher enttäuscht
Der Offizier der Kaiserin von Christine Neumeyer
1898: Österreich feiert das 50jährige Thronjubiläum Kaiser Franz Josephs. Schloss Hof ist schon länger verwaist und verwahrlost immer mehr. Die Kaiserin kommt zwar kurz vorbei, zeigt sich aber kaum, und ist bald schon wieder weg. Ausgerechnet während ihres Aufenthalts wird ein auf dem Schloss stationierter Rittmeister ermordet, so dass Polizeiagent Johann Pospischil und sein Assistent Dr.
Leopold Frisch ermitteln müssen.
Pospischil und Frisch kenne ich bereits aus einem anderen, späteren Band, und habe sie dort recht liebgewonnen, so dass ich unbedingt weitere Romane mit ihnen lesen wollte. Dieser ist der erste, und konnte mich leider nicht komplett überzeugen. Das Wiedersehen mit den beiden Ermittlern aber hat mir gut gefallen, und auch wieder für Humor gesorgt.
Der Fall und sein Drumherum dagegen mochte ich deutlich weniger. So dauert es eine ganze Zeit, etwa ein Drittel des Buches, bevor es überhaupt zum Mord kommt. Bis dahin gibt es einiges belangloses Geplänkel, das wohl die Umgebung und die dort lebenden Menschen nahe bringen soll, das aber eher langweilt und zudem nicht besonders tiefsinnig ist. Mir geht es im ganzen Buch zu deutlich um gewisse menschliche Triebe. Die Charaktere kamen mir gar nicht nahe, außer natürlich die beiden Ermittler, die ich ja bereits kannte.
Die Ermittlungen und die Auflösung lassen in meinen Augen auch sehr zu wünschen übrig. Die Auflösung ist einigermaßen nachvollziehbar, für mich aber doch an den Haaren herbeigezogen. Da hätte ich mir etwas deutlich greifbareres gewünscht, was der Roman an sich aber leider auch nicht hergab. Leider blieb auch am Ende manche Frage offen.
Durch die vielen österreichischen Ausdrücke, die größtenteils im Anhang erklärt werden, und die historischen Hintergründe sowie die Gegend, das Marchfeld, ergibt sich zumindest ein gewisses Lokalkolorit, zu dem auch Prospischil beiträgt.
Am Ende war ich eher enttäuscht, vor allem vom Kriminalfall und seiner Auflösung, die Szenen mit den beiden Ermittlern und das Lokalkolorit haben das aber zum Teil ausgleichen können, so dass ich doch noch knappe 3 Sterne vergeben möchte.
Rezensionen von Claudia R.:
unterhaltsam
ARTHUR – Die Schwarze Madonna von Montserrat von Uwe Rademacher
Klappentext / Inhalt:
Erlebe den zweiten heiteren Spanien-Roman, der dich direkt an die sonnenverwöhnte Costa Brava versetzt!
In seiner geliebten Finca an der Costa Brava hofft der britische Fantasy-Autor Arthur Crawley, in Ruhe an seinem neuen Buch arbeiten zu können. Doch eines Abends schwimmt in seinem Pool eine Leiche.
Arthur, seine Gefährtin Alicia und Adoptivtochter Luisa geraten in das Fadenkreuz von Verbrechern, die es auf einen der wertvollsten Kunstschätze Kataloniens abgesehen haben. Sehr bald wird deutlich: Erste Spuren führen in das Kloster von Montserrat. Aber Inspektor Robles kann offenbar niemandem mehr trauen – und ist auf die Hilfe Arthurs und dessen Verbündeten angewiesen … Autor Uwe Rademacher gelingt mit diesem Roman eine Liebeserklärung an ein liebenswertes Katalonien.
Begib dich auch diesmal wieder mit dem Eigenbrötler Arthur auf eine spannende Reise in ein katalanisches Dörfchen und begleite ihn zu den authentischen Bewohnern.
Cover:
Das Cover wirkt atmosphärisch und bringt die Umgebung des Settings gut herüber. Zudem passt es gut auch zum Cover des ersten Bandes. Ein Wiedererkennungseffekt ist hier auf jeden Fall vorhanden.
Meinung:
Schnell ist man zurück in Calonge mit seinen hinreißenden Bewohnern und dem atmosphärischen Charme der Umgebung. Dies ist bereits der zweite Band und man findet sich sehr schnell wieder in alles hinein. Man kann es zwar durchaus unabhängig lesen, aber um in die Hintergründe und die Entwicklung der Charaktere reinzufinden empfehle ich schon den ersten Band zuvor gelesen zu haben.
Schnell ist man hier im Geschehen und begleitet Arthur, einen britischen Fantasy Autoren, bei seinen Erlebnissen und der Entdeckung einer Leiche in seinem Pool. Eigentlich wollte Arthur doch einfach nur in Ruhe an seinem neuen Buch arbeiten.
Zu viel möchte ich hier jedoch noch nicht verraten und halte mich daher mit weiteren Details und Informationen zurück.
Der Schreibstil ist angenehm und locker. Schnell findet man sich in Geschehnisse und Charaktere hinein. Man trifft hier auf Bekannte, aber auch neue Figuren stoßen hinzu. Das Flair und die Atmosphäre wird dabei sehr gut erfasst. Die bildlichen Beschreibungen der Finca und der Umgebung macht das Ganze sehr lebendig und zudem gut vorstellbar. man hat das Gefühl vor Ort zu sein.
Die einzelnen Abschnitte und Kapitel haben eine gute Länge und lesen sich kurzweilig und gut lesen. Ein angenehmer Lesefluss wird so ermöglicht. Die Anfänge sind erkennbar und auch die Überschriften sind gut gewählt und verraten dabei nicht zu viel. Gestaltung und Gliederung hat mir gefallen.
Die Geschichte ist kurzweilig und unterhaltsam lesbar und sorgt dabei für gute Unterhaltung. Man merkt die Gedanken, die sich dazu gemacht wurden und auch das Gesamtkonzept ist stimmig. Die Charaktere sind gut durchdacht und es fügt sich stimmig zusammen. Unterhaltsame Lesemomente werden hier erzielt. Die Mischung aus Humor und Spannung ist hier sehr gut gelungen.
Fazit:
Die Geschichte ist kurzweilig und unterhaltsam lesbar und sorgt dabei für gute Unterhaltung.
Rezensionen von Claudia R.:
modern illustriert
Lieblingsmärchen von Kat Menschik; Hans Christian Andersen
Klappentext / Inhalt:
Zum 150. Todestag: Kat Menschik illustriert die schönsten Märchen von Hans Christian Andersen.
Die Prinzessin auf der Erbse, Das hässliche Entlein. Allein die Namen der zeitlosen Geschichten des dänischen Märchenerzählers H. C. Andersen wecken Kindheitserinnerungen und lösen tiefe Emotionen in uns aus.
Wir begegnen mit Faszination und leichtem Grusel einem Hund mit tellergroßen Augen, lassen uns vom Gesang einer Nachtigall verzaubern und haben tiefes Mitgefühl für ein Mädchen, das sich in größter Not mit ihren leuchtenden Schwefelhölzern Momente des Glücks verschafft.
Kat Menschik hat einige sehr bekannte Lieblingsmärchen ausgesucht, aber auch ungewöhnliche, wie Die Schnecke und die Rosenhecke. Die frühesten Illustrationen dieses Bandes entstanden, als sie ihr erstes Buch machte: Als 16-Jährige illustrierte sie für ihre Mutter Das Feuerzeug und band das Ganze als Buch (Auflage: 1 Exemplar).
Neben diesem Illustrationsfeuerwerk aus 40 Jahren enthält dieser 19. Band der Lieblingsbücher als weitere Besonderheit eine Puppenspielfassung von Die Nachtigall.
Cover:
Kunstvoll modern ist dieses Cover angehaucht und hat durch die besondere Farbwahl seine ganze eigene Stimmung, die es vermittelt. Etwas düster und zugleich besonders erstrahlen hier diese Details. Auf jeden Fall sehr interessant umgesetzt.
Meinung:
Wundervoll illustriert und liebevoll umgesetzt ist diese Sammlung der Lieblingsmärchen von Hans Christian Andersen. Kat Menschik hat diese wunderschön farblich illustriert und in neuen Glanz versetzt. Einige der Klassiker werden hier aufgegriffen und durch die einzigartigen Illustrationen wundervoll umgesetzt.
Die Geschichten sind kurz erzählt und die tollen Bilder und Illustrationen runden das Gesamte sehr schön ab.
Wer Märchen mag und gern diese neu entdeckt, sollte einen Blick hier hinein werfen. Modern und anders gestaltet und illustriert, wirft es auf manches ein neues Licht und eine andere Sichtweise. Gestaltung und Gliederung haben mir sehr gut gefallen. Die Umsetzung ist klasse und modern gemacht und hat etwas ganze eigenes.
Fünf Märchen von H. C. Andersen und ein weiteres als Puppenspiel findet man in diesem Büchlein und hat so eine fantastische und einzigartige Sammlung im PopArt Style. Ich finde diese Neuillustration sehr interessant und gelungen und auf jeden Fall etwas sehr besonderes und dennoch durchaus passend.
Fazit:
Wundervoll illustriert und liebevoll umgesetzt ist diese Sammlung der Lieblingsmärchen von Hans Christian Andersen.
Rezensionen von Lies_ein_Buch:
Eine ungewöhnliche Liebe
Our Infinite Fates von Laura Steven
Es ist eine ganz ungewöhnliche Geschichte, um eine Liebe die dazu verdammt ist zu scheitern und im Tode der Liebenden zu enden. Hört sich tragisch an und ist es auch. In kleinen Rückblenden bekommt der Leser Einblicke in die vergangenen Leben und Tode der beiden Protagonisten. Dabei wird man lange im Dunkeln darüber gelassen, wo alles seinen Anfang nahm und wieso sich die zwei Protagonisten in dieser schrecklichen Situation wiederfinden.
Arden war mir ehrlich gesagt gar nicht mal so sympathisch. Er beteuert zwar immer zu leiden und gute Gründe für sein Handeln zu haben, aber ich fand ihn eher distanziert und schwere greifbar als Evelyn, die eine so warmherzige, verletzliche Protagonistin war.
Während die Szenen der Vergangenheit wie Schlaglichter zahlreich und tragisch vorbeiziehen, entfaltet sich der Handlungsstrang der Gegenwart eher langsam. Durch die Vorhersehbarkeit, die der Geschichte innewohnt, ist sie per se erstmal nicht unbedingt spannend. Trotzdem ist die tiefe Verbundenheit zwischen den Protagonisten spürbar, sodass man sich schon wünscht, dass sie das Schicksal irgendwie überlisten können
Die Offenbarung am Ende ist schon irgendwie catchy und kam für mich eher unerwartet. Aber diesen Twist mochte ich doch sehr. Eine interessante Geschichte, etwas derartiges habe ich, glaube ich, bisher noch nie gelesen. Mochte ich.
Rezensionen von cosmea:
Sie konnten zusammen nicht kommen
Was ich von ihr weiß von Jean-Baptiste Andrea
Jean-Baptiste Andreas Roman “Was ich von ihr weiß“ beginnt im Jahr 1986 in einem Kloster, wo der inzwischen 82jährige Mimo – Michelangelo Vitaliani – seit vierzig Jahren wohnt. Er hat nur noch wenige Tage zu leben. Der Roman ist ein Rückblick Mimos auf sein Leben, in dem er zum großen Teil als Ich-Erzähler in Erscheinung tritt.
Mimo hat als Sohn einer verarmten Familie und als Kleinwüchsiger von 1,40 m Größe einen schweren Start im Leben. Der „Zwerg“ wird erst viel später als erfolgreicher Künstler Ruhm und Anerkennung finden. Zunächst schickt seine Mutter den 12jährigen Sohn nach Italien in den Ort Pietra d´Alba in Ligurien, zu einem Onkel, der nicht mit ihm verwandt ist, sondern einfach nur ein Mann, der der Familie einen Gefallen schuldet. Dieser Mann – selbst völlig untalentiert – lässt Mimo ohne Lohn in seiner Bildhauerwerkstatt schuften und hungern. Es dauert trotzdem nicht lang, bis Mimos Talent als Bildhauer erkannt wird, er die ersten Skulpturen erschafft und Reparaturen an Kunstwerken durchführt. Der Junge lernt schon bald die gleichaltrige junge Viola Orsini kennen, jüngste Tochter einer reichen Adelsfamilie. Sie ist hochintelligent, vergisst nie etwas Gelesenes und bringt Mimo die Welt der Literatur und der Wissenschaft nahe. Viola will frei sein, im wörtlichen Sinne fliegen, aber dann stürzt sie mit der mit Freunden gebauten Konstruktion vom Dach ihres Hauses und überlebt schwerverletzt. Mimo und Viola bleiben ein Leben lang befreundet, begegnen einander und trennen sich wieder für Jahre. Sie können wegen ihrer zu unterschiedlichen Herkunft niemals ein Paar werden. Das lassen die gesellschaftlichen Konventionen nicht zu. Der Roman erzählt die Geschichte ihres Lebens vor dem historischen Hintergrund, der zwei Weltkriege und vor allem die Jahre des Faschismus einschließt bis zur Entstehung der Republik.
Andreas historischer Roman ist sehr detailreich und nicht frei von Längen. Ich habe ihn trotzdem gern und zügig gelesen und empfehle ihn Lesern, die sich für Geschichte und Kunst interessieren.











