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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Kokoloreslot:

Die Illusion des Wohlstands

Bis die Sonne scheint von Christian Schünemann

Dieser teils autobiografische Roman erzählt aus der Sicht von Daniel (15), der, als Teil einer Großfamilie mit Eltern, die nicht mit Geld umgehen können, nicht die unbeschwerte Jungend genoss, wie einem das Cover vermitteln will. Die Hormanns sind pleite, doch es darf niemand bemerken. Der Schein muss gewahrt werden, auch vor der eigenen Familie.

Bis die Sonne scheint stellt sich auch die Frage, wie es so weit kommen konnte und sucht nach Antworten in der Familiengeschichte. Der Blick in die Vergangenheit bringt Abwechslung rein und zeigt das Bemühen und Scheitern inmitten von Krieg und Auswanderung. Es ist ein Wechselbad der Gefühle, tragisch, witzig und manchmal mit tiefgreifender Entwicklung. Besonders dann, wenn Daniel sich in all den Widersprüchlichkeiten wiederfindet. Die Handlung ist zeitlich in den 80er Jahren angesetzt und dieser Vibe ist toll. Macht das Buch besonders lesenswert. Es kommt ohne große Höhepunkte aus, bliebt jedoch gleichbleibend unterhaltsam, authentisch und einnehmend. Wunderbar zum Abschalten, finde ich.

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Rezensionen von Kokoloreslot:

Wahnsinns Auftakt mit aktuellen Themen

Lichterloh - Stadt unter Ruß von Sarah M. Kempen

"Lichterloh - Stadt unter Ruß" ist ein toller Einstieg für zukünftige Fans dystopischer Fantasy und präsentiert eine einzigartig graue, rauchverhangene Realität in einer schönen Aufmachung. Erst mal eingeatmet, kann man die Fortsetzung kaum erwarten. Glücklicherweise kann man sich schon dieses Jahr auf Nachschub freuen.

In Rußstadt lebt Cleo mit ihrer Schwester Gwynnie und strebt eine erfolgsversprechende Karriere als Schornsteinfegerin an. Es ist ihr größter Traum. Ihre Schwester ist weniger konservativ und setzt ihre Fähigkeiten für Fortschritt und Umwelt ein. Dabei vereint beide die Hoffnung und der Wunsch nach Veränderung.

Es ist ein Buch, das für junge Leser und Leserinnen viel mehr bietet, als eine düstere Welt mit mutigen Heldinnen. Es finden sich tiefgründige Figuren, die auch im Zusammenspiel gut funktionieren, und unaufdringlich eingebrachte sozial- und umweltkritische Aspekte. Es liest sich spannend, zieht einen förmlich ein und zeigt auch Gefühl. Absolut großartig und unbedingt empfehlenswert finden wir diesen Auftakt einer Trilogie. Gefällt auch den Erwachsenen.

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Rezensionen von mariasibylla:

Dieses Thema betrifft jeden!

Break the Cycle von Mariel Buqué

Das Buchcover ist sehr ansprechend und wer die Natur liebt, dem fällt das Buch gleich ins Auge. Blätter bilden einen Kreis auf grünem Hintergrund.
Dr. Mariel Buque ist einePsychologin, die an der Columbia Universität, New York studierte. Ihr Fokus liegt bei der Behandlung generationsübergreifender Traumata.

Sehr gut gefallen hat mir ihre private Familiengeschichte. Das Buch liest sich eigentlich sehr leicht und der Schreibstil ist flüssig.
Übersetzt von Gabriele Gockel und Barbara Steckhan.
Beim Lesen bekommt man ein Grundwissen über die Thematik.
Alles andere, also wenn man meint man hat selber Traumata, gehört meiner Meinung nach fachlich aufgearbeitet.
Das kann und wahrscheinlich will es das Buch auch gar nicht leisten.
Schön fand ich , dass das Wissen von den indigenen Völker in das Buch einfließt. Auf jeden Fall hat mich die Autorin schon fasziniert.

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Rezensionen von @lust_auf_literatur:

Kein wirkliches Lesevergnügen

Der Einfluss der Fasane von Antje Rávik Strubel

Antje Rávik Strubel wurde 2021 für ihren Roman „Die blaue Frau“ mit dem Buchpreis ausgezeichnet. Jetzt ist ihr neuer Roman „Der Einfluss der Fasane“ mit einer vielversprechenden Kurzbeschreibung erschienen.
Für mich war es der erste Roman der Autorin. Und ich weiß noch nicht, ob ich Lust auf weitere Literatur von Antje Rávik Strubel habe, denn der „Der Einfluss der Fasane“ hat mir nicht sonderlich gut gefallen.

Ich konnte einfach nicht so richtig folgen oder die Botschaften dechiffrieren, die in der Geschichte der Feuilletonchefin Hella Karl vermittelt werden sollten.
Die äußeren Eckpfeiler der Handlung kann ich noch gut ausmachen, aber der Subkontext erschließt sich mir nicht so ganz.
Die besagte Feuilletonchefin Hella Karl hat in einem Zeitungsartikel die sexistischen Praktiken eines renommierten Theaterindentanden aufgedeckt und kritisch darüber berichtet.
Der hat sich jetzt allerdings in Sydney während einer Operaufführung seiner ebenfalls berühmeten Frau umgebracht.
Für die Presse natürlich ein gefundenes Fressen und Hella Karl steckt schnell in der Rolle des Bösewichts.
Hat sie den Mann mit ihrem Artikel in den Selbstmord getrieben?
Die Schuldzuweisungen der Presse sind die eine Sachen, die andere ist die individuelle Schuld Hella Karls. Oder gibt es die überhaupt?

Mir ist einigermaßen klar, dass Antje Rávik Strubel in ihrem Roman ganz viel mit den stereotypen Vorstellungen von Geschlechterrollen arbeitet. Hält sich Hella Karl ihren jüngeren Mann nicht als klassisches Sexobjekt zu Hause in der Rolle der traditionellen Hausfrau? Agiert sie im Umgang mit ihren jüngeren Mitarbeiterinnen nicht patriarchal herablassend von oben herab?

Andere verschlüsseltere Gesellschaftskritik erschließt sich mir dann weniger.

In ihrem neuen Roman „rechnet Antje Rávik Strubel mit Aufregungsmechanismen und Blindheit der Medien ab“, titelt der Tagesspiegel.

Öh ja, so wird der Roman mehrmals beschrieben, aber warum kann ich das dann gar nicht so wirklich IN dem Roman lesen? Wo wird das denn beschrieben, habe ich das überlesen?
Die häufig von Antje Rávik Strubel verwendeten Dialoge lesen sich für mich konstruiert, fast surreal satirisch, nur dass ich den springenden Punkt scheinbar einfach nicht verstehe.
Anscheinend basieren ihre Figuren und die geschilderten Vorfälle auf wahren Begebenheiten, aber ich habe natürlich keinen Schimmer auf welchen.
Und die Fasane? Sie erscheinen als roter Faden immer wieder, sogar ganz dramatisch am Ende des Romans, aber was will die Autorin mir damit sagen?


Ich denke, dass das Zielpublikum des Romans definitiv ein Intellektuelles ist. Allein der Schreibstil hat schon einen gewissen Anspruch und bereitet vielleicht nicht jedem Lesepublikum eine intuitive Lesefreude.
Ich selbst habe den Roman mit grundsätzlichem Interesse, aber ohne großes Vergnügen gelesen.
Aber wahrscheinlich liebt das Feuilleton Romane über das Feuilleton und wird auch diesen hoffentlich ausführlich und detailliert besprechen und ihn für mich in der Nachlese nochmals aufbereiten.

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Rezensionen von anonym011:

fühlen und hören

Hör mal, wie ich schnattern kann (Mein erstes Streichel-Soundbuch 1) von Julia Rosenkranz

Ein weiteres wundervolles Soundbuch, dass zusätzlich noch zum Fühlen einlädt. Meine Kleine liebt diese Bücher und allgemein Soundbücher. Die Kombination aus kuschelig weichem Fell und den echten Tierstimmen ist einfach immer toll für die kleinen Lesemäuse. Ich als Mama bin begeistert davon, dass die Tierstimmen echt sind und die tatsächlichen Tiergeräusche wirklich sehr gut wiedergeben.

Die Illustrationen sind wie immer bei diesen Büchern einfach bezaubernd. Perfekt auch schon für ganz kleine, da die Seiten überschaubar und nicht überladen sind. Das Tier mit dem Geräusch zieht gleich die Aufmerksamkeit auf sich und mit ein bisschen Hilfe, können auch bereits die Kleinsten schnell das Streicheln, damit das Geräusch ertönt.

Bauernhoftiere sind ein Klassiker und gehen einfach immer bei Kleinkind-Büchern. Das Lämmchen wird hier bei uns am liebsten gestreichelt.

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Rezensionen von @lust_auf_literatur:

Soghafter und poetischer Entwicklungsroman

Die imaginäre Nacht von Hugo Lindenberg

Der französische Autor Hugo Lindenberg überraschte 2023 mit seinem preisgekrönten Debütroman „Eines Tages wird es leer sein“ , den ich jetzt auch noch sehr gerne lesen möchte.
Denn sein zweiter Roman „Die imaginäre Nacht“ überzeugt mich mit seiner melancholischen Stimmung und seiner glasklaren Prosa.

“Die Zeit war vor fünfzehn Jahren in Aufruhr geraten, als der Sieben-Uhr-Zug über den Körper meiner Mutter fuhr. Um von ihrem Tod nichts zu wissen, führte ich mein Leben in der Vergangenheit.”

Die Mutter des jungen, erwachsenen Ich-Erzählers hat sich umgebracht, als er 6 Jahre alt war. Dass der Tod der Mutter ein Suizid und nicht etwa Unfall war, erfährt er erst als junger Erwachsener und es stellt seine ganzes Dasein in Frage.
Seine Kindheit und Jugend ohne Mutter waren schwierig und jetzt als Erwachsener ist er ziemlich lost.

In dem Versuch diesen Schmerz und seine Hilflosigkeit zu entdecken, beginnt er durch die Pariser Nacht zu streifen. In Clubs und bei Begegnungen lässt er sich treiben, traut sich seinem Begehren nachzugeben und seine Sexualität auszuloten.
Doch dem Kern seiner Trauer kann er nicht entfliehen.

Ihn quälen Fragen zum Leben und zum Tod seiner Mutter. Der Erzähler beginnt mit Menschen zu sprechen, die seine Mutter kannten, um ihr näher zu kommen.

Die Kurzbeschreibung nennt den Roman einen „schwindelerregender Entwicklungsroman, sinnlich und fieberhaft“ . Auch ich werde beim Lesen von dieser atmosphärischen Stimmung erfasst, die Lindenberg so meisterhaft zu erzeugen weiß.
Viele Sätze laden mich zum Nachdenken ein und versetzen mich in die Lebenswelt des Erzähler, in dem alles noch möglich ist, alles noch imaginiert werden kann.
Ist das eine Last oder ein Geschenk?

“Manchmal wäre ich gerne schon alt, um mir die Unsicherheiten der Existenz zu ersparen.”

Ich fand den Roman auch sprachlich sehr besonders, den die Erzählstimme spricht klar und poetisch, nüchtern aber doch gefühlvoll.
Und nach der langen Nacht erwartet mich am Ende ein kathartischer Schluss, der mir sehr gut gefällt.

Ich fand „Die imaginäre Nacht“ ist ein Roman, für den es die richtige Stimmung braucht um sich darauf einzulassen und der vielleicht nicht in jede Lebens- und Lesesituation passt.

Aus dem Französischen von der preisgekrönten Übersetzerin und Autorin Lena Müller, die bereits „Eines Tages wird es leer sein“ übersetzt hat und die selbst mir „Restlöcher“ bereits einen Roman veröffentlich hat.

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Rezensionen von Kokoloreslot:

Hat mich begeistert!

Middletide – Was die Gezeiten verbergen von Sarah Crouch

Es geht um Elijah Leiths, der an einen malerischen Ort in sein verfallendes Elternhaus zurückkehrt und dort ein einsames Leben als Selbstversorger führt. Ihn plagen Schuldgefühle des Scheiterns, weil er als Schriftsteller keinen Erfolg hatte und er dafür seine Jugendliebe aufgegeben hat. Dann lernt er jemanden kennen und eine dramatische Wendung bringt ihn in ernste Schwierigkeiten.

Das Buch begleitet Elijahs über mehrere Jahre.

Von dem schönen Cover darf man sich verzaubern lassen, aber es verrät nur einen Teil über den Inhalt. Das lässt erahnen, dass kein komplexer Krimi zu erwarten ist. Aber es erinnert zurecht an "Der Gesang der Flusskrebse". Die Umsetzung ist nämlich überraschend spannend und thematisch vielfältig. Durch den Klappentext lässt sich nicht ansatzweise erahnen, welchen Verlauf dieses Buch nimmt und ich möchte nicht zu viel verraten. Der Genremix aus menschlichem Tiefsinn, Liebe, Krimi und naturnaher Schönheit funktioniert so hervorragend, dass die dynamische Erzählweise die Spannung bis zum Schluss trägt. Das war für mich ein Buch mit hohem Suchtfaktor, wie ich es nicht erwartet habe.

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Rezensionen von @lust_auf_literatur:

Aufregender und sehr empfehlenswerter Debütroman

Familienkörper von Michèle Yves Pauty

“Meine Mutter nimmt am Morgen Blutdrucktabletten gegen den Bluthochdruck, Magenschutztabletten gegen das Sodbrennen, Tabletten gegen die Fettleber und Wassertabletten wegen der Wassereinlagerungen in den Füßen und im Gewebe.”

Die Mutter des erzählenden Ichs in dem Roman „Familienkörper“ ist chronisch krank.

Und nicht nur die Mutter. Auch die Großmutter und die beiden Schwestern haben immer wieder verschiedene Beschwerden, Krankheiten und Allergien.

Nur die Ich-Erzählerin wächst gesund auf. In „Familienkörper“ spürt die österreichische Autorin Michèle Yves Pauty der Geschichte einer Familie nach, deren Frauen in drei Generationen von Medical Gaslighting betroffen sind.
Immer wieder wird ihnen von Ärtzen nicht richtig zugehört, sei werden nicht ernstgenommen, ihre Symptome und Beschwerden werden auf psychosomatische Ursachen reduziert.
Teilweise mit fatalen gesundheitlichen und psychischen Auswirkungen.

Yves Pauty versucht Worte zu finden und zu verschriftlichen, welche Zusammenhänge zwischen Sexismus und Misogynie und dem Umgang mit Frauen in der Medizin bestehen und welchen konkreten Auswirkungen das in ihrem Leben haben kann.
Auch Herkunft, Klasse und Bildung sind Faktoren, die die Gesundheit von Frauen beeinflussen und wie sie sich im Gesundheitssystem positionieren können.

Dabei ist „Familienkörper“ kein Sachbuch sondern ein Roman, der stark autofiktional wirkt, aber gleichzeitig mit dieser Vorstellung bricht. Die Lebenswege von Großmutter, Mutter und Schwestern der Ich-Erzählerin sind gleichzeitig individuell und auch typisch für die Generation, der sie angehören.

„Ich schreibe die Verletzung aus unserem Familienkörper. Nehme den Schmerz und wandle ihn zu Wörtern, die außerhalb von uns stehen, die zu vielen werden."

Schwierige Schwangerschaften und Geburten, Beckenbbodenprobleme, Autoimmunerkrankungen, Lebensmittelunverträglichkeiten, Endometriose, Essstörungen…
Die Liste könnte hier noch weiter fortgesetzt werden.

Nur ganz allmählich und viel zu spät und zu langsam erkennt die Medizin an, dass
Frauenkörper im Laufe ihres Lebens nicht nur besonderen gesundheitlichen Herausforderungen ausgesetzt sind, sondern dass sie auch andere Symptome als Männerköper auf die gleichen Krankheiten zeigen können.
Genauso wie in vielen anderen Bereichen gilt auch in der Medizin der Mann* als Standard und die Frau* als Abweichung.

Medical Gaslighting ist ein Thema, das mich (leider) seit Jahrzehnten begleitet, das mir sehr bewusst ist und das mich sehr aufregt. Und wie ich aus dem Austausch mit Freundinnen und lieben Bookies weiß, vielleicht auch dich.

“Wo sind die Tränen, der Schmerz, die Wut, die Enttäuschung, das Blut und die Worte dafür?”

Ich lese die Worte dafür in „Familienkörper“ und ich fühle mich ein bißchen getröstet, dass Yves Pauty es versucht und diese Worte gefunden hat.
Und gleichzeitig hat mich der Roman auch aufgeregt und traurig und wütend gemacht angesichts der Geschichten des „Familienkörpers“, die so auch in meiner Familie hätten passieren können, die so passiert sind und die so immer noch passieren.

Für mich war das ein sehr starker Roman, der es mir zwar anfangs mit seinen verschiedenen Erzählperspektiven und mit der nur grob chronologischen Erzählweise schwer gemacht hat, mich aber später umso stärker emotional abgeholt hat.

Keine Frage, falls du dich für das Thema interessierst, ist „Familienkörper“ eine große Empfehlung für dich.

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Rezensionen von mariasibylla:

Kaffeetrinken mit Elisa

Mit dir, da möchte ich im Himmel Kaffee trinken von Sarah Lorenz

Das Buch ist ja mittlerweile gefühlt überall zu sehen, und das gefällt mir sehr.
Ein gelungenes Cover mit fragenden Augen ist das Erste was mich anspricht.
Genau Augen spielen eine Rolle im Leben der Elisa, die einen Brief an ihre Lieblingsdichterin Mascha Kalèko schreibt.
Es ist bei Gott kein leichtes und angenehmes Leben welches Elisa da erzählt.

Themen wie Angst, Selbsthass, Selbstverletzung, Drogen, Missbrauch und Gewalt in Beziehungen kommen hier vor.
Eine innere Leere, die nach Mutterliebe schreit verfolgt sie ihr ganzes Leben.
Das tut schon weh es zu lesen.
Hoffnung gibt es in Form von Gedichten, die jedes Kapitel vorangestellt sind.
Mit dieser Form hat mich das Buch schon gewonnen, ich liebe es Gedichte oder Zitate bei jedem Abschnitt zu lesen.
Der ganze harte Stoff kommt aber mit einer gewissen Leichtigkeit daher, ein großes Kompliment an die Autorin.
Das Buch würde ich aber an Jugendliche nur mit Bedacht empfehlen, denn ich glaube die Wirklichkeit ist viel viel härter und schlimmer als es im Buch rüberkommt.

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Rezensionen von Kokoloreslot:

Einfach ganz tolle Fantasy

Anis von Rowan Foxwood

Buchheldin Anis ist die Hüterin des Weißwaldes und eine Art Geisterflüsterin. Ihre Aufgabe es es, zwischen den Welten zu vermitteln, die sich fremd geworden sind, und die Geisterwesen zu schützen, die bedroht sind, weil ihr Zuhause zerstört werden soll. Dabei spielt auch der Glaube und die Vorstellungskraft eine wichtige Rolle, die immer mehr Menschen verloren geht sowie die Verbundenheit zur Natur.

Die Fantasywelt ist verstrickt mit Sagen und Mythologie. Das ist mal etwas anderes und wird Kinder ab 10 Jahren bestimmt begeistern, wenn sie es abenteuerlich und spannend mögen.

Es ist schön, in diesem Genre mal wieder eine abgeschlossene Geschichte zu lesen, wobei ich eine Fortsetzung nicht ausschließen würde. Es ist auch dem Schreibstil zu verdanken, dass das Buch förmlich verschlungen wurde. Einfach fesselnd, so schön, auch ein bisschen finster, aber ganz bezaubernd, auch lustig und aufwühlend und voller Ideen. Die Story ist einfach genauso zauberhaft wie das Cover.

Ganz tolle Fantasy für junge Leser und Leserinnen. Hier können aber auch alle anderen, egal in welchem Alter, eintauchen und werden es bestimmt nicht bereuen. Wir werden Anis und ihren Geisterhund Wolf nicht so schnell vergessen. Der Kauf lohnt sich, weil man es danach sowieso in der Sammlung haben möchte.

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