Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Annaja:
Eine abenteuerliche Radreise
Irish Kisses - Mein Weg zu dir von Josie Donovan
Die Protagonistin dieses Romans, Carly möchte unbedingt den St. Patricks Day , so wie die Jahre zuvor außer Landes verbringen. Sie behauptet. dass dies ihr Unglückstag wäre. Doch diesmal ist alles anders, letztendlich entschließt sie sich an einer empfohlenen Radtour durch den Westen Irlands teilzunehmen.
Die wundervolle, beeindruckend schöne irische Landschaft, eine bunt zusammengewürfelte Reisegesellschaft und zuletzt noch ein richtig attraktiver Reiseleiter namens Sam werfen Carlys anfängliche Skepsis rasch über Bord. Die Reiseteilnehmer haben unterschiedliche Meinungen und trotzdem gelingt es ihnen, gemeinsam mit diversen Pannen und so machen emotionalen Befindlichkeiten klar zu kommen und sich sogar zu amüsieren. Carly selbst muss sich nun ihren Ängsten stellen und überlegen und entscheiden, ob es sich nicht doch noch lohnt, wieder voll ins Leben einzutauchen. Jetzt wären die Voraussetzungen durchaus gegeben. Ein wundervoller , leichter und beschwingter Roman, gerade richtig für Frühlingsgefühle.
Lesenswert!
Rezensionen von robertp:
Carl kriegt die Kurve (nicht)
Die Kurve von Dirk Schmidt
Eine dunkle Nacht, das verschwindende Sonnenlicht zeigt den kantigen Umriss eines Kohlenflözes. In der Mitte ein Lokal, wie ein Raumschiff geformt, von kaltem Licht bestrahlt. Davor zwei Knaben, in Jeansjacke, mit prüfenden Blicken auf das Objekt, vor dem ein Mädchen sitzt und aus einer Flasche trinkt.
Das Umschlagbild zeigt Träume und Hoffnung. Der Inhalt eher weniger.
Carl aus Verne ist ein Unternehmer, der aussichtslose Fälle löst. Sein Geschäftsmodell ist nur wenigen Personen zugänglich. Eine dieser Personen ist Elisa, deren Vater nur knapp einem Attentat entkommen ist – Mafiageschäfte. Sie möchte nach Deutschland, Carl hilft.
Eine junge Frau stirbt, der Vater möchte wissen was vor ihrem Tod passiert ist – Carl schickt seine Agentin.
Die Gruppe um Carl kennt sich jahrelang. Als Kinder haben sie sich in der „Kurve“ (einem Hilfsprojekt) gefunden. Carl hat ihre Fähigkeiten entdeckt und weiter verbessert. Zu seinem und ihrem Glück.
Auf der Buchinnenseite sind die Fenster des Lokals geschlossen, nur mehr das kalte Neonlicht bildet eine Insel in der Dunkelheit. Wird Carl nun sein Geschäft schließen?
Fast hundert Seiten braucht es, damit ich mich in diesem Buch wohlfühle. Zu konstruiert sind die Geschichten, die als Vorgeschichte des Carl-Klans dienen sollen. Es dauert bis ich die Zusammenhänge erahnen kann, von verstehen ist bis kurz vor Ende nicht zu denken.
Die Geschichte handelt vom Tod, in der Gegenwart und auch Vergangenheit. Von Schuld und wie lange man sie zurückzahlen kann oder muss. Carl formt sich eine Truppe von SöldnerInnen, die ihm bis in den Tod folgen würden (und beinahe auch werden). Ein happy end ist nicht in Sicht.
Für alle die einen Krimi aus Deutschland lesen wollen, der die Eigenheiten der deutschen Landschaft mehr in den Vordergrund stellt, als seine Protagonisten. Es sind lange Reisen, die beschrieben werden. Nicht nur zu Orten, sondern auch zu sich selbst. Mord und brutale Übergriffe bilden ein Gerüst, auf dem sich eine Gemeinschaft findet, die über die Jahre zusammengefunden hat.
Rezensionen von Kokoloreslot:
Ein entspannender Lesegenuss
Hatokos wunderbarer Schreibwarenladen von Ito Ogawa
Die Atmosphäre im wunderbaren Schreibwarenladen ist genau so heimelig und gemütlich wie das Cover andeutet. Auch das Blau und die Ruhe, die es ausstrahlt, passen sehr gut zu diesem Roman. Es reiht sich in die japanische Literatur ein, die ich schon kannte. Es ist die Einfachheit und die entschleunigende Erzählweise, die mich immer wieder überzeugt.
Hatokos Sorgfalt, mit der sie die Briefe schreibt, laden dazu ein, auch die eigenen Worte achtsamer zu wählen. Gleichzeitig findet man viel Weisheit und Klarheit in diesem Buch. Ich bin dem Rhythmus der Geschichte und den Einsichten in die japanische Kultur verfallen. Dazu gehören auch die passend gestalteten Seiten und die schöne Aufmachung. Hier das japanische Original abzudrucken, war die richtige Entscheidung. Wer sich für die Schreibkunst der Kalligraphie interessiert, ruhige und bedachte Bücher mag und sich für Japan interessiert, wird dieses Buch lieben.
Rezensionen von Kokoloreslot:
Krimineller Problemlöser für alles
Die Kurve von Dirk Schmidt
Es geht in "Die Kurve" um einen kriminellen Dienstleister mit gut vernetzten Kontakten, der sich mit Lösungen befasst, die außerhalb des Legalen liegen. Eine Rolle spielt ein alter Mafioso, der sich gerade in Deutschland aufhält und für seine Tochter einen Aufpasser braucht. Außerdem geht es um Rache an einem Mord und ein Jugendzentrum im Ruhrgebiet, als Ausgangspunkt krimineller Machenschaften.
Während diese Handlungsstränge voranschreiten, entsteht gut gemachte Spannung, der ich mich nicht entziehen konnte. Die Charakter wissen dabei zu überzeugen und Betty und Ridley hatten ihre großen Momente, während die Beziehung zu Boos Carl immer klarer wird.
Ein seichter Thriller mit 275 Seiten für zwischendurch könnte man denken, aber es ist handlungsreich, bietet viel Abwechslung. Stetig ist der geheimnisvolle und übermächtige Carl, als Problemlöser und Profi. Dazu sein Team aus zwielichtigen Leuten, die für ihn arbeiten. Dirk Schmidt hat sein Tempo angepasst und dreht die Geschwindigkeit hoch. Das heißt aufmerksames Lesen, wenn man am Ende alle Teile zusammenfügen will. Den Schreibstil fand ich gewandt und schwarzhumorig. Mit dieser ganz eigenen und schrägen Art wars genau das Richtige für mich, obwohl anders als erwartet. Kein großes Match, aber lesenswert. Das KI-generierte Cover hätte allerdings nicht sein müssen und macht nicht viel her.
Rezensionen von Kokoloreslot:
Packendes Abenteuer
Inkbound - Metty Jones und das Schicksalstattoo von Philippa Leathley
Eine ereignisreiche Geschichte voller Geheimnisse und Fantasie steckt in diesem Buch, mit Metty als mutiger Heldin in der magischen Stadt New London und einer dunklen Prophezeiung, verbunden mit Tintenmagie, Geheimnissen, einem großen Abenteuer und der Wunsch nach Freiheit. Ein packendes Fantasy-Abenteuer zum eintauchen, was wir einfach spektakulär fanden.
Das wird neuartig erzählt und alles um die Tintenmagie ist sehr interessant. Es wird einfach nie langweilig, ist mit Witz und Einfallsreichtum gespickt. Alles verpackt in einen süchtigmachenden Schreibstil, der einen mitzieht, Überraschungen bereithält und in einem packendem Ausgang gipfelt.
Bei der Aufmachung wurde sich auch viel Mühe gegeben, denn die Übersichtskarte ist praktisch und die Zeichnungen zu jedem Kapitel schön gezeichnet.
Das Buch liegt gut in der Hand und die sieben beigefügten Tattoos sind eine tolle Idee und lassen die Magie des Buches ein bisschen wahr werden. Der nächste Band erscheint im Frühjahr 2026 und da kommt keiner vorbei, der spannend verpackte Familiengeheimnisse und schicksalshafte Prophezeiungen mag. Wir empfanden es als etwas anspruchsvoller, weshalb man auch als Erwachsener auf seine Kosten kommt. Unbedingt reinlesen, denn es lohnt sich!
Rezensionen von Kokoloreslot:
Fesselnd geschrieben
Stromlinien von Rebekka Frank
"Stromlinien" ist ein packender Familienroman über eine Frau, die nach ihrer Mutter und ihrer Zwillingsschwester sucht. Die Umstände sind rätselhaft. Ihre Mutter Alea wurde frühzeitig aus dem Gefängnis entlassen und verschwand. Jale verschwindet zwei Wochen später. Enna sucht nach ihnen, bis ihr klar wird, dass sie viel tiefer graben muss, um zu verstehen.
Die Zeitsprünge im Roman bringen einem die Familiengeschichte näher, deren Vergangenheit Einfluss auf die Gegenwart hat. So schließt sich Stück für Stück der Kreis und Enna gelingt durch ihre Nachforschung ein neuer Blick auf ihre Situation. Es gibt Bezüge zu realen Begebenheiten, auf die am Ende hingewiesen wird.
Ich habe ein bisschen gebraucht, bis ich mich warm gelesen hatte. Dann nimmt die Spannung zu und ich kam, trotz der Kompliziertheit, durch die fesselnde Schreibweise gut voran. Die Atmosphäre der Marschlandschaft ist einnehmend und wirkt wie ein Ausgleich zu der vielschichtigen Familiengeschichte und ihren starken Frauen. Ein faszinierender Roman, wenn man sich einmal darauf eingelassen hat.
Rezensionen von Kokoloreslot:
Menschen auf dem Land
Hier draußen von Martina Behm
Ingo und Lara ziehen von der Großstadt aufs Land und stehen vor einigen Herausforderungen. Dort ein Zuhause aufzubauen ist eine Sache, im Dorf Anschluss zu finden eine andere. Doch ein Ereignis ändert alles. Ingo fährt eine weiße Hirschkuh an und die Prophezeiung des Jägers ist düster. Das hat auch Einfluss auf die Dorfbewohner.
Martina Behm hat mich mit diesen Roman beeindruckt, weil sie die Stimmung in Norddeutschland gut eingefangen hat und stets genau hinschaut. Sicher hat sie ihre eigenen Erfahrungen einfließen lassen oder detailliert nachgeforscht. Da weht ein anderer Wind und Welten prallen aufeinander. Ihr sachlicher Erzählstil beschreibt mit feinem Humor dem nötigen Realismus, was das Landleben ausmacht, wie die Menschen sind. Anschaulich werden die Lebensweisen und Familien durchleuchtet. Die Hirschkuh funktioniert wie ein Anker, der stabil gesetzt ist. Das ist eins der Bücher, aus dem jeder etwas anderes für sich mitnehmen kann und ich habe es sehr gern gelesen.
Rezensionen von nislin:
Sylter Bücherliebe
Die Bücherfrauen von Listland. Der Gesang der Seeschwalben von Gabriella Engelmann
Das Cover ist in rosa-blau gestaltet und bildet eine atmosphärische Stimmung durch den Leuchtturm, den Strand und das Meer. Es ist sehr ansehnlich und passt gut zum Klappentext sowie dem Inhalt des Buches. Die „Bücherfrauen von Listland“ sind in diesem Band an verschiedenen Stationen ihres Lebens und mit unterschiedlichen Situationen konfrontiert, wobei es Gabriella Engelmann sehr gut gelingt die Biografie der Protagonisten mitsamt ihren Umständen und Gefühlswelten eindrücklich darzustellen.
Besonders bemerkenswert ist ihre Fähigkeit die Entscheidungen einzelner Personen im Hinblick auf deren Einfluss auf die nachfolgenden Generationen abzubilden. Hierbei sind die Themen zum Teil bedrückend und schwerwiegend, der Schreibstil der Autorin kann aber nichtsdestotrotz eine gewisse Leichtigkeit reinbringen.
Rezensionen von ReiShimura:
Unterhaltsamer Roman, aber kein wirklicher Krimi
Der Mordclub von Shaftesbury – Eine Tote bleibt selten allein von Emily Winston
In der Ankündigung zu diesem Buch heißt es: "Der Auftakt einer neuen Krimireihen im malerischen Süden Englands charming und mörderisch". Okay, so neu ist die Reihe nicht mehr, dieser Band ist bereits 2022 erschienen. Das dieser Teil nicht mehr wahr ist, kann man weder der Autorin noch dem Verlag anlasten, aber wie sieht es mit dem Rest der Ankündigung aus? Auch hier fällt meine Bewertung durchwachsen aus.
Den malerischen Süden Englands habe ich wieder gefunden, charming war das Buch auf jeden Fall auch. Nur das mit dem mörderisch und der Krimireihe sehe ich ein wenig kritisch.
Beginnen möchte ich aber damit, was mir an dem Buch sehr gut gefallen hat. Das waren vor allem die interessanten und gut ausgearbeiteten Charaktere und die aussagekräftigen Beschreibungen der Landschaft und der Umgebung. Das kleine Örtchen Shaftesbury gefällt mir gut und versprüht einen angenehmen Dorfcharme. Die Charaktere sind teilweise ein wenig klischeehaft und überzeichnet, aber dies gehört für mich irgendwie dazu. Die eigentliche Hauptperson Penelope St. James ist ein etwas schwieriger Charakter und nicht immer ganz sympathisch. Ihre Handlungen sind manchmal widersprüchlich, dies trägt meiner Meinung nach aber auch zu ihrer Authentizität bei. Tierarzt Dr. Sam und seine Tochter haben mir auch gut gefallen. Für manch einen mag die Kleine ein wenig zu altklug sein und mich persönlich hat es nicht gestört.
Beim Lesen des Buches kam bei mir immer wieder der Gedanke an die Agatha Raisin Reihe von M.C. Beaton auf. Für mich haben die beiden Reihen viele Gemeinsamkeiten, wenn es natürlich auch Unterschiede gibt. Der größte Unterschied und leider auch der größte Schwachpunkt des vorliegenden Buches ist, dass der Krimianteil ein wenig zu gering ausfällt. Meiner Meinung nach ist dieses Buch nichts für wirkliche Krimifans. Das Zwischenmenschliche und das Dorfleben haben hier einen deutlich höheren Stellenwert.
Der Schreibstil der Autorin Emily Winston hat mir zugesagt und ich empfand das Buch als äußerst kurzweilig. Da der Mordfall keine große Rolle spielt, entfiel auch das große Rätselraten und Kopfzerbrechen, wer denn der Mörder ist. Die Auflösung des Falles passierte eher nebenbei und ging in der ganzen Geschichte ein wenig unter.
Da ich mich ein klein wenig in Land und Leute verliebt habe, werde ich sicher auch die weiteren Bücher der Reihe lesen. Hoffentlich wird der Krimianteil dann auch von Buch zu Buch ein wenig mehr. Außerdem ist für mich persönlich noch immer die Frage offen, von welchem Mordclub im Titel die Rede ist.
Rezensionen von Minangel:
Gute Storyidee, aber…
Wiedersehen mit mir selbst zwischen Pizza und Aperol von Melanie Pignitter
Meine Meinung: Eva ist am Punkt Null angekommen: Partner weg, Job los und nun soll sie auch noch bei der lauten Familie in Italien antanzen, wo jeder seine Meinung zu ihrem offensichtlichen Scheitern im Leben kundtun wird. Ein Lichtblick ist, dass sie von ihrem Onkel einen alten VW-Bus geerbt hat, mit dem sie diese Reise antritt.
Ein erster Zwischenstopp findet bei ihrer besten Freundin statt und das Wiedersehen wird zur emotionalen Achterbahnfahrt mit einigen Erkenntnissen. In dieser Manier geht es weiter und sie trifft immer wieder auf charismatische Menschen und Chancen, um ihr Leben und Handeln zu reflektieren und auch ändern zu können. Auch das Setzen von Grenzen probiert sie in der Praxis gleich aus. So weit so gut von der Story, die mich sofort ansprach. Die Erzählung selbst plätschert dann voller Erkenntnisse dahin und die „Zufälle“ waren mir zu viele. Das Einstudieren einer Hauptrolle innerhalb weniger Tage auf einer anderen Sprache und dann gibt’s nur einen Auftritt ist schon etwas sehr utopisch. Fraglich war auch für mich der übermäßige Alkoholkonsum, der nicht mehr dem Genuss entsprach, sondern schon zum Sorgenertränken genutzt und zu oft thematisiert wurde... normalisieren und Trigger im Suchtverhalten?! Aber positiv ist das Herausfiltern der passenden Affirmationen, das Aufzeigen einer möglichen Grenzsetzung und das Aufschreiben und Arbeiten mit mentalen Fertigkeiten.
Fazit: eine nette Geschichte mit einigen langatmigen Schwächen bzw. Fakten, die mir nicht so zusagten, aber die so Lust auf eine Reise nach Italien machen. Von mir gibt’s 3,5 Sterne fürs selbstreflektierende Dolce Vita.










