Kunden em pfehlungen
Rezensionen von drachenzahn:
Katzenklappe ins Abenteuer
Muffin und Tört! 1: Bei den Wikingern von Adam Stower
„Muffin und Tört“ sind die absolut liebenswerten Helden dieser witzigen Abenteuergeschichte. Das Buch ist perfekt für Lesemuffel und Erstleser geeignet, da auf den einzelnen Seiten tatsächlich recht wenig Text steht. Aber ich finde nicht, dass es auf eine bestimmte Altersgruppe beschränkt ist.
Sowohl ich als auch meine vierjährige Tochter haben uns köstlich über den Humor, die Kreativität und die originellen Charaktere amüsiert.
Muffin ist ein verfressener Kater, der am liebsten den ganzen Tag faul herumlungern und schlafen würde. An seiner Seite befindet sich Tört, ein verzaubertes Törtchen, das wie ein Kaninchen aussieht und wild in der Gegend herumspringt. Seitdem der Zauberer Tatterich aus Versehen die Katzenklappe verhexte, führt diese immer wieder in fremde Welten und Abenteuer. In dieser Geschichte verschlägt es die beiden in die Welt der Wikinger. Sie erhalten den Auftrag, den Mensch Eierich zu suchen und die Trolle zu verjagen. Widerwillig begeben sich Muffin und Tört auf diese Mission.
Das Buch wirkt wie eine Graphic Novel bzw. eine Bildergeschichte. Die Schwarz-Weiß-Illustrationen sind sehr groß und umspannen meist eine bis zwei Seiten. Es gibt zudem einige Sprechblasen, die den Comiccharakter noch verstärken. Durch die Geschichte führt jedoch mehr oder weniger klassische Erzähltexte. Insgesamt ist der Textanteil ist insgesamt jedoch eher gering, sodass gerade auch Leseanfänger von der Menge nicht abgeschreckt werden.
Insgesamt ist „Muffin und Tört“ eine wunderbare Mischung aus Humor, Abenteuer und Fantasie, die sowohl Kinder als auch junggebliebene Erwachsene begeistert. Die liebevoll gestalteten Charaktere, der kreative Erzählstil und die charmanten Illustrationen machen das Buch zu einem echten Lesevergnügen. Diese Geschichte sorgt garantiert für jede Menge Spaß und lässt einen gespannt auf das nächste Abenteuer der beiden ungleichen Helden warten!
Rezensionen von drachenzahn:
Fragwürdige Moral
Andersgasse 7 1: Ein Fall für den fantastischen Flusenwutz von Christiane Schreiber
Zu Beginn hat mich das Buch vollkommen begeistert. Die Geschichte strotzt vor kreativen, fantasievollen und originellen Ideen. Die witzigen Zeichnungen und die charmanten Charaktere haben mich sofort in ihren Bann gezogen. Doch ab der Mitte nahm die Erzählung eine Wendung, die mich zunehmend frustrierte.
Und das Ende hat mich schließlich richtig geärgert.
Dabei hatte die Geschichte alle Zutaten für ein großartiges Leseerlebnis. Besonders gefallen haben mir die skurrilen Bewohner der Andersgasse, deren Geheimnisse nur oberflächlich angerissen wurden und viel Potenzial für weitere Bücher bieten. Da wären etwa die geheimnisvolle Hexe Esmeralda, der unsichtbare Herr Müller oder der alte Seemann Matties, der einige abenteuerliche Gegenstände und Geschichten von seinen Reisen mitgebracht hat. Auch die neue Frau Klein, die Verkäuferin im Gemischtwarenladen und die rätselhafte Dame von gegenüber versprechen spannende Geschichten. Wobei die Menge an Ideen manche Kinder vielleicht überfordert. Erst ab der Mitte des Buches kristallisiert sich ein klares Thema heraus.
Karl lebt in diesem Haus bei seiner Tante Zissi, die sich selbst für normal hält, aber mit ihren Eigenheiten perfekt in die Andersgasse passt. Um den unheimlichen Dingen auf den Grund zu gehen, ermitteln er und seine beste Freundin Elsa als Detektive unter dem Decknamen Adlerauge und Riechnase. Man erfährt aber im Laufe des Buches recht wenig über die einzelnen Nachbarn, aber sie wirken überaus magisch und geheimnisvoll. Ein paar Aspekte – wie der Geist im Keller oder der unsichtbare Klabautermann – könnten aber auf Jüngere gruselig wirken.
Während mich der Anfang des Buches überzeugt hat, begann ich mich ab der Mitte sehr über das Verhalten von der Hauptperson Karl zu ärgern. Die Allwachspflanze wird gleich zu Beginn als hochgradig gefährliche Pflanze beschrieben. Und das nicht nur von einer Person. Dennoch ignoriert Karl sämtliche Warnungen und testet die Wirkung der Pflanzen mit purer Absicht aus. Dieser erzählerische Kniff mag spannend sein, er macht Karl als Protagonisten jedoch leider wenig sympathisch. Zumal sein vorgeschobener Grund eher dürftig ist. Zudem hat er auch keine Skrupel, seine Freunde zu bestehlen, zu belügen und wiederholt zu hintergehen.
Besonders ärgern mich aber die Konsequenzen, die er aus seinem Handeln zieht. Das Buch endet tatsächlich mit einer weiteren rücksichtlosen, egoistischen Tat und bricht dann einfach ab. Ich nehme an, dass das Thema in einem nächsten Band wieder aufgegriffen wird, da dieses Ende alles andere als befriedigend ist. Karl hat sich weder entschuldigt noch gezeigt, dass er sein Verhalten wirklich reflektiert hat. Als Einzelband funktioniert diese Geschichte auf jeden Fall nicht.
Trotz des vielversprechenden Beginns und der fantasievollen Welt hinterlässt das Buch letztlich einen faden Beigeschmack. Die wunderbaren Charaktere und kreativen Ideen hätten das Potenzial für eine großartige Geschichte geboten, doch das fragwürdige Verhalten der Hauptfigur und der abrupte, unbefriedigende Abschluss trüben den Lesespaß erheblich. Die Fortsetzung könnte eventuell einiges wieder gutmachen. Doch solange unklar bleibt, ob und wann diese erscheint, bleibt die Enttäuschung bestehen.
Rezensionen von Anjulia :
Albtraumbringer
Nachtlügen von Lisanne Surborg
Isra ist eine Albe. Nachts dringt sie ihn Wohnungen ein, stiehlt Lichttäume und hinterlässt kunstvoll gestaltete Albträume. Nachdem einer ihrer Stammträumer aufgrund eines von ihr gefertigten Albtraumes verstarb, hat sich ihr Leben jedoch verändert. Als sie einen weiteren Träumer tot auffindet muss sie Wahrheiten finden und sich der eigenen Familie und Vergangenheit stellen.
Nachtlügen von Lisanne Surborg ist Urban-Fantasy mit Tendenzen zu Familiendrama und Wissenschaftsthriller. Die Idee der Alben, die unerkannt unter uns leben und Träume stehlen bzw. Albträume bringen hat mir sehr zugesagt. Die Autorin hat die Albengesellschaft auch gut ausgearbeitet. Insbesondere die Intermezzos zwischen den Kapiteln sind dazu nochmal informativ und gefallen mir. Daneben gibt es auch ausführliche Traumszenen. Leider habe ich es nicht geschafft eine Verbindung zur Hauptprotagonistin Isra aufzubauen. Ihr Charakter blieb mich irgendwie distanziert und fern. Während mir die etwas düstere Grundstimmung des Buches ganz gut gefallen hat, fehlte mir eindeutig die Spannung. Gerade das Ende wirkte dann auf mich etwas zu schnell abgearbeitet. Hier hätte ich mir einen anderen Handlungsverlauf gewünscht. Insgesamt nicht schlecht, aber auch kein Highlight.
Rezensionen von Marie aus E.:
Liebesgeschichte, Krimi und Naturkulisse
Middletide – Was die Gezeiten verbergen von Sarah Crouch
Middletide wird ganz oft mit "Der Gesang der Flusskrebse" verglichen.
Wohl, weil das Setting so ähnlich ist. Es geht um atemberaubend schöne Naturbeschreibungen, um Außenseiter, die abgeschieden leben, um einen Kriminalfall und eine Liebesgeschichte. Aber trotzdem habe ich hier keine großen Parallelen gesehen, für mich war es kein müder Abklatsch.
Ich fand das Buch sowohl spannend als auch berührend. Elijah, um den es hier geht, hat seiner Heimat länger den Rücken zugekehrt und sein Glück in der Großstadt gesucht. Er war wild entschlossen, ein berühmter Buchautor zu werden. Daraus wurde jedoch nichts, so dass er zurück in das Haus seiner inzwischen verstorbenen Eltern kehrte.
Zurückgelassen hat er damals auch seine große Jugendliebe, aber seine Hoffnung, wieder an alte Zeiten anknüpfen zu können, wird so nicht erfüllt.
Es geht um Verlust, einfaches Leben in Einklang mit der Natur, um Schuld, Verzweiflung, Liebe und das Zusammenspiel fand ich sehr gelungen. Einerseits hat mich der Kriminalfall total gefesselt, andererseits mochte ich die Naturschilderungen so sehr.
Es geht um große Emotionen und um Fehler - viele Fehler. Obwohl so viele Themen vorkommen, hat das Buch seinen roten Faden.
Fast wären es die vollen fünf Sterne geworden, zwei Punkte haben mich dann aber doch gestört.
Das Buch hüpft mittels Rückblenden in verschiedenen Zeitebenen. Diese sind zwar im jeweiligen Kapitel immer als Überschrift angegeben, nichtsdestotrotz haben mich die ständigen Sprünge beim Lesen sehr gefordert, ehrlich gesagt auch überfordert.
Normalerweise komme ich damit gut klar, hier war es mir zu viel.
Zweiter Kritikpunkt: im Buch gibt es ein fiktives indigenes Volk und das hat mir beständiges Bauchgrummeln beim Lesen bereitet. Warum erfindet man ein indigenes Volk? Zumal es für die Handlung auch keinen Mehrwert hat? Das hat sich für mich ungut angefühlt.
Ansonsten habe ich das Buch jedoch sehr genossen!
Rezensionen von Nicole Koppandi:
Der Versuch eines Gesellschaftswandels
Der Planet diskreter Liebe von Herbert Kapfer
Bei diesem Buch muss man mit dem Cover beginnen, dass absolut gelungen ist, ein richtiger Eyecatcher und mich sehr neugierig auf den Inhalt machte. Im unteren Teil des Covers ein Bild von der Performance „Aus der Mappe der Hundigkeit“ von VALIE EXPORT und Peter Weibel in der Kärntnerstraße in Wien im Jahr 1968.
Nun aber zum Inhalt:
Bea, Schülerin aus „gutem Haus“, ist 1972 mit ihrem Vater in Sanremo auf Urlaub, als sie zum ersten Mal eine Protestaktion radikaler Feministinnen erlebt. Sie ist fasziniert vom Kampf der Frauen in Italien. 1975 sieht Bea vor einem Münchner Kino einen Typ, der mit einem Megaphon die Menschen zur Vorführung des „Tapp und Tastkinos“ Einlädt.
Kai begegnet 1975 in einer kalten Dezembernacht auf den Straßen Kölns seinem Idol, dem Dichter Rolf Dieter Brinkmann.
Als einmal die Beiden als Straßenmusiker*innen auftreten, gemeinsam mit Kais Freundin Jo, sie spielen für die Kommunen-Zeitschrift „kollektiv 7: kämpfen und lieben“. Ihre Protestsongs richten sich gegen Atomwaffen, Aufrüstung und Wehrpflicht. Nach der Darbietung gehen sie nach Hause, finden die Wohnung leer vor. Bea nimmt Kai bei der Hand, sie gehen in ihr Zimmer. Sie weiß, dass Kai auf sie steht – ihr den „Hof“ macht. Bea erzählt Kai von der „Mutation“ – der Zerstörung der Macht und der ökofeministischen Gesellschaftsveränderung und was darunter zu verstehen sei. Eine Gesellschaft, die auf Macht verzichte.
Sie „üben“ diese Mutation der Gesellschaft hinter verschlossener Tür. Da geht es natürlich um ganz viel Sex, ohne Penetration – stattdessen Zärtlichkeiten bis zur höchsten Erregung mit ihren lila lackierten Zehennägeln.
Ein außergewöhnliches, leidenschaftliches Buch, das mir gut gefallen hat. Ein herausragendes Werk, literarisch anspruchsvoll und auch auf eine gewisse Weise emotional.
Rezensionen von cosmea:
Wenn eine Frau zwei Männer liebt
Wie Risse in der Erde von Clare Leslie Hall
Beth wächst in Hemston im nördlichen Dorset auf. 1985 verliebt sie sich als 17jährige in den Sohn einer angesehenen reichen Familie im Ort. Gabriel Wolf ist klug und sieht gut aus. Einen Sommer lang verbindet sie eine leidenschaftliche Liebe. Doch dann ist abrupt alles zu Ende, weil Gabriel zum Studium nach Oxford geht und seine Mutter die Verbindung mit ihren Intrigen zerstört.
Der Bauer Frank ist schon lang in Beth verliebt. Die beiden heiraten und bekommen bald ihren Sohn Bobby. Beth liebt das Leben auf der Farm, die Tiere und die Nähe zur Natur, obwohl sie eigentlich ursprünglich auch studieren und Schriftstellerin werden wollte. Frank und Beth sind 13 Jahre glücklich miteinander. Sie müssen den Tod ihres geliebten Sohns verkraften, der 1966 mit 9 Jahren durch einen Unfall stirbt. Dann kehrt Gabriel 1968 mit seinem Sohn Leo in das Dorf zurück, nachdem seine Frau ihn für einen anderen verlassen hat. Beth schließt den Jungen sofort ins Herz und kümmert sich um ihn. Schon bald nimmt sie die Beziehung zu Gabriel wieder auf, obwohl sie ihren Mann nach wie vor liebt, und die Katastrophe ist nicht mehr aufzuhalten. Es gibt einen Todesfall, einen Angeklagten und 1969 einen Prozess mit einem Urteil, das das Leben der Beteiligten erneut komplett verändert.
Der Autorin gelingt eine spannende Mischung aus Liebesdrama und Krimi, denn lange kennt der Leser weder die Identität des Angeklagten noch die des Opfers. Sie zeichnet ein stimmiges Bild von leidenschaftlicher, unkontrollierbarer Liebe, von Trauer und Verlust. Es gibt zu viele Lügen und Geheimnisse, zu wenig Mut zur Wahrheit. Alle laden Schuld auf sich in dieser mitreißenden Geschichte. Werden sie eine zweite Chance bekommen? Ein sehr empfehlenswertes Buch.
Rezensionen von cosmea:
Der Libanon ist kompliziert
Frau im Mond von Pierre Jarawan
In Pierre Jarawans neuem Roman “Frau im Mond“ geht es um eine Fülle von historischen Ereignissen und Themen, die mit dem Libanon zu tun haben, aber auch um eine Familiengeschichte über drei Generationen. Die Zwillinge Lilit und Lina el Shami sind Nachkommen libanesischer Auswanderer in der dritten Generation und wurden nach dem Tod ihrer Eltern von ihrem Großvater Maroun in Montréal aufgezogen.
Eines Tages beschließt Lilit, in den Libanon zu reisen und dort Nachforschungen über ihre Großmutter Anoush anzustellen, die sie nicht mehr kennengelernt hat. Anoush hatte den Genozid an den Armeniern überlebt und kurze Zeit in einem Waisenheim im Libanon gelebt. Sie begegnet Maroun als junges Mädchen im kanadischen Montréal und dann Jahre später noch einmal. Sie werden ein Paar und bekommen die Tochter Dana. Sie und Ehemann Jules werden später die Eltern der Zwillingsmädchen. Lilith beschäftigt sich auch mit der Lebanese Rocket Society, denn ihr Vater hat zusammen mit Freunden jahrelang Raketen gebaut. Er wollte dazu beitragen, dass die erste Rakete vom Libanon aus in den Weltraum geschossen wurde. Am 4. August 1966 zündet die Gruppe eine Rakete, und genau 54 Jahre später gibt es eine riesige Explosion im Beiruter Hafen. Beide Ereignisse sind Teil des historischen Rahmens des Romans.
Jarawan schreibt eine sehr komplizierte, detailreiche Geschichte über drei Generationen, zwei Städte auf zwei Kontinenten, ein Raketenprojekt, politische Umbrüche, den Genozid an den Armeniern und seine Folgen, das Ende des Osmanischen Reichs und die aktuelle politische Situation im Libanon in den 20er Jahren des 21. Jahrhunderts inklusive Korruption, Energieproblemen, Inflation und daraus folgend wachsender Armut eines beträchtlichen Teils der Bevölkerung. Die Vielzahl der Themen spiegelt sich im bunten Cover, das eine große Zahl der angesprochenen Themen abbildet. Die grobe Einteilung in drei Stufen lässt an Raketen denken, um die es ja immer wieder geht, die von 50 bis 0 rückwärts gezählten Kapitel stellen einen Countdown dar. Der umfangreiche Roman mit seinen vielen Themen, den ständig wechselnden Zeitebenen und der ungeheuren Personenvielfalt liest sich nicht leicht, ist aber hochinteressant und unbedingt empfehlenswert.
Rezensionen von Vanessa:
Passende Lektüre für den nächsten Strandurlaub gesucht?
The Surf House von Lucy Clarke
Du glaubst, du bist im Paradies gelandet. Doch das Paradies ist tödlich.
Nach einem verheerenden Zwischenfall in den Gassen Marrakeschs landet Bea ohne Geld, ohne Pass und ohne Job in einem Surfhotel. Während sie noch versucht ihr Leben neu zu sortieren, wird sie auch schon in die Suche einer verschwundenen Urlauberin verwickelt.
Schnell stellt sie fest, dass man auch in der Idylle nicht jedem trauen kann…
Das sommerliche und leichte Setting gemischt mit einer zunehmend drückenden Atmosphäre hat mir richtig gut gefallen. Nach und nach werden Erlebnisse der vermissten Frau eingewoben, deren Bekanntschaften auch Beas Bekanntschaften sind und die sich an Orten aufgehalten hat, die auch Bea entdeckt. Dadurch ergänzt sich das Bild, das man von den Charakteren bekommt, um eine weitere Ebene: Sehr cool!
Mit einem Charakter wurde ich von Anfang an nicht warm und habe mich gefreut, dass mein Bauchgefühl mich nicht getäuscht hat. Es gibt allerdings auch allerlei Wendungen und falsche Fährten!
Ob die Erklärungen zum Surfen, den Windbedingungen und Wellen fachlich korrekt sind, weiß ich nicht, es klang allerdings plausibel.
Insgesamt ein spannendes Buch, das irgendwo zwischen New Adult und Thriller liegt.
Rezensionen von Leserin:
Wenn dich die Vergangenheit einholt...
Die Schwester des Serienkillers von Alice Hunter
Der dritte Band der "Serienmörder"-Reihe handelt von Anna und ihrem Bruder Henry.
Beide hatten keine leichte Kindheit und haben sich seit vielen Jahren aus den Augen verloren.
Annas Leben läuft jetzt ganz nach Plan, bis eines Tages die Polizei vor der Tür steht.
Die Geschichte wird größtenteils von Anna selber erzählt, zwischendurch gibt es ein paar Rückblenden in ihre Kindheit aus neutraler Sicht.
So kann man sich langsam ein Bild machen. Aber nicht alles ist wie es scheint. Schon anfang tauchen einige Fragen auf zu diesem Fall und die beteiligten Figuren wirken mysteriös auf mich.
Welche Geheimnisse lauern hier und wer spielt ein falsches Spiel?
Das Ende der Geschichte hat mich dann total umgehauen und ich musste erstmal alles sortieren,.
Die Autorin hat hier einen grandiosen Thriller geschrieben, der mit jedem Kapitel mehr Fahrt aufnimmt.
Sie lässt einem in dem Glauben, dass man genau weiß, was hier vor sich geht, aber da bin ich ihr voll auf den Leim gegangen!
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!
Rezensionen von Ewa Wiercinska Leserunde Heyn:
Auf dem schönen Tiroler Berg wuchern die wilden Seelen
Wild wuchern von Katharina Köller
21 Jahrhundert, Österreich, Tiroler Alm. Zwei Protagonistinnen, eine Ich-Erzählerin.
Sie sind von Ihrer Kindheit und ihren Eltern geprägt. Im Leben stehen ohne Selbstvertrauen, sozialer Kompetenzen und emotionaler Intelligenz. Einzige Handlung, die Ihnen bleibt, um die emotionale Abhängigkeit zu lösen, ist der Eskapizmus.
Die Leser bewundern den, kraftvollen, poetischen gesellschaftskritischen, mit bildhaften Metaphern, wunderschöner Natur und österreichischem Dialekt, erzählten Roman.
Aber, es handelt sich nur beim Ersteren um Marktwert und ums Ego der Schriftstellerin.
Die Literatur lässt die österreichischen Frauen im Stich.
Die österreichische Frau wird wieder als Opfer und ohne Moral dargestellt.
Der Roman ist ereignisarm ohne der Verbindung zu den Charaktere und komplett unpassendem Ende. Mir fehlt in der Geschichte starke österreichische Frau, die ethisch-sittlichen Normen, Grundsätzen, Werten, die das zwischenmenschliche Verhalten einer Gesellschaft reguliert und Verantwortung übernimmt.
Der Schriftsteller/in muss auch wie ein Handwerker arbeiten. Es geht um den Herstellungsprozess (Schreiben) und den späteren nutzen.
Fazit: literarischer Appell an alle österreichische Schriftsteller/innen- mehr starke Protagonistinnen ( klare Ziele, nachvollziehbare Schwächen, und die Fähigkeit, zu wachsen und sich zu verändern)











