Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Ewa Wiercinska Leserunde Heyn:
Auf dem schönen Tiroler Berg wuchern die wilden Seelen
Wild wuchern von Katharina Köller
21 Jahrhundert, Österreich, Tiroler Alm. Zwei Protagonistinnen, eine Ich-Erzählerin.
Sie sind von Ihrer Kindheit und ihren Eltern geprägt. Im Leben stehen ohne Selbstvertrauen, sozialer Kompetenzen und emotionaler Intelligenz. Einzige Handlung, die Ihnen bleibt, um die emotionale Abhängigkeit zu lösen, ist der Eskapizmus.
Die Leser bewundern den, kraftvollen, poetischen gesellschaftskritischen, mit bildhaften Metaphern, wunderschöner Natur und österreichischem Dialekt, erzählten Roman.
Aber, es handelt sich nur beim Ersteren um Marktwert und ums Ego der Schriftstellerin.
Die Literatur lässt die österreichischen Frauen im Stich.
Die österreichische Frau wird wieder als Opfer und ohne Moral dargestellt.
Der Roman ist ereignisarm ohne der Verbindung zu den Charaktere und komplett unpassendem Ende. Mir fehlt in der Geschichte starke österreichische Frau, die ethisch-sittlichen Normen, Grundsätzen, Werten, die das zwischenmenschliche Verhalten einer Gesellschaft reguliert und Verantwortung übernimmt.
Der Schriftsteller/in muss auch wie ein Handwerker arbeiten. Es geht um den Herstellungsprozess (Schreiben) und den späteren nutzen.
Fazit: literarischer Appell an alle österreichische Schriftsteller/innen- mehr starke Protagonistinnen ( klare Ziele, nachvollziehbare Schwächen, und die Fähigkeit, zu wachsen und sich zu verändern)
Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:
Ein toller Roman
Wo ist dieses Glück noch mal? von Gerda Stauner
Schon das Cover hat mich magisch angezogen – wie wunderschön es gestaltet ist…da bekommt man selbst Lust auf Frühling und Natur – das gefällt mir sehr !
Ich bin ganz neugierig ins Buch gestartet und war sofort mittendrin – Gerda Stauner versteht es, den Leser direkt in die Geschichte hinein zu ziehen.
Der Schreibstil ist flüssig und authentisch und so hat die Autorin auch ihre Figuren allesamt beschrieben : authentisch und klar, so dass ich direkt zu Beginn des Buches eine Bindung zur Hauptfigur Enni herstellen konnte. So habe ich bis zum Ende hin mit Enni mitgefühlt und mitgefiebert – ein toller Hauptcharakter.
Die Örtlichkeiten sind toll beschrieben, so dass ich beim Lesen immer ein klares Bild vor Augen hatte und die Seiten nur so geflogen sind : tolle Lesestunden und ein Roman, der zum verweilen und „durchatmen“ einlädt.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich schicke eine Herzensempfehlung mit meiner Rezension : wer gemütliche Lesestunden sucht, der ist hier auf jeden Fall richtig !
Rezensionen von Bibibabby:
Schöne, kurze Geschichte für Erstleser
Leserabe 1. Lesestufe Kurz und leicht - Eine Prinzessin im Apfelbaum von Iris Tritsch
Mia ist ein kleines Mädchen, die eines Tages eine echte Prinzessin in einem Apfelbaum findet! Zusammen verbringen sie eine schöne Zeit, doch die Prinzessin bemerkt, dass sie ihre magische Flöte verloren ist und sie kann nicht mehr nach Hause zurück. Sie müssen die Flöte finden!
Das Cover, mit der Prinzessin im Apfelbaum, hat uns gut gefallen.
Im Buch gibt auch viele schöne Bilder, die den Text auflockern. Wie die andere Bücher der "Leserabe kurz + leicht"-Reihe sind die Texte in diesem Buch kurz und einfach zu lesen. Die Geschichte ist sehr simpel, was ich für die Zielgruppe passend finde. Dennoch gibt es ein bisschen Tiefe, indem jedes Mädchen das andere kennenlernt und über eine ganz andere Lebensweise erfährt.
Was mir gut gefallen sind die vielen Aufgaben und Rätsel, die die Geschichte begleiten. Ganz am Anfang gibt es zwei Aufgaben, um den Inhalt einzuführen. Nach jedem Kapitel gibt es weitere Rätsel, die unterschiedlichen Lesefähigkeiten trainieren. Mein Kind hatte viel Spaß daran, die Aufgaben abzuschließen. Und die Sticker sind natürlich mega.
Rezensionen von DoraLupin:
Feunde finden mit den Grauses
Willkommen bei den Grauses 2: Freunde finden für Anfänger von Sabine Bohlmann
Wir sind bereits vom ersten Teil der Grauses so begeistert gewesen, dass wir kaum erwarten konnten bis der zweite herauskommt. Und das Buch ist wieder genauso schön und witzig wie schon der erste Teil und die Charaktere sind einfach nur unglaublich liebenswert! Mit einem wunderschönen Cover und tollen Buchklappen mit der Familie Grause wird man schon auf die Geschichte eingestimmt.
Diesmal geht es drum, dass Freunde finden gar nicht so leicht ist. Und wenn man dann noch Grause heißt und Hörner hat, spitze Eckzähne oder gar unsichtbar ist, wird es noch komplizierter. Und noch viel komplizierter wird es, wenn man nur dreizehn Tage Zeit dafür hat und dies eine Anweisung vom Institut für andersartige Wesen ist. Zum Glück hat die Familie Grause bereits ihre kleine Nachbarin zur Freundin: Ottilie Schmidt. Sie wird sicher dafür sorgen, dass keiner in der Sackgasse Nummer 13 leer ausgeht. Aber was ist mit dem Kind in Nummer 3, auf dessen Hausdach auf einmal eine Krähe sitzt?
Der Schreibstil ist einfach zu lesen und kindgerecht, kann einen aber dennoch sehr in den Bann ziehen und mitreißen. Die Seiten fliegen beim Lesen nur so dahin und die Charaktere werden unglaublich lebendig beschrieben. Sowieso lebt das Buch von den vielen skurillen und dennoch liebenswerten Charakteren, die man sofort ins Herz schließt. Und deshalb war es uns eine unglaubliche Freude sie auch bei diesem Abenteuer zu begleiten!
Die Geschichte ist sehr humorvoll und oft mussten mein Sohn und ich gemeinsam laut lachen, da die Handlung so urkomisch war und einfach viel Spaß macht. Es gibt aber auch berührende und ernste Momente in der Geschichte die zu Herzen gehen und einen nachdenklich stimmen. Was ist überhaupt eine echte, wahre Freundschaft und ist es schlimm auch mal anders zu sein, wenn man das Herz am rechten Fleck hat? Die Geschichte besticht durch Humor und Charaktere die man sehr lieb gewinnt und wir hoffen schon jetzt auf ein weiteres, drittes Abenteuer mit den Grauses! Wir geben dem Buch auf jeden Fall verdiente 5 von 5 Sternen und empfehlen die Geschichte gerne weiter!
Rezensionen von HEYN Leserunde Manfred Angerer:
Von der Enge des goldenen Käfig in die Härte der Berge - eine Befreiung?
Wild wuchern von Katharina Köller
Marie flüchtet aus dem goldenen Käfig ihrer Ehe zu ihrer Cousine Johanna, die auf einer entlegenen Alm als Eremitin lebt, nachdem sie selbst in ihrer Jugend zur Außenseiterin gestempelt worden war.
Das Leben von Marie, geprägt von Karrieregedanken, Modeströmungen, Abhängigkeiten vom Ehemann, Erkennen der Enge im goldenen Käfig, findet einen Bruch in einer tätlichen Auseinandersetzung mit dem Ehemann.
Mit ihrer Flucht auf die entlegene Alm hat sie sich zwangsläufig den Kräften und Auswirkungen der Natur unterzuordnen, quasi ein Wechsel von der Fremdbestimmung durch den Ehemann samt goldenem Käfig hin zur unbedingten Unterordnung in den Lauf der Natur. Das gibt Raum zur Reflexion, und vor allem auch zum zaghaften und vorsichtigen Austausch zwischen den beiden Cousinen.
Ein sehr berührendes Buch, das zeigt, wie die tägliche überlebensnotwendige Auseinandersetzung mit den Kräften der Natur Weite und Erfüllung und Distanz zur vormaligen Enge in einem goldenen Käfig schaffen kann.
Die Erzählung findet keinen klassischen Abschluss, sondern lässt viel Raum für die eigene Fantasie oder - vielleicht? - einen daran anknüpfenden Roman.
Rezensionen von Tara:
Spannung im Wendland
Der Wolf im dunklen Wald von Sia Piontek
Krimi-Reihe aus dem Wendland mit der Ermittlerin Carla Seidel von der Autorin Sia Piontek.
Carla Seidl hat sich aus privaten und beruflichen Gründen vor zweieinhalb Jahren aus dem Hamburger Morddezernat in das Wendland versetzen lassen, um ihrer Beziehung und den vielen Gewaltverbrechen der Großstadt zu entfliehen.
So ganz entkommt sie den Gewalttaten dann aber doch nicht und auch im privaten Bereich wird es schwierig. Bisher hatte ihre Tochter Lana keinen Kontakt zu ihrem Vater, aber nun wird sie 18 und kann selbst entscheiden, ob sie ihn wieder in ihr Leben lassen möchte.
Heiko von Boenning ist nach 30 Jahren mit seiner Familie ins Wendland zurückgekommen. Um dies zu feiern, veranstaltet er eine Gesellschaftsjagd.
Bei dieser gibt es einen Toten und es handelt sich nicht um einen Jagdunfall. Er wurde brutal durch Messerstiche ermordet. Carla Seidl hat Dienst und übernimmt den Fall.
Ihre Tochter Lana schwärmt für Fabian, den Sohn der Familie Boenning und hat die entsprechende Nacht mit ihm auf dem Hochsitz verbracht. Dadurch sind der Fall und das Privatleben der Ermittlerin eng miteinander verwoben.
Carla ist eine starke Persönlichkeit, die allerdings auch eine sehr verletzliche Seite hat. Beruflich ist sie sehr engagiert und ihre Tochter Lana steht für sie stets an erster Stelle. Ihr Privatleben spielt hier fast eine ebenso große Rolle wie der Fall selbst.
Es bleibt nicht bei einem Mord und die Spannung wächst.
Der Schreibstil ist lebendig und die kurzen Kapitel – 59 auf 448 Seiten – haben mich regelrecht durch die Handlung getrieben.
Das Wendland war für mich ein bisher unbekanntes Gebiet, bietet aber ein tolles Setting. Man merkt, dass die Autorin es gut kennt und es für sie ein Sehnsuchtsort ist. Die Landschaftsbeschreibungen machen Lust auf einen Besuch in diesem Teil Deutschlands.
Dieser Kriminalfall bietet Spannung, überraschende Wendungen, eine sympathische und sehr menschliche Ermittlerin, ein tolles Setting und ein schlüssiges Ende. Ich freue mich schon auf den dritten Fall mit Carla Seidl.
Rezensionen von Tara:
Ein besonderer Schreibstil
Der Junge aus dem Meer von Garrett Carr
„Der Junge aus dem Meer“ ist das Debüt des in Belfast lebenden Autors Garrett Carr.
Die Handlung beginnt 1973 in einem kleinen Ort an der Westküste Irlands. Dort wird ein Baby in einem Fass am Strand gefunden, vom Meer angeschwemmt, wird gemunkelt. Der Fischer Ambrose Bonnar und seine Frau Christine wollen dieses bei sich aufnehmen.
Ihr Sohn, der zweijährige Declan sieht in dem Baby - das sie Brendan nennen - von Beginn an einen Rivalen.
Die Erzählweise des Autors ist ungewöhnlich. Er berichtet zunächst aus der Wir-Perspektive, was mir den Einstieg nicht unbedingt einfach gemacht hat. Allerdings war ich dadurch auch mitten in der Handlung, in der Familie, im Dorf, in Irland.
Die Atmosphäre der kleinen irischen Gemeinde wird direkt lebendig. Die Dorfbewohner kennen und kümmern sich umeinander. Die Handlung erstreckt sich über mehrere Jahre, in denen Garrett Carr die Entwicklung von Brendan, den anderen Charaktere, die des Dorfes und der Fischerei gelungen darstellt.
Die Handlung fließt ruhig vor sich hin, hat keinen besonderen Höhen und Tiefen, ist deswegen aber keineswegs langweilig. Der Autor beschreibt ein Stück Leben mit viel irischen Flair und irischer Atmosphäre.
Mit diesem Buch bin ich Irland so richtig nahe gekommen.
Rezensionen von Bibibabby:
Bunt und informativ
Roboter und KI von Paul Virr
Dieses Buch ist eine großartige Einführung in die Themen Roboter und künstliche Intelligenz, für Kinder ab acht Jahren. Es behandelt eine Vielzahl von Aspekten rund um Roboter und KI und beantwortet fast alle Fragen, die ein neugieriges Kind haben könnte. Die Informationen werden auf eine einfache und verständliche Weise vermittelt, sodass auch komplexe Konzepte verständlich sind.
Mein Kind war besonders fasziniert von den Details über, wie Roboter funktionieren und wie sie eingesetzt werden können.
Besonders auffällig im Buch ist das farbenfrohes Design. Die Seiten sind voller bunter Illustrationen. Allerdings finde ich das Layout etwas chaotisch und ich hatte persönlich keine Lust, die Texte zu lesen. Mein Kind, hingegen, blätterte durch das Buch, bis es eine Illustration fand, die es interessierte, um den dazugehörigen Text zu lesen.
Neben den informativen Inhalten bietet das Buch auch einige Bastelprojekte an. Wir haben sie noch nicht ausprobiert, aber sie sehen einfach zu machen aus und wir werden sie bestimmt auch ausprobieren.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Dagmar Pfleger:
Sätze wie spitze emotionale Pfeile!
Wild wuchern von Katharina Köller
Ich kann dieses Buch als ein unglaublich starkes und kraftvolles Buch beschreiben, das mich bereits auf den ersten Seiten durch die "knappe" Sprache vollkommen überzeugt hatte. Kurze Sätze und prägnante Formulierungen wirken wie spitze Pfeile, die Emotionen und Bilder aufpoppen lassen ..
. als durchlebe man gerade selbst die Situation.
Köller schildert die Geschichten zweier völlig unterschiedlicher Frauen/Cousinen, die beide Gewalt erlebten - die eine psychisch in der Kindheit, die andere physisch im Erwachsenenalter. Items wie "Braves" versus "diverses" Mädchen und "Anpassung" versus "Rückzug und einen eigenen Weg suchen und finden" unterstreichen die unterschiedlichen Charaktere und Zugänge im Umgang mit ihren Situationen. Ein sehr gutes Buch - man sollte es unbedingt lesen!
Rezensionen von Ameland:
Trügt der Schein
Kreidemord von Katharina Peters
Dies ist bereits der 14. Band aus der Rügen-Reihe mit Hauptkommissarin Romy Beccare. Da der Fall in sich abgeschlossen ist, konnte ich ihn auch ohne Vorkenntnisse problemlos lesen. Im Kreidemuseum wird die Leiche der vor 12 Jahren untergetauchten Julia Schorrer gefunden. Die ehemalige Polizistin hatte sich mit der organisierten Kriminalität eingelassen, war aber aufgeflogen.
Romys Vorgesetzter und gleichzeitig ihr Ehemann Jan Riechter übernimmt die Ermittlungen, nicht ahnend, dass ihm der Fall bald um die Ohren fliegen wird.
Jan und Romy waren mir auf Anhieb sympathisch. Mir gefiel mit welcher Akribie sich Romy trotz vermehrter Hiobsbotschaften in die Ermittlungen stürzt und noch jedem kleinsten Hinweis nachgeht. Erstaunlicherweise wird sie dabei von dem neuen Kollegen Gregor Reymann unterstützt, denn Romy würde den Neuen am liebsten in die Wüste schicken. Reymann macht es seinem Umfeld aber auch schwer, ihn zu mögen. Er ist scharfzüngig und haut seinen Mitmenschen gerne Sprüche um die Ohren. Als Ermittler macht er in diesem Fall aber eine gute Figur und ein weiterer Pluspunkt: er ist loyal.
Die Autorin schreibt fesselnd und weiß ihre Leserschaft auch durch unerwartete Wendungen bei der Stange zu halten. Das Thema Deepfakes, was hier zugrunde liegt, ist ja topaktuell und machte für mich diesen Krimi noch interessanter. Schön fand ich zudem wie die Landschaftsbeschreibungen von Rügen in den Fall eingeflossen sind. Da ich schon auf Rügen war, formten sich Bilder vor meinem inneren Auge.
Für mich war es nicht nur die erste Begegnung mit Romy Beccare, sondern auch mein erster Krimi von Katharina Peters. Ich denke, ich habe für mich eine neue Autorin gefunden.









