Kunden em pfehlungen
Rezensionen von PeLi:
was für ein Leben
Schwebende Lasten von Annett Gröschner
In "Schwebende Lasten" erzählt uns die Autorin Annett Gröschner vom Leben einer starken Frau.
Hanna Krause verliert schon mit vier Jahren ihre Mutter. Der Vater war vorher schon aus ihrem Leben verschwunden, also werden Hanna und ihre zwei Jahre ältere Schwester Liese schon sehr früh zu Vollwaisen.
Außer den beiden erwachsenen Halbschwestern Margarete und Rose haben sie nun keine Familie mehr. Rose und ihr Mann Walter nehmen die Mädchen bei sich auf und lassen die beiden in den kommenden Jahren in ihrem Blumenladen mitarbeiten. Obwohl das Leben bei Rose und Walter ziemlich lieblos ist, ist Hanna zufrieden , denn sie liebt die Arbeit im Blumenladen und diese Leidenschaft für Blumen wird sie durch ihr gesamtes Leben begleiten.
Und dieses Leben war von Anfang an nicht leicht, sie wird ziemlich herumgestoßen, lebt zwischendurch eine Weile in Berlin bei ihrer zweiten Halbschwester Margarete, kommt dann wieder zurück nach Magdeburg, lernt ihren späteren Mann Karl kennen, die beiden heiraten, bekommen mehrere Kinder, irgendwie hat man das Gefühl, Hanna ist dauerschwanger, worüber sie auch teilweise ziemlich unglücklich ist. Karl ist ihr mit den Jahren auch nicht gerade eine große Hilfe, das meiste bleibt immer an Hanna hängen. Trotz ihres beschwerlichen Lebens kann sie sich eines Tages tatsächlich ihren größten Traum vom eigenen Blumenladen erfüllen. Doch leider ist auch dieses kleine Glück nicht von Dauer, es folgt die schlimme Kriegszeit, Hunger, Sorgen, jeder Tag wird zum Kampf ums Überleben für Hanna und ihre Familie. Doch Hanna verliert sogar in den schlimmsten Zeiten nie den Mut und die Zuversicht, dass es schon irgendwie weitergeht. Sie nimmt sogar einen Job als Kranführerin an, obwohl ihr das anfangs nicht gerade leichtfällt.
Auch nach dem Krieg wird Hannas Leben nie wirklich leicht, es warten noch sehr viele Herausforderungen auf sie und man fragt sich beim Lesen oft "wie kann ein Mensch so viele schlimme Schicksalsschläge und Entbehrungen ertragen und doch immer noch so positiv sein?"
Hanna hat mich sehr an meine Oma erinnert, die ebenfalls diese schlimmen Zeiten miterlebt hat, sie hat mir oft davon erzählt und ihr Leben war dem von Hanna schon sehr ähnlich. Vielleicht hat mich dieses Buch auch deshalb so oft zum Weinen gebracht. Hannas Kindheit, der Krieg, die vielen schlimmen Verluste , die ganze Verantwortung , die immer nur auf ihr lastete , ein langes Leben , das die meiste Zeit ein Kampf war. Und trotzdem hat sie nie aufgegeben, hat nie gejammert über ihr Schicksal, hatte für jeden Verständnis, auch, wenn man sie oft richtig lieblos behandelt hat.
Hannas Liebe zu Blumen war wie ein roter Faden, der sich durch die ganze Geschichte zog, jedes Kapitel begann auch mit der Beschreibung einer Pflanze, dadurch wurde das ganze etwas aufgelockert, es war direkt spürbar, dass diese Leidenschaft ihr Trost durch viele schwere Zeiten gab.
Ein trauriges , herzzerreißendes Buch , das mich garantiert noch sehr lange beschäftigen wird. Von mir eine klare Leseempfehlung, aber unbedingt Taschentücher bereitlegen, es ist keine leichte Kost.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Lieselotte Fieber:
Wuchern. Wild. Normal. Anders.
Wild wuchern von Katharina Köller
„So schön, einfach vom Berg zu fallen, federleicht und vom Aufwind aufgehoben, irgendwie ganz frei“…
Ich befand mich beim Lesen dieses Romans mitten im Sturm. Und dieser Sturm ließ mich bis zum Ende nicht mehr los.
Die Flucht von Marie aus Wien in die Berge von Tirol zur ihrer Cousine Johanna, wird in kurzen Sätzen, mitunter sehr grob dargestellt.
Die Stärke des Romans liegt in der dichten Zeichnung der Charaktere der beiden Cousinen. Die Sprachlosigkeit der beiden Protagonistinnen erzeugt eine subtile Spannung. Und wenn die beiden sprechen, sind die Dialoge ohne Rührseligkeit, durchdrungen von viel Skepsis und das Herantasten an das gegenseitige Vertrauen.
Ein Roman der nachhallt, wie ein Echo in den Bergen.
Rezensionen von begine:
Einfach Klasse
Der Wolf im dunklen Wald von Sia Piontek
Die Schriftstellerin Sia Piontek hat mit dem Krimi, Der Wolf im dunklen Wald, das zweite Buch einer Reihe geschrieben.
Die Protagonisten sind die Kriminalkommissarin Carla Seidel und ihre Tochter Lana.
Der Roman spielt im Wendland, Lüneburg und Dannenberg.
Die Ermittlungen zu einem Mord im Wald nehmen fast den selben Platz ein, wie die persönlichen Empfindungen der Beiden ein.
Die Autorin besitzt einen schwungvollen Schreibstil.
Die Kriminalkommissarin Carla Seideel hat viele eigene Probleme.
Lana wird bald achtzehn Jahre alt.
Das geht vor lauter Ermittlungen fast unter.
Es kommt noch zu einigen Morden und Carla muss sich sputen.. Der Chef fordert Ergebnisse.
Dieser Kriminalroman ist besonders rasant und mitreißend. Ich habe schon lange keinen so spannenden Roman gelesen.
Es wird ja wohl noch ein paar Krimis aus dieser Serie geben.
Da freue ich mich schon drauf.
Rezensionen von EvaLiest:
Tolles Buch, das wunderbare Gesprächsanlässe bietet
Egal, sagt Aal von Julia Regett
Egal, sagt Aal von Julia Regett ist ein lustiges Kinderbuch mit einer wichtigen Botschaft.
Der kleine Aal schwimmt durch sein Leben und macht, was er möchte, denn ihm ist fast alles egal. So lange, bis er sich schlecht fühlt, weil er ein anderes Tier mit seiner Haltung verletzt hat. Mit der Hilfe eines Frosches fängt er an, zu reflektieren und gemeinsam kommen sie zu dem Ergebnis, dass es toll ist, eine eigene Meinung zu haben und nicht immer mit dem Strom zu schwimmen, dass aber die Bedürfnisse und Grenzen der anderen auch wichtig sind und nicht leichtfertig missachtet werden dürfen.
Diese wichtige Botschaft ist in eine witzige Geschichte verpackt, die auch für kleinere Kinder funktioniert (ich würde sagen, das empfohlene Mindestalter von 4 ist ziemlich passend). Mit viel Sprachwitz und kreativen Einfällen erzählt Julia Regett vom Alltag des Egal-Aals und der anderen Teichbewohner.
Die Übergänge zwischen den Episoden fand ich an manchen Stellen etwas holprig (vor allem nach der Begegnung mit dem Haubentaucher und der Schnecke), aber insgesamt ist die Geschichte rund und hat eine angemessene Länge, sodass auch Kindergartenkinder bis zum Ende folgen können.
Die Zeichnungen sind in „Teich-Farben“ gehalten (mich haben sie sofort an den kleinen Wassermann erinnert) und der Stil hat meinem Sohn sehr gut gefallen. Das Buch fühlt sich wertig an und die Haptik des Umschlags war für mich überraschend angenehm.
Unser Fazit: ein gelungenes Buch, das wir sicher häufiger lesen werden und das tolle Gesprächsanlässe bietet.
4,5/5
Rezensionen von DoraLupin:
Spannender Jugendkrimi
Tod im Samtmantel von Sarah Wynne
4.5 Sterne
Ich lese sehr gerne auch mal Kinder- und Jugendbücher obwohl ich eigentlich nicht zur Zielgruppe gehöre. Dieser Klappentext und das tolle Cover haben mich aber schnell neugierig gemacht und ich bin froh, dieses Buch gelesen zu haben. Es hat mir ein paar spannende und unterhalsame Stunden geschenkt.
Die Geschichte dreht sich um Grace, die dringend einen neuen Mantel braucht. Sie entdeckt im Secondhand-Shop einen wunderschönen Samtmantel, der passt und noch dazu sehr günstig ist. Sie muss einfach zuschlagen. Eigentlich ist er perfekt! Bis auf eine Kleinigkeit. Wenn sie ihn trägt, wird sie von mysteriösen Visionen heimgesucht. Durch die Augen eines gleichaltrigen Mädchens kann sie in die Vergangenheit blicken: ein schickes Haus, heimliche Treffen mit einem Jungen und schließlich … ein Verbrechen. Überzeugt davon, dass sie die Wahrheit herausfinden kann, fängt sie zusammen mit ihrer besten Freundin Suzy an, Nachforschungen anzustellen. Schon bald sind sie der wahren Geschichte auf der Spur und selbst in höchster Gefahr!
Der Schreibstil ist einfach, leicht verständlich und lässt sich sehr gut von Jugendlichen und älteren Kindern lesen. Da die Protagonistin selbst 13 Jahre alt ist, können sich jüngere Leser gut mit der Hauptperson der Geschichte identifizieren. Grace ist sympathisch und neugierig, ebenso ihre Freundin Suzy. Die beiden halten richtig toll zusammen und sie verbindet eine tiefe Freundschaft. Der Jugendkrimi ist gut aufgebaut, die Spannung nimmt im Laufe der Geschichte immer weiter zu und der Leser kann sehr gut mit den Mädels mit ermitteln und mitfiebern. Da es sich um ein Kinder- und Jugendbuch handelt, gibt es den ein- oder anderen Zufall oder auch mal eine Handlung bei der ich als Erwachsene anders reagiert hätte, aber für ein Jugendbuch ist es wirklich eine sehr miteißende und spannende Geschichte mit etwas Magie. Gerne empfehle ich das Buch und es erhält von mir 4,5 von 5 Sternen.
Rezensionen von LeserinLu :
Nicht meins
Nowhere Heart Land von Emily Marie Lara
Emily Marie Laras Debütroman "Nowhere Heart Land" wird im Netz von vielen gefeiert, doch für mich war er wider Erwarten leider nichts. Eigentlich schätze ich den Pola Verlag für seine durchweg unterhaltsamen Romane, aber dieser Roman war mir einfach zu wenig handlungsgetrieben. Dabei fängt der Roman eigentlich vielversprechend an: Rosa kehrt aus London in ihre Heimatstadt zurück, um das Haus ihrer Großmutter zu verkaufen und deren Pflege zu finanzieren.
Dabei wird sie mit Erinnerungen an ihre verstorbene Mutter und ihre eigene Vergangenheit in dem Internat, das sowohl ihre Mutter als auch Rosa besucht haben, konfrontiert.
Doch nach dem starken Beginn mit vielen interessanten Episoden passiert in meinen Augen nicht mehr viel: Rosa bleibt in ihrer Heimatstadt hängen, und anstatt einer tiefgründigen Auseinandersetzung mit ihrer Vergangenheit oder einer Entwicklung ihrer Figur, wiederholen sich eintönige Tage, die ausführlich beschrieben werden. Ihr hoher Alkoholkonsum wird nicht kritisch hinterfragt und ihr Verhalten gegenüber ihrer Jugendfreundin Leni, die in der Schulzeit aufgrund ihrer Armut diskriminiert wurde, bleibt problematisch: Statt wirklicher Reflexion entwickelt Rosa beinahe stalkerhafte Züge und respektiert Lenis Grenzen nicht.
Mir fehlte eine greifbare Charakterentwicklung, eine überraschende Wendung oder wenigstens eine tiefere emotionale Ebene. So wirkte der Roman oft langatmig und viele Fragen bleiben offen. Die Rückblicke auf Rosas Schulzeit waren für mich die spannendsten Passagen – eigentlich hätte es den Rahmen in der Gegenwart für mich gar nicht gebraucht. Was mir hingegen gefallen hat, war die sprachliche Gestaltung: Emily Marie Lara schreibt durchaus atmosphärisch und eindringlich.
Dennoch bleibt mein Fazit: "Nowhere Heart Land" konnte mich nicht packen. Die Ausgangsidee ist gut, die Umsetzung jedoch für mich zu zäh, die Figuren zu stagnierend. Schade – denn das Potenzial war definitiv da.
Rezensionen von nil_liest:
Bildinterpretationen auf Japanisch
HEN NA E - Seltsame Bilder von Uketsu
Selten so eine Kuriosität in Buchformat in den Händen gehalten. Geschrieben hat es ein Mensch, der sich Uketsu nennt, wer sich dahinter verbirgt, weiß niemand, da diese Person sich nicht zu erkennen gibt. Dann ist dieser Kriminalroman so aufgebaut, dass Bilder eine sehr zentrale Rolle spielen und die sind auch alle abgedruckt zwischen dem Text.
Ich kann schon mal verraten, dass es mir ganz gut gefallen hat, weil es einfach mal was andere ist mit diesen Bildern zu arbeiten beim Lesen. Sonst sehr japanisch zurückhaltend und leise im Ton. Obwohl es auch zu sehr blutigen und horrormäßigen Szenen kommt.
Dieses durchschimmernde Böse zwischen all den vermeintlich normalen Schichten macht den Roman aus.
Auch die Übersetzung aus dem Japanischen von Heike Patzschke ist sehr zu loben. Liest sich flüssig und gut. Toll fand ich, dass neben den Zeichnungen die Schriftzeichen vom Original erhalten geblieben ist und nur daneben die deutsche Übersetzung stand.
Schwer etwas über den Inhalt zu schreiben ohne zu spoilern. Es beginnt mit einer Vorlesung in der eine Psychologin auf die Kraft der Bilder eingeht und wie bei traumatisierten Menschen das Gezeichnete genau angeschaut werden sollte. Dann gibt es einen Cut und 3 verschiedene Kapitel folgen. Zunächst war ich verwundert, ob das alles einen Sinn erbeben wird und – einziger spoiler – ja, es ergibt einen Sinn. Aber lest selbst!
Fazit: Für alle Krimifans, die gerne mal was anderes lesen und sich mit Hilfe der Bilder auf die Färten begibt!
Rezensionen von fantasia:
Zwischen Ausbeutung und Hoffnung
Das Parlament der Natur von Sarah Darwin; Johannes Vogel; Boris Herrmann
Wunderbar gestaltetes Buch mit einem beeindruckenden Cover und einem schönen Layout mit blau eingefärbten Seitenrändern.
Und das Ganze zu dem Thema: Die Welt der Tiere. Die so politisch ist, wir es uns eigentlich nicht vorstellen können. Die beiden Naturforscher Sarah Darwin - tatsächlich eine Nachfahrin von Charles Darwin - und ihr Mann eröffnen uns in einem Interview mit Boris Herrmann Einblicke in eine fantastische Welt der Natur.
Da Buch ist elementar, zeigt es uns doch, was wir tagtäglich nicht genug wertschätzen und vielerorts zerstört wird. Die Ausbeutung der Natur ist letztendlich eine einzige Sackgasse. Es gibt auch einige Anregungen, was wir als Einzelne tun könnten. Und zum Schluss bleibt doch die Hoffnung, dass es mehrere Menschen wie Sarah Darwin und Johannes Vogel gibt.
Es lohnt sich das Buch zu lesen und für unseren Planeten einzutreten.
Rezensionen von liesmal:
Erlebnisreiche Reise durch den Pazifik
Poesie des Pazifiks von Ricarda Wilhelm
„Poesie des Pazifiks“ ist erschienen im Delius Klasing Verlag. Es ist sowohl von der Verarbeitung als auch inhaltlich ein sehr hochwertiges Buch, das mir schon Freude bereitet, sobald ich es in der Hand halte.
Der Pazifik ist von Deutschland aus gesehen ja nicht mal „gerade um die Ecke“. Ich bin erst Ende des vergangenen Jahres auf diesen Teil der Erde aufmerksam geworden, als es um die Vorbereitung des Weltgebetstages ging.
Der Gottesdienst wurde von Frauen der Cookinseln im Südpazifik vorbereitet. Dadurch die Menschen und das, was sie bewegt, aber auch die wunderbare Flora und Fauna und dazu das nahezu endlose Meer kennenzulernen, hat mich total fasziniert.
Dass ich dann auf das Buch von Ricarda Wilhelm aufmerksam wurde, ist für mich wie ein Geschenk, denn auch sie war im Pazifischen Ozean unterwegs, zusammen mit ihrem Mann Stefan im Segelboot. Ihre Reise dauerte mehrere Jahre.
Voller Enthusiasmus berichtet Ricarda Wilhelm von ihren Erlebnissen und dabei steckt sie mich an mit ihrer Begeisterung. In der Widmung heißt es: „Für das polynesische Volk. Diese naturbewussten Menschen wurden ihrer Kultur beraubt, finden sie heute wieder und leben sie mit Stolz und Leidenschaft.“ Daran teilzuhaben durch die Art des lebendigen Schreibstils und der detailreichen Erzählweise, ist für mich eine große Freude.
Allein schon der Beginn der Reise, die durch den Panamakanal vom Atlantik in den Pazifik führt, ist ein Abenteuer. Klar hatte ich schon von ihm gehört und wusste ihn zu verorten, aber die Einzelheiten und alles, was zur Überwegung gehört, war für mich vollkommen neu. Ich habe es mit großem Interesse gelesen.
Die Reiseroute auf den Innenseiten des Umschlags sind eine gute Hilfe, Ricarda Wilhelms Erzählungen zu verorten. Ich habe davon regen Gebrauch gemacht.
Mit dem Segeln hatte ich in meinem Leben zwar keine Berührungspunkte, aber ich finde es sehr spannend, so viele Einzelheiten – auch über Dinge, die manchmal nicht so angenehm sind – zu erfahren. So war mir beispielsweise Stefan sofort sympathisch, als ich davon las, wie selbstverständlich er täglich das Schiff schrubbte, um es von den Hinterlassenschaften der Vögel zu befreien, die sich dort zeitweise sehr wohl fühlten.
Von den Erzählungen über die faszinierende Natur, Kultur und Tierwelt der Südseeinseln konnte ich gar nicht genug bekommen und die zusätzlichen Informationen, deutlich erkennbar an der Kursivschrift, sind gut eingearbeitet und leicht verständlich.
Die Fotos, die gebündelt im zweiten Teil des Buches zu finden sind, habe ich mir schon fast am Anfang der Reise angesehen und während der Fahrt immer wieder. Manchmal habe ich mir gewünscht, die Bilder wären nummeriert und die Zahlen würden in den Texten (in Klammern) auftauchen.
Von Ricarda Wilhelm und ihren Erlebnissen auf der Reise von Panama bis Polynesien habe ich mich sehr gern mitnehmen lassen und vieles dabei gelernt. Dafür gebe ich aus vollem Herzen eine Leseempfehlung mit Wohlfühlgarantie!
Rezensionen von HEYN Leserunde, Evi Werkl:
...wie eine Wanderung
Wild wuchern von Katharina Köller
Der Sprachstil von Katharina Köller ist sehr besonders und erinnert an den umgangssprachlichen Redestil von Wolf Haas. Allerdings fehlt ihr – zum Glück – das Ausschweifende und sich Verzettelnde, wie man es von den Haas-Geschichten kennt. Vielleicht liegt es ja am weiblichen Zugang zur Sprache, dass sie nicht monologisiert und abdriftet, sondern sehr klar und präzise beschreibt, was ist.
Mich hat der Erzählstil der Autorin fasziniert, oft amüsiert und auf jeden Fall gefesselt.
Die Geschichte an sich kommt mit zwei Figuren aus: zwei Cousinen, die, wie Schwestern aufgewachsen, unterschiedlicher nicht sein können. Marie, die Ich-Erzählerin, angepasst und nach Außen den gesellschaftlichen Erwartungen entsprechend flüchtet zu Johanna, die schon als Kind nirgends richtig gepasst hat außer auf der Almhütte und in der Natur, die der Gesellschaft schon vor Jahren den Rücken gekehrt hat und als Einsiedlerin auf dieser Almhütte ihr Dasein bestreitet.
Wie diese zwei Frauen miteinander zurechtkommen, wie im Lauf der Geschichte die hässlichen Hintergründe langsam herausapern, ist sehr spannend zu lesen. Ohne langatmige Landschaftsbeschreibung schafft es die Autorin, dass ich mich auf den Berg versetzt gefühlt habe und es beinahe riechen konnte.
Der Roman hatte auf mich eine magnetische Wirkung – ich konnte das Buch einfach nicht weglegen.










