Kunden em pfehlungen
Rezensionen von buch4ever:
Originelle Bilderrätsel & Spannung pur
HEN NA E - Seltsame Bilder von Uketsu
Inhalt
Ein Krimi, in Japan spielend und eine Welt voller Geheimnisse, in deren Zentrum rätselhafte Bilder stehen. Nun gilt es herauszufinden, ob diese Bilder miteinander zusammenhängen und, wenn ja, wie. Ergeben sie zusammen wirklich einen Sinn? Und führen sie zum Täter oder ist es nur eine gut inszenierte Irreführung .
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Uketsu, der in Japan bereits für Furore gesorgt hat, gilt mit seiner aufsehenerregenden Krimisensation als Vorreiter eines neuen Trends auf dem Buchmarkt.
Meine Meinung
Die Handlung basiert auf einem raffinierten Bilderrätsel und dessen tiefgründigen Analysen. Diese originelle Idee, ein Buch daraus zu gestalten, animiert die Leserinnen und Leser zum aktiven Miträtseln.
Die japanischen Namen stellten mich durchaus vor ein paar kleine Herausforderungen.
Der Schreibstil von Uketsu ist klar und einfach, aber dennoch fesselnd und flüssig. Cliffhanger und Spannungsbögen sind reichlich vorhanden. Mitunter gibt es Wiederholungen, manchmal empfand ich sie als etwas störend, manchmal konnten sie helfen die Charaktere besser einzuordnen.
Die auffälligen, fettgedruckten Wörter und Sätze, die in anderen Sprachausgaben fehlen, erscheinen mir als unnötiges Stilmittel.
Die Charaktere sind treffend gezeichnet und passen gut zur Story. Mal rätselt man fieberhaft, mal leidet und bangt man mit. Dieser Krimi hat mich begeistert, ich konnte ihn kaum aus der Hand legen.
Das Cover ist in den Farben der japanischen Flagge - Rot & Weiß - gestaltet, sehr edel und auffällig. Ein wahrer Blickfang, der einen kleinen Vorgeschmack auf die außergewöhnliche Gestaltung des Buches gibt.
Mein Fazit
"Hen Na E - Seltsame Bilder" verbindet auf einzigartige Weise literarische Spannung mit visuellen Elementen. Dadurch wird ein fesselndes Leseerlebnis zum Miträtseln geschaffen. Man entwickelt in Gedanken seine Lösungsansätze oder nimmt sich Papier und Stift zur Hilfe.
Der Autor, Uketsu, versteht es hervorragend, Spannungsbögen und Wendungen zu kreieren. Mich hat, trotz kleiner Kritikpunkte, dieses Buch in seinen Bann gezogen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!
Rezensionen von _ich.lese_:
Jahreszeiten
Disney Vorlesebuch: Die schönsten Jahreszeiten-Geschichten von Uketsu
Vorlesegeschichten mit süßen, bekannten Disneyhelden rund im die Jahreszeiten. Auch Ostern und Weihnachten wird thematisiert.
Rund um die süßen Disneyfiguren werden neun Geschichten rund um die Jahreszeiten erzählt. Mal mit neueren Dosneyhelden/Heldinnen wie Vaiana, Olaf aus der Eiskönigin oder Belle, mal mit den etwas älteren Helden Micky Maus und auch Winnie Puuh.
Und einer meiner liebsten Disney-Cahrakteren Klopfer. "Wenn man nichts nettes zu sagen hat, sollte man den Mund halten"
Süße Geschichte, die schnell vorgelesen sind, schöne Bilder, die natürlich gut zum Gelesenen passen und einiges zu entdecken anbieten. Eine Geschichte zu Ostern mit den süßen Dalmatinerm und eine speziell zu Weihnachten. So kann man die Jahreszeiten gut erkennen und es macht einfach Spaß. Für Grundschulkinder auch schon zum Selberlesen geeignet. Mir bzw. uns hat es sehr gut gefallen.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Vom Fremdsein und der Schwierigkeit, das neue Land als Heimat anzunehmen
Laurenzerberg | Roman von Christoph Zielinski
Christoph Zielinski, 1952 in der Nähe von Krakau (Polen) geboren, kommt 1957 mit seinen Eltern nach Wien. Heute ist er der führende Onkologe in Österreich und hat gemeinsam mit Herbert Lackner einige Sachbücher verfasst.
Dieses Buch ist eine Art Essay, der sich mit dem Fremdsein in einem anderen Land und dem Gefühl der Verlorenheit beschäftigt.
In einem ORF-Interview erklärt er, dass in seinen fiktiven Charakteren einiges aus zahlreichen wahren Personen steckt. Er beschreibt in eindringlichen Worten das Leben von mehreren polnischen Juden, die in der kurzen Zeit des Tauwetters als Nikita Sergejewitsch Chruschtschow von 1958 bis 1964 Regierungschef der UdSSR war. Unter seiner Herrschaft durften einige (jüdische) Bürger aus den Bruderstaaten des Warschauer Pakts in den Westen ausreisen. Viele dieser Menschen landeten zunächst für einige Zeit in Wien bis sie in die USA oder nach Israel weiterreisen konnten.
Obwohl es ein Netzwerk der jüdischen und polnischen Community gibt, sind die Anfänge für die Auswanderer nicht einfach. Vieles ist unbekannt und der Antisemitismus nach wie vorhanden. Man bewegt sich wie auf dünnem Eis. In der Rückschau, so Ophelia, war es in Polen gar nicht so übel - die politischen Einschränkungen, das fehlende Warenangebot fällt nun nicht so sehr ins Gewicht, wie die kaum beherrschte deutsche Sprache. Das unbequeme alte Leben in Polen, scheint plötzlich weniger bedrohlich zu sein, als das neue, unbekannte in Wien.
Wie sehr das NS-Gedankengut noch in den Menschen verwurzelt ist, kann man lesen, als Ada ärztlichen Rat bei einem ungenannten Professor sucht. Als er entdeckt, dass Ada Polin ist, erzählt er frisch von der Leber über seine Wehrmachtszeit in Lemberg und die schönen Polinnen dort.
Ihr Kommentar ist herrlich trocken:
„Wir waren offenbar gleichzeitig in Lemberg - Sie im Theater, ich im Versteck. Sie offenbar nur kurz, während ich über Jahre dort gewesen bin.“
Meine Meinung:
Das Coverfoto hat mir sehr gut gefallen, zeigt es doch das noch nicht ganz fertiggestellte Hochhaus Ecke Schwedenplatz/Laurenzerberg.
Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen. Der Schreibstil wirkt ein wenig melancholisch. Für Leserinnen und Leser, die sich in Wien nicht auskennen, kann es schwierig sein, sich zurecht zu finden. Als Wienerin, die im zweiten Bezirk, der Leopoldstadt, aufgewachsen ist und mehr als 40 Jahre im Karmeliterviertel gearbeitet hat, kenne ich natürlich die Straßen, Gassen und Plätze durch die Autor Christoph Zielinski seine Protagonisten gehen lässt. Auch das Café Prückl mit seiner Bridge-Runde sowie das Café Dogenhof sind mir bestens bekannt, habe ich doch in beiden Kaffeehäusern Tage des Schulschwänzens verbracht. Und am Schaufenster des Spielwarengeschäft in der Praterstraße, an dem Wacek vorbeiläuft, habe ich mir mehrmals die Nase platt gedrückt.
Diese Ausreisewelle Anfang der 1960er-Jahre, die hier beschrieben wird, habe ich nicht wirklich mitbekommen. Erst die zweite in den 1970er-Jahren als zahlreiche orthodoxe Juden die UdSSR verlassen haben, ist mir noch gut in Erinnerung.
Fazit:
Ein interessantes Buch über das Fremdsein und die Schwierigkeit ein anderes Land als neue Heimat anzunehmen. Gerne gebe ich diesem Roman 5 Sterne.
Rezensionen von Morten:
Alles ist verbunden
HEN NA E - Seltsame Bilder von Uketsu
Eigentlich ist der Titel ein Spoiler. Zumindest bis man in der zweiten der vier Geschichten ist, den Prolog einmal ausgeklammert. Denn die erste Geschichte aus „Hen na e – Seltsame Bilder“ wirkt fast wie eine in sich geschlossene, leicht mysteriöse Kurzgeschichte, in der zwei junge Männer über einen rätselhaften Blog diskutieren und einem möglichen Mordfall auf die Schliche kommen.
Doch schon die nächste Geschichte zeigt: Bestimmte Personen tauchen erneut auf – und der Täter oder die Täterin hat mehrere Opfer auf dem Gewissen.
Ich lese selten Krimis, dafür umso lieber japanische Gesellschaftsromane, aber „Hen na e“ ist eigentlich beides. Mit einem Twist, denn der Kriminalroman von Uketsu gehört zum recht neuen Genre „Sketch Mystery Roman“. So sind Bilder ein wichtiger Teil der Ermittlungen – Bilder, die von Opfern hinterlassen wurden oder die auf eine besondere Beziehung der Figuren hindeuten. Ob es sie in jeder der insgesamt vier Geschichten gebraucht hätte oder ob die Leser:innen nicht auch so den Ermittlungen hätten folgen können, sei einmal dahingestellt. Aber sie machen durchaus einen gewissen Reiz bei der Lektüre aus. Auch die plastische Wiederholung von Ermittlungsnotizen wie die Tagesabläufe des Opfers und der Verdächtigen in der dritten Geschichte sorgen für ein ganz anderes Lesegefühl.
Vor allem aber ist „Hen na e“ eine recht dramatische, tragische Geschichte, die Leser:innen in die japanische Kultur eintauchen lässt – in Ehre, in Alltag, in den Umgang miteinander. Und mitreißend ist sie, schnell geschrieben, toll übersetzt von Heike Patzschke – 272 Seiten, die sich in einem Rutsch lesen lassen und auch müssen, möchte man doch direkt alle Geheimnisse und Verbindungen erfahren.
Bloß ein Geheimnis lässt sich nicht lösen – dass des unbekannten Autors, der sich hinter einer weißen Maske versteckt, die entfernt an Michael Myers aus Halloween erinnert. Aber vielleicht kommt das ja noch mit einem der nächsten Sketch Mystery-Romane, die hoffentlich bereits in der Arbeit oder Übersetzung sind.
Rezensionen von _ich.lese_:
Spurensuche
Geheimnisse des Nil, Band 1 - What the River Knows von Isabel Ibañez
Inez Eltern reisen regelmäßig nach Ägypten, Inez größter Wunsch, sie bei ihren Abenteuern zu begleiten. Dann kommt die schreckliche Nachricht, ihre Eltern sind auf rätselhafte Weise verstorben. So kommt Inez doch noch nach Ägypten, wenn auch anders als geplant. Sie muss herausfinden, was ihren Eltern zugestoßen ist.
Das Cover macht schon neugierig, der Klappentext sowieso. Ein historischer Roman im alte Ägypten mit einem Hauch Fantasy, sehr gut zu lesen, schöner Schreibstil, angemessene Spannung und ein sehr interessantes Setting, das gut beschrieben wurde.
Inez ist eine starke Protagonistin, sie meistert die Wirrungen ihres Abenteuers sehr gut, auch wenn sie es lieber mit ihren Eltern erlebt hätte.
Erzählt wird größtenteils aus Inez Sicht, aber auch Whit, der Assistent ihres Onkels, erzählt ein wenig. Ich mochte es sehr, es war spannend, unterhaltsam und hat großen Spaß gemacht. Freue mich schon auf das zweite Buch, die ein oder andere Sache ist ja noch offen geblieben. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.
Rezensionen von _ich.lese_:
Aberglaube
Something Old, Someone New von Jessie Rosen
Für Shea stand schon immer fest, ein Antrag mit einem gebrauchten Ring geht gar nicht. Weder ein Familienerbstück durfte es sein, noch ein antiker Ring, in dem Ring könnte ja das Unglück einer gescheiterten Beziehung sitzen. So wurde es zumindest immer von ihrer Nonna erzählt.
Und was macht ihr Freund John? Einen Antrag mit einem Ring aus einem Antiquariat.
Ich fand das Cover ganz nett, den Klappentext ansprechend und war neugierig auf die Story. Und ich habe nicht mit so einer Geschichte gerechnet. Shea ist ja völlig außer Kontrolle geratene, eine Reise nach Italien? Nach Portugal? Sie jagt der Geschichte des Ringes hinterher und verliert das wesentliche völlig aus den Augen.
Teilweise war es lustig zu lesen, wie sie sich abstellt, teilweise fand ich es fast schon schockierend, wie man sich so anstellen kann. Alles in allem war es eine nette, unterhaltsame Story, die ich gerne gelesen habe, zumindest meistens.
Rezensionen von Morten:
Zurück in die Vergangenheit
Nowhere Heart Land von Emily Marie Lara
"My fingertips are holding onto the cracks in our foundation and I know that I should let go but I can't."
18 Jahre ist der Song von Kate Nash bereits alt, 15 Jahre in „Nowhere Heart Land“ von Emily Marie Lara – und ähnlich wie die Figur im Song hält auch die Protagonistin im Buch an Dingen fest, die sie längst loslassen müsste.
Wenn das mal so einfach wäre.
In der Gegenwart ist gerade die Queen gestorben. Rosas Kollege, dessen Arbeit sie in einer Londoner Ad-Agency mitmacht, kommentiert das mit einem abfälligen Spruch – und kassiert Rosas Faust in sein Gesicht. Verdientermaßen muss man auch als gewaltfreier Mensch zugeben. Rosa wird freigestellt. Und muss zurück nach Deutschland, denn das Altersheim ihrer dementen Oma verlangt mehr Geld, das nur durch den Verkauf ihres Hauses aufzutreiben ist. Eine Reise in die Vergangenheit beginnt – zurück zum längst abgerissenen Internat, die zerbrochene Schulfreundschaft zu Leni und die Kartons mit den Erinnerungen an ihre früh verstorbene Mutter Conny.
„Nowhere Heart Land“ ist ein forderndes Buch. Eine Tour de Force durch diverse Breakdowns der Protagonistin, deren toxischer Alltag durch zu viel Alkohol und nie aufgearbeitete Abschiede bestimmt wird. Leser:innen werden sich viele Frage stellen und es ist nicht zu viel gespoilert, wenn man festhält, dass eigentlich keine davon beantwortet wird. Mag sicher für einige unbefriedigend sein, mir hat’s gefallen, mit klaren Antworten können auch Enttäuschungen einhergehen – und das ist auch sicherlich nicht die Intention des Buchs.
Es ist ein Homecoming-Roman einer Person, die nach dem Ende ihrer Schulzeit nach London geflüchtet ist, mit Heimat und Freund:innen gebrochen oder letztere auch verprellt hat. Die feststellen muss, dass auch ihre Freundschaften in England nicht allzu viel wert sind. Die den Abriss ihrer Schule und damit auch ein Auslöschen an ihre Mutter, die das Internat ebenfalls besucht hat, nie überwunden hat, vor allem aber auch deren viel zu frühen Tod – und wie soll man das überhaupt schaffen?
Ich mochte in Emily Marie Laras Debüt drei Sachen besonders: die Sprache, mit der sie Rosas Geschichte erzählt. Die Gefühle, die ich nachvollziehen konnte, wenn sie durch ihre alte Heimat läuft und sie gleichzeitig vertraut und doch fremd scheint. Aber auch die vielen „Oh girl, come on!“-Momente, wenn man Rosa von etwas abhalten oder ihr gut zureden oder wenigstens in den Arm nehmen mochte. Sie ist keine sonderlich sympathische, aber eine realistische Protagonistin, voller Fehler, voller Vergangenheit, der man auch nicht immer ganz vertrauen möchte und sie sich selbst vermutlich auch nicht.
Und auch wenn das Buch keine Antworten liefert, so ist das Ende doch durchaus passend, die Szene in der Pizzabude mehr als stark und das Buch trotz kleinerer Längen sehr lesenswert – aber nicht für jede:n.
Rezensionen von Katzenmicha:
Gefühlvolle Geschichte von Liebe und Musik
Verliebt in Stockholm von Anna Lönnqvist
Mira ist eine hervorragende Violinistin in einem bekannten Orchester Stockholms,zudem hat sie eine sehr schwere Kindheit hinter sich. Ihre Mutter starb früh und ihr Vater hat sich durch diesen Schicksalsschlag sehr verändert .Mira hat schon früh Verantwortung übernehmen müssen.Mira hat eine Liebesbeziehung mit Alessandro, einem gefeierten Stargeiger, der auf der ganzen Welt Zuhause ist.
Mit dieser Fernbeziehung ist Mira nicht ganz glücklich.Zufällig trifft sie in Stockholm auf William, ihrere ersten großen Liebe.William hat sie 14 Jahre lang nicht mehr gesehen.Die beiden Männer könnten unterschiedlicher nicht sein.Mira ist mit der wieder aufkeimende Liebe zu William hin- und hergerissen …
Die Autorin Anna Lönnqvist hat einen fließenden und bildhaften Schreibstil.Der Roman spielt in zwei Zeitebenen- heute und vor 14 Jahren, die sich immer wieder abwechseln.Das Cover spiegelt die Atmosphäre Stockholms wieder und passte super zu der Geschichte des Buches-sehr gerne 4 Sterne.
Rezensionen von Emmmbeee:
Schwieriges Mutter-Tochter-Zusammenleben
Halbinsel von Kristine Bilkau
Das Skelett der Geschichte ist rasch errichtet: Die Tochter Linn kehrt nach einem Schwächeanfall von ihrem Studienort nach Hause zurück und lebt nun erneut mit ihrer Mutter Anett im selben Haushalt. Doch in der Zwischenzeit hat sich vieles geändert, und es ist nicht leicht, einander bei jedem Tun zu tolerieren, das gegenseitige Verständnis ist beinahe verschwunden.
Auch der frühe Tod des Gatten und Vaters schiebt sich immer wieder düster in das Denken der beiden. Haben sie sich denn überhaupt jemals richtig kennengelernt, die junge Frau und ihre Mutter?
Es beginnt recht ruhig, dann tauchen die ersten Unebenheiten, Stolpersteine, Schwierigkeiten auf, bis knapp vor dem Zerreißen. Psychische Probleme und extreme Verschlossenheit bei Linn machen das Zusammenleben nicht leichter.
Insgesamt wirkt die Handlung bedrückend, insbesondere da an vielen Stellen die Gefahr des Versinkens im Schlick am Meer aufgezeigt wird. Zusätzlich werden Themen angesprochen, die uns alle betreffen und auch dem Gerechtigkeitsempfinden empfindlich auf den Zahn fühlen.
Der Titel des Romans „Halbinsel“ bezeichnet nicht nur die geografische Lage des Hauses, sondern meiner Meinung nach auch das Exponierte der beiden Protagonisten samt der Personengruppe in der unmittelbaren Nachbarschaft. Die persönliche Einsamkeit wird öfters angedeutet, dazu kommen Generationenkonflikte, Reibereien zwischen Mutter und Tochter, das völlig andere Denken und Empfinden der Jüngeren, die umfassende Sorge der Älteren. Vermutlich finden sich Frauen jeder Altersgruppe in einer der Personen wieder.
Als mein Lieblingsbuch kann ich den Roman nicht bezeichnen, weiterempfehlen kann ich ihn eher nicht.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Hat mich nicht überzeugt
Revanche à la Provence von Andreas Heineke
Die Ankündigung dieses Provence-Krimis verspricht eine fesselnde Handlung rund um ein verschwundenes Top-Model, Gier und Intrigen in der Modewelt sowie Demonstrationen gegen Immobilienspekulation und Fast-Fashion. Alles Zutaten, die Lust machen, dieses Buch lesen zu wollen.
Zwar beginnt der 5. Fall für den Dorfgendarmen Pascal Chevrier, der eigentlich ein ruhiges Leben abseits von MOrd und Totschlag führen will, mit der Entführung des ghanaesischen Top-Models Jezebel im Rahmen des Pierre-Cardin-Festivals noch einigermaßen dramatisch, nur um dann in ein Geplänkel rund um stinkenden Fisch (Anleihe bei Asterix?), allerlei Dorfgeschwätz und zu Lokalgrößen, die alle ihre eigenen Suppen kochen, abzugleiten.
Erst gegen Ende nimmt die Handlung ein wenig Fahrt auf ...
Meine Meinung:
Ich finde es sehr schade, dass aus den eingangs erwähnten Zutaten wie Gier und Intrigen in der Modewelt, Ausverkauf von Grund und Boden an Spekulanten sowie der immense Verbrauch von Wasser für die Erzeugung von Kleidung, die kaum getragen wird, nicht mehr herausgekommen ist.
Nicht nur, dass es eine gefühlte kleine Ewigkeit dauert, bis der Dorfgendarm Pascal Chevrier mit den Ermittlungen beginnen kann, plätschern die auch nur so lauwarm dahin. Erst recht spät nehmen sie Fahrt auf.
Pascals Familienleben sowie die dörfliche Idylle des kleinen Ortes Lacoste, das seit einiger Zeit von Immobilienspekulanten heimgesucht wird, spielen eine große Rolle. Die Polizeiarbeit eher weniger, da sie zu allgemein und oberflächlich wirkt. Da können auch bekannte Namen wie Marquis de Sade oder Pierre Cardin (1922 - 2020) auch nicht viel helfen. Die Information, dass Cardin Uniformen für Polizei und Postbedienstete entworfen hat, ist einmal ganz witzig, wenn sie mehrmals wiederholt wird, langweilig. Da verstehe ich Pascal, wenn er die Augen verdreht. Nicht verstehen kann ich, dass er sich durch die Annahme von illegal, weil in der Schonzeit geschossenes Wild, korrumpieren lässt.
Die Charaktere wirken blass und manche Handlungen kann ich ihnen nicht abnehmen. Geärgert habe ich mich darüber, dass Pascal quasi zum Helden stilisiert wird, weil er einmal seine Enkelin wickelt. Bitte was ist das für ein Weltbild?
Nett finde ich, dass immer wieder die Bezeichnung Mannequin verwendet wird.
Obwohl ich häufig eine Reihe mit dem letzten Band derselben beginne, um anschließend dann doch beim ersten Band zu beginnen, werde ich diesmal darauf verzichten. Das Strickmuster, ehemaliger Elitepolizist/Kriminalist hat von der Großstadt Paris genug und zieht es vor als einfacher Dorfgendarm eine vermeintlich ruhige Kugel zu schieben (was selten gelingt), ist in mehreren anderen Serien besser gelungen.
Fazit:
Dieser Krimi hat mich leider nicht gepackt, daher nur knappe 3 Sterne.










