Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Island :
Suche nach dem Platz im Leben
Nowhere Heart Land von Emily Marie Lara
Rosa, Ende 20, ist sofort nach dem Abitur aus ihrer Heimatstadt in der deutschen Provinz verschwunden und arbeitet seit vielen Jahren in London. Nach einem Vorfall mit einem unangenehmen Kollegen und, weil sie das Haus ihrer dementen Großmutter verkaufen muss, um deren Pflege weiterhin bezahlen zu können, kehrt sie in ihre alte Heimat zurück.
Sie hat jung ihre Mutter verloren, die sie wiederum sehr jung bekommen hat. Beide Frauen waren in einem humanistischen Nonneninternat auf einem Hügel über der Kleinstadt, das kurz vor Rosas Abitur geschlossen und kurz danach abgerissen wurde. Und so schwelgt Rosa bei ihrer Rückkehr nach so langer Zeit in nostalgischen Erinnerungen an ihre Zeit im Internat, versucht den Kontakt zu alten Schulfreundinnen wieder herzustellen und versucht mehr über ihre verstorbene Mutter in Erfahrung zu bringen.
Ich fand das Konzept des Romans grundsätzlich sehr gut. Eine junge Frau, kehrt an den Ort ihrer Schulzeit zurück, wo nichts mehr ist, wie es mal war und ihre alten Freundinnen ein ganz anderes Leben führen, als sie selbst. Eigentlich hat sie den Ort bewusst hinter sich gelassen und dennoch hat er sie anscheinend nie ganz losgelassen und vieles, insbesondere der frühe Tod ihrer Mutter, ist unbearbeitet geblieben. Der Sprachstil des Buches hat mir auch sehr gut gefallen. Die Autorin findet oft sehr treffende sprachliche Bilder, um das Gefühlschaos der Protagonistin in Worte zu fassen. Auch, wie sich Demenz für einen Betroffenen anfühlt, beschreibt sie sehr anschaulich. Etwas überfordert haben mich aber die oft sehr abrupten Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit, Realität und dem, was die Protagonistin sich über das Leben ihrer Mutter zusammenreimt. Und auch mit dem Ende bin ich nicht ganz glücklich, es bleibt einfach sehr viel offen und ungeklärt und man hat nicht so wirklich das Gefühl, dass Rosa angekommen ist. Die Covergestaltung passt meiner Meinung nach aber gut zur Handlung und zum Genre.
Rezensionen von Furbaby_Mom:
Berührend, informativ, inspirierend, menschlich - absolutes Highlight!
Leben und Sterben von Alena Buyx
"[...] Medizinethik beschäftigt sich mit dem guten und richtigen Handeln in der Medizin. Das kann sowohl die Entwicklung neuer Technologien betreffen als auch die konkrete Versorgung am Krankenbett. [...] Ethik ist die Theorie, das systematische Nachdenken über Moral. Und Moral ist in unserer Gesellschaft sehr vielfältig.
"
Gänsehaut pur! Dieses Sachbuch ist mir dermaßen unter die Haut gegangen, wie ich es nie bei einem Werk dieses Genres für möglich gehalten hätte - und dies nicht nur aufgrund der an sich polarisierenden Thematik, die ohnehin mit tiefen Emotionen, moralischen Fragen und ethischen Prinzipien "vom ersten Augenblick bis zum Tod" bzw. deren Vereinbarkeit mit den jeweiligen Wünschen und individuellen Bedürfnissen der Patienten und Patientinnen einhergeht.
Der Autorin, Prof. Dr. Alena Buyx (= ehemalige Vorsitzende des Deutschen Ethikrats), ist mit diesem Wunderwerk ein absoluter Geniestreich gelungen. Restlose Begeisterung angesichts dieser schriftstellerischen Leistung, ein gänzlich neu gewonnener Respekt vor der Verantwortung der Ärztinnen und Ärzte, Ehrfurcht, Demut vor dem Leben ... mein Herz geht gerade über vor Emotionen und eine Sache ist gewiss: Dieses Buch sowie die darin angesprochenen Fälle aus dem realen Leben werden noch lange in mir nachhallen und haben meinen Blick auf viele Elemente des Gesundheitssystems enorm geschärft.
Allen, die an dieser Stelle befürchten, es handele sich womöglich um ein trocken geschriebenes, von kompliziertem Fachjargon durchzogenenes "Buch über Medizinthemen eben" sei gesagt: Definitiv nicht! Der Schreibstil ist gleichermaßen einfühlsam wie faktisch klar, rundum nachvollziehbar für Laien, schonungslos ehrlich, aufklärend und schlichtweg so authentisch, dass man das Gefühl hat, man säße mit einer lieben Freundin beim Kaffee und würde in einem intensiven Gespräch wichtige Lebensfragen und Gedankenansätze erörtern, diskutieren, analysieren, hinterfragen. Es handelt sich nicht um softe Nebenbei-Lektüre, bei der man gemütlich im Strandkorb wegdösen und später einfach nahtlos weiterlesen kann - zumindest ich könnte das nicht. Vielmehr hing ich gebannt und betroffen, inspiriert und nachdenklich an den Seiten, war ergriffen von den geschilderten Fallbeispielen und inkludierten Gedankenexpriementen und machte mir immer wieder Notizen während des Lesens - bereits ahnend, dass ich mich später schwertun würde damit, meine Auswahl an Lieblingspassagen auf nur wenige Zitate für diese Rezension einzugrenzen.
Das Themengebiet der Medizinethik ist unglaublich breit gefächert, von Stichworten wie künstlicher Befruchtung oder Genschere über den verantwortungsvollen Umgang mit Künstlicher Intelligenz bis hin zur Palliativmedizin. Mal werden die angeführten Fälle aufgelöst, mal nicht - da das entsprechende Ergebnis noch nicht vorliegt. So oder so, der Schreibstil der Autorin ist ganz großes Kino - immer wieder bezieht sie die Leserschaft mittels kluger Fragen in den Themenkomplex mit ein.
Fazit: Keine Angst vor diesem großen Thema, sondern ein klares JA zu den denkbar bedeutungsvollsten Fragen des Lebens. Unbedingte Leseempfehlung!
Rezensionen von Katzenmicha:
Gelungener Auftakt
Elbnächte. Die Lichter über St. Pauli von Henrike Engel
Hamburg im Jahr 1913-Ella ist in einem kleinen galizischen Dorf als Älteste von 11 Geschwistern in großer Armut aufgewachsen. Im Alter von 17 Jahren wurde sie von ihren Eltern an Mädchenhändler verkauft -sie zwangen sie zur Prostitution. Nach sieben Jahren gelingt ihr zusammen mit dem Mops Principessa die Flucht und sie landet in Hamburg.
ln Hamburg lernt Ella Louise kennen. Louise wurde von ihrem EhemannViktor verlassen ,und steht nun ohne Geld , dafür mit einem Berg von Schulden da.Er hat sie einfach im Luxushotelsitzen lassen.Nur ein Schuldschein eines Barbesitzers befindet sich in den zurückgelassenen Unterlagen.Etwas später erreicht sie die Nachricht, das er bei einem Duell gestorben ist.Louise ist aus vornehmen Hause, die bislang nur die schönen Seiten des Lebens kennenlernte und nun mit harten Tatsachen konfrontiert wird.Paul ist ein ehemaliger Hamburger Polizist, der seit einem Mordanschlag auf ihn behindert ist. Paul kann seine Arbeit die er gerne machte nicht mehr ausüben und auch privat hat sich sein Leben verändert. Auf Rache sinnend, ermittelt er auf eigene Faust gegen die gewalttätige Straßenjungenbande, die ihm das angetan hat und deren ominösen Anführer.Das Schicksal bringt die drei zusammen und macht sie unabsichtlich zu Komplizen. Plötzlich müssen sie sich nicht nur vor der Polizei in acht nehmen, sondern auch vor Größen der Hamburger Unterwelt.
Die Autorin Henrike Engel hat einen fließenden und spannenden Schreibstil.Bildhaft nahm sie mich mit in das Hamburg von 1913.Elbnächte- Die Lichter über St Pauli ist der Auftakt einer neuen Reihe der Autorin.Das Cover passt sehr schön zu der Geschichte.Die Autorin Henricke Engel erzählt die Geschichte in der dritten Person, abwechselnd aus den Perspektiven der drei Hauptfiguren.Ein spannender, unterhaltender Einstieg in eine neue Reihe über das Leben in St.Pauli kurz vor dem Ersten Weltkrieg -sehr gerne 5 Sterne.Ich bin sehr gespannt auf den nächsten Teil der Reihe.
Rezensionen von Joachim K:
Must-Have für KI-Einsteiger und Profis
AI Act Competence + Compliance - Grundlagen für die sichere Anwendung von Künstlicher Intelligenz im Unternehmen von Markus Kirchmair
AI Competence + Compliance” schafft es, Künstliche Intelligenz und die neuen Regeln des AI Acts so runterzubrechen, dass es jeder kapiert – vom Chef bis zum operativen Teammitglied. Das Buch ist randvoll mit praktischen Tipps, von Checklisten bis zu Beispielen, wie man KI in Marketing, Industrie oder HR smart einsetzt, ohne rechtlich baden zu gehen.
Definitiv top für jeden, der KI verstehen und sicher nutzen will.
Rezensionen von Ele:
Tote Taucher
Die Kammer von Will Dean
Die Kammer, Thriller von Will Dean, EBook, Hoffmann & Campe Verlag.
Tod in der Druckkammer.
Fünf Sättigungstaucher und eine Sättigungstaucherin haben einen Einsatz irgendwo in der Nordsee um eine Ölpipeline zu reparieren. Zum Druckausgleich sollten sie dafür für mehrere Wochen in einer Druckkammer auf sehr engem Raum verbringen um von dort die Arbeitseinsätze zu tätigen.
Doch plötzlich liegt ein Toter in seiner Koje, der Einsatz wird abgebrochen. Trotzdem müssen die Taucher noch einige Tage in der Dekompressionskammer aushalten. Es gibt mehr Tote und es gibt auch kein Entkommen.
Das Buch ist aufgeteilt in 86 starke Kapitel, dazu ein zusätzliches Kapitel, welches den Titel „4 Wochen später“ trägt. Interessante Dialoge und auch Innenansichten, vor allem Gedanken der Protagonistin beleben die Geschichte. Eigennamen, wie Zeitschriften Liedtitel, Buchtitel sowie Briefe sind durch kursive Schrift deutlich gemacht. Geschrieben in der Ich-Form aus Sicht der einzigen Taucherin in der Gruppe. Anfänglich habe ich mich mit den Spitznamen der Personen schwergetan, bis ich sie passend zuordnen konnte.
Bin immer begeistert bei Mordfällen auf einem Boot, denn der Mörder ist immer dabei. Das Buch war für mich ein Pageturner, vor allem zum Ende hin, ich wollte ich gar nicht mehr zu lesen aufhören. Die Spannung beginnt schon beim ersten Tauchgang, steigert sich dann, von Leiche zu Leiche. Die Dramatik wird zusätzlich befeuert, durch die Enge, die körperlichen Anforderungen die das Sättigungstauchen mit sich bringt. Das Ausgeliefertsein durch ständige Beobachtung, den kleinen begrenzenten Rückzugsort, der irgendwann keine Sicherheit mehr bietet, dass fast völlige Fehlen von Intimsphäre, Hunger und Durst. Die Gratwanderung nah am Wahnsinn, zum Schluss hat mich völlig aus der Fassung gebracht. Die Auflösung war nicht so meins, da hätte ich mir ein stärkeres Motiv gewünscht, ist jedoch völlig in Ordnung, da es hinreichend und nachvollziehbar erklärt wird. Die letzten zwei Stunden der Dekomprimierung haben mich ordentlich ins Schwitzen gebracht.
Die Protagonistin fand ich höchst aufregend, ihre private Situation und auch ihr Beruf beweisen, was für eine starke Frau sie ist. Auch über ihre Kollegen hat der Leser sich ein Bild machen können, die Story wie auch die Charaktere sind authentisch. Sie wirken so echt, dass der Leser ein Gefühl hat, so könnte es tatsächlich gewesen sein.
Ich fand die zusätzlichen Informationen über das Tauchen, ganz besonders das Sättigungstauchen, sehr wissenswert. Ich wurde verständlich über das Berufstauchen informiert, habe so viel darüber erfahren, wie extrem dieser Job ist. Was es bedeutet tagelang in einer Druckkammer eingepfercht zu sein und sie unter keinen Umständen früher zu verlassen, egal was passiert.
Es war ein tolles Buch, eine abwechslungsreiche Erfahrung. Ich fühlte mich hervorragend unterhalten. Eine Leseempfehlung nicht nur für Personen die sich fürs Tauchen begeistern.
Ich vergebe 5 Sterne.
Rezensionen von Gaby 2707:
Eine Geschichte voller Höhen und Tiefen
Das hemmungslose EscortGirl | Erotischer Roman von Clarissa Thomas
Olivia, die unter dem Namen Ophelia als Escortgirl arbeitet, lernt nach John, James, Henry und Ethan kennen. Zusammen mit Freundin Emma loten sie Grenzen aus – die eigenen und die der Männer mit denen sie sich treffen. Dann begegnet sie dem Bandsänger Trystan und kann sich plötzlich auch ein bürgerliches Leben vorstellen.
Aber wird er bei ihr bleiben?
Mir hat der leichte, lockere, sehr freizügige Erzählstil der Autorin mit dem sie mir ihre gut vorstellbare Geschichte erzählt ohne anstößig zu sein oder derb unter die Gürtellinie zu gehen, sehr gut gefallen. Mit ihrer Geschichte knipst sie sofort mein Kopfkino an, das dann heiß läuft und mir die interessantesten Bilder präsentiert. Meinen Geschmack hat sie mit ihrer leidenschaftlichen, erotischen und abwechslungsreichen Geschichte über dieses Escortgirl sehr gut getroffen und ich würde gerne mehr von ihr lesen.
Zum Abschluss bekomme ich wie immer als kleines Goodie noch einen Gutschein-Code, mit dem ich mir eine weitere heiße exklusive Geschichte von Clarissa Thomas als E-Book aus dem Internet herunter laden kann. Und auch hier ist ein Lesezeichen passend zum Buch mit dabei.
Rezensionen von Julchentim:
Skurril, smart, manchmal sprunghaft – aber definitiv lesenswert
Das Ministerium der Zeit von Kaliane Bradley
Ich bin zwiegespalten, wenn ich über Das Ministerium der Zeit von Kaliane Bradley schreibe – nicht, weil das Buch schlecht wäre, im Gegenteil: Ich mochte es wirklich sehr. Es ist schräg, verspielt, traurig, charmant und klug.
Das Ministerium der Zeit ist kein Sci-Fi-Blockbuster mit Action im Minutentakt.
Wer sowas sucht, wird vielleicht enttäuscht sein. Es ist vielmehr eine ruhige, dialogreiche Geschichte mit einem herrlich absurden Setting.
Ich mochte vor allem den Ton der Erzählung. Es ist introspektiv, stellenweise poetisch (manchmal ein bisschen zu metapher-verliebt, ja), und nie langweilig. Auch wenn auf Handlungsebene lange nicht viel passiert, tragen die Gespräche die Geschichte mühelos. Das Spannende liegt nicht im Plot, sondern in den Themen, die beiläufig aber tiefgründig verhandelt werden: postkoloniale Identität, Sprache, Trauma, Anpassung, Zugehörigkeit.
Und ja natürlich, es gibt Romantik. Kein Hollywoodkitsch, sondern eine leise, seltsame, aber irgendwie glaubwürdige Beziehung, die sich da aufbaut. Besonders das Zusammenspiel zwischen Gore und der Ich-Erzählerin fand ich gelungen: viel Humor, viel Reibung, viel Subtext. Die Nebenfiguren bringen zusätzliche Farbe und Leben ins Geschehen.
Was das Buch für mich nicht zu einem uneingeschränkten Highlight macht, ist genau das, was andere auch kritisieren: Manchmal will es zu viel. Die Mischung aus Sci-Fi, Romanze, Spionage, Gesellschaftskritik und persönlichem Drama ist ambitioniert und nicht immer in Balance. Einige Themen werden nur angerissen, andere verlieren sich in der dichten Metaphernsprache. Ich hätte mir an ein paar Stellen mehr Fokus gewünscht.
Und doch: Dieses Buch hat mich berührt, zum Lachen gebracht, nachdenklich gemacht – und bleibt mir im Kopf. Auch wenn es nicht perfekt ist, finde ich es mutig, originell und alles andere als beliebig. Für ein Debüt: beachtlich. Für den Mainstream: vielleicht zu eigenwillig. Aber für Leser*innen, die gerne abseits der ausgetretenen Pfade unterwegs sind, eine echte Empfehlung.
Also: Nicht von der Diskussion um den Titel abschrecken lassen. Einfach lesen. Und selbst ein Bild machen.
Rezensionen von Gaby 2707:
Lieblings-Erotikgeschichten – sinnlich und heiß
Ich will es scharf | 8 Geile erotische Geschichten von Mandy Moore; Christy Brown; Holly Rose; Jazmine Galasso; Lyssa Caple; Mara Bellefleur; Rebecca Perkins
Mandy Moore hat in der 29. Ausgabe ihrer Lieblings-Erotikgeschichten 8 total unterschiedliche Geschichten von 6 Autorinnen, von denen ich auch schon einige gelesen habe, zusammengestellt. Schon das Cover macht Lust auf die Stories.
Da lerne ich Truckerin Izzie kennen, die nach Tony und Lynette in William ihre Erfüllung findet.
Ich darf die lüsternen E-Mails lesen, wie sich Noemi und Marcel im Architekturbüro schreiben. Ich bin dabei, als Pfarrer Egidius seine 4 Töchter endlich zur Selbstständigkeit erzieht und die Hochzeit der Abschluss eines ereignisreichen Jahres ist. Ich lerne Erik kennen, der neben der Spülmaschine der Kirchengemeinde auch Larissa gebührend bearbeitet. Und auch die anderen 4 Geschichten haben es in sich und sind so scharf wie es der Titel verspricht.
Ich liebe den leichten, lockeren, freizügigen Erzählstil der Autorin mit dem sie mir ihre gut vorstellbaren Geschichten erzählt ohne anstößig zu sein oder derb unter die Gürtellinie zu gehen, sehr. Auch mit ihren Geschichten knipst sie sofort mein Kopfkino an und ich bin eher mittendrin als Leserin als nur dabei. Meinen Geschmack hat sie mit ihren leidenschaftlichen, erotischen und abwechslungsreichen Geschichten wie immer sehr gut getroffen und ich kann gut verstehen, warum sie diese Geschichten so mag.
Zum Abschluss bekomme ich wie immer als kleines Goodie noch einen Gutschein-Code, mit dem ich mir eine weitere heiße exklusive Geschichte von Simone Wiles als E-Book aus dem Internet herunter laden kann. Und auch hier ist ein Lesezeichen passend zum Buch mit dabei.
Rezensionen von Marie aus E.:
Band Vier ist eigentlich Band Eins
Verlassen von Eva Björg Ægisdóttir
Schon Band Vier der Reihe „Mörderisches Island“. Allerdings ist dieser Band quasi der Opener, das habe ich erst auf den letzten Seiten kapiert, er spielt vor den anderen Bänden und das Ermittlungsteam, das mir Stück für Stück in Band Eins bis Drei ans Herz gewachsen ist, existiert so noch gar nicht.
Man kann das Buch völlig unabhängig lesen, hier sind noch keinerlei Charaktere der Vorgängerbände eingeführt.
Hier dominiert der Fall an sich.
Es geht um einen reichen Familienclan, die Großfamilie trifft sich in einem hipster Hotel anlässlich des Geburtstages des Familienpatriarchen. Was ein wenig skurril ist, weil dieser schon verstorben ist.
Die Familie ist speziell und von Beginn an ist eine düstere Stimmung, die beim Lesen auch ganz stark bei mir ankam.
Der Alkohol fließt in Strömen und so wirklich bei Sinnen ist bald niemand mehr. Dann verschwindet ein Gast.
Der Spannungsbogen ist ununterbrochen da, ebenso dieses unbehaglich Gefühl. Auch die Landschafts- und Hotelbeschreibung hat es mir leicht gemacht, alles bildlich vor mir zu sehen.
Etwas anstrengend fand ich die vielen Personen, die mitmischen. Es gab zwar ein Personenregister, aber das nimmt etwas vom Lesefluss, wenn man immer blättern muss oder grübeln.
Ansonsten aber gute Unterhaltung und das Ermittlerteam der Vorgängerbände habe ich seltsamerweise gar nicht vermisst.
Rezensionen von Petra:
Föhr - New York
Das Licht in den Wellen von Janne Mommsen
Inge nun bald 100 Jahre alt, hat in zwei Welten gelebt. Geboren und aufgewachsen ist sie in Armut auf Föhr eine kleine nordfriesische Insel, als junge Erwachsene kam sie nach New York erst als Angestellte in einem Feinkostgeschäft und dann als Restaurantleiterin in einem Yachtclub. Auch im hohen Alter ist sie immer noch in beiden Welten zuhause.
Sie ist am Anfang allein ihren Weg gegangen. Nur mit Ehrgeiz und viel Arbeit hat sie es geschafft.
Nun will sie ihrer Urenkelin helfen auch den eigenen Weg zufinden, wenn es sein muss fern der Heimat.
Bisher kannte ich den Autor nur durch seine leichten Inselromane, mit einem Schuss Humor und viel Heimatverbundenheit.
Hier in diesem Buch ist die Heimat auf beiden Seiten des Atlantiks. Die gewaltigen Unterschiede zwischen der Insel und der Großstadt werden spannend herausgestellt ohne das sie gegeneinander aufgewogen wurden. Auch die Beschreibung der Auslandsgemeinschaft ehemaliger Inselbewohner war ein interessanter Aspekt. In den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg gab es viele Gründe die Insel zu verlassen und Amerika war schon immer das Ziel für Auswanderer.
Es ist eine runde Familiengeschichte, mit einer starken Frau im Mittelpunkt, die auf Männer trifft die ihr Potenzial erkennen, lieben und fördern. Genau so gibt es Männer die sie verletzen oder in Watte packen wollen. Mit allen kann sie umgehen ohne das die Figur dominant wikrt. Eine tolle Freundin auch im hohen Alter.











