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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :

Spuren der Urzeit von Saskia Gwinn; Vasilisa Romanenko

Schon von außen wirkt das Buch so wertig und schön, richtig besonders - ebenso wie die Natur, von dem das Sachbuch handelt. Auf detailreich illustrierten, teils dunkel vom Hintergrund her gehaltenen Seiten erforscht man beim Lesen die Urzeit. Da in vielen Museen die gleiche Farbgebung herrscht, kamen mir die realistischen Illustrationen wie die Betrachtung eines Museumsobjektes vor.

Auf jeder Doppelseite widmet man sich einem Thema, die durch die Kapitel gut strukturiert wirken und eine gewisse Bandbreite aufweisen, die man dem Thema gar nicht zugetraut hätte. Das Buch ist wirklich interessant und die Informationen auch gut für die Zielgruppe geeignet. Bei uns hat das Buch den 10 Jahre alten Zwerg mehr angesprochen als den 8jährigen Zwerg. Ich denke aber, das ist individuell verschieden und liegt sicher an der Thematik. Ein wunderschön gestaltetes und informatives Sachbuch!

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Rezensionen von ReiShimura:

Im Hier und Jetzt liegt das Glück

Hatokos wunderbarer Schreibwarenladen von Ito Ogawa

Die Anzahl der Bücher von japanischen Autorinnen und Autoren am deutschsprachigen Markt hat in den letzten Jahren gefühlsmäßig stark zugenommen. Und stechen vor allem die vielen eher in ruhigen Tönen verfassten und meist etwas poetisch angehauchten Bücher heraus. Ich vermute, das liegt daran, dass sie das japanische Lebensgefühl sehr gut transportieren können.

Auch "Hatokos wunderbarer Schreibwarenladen" gehört genau zu dieser Kategorie von Büchern. Autorin Ito Ogawa-san beschreibt hier auf zauberhafte und manchmal auch ein wenig melancholische Weise ein Jahr im Leben von Hatoko-san. Welche nach dem Tod ihrer Vorgängerin den Schreibwarenladen übernimmt. Jedes der vier Kapitel ist dabei einer Jahreszeit gewidmet und demzufolge sind die Kapitel verhältnismäßig lang. Für Menschen, die ein Buch nicht mitten im Kapitel weglegen wollen, kann dies zu Problemen führen.
Das Tempo des Buches kann man meiner Meinung nach einfach nur als ruhig und langsam beschreiben. Eine Spannungskurve gibt es nicht wirklich, habe ich mir aber auch nicht erwartet. Böse Zungen würden vielleicht sogar behaupten, dass in diesem Buch nicht viel passiert. Bis zu einem gewissen Grad stimmt das wahrscheinlich auch. Aber eben nur bis zu einem gewissen Grad, denn wir dürfen miterleben, wie Hatoko-san sich selbst findet, obwohl ihr nicht mal bewusst war, dass sie sich verloren hat. Wir dürfen erleben, wie der heiße Sommer langsam in den kühleren Herbst übergeht, welcher von einem kalten Winter abgelöst wird, bei dem man glauben könnte, dass er nie endet, bis dann ganz langsam und zaghaft der Frühling Einzug hält.
Auch Ito Ogawa-san nimmt sich, wie ich es schon häufig in japanischen Romanen bemerkt habe, Zeit für die Beschreibung der Natur und der Umgebung. Während des Lesens hatte ich oft das Gefühl, dass ich die Blumen riechen kann, die sie beschreibt. Genauso intensiv und gefühlvoll wie die Autorin die Menschen und Pflanzen in dem Buch beschreibt, beschreibt sich auch die Arbeitsgeräte von Hatoko-san. Man merkt in jedem Satz die Liebe zum Detail, wenn die Hauptperson sich Zeit nimmt um für jeden Brief nicht nur die richtigen Worte, sondern auch das richtige Papier, das perfekte Schreibgeräte und auch die passende Briefmarke zu finden. Dies zeigt wieder einmal wie wichtig in Japan die kleinen Dinge des Lebens sind.
Besonders authentisch wird das Ganze, da die Briefe die Hatoko-san schreibt auch im Buch abgedruckt sind. Sowohl im japanischen Original als auch natürlich in einer deutschen Übersetzung.
Hatoko, QP, Madame Barbara und Panty sind mir sehr ans Herz gewachsen und ich finde es sehr schade, dass ich mich mit dem Abschluss des Buches von ihnen verabschieden musste. Es war mir eine große Freude sie ein kleines Stück ihres Lebenswegs begleiten zu dürfen und zu sehen, wie sie sich Stück für Stück weiterentwickeln.
Man merkt es vielleicht in jedem meiner Worte, ich bin absolut entzückt von diesem Buch und kann es wirklich nur von Herzen weiterempfehlen. Wer auf der Suche nach einem herzerwärmenden Roman ist, der den eigenen Fokus vielleicht ein wenig verändert, wird hier auf jeden Fall fündig.

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Rezensionen von Meli:

Der spannende Kampf um Jade und Macht geht weiter

Jade War - Magie ist Macht von Fonda Lee

Anden muss mit den Konsequenzen seiner Entscheidungen leben und Kekon verlassen. In Espenia lernt er eine ganz andere Kultur kennen und es fällt ihm nicht leicht, sich dort anzupassen, denn hier gilt kein Ehrenkodex wie in Kekon und selbst andere Grünblute haben die Traditionen ihrer Heimat hinter sich gelassen.

In der Fremde muss Arden herausfinden, wo sein Platz ist und ob er nach vorne schauen mag oder seinen Wurzeln treu bleibt.

Hilo und Shae machen in ihren Positionen immer noch Fehler, doch durch ihre ungewöhnlichen Umstände bringen sie auch ganz neue Perspektiven mit. Sie müssen ihre Stellung aber auch verteidigen, denn der feindliche Clan ist entschlossen, die Insel für sich zu haben. Durch große Intrigen, kleine Gangster und Streitigkeiten innerhalb des Clans haben sie alle Hände voll zu tun. Auch Wen fand ich wieder sehr stark, weil sie das Beste aus ihrer Situation macht und Hilo unglaublich gut unterstützt, während sie von vielen unterschätzt wird.

Mich hat das Tempo immer wieder etwas aus der Geschichte geworfen, weil so oft Wochen und Monate vergingen und bei so etwas fällt es mir dann manchmal etwas schwer, die Entwicklungen nachzuvollziehen. Ansonsten fand ich die Handlung aber durchgehend spannend. Es hätte gern noch ein bisschen mehr Magie geben können, aber die Clanangelegenheiten, die persönlichen Entwicklungen der Protagonisten sowie ihre Beziehungen konnten mich an die Seiten fesseln.

Es müssen schwierige Entscheidungen getroffen werden, es steht immer viel auf dem Spiel und auch wenn die Geschichte hauptsächlich auf der Insel Kekon spielt, ist die Welt größer und hat noch viel zu bieten. Ich bin schon sehr gespannt, wie der Kampf um Jade und Macht ausgeht!

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Rezensionen von Marie aus E.:

Mein Favorit in der Reihe

Die Schwester des Serienkillers von Alice Hunter

Anna und Henry hatten eine schlimme Kindheit - erst bei der Mutter, dann im Heim.
Doch jetzt ist alles gut bei Anna. Sie ist Lehrerin an einer angesehenen Schule und glücklich verheiratet.

Bis sie die Vergangenheit einholt und die Polizei ihr mitteilt, dass ihr Bruder ein gesuchter Serienmörder ist.

Und so wie es schein, spielt er ein übles Spiel. Mit Anna in der Hauptrolle!

Das ist bereits der dritte Band der "Serienmörder"-Reihe und ich bin von allen begeistert, das hier ist aber mein Favorit.
Man kann alle Bücher völlig unabhängig voneinander lesen, sie gehören nicht zusammen. Gemeinsam haben sie nur, dass immer ein anderes Familienmitglied eines Serienmörders im Fokus steht.

Bei Band drei fand ich das Rätseln nach Zusammenhängen besonders kniffelig und den Handlungsverlauf super. Das Ende hat mich ein wenig sprachlos hinterlassen, ist aber genial.
Ich hatte allerdings vermeintliche Logikfehler als störend empfunden, das Buch glücklicherweise im Rahmen einer Leserunde gelesen und im Austausch wurden bei mir alle vermeintlichen Fehler entkräftet.
Somit war es rund für mich, hochspannend, durch kurze Kapitel ruckzuck weg zu lesen und ein echter Thriller-Genuss.

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Rezensionen von Daggy:

Kitaalltag in fantasievollen Bildern

Wie war's heute? von Nikola Huppertz; Susanne Straßer

Eike liegt träumend auf dem Ast, über ihm das Eichhörnchen und am Stamm lehnt sein kleiner Kita-Rucksack.
Die Szene kenne wir alle, die wir Kinder oder Enkel von der Kita abholen, sie sitzen unter ihrem Haken und warten aufs Abgeholt werden. Hier stellt Papa die Frage, die wir fast alle täglich stellen „Na, wie war´s?“ Eike antwortet nicht und zieht seinen Vater nach Hause, dort verschwindet er in sein Zimmer und schaut aus dem Fenster.

Ein fliegendes Ahornblatt lockt ihn in den Garten und hier fallen ihm Situationen aus der Kita ein. Wir sehen seine Ankunft und die Kinder, die in den Kitatag starten, als einfache Strichzeichnungen. Eine schimpfende Amsel erinnert Eike an die Vorschulkinder, die die Kleinen von der Rutsche verjagt haben. Auf der nächsten Doppelseite legt Eike seinen Kopf an den Baumstamm und das Lied der Amsel weckt Erinnerungen an den Stuhlkreis. Ganz besonders mag ich die Seite auf der Eike genüsslich die Augen schließt und um ihn herum zartbunte Blätter, Pilze und Blüten wirbeln und die geheimnisvollen Stimmen „Na, wie war´s?“ wispern. So sitzt er am Ende mit seinem Vater am Esstisch und obwohl wir keinen Text lesen müssen, wissen wir, dass Eike lebhaft vom Vormittag erzählt, denn seine Freund turnen an dem Baum, dessen Schatten wir an der Küchenwand sehen.
Sicher geht es den Kindern, die wir abholen und sofort mit der Frage überfallen oft so wie Eike. Sie müssen erst alles verarbeiten, vielleicht etwas Abstand gewinnen, ruhe finden und dann sind sie bereit uns alles zu erzählen. Die Bilder, sie so wirklichkeitsnah gezeichnet sind und die nur aus Strichen bestehenden Fantasiegestalten ergänzen sich wunderbar mit dem Text.

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Rezensionen von Daggy:

Zauberhafte Freundschaftsgeschichte

Das kleine Faultier und die Hängematte von Armelle Modéré

In der rot-weiß-gestreiften Hängematte liegt entspannt das kleine Faultier mitten im Dschungel.
Und genauso möchte das kleine Faultier seinen Feierabend verbringen. Doch leider sitzen drei quasselnde Froschdamen in seiner Matte. Sie bieten ihm zwar Platz an, doch unser Faultier möchte seine Matte allein nutzen.

Er hofft, wenn er noch ein paar Sachen holt, sind die drei danach wieder weg. Aber als er zurückkommt, sind dort noch mehr Tiere und machen Party. Ein Tukan fordert Rudi zum Tanz auf, doch der sagt „Dass ich mir nicht bieten.“ Als noch mehr Tiere auftauchen, beschließen sie Verstecken zu spielen und sie verstecken sich alle unter der demontierten Hängematte. Als dabei die Matte zerreißt, fängt Rudi an herzzerreißend zu weinen. Erst jetzt wird den anderen klar, dass die Matte dem Faultier gehört, und sie versuchen ihn zu trösten und ihm zu helfen.
Rudi scheint als Einzelgänger durch den Dschungel zu streifen und auch seinen Feierabend will er in Ruhe verbringen. Doch die anderen Tiere unternehmen gerne was gemeinsam und quasseln miteinander. Da Rudi nicht sofort seine Besitzrechte anmahnt, nutzen die anderen weiter seine Matte, bis sie kaputt geht. Doch als Rudi weint, sind alle sofort helfende Freunde und als sie ihn dann noch vor dem Krokodil retten, erkennt Rudi, wie wichtig das Miteinander ist. Am Ende sitzen dann alle zusammen in der Hängematte, was für ein wundervoller Schluss.
Ein Buch über Freundschaft und Nähe, aber auch über das Alleinsein(wollen). Die Bilder von den Tieren und dem Dschungel sind sehr schön gezeichnet und wundervoll anzuschauen.

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Rezensionen von Daggy:

Schneckenlanger weg zum Picknick

Das längste Picknick der Welt von Jörg Bernardy

In unterschiedlichen Farben, bepackt mit den Picknicksachen und Schleim nach sich ziehend sind die drei Schnecken auf dem Cover zu sehen.
Da die Sonne scheint, entschließen sich die drei Schneckenfreude ein Picknick zu machen. Natürlich geht das Packen der Sachen im Schneckentempo ab. Dann geht es los und mich verwirrt, dass man die Textblasen am sinnvollsten von rechts nach links liest.

Jede Schnecke trägt ein Körbchen auf ihrem Häuschen. Doch bald knurrt der Magen, aber es geht weiter. Nach einem halben Jahr ist es Winter, aber zum Glück hat die gelbe Schnecke eine Schal dabei, so geht es durch den Schnee. Nach einem weiteren halben Jahr sind sie endlich angekommen. Doch als sie alles auf der Decke auspacken, merken sie, dass die Kleeblatt-Schorle fehlt. Otto soll als Stärkster zurück, doch das er befürchtet, dass die beiden anderen mit dem Picknick beginnen, dreht er schnell um.
Die Bilder sind sehr kindlich gezeichnet, die Farben sind sehr bunt und die kurzen Texte stehen in Sprechblasen. Den Humor meiner Enkel traf das Buch wohl, während es mich nicht so ganz überzeugen kann. Besonders die letzte Seite, wo die gelbe Schnecke mit einem Mädchen aus einem Glas trinkt, verwundert mich etwas. Als Realist wundert es mich, dass der Quark nach all der Zeit noch genießbar ist.

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Rezensionen von Sheilo:

New Adult meets Historical Romance

Hearts & Falcons. Im Herzen wild und frei von Nora Lynn

Hedwig lebt ein zurückgezogenes Leben zusammen mit ihrer Schwester und liebt es, zusammen mit ihrem Habicht auf Beizjagd zu gehen und so für ihre Nahrung zu sorgen. Aufgrund ihres großen Talentes gibt sie ihr Wissen auch an einen Grafen weiter. Eines Tages kreuzen sich dann die Wege von Hedwig und Konrad Ahnen, einem adeligen Falknereineuling, der dringend Hilfe benötigt.

Er fordert sich das Training mit Hedwig ein und die beiden liegen überhaupt nicht auf einer Wellenlänge, aber es gilt ja schließlich auch "Was sich neckt, das liebt sich.", oder?

"Hearts and Falcons: Im Herzen wild und frei" von Nora Lynn ist ein Liebesroman, der eine tolle Mischung zwischen New Adult und einem historischen Roman darstellt. Der lockere und leichte Schreibstil der Autorin hat mich wirklich an das Buch gefesselt und es war eine Liebesgeschichte zum Wohlfühlen, die viele Probleme der damaligen Zeit wie beispielsweise die Standesunterschiede oder die Unterdrückung der Frauen, aber auch die Vorschriften der Gesellschaft thematisiert.

Hedwig ist eine sehr selbstständige und freiheitsliebende Frau, die sehr naturverbunden ist. Sie liebt die Greifvögel, die gleichzeitig so viel Bedeutung für sie und ihre Schwester besitzen. Dabei macht sie sich nichts daraus, wie andere ihr Leben beurteilen, es fällt ihr jedoch auch sehr schwer, sich auf neue Kontakte einzulassen. Für Menschen, die ihr am Herzen liegen, tut sie jedoch alles.

Konrad ist ein junger Mann aus Wien, der die Vorzüge der Stadt und des Adels sehr auslebt. Als er zu seinem kranken Onkel aufs Land kommt, ist das für ihn eine komplett andere Welt. Beim Training mit seinem Falken für die Beizjagd zeigt sich jedoch schnell, wie hartnäckig und ausdauernd er ist und das er stets alles tut, um seine Ziele zu erreichen.

So spürt man als Lesender ziemlich schnell die Schwingungen und aufflammenden Gefühle zwischen Konrad und Hedwig, welche sich schon bald nicht mehr unterdrücken lassen. Aber ist ein "Wir" bei ihren unterschiedlichen Lebensumständen überhaupt möglich?

Insgesamt ist "Hearts and Falcons" für mich eine schöne Liebesgeschichte und ich liebe diesen historischen Roman mit New Adult Zügen sehr. Besonders interessant wären für mich die vielen Informationen rund um die Balzjagd, da ich diese vorher überhaupt nicht gekannt habe. Außerdem liebe ich das beeindruckende Setting der Wälder wirklich sehr und bin selbst ganz verliebt in die Liebesgeschichte von Hedwig und Konrad, die einige tolle Nebencharakter mit ihren eigenen Erlebnissen bereithält, die mindestens genauso spannend sind wie die Haupthandlung selbst.

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Rezensionen von Daggy:

Fantasievoll

Ich war die ganze Welt von Ulrike Möltgen

Auf dem Cover sehen wir ein japanisch wirkendes Kind mit geschlossenen Augen, in der Körpermitte sehen wir ein Haus.
Jetzt liegt das Mädchen, immer noch schlafend, auf einem Bett und auf ihr sehen wir, was es träumt, nämlich die „ganze Welt“ und „die Knie waren Felder.“ Dann taucht der Löwe Trinidad auf, der in ihrem Haar sitzt, danach fällt unser Blick auf die Menschen, die auf dem Bein leben.

Auf einem roten Sessel sitzt das Mädchen, allerdings hängt ihr bezopfter Kopf von der Sitzfläche und die Füße hängen über der Rückenlehne, so hat sie „Langeweile“. Doch dann taucht ein Zirkus auf, das Kind aus dem Sessel hüpft nun über die bunten Berge und das Zelt des Zirkus. Ein Clown tritt auf und wir lernen den Zirkusdirektor Zampano kennen, er hat ein großes Netz, dass an einem Stiel angebracht ist, der so lang ist, wie das liegende Mädchen, das nun wieder auftaucht. Dieses Mädchen gibt der Geschichte ihre eigene Wendung, „Weil ich es kann“ ist ihre Begründing für das weitere Geschehen.
Der Traum entsteht hier auf dem Körper des Mädchen und sie allein entscheidet über den Verlauf ihrer Fantasie. Die Illustrationen sind teileweise mit dicker Farbe gemalt, grob und verschwommen, dann kleinformatig und genau. Der Anschauende muss ich dieser Fantasien hingeben und sie bestaunen. Das Mädchen gibt in ganz kurzen Bemerkungen, ohne Satzzeichen seine Erklärungen ab. Ich bin gespannt, wie das Buch bei den kleinen Zuhörenden und Zuschauenden ankommen wird.

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Rezensionen von CanYouSeeMe:

Ein Traum

Nachtlügen von Lisanne Surborg

"Nachtlügen" ist das erste Solo-Werk von Autorin Lisanne Surborg - und hoffentlich nicht das letzte! Ich muss zugeben, dass mir das Cover zunächst eher nichtssagend erschien, mich der Klappentext dann jedoch so neugierig gemacht hat, dass ich unbedingt in das Buch reinlesen wollte ... und dann konnte ich nicht aufhören zu lesen.

Der Schreibstil ist sehr angenehem und flüssig zu lesen, die Beschreibungen bildlich und der Handlungsaufbau von Grund auf gelungen. Die relativ kurzen Kapitel mit eingeschobenen Intermezzi tragen zum flüssigen Leseerlebnis bei. Protagonisin Isra ist eine Nachtalb, sie ist facettenreich und doch sehr markant charakterisiert. Eine Protagonistin, die sich treu bleibt, auch wenn sich innerhalb der Handlung viel Charakterentwicklung vollzieht. Auch die weiteren Charaktere des Buches sind facettenreich, bleiben dabei jedoch dezent im Hintergrund
Die grundlegende Prämisse, sich mit Albträumen und Ängsten auseinander zu setzen, hat mir sehr gut gefallen. Dabei bringen vor allem die Intermezzi verschiedene Sichtweisen auf die Thematik ein und unterstützen so eine vielseitige Auseinandersetzung mit dem Thema. Die Darstellungen der Ängste und Albträume waren in meinen Augen auch nicht zu grusselig oder zu sehr auf Horrorszenarien ausgelegt, was ich als sehr angenehm empfunden habe. Es ist eine gelungene Mischung - und auch die geschaffene Welt der Alben konnte mich trotz des eher flachen Worldbuildings auf ganzer Linie abholen.
Das Ende des Buches war mir persönlich dann ein wenig zu abrupt, das Tempo war deutlich schneller als in der vorangegangenen Handlung. Hier hätte ich mir ein wenig mehr Ruhe in der Erzählung gewünscht - andererseits gehts im Leben halt manchmal auch schlagartig und plötzlich zu. Von daher hat dieser Umstang meine Freude an dem Buch nur minimal schmälern können. Insgesamt konnte mich "Nachtlügen" auf ganzer Linie überraschen und für sich gewinnen. Ein Buch, dass ich gar nicht aus der Hand legen wollte und bei dem ich immer mehr über die Welt erfahren wollte.

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