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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Jazz:

Wer hat hier was geplant?

Die Yacht von Sarah Goodwin

Ich habe letztes Jahr schon Goodwins Das Resort gelesen und war bis zur Hälfte absolut begeistert. Daher wollte ich ihr mit ihrem neuen Roman Dir Yacht eine neue Chance geben, mich diesmal komplett zu überzeugen.

Hannah, eine junge Frau, die sich bisher im Leben immer durchkämpfen musste, ist mit sehr wohlhabenden Menschen befreundet, die entweder schon reich zu Welt kamen oder sich nach dem Uniabschluss ein Vermögen verdient haben.

Nur ihr will der Schritt in die Kunstszene nicht gelingen.

An Silvester plant ihre beste Freundin Libby wie jedes Jahr eine Party, die zeigt, wie sie in Geld schwimmt. Diesmal fällt die Gästeliste aber Recht klein aus. Nur Hannah, Libby, ihr Ehemann Olly, die zweite beste Freundin Maggie und ihr Verlobter Leon und der beste Freund Harry sind von der Truppe.

Sie feiern feuchtfröhlich, wobei Hannah zunehmend bemerkt, wie sehr sich die anderen durch ihr Vermögen von ihr unterscheiden. Daher geht sie recht früh ins Bett, um am Neujahrstag direkt mit ihrem Auto wieder von Italiens Küste nach Großbritannien zurückzufahren. Am nächsten Tag jedoch bemerken sie, dass jemand die Leinen losgerissen hat und sie nun mitten im Meer schwimmen. Nach und nach kommt heraus, wie viel Schein ihre besten Freunde vor ihr verbergen. Denn die Yacht kann niemand steuern, es ist auch kein Sprit vorhanden und die Rettungsboote mussten den Partyutensilien weichen... Bald fehlt von der ersten Person jegliche Spur und es bleibt nicht dabei... Wie wollen sie mit ein paar Hors d’œuvre und ohne Kontakt zur Zivilisation überleben?

Der Roman ist so viel besser und spannender als ihr voriges Werk. Ich war von Anfang an als Hannah die Yacht betrat absolut gepackt und fieberte mit. Ich konnte gar nicht ausmachen, wer der Täter und was sein Motiv sein könnte. Ich schwankte zwischen mehreren, die es dann aber doch nicht sein konnten. Ich hätte liebend gerne 5 Sterne gegeben, wenn es kein finales Kapitel mit einem unwichtigen Ende gegeben hätte. Daher eine absolute Empfehlung für den Roman (und Skip vom letzten Kapitel).

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Rezensionen von ReiShimura:

Süßes, interaktives Kinderbuch

Wer ist hier ein Frechdachs? von Sophie Schoenwald

Ich bin ganz ehrlich, nachdem ersten Mal vorlesen, war ich ziemlich im Zwiespalt, was dieses Buch betrifft. Optisch ist es auf jeden Fall ein Hingucker. Die Illustratorin Nadine Reitz hat hier ganze Arbeit geleistet. Die Bilder sind wunderbar farbenfroh und der kleine Dachs ist einfach zum Anbeißen.

Das Hauptaugenmerk der Zeichnungen liegt klarerweise auf dem Frechdachs, dennoch wurden die kleinen liebevollen Details nicht vernachlässigt. Weniger gut gefallen hat mir auf den ersten Blick der Inhalt des Buches. Denn eine richtige Geschichte mit Tiefgang sucht man in diesem Buch vergeblich und auch eine Moral der Geschichte, die mir bei Kinderbüchern sehr wichtig ist, gibt es nicht.
Allerdings habe ich das Buch seitdem noch mehrmals vorlesen müssen und dabei sind mir zwei Dinge bewusst geworden. Erstens die Zielgruppe also der Zweijährige liebt das Buch und sucht es immer wieder bewusst aus dem Bücherregal heraus oder verlangt lautstark danach, wenn er es nicht finden kann. Und zweitens, dass Buch ist ein Mitmachbuch. Als solches wird es beworben und verkauft und sollte auch als solches wahrgenommen und bewertet werden. Für viele mag dies ein logischer Schluss sein und manch einer fragt sich vielleicht, warum ich dafür so lange gebraucht habe. Zu meiner Entschuldigung möchte ich anmerken, dass es mein erstes reines Mitmachbuch war. Bis dato hatten wir nur Bücher, wo manch mal kleine Aufgaben eingestreut waren, der Hauptschwerpunkt aber auf der Geschichte lag.
Die meisten der Aufgaben sind für den Zweijährigen leicht zu verstehen und auch zu bewältigen. Mit großer Begeisterung wird gepustet und geklopft. Ganz besonders beliebt ist auch das Lächeln und das Zunge rausstrecken. Letzteres vor allem deswegen, weil Mama da auch immer mitmacht.
Das Buch hat ein angenehmes Format und ist auch für die kleinen Kinderhände gut zum Halten. Auch das selbständige Umblättern stellt bei uns kein Problem dar. Hilfe wird nur benötigt bei Aufgaben wo es ums Kippen und Drehen geht. Wie nicht anders zu erwarten, wusste der kleine Leser bereits nach ein paar Vorleserunden was, wann und wo zu tun ist. Ich hatte vermutet, dass dadurch die Freude am Lesen abnehmen wird. Dies konnte ich bis dato aber noch nicht feststellen.
Manche der vorgestellten Aktionen finde ich in der Realität ein wenig fragwürdig, Bienen auf den Popo tippen, um ein Beispiel zu nennen. Hier entsteht definitiv ein Erklärungsbedarf seitens des Erwachsenen. Des Weiteren wird in dem Buch auf sehr anschauliche und lustige Weise vermittelt, dass unsere Handlungen die Laune von unserem Gegenüber beeinflussen. Auch hier gilt, dass manches in der Realität eher nicht zielführend ist.
Nach einem eher durchwachsenen ersten Eindruck muss ich sagen, dass sich der kleine Frechdachs einen Platz in meinem Herzen erobert hat. Autorin Sophie Schönwald und Illustratorin Nadine Reitz haben ihr gute Arbeit geleistet und ich hoffe, dass ich noch weitere Bücher der beiden entdecken darf.

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Rezensionen von BR:

traurig und doch unterhaltsam

Mickey und Arlo von Morgan Dick

Im Klappentext wird schon der Plot dieser Geschichte offengelegt: der gemeinsame Vater hinterlässt seiner älteren Tochter Mickey vollkommen überraschend ein großes Vermögen mit der Bedingung, dass sie 7 Therapiestunden bei Arlo, seiner jüngeren Tochter, absolviert. Die beiden kennen sich nicht und so begleiten wir sie mit diesem Wissensvorsprung in viele Situationen.

Die eigentliche Absicht, die der Vater mit dieser sonderbaren Verfügung bezweckt, wurde mir auch im Verlauf des Buches nicht ersichtlich.

Beim Kennenlernen von Mickey erleben wir Leser wie sehr sie seit ihrer frühen Kindheit darunter gelitten hat, dass ihr Vater die Familie verlassen hat und vorher ihrer Mutter und ihr mit seiner Alkoholsucht das Leben sehr schwer gemacht hatte. Arlo hat eine andere gemeinsame Geschichte mit ihrem Vater, allerdings auch diese nicht ohne Schwierigkeiten die der Vater verursachte.
Es ist mir ein Rätsel wie ein Mann der über 30 Jahre lang Alkoholsucht und Abstürze erlebt und Chaos und Schulden hinterlassen hat nach seinem Tod eine Millionensumme vererben kann.

Die Erzählung führt mit Wendungen und sarkastischem Humor durch viele schräge Szenen. Besonders Mickey manövriert sich in immer verzweifeltere Situationen. Beide Frauen konnte ich in ihrem Verhalten nicht immer verstehen. In der Summe hat mich dieses ungewöhnliche Aufeinandertreffen der beiden Schwestern aber gut unterhalten.

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Rezensionen von MarcoL:

Still, leise. Mit Tiefgang. Ein feiner Wohlfühlroman um die Tageshektik zu entschleunigen.

Hatokos wunderbarer Schreibwarenladen von Ito Ogawa

Der Titel mag etwas abgedroschen klingen, aber das Buch entpuppt sich von Anfang an zu einem feinen, stillen Wohlfühlroman. Gerade die richtige Ablenkung in dieser hektischen Zeit voll von alltäglichen politischen Horrormeldungen. Es sind ruhige Episoden aus Hatokos neuem Leben, angefüllt mit Herzlichkeiten und guten Dingen.

Ich würde sagen typisch japanisch. Die Leser*innen werden dabei gut unterhalten mit der traditionellen Höflichkeit und Zurückhaltung, Fremde nicht mit Problemen zu belasten.
Um was geht es: Hatoko kommt nach dem Tod ihrer Großmutter zurück nach Kamakura und übernimmt deren Schreibwarenladen. Sie ist damals im Streit davongelaufen, hatte jeglichen Kontakt abgebrochen, da ihre Großmutter meinte, Zuneigung könne man nur durch eine sehr strenge Erziehung beweisen.
Dennoch, ihre „Vorgängerin“, wie sie von Hatoko meistens genannt wurde, gab ihr eine wertvolle Gabe mit: die hohe Kunst der Kalligraphie und die Befähigung, für andere im Auftrag Briefe zu verfassen. Und das ist es, um was es hauptsächlich im Roman geht. Es kommen die unterschiedlichsten Menschen zu ihr mit der Bitte, einen Brief zu schreiben. Die Gründe sind sehr verschieden – von Dankesschreiben bis zum Trennungsbrief ist alles dabei. Wichtig hierfür ist, das richtige Papier zu wählen, und auch das für die Situation passende Schreibutensil.
Rund um diese „Jobs“ begleiten wir Hatoko natürlich auf ihren privaten Pfaden, treffen liebevolle Nachbarinnen, einen Baron, und andere gute Freunde. Und so ganz nebenbei erfährt unsere Protagonistin auch etwas über ihre Vergangenheit …
Klingt langweilig? Nein, denn die Art und Weise wie Ito Ogawa diese Geschichten schreibt ist alles andere als kitschig. Mit einer sanften Feder (für die sie zahlreiche Auszeichnungen erhalten hatte) leitet sie uns durch die Seiten, lässt einen dabei zurücklehnen und dahinschweben.
Für mich ist das ganz große Erzählkunst und somit gebe ich hier sehr gerne eine absolute Leseempfehlung – Entschleunigung ist das Zauberwort.

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Rezensionen von Bücherwurm78:

Berührendes Schicksal

Um jeden Preis von Hera Lind

Ich freue mich immer wieder wenn es einen neuen Roman von Hera Lind gibt, der aufgrund einer wahren Geschichte erzählt wird. Mit diesem Hintergrundwissen berühren mich die Bücher dann noch mehr. Diesmal geht es um Lydia, die im Jahr 1944 als 16jährige zusammen mit ihrer Familie aus der Ukraine zuerst Richtung Deutschland vor den Russen flieht um dann nach Kriegsende wieder zurück nach Sibirien vertrieben werden.

Dort müssen sie unter unmenschlichen Bedingungen im Arbeitslager arbeiten.
Ich habe bereits viele Bücher von Hera Lind gelesen und auch dieses hat mir wieder sehr gut gefallen und vor allem hat es mich wieder tief berührt. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, es ist flüssig geschrieben, es gibt keine langweiligen Passagen im Text. Was mir auch gefallen hat, dass zum Anfang und am Ende die Kinder und Enkel von Lydia vorkommen und auch zu Wort kommen.
Auch das Cover des Buches ist wieder passend zum Inhalt gestaltet.
Fazit: Klare Leseempfehlung für Hera Lind Fans und ihre Tatsachenromane.

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Rezensionen von ReiShimura:

Solider Krimi mit französischem Lokalkolorit

Der Kommissar und das Rätsel von Biscarrosse von Maria Dries

Dieses Buch ist Teil der "Kommissar Philippe Lagarde", welche mittlerweile bereits 14 Bände umfasst. Der vorliegende ist hierbei Band 8. Besonders gut gefällt mir, dass alle Bücher in sich abgeschlossen sind und unabhängig voneinander gelesen werden können. Denn für mich war es das erste Buch, welches ich von der Autorin gelesen habe.

Erhofft hatte ich mir von diesem Buch ein paar vergnügliche und spannende Lesestunden in der wunderbaren Landschaft Frankreichs. So viel sei schon zu Beginn verraten, dies habe ich auch bekommen, auch wenn ich ein paar kleine Abzüge bezüglich vergnüglich und spannend machen muss.
Die Geschichte ist sehr gut und wohldurchdacht konstruiert, an manchen Stellen wirkte es auf mich aber ein wenig zu konstruiert. Da habe ich schon Krimis gelesen, die besser abgestimmt waren. Trotzdem liegt hier eine solide Handlung vor, mit durchaus sehr interessanten und sympathischen Charakteren. Das Lokalkolorit ist durchwegs spürbar und man hat fast das Gefühl die raue Seeluft des Atlantiks riechen zu können. Auch wie nicht anders zu erwarten, wird der Kulinarik viel Platz eingeräumt. Die Franzosen lieben gutes Essen und da ist auch Kommissar Philippe Lagarde keine Ausnahme.
Obwohl die Morde an und für sich recht brutal und blutig sind, ist die Stimmung des Buches meistens eher ruhig, entspannt und auch ein wenig heiter. Dies scheint ein Widerspruch in sich zu sein, aber die Autorin Maria Dries schafft hier einen wunderbaren Spagat.
Der Erzählstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen und vor allem ihre anschaulichen Beschreibungen der Landschaft und des Essens sind mir positiv aufgefallen. Im Vergleich zu anderen Regionalkrimis muss ich sagen, dass ich sowohl witzigere, als auch spannendere gelesen habe. Dieses Buch reiht sich in allen Kategorien solide im Mittelfeld ein. Dies ist eines jener Bücher, die man perfekt an einem freien Tag lesen kann und sich sicher sein kann, dass man damit nichts falsch machen wird.

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Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :

Freunde finden für Anfänger,3 Audio-CD von Sabine Bohlmann

Willkommen bei den Grauses hat uns schon in Band 1 total begeistert. In Band 2 geht es mit dem gleichen Witz und Humor weiter. Sabine Bohlmann hat sich eine Menge lustiger Szenen für die ungleiche Familie einfallen lassen. Familie Grause hat vom Institut für andersartige Wesen eine neue Post bekommen.

Ein Kuvert flatterte ins Haus und mit Otilies Hilfe können sie dieses auch öffenen. Ihnen wird mitgeteilt, dass sie nun sich in Phase 4 befinden. Freunde finden ist nun ihre neue Aufgabe. Aber wie findet man Freunde? Otilie meint: Auf der Arbeit, bei Hobbies,... Und schon geht los, dass sich die Erwachsenen beim Arbeitsamt melden und neue Hobbies angegangen werden....
Ich muss sagen, die Geschichte ist wirklich witzig. Es gibt so viele richtig lustige Szenen, etwa die auf dem Fußballplatz oder auch im Haus der Familie Jäger. Aber es gibt auch nachdenkliche Momente. So taucht etwa ein einsames Vampirmädchen auf, dass auch in die Sackgasse eingezoen ist, allerdings ohne Familie und Plan und fast verhungert. Aber auch Szenen, in denen sich manche Kinder so anstrengen, Freunde zu finden, aber dann ausgenutzt werden meiner Meinung nach.
Das Hörbuch ist besonders toll anzuhören. Ich finde, die Figuren erwachen richtig zum Leben beim Zuhören. Man kann sich super in die Figuren hineinversetzen und auch das Erzähltempo war sehr angenehm. Ich war wirklich begeistert. Es ist wirklich ein schönes, lebendig gestaltetes Hörbuch!

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Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :

Willkommen bei den Grauses 2: Freunde finden für Anfänger von Sabine Bohlmann

Willkommen bei den Grauses hat uns schon in Band 1 total begeistert. In Band 2 geht es mit dem gleichen Witz und Humor weiter. Sabine Bohlmann hat sich eine Menge lustiger Szenen für die ungleiche Familie einfallen lassen. Familie Grause hat vom Institut für andersartige Wesen eine neue Post bekommen.

Ein Kuvert flatterte ins Haus und mit Otilies Hilfe können sie dieses auch öffenen. Ihnen wird mitgeteilt, dass sie nun sich in Phase 4 befinden. Freunde finden ist nun ihre neue Aufgabe. Aber wie findet man Freunde? Otilie meint: Auf der Arbeit, bei Hobbies,... Und schon geht los, dass sich die Erwachsenen beim Arbeitsamt melden und neue Hobbies angegangen werden....
Ich muss sagen, die Geschichte ist wirklich witzig. Es gibt so viele richtig lustige Szenen, etwa die auf dem Fußballplatz oder auch im Haus der Familie Jäger. Aber es gibt auch nachdenkliche Momente. So taucht etwa ein einsames Vampirmädchen auf, dass auch in die Sackgasse eingezoen ist, allerdings ohne Familie und Plan und fast verhungert. Aber auch Szenen, in denen sich manche Kinder so anstrengen, Freunde zu finden, aber dann ausgenutzt werden meiner Meinung nach.
Das Buch hat eine angenehme Schriftgröße und wir haben uns sehr wohl gefühlt in der Geschichte. Die Kapitel waren genau in der richtigen Länge für gemütliche Vorleseabende und die Charaktere sind uns alle ziemlich ans Herz gewachsen. Ich kann das Buch wirklich jedem empfehlen, dabei allerdings unbedingt mit Band 1 beginnen!

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Rezensionen von BarbaraM:

Vom Verlieren, Vergessen und Wiederfinden

Der Vergessenstag von Madlen Ottenschläger

Mit „Der Vergessenstag“ ist Madlen Ottenschläger ein charmantes und humorvolles Bilderbuch gelungen, das Kinder und Erwachsene gleichermaßen zum Schmunzeln bringt.
Heute ist ein ganz besonderer Tag – denn die ganze Familie will zum Sommerfest von Oma. Doch bevor es losgehen kann, muss Karli feststellen: Sein Lieblingshäschen ist verschwunden! Und wie das eben so ist – wenn eine Sache fehlt, fehlt auf einmal noch viel mehr.

Die Suche nach dem Häschen wird zu einer turbulenten Reise durch die Wohnung und durch eine Kette von kleinen Alltagskatastrophen, die viele Familien nur allzu gut kennen dürften.
Schon auf der ersten Seite waren wir sofort begeistert – denn wir haben die selbstbemalten Steine auf der Treppe entdeckt. Genau wie bei uns zu Hause! Das hat für uns sofort ganz viel Nähe und Vertrautheit geschaffen und wir waren direkt mitten in der Geschichte.
Was uns besonders gut gefallen hat: Der gereimte Text lädt nicht nur zum Vorlesen ein, sondern sorgt auch für ein herrlich rhythmisches Leseerlebnis. Kinder fiebern sofort mit und erkennen sich in Karlis kleiner Welt sofort wieder. Die Illustrationen von Sandy Thißen sind lebendig, liebevoll und voller witziger Details – hier lohnt sich ein zweiter Blick, denn es gibt viel zu entdecken.
Thematisch geht es um mehr als nur verlorene Kuscheltiere: Es geht um Familienchaos, Geduld und um das Gefühl, dass am Ende doch alles gut wird – selbst wenn mal wieder jemand das Marmeladenglas hat stehen lassen oder der Schlüssel einfach unauffindbar ist.
Fazit: Ein wunderbar warmes und alltagsnahes Bilderbuch, das mit Witz und Herz die kleinen Dramen des Familienlebens einfängt.

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Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :

Weißt du noch? Ein Bilderbuch vom Abschiednehmen von Michael Engler

Weiß du noch ist ein Bilderbuch zum Thema Tod, Trauer und Abschied, bei dem der Verlust eines einheimischen Tieres, nämlich des Eichelhähers im Vordergrund steht. Die anderen Tiere des Waldes suchen ihn und sind sehr traurig, ihn nicht finden zu können. Auch wollen manche Tiere den Verlust nicht wahrhaben und suchen ihn immer weiter.

Nachdem er auch an seinem Lieblingsplatz nicht aufgetaucht ist und dort schon kleine Pflanzen sprießen, wird der Tod dann hingenommen und betrauert. Dabei stehen die Erinnerungen an die gemeinsamen Erlebnisse ebenso im Vordergrund wie die Akzeptanz seines Ablebens. Die Themen, was nach dem Tod passiert und auch Rituale um den Tod werden ausgeklammert. Dies bietet meiner Meinung nach auch die Chance, dass das Buch für unterschiedliche kulturelle Kontexte einsetzbar ist. Die Vorstellung, die vermittelt ist, dass durch die Erinnerung der Eichelhäher noch bei uns ist. Dies wird auch illustratorisch gut umgesetzt und angedeutet durch die immer wieder auftauchenden Schatten des Eichelhähers. Das ist ein poetisch für Erwachsene wunderschönes Bild finde ich. Mein Kind hat es aber eher verwirrt. Ich muss dazusagen, dass er einen sehr naturwissenschaftlichen Zugang zur Welt hat und alles versucht, rational zu verstehen. Wir haben viel über das Buch diskutiert und für ihn war der Schatten nicht wirklich nachvollziehbar, denn der schattenwerfende Vogel ist ja in der Realität nicht da, ebensowenig wurde sein Körper als wirklich tot gefunden. Das hat uns sehr beschäftigt und ihn auch verwirrt und auch mich im ersten Moment. Ich denke, das Buch ist gut einsetzbar für phantasievolle Kinder und auch zur Vorbereitung auf das Thema ohne konkreten Anlassfall. Im konkreten Trauerfall würde ich das Buch glaube ich jetzt nicht als erstes nehmen, bzw. wenn, dann in multireligiösen Gruppen, da es ja doch vieles offen hält - was für multikulturelle Erziehung toll ist, für einen konkreteren Glaubenshintergrund aber dadurch auch wenig Vorstellungsmöglichkeiten bietet. Es bietet meiner Meinung nach sehr viel an Gefühlen und betont die Erinnerungskultur. Da diese mit den Illustrationen auch stimmig transportiert werden, ist es ein durchaus empfehlenswertes Buch. Ob es sich im Einzelfall gut eignet, sollte einfach vom Erwachsenen vorher entschieden werden.

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