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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Bianca:

Gelungener Auftakt für Dr. Yao

Mit kalter Präzision von Michael Tsokos

Michael Tsokos steht für spannende Thriller und Gänsehautmomente. Bereits seine Reihen mit Paul Herzfeld oder Fred Abel sind an Spannung kaum zu überbieten. Deshalb ist es auch wenig überraschend, dass die neue Reihe, rund um die Gerichtsmedizinerin Dr. Sabine Yao, genauso spannend ist. Das Buch ist super zu lesen, es gibt keine langweiligen Passagen - man kann es einfach nicht mehr weglegen.

Eine klare Leseempfehlung!

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Rezensionen von Jule:

Ein besonderes Leben

Great Big Beautiful Life von Emily Henry

Mit "Great Big Beautiful Life" lernen wir Emily Henry mal von einer anderen Seite kennen. Denn diese Geschichte ist keinesfalls eine RomCom, wie man sie von ihr kennt. Zwar liegt auch in dieser Geschichte ein Fokus auf der Beziehung unserer Hauptprotagonisten Alice und Hayden, aber im Vordergrund steht etwas anderes: Die Geschichte von Margaret Ives.

So gibt es zwischen Szenen von Hayden und Alice immer wieder längere Interviewphasen und Rückblicke in das Leben von Margaret. Emily Henry gelingt es eine interessante Abwechslungsreiche Story zu erschaffen, die die Protagonisten immer wieder in einem anderen Licht erstrahlen lässt. Dennoch gab es so manche Längen in der Handlung, wodurch der Unterhaltungsfaktor nicht mehr so hoch war und die Abwechslung gefehlt hat.
Am Ende hielt die Story allerdings doch noch eine Überraschung bereit, die nicht unbedingt zu erwarten, aber durchaus logisch war.

Durch ihren Schreibstil zeichnet Emily Henry auch hier die Protagonisten sehr Facettenreich. Emotionen und Gefühle kommen authentisch rüber und durch die Beschreibungen des Settings fühlt sich alles gleich sehr lebendig an. Die Bewohner von Little Crescent Island sorgen ebenfalls dafür, dass die Geschichte noch ausdrucksstärker und bunter wird.
Generell ist ein großes Gefühl von Zusammenhalt zu spüren, das immer wieder auftaucht.

Schlussendlich hat mir auch diese Geschichte von Emily Henry wieder gezeigt, wieso ich sie liebe. Zwar gab es die ein oder andere Länge, aber dieses Knistern und diese ganz besonderen Beziehungen zwischen den Protagonisten, lassen auch dieses Buch wieder zu etwas einzigartigem werden.

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Rezensionen von C.P.:

Rapider Downfall nach eigentlich gutem Start

The Wind Weaver von Julie Johnson

Ich fand das Buch leider unglaublich enttäuschend.
Dabei waren die ersten drei Kapitel wirklich gut, haben mich sehr mitgerissen und hatten mir echt einen guten Vorgeschmack gegeben. Doch mit jedem weiteren Kapitel sank meine anfängliche Begeisterung. Das Buch hat 592 Seiten und es passiert eigentlich nichts an relevanter Handlung.

Ich brauche keinen actiongeladenen Pageturner, ich mag durchaus sehr langsame Geschichten, bei denen auch ein starker Fokus auf Worldbuilding oder Nebencharaktere gelegt werden. Aber nach Beenden des Hörbuchs, das immerhin fast 17 Stunden geht, gibt es eigentlich nur zwei relevante Plots. Der gesamte Inhalt des Buches kann auf wenigen Seiten abgehandelt werden, alles andere ist Füllmaterial. Und dieses dient dabei nicht mal fürs Worldbuilding, das blieb nämlich einfach total auf der Strecke, Auch das Magiesystem wird nicht vernünftig erklärt, macht nicht den Anschein, als wäre es irgendwie ausgearbeitet. Das ist ja ok, schließlich entdecken wir als Leser:innen dieses mit Rhya zusammen. Aber ich kann mir echt nicht erklären, warum das Buch so viele Seiten hat.
Den Inhalt fand ich also enttäuschend, doch die Charaktere leider auch.
Die Art und Weise von Rhya mit anderen umzugehen wirkte auf mich leider nicht tough, erwachsen und stark, sondern einfach nur wahnsinnig zickig und schnippisch. Ich fand sie so unglaublich unsympathisch und naiv und war irgendwann einfach nur noch genervt von ihr. Ein "flotter" Spruch auf den Lippen macht einen Charakter nicht automatisch zu einer Kämpfernatur, vor allem, wenn das restliche Verhalten dermaßen kindisch ist. Bei dem Start in die Geschichte und der Prämisse ihres Charakters hätte es eigentlich ein leichtes sein sollen, starke Verbindungen zu Rhya als Protagonistin zu knüpfen. Das ist bei mir nur leider aufgrund der genannten Dinge nie passiert.
Die männlichen Hauptcharaktere sind Abziehbilder jedes beliebigen Romantasy-Buches und ich habe echt keinen Bock auf die Rückkehr von Liebesdreiecken, weil ich das starke Gefühl habe, dass sich die Geschichte in diese Richtung entwickeln könnte. Oder aber es wird so ein Tamlin-Rhysand-Ding. Das wäre zumindest nicht die einzige Sache in der dieses Buch ACOTAR nacheifern möchte.
Found Family ist nämlich ein echt großer Faktor in diesem Buch und das hätte toll sein können, leider ging aber alles viel zu schnell um wirklich glaubhaft zu sein. Rhya ist natürlich toll, kann alles und wird automatisch von fast allen Männern geliebt. Und ja, an der Stelle geht es eigentlich nur um Männer weil Entschuldigung aber wo waren in diesem Buch bitte mal die Frauen? Eigentlich gibt es neben Rhya nur zwei weibliche Charaktere, denen so etwas wie ein eigener Charakter zugeschrieben wird. Das eine ist eine gemeine Furie, weil ja irgendwie Rhyas Charakterschwächen ausgeglichen werden müssen und das funktioniert scheinbar nur, wenn es eine wirklich intrigante Zicke gibt. Das andere ist eine Frau, die etwas als Bezugsperson mit mütterlichen Aspekten aufgebaut wurde. Ansonsten gibt es eine Fülle an männlichen Nebencharakteren mit Namen und eigenen Geschichten, die alle um Rhya herumflattern. Die weiblichen Nebencharaktere haben eigentlich keinen großen Einfluss auf die Geschichte.
Das Buch las sich einfach wie eine Fanfiction von ACOTAR eines Mädchen, das sich mehr Aufmerksamkeit von Männern wünscht. Und ich bin echt kein großer Anhänger der ACOTAR-Fangemeinde, aber Found Family kann Sarah J. Maas halt wirklich gut schreiben und ist kein Vergleich zu diesem Werk.

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Rezensionen von ReiShimura:

It all started with a Big Bang

Per Lastenrad durch die Galaxis von Ruth Grützbauch

Die unendlichen Weiten des Weltalls faszinieren die Menschen schon seit ewigen Zeiten. Und fiktionale Bücher, Serien und Filme zu diesem Thema erfreuen sich großer Beliebtheit. Doch viele wollen auch verstehen was da wirklich vor sich geht. Wie entstand das Universum? Was sind Galaxien und wie viele davon gibt es eigentlich? Diese und noch viele andere Fragen beantwortet Ruth Grützbauch in ihrem Buch auf sehr humorvolle, anschauliche und trotzdem wissenschaftliche Art und Weise.

Jemand der sich schon intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt hat mag dieses Buch vielleicht ein wenig zu trivial finden. Absolute Laien, die sich noch überhaupt nicht mit der Thematik beschäftigt haben, könnten von dem Buch überfordert sein. Also für wen ist dieses Buch dann geeignet? Für alle die sich mit dem Thema auseinandersetzen wollen. Denn das Buch kann die Leserin oder den Leser mit wissenschaftlichen Fakten begeistern und dennoch die Zusammenhänge so anschaulich und bildlich erklären, dass man auch ohne großes Vorwissen versteht, was vor sich. Dennoch werden auch Menschen, die sich intensiver mit Galaxien beschäftigt haben auf ihre Kosten kommen. Da bin ich mir sicher.
Was unterscheidet dieses Buch jetzt von anderen Sachbüchern zu diesem Thema? Einerseits natürlich die Art und Weise wie Ruth Grützbauch die Themen erklärt. Andererseits, und das ist vielleicht der wichtigste Punkt, ihre persönlichen Erlebnisse. Diese machen das Buch besonders lebendig und interessant.
Da ich leider bis dato nur sehr eingeschränkte Kenntnisse über Galaxien besaß, war das Buch für mich äußerst lehrreich, aber auch eine kleine Herausforderung. Es ist definitiv kein Buch für nebenbei, sowie das oft bei Sachbüchern der Fall ist. Hier muss man sich schon auf das Geschriebene konzentrieren und vielleicht auch die eine oder andere Passage mehrfach lesen. Dafür wird man aber auch mit vielen spannenden und interessanten Fakten belohnt.

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Rezensionen von Julchentim:

Dunkel, chaotisch, faszinierend - ein wilder Auftakt mit Potential

The Deer and the Dragon von CJ Piper

„The Deer and the Dragon“ von Piper C.J. hat mich komplett überrascht, auf die gute Art, aber mit ein paar Stolpersteinen. Man merkt einfach, dass die Autorin in Thema Mythologie richtig tief drin steckt. An manchen Stellen hatte ich wirklich das Gefühl, ich müsste mir Notizen machen, um der ganzen Symbolik und den Verbindungen gerecht zu werden.

Es ist beeindruckend, wie viel Wissen und Details hier eingeflossen sind, manchmal vielleicht etwas zu viel für den Auftaktband.

Was mich aber absolut bei der Stange gehalten hat, waren die Charaktere. Caliban und Az haben mich regelrecht um den Verstand gebracht, zwischen Schmachten und Kichern war alles dabei. Fauna? Ein Highlight. So herrlich eigen und präsent. Mar, die Hauptfigur, blieb für mich noch ein bisschen blass, aber ich habe das Gefühl, wir kratzen bisher nur an ihrer Oberfläche, und da kommt noch einiges.

Der größte Kritikpunkt für mich: Die ersten Kapitel wirkten etwas sprunghaft und unübersichtlich. Die Welt ist unfassbar komplex, und ich hätte mir gewünscht, dass bestimmte Rückblicke oder Erklärungen besser über das Buch verteilt wären, gerade, was die Geschichte zwischen Mar und Caliban angeht. Die emotionale Tiefe hätte noch mehr treffen können, wenn man mehr von ihrer Vergangenheit gespürt hätte.

Trotzdem: Es war spannend, düster, stellenweise sexy, und ich habe mich nie gelangweilt. Es ist keine cosy Romantasy, es ist wild, dunkel und ein bisschen überfordernd, aber auf eine gute Art. Und ich bin sehr gespannt, wie es in Band zwei weitergeht.

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Rezensionen von tenorschramme:

Gelungene Fortsetzung

Die Spurenfinder und das Drachenzepter von Marc-Uwe Kling; Johanna Kling; Luise Kling; Elisabeth Kling

arc-Uwe Kling ist einfach ein Genialer Autor!
Egal ob Känguru, Comic, KInderbuch oder Thriller; alles hat bei Ihm einen leicht ironischen und damit urkomischen Touch.

So geht es auch im "Fantasy-Krimi" nicht ohne Lacher. Vor allem , da der Autor das gesetzte Genre imemrwieder gern selbst auf die Schippe nimmt.

Da wie im ersten Teil seine Töchter mitgeschrieben haben kann man hier also im wahrsten Sinn des Wortes von eienr Familiengeschichte reden.

Nun aber zum Inhalt:
Nach dem der Berühmte Spurenfinder Elos von Bergen den ersten Fall zusammen mit seinen Kindern abgeschlossen hat geht es hier nun erstmal direkt zum König dem ein Wichtiges Zepter gestohlen wurde, welche für die anstehende Unabhängigkeitstagsfeier benötig wird. Und natürlich helfen ihm Elos und seine beiden neuen Spurenfinder Ada und Naru.
Der Titelgebende Fall ist aber nur der Auftakt zu einem viel größeren, spannenderem und komischerem Abenteuer.

Besonderer Tip:
Die Horbuchversion wurde vom Autor selbst eingesprochen und verleiht allen Charackteren dadurch besondere Tiefe.
Auch wenn man meint ab und zu ein gewisses kommunistisches Känguru im Ohr zu haben.

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Rezensionen von Furbaby_Mom:

Ganz okay

Great Big Beautiful Life von Emily Henry

Nachdem "Book Lovers" mich extrem begeistert hatte, war meine Vorfreude auf ein neues Henry-Werk immens - zumal bereits der Klappentext unheimlich vielversprechend klang.

Leider blieb die inhaltlich durchaus gut durchdachte, auf unterschiedlichen Zeitebenen angelegte (Love) Story letztlich jedoch aus mehreren Gründen hinter meinen Erwartungen zurück:

❏ Margarets Erzählung (= ihre sich über mehrere Generationen erstreckende Familiengeschichte) zog sich zu sehr in die Länge und konnte mich nicht wirklich fesseln (zumal alles von einem Hauch Traurigkeit bzw.

Tragik umweht war und ich gewisse Figuren schlichtweg nicht sympathisch fand)

❏ Alice und Hayden wirkten (im Vergleich zu anderen Romanzen) einerseits relativ blass und zugleich in den für sie auserkorenen Wesenszügen überzeichnet (SIE sonnig-überdreht und stets "zwitschernd", ER bewusst mysteriös und teilweise recht zynisch-grummelig).

Nichtsdestotrotz gab es natürlich auch positive Aspekte des Romans:

❏ die Handlung wartet mit einigen berührenden Szenen auf

❏ die sommerlichen Settingbeschreibungen machen direkt Lust auf einen Urlaub

❏ clever gesetzte Twists.


Fazit:
Ein solider, unterhaltsamer Roman, wenn auch nicht mein Favorit der Autorin. Wenn ihr Stories um Familiengeheimnisse mögt, werdet ihr voll auf eure Kosten kommen.

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Rezensionen von Lydia_Te:

Langatmig und sprunghaft

Eine Welt nur für uns von Claire Deya

„Eine Welt nur für uns“ von Claire Deya hat mich leider nicht überzeugt.
Der Einstieg in die Geschichte war noch ganz in Ordnung und interessant. Normalerweise gefällt es mir, wenn die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Hier war das aber leider nicht der Fall. Als Saskia ins Spiel gekommen ist, hat der Roman für mich leider stark abgenommen.

Möglicherweise soll sie geheimnisvoll wirken, auf mich macht es aber einen zerstreuten und willkürlichen Eindruck. Daher wäre es für mich besser gewesen, sich auf einige wenige Protagonisten zu konzentrieren, damit man mit diesen wenigstens eine Verbindung aufbauen kann.
Außerdem hinterlässt der Schauplatz bzw. die Umgebung keinen bleibenden Eindruck. Teilweise fällt es mir schwer dem Geschehnis zu folgen bzw. mir eine innere Karte zu bilden wo der Erzählende bzw. die Erzählende sich gerade befindet und warum die Person so schnell von A nach B gelangen kann.
Generell wirken die Figuren für mich einen Hauch zu geheimnisvoll. Wenn der Roman schon 441 Seiten hat, könnte man ruhig mehr auf die Figuren eingehen, damit man sich ein Gesicht zum Namen machen kann.
Die Geschehnisse machen auf mich auch einen willkürlichen Eindruck, bzw. werden Personen in der Geschichte hinzugezogen die es nicht wirklich brauchen würde. Da wäre vielleicht eine Auktorialer oder Neutraler Erzähler die bessere Wahl gewesen, würde die Geschichte vielleicht auch etwas abrunden.
Auf jeden Fall hat die Geschichte für mich keinen klaren erkennbaren roten Faden und sie wirkt langatmig und sprunghaft gleichzeitig.

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Rezensionen von Kwinsu:

Großartiges Portrait eines besonderen Mädchens

Durch das Raue zu den Sternen von Christopher Kloeble

Arkadia Fink, 13 Jahre alt, weiß ganz genau was sie will: in einem Knabenchor singen und dadurch berühmt werden. Auf dem Weg dorthin lässt sie sich keine Steine in den Weg legen - weder von ihrem ablehnenden Vater, noch von ihrer Mutter, die nur mal kurz weggegangen ist und schon gar nicht von der Tatsache, dass die kein Knabe ist.

..

Was für ein großartiges Buch ist Christopher Kloeble hier gelungen! Der Autor schafft es, Arkadia absolut authentisch darzustellen: sie hat Ecken und Kanten, strotzt vor Selbstbewusstsein, ist wütend, durchsetzungsstark, liebt Musik abgöttisch - vor allem Beethoven (der im übrigen eine Frau war) und vor allem kann sie es meisterhaft, die Realität zu verdrängen. Trotzdem sie weiß was sie kann, stößt sie immer auch an ihre Grenzen, trifft aber auf Menschen, die an sie glauben und sie fördern. Gegen jene, die sie nicht so gut behandeln, setzt sie sich gekonnt und durchaus auch boshaft zur Wehr.

Auch wenn Arkadia sehr willensstark ist, ist sie gleichzeitig auch sehr verletzlich. Keiner, wirklich keiner darf ihr gegenüber den Satz: "Deine Mutter ist..." benutzen, denn derjenige erlebt sein oder ihr blaues Wunder, im wahrsten Sinn des Wortes. Ganz offen spielt der Autor mit dem Verdrängungsmechanismus des Mädchens: die Ich-Erzählerin sagt, was nicht so geschah, obwohl es alle so erzählen; sie träumt davon ihren ersten großen Auftritt vor ihrer Mutter zu bestreiten, obwohl die Leser:innen ahnen, dass dies eher unwahrscheinlich ist. Bis zum Schluss ist nicht klar, warum die Mutter nur kurz einmal weggegangen ist, die Auflösung überrascht, ist aber nachvollziehbar und gibt dem starken Charakter Arkadia noch eine weitere Facette.

Meine Stimmung beim Lesen schwankte zwischen amüsiert sein, Bewunderung und Mitleid für dieses besondere Mädchen. Trotzdem ihr schon etliche schlechte Dinge passiert und ihre Eltern das Gegenteil von perfekt sind, zieht sie aus allem positive Kraft. Wird sie auf Fehler hingewiesen, lernt sie daraus und will die Sache umso mehr. Ich konnte mich sehr in die Figur hineinversetzen und wollte ob der Intensität des Textes, der mitreißenden und eindringlichen Sprache, Sätze wie: "Es geht nicht um falsche oder richtige Töne, es geht um starke oder schwache Entscheidungen." (S. 65f.), der Tatsache, dass Arkadia immer wieder das Unmögliche möglich macht und dem Stimmungsmix aus Melancholie, Tiefe, Verdrängung und Hoffnung gar nicht mehr zum Lesen aufhören.

Christopher Kloeble ist mit "Durch das Raue zu den Sternen" ein großartiger Roman gelungen, der definitiv eines meiner Lesehighlights des Jahres 2025 ist. Es ist eine mitreißende und authentische Geschichte, die ermutigt niemals aufzugeben. 10 von 5 Sternen!

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Rezensionen von C. P.:

Die Magie der Feinde - High Fantasy mit diversen Schwächen

Faebound von Saara El-Arifi

Die Erzählung spielt in einer Welt, in welcher Menschen, Fae und Elfen sich einst das Land teilten. Jedes Volk erhielt von seiner ihr zugehörigen Gottheit die ihm eigene Magie. Diese Zeit ist jedoch lange vorbei, die Völker bekriegten sich so lange, bis nur noch die Elfen übrig blieben. Das Volk, welches von sich glaubt, nur die Vorteile von Mensch und Fae in sich zu vereinen.

Das Volk, welches sich nun untereinander im ewigen Krieg um Ressourcen bekämpft.
Erzählt wird aus der Perspektive von zwei Personen. Die erste Person ist Yeeran, eine erfolgreiche Soldatin vom Elfenstamm des Abnehmenden Mondes, die wegen eines Fehlers bei ihrer Anführerin in Ungnade fällt und verbannt wird. Die zweite Person ist Lettle, Yeerans jüngere Schwester und gelernte Wahrsagerin. (Der Epilog bekommt dann später eine Extra-Perspektive).
Gemeinsam mit Rayan, einem weiteren Soldaten der Elfen, geraten die Schwestern in die Gefangenschaft der totgeglaubten Fae. Von da an geht es um Vorurteile, Vertrauen, Verrat, Liebe, Hass, Unterdrückung, Macht, Magie, Vergangenheit, Zukunft, Familie, kurz: man bekommt ein kunterbuntes Programm geboten in einer Welt, in der Frauen und Männer gleichberechtigt sind. Wenn auch zwischendurch mit einigen Längen. Unterstützt von einer wirklich gelungenen Landkarte im Buch sowie einer Notizsammlung der Elfen am Ende des Romans.
Dennoch gibt es einige Kritikpunkte, sowohl inhaltlich wie auch stilistisch. Wiederholt gab es Szenen, in denen gefühlt Sätze fehlten, der Anschluss sich nicht stimmig anfühlte. Auch hätte ich mir wirklich sehr gewünscht, dass die Autorin die Detailverliebtheit, welche sie für Kleidung, Frisuren und Accessoires aufbrachte, in mindestens der Intensität auch für die Beschreibung der Umgebung eingesetzt hätte. Mehrfach wußte ich bis ins Details, wie die Hauptpersonen aussahen, hatte jedoch keine Ahnung, wie ich mir den Platz, die Straße, den Raum oder das Fest optisch oder akustisch vorzustellen hatte. Auf Dauer ziemlich öde. Dann wurde für die deutsche Übersetzung leider das nonbinäre englische (!) Personalpronomen they benutzt, obwohl es die deutsche Variante sier gibt, die sich deutlich harmonischer liest. So hatte ich beim Lesen immer wieder dieses englische Wort im deutschen Text, was sich genauso nervig liest, als hätte man die deutschen Artikel (der, die, das) einfach in englisch (the) geschrieben. Und der letzte Kritikpunkt, der mich ebenfalls sehr gestört hat, ist die Tatsache, dass die Autorin die Elfenfreunde in zwei Punkten unnötig dumm darstellt, damit sie zum Schluss die Leserschaft mit zwei Überraschungen beeindrucken kann (die sie für ebenso unaufmerksam hält?). Ich sag mal so: Das waren zwei Dinge, welche jede Person bereits zu Beginn der Gefangenschaft hinterfragt hätte. Und die drei Elfen sind mehrere Monate bei den Fae! Zum Einen ist es die unerklärliche Magie, auf welche Yeeran und Rayan bei einem Angriff auf verfeindete Elfen treffen und die sich exakt mit der Magie der Fae deckt (was denen überhaupt nicht auffallen soll?). Zum Anderen treffen die drei bei den Fae auf einen weiteren Gefangenen, bei dem diverse Details sehr eindeutig auf seine Herkunft hindeuten, aber auch das soll keinem der drei Elfen innerhalb all der Wochen auffallen. Das fand ich extrem schwach konstruiert, der Typ hatte im übertragenen Sinne schon fast ein Namensschild samt Steckbrief um den Hals hängen. Das hätte die Autorin geschickter angehen müssen, um die Überraschung glaubhaft zu präsentieren. Dennoch hoffe ich, dass die Folgebände dieser Trilogie besser ausfallen, da die Grundidee vielversprechend wirkt.

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