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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Anabellb:

Berührende Geschichte

Der Kindersuchdienst von Antonia Blum

Das Cover hat mich direkt angesprochen und auf einen historischen Roman hingewiesen. Es passt gut zur Geschichte.
Erst zum Ende des Buches ist mir gewusst geworden, dass ich die Autorin bereits kenne. Ich habe ihre Bände "Kinderklinik Weissensee" gelesen und nur so "verschlungen".

Ebenso ging es mir mit diesem Buch.
Antonia Blum hat eine flüssige, einfühlsame Schreibweise, die mich gut in die Situation hat einfühlen lassen. Sie hat interessante, sehr authentische Charaktere geschaffen, die ich gerne kennengelernt und deren Leben/Schicksale mit Spannung verfolgt habe.
Durch unerwartete Wendungen hat die Autorin die Spannung bis zum Ende hoch gehalten.
Da es sich um einen Roman nach wahrer Begebenheit handelt, fand ich das Schlusswort der Autorin sehr interessant und aufschlussreich. Ich freue mich schon auf denn zweiten Band, der leider erst am 30.04.2026 erscheint.
Fazit: Lesenswerter, einfühlsamer Roman nach einer wahren Begebenheit

Das Cover hat mich direkt angesprochen und auf einen historischen Roman hingewiesen. Es passt gut zur Geschichte.
Erst zum Ende des Buches ist mir gewusst geworden, dass ich die Autorin bereits kenne. Ich habe ihre Bände "Kinderklinik Weissensee" gelesen und nur so "verschlungen".
Ebenso ging es mir mit diesem Buch.
Antonia Blum hat eine flüssige, einfühlsame Schreibweise, die mich gut in die Situation hat einfühlen lassen. Sie hat interessante, sehr authentische Charaktere geschaffen, die ich gerne kennengelernt und deren Leben/Schicksale mit Spannung verfolgt habe.
Durch unerwartete Wendungen hat die Autorin die Spannung bis zum Ende hoch gehalten.
Da es sich um einen Roman nach wahrer Begebenheit handelt, fand ich das Schlusswort der Autorin sehr interessant und aufschlussreich. Ich freue mich schon auf denn zweiten Band, der leider erst am 30.04.2026 erscheint.
Fazit: Lesenswerter, einfühlsamer Roman nach einer wahren Begebenheit

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Rezensionen von Harakiri:

Der Teddy

HULDA von Ragnar Jónasson

Wie alles begann
1960 – ein Kind verschwindet an Hl. Abend
1980 – Der Teddy des Kindes taucht in einem abgelegenen Bergdorf wieder auf. Hulda bekommt den Auftrag zu den Ermittlungen. Lebt das Kind vielleicht noch? Die Nachforschungen gestalten sich alles andere als einfach – und dann ist da auch noch Isak.

Ich mag die Reihe um Hulda sehr gerne. Und jetzt ein Buch zu lesen, das vor der Trilogie spielt, ist sehr interessant. Man erfährt die Hintergründe und wie Hulda zu der wurde, die sie in der Trilogie war, ihre Träume und Wünsche und ihre Karriere.
„Hulda“ ist wieder sehr mitreißend geschrieben. Die dunklen Winternächte auf Island tragen zu einer beklemmenden Atmosphäre bei und Huldas Gefühle, die Achterbahn fahren, machen alles noch interessanter. Die Ermittlungen sind schwierig. Wie soll man nach 20 Jahren noch eine Spur von etwas finden? Doch Jonasson lässt seine Polizistin über sich hinauswachsen und die Auflösung ist sehr überraschend.
Der Schreibstil ist typisch für nordische Krimis: klar und prägnant, dabei unaufgeregt und ohne blutige Serienmörder. Und genau das macht den Krimi (als Thriller würde ich das Buch hier eher nicht einsortieren) so lesenswert.
Fazit: Man merkt dem Roman die Liebe des Autors zu Agatha Christie an. Ein Buch, das ich in einem Rutsch durchgelesen habe.

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Rezensionen von Bibibabby:

Tolles Abenteuer

Toni Tintenklecks auf mäusischer Mission von Kathleen Freitag

"Toni Tintenklecks" ist ein kindgerechtes Mausabenteuer für Kinder ab sechs Jahren.

Der kleine Toni ist eine Maus und wohnt in der Wohnung von Herrn Pantoffel mit seinen Freunden: Marder Matti und Motte Lotte. Toni hat eine besondere Fähigkeit: Er kann lesen und schreiben. Die Fähigkeit benutzt er, um Herrn Pantoffel beim Kreuzworträtseln (heimlich) zu helfen.

Als plötzlich ihr gemütlicher Alltag durch einen Brief durcheinander gebracht wird, müssen die drei Freunde ins gefährliche Draußen, um die Antwort abzufangen.

Die Geschichte ist schön und kindgerecht. Die Hauptfiguren begegnen vielen anderen Tieren, die ihnen dabei helfen, den Brief zu finden. 

Der Schreibstil ist witzig, aber nicht ganz simpel. Die Autorin hatte viel Spaß, mit Wörtern zu spielen. "Mausgespannt", "mäuseschwindelig", "eulenentsetzt", "vogelverrückt" sind lustige Schöpfungen, denen man beim Lesen begegnen wird. Für die Jüngeren eignet sich dieses Buch also eher zum Vorlesen. Meinem sechsjährigen Kind hat das Buch gut gefallen.

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Rezensionen von bine525:

Raffinierte und verzweigte Mordpläne

Very Bad Widows von Sue Hincenbergs

Hoppala, das ist ja mal eine ganz andere Buchkategorie wie gewohnt. Ich nenne es mal tiefschwarz amüsanter Frauenkrimi. Ich bin im etwa gleichen Alter wie diese Frauenrunde und kann die mörderischen Gedanken eigentlich recht gut nachvollziehen. Auch die Ängste um mögliche Altersarmut bedrücken mich regelmässig und werden in der momentanen Wirtschaftskrise nicht weniger.

Im Alter werden die Probleme mit dem Zusammenleben auch nicht einfacher und das Buch ist wie ein raffinierter Lösungsweg für viele Probleme, aber natürlich nur theoretisch und nicht als Anleitung gedacht. Vom Schreibstil her ist es einfach geschrieben und dennoch nice abwechslungsreich - ich bin schnell voranzukommen mit dem Lesen trotz der Dicke des herrlichen Schmökers.
Und das farbenfrohe Buch mit dem aktuellen limitierten Farbschnitt ist auch noch ein echter Hingucker im Buchregal. Deshalb eine definitive Kaufempfehlung von mir es möglichst bald für eine gute Freundin zu kaufen, die auch ab und zu ihre Probleme mit ihren Ehemann hat und gerne darüber schmunzeln möchte. Denn nach diesem Buch kommen einem die eigenen Sorgen nur noch wie kleine Sörgelchen vor.

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Rezensionen von carola1475:

Spannend und wendungsreich

Die gute Tat von Hubertus Borck

Franka Erdmann und Alpay Eloğlu vom LKA Hamburg haben es in ihrem vierten Fall mit einer Wasserleiche zu tun. Bei den Ermittlungen stoßen sie auf eine Reihe von Vermissten, die sich ehrenamtlich engagiert hatten, ist das ihre Gemeinsamkeit?

Besonderen Spaß macht an dieser Reihe die Entwicklung des Verhältnisses der beiden Protagonisten.

Trotz des großen Altersunterschiedes und der gegensätzlichen Persönlichkeiten ergänzen und schätzen sich Franka und Alpay, sie sind ein gutes Team. Nach dem plötzlichen Tod ihres Chefs stehen Veränderungen in der Abteilung an, über die auch Franka sich Gedanken macht. Sie ist sehr zufrieden mit Alpays Entwicklung in den vergangenen drei Jahren und kann ihm auch mal die Führung bei den Untersuchungen überlassen, was ihr nicht ganz leicht fällt, sie aber entlastet und ihr so auch gut tut. Die komplexe Ermittlungsarbeit erscheint mir authentisch beschrieben und es wird auch klar, dass ein derart vielschichtiger Fall den engagierten Kommissaren kaum eine Atempause lässt, bis die Puzzleteilchen endlich an die richtige Stelle fallen und das Rätsel gelöst ist.

Nicht nur die Figurenzeichnung der Ermittler überzeugt, auch die Opfer, deren Angehörige und die Täterperson werden glaubwürdig und eindringlich beschrieben. Hubertus Borck legt einige falsche Fährten, denen ich mehr oder weniger gefolgt bin und die mich über die Identität des Täters rätseln ließen.

Der Schreibstil ist klar, lebendig und angenehm zu lesen, erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven und auf zwei Zeitebenen, wobei der Zusammenhang vorerst unklar bleibt. Der Autor hat gut recherchiert, vermittelt Hamburger Lokalkolorit und bindet auch Gesellschaftskritik in die Geschichte ein. 'Die gute Tat' ist bis zum Ende spannend, fesselnd und wendungsreich. Auch dieser vierte Teil der Reihe hat mich sehr gut unterhalten und ich freue mich auf eine Fortsetzung.

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Rezensionen von Liddy:

Eine tolle Geschichte über den ersten Kindergartentag

tiptoi® Abenteuer Großwerden - Piet kommt in den Kindergarten von Sandra Grimm

In diesem Buch können wir mit Piet zusammen den Kindergarten entdecken. Er hat seinen ersten Tag und ist ganz schön aufgeregt.

Gemeinsam mit Piet entdecken wir viele spannende Dinge. Da sind die anderen Kinder, ganz viel Spielzeug und viele neue Eindrücke. Im großen Gruppenraum kann man singen, spielen oder basteln.

Bei so viel Spielzeug wird einem garantiert nicht langweilig. Nach dem Spielen frühstücken alle zusammen und dann geht es wieder zum Toben. Nach dem Mittagsschlaf gehen alle noch gemeinsam auf den Spielplatz, bevor die Kinder abgeholt werden.

Die Seiten sind schön robust und mit so viel Liebe zum Detail gestaltet. Die Illustrationen sind farbenfroh und sehr gelungen. Außerdem gibt es unten auf den Seiten noch Zeichen. Mit der lila Musiknote kann man sich ein Lied anhören, der grüne Pfeil spielt das Geräusch oder den Satz noch einmal ab und die rote Tür stoppt die Wiedergabe. Auf der letzten Seite gibt es ein blaues Buch, in dem Piet noch einmal seinen ersten Kindergartentag zusammenfasst.

Das Buch bereitet uns sehr viel Freude und wir greifen gerne wieder darauf zurück, weshalb es ganz klar 5 Sterne gibt!

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Rezensionen von nessabo:

Eine Romance, in der Ernsthaftigkeit und Humor zusammenkommen

Just for the Summer von Abby Jimenez

Abby Jimenez schreibt ganz besondere Romance, die sich weniger durch Spice oder eine klassische Love Story kennzeichnet, sondern vielmehr durch Figuren mit ungewöhnlich vielschichtiger und durchaus auch schwerer Vorgeschichte. Das Cover, welches zudem mit der üblichen Optik der Reihe bricht, halte ich für eine fragwürdige Entscheidung des Verlags und es wirkt auf mich ehrlicherweise auch ziemlich banal, was der Tiefe des Romans gar nicht gerecht wird.

Wie schon gewohnt gibt Jimenez ihren Figuren nämlich ein Profil voller Komplexität: schwere bis traumatische Kindheitserfahrungen, PTBS und andere Traumareaktionen, Herausforderungen in zwischenmenschlichen Beziehungen, Verantwortung für das eigene Leben. Und trotzdem sind die Protagonist*innen immer so freundlich, dass es mein Herz sehr berührt. Das Drama in Jimenez’ Romanen entsteht weniger durch die üblichen Missverständnisse und Fehlinterpretationen, sondern kommt vielmehr aus den Figuren, die mit der eigenen Prägung umzugehen versuchen. Dass das geht, ohne andere Menschen extrem zu verletzen, finde ich ehrlich gesagt erfrischend und wohltuend.

Spice spielt weniger eine Rolle, stattdessen habe ich Emma und Justin von Anfang an einfach gern begleitet. Die beiden haben eine unglaublich gute Chemie und ich mochte das gegenseitige Verständnis sowie ihren Humor so gern, dass ich nicht aufhören wollte zu lesen. Die Verhalten beider Protas empfand ich stets als nachvollziehbar angesichts ihrer Vorgeschichten und aktueller Herausforderungen.

Gleichzeitig finde ich es einfach nur toll, dass auch hier wieder eine Freundinnenschaft so eine zentrale Rolle spielt. Emma wird nicht von Justin gerettet, stattdessen spielen ihre beste Freundin Maddy und Therapie eine wichtige Rolle. Generell existiert um die Hauptfiguren herum einfach noch ein Leben mit anderen Bezugspersonen, was die Geschichte für mich umso glaubhafter macht. Wie schon bei „Yours Truly“ ging es mir am Ende dann ein wenig zu schnell, aber insgesamt fand ich den letzten Teil der Reihe ganz toll und ich habe mich gefreut, einige bekannte Figuren des Universums wiederzusehen.

Klare Leseempfehlung für alle, die humorvolle Romance suchen, sich aber auch nicht vor Figuren scheuen, welche mit ihren eigenen Dämonen kämpfen. Ich lobe extrem, dass mentale Gesundheit bei Jimenez immer so viel Raum bekommt und finde es beeindruckend, wie sie aus dem Leben gegriffene Geschichten schreibt, die mitreißend sind ohne konstruiert dramatisch zu sein.

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Rezensionen von Sina:

Verwobene Schicksale

Beeren pflücken von Amanda Peters

In ihrem Roman „Beeren Pflücken“, nimmt uns die Autorin Amanda Peters mit auf eine 5 Jahrzehnte andauernde literarische Reise zwischen Nova Scotia und Maine. Aus den Perspektiven der zwei Hauptfiguren erfahren wir welches Schicksal ihre Familien miteinander verbindet und wie dieses Einfluss auf die Leben der Figuren in Gegenwart und Vergangenheit nimmt.

Im Sommer 1962 verschwindet die 4-jährige Ruthie, jüngste Tochter einer Mi’kmaq Familie aus Nova Scotia, welche die Saison über in Maine auf einem Blaubeerfeld arbeitet. Von der Polizei können sie keine Hilfe erwarten und so begibt sich die Familie alleine jeden Tag auf die kräftezehrende Suche nach der kleinen Ruthie, jedoch ohne Erfolg.
Die Trauer, welche mit dem großen Verlust einhergeht, versucht jedes Familienmitglied anders zu bewältigen. Während die Mutter die Hoffnung nie ganz aufgeben kann und fest daran glaubt, dass ihre Tochter noch am Leben ist und irgendwann zu ihnen zurückkehren wird, möchte die ältere Schwester Mae lieber mit der Vergangenheit abschließen. Joe, der zum Zeitpunkt des Verschwindens 6 Jahre alt war und der letzte, der seine kleine Schwester gesehen hat, kann nur schwer mit dieser Verantwortung umgehen und entwickelt seine ganz eigenen Bewältigungsstrategien.

Norma wächst als Einzelkind einer überfürsorglichen Mutter und einem emotional distanzierten Vater in Maine auf. Sie führt ein abgeschiedenes Leben und ihre einzigen richtigen Bezugspersonen sind ihre Tante June und deren Freundin Alice. Seit sie ca. 5 Jahre alt ist, wird sie von widerkehrenden Alpträumen geplagt, die viele Fragen in ihr aufkommen lassen. Könnten ihre Träume vielleicht in Wahrheit Erinnerungen sein? Und wieso fühlt sie so eine tiefgreifende innere Leere in sich? Bei ihrer Mutter stößt Norma auf Widerstand, doch sie scheint schon früh zu ahnen, dass die Dinge anders sind, als man ihr weismachen möchte.

„Beeren Pflücken“ ist eine unfassbar bewegende Geschichte, die sich mit Themen wie der persönlichen, sowie kulturellen Identität, Familie, Trauma, Trauer, Verlust und Hoffnung befasst.
Der wunderschöne Schreibstil und die Sprachgewandtheit Peters‘ machen das Lesen zu einem einzigartigen Erlebnis. Die Vorhersehbarkeit der Handlung ist von Anfang an gegeben und es geht in der Geschichte weniger um ein zu lüftendes Mysterium, als viel mehr um die Schicksale und dessen Auswirkung auf die einzelnen Figuren.

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Rezensionen von nessabo:

Eine Geschichte mit viel Schwere, die mich trotz interessanter Impulse sehr angestrengt hat

Oh Sunny von Ta-Som Helena Yun

Ich war sehr gespannt auf dieses Buch und die Einblicke in ein deutsch-koreanisches Leben. Und so spannend einige Impulse auch waren, habe ich mich doch aus verschiedenen Gründen ziemlich durch diese Geschichte geschleppt.

Sprachlich finde ich das Buch schon einmal eher herausfordernd. Wenig Dialoge, eine sehr in sich sitzende und damit auch isolierte Protagonistin, deren Leben und Gedanken für mich oft schwer auszuhalten waren.

Ich mag dialogarme und sehr charakterbezogene Geschichten einfach deutlich weniger, weil ich vor allem Beziehungen und Figuren in Interaktion mit anderen reizvoll finde.

Und dann gibt es einfach Themen, auf die ich sensibel reagiere und die recht viel Raum einnehmen - völlig zu Recht, aber durch meine Empfindsamkeit war es mir in Summe einfach zu viel. Sunny und ebenso Ha als Nebenfigur erfahren wiederholt Gewalt in ihrem Leben, ganz speziell auch innerhalb ihrer Familien. Zusätzlich kämpft Sunny immer wieder mit schweren depressiven Episoden. Das allein finde ich schon nicht so leicht auszuhalten, auch wenn es sehr wichtige Themen sind. Doch durch das Buch zieht sich ein Muster von fehlender Bindung, ja gar von Beziehungsverweigerung, die mir Sunny hat fremd werden lassen. Auch kam mir die angekündigte Selbstfindung/Selbstermächtigung am Ende etwas holprig bzw. einfach zu kurz daher.

Interessant und tiefgründig fand ich verschiedene geschichtliche Komponenten, vor allem zu den euphemistisch bezeichneten „Trostfrauen“. Deren Geschichte kannte ich bislang nur absolut oberflächlich und ich mag es, wie im Roman immer wieder über die fehlende Aufarbeitung und die stattdessen existierende Scham reflektiert wird. Auch die Gleichzeitigkeiten von rassistischen Stereotypen und tatsächlichen Wahrheiten, die Sunnys Leben betreffen, fand ich spannend.

Sicher zeigt die Geschichte auf sehr authentische Weise die innere Zerrissenheit einer jungen Deutsch-Koreanerin. Doch insgesamt habe ich einfach deutlich zu sehr gekämpft mit diesem Roman. Die Kombination aus meinen Präferenzen in Bezug auf Schreib- sowie Erzählstil und meiner Sensibilität den behandelten Themen gegenüber machte das Buch einfach nicht zu einem Match für mich.

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Rezensionen von Sina:

Auf Sinnsuche mit den Sternen

Stars von Katja Kullmann

Mit „Stars“ hat die Sachbuch-Autorin Katja Kullmann ihr Roman-Debüt erschaffen.

In der Geschichte begleiten wir Carla Mittmann, eine Endvierzigerin, die alleine in ihrer kleinen Altbauwohnung lebt. Nachdem sie ihr Philosophiestudium unfreiwillig a den Nagel hängen musste, sitzt sie ihre Zeit in der Serviceabteilung eines Möbelhauses ab.

Um ihren Kontostand etwas aufzubessern betreibt sie nebenher noch eine Website, auf welcher sie ihre astrologischen Beratungsdienste als „Cosmic Charly“ anbietet und das, wobei sie selbst gar nicht daran glaubt.
Als eines Tages plötzlich ein Stein durch ihr Fenster fliegt und Carla daraufhin nicht nur ein Paket mit 10.000 Dollar, sondern auch noch eine rätselhafte Botschaft vorfindet, gerät etwas ins Rollen, was Carlas Welt komplett auf den Kopf stellt…
Mit der finanziellen Absicherung im Rücken traut sie sich endlich, ihren Teilzeitjob zu kündigen und sich das Leben aufzubauen, welches sie sich nicht zu erträumen wagte.

Die Leser*innen begleiten Carla Schritt für Schritt bei ihrer Wandlung von der genügsamen und unsicheren Frau zur geschätzten „Godmother of Astro-Wisdom“.
Obwohl Carla schon älter ist, wirkt sie jünger und es wird das Gefühl eines Coming-of-Age-Romans vermittelt, was mir gut gefallen hat. Es macht Mut und zeigt, dass man sein Leben auch im fortgeschrittenen Alter noch einmal umkrempeln kann, wenn man an sich und seine Ziele glaubt. Wie das Ende des Romans letztendlich zeigt, haben keine „kosmischen Zufälle“ Carla an ihr Ziel gebracht, sondern ihr neu gewonnenes Selbstbewusstsein und ihr positives und aufgeschlossenes Mindset. Sie hat lediglich einen kleinen Anstupser von außen gebraucht.

„Stars“ ist für mich eines dieser Bücher, in welchem die Handlung selbst weniger im Fokus steht, als vielmehr die Botschaften zwischen den Zeilen. Welchen Einfluss hat der Glaube an Esoterik und Astrologie auf die Menschen, insbesondere in (persönlichen) Krisenzeiten? Wie wird dies für kommerzielle Zwecke (aus)genutzt?
Gewünscht hätte ich mir jedoch etwas mehr Tiefgang im Hinblick auf Carlas Vergangenheit. Gerne hätte ich mehr über die gebrochene Beziehung zu ihrer verstorbenen Mutter und ihrer Kindheit generell erfahren.
Auch die Frage, wo das Geld herkam, blieb schlussendlich offen.
Die Wendung am Ende kam überraschend und dennoch überzeugend. Wer eine leichte und kurzweilige Geschichte mit Humor und feiner Satire sucht, wird von „Stars“ nicht enttäuscht werden.

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