Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Sina:
Sachbuch à la Memoir
Das Zeitalter des magischen Zerdenkens. Notizen zur modernen Irrationalität von Amanda Montell
3.75 Sterne | Die Autorin und Linguistin Amanda Montell hat mit "Das Zeitalter des magischen Zerdenkens - Notizen zur modernen Irrationalität" ihr drittes Buch veröffentlicht.
Jedes der 11 Kapitel widmet sich einem anderen psychologischen Phänomen, wie beispielsweise dem Survivorship Bias, Deklinismus oder dem IKEA-Effekt; Begriffe aus der Psychologie, die irrationales Denken oder Verhalten erklären.
Montell beschreibt diese anschaulich und klar verständlich anhand von Beispielen, kommt jedoch nicht drum herum immer wieder Anekdoten aus ihrem eigenen Leben miteinzubeziehen. Zwar ist dies eine hilfreiche Methode, um die einzelnen Phänomene den Leser*innen greifbarer zu machen, allerdings geht dadurch leider auch der rote Faden des Öfteren verloren. Zusätzlich erweckt dies den Eindruck, man habe eher eine Essay-Sammlung oder ein Memoir vor sich, als ein auf wissenschaftlichen Erkenntnissen fundiertes Sachbuch.
Wenn man sich allerdings darauf einlässt oder von vornherein weiß, was einen erwartet, ist es trotz der kleinen Defizite ein unterhaltsames und durchaus interessantes Buch, welches spannende Einblicke in die derzeitige Situation rund um Social Media, die Gesellschaft und unser Konsumverhalten gibt.
Ich persönlich habe das Buch gerne gelesen und dennoch das Gefühl, dass die einzelnen Themen zu oberflächlich behandelt wurden und zu wenig ins Detail gehen, als das davon wirklich auch wissenswerte Aspekte hängen bleiben. Die Themen finde ich total spannend und gerne hätte ich noch etwas mehr über die einzelnen Punkte erfahren. Trotz der Kritikpunkte möchte ich eine Empfehlung aussprechen, man sollte halt nur wissen, was einen erwartet.
Rezensionen von Petra:
Beutekunst
Die Verschwörung von Daniel Silva
Ein Serienmörder geht um schön fünf Frauen hat er getötet. Die Kunsthistorikerin Charlotte ist sein sechstes Opfer. Aber es gibt Ungereimtheiten., es passen nicht alle Indizien. Sie forschte nach Beutekunst, nach einem Picasso. Da ruft den Restaurator Gabriel Allon auf den Plan. Charlotte war eine gute Bekannte von ihm.
Bei seinen Nachforschungen erkennt er das sie jemanden zu nahe gekommen ist. Der mit teuren Gemälden geheime Finanztransaktionen steuer.t.
Es ist ein Thrillervom Feinsten. Viele Verwicklungen und mittendrin der ehemalige Geheimdienstchef Israels.
Nicht nur seine Fähigkeiten als Restaurator auch sein Können als Spiom ist gefragt.
Am Ende löst er eine gefährliche Intrige in Politik und Hochfinanz auf. Es kostet zwar einigen das Leben oder den Job. aber der Gerechtigkeit wird etwas zu ihrem Recht verholfen.
Die Geschichte ist spannend und trotz der enormen Hackerfähigkeiten einiger Beteiligten einigermaßen nachvollziehbar. Denn es wird logisch erklärt und es gibt immer wieder Einlagen in denen selbst der größte Spion menschlich erscheint.
Anspielungen zu früheren Romanen stören nicht, wenn man sie kennt ist eine Wiedererkennung da, wenn nicht stört es nicht. Wegen des Privatlebens sollte man die Reihenfolge einhalten aber es gibt in jedem Roman eine kleine Wiederholung in dem sein Privatleben geklärt wird.
Rezensionen von cosmea:
Es gibt doch eine Zukunft
Strandgut von Benjamin Myers
Earlon “Bucky“ Bronco ist in den 70ern und lebt in Chicago. Er hat seit dem Tod seiner über alles geliebten Frau Maybell fast ein Jahr zuvor seinen Lebenswillen verloren und wartet nur noch auf den Tod, zumal er ständig unter sehr starken Schmerzen leidet. Er nimmt Schmerzmittel und ist inzwischen abhängig von Opioiden, die nur vorübergehend Erleichterung verschaffen.
Für eine Operation hat er kein Geld. Sei ganzes Leben hat er in prekären Verhältnissen mit einer Vielzahl von unterbezahlten Jobs verbracht, ein typischer Underdog ohne Chancen. Eines Tages erhält er eine Einladung zu einem Festival in Scarborough in Yorkshire. Als sehr junger Mann hatte er Erfolg mit wenigen Soultiteln, die in seiner Heimat längst in Vergessenheit geraten sind. Er nimmt die Einladung an, weil er noch nie gereist ist und das Meer in seinem ganzen Leben noch nicht gesehen hat. Leider vergisst er seine Opioide im Flugzeug, was ihm einen sehr unangenehmen kalten Entzug beschert. In England betreut ihn Dinah, eine sympathische Frau in den 50ern, die seine Musik kennt und liebt. Auch sie ist nicht glücklich in ihrem Leben als Supermarktangestellte mit einem Alkoholiker als Mann, der immer wieder durch Diebstähle auffällt, und einem drogenabhängigen Sohn, der keine Anstalten macht, am realen Leben teilzunehmen. Bucky und Dinah kommen ins Gespräch und erleben, dass man nicht aufgeben darf, dass menschliche Kontakte und Hilfe dem Leben eine neue Richtung geben können. Auch für Bucky hat die Zukunft Potenzial, enthält wieder Möglichkeiten. Mit Dinahs Hilfe kann er Zweifel, Ängste, Einsamkeit, schmerzlichen Verlust und körperlichen Niedergang hinter sich lassen.
Der Autor erzählt die Geschichte sehr empathisch in einer poetischen Sprache und beschreibt die Schönheit der Landschaft und des Meeres sehr überzeugend. Mir hat nach “Offene See“ und “Der perfekte Kreis“ auch Myers neuer Roman wieder gut gefallen.
Rezensionen von Nele33:
gut, mit einigen Längen
Das zweite Herz von Michael Connelly
Der Ex-FBI-Agent Terry McCaleb hatte vor kurzem eine Herztransplantation und ist noch in der Erholungsphase als eines Tages die junge Graciella mit einer Bitte an ihn herantritt:
Er, der dafür bekannt ist Seienmörder zu fassen und Cold Cases aufzuklären, soll den Mörder ihrer Schwester Gloria finden.
Gloria wurde anscheinend ein Zufallsopfer in einem Kiosk und die Polizei fahndet anscheinend nicht mehr und hat den Mord unter Raubüberfall abgelegt. Dies ist für Graciella unmöglich zu akzeptieren. Terrry ist nicht begeistert und weigert sich erst einmal, hat er den Dienst doch aufgrund seiner Erkrankung an den Nagel gehängt und auch seine betreuende Ärztin rät ihm davon ab.
Sein Widerstand bricht in dem Moment zusammen, als er erfährt, dass Glorias Herz in seiner Brust schlägt. Bei der Sichtung des Materials der Kollegen und der Überwachungskameras macht er eine Entdeckung, die einen Raubüberfall infrage stellen. Er trifft auf einige Ungereimtheiten und erinnert sich an einen Killer, den sie nie fassen konnten.
Der Plot ist äußerst spannend und vor allem sehr gut aufgebaut. Nach einigen Längen gibt es ein tolles und spannendes Finale. Mich hat einzig die Liebesgeschichte dann doch ein wenig gestört, aber dies ist natürlich Geschmackssache.
Terry McCaleb als Hauptprotagonist ist sehr realistisch charakterisiert und seine Gedanken und Gefühle werden logisch, dabei ein wenig analytisch transportiert, sodass sie gut bei mir angekommen sind.
Ein Krimi mit kleinen Längen, dennoch sehr lesenswert.
Rezensionen von Heyn Leserunde, Nico Strahl:
Sehr vorhersehbar!
Wie Risse in der Erde von Clare Leslie Hall
Schon oft ähnliches gehört und gelesen bei Rosamunde Pilcher und Co.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Heyn Leserunde, Nico StrahlRezensionen von Anndlich:
Berliner Ausreißerinnen!
Wanda von Annika Scheffel
Nachdem die fast dreizehnjährige Wanda erneut von einer Pflegefamilie abgelehnt wurde, möchte sie ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen und nicht erneut in einem Heim landen. Wanda reißt aus und findet mitten in Berlin ein verlassenes Haus, das ihr fortan als Unterschlupf dient. Von dort verändert sich nicht nur ihr Leben, sondern auch das einiger anderer Menschen und zusammen machen sie sich auf die Suche nach einer weiteren Ausreißerin, einer Bärin aus dem Berliner Zoo.
Wanda von Annika Scheffel ist ein ganz besonderes Buch, dass mich auf vielen Ebenen berühren konnte. Der Schreibstil ist außergewöhnlich und ich musste mich zu Beginn erst an ihn gewöhnen, nur um ihn dann bis zum Ende zu lieben. Ich mochte den Blick auf Wanda, ihre Geschichte und Berlin. Das Raue, aber auch das Verletzliche. Generell fällt es sehr leicht sich in Wanda hineinzuversetzen und ihre Gedanken zu verstehen. Dies und die Freundschaften, die sie knüpft sind etwas ganz besonderes.
Ein wunderschönes Buch, das über Mut, Freundschaft und das Suchen spricht und das mit magischen Figuren durch Berlin führt. Wanda war für mich ein ganz besonderes Leseerlebnis.
Rezensionen von pageturner:
Gutes Buch, aber kein Highlight
Atmosphere von Taylor Jenkins Reid
Auf "Atmosphere" von Taylor Jenkins Reid hab ich mich seit der Ankündigung gefreut. Ich mag ihre Bücher sehr, ganz besonders "Die sieben Männer der Evelyn Hugo". Auch "Atmosphere" habe ich gerne gelesen, aber es war für mich leider kein Highlight.
Im Mittelpunkt steht Joan Goodwin, die schon als Kind vom Weltall fasziniert war.
Als eine der ersten Frauen bei der NASA wird sie Teil des Space-Shuttle-Programms und bereitet sich intensiv auf ihren ersten Flug vor – bis sie plötzlich die Liebe ihres Lebens kennenlernt.
Man merkt total, wie viel Recherche TJR ins Buch gesteckt hat. Die Details zu Raumfahrt, Sternen und Astronomie fand ich mega spannend. An ein paar Stellen war es mir fast etwas zu technisch, aber insgesamt hat’s mir echt gut gefallen. Das 80s-Setting mochte ich auch total und ganz besonders auch den feministischen Unterton, der immer wieder in einigen Dialogen durchkommt.
Die Liebesgeschichte war für mich keine "Überraschung." Wer Evelyn Hugo kennt, hat da schnell eine Ahnung, wohin die Reise geht. Trotzdem fand ich schön, wie sich die Beziehung zwischen Joan und Vanessa langsam entwickelt. Gut gefallen hat mir auch, dass TJR Queerfeindlichkeit in den 80ern thematisiert und zeigt, wie unmöglich es für die beiden ist, eine Beziehung führen zu können.
Auch der Plot mit Joans Schwester Barbara und ihrer Nichte Frances war schön erzählt. Barbara hat mich zwischendurch echt auf die Palme gebracht mit ihrem Egoismus.
Aber warum ist der Funke letztlich nicht übergesprungen? Für meinen Geschmack nimmt die Liebesgeschichte ziemlich viel Platz ein, dadurch bleiben die Nebenfiguren eher blass. Ganz am Anfang des Buches passiert ein Vorfall, der sich durch das ganze Buch zieht, und auch die Nebenfiguren betrifft. Ich möchte an dieser Stelle nicht spoilern, aber für diesen Vorfäll hätte ich mir noch eine tiefere Verbindung zu den anderen Figuren gewünscht. So richtig mitgefiebert hab ich am Ende eigentlich nur mit Joan und Vanessa. Da hat mir einfach was gefehlt.
Insgesamt ein gutes Buch, spannend recherchiert und erzählt – aber mich hat’s nicht so abgeholt wie andere Bücher von TJR.
Rezensionen von Vobabooks:
Yrsa - Kampf und Liebe in Wikingerzeiten
Yrsa. Die Liebe der Wikingerin von Alexandra Bröhm
Im Buch „Yrsa. Die Liebe der Winkingerin“ von Alexandra Bröhm begleiten wir Yrsa auf einen Raubzug. Ihr Traum wird wahr, sie darf als Kämpferin mit auf Gunnars Schiff kommen. Doch um mitfahren zu dürfen, verlangt Gunnar, dass Yrsa sich von ihrer großen Liebe Avidh trennt - Yrsa ist verzweifelt.
Denn dann ist da ja auch noch die Warnung der Seherin, dass Avidh in Gefahr ist… Die Reise auf dem Weg zu einem Raubzug nimmt ihren Lauf, und so manches verläuft nicht nach Plan…
Ein schönes Buch zum Eintauchen in die Wikingerwelt. Ich habe zu diesem Zeitalter bislang noch nicht viel gelesen, sodass ich einiges Neues gelernt habe. Auch das Nachwort der Autorin fand ich zur historischen Einordnung sehr interessant. Die Reise startet beispielsweise in Yrsas Heimathafen in Haithabu, welches im heutigen Schleswig-Holstein liegt. Immer wieder auch spielen Geister, Götter, Elfen, Trolle und Seherinnen eine Rolle. Doch es gibt auch einige detaillierte Kampfszenen mit Gewalt. Zudem ist Yrsa die einzige Kämpferin auf dem Schiff, und so mancher Wikinger dort belästigt sie.
Mit gut 600 Seiten habe ich erst gestaunt, wie lang das Buch ist. Ich fand es jedoch recht kurzweilig und habe es recht schnell durchgelesen. Ich konnte gut folgen, auch ohne die Vorgeschichte aus Band 1 zu kennen. Es wird primär aus Yrsas Sicht erzählt, ab und zu jedoch auch aus Avidhs.
Ich empfehle das Buch gerne weiter für alle, die sich für die Themen Wikingerraubzug meets Lovestory begeistern können. Eine schöne, spannende, unterhaltsame und historisch untermauerte Geschichte voller Kämpfe, Verrat, Überfällen, Freundschaft und Liebe.
Rezensionen von MariasBooks:
Schottisch inspirierte Fantasy mit enemies to lovers und einer feurigen Protagonistin.
A Fate Forged in Fire - Aus Flammen geboren von Hazel McBride
Das Buch in einem Satz
Schottisch inspirierte Fantasy mit enemies to lovers und einer feurigen Protagonistin.
Zum Buch
A fate forged in fire ist der 1. Teil einer Dilogie aus der Feder von Hazel McBride. Das Buch ist im Rütten & Loening Verlag erschienen.
Erwartung
Das Buch beinhaltete lt Klappentext viele Dinge, die ich in Büchern sehr gerne mag, weshalb ich sehr gespannt auf dieses Buch war.
Darunter fallen ein schottisch-inspiriertes Fantasy Setting, Drachen, enemies to lovers, eine starke, queere Protagonistin etc.
Gestaltung
Das Cover gibt den Inhalt und des Settings in meinen Augen sehr gut wieder und ist sehr gelungen.
Der Farbschnitt ist schön, wirkt allerdings sehr von Fourth Wing inspiriert.
Die Kapitelüberschriften hätte man etwas liebevoller gestalten können.
Im ebook fehlt die Karte, die sehr hilfreich gewesen wäre. Ebenso ist leider kein Glossar enthalten, was vor allem bei dem heavy worldbuilding und den ganzen Orten und schottischen Begriffen sehr hilfreich gewesen wäre.
Die Triggerwarnings wurden direkt am Anfang des Buches platziert, was spannend ist, aber durchaus Sinn macht.
Was mir besonders gut gefallen hat, waren die anfangs bereits erwähnten Bestandteilen der Geschichte, mit denen das Buch beworben wurde.
Zudem hat Autorin eine sehr umfangreiche high fantasy Welt überlegt und diese mit sehr vielen schottischen Begriffen gestaltet. Das Magiesystem ist eher einfach gehalten, das politische System ist dafür umso umfangreicher und zudem politisch und emotional aufgeheizt.
Sehr oft hat mich als Leserin der female Rage in diesem Buch überkommen.
Das heavy worldbuilding war an einigen Stellen, aufgrund des fehlenden Glossars, manchmal leider schwer zu folgen, aber dennoch hat mich die Geschichte, vor allem durch durch den ständigen Konflikt der verschiedenen Seiten und der Nähe zur englisch/schottischen Geschichte sehr in ihren Bann gezogen.
Vor allem bringt einem das Buch dazu über Themen wie Matriachat/Patriachat, Erbreihenfolge, Staat und Religion sowie Selbstbestimmung nachdenken.
Mir hat die feurige Protagonistin gefallen, auch wenn diese an manchen Stellen des Buches etwas widersprüchlich auf Situationen reagiert hat. zB hätte ich mir an einer Szene gedacht, dass sie sich wirklich mehr wehren würde, vor allem wenn sie es ja auch denkt und zumindest einen kleinen Akt der Rebellion zb spuken etc leicht möglich gewesen wäre. Vor allem weil sie sonst auch sehr kämpferisch auftritt.
Ihre Beziehung zum Protagonisten hat mir im mittleren Drittel nicht so sehr gefallen, weil hier gefühlt die Gefühlsentwicklung von enemies2lovers in meinen Augen viel zu schnell passiert ist.
Extrem negativ aufgestoßen ist mir der herablassende Ton in einem ihrer ersteren Zusammentreffen. Meiner Meinung nach sollen sich enemies wirklich hassen, aber auf eine emotionale und nachvollziehbare Ebene. Der Hass soll Hass sein und herablassende Worte, die keinen Kontext zum Hass geben sondern einfach nur irgendwie mobbend wirken, passen da meiner Meinung nach einfach nicht.
Zum Spice möchte ich auch anmerken, dass die eine oder andere Szene irgenwie unpassend und auch nicht wirklich gut geschrieben war. Einfach nur spice wahrlos ergänzen, damit viel spice drin ist, sollte nicht die Regel sein. Spice and sich ist ok, aber lieber mit Qualität und auch nur, wenn zur Handlung passend bzw relevant.
Was mir wieder gut gefallen hat, waren die politischen Komponenten, die immer wieder in das Buch eingestreut wurden.
Vor allem zum Finale am Ende des Buches hin. Staat gegen Religion, Matriachat gegen Patriachat, Götter gegen Erlöser. Das Buch ist gefüllt mit Seiten und deren Kampf, was sehr spannend war.
Der Plottwist am Ende des Buches hatte ich bereits ab der Hälfte des Buches im Verdacht, auch wenn ich mir auch vorstellen könnte, dass er für manch andere sehr überraschend sein kann.
Zur Protagonistin möchte ich auch nochmal explizit hervorheben, dass diese an manchen Stellen des Buches, sehr heavy Dinge erlebt und hier unbedingt die Triggerwarnings vorher gelesen weden sollen.
Fazit:
A Fate forged in Fire greift den Fourth Wing Hype auf, versucht aber mit eigenen Ideen eine spannende Geschichte zu erzählen, die alle beliebten Booktok tropes abdeckt. Das ist an mancher Stelle besser, an anderer schlechter gelungen.
Generell hat mich das Buch, vor allem durch seine politschen Konflikte und dem deutliche Schreibstil sehr gut unterhalten, auch wenn ich ein paar Kritikpunkte an der Romance zu äußern habe.
Deswegen von meiner Seite 4-4,5 Sterne.
Rezensionen von lina_k:
Frau Schebesta bringt einiges in Bewegung
Frau Schebesta räumt die Welt auf von Malte Borsdorf
Frau Schebesta, Bombenentschärferin beim Kampfmittelräumdienst, kommt nach Flint, ein (erfundener) Vorort von Kiel, in die Klasse von Lou und Artjom, um den Schülern ihren Beruf vorzustellen. Die 14-jährige Ich-Erzählerin Lou und ihr Freund aus Sandkastentagen Artjom entwickeln Interesse an Frau Schebestas Tätigkeit und begleiten sie einen Tag bei ihrer Arbeit.
Kiel und Umgebung wurde im 2. Weltkrieg stark bombardiert, so dass hier noch enorm viele Altlasten im Boden schlummern.
Artjom, dessen Familie aus Tschetschenien kommt und kriegserfahren ist, kann gar nicht genug bekommen von allem, was laut kracht und knallt. Lou hingegen fürchtet sich bereits vor Feuerwerkskörpern. Sie lebt mit ihrem Vater, einem Bestatter, bei Urgroßmutter "Oma Gitte" in einem Wohnblock. Die Mutter hat vor Jahren die Familie verlassen. Eine nicht antastbare Last für Vater und Tochter. Oma Gitte sitzt viel am Fenster, beobachtet die Umgebung und trägt schwer an ihren ganz eigenen Altlasten aus dem Krieg. Frau Schebesta, erklärt sie Lou, räume mit ihrer Tätigkeit die Welt auf.
Care-Arbeit übernehmen Vater und Urgroßmutter kaum, sind selbst bedürftig. Lou bleibt mit der Sehnsucht nach der Mutter, Fragen, Gedanken und ihrer sich verändernden Freundschaft zu Artjom alleine.
Auf einem brachliegenden Gelände mit längst verlassenem Supermarkt finden die beiden einen herrenlosen Hund. "Fredi" wird zum treuen Begleiter, insbesondere für Lou.
Und dann vermutet Frau Schebesta eine Bombe auf dem Gelände und sie beginnt mit ihrer Arbeit. Physisch und psychisch stellt es alle auf eine harte Probe, in deren Folge ... #lesen
Frau Schebesta bringt nicht nur Bomben zum Platzen, sondern eine unerwartet dramatische Entwicklung ins Rollen.
Auf 136 Seiten beleuchtet der Autor das Thema Freundschaft facettenreich, aber auch die Vielschichtigkeit von Krieg und den Umgang damit. Die Erzählperspektive der 14-Jährigen klug gewählt. Sie nimmt die Dinge wahr wie sie sind. Der Text kommt beinahe leichtfüßig daher. Die Alltagsidylle aufgebrochen.











