Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Mabla59 :
Eine starke Frau in Wien
Die Trümmerschule - Zeit der Hoffnung von Beate Maly
Meine Bewertung zu "Die Trümmerschule" von Beate Maly bezieht sich auf das Hörbuch, erschienen im RBMedia Verlag, Hörbuch München.
Es ist der erste Teil einer Dilogie
Das Hörbuch wird von Elena Puszta hervorragend vorgelesen.
Stella ist Jüdin aus Österreich und während des zweiten Weltkrieges von Wien nach London geflohen.
Nach Kriegsende kehrt sie nach Wien zurück und kommt zunächst bei ihrer Freundin unter.
Doch nicht alle Menschen begrüßen die Rückkehr einer Jüdin.
Allen Widrigkeiten zum Trotz findet sie eine Anstellung als Lehrerin an einem Lindengymnasium
Mit ihren modernen Methoden eckt sie bei manchen Menschen und auch Kollegen an.
Der Schreibstil von Beate Maly ist schlicht und einfach zu verfolgen. Trotzdem sehr gefühlvoll und empathisch.
Ein empfehlenswertes Buch, bzw Hörbuch für Fans von Büchern der Nachkriegszeit
Rezensionen von Mabla59 :
Wieder einmal hochspannend
Ihr werdet sie nicht finden von Andreas Winkelmann
"Ihr werdet sie nicht finden" ist das neueste Buch von Andreas Winkelmann.
Und es ist, wie man es von ihm gewohnt ist. Höchst spannend und in kurzen, knappen Kapiteln. So, daß es kaum möglich ist, das Buch aus der Hand zu legen.
Jonas Waider ist Polizist und glücklich in seiner kleinen Familie mit Frau Marie und Tochter Isabell.
Als die sechszehnjährige zu einer Party in der Nachbarschaft eingeladen wurde, zur vereinbarten Zeit aber nicht zu Hause ist, wird sie verzweifelt gesucht, aber sie bleibt verschwunden.
Das war vor sieben Jahren.
In der Gegenwart bekommt Franca Lichtenwalder den Auftrag, die verschwundene Enkelin einer alten Dame aufzuspüren.
Da dieser Fall Parallelen zu dem von Isabell aufweist, stößt Franca bei ihrer Ermittlungen auch auf Jonas, der inzwischen nicht mehr im Dienst ist und so versuchen sie gemeinsam das Verschwinden der beiden jungen Frauen aufzuklären.
Andreas Winkelmann versteht es wie kaum jemand anderes, die beiden Fälle miteinander zu verweben und seine Lesergemeinschaft ein ums andere Mal auf falsche Fährten zu locken.
Rezensionen von Gaby 2707:
Guter Einstieg in eine neue Krimi-Reihe
Blut im Schuh von Sandra Grauer
Zusammen mit Tochter Emily und Cocker-Spaniel-Pudel-Mischling Rudi ist die alleinerziehende Kriminalkommissarin Katharina Danninger gerade erst von Mannheim zurück in ihre Heimatstadt Friedrichshafen gezogen. Eigentlich wollte sie sich zusammen mit ihrer Tochter ein erstes gemeinsames gemütliches Wochenende in ihrer Wohnung machen, da entführt sie ihr Exmann Daniel zu ihrem 20-jährigen Klassentreffen, das im Graf-Zeppelin-Haus schon in vollem Gange ist.
Und wie vor 29 Jahren stehen ihre ehemaligen Mitschüler und Mitschülerinnen in kleinen Grüppchen zusammen. Leider geht der besondere Abend recht schnell vorbei. Katharinas Handy klingelt und ihr neuer Chef KHK Hubert Riedmüller bittet sie zum Fundort einer Leiche ins Maisfeld zwischen Friedrichshafen und Oberteuringen zu kommen. Die ermordete Frau kommt Katharina gleich bekannt vor. Bis sie in ihr das ehemalige Aschenputtel der Klasse Anna Maier erkennt, die anscheinend als Charlène La Bouche mit einen Edel-Escort-Service ihr Geld verdient hat. Schnell geraten einige Mitschüler ins Visier der Ermittlungen. Und auf Katharina stürmt so vieles aus ihrer Vergangenheit ein.
Mit „Blut im Schuh“ startet Autorin Sandra Grauer die neue Krimireihe um die taffe und mir sehr sympathische Kriminalkommissarin vom Bodensee Katharina Danninger. Ich lerne sie, ihre Tochter Emily, ihre Mutter Maria und vor allem auch ihren charmanten Exmann Daniel, Rechtsmediziner, der jetzt in der Pathologie arbeitet, in ihrem neuen Umfeld kennen. Dazu ihren Patenonkel und gleichzeitig neuen Chef KHK Hubert Riedmüller der Kriminalpolizeidirektion Friedrichshafen, dem sie abgewöhnen muss, sie immer noch Kathrinchen zu nennen. Und auch der Tod ihres Vaters, ebenfalls Kriminalbeamter, ist Thema. Diese immer wieder einfließenden persönlichen Einblicke in ihr Leben machen für mich die Ermittler noch mal ein Stück menschlicher und greifbarer. Und ich bin jetzt schon so gespannt, wie es mit Daniel und Katharina, die sich ja wieder sehr gut verstehen, weiter geht.
Der Fall um die Edelprostituierte Charlène La Bouch, die durch die vielen Schönheits-OPs auf den ersten Blick nicht mehr als Anna Maier zu identifizieren ist, ist ganz schön tricky. Einige von Katharinas ehemaligen Mitschülerin hatten Kontakt zu ihr. Doch ist einer davon auch ihr Mörder? Ein Motiv war für mich lange nicht erkennbar. Bzw. hatte ich immer mal wieder einen anderen Mann oder auch mal eine Frau im Visier. Die Auflösung hat mich dann doch überrascht, aber auch vollkommen zufrieden damit zurück gelassen.
Der Blick, den ich immer mal wieder auf den Bodensee habe erhaschen können, hat mir auch sehr gut gefallen. Diese Momente geben dem Krimi immer wieder seine Leichtigkeit und das regionale Flair, das ich sehr liebe.
Ein sehr guter Einstieg in eine neue Krimireihe von einer Autorin, mit der ich bisher nur mit zwei Sommerromanen auf Fehmarn war. Ich hoffe, dass Katharina bald wieder am Bodensee ermitteln wird. Da bin ich dann wieder mit dabei.
Rezensionen von Arambol:
Mehr Krimi als Thriller
Ihr werdet sie nicht finden von Andreas Winkelmann
"Manchmal waren Berührungen wichtiger als Worte."
Jonas hat als Polizist vor sieben Jahren einen folgenschweren Fehler begangen: Nachdem seine Tochter Isabell spurlos verschwindet, tötet er im Affekt den Mann, den er für den Täter hält. Isabell aber bleibt unauffindbar.
Heute, sieben Jahre später, arbeitet die junge Privatdetektivin Franca, an einem aktuellen Vermisstenfall.
Dabei entdeckt sie Hinweise, die mit Jonas’ Vergangenheit in Verbindung stehen. Anfangs misstrauisch, kommen beide dann einer Wahrheit näher, die tief in die Vergangenheit reicht. Gemeinsam beginnen sie, unzählige Puzzlestücke zusammenzusetzen. Dabei stoßen sie auf Zusammenhänge, die beide Fälle betreffen und auf eine Wahrheit, mit der keiner gerechnet hat.
Der Einstieg in den Thriller „Ihr werdet sie nicht finden“ hat mich unmittelbar gepackt. Die Geschichte startet mit viel Tempo in ein beklemmendes Szenario. Je weiter die Handlung dann allerdings voranschreitet, desto mehr weicht das anfängliche Gefühl der Spannung einer gewissen Ernüchterung.
Der Mittelteil zieht sich spürbar. Es wird viel und gerne nachgedacht, unendlich spekuliert, mitunter sogar philosophiert. Die Spannung, die ich nach dem vielversprechendem Auftakt erwartet hatte, blieb dabei leider größtenteils auf der Strecke. Keine überraschenden Wendungen, stattdessen eher ruhig und sachlich durchgeführte klassische Ermittlungsarbeit - mehr Krimi als Thriller.
Positiv fällt die Figurenzeichnung auf: Alle Charaktere wirken glaubwürdig und nachvollziehbar, besonders Franca wird authentisch gezeichnet.
Das Ende kommt eher durchschnittlich unspektakulär daher, tatsächlich ein wenig enttäuschend hinterlässt es keinen erinnerungswerten Eindruck.
Insgesamt bietet Andreas Winkelmann mit seinem neuesten Buch "Ihr werdet sie nicht finden“ eine handwerklich routiniert geschriebene und durchaus unterhaltsame Geschichte an, aber wer echte Thriller-Hochspannung und unvorhersehbare Wendungen sucht, könnte hier enttäuscht werden.
Schade – das Potenzial war da, gerade nach dem sehr starken Anfang, aber insgesamt für einen Thriller einfach nicht packend genug.
Rezensionen von rosetheline :
Gutes Debüt, aber kein Highlight
Greta & Valdin von Rebecca K Reilly
Mit "Greta und Valdin" hat Rebecca K Reilly ein großes Debüt geschaffen, das, vor allem in ihrem Heimatland Neuseeland, viel Popularität empfangen hat.
Im Vordergrund der Geschichte stehen Greta und Valdin, ein Geschwisterpaar in seinen Mitte/Ende 20ern, das sich neben typischen Themen junger Erwachsener, wie der Liebe, Beruf und Lebensgestaltung, auch mit Themen wie ihrer māorisch-russisch-katalanischen Identität auseinandersetzt.
Die Familie der beiden wirkt auf den ersten Blick etwas chaotisch, aber dennoch liebenswürdig. Greta ist unglücklich in ihre Arbeitskollegin verliebt, die sie irgendwie nur auszunutzen scheint. Doch eines Tages trifft Greta Ell in dessen Gegenwart sie sich gesehen und geliebt fühlt. Valdin hingegen trauert seinem Ex Xabi hinterher, der außerdem der Bruder des Mannes seines Onkels ist. Dieser lebt allerdings mittlerweile in Argentinien. Doch Valdin fliegt eines Tages beruflich nach dorthin und die beiden treffen sich.
Beim Lesen merkt man, dass die Geschichte trotz der Dinge, die passieren, eher charakterbasiert ist. Die Charaktere an sich sind sowohl durch ihre Herkunft als auch durch ihre Sexualität sehr divers.
Aber auch innerhalb des Buches werden unter anderem Einschübe verschiedener Sprachen mit reingebracht (Māorisch, Russisch, Deutsch, Rumänisch, Spanisch, Catalan).
Vom Klappentext fand ich das Buch sehr interessant. Und ich kann definitiv sagen, dass dieses Buch ein bisschen anders ist. Allerdings fand meine Begeisterung eher in Wellen statt. Es gab Passagen, die ich wirklich gut/interessant fand und dann wieder welche, die eher eigenartig, zusammenhangslos und langweilig waren. Vor allem das letzte Drittel beinhaltete Handlungsstränge, die mir nicht genug ausgearbeitet waren.
Ich würde es dennoch jedem empfehlen, der ein Interesse an Themen wie Migration, Identität, Transkulturalität, LGBTQIA+ und Familie hat.
Rezensionen von Alais:
Clever, schräg und mörderisch - sorgt für jede Menge Lesespaß!
Morden in der Menopause mit dem richtigen Mindset von Tine Dreyer
Mit diesem Buch können viele Menschen ihren Spaß haben, in der Menopause liest es sich aber besonders genüsslich. Ich würde diese ungewöhnliche Erzählung als einen schwarzhumorigen Krimi beschreiben, der auch eine kleine Persiflage jener unerträglichen Ich-zeig-dir-wie-du-dein-Leben-besser-lebst-Ratgeber bietet.
Es gibt einen Vorgängerband, den ich leider noch nicht gelesen habe, aber ich hatte keinerlei Probleme, in die Geschichte einzutauchen.
Die Heldinnen dieser rasanten Erzählung: drei Frauen aus drei Generationen, darunter als Hauptfigur die menopausale Familienmutter und frischgebackene Mörderin Liv, ihre junge Freundin Iza und ihre Schwiegermutter Marlies. Ein Trio unterschiedlichster Charaktere, das in einen Strudel abenteuerlicher Ereignisse gerät und durch Zusammenhalt und Mut brilliert ...
Liv fühlte ich mich gleich sehr nahe. Ich fand es sehr sympathisch, wie tapfer sie sich bemüht, das Richtige zu tun, und litt mit, wenn sie ganz unverdienterweise mal wieder grandios scheiterte – und musste dann doch immer wieder einfach nur schallend lachen.
Etwas erschreckend fand ich, wie nachvollziehbar für mich die mörderischen Geschehnisse waren und ich konnte gar nicht anders, als immer wieder die mutigen und kreativen Lösungen zu bewundern, mit denen Liv versucht, ihr Leben wieder in unmörderische Bahnen zu lenken.
Der Roman hat einen hohen Unterhaltungswert und die Autorin versteht es, witzig zu sein, ohne respektlos zu werden. Dabei jongliert sie mit Klischees, die sie auf die Spitze treibt, grandioser Situationskomik, vor allem aber mit meisterhaftem Sprachwitz und überraschenden Wendungen.
Rezensionen von Gaby 2707:
Das will man nicht erleben
Der Stau von Jo Furniss
Police Officer Sergeant Belinda „Billy“ Kidd hat nach ihrem Langstreckenflug aus Australien nun nur noch ca. 1 Std. bis zu ihrem Zuhause in der Nähe von London. Mit ihrem Mietwagen steht sie allerdings erst mal im Stau, da in dem vor ihr liegenden Deadwall-Tunnel eine Explosion stattgefunden hat.
Als sie aussteigt um sich die Beine zu vertreten, macht eine Frau sie auf einen Mann in einem Auto aufmerksam, der sich nicht bewegt. Ganz Polizistin schaut sich Bily die Lage näher an und stellt fest – der Mann ist tot. Und bei dem Blut, dass sie anschließend an den Händen hat, hatte er bestimmt keinen Herzanfall. Es ist der seltsamste und auch der gefährlichste Tatort, den sie je gesehen hat. Denn der Mörder muss noch ganz in der Nähe sein.
Autorin Jo Furniss versteht es gekonnt aus dieser Situation auf der Autobahn, wo niemand weg kann, ohne sich verdächtig zu machen, eine angsterregende Situation zu schaffen. Die angespannte Stimmung der einzelnen Menschen, die mit ihren eigenen Pkws in engerem Umkreis zu dem betroffenen Auto mit dem Toten stehen, kommt bei mir sehr gut an und verursacht Gänsehaut.
Gerade die vielen ganz verschiedenen Mitwirkenden hier im Stau erzeugen mit ihren Geschichten, die Billy nach und nach aus ihnen heraus kitzelt und ihren Geheimnissen, die dadurch aufgedeckt werden, eine ganz eigene Spannung. Besonders Billy, die Polizistin, die kurz vor der Rente steht, im Moment Jetlag geplagt, übermüdet und auf der Suche nach einer Toilette, mit ihren Zweifeln und ihrer Angst etwas zu übersehen oder falsch zu machen, fand ich sofort sympathisch. Zusammen mit einem Kollegen, mit dem sie über Telefon in Verbindung steht, deckt sie ein kleines Geheimnis nach dem anderen auf. Bis sie nach fast 5 Stunden zu einer Erkenntnis gelangt, die den „Fall“ dann auch aufklärt. So gut konstruiert – da wäre ich selbst nie darauf gekommen.
Mich hat allein der Handlungsort und die Tatsache, dass hier niemand weg kann, fasziniert. Durch die Gliederung in einzelne Stunden und kleinere Kapitel schreitet die Geschichte sehr schnell voran und es kommen immer mehr Informationen bei mir an. Von denen ich allerdings nie weiß, sind sie relevant oder nicht. An manchen Stellen war es zwar etwas langatmig, was mich allerdings nicht gestört hat. Dadurch wurde für mich die Situation dort auf der Autobahn sogar noch realer.
Für mich war es der erste Locked-Room-Thriller, den ich gelesen habe und er hat mir sehr gut gefallen. Auch für mich gab es beim Lesen kein Entkommen.
Rezensionen von ReiShimura:
Auf der Suche nach der Sinnhaftigkeit
Kokoro von Beth Kempton
Das Cover des Buches hat sofort meine Aufmerksamkeit erregt. Selbsthilfebücher gehören eigentlich nicht zu meinen bevorzugten Genres, aber hin und wieder verirrt sich das eine oder andere auf meine Leseliste. Da es in diesem Buch laut Untertitel um japanische Weisheiten handelte, war meine Neugier geweckt.
Seit vielen Jahren schon beschäftige ich mich mit allem Möglichen rund um Japan und hatte auch das Glück auf kurzen Dienstreisen das Land besuchen zu dürfen. Da es noch dazu um Weisheiten für ein gelungenes Leben handelte, machte die Sache nur noch umso interessanter.
Die Ausführungen der Autorin zum Thema japanische Namen und Schriftzeichen hatten für mich persönlich wenig Neues zu berichten. Wie bereits erwähnt, beschäftige ich mich schon länger mit Japan und dazu gehört auch das Erlernen der Sprache. Für Leser und Leserinnen, die bis dato aber noch keine oder kaum Berührungspunkte mit dieser Thematik hatten, sind diese aber sicher äußerst informativ und aufschlussreich, wenn auch ein wenig langatmig und trocken.
Im Vorfeld hatte ich mir ausnahmsweise relativ wenig Gedanken gemacht, was mich bei diesem Buch erwarten wird. Daher kann ich nicht sagen, dass ich von dem Buch enttäuscht bin, überrascht bin ich aber dennoch. Denn so richtig einordnen kann ich auch jetzt noch nicht, worum es sich bei dem Buch wirklich handelt. Natürlich ist es ein Selbsthilfebuch, aber auch ein Sachbuch und ein autobiografischer Roman. Wobei man das Wort Roman in diesem Zusammenhang nicht zu stark betonen darf. Die Autorin Beth Kempton verarbeitet in diesem Buch einige sehr persönliche und einschneidende Erlebnisse in ihrem Leben. Sie selbst ist in der statistischen Mitte ihres Lebens angekommen und erleidet dadurch eine Art Midlife Krise. Dazu kommt, dass sie innerhalb kurzer Zeit sowohl ihre beste Freundin als auch ihre Mutter begraben musste. Kein Wunder daher, dass sie sich auf die Suche nach einem Erfolgsrezept für ein gelungenes und ausgefülltes Leben begibt. Genauso wenig verwunderlich ist, dass sie sich für diese Suche auf den Weg nach Japan macht, ist sie doch eine studierte Japanologin.
Die Autorin empfiehlt sich ein Notizbuch während des Lesens zur Hand zu nehmen, um darin immer wieder seine Gedanken aufzuschreiben und auch die Fragen, die sie am Ende der Kapitel stellt zu beantworten. Allein schon daran merkt man, dass dies kein Buch für zwischendurch ist, dass man einfach so in einem Rutsch durchliest. Wobei es sicher Menschen geben wird, die dies gemacht haben. Meiner Meinung nach sollte man sich aber wirklich die Zeit nehmen und das Buch immer wieder mal aus der Hand legen und über das Gelesene nachdenken. Nur so hat man wirklich eine Chance dem Kokoro auf die Spur zu kommen und auf den Grund zu gehen.
Das Buch liefert nicht wirklich etwas Neues, abgesehen davon, dass ich den Begriff Kokoro davor noch nicht kannte und die vielen Auslegungsvarianten des Wortes äußerst spannend finde. Die meisten Anregungen, die die Autorin liefert, hat man so oder so ähnlich schon einmal irgendwo gesehen oder gelesen und viele Dinge sind offensichtlich. Trotzdem ist es manchmal nicht schlecht, wenn man dies alles noch einmal und vor allem in geballter Ladung liest. So wird der Blick immer wieder darauf gerichtet und vielleicht verinnerlicht man dadurch einiges besser.
Manche der sogenannten Weisheiten haben einen stark esoterischen Charakter und ich habe das Gefühl, dass sich auch die Autorin stark zu esoterischen Themen hingezogen fühlt. Wer also nichts mit dieser Thematik anfangen kann, sollte besser die Finger von dem Buch lassen. Ist man allerdings offen sein Leben und sich selbst ein wenig zu hinterfragen kann man doch das eine oder andere aus dem Buch mitnehmen.
Rezensionen von ReiShimura:
The goddess of Pop – einfühlsam, kraftvoll und ungeschminkt
CHER. Die Autobiografie, Teil eins von Cher
Cher ist mehr als nur eine Sängerin. Sie ist Sängerin, Schauspielerin, Entertainerin und Stilikone und das seit einigen Jahrzehnten. Sie ist eine schillernde Persönlichkeit und scheint von einem anderen Stern zu kommen. Doch sie hatte es in ihrem Leben nicht immer leicht und musste so wie andere Normalsterbliche auch, viele Höhen und Tiefen erleben.
In ihrer Autobiografie plaudert sie nun aus dem Nähkästchen und erzählt offen und ehrlich von ihren Erfolgen und Misserfolgen. Spannenderweise startet sie aber mit der Geschichte ihrer Mutter und ihrer Großmutter. Anfangs hat mich das etwas irritiert, doch man erkennt beim Lesen schnell, dass diese beiden Frauen und was sie erlebt haben, großen Einfluss auf Cher hat.
Auch ihrer eigenen Kindheit gibt sie sehr viel Raum und beschreibt alles bis ins kleinste Detail. Dieser Teil mag für manche zu langatmig und ausschweifend sein. Mich allerdings hat er wirklich begeistert, denn von diesem Teil wusste ich bis dato noch gar nichts. Die wechselnden Partner ihrer Mutter und dadurch hervorgehenden unzähligen Ehen fand ich genauso faszinierend wie die ständigen Umzüge. Auch wenn es teilweise schwer war, da den Überblick zu behalten.
Bereits vor dem Lesen der Autobiografie war ich einigermaßen über die Künstlerin informiert. Natürlich kannte ich ihre Musik und ihre Filme und wusste über ihre gescheiterte Ehe mit Sonny Bono Bescheid. Wobei ich durch das Lesen auch in diesen Bereichen noch einiges dazugelernt habe. So war ich der Meinung, dass Sonny seiner Ehefrau gegenüber handgreiflich wurde. Ich weiß selbst nicht genau, woher dieser Gedanke kam, wahrscheinlich habe ich das irgendwann in irgendeinem Klatschartikel mal gelesen. Cher stellt aber ganz deutlich fest, dass Sonny zwar seine Fehler hatte, dies aber nicht der Fall war.
Einem Romanautor würde ich eventuell anlasten, dass manche Formulierungen immer wieder vorkommen und auch auf gewisse Kleinigkeiten immer wieder herumgeritten wird und dies als mangelhaften Stil bezeichnen. Bei einer Biografie finde ich dies aber weniger schlimm. Auch Cher kommt immer wieder auf einige Dinge zu sprechen. Dadurch merkt man, meiner Meinung nach, was sie wirklich nachhaltig noch beschäftigt und bewegt.
Der Schreibstil an sich ist verhältnismäßig einfach gehalten, besticht aber durch einen besonderen Witz und Charme. Ich vermute zwar, dass Cher, so wie die meisten, einen Ghostwriter hatte, aber ich bilde mir ein, die Person, die ich aus unzähligen Interviews zu kennen glaube, hinter den Wörtern spüren zu können. Als Leser könnte man sich manches Mal aufgrund der Naivität Chers auf den Kopf greifen. Allerdings darf man nicht vergessen, dass sie noch ein Teenager war, als sie Sonny kennengelernt hat. Dies in Kombination mit ihrer eher unsteten Kindheit rückt alle ihre Handlungen in ein anderes Licht. Wobei man dazusagen muss, dass sie kaum etwas beschönigt und wirklich knallhart ehrlich ist. Man bekommt sogar das Gefühl, dass Cher über sich selbst den Kopf schüttelt und sich wundert, wie sie nur so blauäugig und naiv sein konnte.
Das Buch endet im Jahr 1979, also kurz bevor Cher auch als Schauspielerin durchstarten wird. Auf die zweite Hälfte der Autobiografie bin ich besonders gespannt und kann es kaum erwarten weiterzulesen. Leider konnte ich bis dato noch keinen Erscheinungstermin für die deutsche Übersetzung finden, die englische Originalausgabe wird Mitte November 2025 erscheinen.
Für mich ist dieses Buch eine klare Leseempfehlung für alle, nicht nur für wirkliche Fans der Künstlerin.
Rezensionen von brauneye29:
So lala
Auris. Puls der Angst von Vincent Kliesch
Zum Inhalt:
Julas Leben wird von jetzt auf gleich komplett auf den Kopf gestellt. Ihre Mutter hat sie belogen und das nicht nur in einer Hinsicht. Auch Hegel spielt eine völlig andere Rolle als sie bisher dachte. Ehe sie aber Antworten bekommt, werden ihre Mutter und Hegel vergiftet und es gibt nur eine Dosis Gegengift und die bekommt nur, wer zu den Terroristen überläuft.
Meine Meinung:
Irgendwie hat mich dieser Teil der Serie so gar nicht mehr eingefangen. Ich hatte das Gefühl, dass krafthaft versucht wurde ein Ende zu bauen, dass möglichst viel Stoff bietet, was aber völlig überzogen erscheint. Die unterschiedlichen Perspektiven waren ganz gut, brachten für mich aber das Buch nur bedingt nach vorne. Insgesamt war mir im Gegensatz zu den Vorgängern auch zu wenig Auris vorhanden. Das Ende fand ich so lala,
Fazit:
So lala










