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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von HEYN Leserunde, Sigrun Alten:

Man kann`s auch übertreiben

Wie Risse in der Erde von Clare Leslie Hall

Ein von Kitsch und Klischees triefender Groschenroman auf 400 Seiten – das muss man mögen. Ich für meinen Teil konnte mich dafür nicht erwärmen.

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Rezensionen von brauneye29:

Beängstigend

Reset von Peter Grandl

Zum Inhalt:
Ein angeblich von Terroristen gekapertes Flugzeug soll abgeschossen werden, immer mehr Fake News werden verbreitet, selbst Anrufe und Videobotschaften werden so täuschend nachgemacht, dass man nicht mehr weiß, mit wem man wirklich spricht. Die US-Streitkräfte rufen die höchste Sichheitsstufe aus.

Die digitalen Netze kollabieren und überall bricht Chaos aus.
Meine Meinung:
Das ist ein Buch, bei dem man echt seine sieben Sinne zusammen halten muss und sich sehr konzentrieren muss. So viele Personen, so viele Schauplätze, da kann man schnell die Übersicht verlieren, aber das Buch ist spannend und irgendwie auch recht realistisch, weiß man doch jetzt schon manchmal nicht, was ist real und was ist Fake. Und das hinterlässt einen dann doch ein stückweit mit einem Schauer auf dem Rücken und man stellt sich die Frage, ob die Menschheitwirklich noch alles im Griff hat. Der Schreibstil war gut, auch wenn man sich wirklich konzentrieren musste und der Showdown sehr spannend.
Fazit:
Beängstigend

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Rezensionen von Alo:

Neues Lieblingsbuch

Atmosphere von Taylor Jenkins Reid


Ich bin ohne Erwartungen und ohne den Klappentext zu lesen in das neue Buch von Taylor Jenkins Reid gestartet und wurde mit einem spannenden, tiefgründingen und wahnsinnig emotionalen Buch überrascht. Ein echtes Lesehighlight!


In „Atmosphere“ begleiten wir Joan Goodwin, eine ehrgeizige Astrophysikerin, die 1980 als eine der ersten Frauen am Space-Shuttle-Programm der NASA teilnimmt.

Der Weg ins All ist nicht leicht, besonders nicht mit den Herausforderungen von Familie, Beruf und plötzlich auch der Liebe.

Taylor Jenkins Reid schafft es, mit Zeitsprüngen Spannung zu halten und Joans berufliche Erlebnisse gekonnt mit ihrem Privatleben zu verweben. Joan ist eine starke, empathische und inspirierende Hauptfigur. Ihre Zielstrebigkeit und ihr Umgang mit anderen haben mich sehr berührt. Besonders schön fand ich ihre enge Beziehung zu ihrer Nichte Frances, die für viele emotionale Momente sorgt.

Auch wer sich bisher nicht für Raumfahrt interessiert hat, wird durch die faszinierenden Einblicke in die NASA-Welt mitgerissen. Die Geschichte zeigt: Manchmal hilft der Blick aus der Ferne, ob aus dem All oder einfach mit Abstand, um zu sehen, was im Leben wirklich zählt.

Ein bewegender, kluger und herzerwärmender Roman.

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Rezensionen von Mabla59 :

Eine starke Frau in Wien

Die Trümmerschule – Zeit der Hoffnung von Beate Maly

Meine Bewertung zu "Die Trümmerschule" von Beate Maly bezieht sich auf das Hörbuch, erschienen im RBMedia Verlag, Hörbuch München.
Es ist der erste Teil einer Dilogie
Das Hörbuch wird von Elena Puszta hervorragend vorgelesen.
Stella ist Jüdin aus Österreich und während des zweiten Weltkrieges von Wien nach London geflohen.

Nach Kriegsende kehrt sie nach Wien zurück und kommt zunächst bei ihrer Freundin unter.
Doch nicht alle Menschen begrüßen die Rückkehr einer Jüdin.
Allen Widrigkeiten zum Trotz findet sie eine Anstellung als Lehrerin an einem Lindengymnasium
Mit ihren modernen Methoden eckt sie bei manchen Menschen und auch Kollegen an.
Der Schreibstil von Beate Maly ist schlicht und einfach zu verfolgen. Trotzdem sehr gefühlvoll und empathisch.
Ein empfehlenswertes Buch, bzw Hörbuch für Fans von Büchern der Nachkriegszeit

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Rezensionen von Mabla59 :

Wieder einmal hochspannend

Ihr werdet sie nicht finden von Andreas Winkelmann

"Ihr werdet sie nicht finden" ist das neueste Buch von Andreas Winkelmann.
Und es ist, wie man es von ihm gewohnt ist. Höchst spannend und in kurzen, knappen Kapiteln. So, daß es kaum möglich ist, das Buch aus der Hand zu legen.
Jonas Waider ist Polizist und glücklich in seiner kleinen Familie mit Frau Marie und Tochter Isabell.

Als die sechszehnjährige zu einer Party in der Nachbarschaft eingeladen wurde, zur vereinbarten Zeit aber nicht zu Hause ist, wird sie verzweifelt gesucht, aber sie bleibt verschwunden.
Das war vor sieben Jahren.
In der Gegenwart bekommt Franca Lichtenwalder den Auftrag, die verschwundene Enkelin einer alten Dame aufzuspüren.
Da dieser Fall Parallelen zu dem von Isabell aufweist, stößt Franca bei ihrer Ermittlungen auch auf Jonas, der inzwischen nicht mehr im Dienst ist und so versuchen sie gemeinsam das Verschwinden der beiden jungen Frauen aufzuklären.
Andreas Winkelmann versteht es wie kaum jemand anderes, die beiden Fälle miteinander zu verweben und seine Lesergemeinschaft ein ums andere Mal auf falsche Fährten zu locken.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Guter Einstieg in eine neue Krimi-Reihe

Blut im Schuh von Sandra Grauer

Zusammen mit Tochter Emily und Cocker-Spaniel-Pudel-Mischling Rudi ist die alleinerziehende Kriminalkommissarin Katharina Danninger gerade erst von Mannheim zurück in ihre Heimatstadt Friedrichshafen gezogen. Eigentlich wollte sie sich zusammen mit ihrer Tochter ein erstes gemeinsames gemütliches Wochenende in ihrer Wohnung machen, da entführt sie ihr Exmann Daniel zu ihrem 20-jährigen Klassentreffen, das im Graf-Zeppelin-Haus schon in vollem Gange ist.

Und wie vor 29 Jahren stehen ihre ehemaligen Mitschüler und Mitschülerinnen in kleinen Grüppchen zusammen. Leider geht der besondere Abend recht schnell vorbei. Katharinas Handy klingelt und ihr neuer Chef KHK Hubert Riedmüller bittet sie zum Fundort einer Leiche ins Maisfeld zwischen Friedrichshafen und Oberteuringen zu kommen. Die ermordete Frau kommt Katharina gleich bekannt vor. Bis sie in ihr das ehemalige Aschenputtel der Klasse Anna Maier erkennt, die anscheinend als Charlène La Bouche mit einen Edel-Escort-Service ihr Geld verdient hat. Schnell geraten einige Mitschüler ins Visier der Ermittlungen. Und auf Katharina stürmt so vieles aus ihrer Vergangenheit ein.

Mit „Blut im Schuh“ startet Autorin Sandra Grauer die neue Krimireihe um die taffe und mir sehr sympathische Kriminalkommissarin vom Bodensee Katharina Danninger. Ich lerne sie, ihre Tochter Emily, ihre Mutter Maria und vor allem auch ihren charmanten Exmann Daniel, Rechtsmediziner, der jetzt in der Pathologie arbeitet, in ihrem neuen Umfeld kennen. Dazu ihren Patenonkel und gleichzeitig neuen Chef KHK Hubert Riedmüller der Kriminalpolizeidirektion Friedrichshafen, dem sie abgewöhnen muss, sie immer noch Kathrinchen zu nennen. Und auch der Tod ihres Vaters, ebenfalls Kriminalbeamter, ist Thema. Diese immer wieder einfließenden persönlichen Einblicke in ihr Leben machen für mich die Ermittler noch mal ein Stück menschlicher und greifbarer. Und ich bin jetzt schon so gespannt, wie es mit Daniel und Katharina, die sich ja wieder sehr gut verstehen, weiter geht.
Der Fall um die Edelprostituierte Charlène La Bouch, die durch die vielen Schönheits-OPs auf den ersten Blick nicht mehr als Anna Maier zu identifizieren ist, ist ganz schön tricky. Einige von Katharinas ehemaligen Mitschülerin hatten Kontakt zu ihr. Doch ist einer davon auch ihr Mörder? Ein Motiv war für mich lange nicht erkennbar. Bzw. hatte ich immer mal wieder einen anderen Mann oder auch mal eine Frau im Visier. Die Auflösung hat mich dann doch überrascht, aber auch vollkommen zufrieden damit zurück gelassen.
Der Blick, den ich immer mal wieder auf den Bodensee habe erhaschen können, hat mir auch sehr gut gefallen. Diese Momente geben dem Krimi immer wieder seine Leichtigkeit und das regionale Flair, das ich sehr liebe.

Ein sehr guter Einstieg in eine neue Krimireihe von einer Autorin, mit der ich bisher nur mit zwei Sommerromanen auf Fehmarn war. Ich hoffe, dass Katharina bald wieder am Bodensee ermitteln wird. Da bin ich dann wieder mit dabei.

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Rezensionen von Arambol:

Mehr Krimi als Thriller

Ihr werdet sie nicht finden von Andreas Winkelmann


"Manchmal waren Berührungen wichtiger als Worte."

Jonas hat als Polizist vor sieben Jahren einen folgenschweren Fehler begangen: Nachdem seine Tochter Isabell spurlos verschwindet, tötet er im Affekt den Mann, den er für den Täter hält. Isabell aber bleibt unauffindbar.

Heute, sieben Jahre später, arbeitet die junge Privatdetektivin Franca, an einem aktuellen Vermisstenfall.

Dabei entdeckt sie Hinweise, die mit Jonas’ Vergangenheit in Verbindung stehen. Anfangs misstrauisch, kommen beide dann einer Wahrheit näher, die tief in die Vergangenheit reicht. Gemeinsam beginnen sie, unzählige Puzzlestücke zusammenzusetzen. Dabei stoßen sie auf Zusammenhänge, die beide Fälle betreffen und auf eine Wahrheit, mit der keiner gerechnet hat.

Der Einstieg in den Thriller „Ihr werdet sie nicht finden“ hat mich unmittelbar gepackt. Die Geschichte startet mit viel Tempo in ein beklemmendes Szenario. Je weiter die Handlung dann allerdings voranschreitet, desto mehr weicht das anfängliche Gefühl der Spannung einer gewissen Ernüchterung.

Der Mittelteil zieht sich spürbar. Es wird viel und gerne nachgedacht, unendlich spekuliert, mitunter sogar philosophiert. Die Spannung, die ich nach dem vielversprechendem Auftakt erwartet hatte, blieb dabei leider größtenteils auf der Strecke. Keine überraschenden Wendungen, stattdessen eher ruhig und sachlich durchgeführte klassische Ermittlungsarbeit - mehr Krimi als Thriller.

Positiv fällt die Figurenzeichnung auf: Alle Charaktere wirken glaubwürdig und nachvollziehbar, besonders Franca wird authentisch gezeichnet.

Das Ende kommt eher durchschnittlich unspektakulär daher, tatsächlich ein wenig enttäuschend hinterlässt es keinen erinnerungswerten Eindruck.

Insgesamt bietet Andreas Winkelmann mit seinem neuesten Buch "Ihr werdet sie nicht finden“ eine handwerklich routiniert geschriebene und durchaus unterhaltsame Geschichte an, aber wer echte Thriller-Hochspannung und unvorhersehbare Wendungen sucht, könnte hier enttäuscht werden.

Schade – das Potenzial war da, gerade nach dem sehr starken Anfang, aber insgesamt für einen Thriller einfach nicht packend genug.

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Rezensionen von rosetheline :

Gutes Debüt, aber kein Highlight

Greta & Valdin von Rebecca K Reilly

Mit "Greta und Valdin" hat Rebecca K Reilly ein großes Debüt geschaffen, das, vor allem in ihrem Heimatland Neuseeland, viel Popularität empfangen hat.

Im Vordergrund der Geschichte stehen Greta und Valdin, ein Geschwisterpaar in seinen Mitte/Ende 20ern, das sich neben typischen Themen junger Erwachsener, wie der Liebe, Beruf und Lebensgestaltung, auch mit Themen wie ihrer māorisch-russisch-katalanischen Identität auseinandersetzt.

Die Familie der beiden wirkt auf den ersten Blick etwas chaotisch, aber dennoch liebenswürdig. Greta ist unglücklich in ihre Arbeitskollegin verliebt, die sie irgendwie nur auszunutzen scheint. Doch eines Tages trifft Greta Ell in dessen Gegenwart sie sich gesehen und geliebt fühlt. Valdin hingegen trauert seinem Ex Xabi hinterher, der außerdem der Bruder des Mannes seines Onkels ist. Dieser lebt allerdings mittlerweile in Argentinien. Doch Valdin fliegt eines Tages beruflich nach dorthin und die beiden treffen sich.

Beim Lesen merkt man, dass die Geschichte trotz der Dinge, die passieren, eher charakterbasiert ist. Die Charaktere an sich sind sowohl durch ihre Herkunft als auch durch ihre Sexualität sehr divers.
Aber auch innerhalb des Buches werden unter anderem Einschübe verschiedener Sprachen mit reingebracht (Māorisch, Russisch, Deutsch, Rumänisch, Spanisch, Catalan).

Vom Klappentext fand ich das Buch sehr interessant. Und ich kann definitiv sagen, dass dieses Buch ein bisschen anders ist. Allerdings fand meine Begeisterung eher in Wellen statt. Es gab Passagen, die ich wirklich gut/interessant fand und dann wieder welche, die eher eigenartig, zusammenhangslos und langweilig waren. Vor allem das letzte Drittel beinhaltete Handlungsstränge, die mir nicht genug ausgearbeitet waren.

Ich würde es dennoch jedem empfehlen, der ein Interesse an Themen wie Migration, Identität, Transkulturalität, LGBTQIA+ und Familie hat.

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Rezensionen von Alais:

Clever, schräg und mörderisch - sorgt für jede Menge Lesespaß!

Morden in der Menopause mit dem richtigen Mindset von Tine Dreyer

Mit diesem Buch können viele Menschen ihren Spaß haben, in der Menopause liest es sich aber besonders genüsslich. Ich würde diese ungewöhnliche Erzählung als einen schwarzhumorigen Krimi beschreiben, der auch eine kleine Persiflage jener unerträglichen Ich-zeig-dir-wie-du-dein-Leben-besser-lebst-Ratgeber bietet.

Es gibt einen Vorgängerband, den ich leider noch nicht gelesen habe, aber ich hatte keinerlei Probleme, in die Geschichte einzutauchen.

Die Heldinnen dieser rasanten Erzählung: drei Frauen aus drei Generationen, darunter als Hauptfigur die menopausale Familienmutter und frischgebackene Mörderin Liv, ihre junge Freundin Iza und ihre Schwiegermutter Marlies. Ein Trio unterschiedlichster Charaktere, das in einen Strudel abenteuerlicher Ereignisse gerät und durch Zusammenhalt und Mut brilliert ...

Liv fühlte ich mich gleich sehr nahe. Ich fand es sehr sympathisch, wie tapfer sie sich bemüht, das Richtige zu tun, und litt mit, wenn sie ganz unverdienterweise mal wieder grandios scheiterte – und musste dann doch immer wieder einfach nur schallend lachen.

Etwas erschreckend fand ich, wie nachvollziehbar für mich die mörderischen Geschehnisse waren und ich konnte gar nicht anders, als immer wieder die mutigen und kreativen Lösungen zu bewundern, mit denen Liv versucht, ihr Leben wieder in unmörderische Bahnen zu lenken.

Der Roman hat einen hohen Unterhaltungswert und die Autorin versteht es, witzig zu sein, ohne respektlos zu werden. Dabei jongliert sie mit Klischees, die sie auf die Spitze treibt, grandioser Situationskomik, vor allem aber mit meisterhaftem Sprachwitz und überraschenden Wendungen.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Das will man nicht erleben

Der Stau von Jo Furniss

Police Officer Sergeant Belinda „Billy“ Kidd hat nach ihrem Langstreckenflug aus Australien nun nur noch ca. 1 Std. bis zu ihrem Zuhause in der Nähe von London. Mit ihrem Mietwagen steht sie allerdings erst mal im Stau, da in dem vor ihr liegenden Deadwall-Tunnel eine Explosion stattgefunden hat.

Als sie aussteigt um sich die Beine zu vertreten, macht eine Frau sie auf einen Mann in einem Auto aufmerksam, der sich nicht bewegt. Ganz Polizistin schaut sich Bily die Lage näher an und stellt fest – der Mann ist tot. Und bei dem Blut, dass sie anschließend an den Händen hat, hatte er bestimmt keinen Herzanfall. Es ist der seltsamste und auch der gefährlichste Tatort, den sie je gesehen hat. Denn der Mörder muss noch ganz in der Nähe sein.

Autorin Jo Furniss versteht es gekonnt aus dieser Situation auf der Autobahn, wo niemand weg kann, ohne sich verdächtig zu machen, eine angsterregende Situation zu schaffen. Die angespannte Stimmung der einzelnen Menschen, die mit ihren eigenen Pkws in engerem Umkreis zu dem betroffenen Auto mit dem Toten stehen, kommt bei mir sehr gut an und verursacht Gänsehaut.
Gerade die vielen ganz verschiedenen Mitwirkenden hier im Stau erzeugen mit ihren Geschichten, die Billy nach und nach aus ihnen heraus kitzelt und ihren Geheimnissen, die dadurch aufgedeckt werden, eine ganz eigene Spannung. Besonders Billy, die Polizistin, die kurz vor der Rente steht, im Moment Jetlag geplagt, übermüdet und auf der Suche nach einer Toilette, mit ihren Zweifeln und ihrer Angst etwas zu übersehen oder falsch zu machen, fand ich sofort sympathisch. Zusammen mit einem Kollegen, mit dem sie über Telefon in Verbindung steht, deckt sie ein kleines Geheimnis nach dem anderen auf. Bis sie nach fast 5 Stunden zu einer Erkenntnis gelangt, die den „Fall“ dann auch aufklärt. So gut konstruiert – da wäre ich selbst nie darauf gekommen.
Mich hat allein der Handlungsort und die Tatsache, dass hier niemand weg kann, fasziniert. Durch die Gliederung in einzelne Stunden und kleinere Kapitel schreitet die Geschichte sehr schnell voran und es kommen immer mehr Informationen bei mir an. Von denen ich allerdings nie weiß, sind sie relevant oder nicht. An manchen Stellen war es zwar etwas langatmig, was mich allerdings nicht gestört hat. Dadurch wurde für mich die Situation dort auf der Autobahn sogar noch realer.

Für mich war es der erste Locked-Room-Thriller, den ich gelesen habe und er hat mir sehr gut gefallen. Auch für mich gab es beim Lesen kein Entkommen.

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