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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Katharina:

Gut

Guardian 1. Seelenwächter von Priest

Mir hat Guardian grundsätzlich ganz gut gefallen, ich hatte zwischendurch aber auch so meine Schwierigkeiten. Das Cover ist auf jeden Fall ein richtiger Hingucker und sieht toll aus. Über das Buch habe ich zuvor schon ein wenig gehört, die Autorin ist ja in China sehr bekannt und ihr Buch gibt es auch schon ein Weilchen im englisch sprachigen Raum.

Der Start in die Geschichte war für mich etwas holprig, ich finde den Schreibstil recht gewöhnungsbedürftig und musste mich erstmal in der Welt zurechtfinden. Die Geschichte rund um die Ermittlung und dem tödlichen Vorfall war spannend und ich mochte die Chemie und Dynamik zwischen Zhao Yunlan und Shen Wei. Ich glaube, die Krimi/Mystery Elemente in dem Buch haben mir insgesamt am besten gefallen. Zwischendurch war die Story allerdings ein wenig langweilig und zäh. Das Ende hat mir dafür wieder gut gefallen und ich bin gespannt auf den zweiten Teil.

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Rezensionen von Anndlich:

Starker Auftakt der Donkerbloem-Trilogie!

Der Trailer von Linus Geschke

Lisa Martin verschwand vor fast 15 Jahren spurlos in den Ardennen. Ein Fall der die Hamburger Kommissarin Frieda Stahnke lange beschäftigt, denn Lisa war eine Schulkollegin von ihr und obwohl sie sich nicht gut kannten, fragt Frieda sich noch heute, was mit Lisa damals wirklich passiert ist. Deswegen nimmt sie an einem True-Crime-Podcast teil, um Lisas Fall wieder in die Öffentlichkeit zu bekommen und neue Erkenntnisse zu sammeln.

Der Kölner Barbesitzer Wout Meertens hört diesen Podcast und fühlt sich zurückerinnert. Denn Wout war zur damaligen Zeit in Camp Donkerbloem, doch als Vorbestrafter ist seine einzige Devise „nicht mit den Bullen reden“ und außerdem ist er auch der Meinung, dass er Frieda Stahnke gar nichts sagen könnte, denn er hat damals nichts gesehen.

Doch Wout und Frieda entdecken etwas fürchterliches und vor allem Wout gerät bald selbst in Gefahr. Können sie zusammen das Verbrechen von damals lösen?

Der Trailer von Linus Geschke ist der erste Band der Donkerbloem-Trilogie und ein starker Auftakt. Wir erleben die Geschichte aus mehreren Perspektiven, die von Wout Meertens und Frieda Stahnke sind dabei jedoch die präsentesten und vor allem Wout Meertens fand ich einen super interessanten Charakter. Seine Vorgeschichte und seine Gedanken sind nicht immer moralisch in Ordnung und doch hat er (s)eine moralische Grenze, die so stark dargestellt wurde, dass er nicht gänzlich unsympathisch rüberkommt. Außerdem mochte ich seine Loyalität gegenüber denen, die er in sein Leben gelassen hat. Frieda Stahnke hingegen ist eine ‚typische‘ Kommissarin, ohne das negativ zu meinen. Sie fällt charakterlich noch nicht sonderlich auf, dennoch war ihre Perspektive nicht langweilig.

Die Geschichte um Lisa Martin war von Beginn an spannend erzählt, durch die ständigen Perspektivwechsel und einem guten Schreibstil, wurde das Lesetempo extrem gesteigert und am Ende mit einem wirklich überragenden Plottwist belohnt. Ich werde nicht mehr häufig überrascht, hier war ich es. Und dennoch hat es leider nicht ganz für ein Highlight gereicht, weil mir ein paar Dinge nach dem Twist leider gar nicht zusagen konnten. Ich möchte auf die aber an dieser Stelle auch nicht näher eingehen, weil sie alles Spoilern würden und dennoch bin ich mir auch sicher, dass viele das Ende so gut finden werden. Meins war es in dem Fall leider nicht. Dennoch hat mir sehr viel an diesem Thriller gefallen und ich bin unglaublich gespannt, wie die Trilogie weitergeht!

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Rezensionen von ReiShimura:

Joshua und Lori: Ein neues Kapitel in Hopeville

Foul Play Hopeville Dragons von Laura Willud

Endlich ist er da, der zweite Teil der Hopeville Dragons Reihe von Laura Willud. Wobei Reihe vielleicht ein klein wenig zu hoch gegriffen ist, denn entgegen meinen Erwartungen besteht die Reihe nur aus zwei Büchern. Dies finde ich auf der einen Seite sehr schade, denn mir haben die beiden Bücher sehr viel Spaß gemacht, auf der anderen Seite hätte ein weiterer Band einfach keinen Sinn ergeben.

Im ersten Band waren Joyce und Austin die beiden Hauptpersonen. In diesem Band sind es nun Joshua, seines Zeichen Bruder von Joyce und Teamkollege von Austin, und Lori, die beste Freundin von Joyce. Die Wahl der Hauptpersonen war wenig überraschend und hat sich meiner Meinung nach bereits im vorherigen Buch abgezeichnet. Theoretisch könnten die beiden Bücher unabhängig voneinander gelesen werden. Ich persönlich würde aber empfehlen, die Reihenfolge der Bücher einzuhalten.
Wie ich vermutet habe, gibt es in diesem Band keine großen Überraschungen und Laura Willud setzt das Erfolgsrezept fort; eine gute Mischung aus Sport, Collegeleben, großen Gefühlen und mehr oder weniger starken Charakteren. Gewürzt mit einer Prise Komplexität. Nicht vorhanden war dafür das große Geheimnis, gefehlt hat es meiner Meinung nach aber trotzdem nicht.
Meine Erwartungen waren recht hoch, da mir die Geschichte von Joyce und Austin wirklich sehr gut gefallen hat. Ich würde nicht so weit gehen zu behaupten, dass ich enttäuscht bin, allerdings war dieses Buch doch schwächer im Vergleich. Die Charaktere sind daran aber weniger Schuld, denn sowohl Lori als auch Joshua haben mir mit ihrer Zielstrebigkeit und ihrem Ehrgeiz sehr gut gefallen. Die Gefühle der beiden waren glaubhaft und die Chemie hat meiner Meinung nach definitiv gestimmt. Die typischen Stolpersteine auf dem Weg zum Happy End gab es, wirkten in diesem Fall aber auch nicht störend oder künstlich aufgebauscht. In dieser Beziehung hat wirklich alles gepasst.
Loris Schwierigkeiten mit ihrer Familie haben das Bild sehr gut abgerundet und ihrem Charakter noch mehr Tiefe verliehen. Schade fand ich nur, dass dem Thema nicht mehr Raum gegeben wurde. Es gab zwar einige kürzere Episoden, die sich mehr oder weniger damit beschäftigt haben, die hätte man aber deutlich ausbauen können. Ähnliches habe ich bereits in meiner Rezension zu "Mismatch" geschrieben, auch dort gab es ein wichtiges und relevantes Thema, das mehr Bedeutung verdient hätte.
Die Liebesszenen sind nicht besonders zahlreich, was mich persönlich freut. Ich bin kein großer Fan von zu viel Spice. Die vereinzelten Szenen haben sich aber gut in das Gesamtbild eingepasst und waren wertschätzend und liebevoll beschrieben.
Ich hatte mich auch dieses Mal wieder für die Hörbuch Variante entschieden. Als Sprecher wurden dieses Mal Regine Lange und Fynn Engelkes engagiert. Beide haben mir bezüglich ihrer Sprachmelodie und der Betonung sehr gut gefallen. Im ersten Augenblick fand ich es schade, dass nicht wieder die gleichen Sprecher wie beim ersten Teil genommen wurde, im Nachhinein macht es aber durchaus Sinn; andere Hauptpersonen, andere Sprecher.
Laura Willud hat auch dieses Mal wieder sehr viel richtig gemacht und eine zauberhafte Sportromanze mit glaubwürdigen Charakteren erschaffen. Ein bisschen schade ist es zwar, dass ich mich jetzt von den Hopeville Dragons verabschieden muss, aber ich hoffe sehr, bald wieder einmal was von der Autorin lesen zu können.

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Rezensionen von Baerbel82:

Tödliches Spiel

Blindspiel von Max Seeck


Die Thrillerreihe um die finnischen Ermittler Jessica Niemi und Jusuf Pepple von Max Seeck hatte ich begeistert verschlungen. Und auch „Blindspiel“, der Auftakt einer neuen Reihe, habe ich gerne gelesen. Worum geht es?
Statt eines Prologs startet das Buch mit einer spannenden Eröffnung: Alexander, ein Dieb, wird vom Besitzer der Aktentasche, die er aus dessen Auto gestohlen hatte, erschossen.

Danach lernen wir den Profiler und Galeristen Milo Perho kennen. Die Beziehung zu seiner Frau Ronja scheint sehr speziell zu sein.
Last but not least begegnen wir Minka und Kalle von der Kripo Helsinki. Sie ermitteln im Fall der Leiche einer Frau: Anna wurde komplett mit weißer Farbe angestrichen. In ihrem Hals findet die Rechtsmedizin eine Schachfigur, ein schwarzer Springer.
Als die Polizei einen Dealer verhört, stößt sie auf eine höchst interessante Karte, die aussieht wie ein Schachbrett von Helsinki. Kurz darauf wird eine männliche Leiche gefunden, sie ist total schwarz bemalt. Wieder wird eine Schachfigur entdeckt, ein weißer Läufer.
Können Milo & Co. den Täter vor seinem nächsten tödlichen Schachzug stoppen?
„Blindspiel“ ist spannend und wendungsreich. Ein Thriller mit viel Frauenpower. Die Männer dagegen sind schwach. Traumatische Erlebnisse in Milos Vergangenheit sind möglicherweise der Grund für seinen unerfüllten Kinderwunsch.
Alles in allem hat mich der Thriller gut unterhalten. Ein Buch, das Schach thematisiert. Besonders die Erklärungen zur Schachnotation fand ich interessant.
Am Ende besteht Hoffnung, dass Milo es schafft, seine toxische Beziehung zu beenden. Aber das werden wir wohl erst in Band 2 erfahren.

Fazit: Gelungener Auftakt einer neuen Thrillerreihe. Spannend und nicht vorhersehbar.

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Rezensionen von Vobabooks:

Über den Verlust der besten Freundin

Inseltage mit Rosa von Mareike Krügel

Im Buch „Inseltage mit Rosa“ von Mareike Krügel reist die 11-jährige Linnea, genannt Lila, auf die Schäreninseln zu ihrer Oma Mu. Dort macht Lila Urlaub mit Mu in einem Häuschen mit einem Plumpsklo namens Herzhausen. Lila kennt Mu kaum, doch Mu kennt ein paar schöne und lustige Lieder und Gedichte.

Und dann ist da auch noch eine Möwe namens Zibebe. Lila ist nämlich lange traurig gewesen, weil ihre beste Freundin Rosa nicht mehr da ist. Doch seitdem Lila Rosa rufen kann zum Spielen, wenn sie alleine ist, geht es ihr besser. Lila spielt schöne Spiele mit Rosa auf der Insel, doch eines Tages kommt ein Sturm. Lila und Mu sind gestrandet und haben Hunger, bis sie schließlich gerettet werden.
Eine berührende Geschichte über den Verlust der besten Freundin, die Verarbeitung dessen, Trauer und das Weiterleben. Kindgerecht erzählt und mit süßen Zeichnungen ergänzt. Ein ernstes und trauriges Buch, tröstlich verarbeitet.

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Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:

Brisant und packend

Niemandsschmerz von Ella Friedrichs

Nach dem ersten Band von Ella Friedrichs um die Trilogie Niemandsschmerz war ich quasi infiziert und habe mit Spannung und großer Vorfreude auf dieses zweite Buch gewartet :
Ella Friedrichs Schreibstil ist, wie im vorherigen Band auch, leicht und flüssig, so dass sich das Buch sehr gut lesen lässt.

Die Thematik selbst ist sehr brisant und – wie ich finde – sehr aktuell !
Kinderhandel, da denken die meisten Menschen wohl, dass es das kaum oder nur im Untergrund gibt….aber eigentlich passiert es Tag für Tag, quasi vor unser aller Augen.
Ella Friedrichs wählt auch hier nicht den bequemen Weg, beschönigt in keiner Weise die skrupellosen Machenschaften und, was mir persönlich am besten gefällt, lässt auch den Leser / die Leserin nicht bequem werden : eine deutliche Aufforderung, hinzusehen, wenn andere wegschauen.
Das Buch ist spannungsgeladen und packend und reißt den Leser / die Leserin von der ersten Seite mit bis zum Ende – genau das machen die Bücher der Autorin aus.
Von Herzen empfehle ich dieses Buch und einen Blick auf die Autorin – ich bin mir sehr sicher, dass auch der dritte Teil mega sein wird und freue mich riesig darauf !

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Rezensionen von DoraLupin:

Die Abenteuer einer kleinen Laubwichtelin

Glim aus dem Ginsterwald von Marcus Raffel

Das Cover dieses Buches und der Klappentext haben mich direkt angesprochen, denn ich bin im Herzen ein Kind geblieben und verschlinge Geschichten in denen es um fantasievolle Wesen geht! Und auch wenn ich nicht in die direkte Zielgruppe passe, lese ich doch immer wieder gerne Kinderbücher, vor allem, wenn sie auch noch einen Schuss Fantasy und magische Wesen enthalten.

Deshalb bin ich auch gleich sehr gespannt auf dieses Buch gewesen.

Die Geschichte dreht sich um Glim, die nun alles über Zauberstäbe weiß und auf Wanderschaft geht, wie es sich für Laubwichtel nach der Ausbildung gehört. Unterwegs trifft sie die tollpatschige Elfe Annivé, die im Unterschied zu Glim ganz begeistert ist von Drachen, Riesenspinnen und Wald-Unholden. Die beiden freunden sich an, reisen gemeinsam und stecken promt im größten Abenteuer ihres Lebens. Denn der Himmel über Ravenholm hat sich verdunkelt, Eisblitze schlagen ein. Gemeinsam versuchen sie herauszufinden, woher die Bedrohung kommt. Aber können die beiden kleinen Heldinnen den Kampf gegen den gefährlichen Widersacher und seinen finsteren Plan überhaupt gewinnen?

In die Handlung habe ich ohne Probleme hineingefunden, denn der Schreibstil ist etwas kindlich gehalten und dadurch sehr locker und leicht zu lesen und passt daher ideal zur Zielgruppe der Kinder ab ungefähr 8 Jahren. Es hat sich mich mich ein sehr schöner Lesefluss ergeben und die Seiten sind nur so dahingeflogen und das Buch war deshalb auch in wenigen Tagen gelesen. Zudem ist der Schreibstil schön bildlich, so dass man sich direkt im Geschehen wiederfindet und sich alles gut vorstellen kann.

Die einzelnen Figuren sind sehr sympathisch und wirklich toll beschrieben. Vor allem Glim hat mir sehr gut gefallen, da sie sich nach ihrer Ausbildung richtig in das Abenteuer stürzt und sehr neugierig ist, auch wenn sie nicht weiss was sie alles erwartet. Aber auch die Elfe Annivé hatte ich schnell ins Herz geschlossen und die beiden bei ihrer Reise und den Abenteuern zu begleiten hat sehr viel Spaß gemacht! Generell bleibt die Geschichte die ganze Zeit über spannend und man fiebert immer richtig mit. Zudem gibt es aber auch einige humorvolle Stellen in diesem Buch und von den Ideen des Autors war ich immer wieder sehr positiv überrascht. Mit diesem Buch kann man wieder einmal richtig zum Kind werden und Spaß haben!

Ich wurde sehr gut von dieser tollen Geschichte unterhalten und habe die Charaktere richtig in mein Herz geschlossen. Daher gebe ich natürlich ganz klar die volle Punktzahl und eine Leseempfehlung für Kinder, aber auch für Erwachse, die im Herzen jung geblieben sind.

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Rezensionen von ReiShimura:

Die stille Stimme eines Bauernmädchens

Die Farbe von Milch von Nell Leyshon

Schon nach wenigen Sätzen muss man feststellen, dass dieses Buch anders ist. Wobei es einem auch bereits vor dem Lesen hätte, klar sein müssen, denn immerhin wurde es mit dem folgenden Satz vom Verlag beworben: "Die bewegende Geschichte eines Bauernmädchens erzählt in einer herausragenden Sprache".

Das Buch handelt von Mary, einem knapp 15 Jahre alten Bauernmädchen, das im England des 19ten Jahrhunderts lebt. So weit so gewöhnlich, ungewöhnlich ist es deswegen, weil die Geschichte eigenhändig von Mary geschrieben wurde. Dadurch ist die Sprache eher einfach gehalten, es gibt fast ausschließlich Hauptsätze und auch Satzzeichen sind Mangelware. Direkte Rede kommt zwar sehr häufig vor, wird aber nicht durch die eigentlich vorgeschriebenen Satzzeichen gekennzeichnet. Sehr gewöhnungsbedürftig, aber meiner Meinung nach auch authentisch. Ich habe allerdings auch einiges an Kritik zu diesem gewählten Stilmittel gelesen. So tun sich viele Leser aufgrund der mangelnden Satzzeichen schwer mit dem Lesen, und bemängeln, dass Mary auf der anderen Seite aber auch teils schwierige Wörter fehlerfrei schreiben kann. Ich kann diese Kritiken bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen, denke aber, dass wenn die Autorin auch noch absichtlich Rechtschreibfehler eingebaut hätte, dies zwar durchaus der Authentizität gutgetan, das Lesen des Buches aber fast unmöglich gemacht hätte.
Doch die Sprache ist nicht das einzige, das recht einfach gehalten ist. Auch die Geschichte an sich ist eher einfach gestrickt und an manchen Stellen durchaus vorhersehbar. Die eine oder andere kleinere Überraschung hat Autorin Nell Leyshon dann aber doch noch auf Lager.
Trotz oder gerade vielleicht auch wegen ihrer Einfachheit konnte mich die Geschichte so ziemlich von Anfang an fesseln. Die Erzählung ist ehrlich, roh und schnörkellos. Mary nennt die Dinge beim Namen und beschönigt dabei nichts. Sie beschreibt ihren Alltag und ihr sehr karges und entbehrungsreiches Leben mit klaren Worten, ohne zu jammern oder mitleidserregend zu wirken. Es ist eben wie es ist und sie kennt es nicht anders. Auch düstere und nicht so angenehme Dinge beschreibt Mary nüchtern und fast wirkt sie dabei emotionslos. Dies ist aber meiner Meinung nach auf die Tatsache zurückzuführen, dass Mary in ihrem Leben keinen Platz für Gefühle hat und es nicht gelernt hat, dieses auszudrücken.
Im Umkehrschluss bedeutet das aber nicht, dass die Erzählung die Leserin oder den Leser kalt lässt. Mich persönlich hat das Buch sehr berührt und bewegt. Vor allem wenn man sich vor Augen hält, dass es noch immer Gegenden auf der Welt gibt in dem die von Mary beschriebenen Dinge noch heute passieren. In denen Frauen und Kinder noch immer einfach nur Ware und billige Arbeitskräfte sind.
Trotz kleinerer Schwächen hat mich diese Erzählung in seinen Bann gezogen und ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Auch wenn ich es ab einem gewissen Punkt am liebsten getan hätte. Marys Geschichte hat mich auf vielen Ebenen berührt und zum Nachdenken gebracht und für mich ist dieses Kleinod eine klare Leseempfehlung.

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Rezensionen von DoraLupin:

Abenteuer im Land der ewigen Jugend

The Lost Girl King von Catherine Doyle

Auch wenn ich nicht in die direkte Zielgruppe passe, lese ich doch auch immer wieder gerne Kinder- und Jugendbücher. Vor allem, wenn sie auch noch einen Schuss Fantasy und Abenteuer enthalten. Deshalb bin ich gleich sehr gespannt auf dieses Buch gewesen. Die Autorin kannte ich vorher schon aus ihrem Kinderbuch "Die Piraten von Darksea" aber dieses aktielle Buch hat mir sogar noch einen Tick besser gefallen!

Inhaltlich dreht sich die Geschichte um Geschwister, die ihre verregneten Ferien bei ihrer Oma in Connemara nicht sehr spannend finden.

Darum überzeugt die abenteuerliche Amy ihren ängstlichen älteren Bruder Liam, ihr durch einen geheimnisvollen Wasserfall zu folgen. Plötzlich finden sich die beiden im mythischen Tír na nÓg wieder, dem Reich der ewigen Jugend. Kaum dort angekommen, wird Liam von finsteren, kopflosen Reitern entführt. Denn ein böser Zauberer, der die Sonne und damit alle Bewohner Tír na nÓg gefangen hält, braucht für seinen Fluch ein Menschenkind aus der Welt jenseits des Wasserfalls. Auf ihrer gefahrvollen Reise durch das verwunschene Land trifft die mutige Amy auf sagenhafte Kreaturen und neue Verbündete. Nun ist es an ihr, die verschiedenen Wesen und Stämme Tír na nÓg zu vereinen, um ihren Bruder zu retten.

In die Geschichte habe ich ohne Probleme hineingefunden. Der Schreibstil ist locker, leicht und gut zu lesen, passt zu der Zielgruppe und es hat sich ein schöner Lesefluss ergeben. Zudem ist der Schreibstil schön bildlich, so dass man sich direkt im Geschehen wiederfindet und sich alles gut vorstellen kann. Vorallem das magische Land Tír na nÓg, die Krieger der Wolfslande und die Kelpie hatte ich sehr schön vor Augen!

Die einzelnen Charaktere und Fabelwesen sind authenthisch und meist auch sympathisch beschrieben. Vor allem Amy hat mir sehr gut gefallen, da sie sich so leicht nicht unterkriegen lässt und sich richtig in das Abenteuer stürzt, auch wenn es nicht gerade einfach für sie wird, da ihr Bruder entführt wurde und sie zunächst auf viel Gegenwind stößt weil sie ja nur ein "Mädchen" ist. Obwohl die Geschichte sehr abenteuerlich ist und es viel um gruselige kopflose Reiter, Meermenschen und Kämpfer geht, so dreht sich das Buch doch auch um die Liebe und Verbundenheit zwischen Geschwistern, um Freundschaft, Vertrauen und Hoffnung. Dies war ein sehr schöner Mix, der mich begeistern konnte. Generell bleibt die Geschichte die ganze Zeit über spannend und man fiebert mit den Figuren richtig mit, bis zum spannenden Showdown!

Fazit: Ein tolles Buch, ein magisches und mitreißendes Abenteuer im Land der ewigen Jugend, aber auch eine sehr spannende Geschichte die sich um die Liebe von Geschwistern dreht. Gerne empfehle ich das Buch weiter und natürlich gibt es dafür die volle Punktzahl!

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Rezensionen von Dorsay:

Der dunkle Sommer

Der dunkle Sommer von Vera Buck

Es beginnt mit einem verlockenden Inserat. Ein verlassenes Dorf in Italien soll wiederbelebt werden, deshalb werden Häuser zum symbolischen Preis um nur einen Euro angeboten. Die Architektin Tilda sehnt sich nach einem Neubeginn, somit kommt dieses Angebot für sie gerade zur rechten Zeit. Sie bricht mit der Vergangenheit, um ganz neu im sardischen Dorf Botigalli zu beginnen.

Dieser Ort verbirgt viele Geheimnisse. Ist er denn wirklich komplett verlassen? Mysteriöse Dinge tun sich auf, zum Beispiel läuten in der verlassenen Kirche die Glocken. Tilda wird gewarnt, dass auf ihrem Haus ein Fluch lastet.
Wieder ein sehr spannender Thriller von der Autorin Vera Buck, sie versteht es, den Leser mit ihrer Erzählweise in eine atemberaubende Geschichte mitzunehmen. Kurze Kapitel, wendungsreiche Handlung aufregend bis zum Schluss.

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