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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Gaby 2707:

Romance und Thriller gekonnt verknüpft

Loverboy - Niemand liebt dich so wie ich von Antonia Wesseling

Allein schon für sein magisches Cover und den wunderschönen Farbschnitt ist es dieses Buch wert zur Hand genommen zu werden. Doch noch viel mehr wert ist es, es zu lesen Denn diese Geschichte hat es wirklich in sich.

Vivian Schwarz, die sich eher als Aschenputtel sieht, verliebt sich an einem Discoabend Hals über Kopf in den charismatischen und sehr gutaussehenden Pascal.

Ihre WG-Mitbewohnerin Lola freut sich sehr, dass sie diesen Anschluss gefunden hat. Sie bemerkt aber auch, dass sich Vivian, je länger sie mit Pascal zusammen ist, immer mehr verändert. Und das nicht unbedingt zum positiven. Als Vivi dann sechs Tage lang nicht nach Hause kommt, spurlos verschwindet und auf keine Anrufe oder Nachrichten reagiert, macht sich Lola heftige Sorgen und schaltet die Polizei ein, die natürlich nichts unternimmt. Vivi ist ja volljährig und kann gehen, wohin sie will. Ganz anders als im Fall der minderjährigen Tochter einer Politikerin, die ebenfalls seit längerem verschwunden ist. Als Vivis Halbbruder Elias auftaucht, beschließen beide gemeinsam nach Vivi zu suchen.

Ich habe schon des öfteren etwas über die Masche der sogenannten Loverboys gehört und gelesen und finde es toll, dass Autorin Antonia Wesseling mit diesem Buch wirkliche Aufklärungsarbeit leistet. Und ich hoffe, dass noch ganz viele junge Mädchen und Frauen dieses Buch lesen um nicht auf die Masche der jungen Männer hereinzufallen.
Ich mag den leichten und lockeren Erzählstil, der der düsteren Geschichte doch etwas an Leichtigkeit gibt, sehr.
Die Geschichte selbst wird hauptsächlich von Lola und Elias erzählt. Dabei erfahre ich vor jedem neuen Kapitel auch, wer erzählt und wann sich das gerade abspielt. Da tue ich mich mit der Zuordnung schon leichter. Unterbrochen werden die Berichte aus den verschiedenen Perspektiven hier und da auch durch Tagebucheinträge von Vivian, die vor 3 ½ Jahren beginnen. An den aktuellen Einträgen kann man ihre Wandlung innerhalb von ein paar Wochen gut erkennen.
Neben der Hauptgeschichte zu den Loverboys und was sich daraus ergibt, gibt es verschiedene Nebengeschichten, die sehr gut in die Handlung insgesamt passen und die genau so interessant und lesenswert sind.
Lola, die eigentlich Gloria heißt, mochte ich von Anfang an und daran hat sich bis zum Schluss nichts geändert. Eine solche Freundin wünsche ich jeder jungen Frau. Eine, die sich kümmert, auch wenn´s noch so unangenehm wird. Genau so ging es mir mit Elias. Auch ihn habe ich schnell ins Herz geschlossen. Die Liebesgeschichte, die sich zwischen den beiden anbahnt hätte ich allerdings nicht unbedingt gebraucht. Das war mir dann ein bisserl zu viel des Guten. Bei Pascal dagegen hatte ich von Anfang an den Eindruck, dass mit ihm irgendetwas nicht stimmt. Und Viviane – deren Verhalten habe ich gerade am Schluss der Geschichte absolut nicht nachvollziehen können.
Aber das müsst ihr alles selbst lesen.

Eine spannende und auch berührende Geschichte, die mich begeistert hat und von der ich hoffe, dass sie noch von vielen jungen Frauen und Mädchen gelesen wird. Es lohnt sich in mehrfacher Hinsicht!

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Rezensionen von clematis:

Sommerfest

Rosenlund – Ein Sommer der Geheimnisse von Amanda Hellberg

Helena veranstaltet in ihrem Hotel Rosenlund das alljährliche Sommerfest und lädt neben zahlreichen anderen Gästen auch ihre besten Freundinnen Anna, Kim und Nadja ein. Als wenige Tage später einer der Besucher vermisst wird, hütet jede der vier Frauen ein Geheimnis, das bei den Befragungen durch die Polizei keinesfalls ans Licht kommen darf.

Ruhig und idyllisch geht es zu im Wohnviertel Rönnbacken. So unterschiedlich die vier Freundinnen auch sind, so eng halten sie zusammen und treffen einander regelmäßig. Unaufgeregt schildert Amanda Hellberg den Alltag der Mütter und die Vorbereitungen für das legendäre Sommerfest. Auch der Abend selbst wird auf besonnene Art und Weise dargestellt, obwohl hier einiges passiert, das weitreichende Folgen nach sich zieht. Von Mord ist alsbald die Rede und weder Helena noch Anna, Kim oder Nadja berichten auf der Polizeidienststelle alles, was sie wissen. Allerdings sickert das ein oder andere Detail dennoch durch und der Grat, auf dem jede der Frauen wandert, wird von Tag zu Tag schmäler. Gekonnt baut die Autorin ein gewisses Maß an Spannung auf, die Trägheit des Sommers schlägt jedoch immer wieder durch. Zu keiner der vier Hauptpersonen kann man ein besonderes Naheverhältnis aufbauen, trotzdem wächst die Neugierde, was hinter all der Geheimniskrämerei steckt. Vieles wird im Laufe der Kapitel klar, ein großes Rätsel bleibt allerdings noch ungelöst, sodass man auf jeden Fall auch die Fortsetzung von Rosenlund lesen muss.

Ein flüssiger, aber eher ruhig gehaltener Schreibstil führt durch die Geschichte, der Zusammenhalt der Frauen in Rönnbacken bildet das Grundgerüst für einen Roman mit einzelnen kriminalistischen Elementen. Ein Sommer in Schweden und abwechslungsreiche Lebensentwürfe laden ein zum Verweilen. Ich komme gerne wieder.

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Rezensionen von inya:

richtig gut

InvestiGators (Band 3) - Die Rache der Brösel von John Patrick Green

Mich als Elternteil hat das Cover des Buches nicht so sehr angesprochen, aber die Kinder fanden es sehr cool und wollten es unbedingt lesen. Das Buch beinhaltet eine super spannende Spionage/ detektivgeschichte, die alle Kinder begeistert hat. Sie beinhaltet viel wortwitz und ist super spannend geschrieben.

Meine Kinder haben das Buch super schnell lesen können und hatten dabei sehr viel Spaß. Es wurde einfach nicht langweilig beim Lesen und das passiert nicht so oft. Der Comic ist sehr gut gestaltet und die Kinder finden die Bilder richtig cool und wollen immer mehr davon haben. Wir sind als Familie von diesem Comic von diesen lustigen Krokodilen begeistert und können das Buch sehr empfehlen. Wir werden auf jeden Fall noch weitere Bänder von dieser buchreihe kaufen und freuen uns schon auf die nächste Geschichte dieser lustiger Helden.

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Rezensionen von inya:

Barbie aktuell

Barbie - In Real Life von Kristen Mulrooney

Ich bin zwar kein großer Fan von Barbie aber sie hat mich trotzdem immer begeistert und für mich ist sie eine stilikone. Auch der Barbie Film hat mir sehr gut gefallen und deshalb ist Barbie für mich derzeitig wieder total aktuell und im Trend. Deshalb hat mich dieses Buch auch direkt angesprochen und ich wollte unbedingt dass mir anschauen und ein bisschen in der Vergangenheit aber auch in dem hier und Jetzt mit Barbie Schwelgen.

Die Fotos sind sehr modern und passen in die heutige moderne Gesellschaft. Sie zeigt Barbie in alltagssituation sowie wir sie alle jeden Tag erleben. natürlich ist auch viel Witz dabei wenn es um die Sätze geht die neben den Fotos stehen. Auch die Outfits die Barbie auf den Fotos trägt sind natürlich aktuell und sehr Stil sicher wie immer. Ich kann dieses Buch natürlich allen großen und kleinen Barbie-Fans empfehlen aber auch denen die früher einfach nur mit dir gespielt haben.

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Rezensionen von Schlafmurmel:

Alltagstauglich, kreativ und richtig lecker – ein tolles Kochbuch für Berufstätige

Quick & Tasty von Viviane Geppert

Quick & Tasty“ von Viviane Geppert hat mich wirklich positiv überrascht! Zugegeben: Ich kannte die Autorin bisher nicht – aber das hat sich schnell geändert. Ihr Kochbuch mit 50 Rezepten für den Feierabend ist ein echter Volltreffer. Die Gerichte sind unkompliziert, abwechslungsreich und lassen sich schnell zubereiten – ideal für alle, die nach einem langen Arbeitstag trotzdem etwas Frisches und Leckeres auf den Tisch bringen wollen.

Besonders gut gefällt mir, dass die Rezepte für zwei Personen ausgelegt sind – das ist perfekt für Paare oder für Alleinlebende, die gern mal zwei Tage von einem Gericht essen oder flexibel die Mengen halbieren möchten. Auch Vegetarier*innen kommen nicht zu kurz, und wer Lust auf etwas Ausgefalleneres hat, wird ebenfalls fündig.
Die Anleitungen sind verständlich geschrieben, sodass selbst Kochanfänger*innen problemlos mitkommen. Und das Beste: Jedes Rezept ist bebildert – das macht richtig Lust aufs Nachkochen!
Die kleinen Einblicke, die Viviane Geppert in ihren Alltag als Moderatorin und Mutter gibt, machen das Buch zusätzlich sympathisch und zeigen, warum sie genau weiß, wie wichtig einfache, schnelle Rezepte im Alltag sind.
Für mich ist „Quick & Tasty“ ein echtes Highlight – ein modernes, praxisnahes Kochbuch, das zeigt, wie man auch mit wenig Zeit richtig gut essen kann. Absolute Empfehlung für alle, die nach Feierabend schnell etwas Leckeres zaubern möchten

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Rezensionen von Karina :

Auf der Suche nach dem Matriarchat

Urlaub vom Patriarchat von Friederike Oertel

Der 'Urlaub vom Patriarchat' ist nun beendet und Friederike Oertel hat mich mit einer Menge wissenswerter Informationen rund ums Matriarchat und Patriarchat versorgt.
Die Autorin erzählt von ihrer Reise nach Mexiko in die Stadt Juchitán. Sie hat die Nase voll vom Patriarchat und dort, in Juchitán, soll das Matriarchat die Vorherrschaft haben.

Die Autorin lernt Land, Leute, Sitten und Gebräuche kennen.
Interessant ist, dass das Matriarchat nicht das Gegenteil vom Patriarchat ist, wie ich eigentlich dachte. Es ist eher eine sozialere gesellschaftliche Form des Zusammenlebens, ohne Hierarchie, ohne Unterdrückung und ohne systematische Gewalt.
Vererbt wird von Mutter zu Tochter und die Frauen haben was die Familienfinanzen etc. angeht, den Hut auf.
Es hat mir gut gefallen, wie Friederike Oertel mit ihrer Recherche umgegangen ist. Sie hat viel bei den Menschen nachgefragt und sich einiges erklären lassen. Allerdings ohne zu bewerten oder zu verurteilen. Das fand ich schön und sehr respektvoll.
Tatsächlich hätte ich gerne viel mehr über ihre Reise und die damit verbundenen Erlebnisse gelesen.
Die vielen und gut recherchierten Fakten waren hin und wieder etwas langatmig und haben meinen Lesefluss unterbrochen.
Allerdings ist das Buch auch nicht als Roman deklariert und deshalb ist mein Empfinden bitte nicht negativ zu bewerten.
Von meinerseits geht eine Leseempfehlung für dieses informative Buch mit schönem knalligem Cover raus.

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Rezensionen von Schlafmurmel:

Alltagstauglich, kreativ und richtig lecker – ein tolles Kochbuch für Berufstätige

Quick & Tasty von Viviane Geppert

„Quick & Tasty“ von Viviane Geppert hat mich wirklich positiv überrascht! Zugegeben: Ich kannte die Autorin bisher nicht – aber das hat sich schnell geändert. Ihr Kochbuch mit 50 Rezepten für den Feierabend ist ein echter Volltreffer. Die Gerichte sind unkompliziert, abwechslungsreich und lassen sich schnell zubereiten – ideal für alle, die nach einem langen Arbeitstag trotzdem etwas Frisches und Leckeres auf den Tisch bringen wollen.

Besonders gut gefällt mir, dass die Rezepte für zwei Personen ausgelegt sind – das ist perfekt für Paare oder für Alleinlebende, die gern mal zwei Tage von einem Gericht essen oder flexibel die Mengen halbieren möchten. Auch Vegetarier*innen kommen nicht zu kurz, und wer Lust auf etwas Ausgefalleneres hat, wird ebenfalls fündig.
Die Anleitungen sind verständlich geschrieben, sodass selbst Kochanfänger*innen problemlos mitkommen. Und das Beste: Jedes Rezept ist bebildert – das macht richtig Lust aufs Nachkochen!
Die kleinen Einblicke, die Viviane Geppert in ihren Alltag als Moderatorin und Mutter gibt, machen das Buch zusätzlich sympathisch und zeigen, warum sie genau weiß, wie wichtig einfache, schnelle Rezepte im Alltag sind.
Für mich ist „Quick & Tasty“ ein echtes Highlight – ein modernes, praxisnahes Kochbuch, das zeigt, wie man auch mit wenig Zeit richtig gut essen kann. Absolute Empfehlung für alle, die nach Feierabend schnell etwas Leckeres zaubern möchten

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Rezensionen von Arambol:

Hat alles, was ein Thriller braucht

Der Trailer von Linus Geschke


"Meistens, eigentlich fast immer, war die naheliegendste Möglichkeit auch die richtige."

Vor fünfzehn Jahren verschwindet die Studentin Lisa Martin bis heute spurlos auf einem Campingplatz in den Bergen.
Die Hamburger Kommissarin Frieda Stahnke greift die Geschichte erneut auf und sucht über einen True-Crime-Podcast nach weiteren Zeugen und neuen Erkenntnissen.

Auf diesem Weg findet sie tatsächlich einen ehemaligen Augenzeugen: Wout Meertens, einen zwielichtigen Barbesitzer aus Köln, der vor fünfzehn Jahren ebenfalls zur gleichen Zeit auf dem Campingplatz war.

Frieda und Wout beginnen zunächst widerwillig zusammenzuarbeiten, um herauszufinden, was damals wirklich geschehen ist. Dabei müssen sie sehr schnell feststellen, dass der Podcast viel mehr ins Rollen gebracht hat, als sie gedacht haben – neue Morde scheinen mit dem alten Fall verbunden.

„Der Trailer“ ist der fesselnde Auftakt zur neuen „Donkerbloem“-Trilogie von Linus Geschke, der mich von der ersten Seite an begeistert hat. Zwar dreht sich die Geschichte um ein eher düsteres und unbequemes Thema (abgründige Begierden jenseits gesellschaftlicher Normen), doch Geschke schafft es, dieses Setting glaubhaft und packend zu erzählen. Seine Figuren wirken dabei äußerst lebendig und echt, vor allem Frieda und Wout agieren jederzeit glaubwürdig. Eine Identifikation fällt leicht.

Die Sprache ist klar, der Stil flüssig, und die oft überschaubar kurzen Kapitel verleihen der Geschichte ein enormes Tempo, sodass man kaum mit dem Lesen aufhören kann/möchte.

Geschickt werden die verschiedenen Handlungsstränge mehr und mehr miteinander verwoben: die enorme Komplexität der Geschichte wirkt aber nie verwirrend, sondern sorgt für durchgehende Spannung. Gerade zum Ende hin legt der Thriller noch einmal deutlich an Tempo und Intensität zu und überrascht mit einer letzten Wendung, die das Gesamtbild stimmig abrundet.

Linus Geschke zeigt erneut seine ganze Klasse als Thriller-Autor und knüpft an seine besten Werke an. Sollte die Trilogie auf diesem Niveau weitergehen, wird sie zu einem echten Highlight des Genres werden. „Der Trailer“ hat mich absolut überzeugt, ein Thriller, der alles bietet: Atmosphäre, Spannung und viele überraschende Wendungen.

Absolute Leseempfehlung!

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Rezensionen von PMelittaM:

Sehr empfehlenswert

Der VorsorgePlaner von Otto N. Bretzinger

Wer kümmert sich um meine Angelegenheiten, wenn ich es wegen Krankheit oder Unfall nicht mehr selbst kann? Kann ich für solche Zeiten oder sogar für nach meinem Tod vorsorgen? Solche Fragen sollten wir uns alle stellen, denn keiner weiß, wie die Zukunft aussieht, und auch in jüngeren Jahren ist man nicht davor gefeit in eine solche Lage zu geraten.

Bevor andere sich nicht in meinem Sinn kümmern, lege ich lieber vorher fest, was mir wichtig ist.

Der hier vorliegende Ratgeber gibt dabei umfangreiche Hilfestellungen und Ratschläge für alle Möglichkeiten, und bietet auch jeweils passende Formulare an, die direkt im Buch vorhanden sind oder über einen angegebenen Link heruntergeladen werden können. Auch zu diesen Formularen gibt es zusätzliche Hilfen. Hier findet man alles zu Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Testament und vielem mehr, außerdem Tipps, wie man es seinen Angehörigen, Vertrauenspersonen oder Betreuer:innen leicht machen kann, alles wichtige zu finden. Am Ende bleibt meiner Meinung nach keine Frage offen.

Vorsorgen für den Fall, dass man selbst seine Angelegenheiten nicht mehr regeln kann, geht, wie ich finde, uns alle an. So hat man die Möglichkeit noch rechtzeitig selbst zu entscheiden, bevor andere es für einen tun (müssen). In diesem Buch findet man alles, was man darüber wissen sollte und dafür braucht.

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Rezensionen von nessabo:

Ein mystisch-dystopisches Kammerspiel mit Tränengarantie

Die Rettung von Charlotte McConaghy

Wer McConaghys früheren Werke schon mochte, kann unbesorgt zu „Die Rettung“ greifen. Für mich sind die Geschichten der Autorin ein Garant für starke Emotionen und atmosphärische Settings. All das erfüllt auch ihr neuester Roman, obwohl ich ein paar Kritikpunkte habe.

Erstmal: das Cover?! Hier hat sich der Verlag besonders viel Mühe gegeben, denn auch der Einband ist stimmungsvoll bedruckt.

Und vor allem spiegelt es schon sehr akkurat das Setting wider, welches so richtig endzeitlich-bedrohlich ist.

McConaghy wirft ihre Lesenden absolut drastisch und ohne jede Vorwarnung in die Handlung hinein. Dieses Mal hat sie sich für ziemlich viele und teils rasante Perspektivwechsel entschieden. Grundsätzlich bin ich Fan dieses Stils, muss aber auch sagen, dass es mir hier einen Ticken zu viel war. Ich habe entsprechend eine Weile gebraucht, um die Figuren greifen zu können. Wir begleiten maßgeblich den Inselverwalter Dominic sowie die auf ebenjene Insel gespülte Rowan. Ergänzt wird die Geschichte ab und zu um kurze Kapitel von Dominics Kindern.

Zu Beginn fand ich das noch gewöhnungsbedürftig, kann die Wahl aber im Nachhinein gut nachvollziehen. So lässt die Autorin die Betroffenen selbst sprechen und vergrößert damit die Authentizität der Geschichte. Besonders Orly, das jüngste Kind, hat mich sofort für sich gewonnen. Er ist ein absolutes Brain, was Flora und Fauna angeht, und teilt in seinen Kapiteln vor allem Wissen rund um (bedrohte) Pflanzenarten. Ihm wird später eine unfassbar schwere Aufgabe zuteil, bei der ich richtig dolle innehalten musste, um nicht sofort zu weinen.

Wie gewohnt legt McConaghy viel Wert auf eine Bewusstseinsbildung für die Klimakatastrophe, das Artensterben und unsere Rolle in alldem. Besonders dringlich wird dies durch das Setting, welches sich am besten als endzeitliches Kammerspiel beschreiben lässt: die Protas sitzen auf einer Insel fest, die in Rekordzeit zu versinken droht. Gewürzt mit einer Prise sexueller Anziehung und einer Tonne geheimnisvoller Andeutungen wird die Geschichte zu einer, die so beklemmend wie fesselnd ist.

Das ziemlich repetitive und etwas effekthascherische Andeuten von Geheimnissen hat mich ehrlicherweise aber schon etwas genervt. Ich finde vor allem, dass weder die Handlung noch die Autorin das nötig gehabt hätten. Sie hat schon in der Vergangenheit gezeigt, dass sie meisterinnenhaft Bilder und Atmosphäre bei ihren Leser*innen erzeugen kann. Die Thriller-Elemente waren spannend, hätten reduzierter aber wohl den gleichen Effekt erzielt. Außerdem werden Wildtiere in ihrem Wert geschätzt, während dann abends das TK-Hühnchen auf dem Teller liegt. Ein wenig mehr Konsequenz hätte an der Stelle nicht geschadet.

Nichtsdestotrotz: das Buch hat meine Erwartungen absolut erfüllt, auch wenn ich ihre Vorgänger auch aufgrund ihrer geradlinigeren Erzählstruktur einen Ticken mehr mochte. Die Autorin hat es trotzdem geschafft, mich bis zum Schluss noch völlig zu überrumpeln, am Ende hab ich einfach nur noch versucht, durch meine Tränen hindurch zu lesen. </3

Auch „Die Rettung“ wirft uns auf unsere bloße Existenz zurück, schult das Bewusstsein für unsere Verantwortung und alles, was wirklich wichtig ist. Und so schmerzvoll die Realität auch ist, menschliche bzw. speziesübergreifende Verbundenheit machen sie ein wenig aushaltbarer.

4,5 Sterne
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TW: Su!zid, T0d, Schilderungen von Gewalt gegen Tiere

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