Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von nessabo:

Ein ausschweifend erzählter historischer Roman mit interessanten Elementen

Das Haus der Türen von Tan Twan Eng

Zum Hörbuch:
Elena Puszta hat eine sehr angenehme Stimme und auch ihr Bestes gegeben, den Figuren eine eigene Seele einzuhauchen. Das ist ihr zwischen den Geschlechtern auch gut gelungen, aufgrund der Fülle an Figuren hatte ich aber trotzdem kein sonderlich gutes Hörerlebnis. Ich hatte immer wieder Probleme, mich zwischen den Figuren und innerhalb der Zeitebenen zu verorten.

Das ist sicher vor allem der Komplexität des Werkes selbst geschuldet und nicht der Sprecherin. Auch die vielen Fremdwörter finde ich beim Hören deutlich störender als beim Lesen. Daher würde ich das Hörbuch nicht empfehlen und bei Interesse eher zum geschriebenen Werk raten.

Zum Buch selbst:
Ich bin nicht unbedingt ein riesiger Fan historischer Romane, aber gerade über die Geschichte anderer Länder lerne ich ganz gern etwas in Büchern. Deshalb habe ich auch zu diesem Roman gegriffen, konnte aber ehrlicherweise nicht so viel daraus mitnehmen.

Die verschiedenen Perspektiven und Zeitebenen geben dem Werk wirklich Einiges an Komplexität, die den geschichtlichen Rahmen für mein Empfinden ein wenig zu sehr in den Hintergrund drängt. Ich habe verhältnismäßig lange gebraucht, um die Figuren und ihre Verbindung zueinander zu verstehen. Die Geheimnisse, die nach und nach enthüllt werden, haben mich bei der Stange gehalten, aber insgesamt war mir der Schreibstil zu ausufernd und langatmig.

Die koloniale, rassistische Sprache hat mich echt ganz schön angestrengt. Das ist keine Kritik am Werk und es ist so wichtig, diese Realität abzubilden, damit gerade weiße Menschen sich ihrer eigenen Geschichte bewusst werden können. Ich komme einfach nicht ganz so gut mit dieser Abwertung zurecht, weshalb ich eben auch nicht so oft historische Romane lese.

Das Ende fand ich handwerklich besonders, weil sich das Buch damit quasi selbst mit in die Handlung aufnimmt. Und Menschen, die sich gerne mit realen Schriftsteller*innen sowie deren Schaffungsprozess beschäftigen, können sich von dieser Geschichte bestimmt eher begeistern lassen als ich. Mich haben die kleinen und größeren Dramen der gehobenen weißen Bevölkerung Malaysias interessiert - allerdings nicht genug, als dass mir der Roman irgendwie im Gedächtnis bleibt. Dafür war er mir schlicht zu verworren und steif.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von nessabo

Rezensionen von melanie82:

Gewohnt spannend

Ihr werdet sie nicht finden von Andreas Winkelmann

Schon nach den ersten Seiten hat mich „Ihr werdet sie nicht finden“ komplett in seinen Bann gezogen. Andreas Winkelmann versteht es meisterhaft, Spannung von Anfang an aufzubauen und bis zur letzten Seite aufrechtzuerhalten. Der Titel wirkt wie eine Drohung – und genau so fühlt sich auch die Geschichte an: düster, bedrohlich und beklemmend realistisch.

Die Handlung entwickelt sich rasant und lässt einem kaum Zeit zum Durchatmen. Besonders gelungen finde ich, wie Winkelmann die Perspektiven seiner Figuren wechselt, ohne den roten Faden zu verlieren. Die Charaktere sind authentisch gezeichnet, nicht überzeichnet, sondern glaubwürdig – mit Ecken, Kanten und Ängsten, die greifbar sind.
Was mir besonders imponiert hat, ist die Atmosphäre: Winkelmann schafft es wieder mal meisterhaft, die perfekte Mischung aus düsterem Setting und psychologischem Nervenkitzel zu kreieren.
Insgesamt ist „Ihr werdet sie nicht finden“ ein packender Thriller, der mit einem durchdachten Plot überzeugt.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von melanie82

Rezensionen von Lilli33:

Einfach genial

Himmelerdenblau von Romy Hausmann

Einfach genial

Inhalt:
Vor 20 Jahren verschwand die damals 16-jährige Julie Novak spurlos. Ein Entführerbrief auf dem PC von Julies Vater Theo bleibt ohne weitere Folgen.
Nun wird der Fall in einem True Crime Podcast wieder aufgerollt. Liv Keller nimmt Kontakt zu Theo auf und zusammen machen sie sich auf die Suche nach der Wahrheit.

Diese gestaltet sich nicht nur aufgrund von Theos fortgeschrittener Demenz als schwierig …

Meine Meinung:
Romy Hausmanns neuer Thriller, der drei Jahre lang auf sich warten ließ, wird mit „Romy Hausmanns bester Thriller!“ beworben. Oft empfinde ich solche Aussagen als irreführende Floskeln, aber in diesem Fall trifft es absolut zu. „Liebes Kind“ war klasse, aber „Himmelerdenblau“ ist noch besser. Das Warten hat sich gelohnt!

Von Anfang bis Ende herrscht eine zum Teil hintergründige Spannung, die mich den Atem anhalten ließ. Atmosphärische Beschreibungen lassen einen tief in die Handlung eintauchen und in die Köpfe der Beteiligten blicken. Der Thriller ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, wobei mich die Perspektive des dementen Theo Novak am meisten begeisterte. Es ist einfach perfekt, wie Romy Hausmann sich in diese Figur hineingedacht hat, so authentisch, wie sie fließend zwischen dementen und klaren Momenten wechselt und dabei auch die Leserschaft ein klein wenig fordert, sich in die Dings, in die Wortfindungsprobleme von Theo hineinzudenken, um die Verballhornung mancher Wörter zu entwirren. Auch wenn manches zum Schmunzeln ist, begegnet Hausmann dieser tragischen Figur mit dem höchsten Respekt.

Meisterhaft streut die Autorin echte und falsche Spuren, führt die Lesenden in die Irre, und dabei erweist sich am Ende doch alles als logisch und richtig. Der Thriller eignet sich hervorragend zum Miträtseln, ist wenig vorhersehbar und wartet immer wieder mit einer neuen überraschenden Wendung auf - bis zur allerletzten Seite.

Fazit:
Spannend, durchdacht, empathisch. Absolute Leseempfehlung für alle, die für ein großartiges Lesevergnügen nicht unbedingt Blut brauchen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lilli33

Rezensionen von Pusteblümchen:

Blütenduft und Sommerluft

Der Garten der kleinen Wunder von Patricia Koelle-Wolken

Zwischen Blumenbeeten und Obstbäumen hat Toja ihre Heimat und zu sich selbst gefunden. Ihr Garten ist ein ganz besonderer Garten, ein Garten, in dem man Kraft tanken kann. Als die vierzehnjährige Vica an ihrem Gartenzaun auftaucht, entdeckt sie in dem introvertierten Mädchen sich selbst wieder und möchte für sie einen Ort schaffen, an dem sie sich sicher und wohlfühlen kann.

Neben Vica und Toja gibt es weitere Charaktere, von denen jeder sein eigenes Schicksal trägt und liebevoll gezeichnet ist. Es sind Menschen, die es keineswegs immer leicht im Leben hatten, die man aber einfach mögen muss.
Neben wundervollen Beschreibungen des Gartens, steckt das Buch voller kleiner Weisheiten. Ich musste mich beim Lesen immer wieder bremsen, damit ich diese nicht überlese, da die Autorin sehr emotional schreibt und die Seiten nur so dahin fliegen.
Diese bezaubernde Geschichte, in der es um Selbstfindung und Heilung geht, hat mich sehr berührt und ist weitaus tiefgreifender als ich es vermutet hatte.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Pusteblümchen

Rezensionen von peedee:

Verpasste Chancen?

Das Dolce Vita Dilemma von Stefanie Santer

Die 16-jährige Lou flieht vor ihren Gefühlen von London nach Italien – ein Sommer in Portobianco, wo sie als Kind viel Zeit verbracht hatte, soll ihr Klarheit geben, wie es für sie weitergehen soll. Ihr Vater hat ihr einen Job in einem schicken Hotel vermittelt. Kaum angekommen, zofft sie sich bereits mit dem mürrischen Levi, dem ältesten Sohn der Hoteliers.

Dessen Freund Teo, ein Surferboy und Herzensbrecher, ist da ganz anders…

Erster Eindruck: Das Cover ist von der Farbe her auffällig; die gewählten Elemente stehen für Sommer, Freizeit, Spass.

Die Geschichte wird abwechslungsweise aus der Sicht von Lou und Levi erzählt. Dadurch weiss die Leserin mehr als die einzelnen Protagonisten. Lou heisst eigentlich Luca, was aber für die meisten ein männlicher Vorname ist. Levi ist die Abkürzung für Levante und Teo steht kurz für Mateo. Okay, jeder benutzt einen verkürzten Namen.

Lou datet nicht. Überhaupt nicht. Dating bringt nur Ärger. Gefühle verursachen Ärger. Jawohl! In Italien wird sie durch ihren Job wohl genügend abgelenkt werden, um nicht dauernd an zu Hause (oder an Rune) zu denken. Aber dann trifft sie auf Levi und ärgert sich. Über ihn. Über sich. Aber wieso eigentlich?
Levi hasst Touristen, was suboptimal ist, da er nämlich selbst im Hotel arbeitet und dieses ja gerade von den Touristen lebt. Und er hasst es, dass seine Mutter Luca eingestellt hat und ihn wahrscheinlich wieder zigfach loben wird, wie toll er alles macht. Und er – Levi – eben nicht. Dabei gibt er sich so grosse Mühe und übernimmt Verantwortung. Eine grosse Überraschung, dass Luca ein Mädchen ist!
Teo, der Surferboy, scheint immer gut gelaunt, sorglos und in den Tag hineinlebend. Ganz anders als Levi. Oder Lou. Doch es steckt mehr in Teo, als auf den ersten Blick zu sehen ist.

Gefühle bringen einen durcheinander. Im besten und im schlechtesten Fall. Was tun? Wie soll entschieden werden? Gewinnt das Herz oder der Verstand? Was tun, wenn eine Chance vorübergeht? Die nächste packen? Die Geschichte hat mir ausgezeichnet gefallen; sie ist ernsthafter, als ich vorher gedacht hatte. Lou, Levi und Teo waren mir sehr sympathisch. Das Buch ist ab 14 Jahren ausgeschrieben, aber ich würde es eher ab 16 Jahren empfehlen. Von mir gibt es 5 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von peedee

Rezensionen von Nicole Koppandi:

Ein Nachdenken zu den in Auflösung befindlichen Werten

Auflösungen. von Marlene Streeruwitz

Im März 2024: Nina Wagner ist Lyrikerin, lebt in Wien und ist für eine Gastdozentur nach New York gereist, da sie in der Vergangenheit NY regelmäßig besuchte und Abstand zu ihrem Leben zu gewinnen suchte.

Zu Hause in Wien gibt es unterschiedliche Krisen, denen sie für eine Weile den Rücken kehren möchte.

Die erwachsene Tochter Franzi hat den trinkenden Vater Georg bei sich aufgenommen und kümmert sich um ihn – dies empfindet Nina als Loyalitätsbruch. Von Georg ist Nina, dem hohen Beamten aus dem Innenministerium, der Alkoholiker ist, mittlerweile geschieden.

In New York trifft sie Bekannte von früher, schlendert durch Straßen und erinnert sich an die Zeit vor der Pandemie, wo noch alles anders war. „Ihr New York. Das war vor der Pandemie gewesen. Davon war nicht sehr viel übrig“ (S. 225). Jetzt ist alles in Auflösung. New York hat sich verändert. Das New York wie sie es kannte, gibt es nicht mehr. Homeless People überall. Und Müll, damit einhergehend Ratten auf den Straßen – ein Krieg der kaum zu gewinnen ist.

An der Uni gibt es Vorschriften, was über Israel, Gaza und die Ukraine gesagt werden darf. Es muss alles politisch korrekt sein, am besten man schweigt zu diesen Themen.

In New York laufen die Prozesse gegen Donald Trump, die sie mit Spannung verfolgt. Kandidiert er doch wieder für das Amt des und Präsidenten? Die Chancen stehen nicht schlecht, dass er wiedergewählt wird.

In ganz viele Facetten beobachtet Nina Wagner, wie sich New York verändert, auflöst.

Der Roman ist in zwei Teile gegliedert, wobei der erste Teil großartig ist. Da war ich der Meinung, es ist das Buch zur Stunde. Der zweite Teil konnte mich dann nicht mehr ganz so überzeugen: Nach einem Überfall, bei dem Nina sich Kopfverletzungen zuzieht, wird sie ins Krankenhaus gebracht. Sie flüchtet von dort, streunt durch die Straßen, trifft auf Menschen, mit denen sie auch nach Hause geht und von dort weiterzeiht. Immer wieder versucht sie vergeblich ihre Tochter Franzi zu erreichen, die ihren Vater sucht.

Alles in allem ein sehr lesenswerter Roman. Der Ductus der Gedanken wird im Satzbau sehr gut nachgebildet. Über die politische unzuverlässige Lage wird großartig nachgedacht.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Nicole Koppandi

Rezensionen von Streiflicht:

Ziemlich spannend

Five Survive von Holly Jackson

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich Locked Room-Szenarien immer besonders reizvoll finde. Man hat das Gefühl, man könnte erahnen, wie es sein könnte, aber meistens gibt es so viele Geheimnisse, dass man genau das nicht kann. Und das finde ich dann immer extrem spannend. Hier habe ich mich gut unterhalten gefühlt, auch wenn der letzte Kick gefehlt hat.

Gerade den Anfang habe ich als recht zäh empfunden, je weiter die Geschichte fortgeschritten ist, desto spannender fand ich es dann.

Ich habe mich allerdings auch gefragt, ob die Altersempfehlung ab 14 wirklich ok ist, oder ob 16 besser gewesen wäre. Aber wahrscheinlich sind die Kinder und Jugendlichen heute nicht mehr so empfindsam wie ich es damals war.

Die Story ist wirklich gut gemacht, weil immer immer wieder eine Ahnung hat, die sich dann aber nur als halbrichtig erweist und daher noch mehr dahinter steckt. Ich fand die Auflösung ziemlich gut und habe das Buch zufrieden beendet. Man kann gut nachvollziehen, warum wer wie handelt und die Beschreibungen der Personen waren echt gut - wie sich wer unter Stress ändert und was so hinter mancher Fassade steckt. Am Ende ist es schon erschütternd, aber gleichzeitig auch plausibel und glaubhaft.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Streiflicht

Rezensionen von qq:

bewegende Vergangenheit

Girls von Kirsty Capes

bewegende Vergangenheit

Zwei Schwestern – Mattie und Nora – haben eine schwierige Kindheit gehabt.
Ihre Mutter Ingrid war berühmt, aber auch sehr schwierig. Sie war Künstlerin und hat oft nur an sich selbst gedacht.
Als Ingrid stirbt, hinterlässt sie ein ungewöhnliches Testament: Ihre Asche soll in einen Canyon geworfen werden.

Ihre Kunstwerke sollen zerstört werden.
Mattie und Nora reisen durch die USA, um den letzten Wunsch ihrer Mutter zu erfüllen. Dabei kommen Fragen auf:
Wer war unsere Mutter wirklich? Wie viel von ihr steckt in uns? Wie lebt man weiter, wenn die Vergangenheit so weh tut?

Das Buch ist traurig, aber auch ehrlich.
Man versteht, wie schwer das Leben für Mattie und Nora war.
Die Geschichte zeigt, dass Familie nicht immer einfach ist –
aber dass man trotzdem heilen kann. Der Schreibstil ist flüssig und sehr emotional. Ein Buch mit Tiefgang, was mich überzeugt hat.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von qq

Rezensionen von Meli:

Netter, aber etwas überladener Abschluss der Dilogie

Iron Empire - Gekrönt vom Feuer der Nacht von Emily Bähr

Enthält Spoiler zum Vorgänger!

Kae geht es hauptsächlich darum, die Wispernden Wälder zu retten, die Konflikte der Aldan untereinander scheinen sie nicht so sehr zu interessieren. Ich konnte sie schon verstehen, weil ja nicht nur der Lebensraum ihres Volkes bedroht ist; der Wald ist im ständigen Wandel und schadet seit langem durch die Sporen auch dem Eisernen Imperium - natürlich braucht man dringend eine Lösung.

Aber während Hunter sich um viele Dinge kümmern muss, ist Kae da ein eher eintöniger Charakter. Sie macht sich meistens einfach Sorgen und beschwert sich darüber, dass ihr Problem nicht die Priorität von jedem ist. Ich habe mich dann sowohl mit ihr als auch über sie geärgert.

Hunter hingegen? Nach seinem Bruder hat er auch seine Mutter verloren, wurde verraten und des Mordes beschuldigt, er versucht einen Krieg zu verhindern und gleichzeitig sowohl das Eiserne Imperium als auch die Wispernden Wälder und ihre Bewohner zu retten, bevor es zu spät ist. Obwohl er nie Kaiser werden wollte, muss er sehr viel Verantwortung übernehmen und viele verschiedene Herausforderungen meistern.

Den ersten Band fand ich etwas besser strukturiert, hier war mir viel zu viel los. Gerade zum Ende hin kamen ein paar neue Aspekte dazu, die die Geschichte verkompliziert haben. Hunters Perspektive fand ich noch ganz spannend, aber bei Kae war es mir etwas zu chaotisch, überladen und es ging mir auch einfach zu schnell.

Das überstürzte Ende der Geschichte fand ich nicht so gut gelungen und damit fand ich die Dilogie insgesamt auch eher durchschnittlich. Die magische Reaktion auf Umweltverschmutzung und auch die Intrigen im Palast fand ich interessant, aber am Ende hat mir das nicht gereicht.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Meli

Rezensionen von Streiflicht:

Sehr leichte Ferienlektüre

Mord im Wattenmeer von Daniela Gesing

Wer eine leichte, nicht zu spannende Ferienlektüre sucht, die ohne Nervenkitzel und viel Blut auskommt, ist hier genau richtig. Femke Janssens erster Fall ist ein Küstenkrimi, der nach Dangast an der Nordsee entführt. Für mich war es leider ein bisschen zu seicht und zu wenig packend, die Figuren haben mich nicht überzeugt, auch wenn die Geschichte als solche gut konstruiert war.

Femke war mir zu naiv und ich hatte nicht das Gefühl, dass sie sich wirklich als Privatdetektivin eignen würde. Auch ihre Vermieterin, die als Miss Marple beschrieben wird, so aber weder handelt noch denkt, konnte mich nicht recht überzeugen. Ebba fand ich an sich sympathisch, aber dass sie gleich der Erstbesten Geheimnisse aus der Ermittlung ausplaudert, fand ich unrealistisch.

Insgesamt fehlte mir einfach die Spannung und ich hätte mir mehr Atmosphäre gewünscht. Insgesamt waren die Beschreibungen leider oft eher etwas hölzern und ungelenk. Schon gleich am Anfang wird Femke beschrieben, statt sie nach und nach langsam einzuführen. Da fragte ich mich direkt, ob die Autorin das Prinzip "Show, don´t tell" nicht kennt. Schade, da wäre mehr drin gewesen, denn die Story an sich ist gut.

Es tut mir leid, dass ich so kritisch bin, denn ich bin mir sicher, dass das Buch auch seine Fans finden wird, die die ruhige Ermittlung mit der etwas verrückten, quirligen Femke lieben. Ich werde ihr aber nicht mehr ans Wattenmeer folgen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Streiflicht