Kunden em pfehlungen
Rezensionen von froschman:
Rachezug
Tod in heller Sommernacht von Lisa Sarah Brandstäter
Gemeinsam mit drei Freunden verließ Linna eine Party und fuhr mit dem Moped nach Hause. Sie trennen sich an einer Kreuzung. Linna fuhr alleine weiter und bemerkte plötzlich, dass sie von einem Auto verfolgt wurde. Sie stürzte und wurde vom verfolgenden Auto mehrfach überfahren. Es war also kein Unfall, sondern ein Mord! Da im Ort Porvoo keine Kriminalbeamten stationiert sind, werden Leena Victor und Sebastian Nyberg aus Helsinki zur Ermittlung hinzugezogen.
Bei den Nachforschungen wird immer mehr deutlich, dass es in diesem kleinen Ort zahlreiche Geheimnisse gibt, auch alle Freunde haben ein Päckchen zu tragen!
Brandstäter hat einen Krimi mit einigen Nebenschauplätzen und in kurzen Kapiteln geschrieben, sodass man bis zum Schluss selbst ermitteln kann. Die Sommeridylle wird von der Autorin bildgewaltig beschrieben.
Rezensionen von froschman:
Rachezug
Tod in heller Sommernacht von Lisa Sarah Brandstäter
Gemeinsam mit drei Freunden verließ Linna eine Party und fuhr mit dem Moped nach Hause. Sie trennen sich an einer Kreuzung. Linna fuhr alleine weiter und bemerkte plötzlich, dass sie von einem Auto verfolgt wurde. Sie stürzte und wurde vom verfolgenden Auto mehrfach überfahren. Es war also kein Unfall, sondern ein Mord! Da im Ort Porvoo keine Kriminalbeamten stationiert sind, werden Leena Victor und Sebastian Nyberg aus Helsinki zur Ermittlung hinzugezogen.
Bei den Nachforschungen wird immer mehr deutlich, dass es in diesem kleinen Ort zahlreiche Geheimnisse gibt, auch alle Freunde haben ein Päckchen zu tragen!
Brandstäter hat einen Krimi mit einigen Nebenschauplätzen und in kurzen Kapiteln geschrieben, sodass man bis zum Schluss selbst ermitteln kann. Die Sommeridylle wird von der Autorin bildgewaltig beschrieben.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Ingrid Weilharter:
Schade doch...
Popóm von Johanna Sebauer
Also, ehrlich gesagt konnte ich mit dem Buch wenig anfangen. Das psychologische Thema der Selbstverliebtheit ist für mich zu durchsichtig, der aufgebaute Spannungsbogen kann mit der Auflösung am Ende nicht mithalten. Allein gefallen hat mir die ausdrucksstarke und pointierte Sprache der Autorin, welche ich schon von ihrem ersten Roman kenne.
Allerdings kommt dieser Roman an die Güteklasse von "Nincshof" nicht heran.....
Rezensionen von peedee:
Sehr guter Reihenstart
Cinnamon Spice Love von Harper Graham
Maple Falls, Band 1: Die erfolgreiche Restaurantkritikerin Madison hat einen kryptischen Brief erhalten, der sie auffordert, nach Hause, nach Maple Falls, zu kommen. Ihre Familie und das Cinnamon Spice Inn würden sie brauchen. Sie war lange nicht mehr da, auch wegen Zach, dem Mann, den sie seit jeher liebte und den sie für ihre Karriere in New York verlassen hatte.
Das Wiedersehen war von ihr gefürchtet und zugleich dringend erwünscht. Zach ist Bauunternehmer und hilft ihr, das Inn auf Vordermann zu bringen. Ihre Gefühle fahren Achterbahn, denn sie wird doch bald wieder nach New York zurückkehren… oder?
Erster Eindruck: Ein schönes, herbstliches Cover – gefällt mir. Aktuell scheint es in zu sein, deutsche Bücher mit englischen Titeln zu versehen – das mag ich hingegen nicht (und ich verstehe auch nicht, wieso man dann nicht gleich den Originaltitel „The Cinnamon Spice Inn“ gewählt hat).
Madison hat eine erfolgreiche Karriere in New York und sie ist nur nach Maple Falls gekommen, um nach dem Rechten zu sehen. Und vielleicht auch Zach? Nein, nur wegen ihrer Familie: ihrer Grossmutter und ihrem Vater. Sie hatte Angst davor, was die anderen Bewohner sagen, wenn sie plötzlich wieder da ist. Aber es war gar nicht merkwürdig, sondern einfach normal.
Zach ist als Bauunternehmer sehr mit Maple Falls verbunden. Er ist hier zu Hause. In New York könnte er wohl nicht leben. Aber wer weiss? Wenn Madison ihn seinerzeit gefragt hätte und nicht einfach weggegangen wäre… Und nun ist sie wieder da. Zach versucht, sein Herz so gut zu schützen wie es geht.
Ich bin ein ganz-klein-wenig-fast-gar-nicht-spürbar reihenanfällig, daher war es keine Frage, mich literaturtechnisch nach Maple Falls zu begeben. Mir hat die Kleinstadt sehr gefallen (da ich auch die Reihen „Gilmore Girls“ oder „Virgin River“ sehr mag, ist das nicht weiter verwunderlich). Wie so häufig ist fehlende Kommunikation der Schlüssel für Probleme. Als Leserin, die mehr weiss als die Protagonisten selbst, habe ich häufig gedacht, „sprecht doch endlich miteinander!“. Mysteriöse Briefe und eine berührende Auflösung (aber selbstverständlich verrate ich nichts weiter darüber!). Von mir gibt es für den Reihenstart sehr gute 4 Sterne und ich freue mich auf die Fortsetzung.
Rezensionen von Sassy:
Was sollen wir machen?
Pfoten weg vom roten Knopf! von Matilde Tacchini
Das Bilderbuch ist unglaublich lustig und macht Kindern und Eltern gleichermaßen Spaß.
Bereits das Cover macht richtig Spaß. Die verschiedenen Tiere, die neugierig den roten Knopf betrachten.
Die Illustrationen sind bunten und minimalistisch.
Auch die Dialog zwischen den Tieren beschränken sich auf das Wesentliche.
Plötzlich ist da ein roter Knopf mitten im Wald. Immer mehr Tiere kommen zusammen, betrachten den roten Knopf und äußern ihre Meinung, was wohl passiert, wenn man ihn drückt. Jedes Tier ist anders. Der eine neugierig, der andere ängstlich, der eine versucht den Knopf mit Verstand zu erklären, der andere lässt sich von Gefühlen leiten. Das ganze ist sehr unterhaltsam und der Schluss hat uns (vor allem beim ersten Mal) sehr zum Lachen gebracht. Auch meinen Mann und mich.
Ein lustiges Bilderbuch für die ganze Familie.
Rezensionen von _ich.lese_:
Romantasy trifft auf Bridgerton
Hof der Dornen, Band 1: The Rose Bargain von Sasha Peyton Smith
Jedes Jahr zur Heiratssaison stehen die jungen heiratswilligen Mädchen aus adligen Familien Schlange bei der Fae-Königin.
In dem Jahr 1848 bescgloss der Thronfolger Bram dem Heiratsmarkt bezutreten und überraschender Weise schafft es Ivy unter die Favoriten.
Ich liebe Bridgerton und ich liebe diese viktorianische Epoche.
So war ich schon neugierig auf das Buch.
Und ich wurde nicht enttäuscht. Romantasy trifft auf Bridgerton bzw. die Fae-Königin trifft auf die Familie, die in den letzten Jahren für einen Hyoe sorgte.
Mir hat es viel Spaß gemacht Ivy jnd Bram zu begleiten. Ihre Geschichte kennenzulernen. Es ist jetzt aber keine reine Fantasy Story mit kompliziertem Worldbuilding, man merkte kaum was davon, aber ich fand alles total stimmig und hatte meine Freude an dem Buch. Zum Glück erscheint Buch zwei bald und ich kann weiterlesen. Mich hat es jedenfalls sehr gut unterhalten.
Rezensionen von Lilli33:
Ein Roman so spannend wie ein Thriller
Die Insel der Schimpansen von John Ironmonger
Ein Roman so spannend wie ein Thriller
Die junge Angel aus dem kleinen Fischerdorf St. Piran in Cornwall forscht über Schimpansen, vor allem über deren Kommunikation. Sie ist überzeugt, dass die Tiere eine Art Sprache haben, und die will sie entschlüsseln. Als sie das Angebot erhält, für zwei Jahre auf eine kleine private Insel mitten im Viktoriasee in Tansania zu ziehen und mit der dort heimischen Schimpansengruppe zu leben, muss sie nicht lange überlegen.
Tatsächlich akzeptieren die Schimpansen Angel und es gelingt ihr immer besser, mit ihnen zu kommunizieren. Bis die Insel verkauft wird. Die neuen Besitzer haben ihre ganz eigenen Pläne mit der Insel und den Schimpansen …
Wie schon bei „Der Wal und das Ende der Welt“ konnte mich der in Kenia geborene britische Autor John Ironmonger auch mit seinem neuen Werk komplett begeistern. Die Geschichte ist so warmherzig, wunderschön und gleichzeitig traurig, kritisch und hoffnungsvoll. Ironmonger ergreift hier Partei für die, die sich nicht selbst schützen können und bringt die Lesenden zum Nachdenken.
Etwas gewöhnungsbedürftig war für mich die Aufteilung in die Handlung mit Angel in Tansania und die Rahmenhandlung mit Jeremy, der in St. Piran Jahre später Angels Erlebnisse mit den Schimpansen und verschiedenen Menschen in Afrika aufschreibt. Hier fand ich es jedoch sehr schön, dass Jeremy die Lesenden immer wieder an seinen Überlegungen zu seiner Schreibarbeit teilhaben lässt. So wird man noch tiefer in die Geschichte hineingezogen.
Schimpansen sind die nächsten Verwandten des Menschen. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass sie eine einigermaßen komplexe Kommunikation beherrschen, die aus Lauten, Gestik und Mimik besteht. Für „echte“ Sprache fehlen die körperlichen Voraussetzungen. Doch können sie etliche Wörter der menschlichen Sprache verstehen lernen. Ich fand es unglaublich rührend, wie Angel sich auf die Schimpansen einlässt und mit dem ein oder anderen Freundschaft schließt. Als die Tiere in Gefahr geraten, tut Angel alles, um sie zu schützen. Doch das Unheil nimmt seinen Lauf.
Die Story, die recht ruhig beginnt, aber schon von der ersten Seite an zu fesseln vermag, nimmt immer mehr Tempo auf und entwickelt einen wahnsinnigen Sog. Die Spannung steigert sich wie bei einem Thriller. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Es war wirklich atemberaubend. Mich hat der Autor definitiv abgeholt und nicht mehr losgelassen.
Ein echtes Highlight!
Rezensionen von Hennie :
Herkules und Juventas
Der Prätorianer von Tobias Bukkehave
DER PRÄTORIANER ist ein neuer Thriller aus Dänemark vom Autor Tobias Bukkehave und der Auftakt zu einer Reihe mit den Ermittlern Sara Levin und Janus West!
Der Einstieg in die Handlung erfolgt durch Sara und Janus nach einem anstrengenden Einsatz. Sie befinden sich gemeinsam in einer Kneipe, um Abstand zu bekommen, als sie erneut zu einem Tatort gerufen werden, der es in seiner bizarren Inszenierung in sich hat.
In seinem Debütroman hat sich der Autor an gängige Muster gehalten. So oder ähnlich geartete Thriller habe ich schon gelesen. Der Täter ist äußerst brutal, gefangen in der wahnhaften Vorstellung ein Prätorianer zu sein, dessen Auftrag es ist, die Verehrer bzw. Widersacher von Juventas (antike römische Göttin der Jugend) aus dem Wege zu räumen – in seinem verwirrten Sinn entweder durch Belohnung oder Bestrafung. Die Präsentation seiner Opfer erfolgt an öffentlichen, aber nicht stark frequentierten Orten wie z.B. in einer Trafostation oder in einem Wasserwerk im Randgebiet Kopenhagens. Lange bleibt verborgen, wer wirklich hinter den grausamen Taten steckt, wegen falscher Anschuldigungen sowie Querelen innerhalb des Ermittlerteams einschließlich Kompetenzstreitigkeiten. Die Zeit verstreicht und die Morde gehen weiter. Verwicklungen gibt es bis ins Gefängnis hinein zum straffällig gewordenen Professor, Experte für die römische Antike. Zudem ist er der Vater von Sara und Adam, der in dem Fall als Profiler arbeitet und selbst mit fetten persönlichen Problemen belastet ist. Wer sich hinter Juventas verbirgt, wird bald klar. Der Partner von Sara Levin, Janus West, kommt in diesem ersten Teil noch nicht groß zur Geltung. Das wird sich sicher in den Fortsetzungen noch ändern.
Die Wendungen im Geschehen sind voraussehbar. In meist kurzen Kapiteln wechseln die Schauplätze und die Protagonisten, was bei mir eine gewisse Spannung erzeugte. Doch richtig zur Sache ging es erst zum Ende hin.
Sara beweist sich als engagierte Leiterin der Ermittlungen, die durch Vater und Bruder im besonderen mit dem Fall dieses Täters verbunden ist. Es bleibt bis zum Schluss unklar, wie der Professor ins Bild passt. Es stellten sich mir viele Fragen. Was ist sein Anteil an den Taten? Welche Rolle spielen die wertvollen Goldmünzen, die der von der Antike besessene Mörder für seine Rituale nutzte? Warum wurde Christian Levin verurteilt? Warum sitzt er im Gefängnis? Was für dunkle Geheimnisse kommen noch ans Tageslicht? Das sind die Cliffhanger, die mich neugierig auf eine Fortsetzung machen.
Fazit:
Der Thriller ist voll von altrömischer Symbolik und einem von der Antike besessenen Mörder. Herkules und Juventas, die Verkörperung von sich selbst und einer von ihm auserkorenen jungen Frau, sind das Ziel seiner kranken Fantasie.
Ich bewerte mit vier von fünf Sternen und vergebe meine Lese- und Kaufempfehlung!
Rezensionen von ekiam:
Ein Roadtrip voller Gefühle
The Road Between Us von Yvy Kazi
The Road Between Us hat mich mit seiner Mischung aus Roadtrip, Best Friends to Lovers und ganz viel emotionaler Tiefe sofort abgeholt. Für mich ein Buch, die deutlich mehr zu bieten hat als nur eine Liebesgeschichte.
Die Handlung wird größtenteils aus Cleas Perspektive erzählt, unterbrochen von ihren Tagebucheinträgen und gelegentlichen Kapiteln aus Cas' Sicht.
Dadurch lernen wir Clea sehr schnell kennen und bekommen einen guten Einblick in ihre Gefühle, Wünsche und Ängste. Sie war mir von Anfang an sympathisch. Man spürt ihren großen Wunsch nach Freiheit und neuen Erfahrungen, gleichzeitig aber auch, dass sie Ruhe braucht und durch vergangene Erfahrungen vorsichtig geworden ist.
Cas bleibt dagegen zunächst etwas schwerer greifbar. Da wir nur selten in seine Gedankenwelt eintauchen, lernen wir ihn erst nach und nach wirklich kennen. Gerade das hat für mich aber gut zur Geschichte gepasst, denn auch Clea muss während des Roadtrips erst verstehen, was in Cas vorgeht und welche Wünsche und Träume er eigentlich für sein eigenes Leben hat.
Während ihrer Reise entsteht zwischen den beiden eine Art kleine Bubble. Fernab von ihrem bisherigen Alltag haben sie Zeit, sich mit ihren Wünschen, Ängsten und Zukunftsplänen auseinanderzusetzen. Und genau diese Zeit miteinander macht sich auch in ihrer Entwicklung bemerkbar. Der Roadtrip ist damit nicht nur eine Reise entlang der Küste Maines, sondern auch eine Reise zu sich selbst.
Besonders gut gefallen hat mir der einfühlsame Umgang mit Cas' Blindheit. Wenn er sich in seiner vertrauten Umgebung bewegt, wird seine Blindheit kaum thematisiert. Auch Clea erwähnt sie in ihren Beschreibungen nur selten; das hat mich zunächst tatsächlich irritiert. Mit der Zeit wurde mir aber klar, wie logisch das aus Cleas Perspektive ist: Für sie gehört Cas' Blindheit zum Alltag und ist nichts, das ständig erwähnt werden muss. Während des Roadtrips wird sie dann immer wieder zum Thema, insbesondere wenn fremde Menschen auf Cas treffen und nicht wissen, wie sie mit seiner Blindheit umgehen sollen. Dadurch wird sehr schön deutlich, dass nicht Cas' Behinderung selbst das Problem darstellt, sondern häufig die Unsicherheit und die Vorurteile der Menschen um ihn herum.
Überhaupt haben mich Cleas Beschreibungen für Cas sehr berührt. Sie findet wunderbare Worte dafür, ihm Bilder und Eindrücke zu vermitteln und dabei nicht einfach nur zu beschreiben, was sie sieht, sondern welche Gefühle diese Dinge in ihr auslösen. Gerade diese Passagen haben für mich die besondere Verbindung zwischen den beiden sehr deutlich gemacht.
Der Schreibstil ist insgesamt einfühlsam, ruhig und voller Tiefe. Die Geschichte nimmt sich Zeit für ihre Figuren und lässt sie sich entwickeln, ohne dass dabei die Liebesbeziehung zu kurz kommt.
Für mich war The Road Between Us deshalb eine wunderschönes Buch über Liebe, Freundschaft, Selbstbestimmung und den Mut, den eigenen Weg zu gehen. Ich hatte eine tolle Lesezeit mit Clea und Cas und habe ihre Reise sehr gerne begleitet.
Rezensionen von Dragon:
Abenteuer mit Biss
Dracula & Töchter (Dracula & Töchter 1) von Emma Carroll
Das Jugendbuch ab 10 Jahren konnte mich schon auf den ersten Blick mit seinem stimmungsvollen Cover neugierig machen. Es passt perfekt zur Geschichte und vermittelt bereits einen ersten Eindruck von der geheimnisvollen und leicht schaurigen Atmosphäre, die einen beim Lesen erwartet.
Als sich nach langer Zeit in der kleinen Stadt Temstown wieder die Anzeichen einer großen Bedrohung durch Vampire mehren, ahnt Mina noch nicht, wie sehr sich ihr Leben verändern wird.
Als dann auch noch ihr bester Freund gebissen wird und selbst zum Blutsauger werden soll, beschließt sie gemeinsam mit ihren Cousinen, einen neuen Weg in der Vampirjägerei einzuschlagen. Statt einen Vampir zu pfählen, wollen sie versuchen, ihn zu heilen. Die Lösung scheint zunächst sogar greifbar nahe, doch natürlich ist nichts so einfach, wie es zunächst aussieht.
Mir hat besonders der Einstieg in die Geschichte gefallen. Von der ersten Seite an ist Spannung vorhanden und danach fiel es mir ehrlich gesagt schwer, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Die Handlung entwickelt sich immer weiter, hält einige überraschende Wendungen bereit und schafft es dabei, den Spannungsbogen über das gesamte Buch hinweg aufrechtzuerhalten. Natürlich sind viele Elemente aus bekannten Vampirsagen nicht völlig neu. Auch bekannte Namen wie Van Helsing oder Anspielungen auf Buffy und Bella tauchen auf. Trotzdem schafft es die Geschichte meiner Meinung nach sehr gut, daraus etwas Eigenständiges zu machen. Die Ereignisse sind nachvollziehbar, und gerade die immer wieder neuen Entwicklungen haben mich beim Lesen mehrfach überrascht.
Der Schreibstil ist für die Zielgruppe angenehm flüssig und absolut passend. Gleichzeitig kommt das Gruseln nicht zu kurz. Es entsteht genau die richtige Mischung aus Spannung, Vampiren und einem wohlig-schaurigen Gefühl, ohne dabei zu übertrieben zu sein. Die Autorin schafft es meiner Ansicht nach sehr geschickt, auch Humor und weniger gruselige Momente einzubauen.
Besonders gut gefallen hat mir außerdem das Setting. Die kleine Stadt Temstown passt für mich einfach perfekt zu einer Geschichte über Vampire, Grusel und Grauen. Auch die drei Cousinen fand ich toll. Durch ihre unterschiedlichen Charaktere ergänzen sie sich hervorragend und trotzdem sind mir alle drei gleichermaßen sympathisch geworden. Erzählt wird die Geschichte aus Minas Ich-Perspektive. Besonders interessant fand ich dabei ihren für die damalige Zeit außergewöhnlichen Wunsch, später im medizinischen Bereich zu arbeiten. Mina ist eine taffe Hauptfigur, die mutig, selbstbewusst und wagemutig ihren eigenen Weg geht. Auch ihre Cousinen stehen ihr dabei in nichts nach. Schön fand ich, dass neben dem eigentlichen Vampirabenteuer auch Freundschaft, Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung eine wichtige Rolle spielen.
„Dracula & Töchter“ ist für mich ein gelungenes Jugendbuch für alle, die Lust auf Vampire, Spannung und eine ordentliche Portion Grusel haben. Die Geschichte ist abwechslungsreich, spannend erzählt und bietet immer wieder neue Wendungen. Besonders die starken Mädchen, das passende Setting und der flüssige Schreibstil haben mir gefallen. Ich empfehle es daher für junge Lesende ab etwa 10 Jahren, die sich gerne ein bisschen wohlig gruseln.










