Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Sassy:
Die Verwandlung
Die uncoolsten Superhelden der Welt von Christina Wolff
Bereits beim ersten Blick auf das farbenfrohe Cover von "Die uncoolsten Superhelden der Welt" war für meinen Sohn klar, dass er dieses Buch lesen möchte. Es verspricht eine lustige und temporeiche Geschichte.
Im Buch gibt es zahlreiche schwarz-weiß Illustrationen von Paula Jerez. Die meisten über eine komplette Seite.
Sie sind richtig gut gemacht und es gibt viel zu entdecken.
Der Text ist in ganz verschiedenen Schriftarten und -größen geschrieben. Dazu kommt ganz viel Lautmalerei wie in Comics. Das macht wirklich richtig Freude! Im gesamten Buch gibt es ständig Anspielungen und Erklärungen zu verschiedenen Comics. Der Sprachstil ist sehr lustig und genauso wie es die Zielgruppe mag. Da wird geschimpft und gepeept. Mein Sohn fand das super.
Die Geschichte von Christina Wolff ist temporeich, spannend und unglaublich witzig mit ganz vielen unvorhersehbaren Wendungen.
Der Ich-Erzähler Paul sagt von sich selbst, er sei ein Nerd und er ist eigentlich ein bisschen ängstlich. Seine beste Freundin heißt Maria und ist sehr stark und mutig. Dazu gesellen sich Charlotte, die sehr reich und auf ihr Äußeres bedacht ist und Thabo, ein wandeldes Lexikon. Die vier wachen nach einem Zwischenfall in einem Labor mit Superkräften auf. Diese können sie zunächst aber nicht kontrollieren und geraten von einer misslichen Lage in die nächste. Im Laufe der Geschichte wachsen die vier nicht nur zu einen super Team zusammen, sondern auch über sich hinaus. Alle Figuren in der Geschichte sind herrlich skurril und detailreich beschrieben. Die comicliebende Oma, der französische Ballerina-Gangsterboss-Butler, der laaaaangsame Comic-Verkäufer und noch viele andere schräger Charaktere machen das Buch unglaublich unterhaltsam.
Eine mitreißende Geschichte über Freundschaft und Mut.
Eine absolute Leseempfehlung für Kinder, die lustig und rasante Superhelden-Geschichten mögen und eine Vorliebe für Comichefte haben.
Wir freuen uns schon sehr auf die Fortsetzung!
Wie wir werden, was wir sind
Über vier Leben von Pauline Hatscher
"Doch wäre traurig zu werden eine Entscheidung, hätte ich mich längst schon dagegen entschieden.” S.305
Ich finde das Cover richtig schön. Es sieht wie ein echtes Gemälde aus. Toll finde ich, wie der Titel sich in das Cover einfügt. Sehr gelungen.
Beim ersten Kapitel hatte ich ein wenig Schwierigkeiten und schon Bedenken, dass ich mit den ganzen Namen und Generationen nicht klar komme.
Aber ab dem zweiten Kapitel, also nach wenigen Seiten, war es dann viel einfacher und die Geschichte konnte mich komplett fesseln. Ich habe mir am Anfang sogar einen Stammbaum der Familie angelegt, den ich dann aber gar nicht mehr benötigte.
Das Themen “Wie wir werden, was wir sind” und der vererbte Schmerz sind in dieser Geschichte sehr intensiv und eindrücklich abgebildet. Alle Geschichten empfand ich als so unglaublich traurig und hatte mit allen vier Frauen sehr viel Mitleid. Die Schmerzen und das Leid der Frauen konnte ich gut nachvollziehen. Die meiste Zeit hatte ich beim Lesen einen dicken Kloß im Hals und habe an mehreren Stellen Rotz und Wasser geweint.
Ich habe unweigerlich über meine eigene Familie nachgedacht und hätte große Lust, jetzt selbst auf Recherchereise zu gehen.
Das Buch ist nicht zuletzt ein eindrucksvolles Portrait des Rollenbild der Frau in den letzten 100 Jahren.
Aber es ist definitiv keine leichte Kost. Es geht um Vergewaltigung, Kindesentzug, Misshandlung auch von Kindern, Depressionen, Suizid und toxische Beziehungen.
Ich weiß nicht, wann mich ein Buch das letzte Mal so berührt hat und ich werde die Autorin definitiv im Auge behalten.
Absolute Leseempfehlung für alle, die bewegende Familiengeschichten auf verschiedene Zeitebenen mögen.
Arty
Mission Microraptor - Immer Ärger mit Arty von Philip Kavvadias
Schon das bunte Cover verspricht eine actionreiche Geschichte.
Die Story ist temporeich, spannend und lustig. Man hat von Anfang an das Gefühl, selbst Teil der Geschichte zu sein.
Erzählt werden die Ereignisse aus Sicht des Protagonisten Finn. Er ist eigentlich ein Stubenhocker, der nur Computer spielt und Fastfood isst.
Er ist impulsiv und handelt nach seinem Bauchgefühl. Mit von der Partie ist Milo. Er ist unglaublich schlau, nett und zurückhaltend. Beide sind Außenseiter und ganz unterschiedlich, aber genau deshalb ergänzen sie sich so gut. Eine Mischung aus Milos Wissen und Finns Bauchgefühl lassen sie so mache Herausforderungen meistern. Beide wachsen im Laufe der Geschichte über sich hinaus. Zusammen versuchen sie den frisch geschlüpften Microraptor Arty vor Colonel Red Harrington und seinen Helfern in Sicherheit zu bringen.
Hilfe bekommen sie von der gut ausgebildeten Spezialagentin Lara und ihrem Team vom British Museum of Natural History, die Arty aber auch für sich haben wollen.
Finn möchte sie behalten. Er fühlt sich wie ein großer Bruder oder Papa verantwortlich für die süße Arty. Sie ist komplett auf ihn fixiert. Er möchte sie beschützen, weil man auch gar nicht genau weiß, was die beiden Organisationen eigentlich mit ihr vor haben. Damit konnte sich mein Sohn sehr gut identifizieren. Er meinte, dass er den niedlichen Microraptor auch unter keinen Umständen mehr her geben würde.
Eine rasante Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt und Mut. Durch Milo wird ganz nebenbei echtes Wissen vermittelt und durch Finn kommt eine gehörige Portion Humor in die Geschichte. Die Schurken sind stellenweise schon ziemlich beängstigend und nichts für sehr zart besaitete Kinder.
Die Geschichte ist nicht abgeschlossen und man muss den zweiten Band lesen, um zu erfahren, ob Finn, Milo und Arty es schaffen sich in Sicherheit zu bringen und was mit Arty passieren wird. Das finde ich bei einem Kinderbuch etwas schwierig. Da habe ich schon lieber abgeschlossene Geschichten, auch wenn es sich um eine Reihe handelt.
Trotzdem freuen wir uns auf die Fortsetzung. Ich glaube, das diese noch einige Überraschungen für uns bereit hält.
Absolute Leseempfehlung für alle Kinder, die actionreiche Geschichten mögen.
Was sollen wir machen?
Pfoten weg vom roten Knopf! von Matilde Tacchini
Das Bilderbuch ist unglaublich lustig und macht Kindern und Eltern gleichermaßen Spaß.
Bereits das Cover macht richtig Spaß. Die verschiedenen Tiere, die neugierig den roten Knopf betrachten.
Die Illustrationen sind bunten und minimalistisch.
Auch die Dialog zwischen den Tieren beschränken sich auf das Wesentliche.
Plötzlich ist da ein roter Knopf mitten im Wald. Immer mehr Tiere kommen zusammen, betrachten den roten Knopf und äußern ihre Meinung, was wohl passiert, wenn man ihn drückt. Jedes Tier ist anders. Der eine neugierig, der andere ängstlich, der eine versucht den Knopf mit Verstand zu erklären, der andere lässt sich von Gefühlen leiten. Das ganze ist sehr unterhaltsam und der Schluss hat uns (vor allem beim ersten Mal) sehr zum Lachen gebracht. Auch meinen Mann und mich.
Ein lustiges Bilderbuch für die ganze Familie.
Fantastische Reise
Juli im Land der Zeitgeister von Wieland Freund
Schon das Cover verspricht eine spannende Abenteuergeschichte.
Die Illustrationen im Buch sind einfach wunderschön und kindgerecht.
Die Geschichte hat uns direkt ins Abenteuer gezogen. Der Weltenaufbau mit den vielen geheimnisvollen Orten hat uns begeistert. Das Land der Uhren ist so detailreich beschrieben, dass man das Gefühl hat, selbst mit Juli, Trim und dem Uhrmacher dort zu sein.
Die verschiedenen Charaktere sind so facettenreich. Vor allem Juli und der Zeitgeist Trim haben es uns angetan. Die Protagonistin Juli ist eine starke, neugierige und mutige Heldin. Trim ist einfach zuckersüß und dabei herrlich grummelig.
Ein spannendes, lustiges und geheimnisvolles Abenteuer. Wir fanden das Land der Zeitgeister einfach fantastisch.
Absolute Leseempfehlung für alle Kinder, die Abenteuergeschichten mögen.
100% Emotionen, 0% Kitsch
Dem Meer entgegen von Lidija Hilje
„Dem Meer entgegen“ hat mich tief bewegt und im Herzen berührt.
In Ivonas Leben läuft mit Ende 30 nichts mehr so, wie sie es sich erträumt hat, dabei führte sie einst ihr absolutes Traumleben.
Verheiratet mit ihrer Jugendliebe Vlaho und ein abgeschlossenes Biologiestudium in der Tasche hätte es eigentlich immer weiter bergauf gehen können.
Viele falsche Entscheidungen haben aber dazu geführt, dass Vlaho jetzt mit einer anderen Frau verheiratet ist und mit ihr zwei Kinder hat. Ivona schmerzt das ständig und das Gefühl von Verlust uns falschen Entscheidungen ist allgegenwärtig. Trotzdem hält sie weiter Kontakt mit ihrem Ex Mann und seiner Familie.
Außerdem lebt sie wieder in ihrem alten Kinderzimmer bei ihrem kranken Vater und scheint unter der Last, das von ihm so sehr gewünschte Hotelprojekt auf dem Anwesen ihrer verstorbenen Großmutter vor dem Bankrott zu retten, zu zerbrechen.
Findet sie den Mut für einen Neuanfang?
Ein leiser Roman über Liebe, Verantwortung, falsche Entscheidungen und Neuanfänge.
Der Schreibstil von Lidija Hiljes ist wunderschön und berührend. Sie versteht es, den Charakteren eine Tiefe zu geben, die es einem leicht macht, in ihre Geschichten und Gedankenwelten einzutauchen. Vor allem Ivona ist eine Protagonistin, die ich mit ihrer Traurigkeit und ihren Zweifeln in mein Herz geschlossen habe. Sie denkt immer an alle anderen und vergisst sich selbst dadurch völlig.
Die Ich-Perspektive und die beiden Zeitebenen von Vergangenheit und Gegenwart erzeugten bei mir fast das Gefühl, als wäre Ivona eine Kindheitsfreundin, die ich zu den verschiedenen Stationen ihres bisherigen Lebens begleite.
Die Landschaft Kroatiens wird wunderschön und atmosphärisch beschrieben und hat meine Sehnsucht, nochmal dort hin zu reisen, geweckt.
Eine absolute Leseempfehlung für alle, die leise, intensive Geschichten mit ganz viel Tiefe mögen.
Kirchner und Schilling
Wildboden von Constantin Lieb
Der Schreibstil ist flüssig und bildgewaltig. Ich hatte sofort das Gefühl, selbst in Frauenkirch zu sein und bin nur so über die Seiten geflogen. Die Natur der Schweizer Alpen wird wunderschön beschrieben und die Schönheit und gleichzeitig erdrückende Einsamkeit ist fast greifbar.
Es ist eine leise, aber intensive Geschichte der ungewöhnlichen Beziehung zwischen dem Künstler Ernst Ludwig Kirchner und Erna Schilling.
Kann man wirklich von gegenseitiger Liebe sprechen? Ich bin mir nicht sicher. Ich empfand die Beziehung als durchweg toxisch und quälend. Kirchner gibt sich durch seine Opiumsucht völlig dem körperlichen und seelischen Verfall hin und Erna leidet so sehr, dass sie Depressionen bekommt. Die politische Eskalation in Deutschland streckt stetig ihre Finger Richtung Schweiz und verstärkt die negative Stimmung der beiden. Bis vor allem Kirchner überall Intrigen und Lügen vermutet.
Ich muss gestehen, dass ich während ich den Roman gelesen habe, Ernst Ludwig Kirchner gegoogelt habe und meine Meinung über ihn leider nicht positiver wurde. Aktmalerei einer Achtjährigen war zu keiner Zeit in Ordnung. Auch das führte dazu, dass ich Kirchner sehr negativ und Erna als sein Opfer gesehen habe.
Der Aufenthalt auf dem Wildboden war für mich durchweg beklemmend und stellenweise fast nicht auszuhalten.
Mich lässt der Roman bedrückt zurück.
Trotzdem eine Leseempfehlung für alle, die in das Innenleben eines Künstlers und seiner Muse in unruhigen Zeit abtauchen möchten.
Ein magisches Hotel
Rios magische Reisen - Unsichtbar am Kilimandscharo von Christoph Karrasch
Bereits das Cover macht richtig Lust auf das Abenteuer.
Die Illustrationen sind einfach weltklasse. Manche erstrecken sich über eine komplette Doppelseite.
Der Schreibstil ist durchweg kindgerecht und lustig. Mein Achtjähriger konnte den Text auch mühelos selbst lesen und verstehen. Nebenbei wird ganz viel Wissen z.
B. über Kenia und verschiedene Tiere vermittelt. Es wird über die Wichtigkeit von Tierschutz und Artenvielfalt berichtet. Ganz ohne erhobenen Zeigefinger. Auch schwierige Themen wie Wilderei werden angesprochen ohne die Kinder zu überfordern.
Zu Beginn werden die vier Protagonist*innen vorgestellt. Das finde ich immer sehr hilfreich, um gut in eine Geschichte zu starten. Die Kinder sind sehr sympathisch. Sie werden aber nicht als perfekt dargestellt, sondern sind z.B. auch mal ängstlich oder eifersüchtig. Dadurch fiel es meinem Achtjährigen leicht, sich mit ihnen zu identifizieren.
Das Hotel, in dem Rio mit seinem Eltern wohnt, wird so toll beschrieben, dass man glaubt, selbst dort zu sein.
Die Spannung baut sich langsam auf und bleibt dann bis zur letzten Seite bestehen. Immer wieder gibt es unvorhersehbare Wendungen, die die Geschichte so lebendig machen.
Die Kinder müssen ein spannendes Rätsel um den mysteriösen Phil A. Delphia lösen und treffen dabei in Kenia auf die selbstbewusste und schlaue Nala. Dort warten noch weitere Abenteuer auf die vier. Die Geschichte lädt zum miträtseln ein. Immer wieder haben wir uns neue Fragen gestellt und neue Vermutungen aufgestellt.
Die Beschreibung der einzelnen Szenen im Zusammenhang mit den wunderschönen Illustrationen laden richtig zum Träumen ein und erwecken in uns sofort Fernweh.
Ein wirklich ganz besonderes Buch.
Wir wollen jetzt auf jeden Fall noch die anderen Bände lesen und zusammen mit Rio, Ben, Nala und Anna nach New York und Italien reisen.
Das Buch wurde von "boys&books" als Buchtipp zur Leseförderung von Jungen ausgewählt. Ich kann das für meinen Sohn durchaus bestätigen. Die Geschichte ist aber natürlich genauso für Mädchen geeignet.
Eine absolute Leseempfehlung für alle, die Abenteuergeschichten mit Humor und Magie mögen.
Gibt es einen Schatz?
Wenn stille Wasser tödlich sind von Karen Finch
Bereits das Cover ist richtig spannend und es gibt viel zu entdecken.
Der Ort County Rutland wird sehr stimmungsvoll beschrieben. Ich bin ein bisschen bitzverliebt. Das wäre wirklich mal eine Reise wert. Der malerischen Ort steht im krassen Kontrast zu den stattfindenden Verbrechen. Sehr angenehm fand ich aber, dass auf unnötige Brutalität verzichtet wurde.
Stattdessen glänzt die Geschichte durch eine gute Prise Humor. Vor allem die teils schrulligen Dorfbewohner und ihr Dorftratsch hat mich häufig schmunzeln lassen. Aber auch die Spannung kommt nicht zu kurz. Ich habe die ganze Zeit mit gerätselt und es gibt viele unerwartete Wendungen. Zu guter Letzt gibt es noch ein bisschen Romantik.
Die Geschichte liest sich sehr schnell und flüssig und ist bis zum Schluss spannend und unterhaltsam.
Ich möchte jetzt auf jeden Fall den Vorgänger lesen und freue mich dann auch auf die Fortsetzung. Die verschiedenen Personen sind mir richtig ans Herz gewachsen.
Klare Leseempfehlung für alle, die englische Krimis mögen.
Pole Position
Sport-Stars. Alles über Verstappen. Vom Rennfahr-Talent zum Megastar von Simon Mugford
„Sport-Stars – Alles über Verstappen“ von Simon Mugford und dem Illustrator Dan Green ist ein sehr unterhaltsames Sachbuch über das Leben und die Karriere des beliebten Formel 1 Stars. Dazu gibt es noch viele weitere Informationen, beispielsweise über andere Rennfahrer und Rennstrecken. Das Quiz am Ende hat meinem Sohn besonders gut gefallen und es rundet das Buch optimal ab.
Kindgerecht geschrieben und im Comic Stil illustriert. Einfach und gut verständlich. Die kurzen Kapitel und die große Schrift eignen sich prima für Erstleser zum selbst lesen.
Verstappen eignet sich wunderbar als Vorbild, da er zeigt, dass man mit Fleiß und Ausdauer seine Träume verwirklichen kann.
Mein Sohn möchte jetzt noch weitere Bände aus der Reihe "Sport-Stars" und freut sich auch auf Neuerscheinungen.
Eine absolute Leseempfehlung für alle kleinen Verstappen Fans.











