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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Krani:

Allzu harmonisch

Theo in Golden von Allen Levi

Ein alter Mann kommt in die Kleinstadt Golden und beginnt, den Menschen Gutes zu tun. Er gewinnt Freunde. Aber wer Theo ist, darüber erfahren wir wenig.
Theo ist ein durchaus glaubhafter Charakter. Er hat viel erlebt, ist alt geworden und schätzt es nun, Menschen eine Freude zu machen. Er ist warmherzig, freundlich, liebevoll zu den Menschen, die er hier in Golden kennen lernt und beschenkt.

Warum er das tut, wird nicht ganz klar, aber das muss es auch nicht.
Die Geschichte ist ein bisschen verrückt. Das ist in Ordnung und liest sich recht interessant, aber auf Dauer wird sie allzu harmonisch. Das fand ich schwer auszuhalten. Die Auflösung setzt dann noch einen drauf. Auch wenn wir zum Schluss erfahren, was es mit Theo auf sich hat: Das hätte man meiner Ansicht nach spannender, fesselnder gestalten können.
„Jeder Mensch kann ein Heiliger werden.“ Mir war das zu dick aufgetragen.

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Rezensionen von DoraLupin:

Hat mir noch besser gefallen als der erste Teil

Fay Melody - Der verzauberte Feuerjunge von Anastasia Braun

Dieses Buch ist der zweite Teil einer Reihe rund um "Fay Melody" und ich würde empfehlen die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da der Inhalt und die Vorkenntnisse des ersten Teils wichtig für die weitere Geschichte sind. Ich wurde von diesem Buch sehr gut unterhalten und es hat mir sogar einen Tick besser gefallen als der erste Teil der Reihe.

Auch die Aufmachung des Buches ist zu loben, nicht nur das Cover ist wunderschön, auch die Buchklappen sind ganz wunderbar gezeichnet und zeigen die Musikakademie und ihre Umgebung. Anfangs werden ausserdem nochmal alle Protagonisten mit einer Zeichnung vorgestellt, auch das ist eine tolle Idee!

In diesem Teil sind Fay und ihre Freundin Jazz alarmiert: Immer mehr Musikmagier verschwinden! Nur eine geheimnisvolle rote Feder bleibt zurück. Als dann auch Jazz‘ Granny vermisst wird, steht für die beiden fest: Sie müssen ihre Freunde in der magischen Musikakademie Clef Hall zusammentrommeln. Wer will die Musikmagie schwächen? Und wer steckt hinter den Entführungen? Hat die ehemalige Schulleiterin Ms. Flow etwa ihre alte Macht zurückerlangt? Eine Spur führt nach Evergreen, in das Land der Musiklegenden.

Der Schreibstil war wieder leicht verständlich und kindgerecht zu lesen und ich hatte die Akademie, die Schüler und auch die fantastischen Wesen immer vor meinen Augen. Alles wurde bildhaft und lebendig beschrieben. Ich mochte ausserdem sehr, dass die Autorin immer wieder Sätze in musikalische Richtung umgeschrieben hat und dass sie auch die ein-oder andere Metapher in der Geschichte bringt, die noch länger nachhallt und über die man als Leser noch länger nachdenken kann.

Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet worden und entwickeln sich in diesem Teil auch weiter. Personen wie Blue, die im ersten Teil noch sehr mysteriös gewirkt haben, erhalten hier noch mehr Tiefe und alles hängt sehr schön miteinander zusammen.

Die Geschichte war immer mitreißend und spannend, man konnte sehr gut miträtseln über das gesamte Buch und dennoch gab es viele Wendungen und Überraschungen mit denen man nicht gerechnet hätte. Ich kann den zweiten Teil der Reihe deshalb nur weiterempfehlen und habe richtig Lust auf den dritten Teil der Reihe bekommen!

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Rezensionen von Marw76:

Starke Frauen und viel Zusammenhalt!

Die Honigfrauen - Eine neue Heimat von Mirjam Müntefering

Bergisches Land, 1910.

Irma ist verzweifelt: Das Landcafé im Honigstal hat bei der Einweihung versagt! Es fehlen die einzigartigen Kreationen ihres verstorbenen Großvaters.

Einzige Lösung scheint ihre Tante Harriet, die das Talent Ludwigs geerbt hat. Womöglich weiß sie von den geheimen Rezepten? Aber wird Irmas Großmutter die uneheliche Tochter ihres Mannes hier wirken lassen?

Auch Arno lässt sich seit der Eröffnung nicht mehr blicken, während Irmas guter Freund Eugen sich höchst sonderbar verhält.

Als sich ein Tester des Guide Michelin ankündigt, gilt es für die Honigfrauen, zusammenzuhalten.

Das Buch startet nahtlos wo der erste Band geendet hat und Vorkenntnisse sind sinnvoll, jedoch würde sich das Buch zur Not auch eigenständig lesen lassen.

Der Schreibstil ist wunderbar locker und einfach zu lesen und die Landschaftsbeschreibungen des kleinen Cafes sind sehr lebendig und prägen sich beim Lesen auch sehr gut ein. Durch den tollen Schreibstil ist es mir auch nicht schwer gefallen das Buch an fast einem Tag zu lesen.

Das Buch lebt ganz klar von den großartigen Protagonistinnen, die der Leser sehr schnell ins Herz schließt und sie voller Freude auf ihrem Weg begleitet. Alle drei haben einen unterschiedlichen Charakter, aber jede für sich ist sehr stark, liebenswert und klug. Ganz zauberhaft sind aber auch die Nebencharaktere wie Eugen der immer da ist wenn man ihn braucht oder die Weise Minna die mit Rat und Tat zur Seite steht.

Die Geschichte um das kleine Landcafe ist immer spannend und es gibt immer wieder Überraschungen im Buch, mit denen ich nicht gerechnet habe. Ein toller Abschluss der Reihe, der mich wieder voll in die Vergangenheit hineingezogen hat und mich für ein paar Stunden den Alltag hat vergessen lassen!

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Rezensionen von Gundi57:

Macht neugierig

Dem Meer entgegen von Lidija Hilje

In dem Buch " Gib mir alles " von Alexandra - Maria Pipos geht es um das Leben einer jungen Frau die in zwei Länder zuhause ist und verschiedene Versionen erzählt.
Sie arbeitet bei Cadris Consulting und Leistung ist ihr wichtig.
Aber auch ihre Familie ist das wichtigste in ihrem Leben.
Eines Tages muss sie unerwartet zur Beerdigung ihres Großvaters nach Rumänien , obwohl sie kurz vor einem wichtigen Projekt steht.

Als sie dort ankommt ist sie noch nicht ganz bei der Sache sondern noch bei ihrer Arbeit.
Sie versucht von dort an Zoom - Konferenzen teilzunehmen obwohl das Internet öfter streikt.
Alles muss sie geben um den wichtigen Job in ihrer Firma bekommen.
Von dem Geld was sie verdient schickt sie einiges in die Heimat an ihre Familie obwohl sie sich nicht viel gönnt .
In dem Buch geht es auch um einige Familienmitglieder .
Der Schreibstil ist gut und flüssig.

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Rezensionen von Margarita:

Macht Spaß

Vision - Kartenspiel ab 10 Jahre von Maxime Rombourg

"Vision" hat in unserer erfahrenen Spielerunde einen positiven Eindruck hinterlassen. Zehn Runden hintereinander würden wir das nicht spielen wollen, aber für mal zwischendurch oder als Absacker wird es ab jetzt sicher öfter auf den Tisch kommen.
Die Regeln sind wirklich fix gelesen und verstanden.

Das meiste an Spielprinzip findet ohnehin auf den Karten selbst in Form von Aktionen statt. Sobald man sich da einmal kurz alles durchgelesen hat, ist man startklar. Die meisten Aktionen sind simpel, sorgen aber für viel Interaktion mit den Mitspielern, ob positiv oder negativ :) Da gab's auf jeden Fall viele Lacher und Ärgernisse.
Wie das bei Kartenspielen so ist, ist man natürlich auf Glück angewiesen bei seiner Hand, aber in den meisten Fällen konnte man noch gut taktieren und seine Karten schlau einsetzen. Und selbst wenn nicht, sind die Runden so schnell vorbei, dass man nicht frustriert eine halbe Stunde rumsitzen muss.
Die Runde zu viert erschien uns perfekt. Meiner Meinung nach sollte man für "Vision" aber zumindest immer eine gerade Anzahl Mitspieler sein. Bei einem 3 zu 2 würde das Dreierteam meines Erachtens immer am längeren Hebel sitzen, was dann nur zu Frust beim Zweierteam führt. Zu viert (oder sechst) ist es schön ausgeglichen.
Hervorheben möchte ich zum Schluss noch das wunderschöne Design und die sehr hochwertig gestalteten Karten. Durch die kleine Verpackung und keinen unnötigen Schnickschnack ist das Spiel auch perfekt für unterwegs, Urlaub etc.
Wer eine Alternative zu den üblichen Stichspielen haben möchte und gerne taktiert, ohne in minutenlanges Grübeln zu verfallen, ist bei diesem schnelllebigen Kartenspiel genau richtig.

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Rezensionen von brauneye29:

Ungewöhnliche Geschichte

Eine kleine Schwindelei von Rosanna Pike

Zum Inhalt:
Tibb hat es nicht leicht, kein Zuhause, keine Familie, aber sie kennt die Regeln, die sie von ihrer Mutter gelernt hat. So ist sie als Junge Vagabundin unterwegs und sie ist nicht dumm, mit einem gesunden Misstrauen der Welt gegenüber, natürlich besonders den Männern gegenüber. Bei ihrer Reise durch das mittelalterliche England trifft sie auf die unterschiedlichsten Menschen.

Meine Meinung:
Eine ungewöhnliche Geschichte über eine ungewöhnliche Frau, in einer Zeit, in der man eine Frau, eine besondere Type, nicht erwartet hat. Die Umstände der Zeit werden schon sehr deutlich geschildert und Tibb hat auch manche Ausdrucksweise, die sich gewaschen hat. Ich hatte irgendwie eine völlig andere Vorstellung von dem Buch, aber im Grunde war das auch gut so, weil man doch echt überrascht wurde von dem Buch. Ich fand die Hauptprotagonistin interessant und habe ihre Geschichte wirklich mit Interesse verfolgt. Ich hatte das Hörbuch und fand das auch gut gelesen.
Fazit:
Ungewöhnliche Geschichte

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Rezensionen von peedee:

Alte und neue Liebe

Dünenwinter und Lichterglanz von Tanja Janz

Als Wohnexpertin zeigt Alida in ihrer TV-Sendung, wie Räume gestaltet werden können. Auf die Adventstage freut sie sich besonders, da sie es liebt, weihnächtlich zu dekorieren. Doch dann wird von jetzt auf gleich ihre Sendung eingestellt. Daraufhin stirbt auch noch ihre Grossmutter. In deren Nachlass finden sich Liebesbriefe und ein Foto von ihrer Oma mit einem unbekannten Mann vor einem Pfahlbau in St.

Peter-Ording. Alida will diesen Mann unbedingt ausfindig machen, damit sie Omas letzten, leider unvollendeten Brief übergeben kann…

Erster Eindruck: Ein schönes, stimmungsvolles Cover, das demjenigen der Erstausgabe von 2018 in nichts nachsteht.

Die Geschichte beginnt 1949 in St. Peter-Ording und macht sodann einen Zeitsprung in die Gegenwart in Berlin.

Das Fernsehen ist ein schnelllebiges Geschäft: Gestern gefeiert, heute gefeuert! Die Einschaltquoten waren das Killerkriterium für Alida. Schade, dass die Zuständigen nicht einmal die bereits fertig produzierte Sendung zeigen wollten. Doch die beruflichen Sorgen verblassen, als sie vom Tod ihrer Oma erfährt. Bei deren Sachen findet sie sorgsam gehütete Liebesbriefe und ein Foto mit ihrer Oma als junge Frau mit einem ihr unbekannten Mann von 1949. Sie will diesen Mann unbedingt, wohlwissend, dass dies ein mehr als schwieriges Unterfangen mit ihren wenigen Angaben ist. Die Liebesgeschichte ihrer Oma muss eine ganz besondere gewesen sein, denn sonst hätte sie die Briefe nicht Jahrzehnte aufbewahrt. Aber weshalb kamen die beiden jungen Leute nicht zusammen? Und blieben trotzdem in Kontakt? Auf der Suche nach Omas alter Liebe findet Alida selbst einen Mann, der bei ihr längst verlorengeglaubte Gefühle weckt…

Es war berührend, vom letzten Schreiben an Hans zu lesen (mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten). In St. Peter-Ording findet Alida ein Zimmer bei Femke, die sich mit der Vermietung von Zimmern ein Zubrot zu ihrem Antiquitätengeschäft verdient. Alida sowie Femke und ihre Familie haben mir sehr gefallen. Alles in allem eine runde weihnächtliche Liebesgeschichte – von mir gibt es 3 Sterne.

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Rezensionen von Nicole (Abby1810):

Ermutigend, orientierungsgebend und aufschlussreich

Was bleibt, wenn Gott schweigt von Nicola Vollkommer

Von Nicola Vollkommer habe ich bereits einige Bücher gelesen. Zuletzt waren es die tollen Bücher zu den biblischen Frauen, diese haben mir sehr gut gefallen. Daher habe ich mich sehr auf "Was bleibt, wenn Gott schweigt" gefreut. Denn ehrlich gesagt, habe auch ich mich hin und wieder bereits gefragt, weshalb manche sehr essenzielle Gebete -und damit meine ich nicht nur meine persönlichen Gebete-nicht erhört werden.

Wenn es zum Beispiel um einen Kinderwunsch, die Gesundheit oder Versöhnung geht. Aber gibt es nicht auch in der Bibel Persönlichkeiten deren Gebete nicht bzw. nicht wunschgemäß erfüllt wurden? Und wie sind sie damit umgegangen? Kann es sein, dass Gott mein Gebet vielleicht deshalb nicht erhört, weil es mir letztendlich gar schaden könnte?

Nicola Vollkommer beschreibt in 14 Kapitel Gottes Reaktion auf Gebete. Sie geht dabei sowohl auf die Persönlichkeiten der Bibel, als auch auf ihre persönlichen Erfahrungen mit dem Thema Gebet sehr strukturiert und einfühlsam ein. Dabei erkennt sich der Leser immer wieder selbst. Denn ja, wir alle haben offene Gebete und Fragen. Die Autorin zeigt auf, dass Gott unsere Anliegen nicht egal sind, dass aber Gebetserhörung manchmal anders als gedacht aussehen kann.

Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen. Die Autorin hat einen angenehmen und authentischen Schreibstil. Ich habe mich öfters in Nicolas Gedanken wiedererkannt. Ja, sie hat mir teilweise aus der Seele geschrieben. Das Buch ist vor allem für Leser mit Fragen zum Thema Gebet ein Mehrwert. Daher eine klare Leseempfehlung meinerseits.

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Rezensionen von _ich.lese_:

Fakedating

Royal Rumors: How (Not) to Fall in Love von Tina Köpke

Maxton Hall trifft auf Gossip Girl.

So wird das Buch beworben und ich habe jede einzelne Seite geleibt.
Bisher las ich von Tina Köpke "nur" ihr Fantasy Reihe Hunting Souls, die fand ich schon toll. Aber sie kann auch Romance. Und wie sie das kann.
Um sich und ihre Mutter über die Runden zu bringen, gründet Natalie kurzerhand eine Girlfriend-Agentur, genauer ein Fake-Girlfriend Agentur.

Denn sie spielt nur die Freundin für allerlei Gelegenheiten. Und sie hat zwei strenge Regeln, an die sie sich hält. Kein S*x und keine Liebe. Dann braucht Benjamin ihre Hilfe, der Sohn eines echten Dukes. Und alles wird ein wenig anders, als von Natalie geplant.
Kurzweilig, lustig aber trotzdem auch romantiscg. Ich mochte es wirklich sehr. Toller Schreibstil, einfach zu lesen. Interessante Chataktere, die ich beide mochte. Ben machte zuerst den Eindruck eines typischen F*ckboys, aber der kann auch täuschen.
Ich hatte jedenfalls viel Spaß mit dem Buch, äußerst unterhaltsam.

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Rezensionen von Kwinsu:

Die Kunst des wuchtigen Erzählens

Luft nach unten von Tamara Štajner

Iva will ein Kind, um jeden Preis. Iva will ein Kind mit ihrem Ehemann, Felix. Als der Kinderwunsch längere Zeit unerfüllt bleibt, stresst sie jegliche Aktivität, die es zum Kindermachen braucht - die Lust ist schlicht nicht mehr wirklich vorhanden. Da kommt Gabriel ihr sehr gelegen, mit dem sie ungehemmt entspannen kann.

Aber das Leben ist nie so einfach, wie man es sich ausdenken vermag - neben den körperlichen Gelüsten ist auch die familiäre Last erdrückend und steht der Erfüllung tiefgründig im Weg.

"Luft nach unten" ist ein Buch, das in seiner Rohheit verstört, das mit seiner Ehrlichkeit und Komplexität teilweise schwer zu ertragen ist. Gleichzeitig betört es aber auch mit seinem Realitätsbezug, ist so authentisch und aus dem Leben gegriffen, dass jede Zeile wahrhaftig erscheint. Und es lässt sich nicht reduzieren auf das eine Thema, denn es sind mannigfaltige Topics, die sich in die Geschichte einweben. Zentral ist zweifelsohne der unerfüllte Kinderwunsch, aber gleichsam geht es auch um Identität, um familiäre Netzwerke, um gewaltvolle Sozialisation und um die Unehrlichkeit in Beziehungen, die in diesem Buch nicht zu verurteilen sind, denn sie sind überaus menschlich und natürlich.

Besonders kurzweilig ist die wechselnde Erzählperspektive. Größtenteils wird aus der Ich-Perspektive erzählt, das Geschehen wird aus Ivas Sicht geschildert. Immer wieder sind aber auch Chatverläufe eingewoben, die zwar die Wahrnehmung Ivas stärken, aber auch andere Perspektiven - hauptsächlich jene ihrer Liebhaber - zulassen. Zudem kommt immer wieder die persönliche Anrede an Ivas Mutter ins Spiel, die die toxische Mutter-Tochter-Beziehung aufblättert und die teils zwänglerische Verhaltensweise der Protagonistin ein Stück weit erklärt.

Die Geschichte selbst spielt immer wieder mit der unklaren Identität, welche die Protagonistin durchlebt - sie selbst, Geigerin von Beruf und aufgewachsen zwischen Wien, Slowenien und ein Stück weit auch in Mazedonien, springt sie auch in der Erzählung zwischen diesen kulturellen Welten. Geprägt wurde sie von allen, fein und subtil arbeitet die Autorin diese aber anhand von kulturellen Unterschieden heraus und verordnet sie exakt darin, wo sich die Protagonistin befindet: nämlich zwischendrin.

Eine besondere Rolle nimmt - wie schon angedeutet - die Mutter-Tochter-Beziehung ein. Die Mutter verhält sich ihrer Tochter gegenüber äußerst psychisch gewaltvoll und die Tochter leidet auch im Erwachsenenalter sehr unter der dominanten und abwertenden Rolle ihrer Erzeugerin. Wenn man die Lesung bei den Bachmann-Tagen der Autorin in Erinnerung hat, kann man davon ausgehen, dass ein stark autobiographischer Anteil dieser Geschichte zugrunde liegt. Die Eltern, beide stark übergewichtig, wollten die Tochter formen, so wie sie die Gesellschaft für wertvoll genug hält, auch wenn sie selbst diesem Ideal nie genug werden würden. Die Rolle der jugoslawischen Identität - oder jener der slowenischen, mazedonischen oder österreichischen - schwelt kontinuierlich mit, ohne das ganz klar wird, ob sie tatsächlich eine so gewichtige Rolle spielt.

"Luft nach unten" ist ein äußerst forderndes Buch, das vor allem durch seine Rohheit und Irritation in der Gegensätzlichkeit von modernem Schreibstil, traditioneller Erzählweise und grundsätzlicher Bedürftigkeit nach Nähe besticht. Es glänzt durch einprägsame Bilder, Widersprüchen in kulturellen Belangen sowie der Erzählung von Grundbedürfnissen des menschlichen Seins, die sich tief ins Gedächtnis einprägen. Der Roman kommt mit einer Wucht daher, die einen umreißt und zugleich sprachlos macht und entwickelt sich stet aber unvergesslich zu einem Ereignis, das man nicht so schnell vergessen wird.

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