Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Pusteblümchen:
Mehr Schein als Sein
Seven Rules For A Perfect Marriage von Rebecca Reid
Das Buch passt perfekt in unsere Zeit, da es um zwei erfolgreiche Influencer geht.
Jessica und Jack haben sieben Regeln für die perfekte Ehe erarbeitet. Nach ihrem Erfolg auf Instagram steht nun die Veröffentlichung ihres Buches an.
Leider ist ihre eigene Ehe nicht ganz so perfekt. Nun wollen sie diese durch ihre Regeln kitten.
Was nach außen so perfekt klingt, ist es leider nicht, aber es wäre auch zu einfach, wenn sich eine Beziehung durch sieben Regeln in ein schönes Förmchen pressen ließe.
Das echte Leben ist einfach viel komplexer als der Schein, den es nach außen zu wahren gilt.
Der durch Social Media entstehende Druck lässt sich nicht durch eine Regel beseitigen, da es so viel mehr ist, was auf die beiden einströmt. Obwohl Jessica und Jack das gleiche Ziel haben und sie sich über die Regeln einig sind, gibt es mehr als einen Weg, um an das Ziel zu kommen. Ohne Gespräche und Kompromisse geht es einfach nicht.
Die Idee hinter dem Buch gefällt mir sehr, es regt zum Nachdenken an und trifft den Nerv unserer Gesellschaft.
Rezensionen von peedee:
Ein bunter Mix an Erzählungen
Der Zitronenbaum in meinem Garten von Andrea L'Arronge
Die Schauspielerin Andrea L’Arronge erzählt aus ihrem Leben: Wie sie schon früh in der Schauspielerei Spuren hinterliess, mit grossen Namen drehen durfte, sie aber plötzlich einen Punkt in ihrem Leben erreichte, wo sie zweifelte. War dieses Leben noch das Leben, das sie eigentlich führen möchte? Körper und Geist zeigen ihr die Antwort: Sie muss sich von Bekanntem lösen und sich auf Neues einlassen.
Dazu gehört auch die Trennung nach 33 Jahren von ihrem zweiten Mann. Sie verändert sich auch örtlich und hat nun einen Zweitwohnsitz in einem kleinen Ort in Italien, wo ihr Zitronenbaum wächst und gedeiht…
Erster Eindruck: Ein aussergewöhnlicher Buchtitel; ein schönes Foto der sympathischen Schauspielerin.
Ich „kenne“ Andrea L’Arronge aus dem Fernsehen wie z.B. „Die Schwarzwaldklinik“ (lang, lang, ist’s her!) und den Medien, sprich, ich kenne sie natürlich nicht wirklich. Ich war daher sehr gespannt, ein paar Einblicke in ihr Leben zu bekommen. Nebst der Schauspielerei betreibt Frau L’Arronge auch das Synchronsprechen, wo sie u.a. die deutsche Stimme für Pippi Langstrumpf war.
Es kam mir so vor, als würde ich bei Andrea L’Arronge auf dem Sofa sitzen und ihr Kaffee trinkend beim Erzählen zuzuhören – gemütlich. Es gab lustige Episoden aus der Schauspielerei, aber auch sehr ernsthafte Themen wie z.B. die Beziehung zu ihrer Mutter, das Scheitern ihrer ersten Ehe mit grossen Schulden, das Ende der zweiten Ehe nach 33 Jahren (das muss man jedoch zuerst mal schaffen!). Oder die grösste Frage überhaupt: „War es das jetzt?“
Amüsiert hat mich ihr Einstieg als Immobilienbesitzerin in Italien. Da lief bei weitem nicht alles wie gewünscht! Und das bei ihren anfänglich fast nicht vorhandenen Italienischkenntnissen.
Sie zitiert etliche bekannte Persönlichkeiten, spricht über Seher, Schamanismus, Ayurveda, Politik, Wissenschaft, Geld, Social Media – eine bunte Palette. Ich bedanke mich für die Einblicke in ihr Leben; 3 Sterne.
Rezensionen von Ameland:
Die geniale Kombi bringt doppelten Spaß
Die Olchis und das Sams 1. Die kaputte Wunschmaschine von Erhard Dietl; Paul Maar
Das Sams hat mich und meine Nichte vor vielen Jahren begleitet. Die Olchis kannte ich nur vom Hörensagen, daher war ich auf diese Kombination zweier spezieller Spezies sehr gespannt.
Es geht schon gut los. Die Wunschmaschine von Herrn Taschenbier ist defekt, das Sams hat keine Punkte mehr und schrumpft versehentlich seinen Papa zu einem Baby.
Zur Lösung dieser Probleme fallen Professor Brausewein nur die Olchis ein. Das kann ja heiter werden.
Erstaunlich wie gut das Sams und die Olchi-Kinder harmonieren und gemeinsam im Matsch spielen. Nur mit dem schreienden Baby kommt die Familie nicht zurecht und möchte es wieder abgeben.
Meine erste Begegnung mit den Olchis war positiver als befürchtet. Auch wenn mir ihre Lebensweise und besonders ihre Lebensmittel nicht zusagen, fand ich sie sehr sympathisch, gastfreundlich und hilfsbereit. Man muss sie einfach mögen. Beneidet habe ich sie um ihren Drachen Feuerstuhl. Ganz schön praktisch für Fahrten bzw. Flüge aller Art. Nur beim Parken gibt es Schwierigkeiten.
Ein Highlight sind die fantastischen Illustrationen von Stephanie Stickel, die alles noch anschaulicher machen und ein zusätzlicher Spaßfaktor sind.
Mit der größeren Schrift und den größeren Zeilenabständen sowie den kurzen Kapiteln eignet sich das Buch sehr gut zum Selberlesen für Kinder ab ca. 7 Jahre.
Eine herrlich schräge Geschichte voller Humor. Die Zusammenführung dieser Kinderbuchlieblinge hat wunderbar funktioniert.
Rezensionen von Tara:
Atemberaubende Spannung
Weil sie lügt von Caroline Seibt
„Weil sie lügt“ ist wieder ein spannender Thriller der Autorin Caroline Seibt und gleichzeitig ein Familiendrama, das unter die Haut geht.
Juli ist verschwunden. Die Polizei geht davon aus, dass sie ermordet wurde. Hauptverdächtiger ist ihr Vater. Eine Situation, die für jede Familie unerträglich sein dürfte.
Anna, die jüngere Schwester von Juli, versucht alles, um die Familie zusammenzuhalten. Leon, ihr jüngerer Bruder, hat das Ausmaß der Ereignisse noch nicht erfasst. Er ahnt nicht, dass Juli nie wieder zurückkehren wird.
Die Ereignisse werden im Wechsel aus der Perspektive von Anna und der von Katharina Engels - der leitenden Ermittlerin - berichtet. Katharina ist sehr ambitioniert und arbeitet professionell, allerdings hat sie auch ihre eigenen Probleme.
Anna wünscht sich nichts mehr als Normalität. Aber ihre Mutter ist psychisch labil und die Vorwürfe, denen ihr Vater gegenübersteht, machen dies unmöglich. Sie ist innerlich komplett zerrissen und versucht alles, um die Wahrheit herauszufinden.
Spannung ist hier durchgehend vorhanden. Die Atmosphäre ist angespannt und bedrohlich. Beim Lesen habe ich mir so sehr gewünscht, dass für Anna und den kleinen Leon alles gut wird. Annas Verhalten fand ich nicht immer korrekt, aber durchaus nachvollziehbar.
Es gab Wendungen, die ich nicht kommen gesehen habe. Beim Lesen wurden bei mir zahlreiche Emotionen hervorgerufen und das Ende hat mich dann überrascht.
Für mich hat hier alles gepasst. Der intensive Schreibstil, der durchgehend für eine beklemmende Atmosphäre gesorgt hat, gut ausgearbeitete Charaktere, deren Handlung ich nachvollziehen konnte, keine unnötige Brutalität und trotzdem Spannung ohne Ende, wie sie in einen guten Thriller gehört.
Rezensionen von cosmea:
Das Leben eben
Die Straße von Robert Seethaler
Im neuen Roman von Robert Seethaler geht es um das Leben von Menschen in einer namenlosen Stadt. Sie alle leben in der Heidestraße, die Unternehmer profitabel verändern wollen, nachdem es ihnen gelungen ist, die Mieter zu vertreiben, die hier jahrzehntelang gewohnt haben. Der Autor portraitiert das Leben dieser Menschen, von denen die meisten bis zum Schluss namenlos bleiben, über einen Zeitraum von einem Jahr, von einem Heidestraßenfest zum nächsten.
Da gibt es einen Jungen, der unzählige Tauben mit Hilfe einer Steinschleuder tötet, einen völlig überarbeiteten Arzt, einen sehr gewaltbereiten jungen Mann, der bei der kleinsten Provokation ausrastet, die Heimleiterin eines Seniorenheims, eine Nichte, die in die Wohnung ihrer Tante eingezogen ist, eine verliebte Blumenhändlerin, einen Pfarrer, der in den Ruhestand geht und einen überforderten Kommissar mit zu wenig Personal. In Hunderten von kurzen Texten wird aus ständig wechselnder Perspektive erzählt, was ihnen widerfährt, was sie denken und wovon sie träumen.
Der Verzicht auf eine stringente Handlung erschwert die Lektüre, bis man sich an den ständigen Perspektivwechsel gewöhnt hat und die Figuren anhand ihrer Äußerungen und Gedanken identifizieren kann. Es ist ein Ausschnitt aus dem Leben, wie es nun mal ist, weitgehend ohne herausragende Ereignisse. Der Roman ist von der Struktur und vom Inhalt her ungewöhnlich und insgesamt gar nicht schlecht, gefällt mir aber längst nicht so gut wie andere Bücher des Autors, zum Beispiel “Ein ganzes Leben“ oder “Der Trafikant“.
Rezensionen von Peachybookdreams :
Noch einmal Harbour Bridge
A Girl Named Josie (Breaking Waves 5) von Kristina Moninger
-So sehr habe ich auf ein Buch für Josie gehofft und nun ist es endlich hier…es war wie nach Hause kommen -
Josie und Andrea verbringen einige Monate in Sizilien und genießen die gemeinsame Zeit, doch ganz angekommen fühlt sich Josie noch nicht. Als ihr dann auch noch jemand auf die Schliche zu kommen scheint, macht Josie das, was sie am besten kann: Verschwinden.
Sie beschließt, dorthin zurückzukehren, wo alles angefangen hat. Endlich geht es für uns und Josie wieder nach Harbour Bridge.
Viele Details über Josies Leben hat man schon im Laufe der Reihe erfahren, doch nun lernen wir endlich alles aus ihrer Sicht kennen. In Form von Rückblicken springt die Geschichte immer wieder in die Vergangenheit. Josie ist ein Kinderstar und musste schon in jungen Jahren erfahren, von Erwachsenen sexualisiert und ausgenutzt zu werden. Der einzige Zufluchtsort ist Harbour Bridge und die Mädchen aus dem Surf Camp, mit ihnen ist alles etwas leichter. Doch auch hier gibt es immer wieder mal Streit, denn Josie ist bei weitem nicht fehlerfrei, sie manipuliert, lügt und spielt andere gegeneinander aus, nur um sich gesehen und geliebt zu fühlen. Doch man merkt auch, wie viel ihr die Mädchen bedeuten und dass sie erst lernen muss, wie man Freundschaften ohne Einfluss von Macht und Geld pflegt. Dass sie auch einfach liebenswert ist, wenn sie einfach Josie und nicht Josephine Blythe ist. Josies Geschichte ist mir echt nah gegangen und trotz ihrer toxischen Angewohnheiten -aufgrund ihrer Erfahrungen- habe ich sie so sehr in mein Herz geschlossen.
Andreas und Josies Beziehung ist von Anfang an kompliziert. Andrea ist ein sehr warmherziger und geduldiger Mensch. Er bietet immer ein offenes Ohr und offene Arme an. Josie fällt das deutlich schwerer, sie kennt die Schattenseite der Medien und möchte alle, die sie liebt, nicht mit in ihr sinkendes Boot ziehen. Dieses Push and Pull zieht sich von der Vergangenheit bis in die Gegenwart und erfordert auch vom Lesenden Geduld. Das ist auch mein einziger Kritikpunkt, dass sich die Dialoge oft wiederholen und im Kreis gedreht haben.
Die Suspense Elemente haben aber wieder ordentlich Spannung hereingebracht, und auch wenn es keinen unerwarteten Plot Twist gab, so fügte sich alles richtig zusammen. Das Ende war bittersüß, und ich bin ehrlich, es fällt mir schwer zu akzeptieren, dass es nun vorbei ist.
Fazit: Eine absolute Herzensreihe für den Sommer. Danke Kristina für Avery, Isa, Odina, Lee und Josie. Die authentische, von Höhen und Tiefen geprägte Freundschaft der Mädchen hat diese Reihe für mich so besonders gemacht. Auch wenn die Reihe jetzt endgültig beendet ist, wird ein Teil meines Herzens immer auf Harbour Bridge verweilen.
Rezensionen von Tara:
Zeit für Veränderungen und einen neuen Anfang
Au revoir und tschüss von Gudrun Lochte
„Au revoir und tschüss“ ist ein atmosphärischer und sommerlicher Roman der Autorin Gudrun Lochte.
Die 45-jährige Caro steht mitten im Leben, als ihr bewusst wird, wie festgefahren ihre Situation ist. Für ihren Mann Holger dreht sich alles nur noch um seinen Job und sie soll sich kurzfristig um das Abendessen für seine Gäste kümmern.
In Caro regt sich Widerstand. Sie will das nicht mehr und beschließt, gegen Holgers Willen, spontan einen Sprachkurs in Uzès - einer Kleinstadt in Südfrankreich - zu besuchen.
Dort angekommen entdeckt sie sich neu. In ihr kommen Fragen hoch über die Vergangenheit und die Zukunft und sie beginnt sich neu zu sortieren.
Der Schreibstil von Gudrun Lochte liest sich leicht und flüssig. Caros Gedanken und Gefühle sind nachvollziehbar. Sie hinterfragt sich und ihr Leben, sieht Chancen und will diese nutzen.
Mit Uzès hat die Autorin einen atmosphärischen Wohlfühlort gewählt. Ich hatte fast das Gefühl mit ihr durch die Straßen zu gehen und konnte das sommerliche Flair der Kleinstadt einatmen.
Caro ist eine sympathische Protagonistin, die ihr Leben in die Hand nimmt. Sie reflektiert, beginnt die Dinge neu zu bewerten und lernt das Leben neu zu schätzen. Nach vier Wochen in Uzès hat sie sich verändert, ihre Lebensfreude kehrt zurück. Sie hat neue Menschen kennengelernt und tief in sich hineingehört.
Ich fand es schön, an Caros Gedanken teilhaben zu können und ihre Entwicklung zu verfolgen.
Das Buch ist ein ruhiger Wohlfühlroman, dessen sommerliche Vibes direkt bei mir ankamen und dessen sympathische Protagonistin an sich selbst gewachsen ist.
Rezensionen von cosmea:
Drei Versionen eines Lebens
Die Namen von Florence Knapp
Cora ist mit Gordon verheiratet, einem beliebten und angesehenen Arzt. Sie haben eine 9jährige Tochter namens Maia. Lange bleibt ihr Wunsch nach einem weiteren Kind unerfüllt. Dann wird ein kleiner Junge geboren. Gordon will, dass Cora den Jungen entsprechend der Familientradition Gordon nennt. Aber als Cora und Maia auf dem Weg zur Meldestelle sind, möchte Cora das Kind Julian nennen, während Maia Bear vorschlägt.
Cora fürchtet, dass ein Gordon genannter Sohn die Tradition der dominanten Männer fortsetzt und genauso wird wie sein Vater. Die Autorin hat die originelle Idee, aus den drei Namen unterschiedliche Lebensgeschichten zu entwickeln. In drei Handlungssträngen in Zeitabschnitten von jeweils sieben Jahren wird die 35 Jahre umfassende Familiengeschichte von 1987 bis 2022 aus der Perspektive des Sohnes mit den Namen Bear, Julian und Gordon erzählt. Cora, Tochter Maia und Coras Mutter sind in allen drei Geschichten präsent. Ansonsten gibt es deutliche Unterschiede. In einer Version wird Cora getötet, als ihr Sohn fünf Jahre alt ist, in einer anderen bleibt sie 40 Jahre bei ihrem Mann. Die wichtigste Konstante ist jedoch, dass Gordon dominant und übergriffig ist und Cora in dieser Ehe kein selbstbestimmtes Leben führen kann. Sie darf keine eigenen Freunde haben, hat keinen Zugang zum Fernseher und Telefon und besitzt nicht einmal einen Hausschlüssel. Beim geringsten Fehlverhalten nach Ansicht des Mannes wird sie grausam bestraft. Sie kann ihn nicht anzeigen, denn niemand würde ihr glauben und sie würde das Sorgerecht für ihre Kinder verlieren.
Die Autorin beschreibt in ihrem packenden Debütroman, welche Folgen eine einzelne Entscheidung wie die Wahl eines Namens für das eigene Kind haben kann, aber vor allem ist es eine schreckliche Geschichte von brutaler Gewalt und kompletter Entmündigung einer Frau in ihrer Ehe, auf die der Klappentext den Leser nicht wirklich vorbereitet. Ein bemerkenswerter und wichtiger Roman, der lange nachwirkt.
Rezensionen von jori1020:
Ein Diktat und seine Folgen
Fehlerhaft und wunderbar von Antoine Laurain
Eine kleine, feine Geschichte darüber, wie ein Diktat auf einmal Menschen zusammenbringt. Darüber, dass es oft die unscheinbaren Anlässe sind, die zu besonderen Begegnungen und schönen Momenten führen. Mit viel Charme und Wärme erzählt das Buch von der verbindenden Kraft von Sprache und der Freude, die selbst in der Rechtschreibung stecken kann.
Ganz nebenbei lernt man auch noch einiges über La dictée de Mérimée, das wohl schwerste und berühmteste Diktat der französischen Geschichte. Eine kurzweilige und liebenswerte Lektüre, die Lust macht, sich selbst wieder einmal genauer mit Sprache zu beschäftigen.
Rezensionen von nanu?!:
Eine gescheiterte Nonne ermittelt
Mord in der Pension Möwennest von Jess Kidd
Nach 30 Jahren verlässt Schwester Agnes ihr Kloster und nimmt wieder ihren bürgerlichen Namen, Nora Breen, an.
Sie reist ins Küstenstädtchen Gore-on-Sea, um sich in die Pension "Möwennest" einzumieten. Denn diese Pension ist der letzte Ort, an dem Noras Freundin Frieda zuletzt gelebt hatte, bevor diese einfach verschwand.
Nora beginnt nach ihrer Ankunft umgehend mit ihren Ermittlungen. Sie muss einfach herausfinden, was mit Frieda geschehen ist.
Dies war mein erster Roman von Jess Kidd und es wird bestimmt nicht mein letzter gewesen sein.
Die Autorin weiß, wie man ein lebendiges und überzeugendes Setting schafft.
Da ist erstmal die Pension Möwennest mit ihren schrägen Bewohnern. Sie alle wohnen dauerhaft in der Pension und sie alle hatten auch mit Frieda zu tun, nur reden möchte keiner über sie.
Zudem herrscht unter einigen der Gäste eine gewisse Feindseligkeit, die Nora als Außenstehende überhaupt nicht versteht.
Andererseits halten die Gäste auch wie eine eingeschworene Mannschaft zusammen, wenn es darum geht, sich über den Geschmack des täglichen Abendessens lustig zu machen, oder über die fragwürdige Gastfreundschaft der Hausmutter Irene.
Szenen, die mich als Leserin wirklich amüsiert haben.
Dann ist da noch das Küstenörtchen Gore-on-Sea selbst, das Nora nach und nach für sich entdeckt.
Sie besucht die Hotelbar, das Fotografiestudio, den Strand, das kleine Café. So kommen immer mehr Orte dazu und Menschen und Fragen und Möglichkeiten, denn wie es sich für einen ordentlichen Krimi gehört, wird bald eine Leiche gefunden.
Auch hier übernimmt Nora gleich die Ermittlungen. Anfangs wirkt sie dabei noch etwas zurückhaltend, aber sie gewinnt schnell an Selbstvertrauen.
Bald ist sie, zu DI Rideouts Leidwesen, ein regelmäßiger Gast im Polizeirevier.
Den Inspektor geht sie mit ihren neusten Beobachtungen und Erkenntnissen regelmäßig auf die Nerven.
Allerdings ist Nora so eine gute Beobachterin, dass sie sich bald unentbehrlich macht.
Den Fall selbst fand ich persönlich gut durchdacht und schwierig zu durchschauen. Es gibt mehrere Spuren, aber nicht alle haben unbedingt mit dem Mordfall zu tun.
Und dann darf man auch nicht den Vermisstenfall außer Acht lassen. Frieda wird ja immer noch vermisst.
Ich habe gehört, dass es weitere Bände um Nora und den Inspektor geben soll. Das ist eine gute Idee, ich möchte Nora gerne weiter in Aktion sehen.











