Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Tina:
Voller Spannung
Liars all around me von Clara Blais
Ich bin mit großen Erwartungen an Liars all around me herangegangen und wurde definitiv nicht enttäuscht. Der Roman verbindet spannend aufgebaute Mystery-Elemente mit emotionaler Tiefe und einer leisen, aber konstanten Spannung, die mich durch die Seiten getragen hat.
Schon das Cover hat mich direkt angesprochen: Die kräftigen Farben, die gespannten Fäden und Büroklammern wirken düster und unruhig und spiegeln perfekt das Netz aus Lügen, Geheimnissen und Verdächtigungen wider, das sich durch die gesamte Geschichte zieht.
Für mich passt die Gestaltung hervorragend zum Titel und zur Atmosphäre des Romans und macht sofort neugierig auf den Inhalt.
Die Geschichte spielt in einer Kleinstadt, in der nach dem Tod einer Schülerin nichts mehr so ist, wie es scheint. Besonders gefallen hat mir die wechselnde Erzählperspektive zwischen Avery und Ryle. Dadurch hatte ich ständig das Gefühl, mehr zu wissen als die Figuren – und gleichzeitig doch nie genug, um mir sicher zu sein. Beide Charaktere sind vielschichtig, fehlerhaft und glaubwürdig. Avery wirkt nach außen kontrolliert und perfekt, innerlich jedoch zerrissen und voller Angst. Ryle dagegen ist das klassische Opfer von Vorurteilen, dessen Hintergrundgeschichte mich emotional sehr berührt hat.
Der Schreibstil ist flüssig, modern und atmosphärisch. Clara Blais schafft es, ernste Themen wie Leistungsdruck, Angst, Schuldzuweisungen und gesellschaftliche Rollenbilder sensibel in die Handlung einzubauen, ohne dass es belehrend wirkt. Die Spannung entsteht weniger durch schnelle Action, sondern durch unterschwellige Bedrohung, Gerüchte und Lügen – was ich als besonders gelungen empfunden habe. Bis zum Schluss blieb für mich offen, wem ich trauen kann.
Liars all around me ist für mich ein starker Romantic-Suspense-Roman mit Tiefgang, der nicht nur spannend unterhält, sondern auch emotional nachhallt.
Rezensionen von C. P.:
Arme Protagonistin glänzt inmitten reicher Schnösel
The Jewel Secrets (1). Um dieses Spiel zu gewinnen, musst du dich in deinen größten Feind verlieben von Jana Hoch
Das Buch ist der erste Teil einer Dilogie und einfach genial gemacht. Darcy erhält unerwartet die Einladung zu einem Erbschafts-Spiel auf der Insel einer kürzlich verstorbenen Künstlerin, bei welchem es unter anderem um ein besonderes Kunstwerk geht. Eingeladen sind sämtliche junge Nachfahren zweier Familien, eine wohlhabender als die andere.
Die Einladung an Darcy muss ein Versehen sein und dennoch ergreift sie die Chance, aus ihrem bisherigen Leben und vor einem toxischen Typen zu fliehen. Mit nichts als den Sachen an ihrem Leib findet sie sich inmitten einer Gruppe jugendlicher Schnösel wieder, die ihr nicht die geringe Chance einräumen. Doch bei dem Spiel ums Erbe hat Darcy einen unschlagbaren Vorteil: ihr Kunstwissen. Wäre da noch die Klausel, dass das Rennen nur von einem Paar gelöst werden darf. Eine Wahl wäre Dorian, denn der ist ihr aus gewissen Gründen noch etwas schuldig.
An dem Buch habe ich einfach alles geliebt. Schon die Vorstellung von Darcy gleich zu Beginn war eine gelungene Idee der Autorin. Diese rätselhafte Schnitzeljagd auf der Insel ist ziemlich anspruchsvoll gestaltet und die Dynamik zwischen Darcy und Dorian sowie den weiteren Charakteren rund um die beiden ist nicht nur äusserst unterhaltsam, sondern gewisse Ereignisse sorgen dafür, dass niemandem zu trauen ist. Nicht zu verachten ist natürlich das Knistern zwischen Darcy und Dorian, dass wiederholt durch sein undurchschaubares Verhalten getrübt wird.
Bei diesem Buch ist wirklich jede Seite ein Lese-Genuss und ich freue mich bereits auf den zweiten Teil.
Rezensionen von Tina:
Voller Spannung
Liars all around me von Clara Blais
Ich bin mit großen Erwartungen an Liars all around me herangegangen und wurde definitiv nicht enttäuscht. Der Roman verbindet spannend aufgebaute Mystery-Elemente mit emotionaler Tiefe und einer leisen, aber konstanten Spannung, die mich durch die Seiten getragen hat.
Schon das Cover hat mich direkt angesprochen: Die kräftigen Farben, die gespannten Fäden und Büroklammern wirken düster und unruhig und spiegeln perfekt das Netz aus Lügen, Geheimnissen und Verdächtigungen wider, das sich durch die gesamte Geschichte zieht.
Für mich passt die Gestaltung hervorragend zum Titel und zur Atmosphäre des Romans und macht sofort neugierig auf den Inhalt.
Die Geschichte spielt in einer Kleinstadt, in der nach dem Tod einer Schülerin nichts mehr so ist, wie es scheint. Besonders gefallen hat mir die wechselnde Erzählperspektive zwischen Avery und Ryle. Dadurch hatte ich ständig das Gefühl, mehr zu wissen als die Figuren – und gleichzeitig doch nie genug, um mir sicher zu sein. Beide Charaktere sind vielschichtig, fehlerhaft und glaubwürdig. Avery wirkt nach außen kontrolliert und perfekt, innerlich jedoch zerrissen und voller Angst. Ryle dagegen ist das klassische Opfer von Vorurteilen, dessen Hintergrundgeschichte mich emotional sehr berührt hat.
Der Schreibstil ist flüssig, modern und atmosphärisch. Clara Blais schafft es, ernste Themen wie Leistungsdruck, Angst, Schuldzuweisungen und gesellschaftliche Rollenbilder sensibel in die Handlung einzubauen, ohne dass es belehrend wirkt. Die Spannung entsteht weniger durch schnelle Action, sondern durch unterschwellige Bedrohung, Gerüchte und Lügen – was ich als besonders gelungen empfunden habe. Bis zum Schluss blieb für mich offen, wem ich trauen kann.
Liars all around me ist für mich ein starker Romantic-Suspense-Roman mit Tiefgang, der nicht nur spannend unterhält, sondern auch emotional nachhallt.
Rezensionen von Tina:
Was bleibt, wenn Generationen schweigen
Das gute Leben von Nadine Schneider
Ich habe "Das gute Leben" mit einer stillen Erwartung begonnen – und das Buch hat mich langsamer, aber tiefer erreicht, als ich zunächst dachte. Es ist kein Roman, der sich aufdrängt oder laut um Aufmerksamkeit bittet. Stattdessen entfaltet er seine Wirkung leise, beharrlich und mit großer emotionaler Präzision.
Im Mittelpunkt steht für mich die Frage, was ein „gutes Leben“ eigentlich ist und wer darüber entscheidet. Über mehrere Generationen hinweg erzählt Nadine Schneider von Müttern und Töchtern, von Weitergabe und Abbruch, von Fürsorge, Schuld, Migration und den Entscheidungen, die Frauen treffen (müssen), um zu überleben oder frei zu sein. Besonders berührt hat mich die Figur der Anni: ihre Härte, ihre Widersprüche, ihre Entschlossenheit und ihre Verletzlichkeit. Ich habe sie nicht immer gemocht, aber fast immer verstanden.
Die Sprache ist dicht, körperlich und sehr atmosphärisch. Viele Szenen (etwa Hitze, Hunger, Enge oder Scham) habe ich beim Lesen beinahe selbst gespürt. Mir gefiel besonders, dass der Roman nicht erklärt oder urteilt. Er lässt stehen, hält aus, blickt zurück und nach innen. Manchmal verlangte das Konzentration und Geduld von mir, doch genau darin liegt auch seine Stärke.
Rezensionen von C. P.:
Perfider Mordfall an Eliteschule
A Lesson in Murder von Celine Leonora
Dieser Jugendthriller konnte mich positiv überraschen. Die Protagonistin Astoria bringt neben ihrer Cleverness eine angenehme Reife mit sich. Diese Stärken kommen ihr zugute, als sie plötzlich für den Mord an einer Schülerin beschuldigt wird, welchen sie nicht begangen hat. Irgendwer hat ihr da was untergeschoben, nur warum? Gemeinsam mit zwei Mitschülern bildet sich allmählich ein Ermittlertrio, mit welchem ich so zunächst nicht gerechnet hätte.
Dass ihre Gefühle zwischen all der Aufregung Achterbahn fahren und sie plötzlich zwei potentielle Love Interests hat passt perfekt zum Setting.
Spannend fand ich auch die Aufteilung dieser Eliteschule: Wer das Glück, Geld oder die Beziehungen hat, auf die St. Moriarty gehen zu können, wird schwerpunktmäßg in den Häusern Moriarty (Kriminologie und Recht), Holmes (Politik) oder Watson (Naturwissenschaften) unterrichtet. Dadurch können die Jugendlichen sich manchmal durch ihr spezielles Wissen ergänzen.
Das Buch lädt alle zum Miträtseln ein, die Spaß daran haben, sich selbst Gedanken zum Fall zu machen. Der Romance-Part schmiegt sich geschickt in die Handlung, ohne zuviel Raum einzunehmen. Und der Fall selbst ist ebenfalls gelungen. Von mir wohlverdiente 4,5/5 Sterne.
Rezensionen von lesen=liebe:
Abgefahren
Licht ins Dunkel von Steffen Gumpert
Licht ins Dunkel von Steffen Gumpert ist ein Graphic Novel für junge Comicliebhaberinnen und Rätselfreundinnen. Der Blick auf das Cover sagt: „Dieses Buch ist gruselig und abgefahren!“ Ich hätte es sehr cool gefunden, wenn man hier fluoreszierende Elemente eingepflegt hätte. Das hätte sowohl zum Layout als auch zum Titel super gepasst.
Nichtsdestotrotz ist dieses Buch grafisch einfach phantastisch.
Leider riechen diese Bücher, die auf diese Art gedruckt sind, immer etwas chemisch, und ich bekomme davon Kopfschmerzen. Keine Ahnung, woran das liegt.
Die Sprechblasen kommen mit sehr wenig Text aus. Das ist auch gar nicht notwendig, weil sich hinter den Illustrationen sehr viele Details verstecken. Jede Doppelseite endet mit einem Rätsel, die teilweise sehr schwierig und teilweise auch einfach sind. Rätseltechnisch wird hier einiges geboten. Ich finde das sehr kurzweilig, und es macht auch den Kindern große Freude. Die Auflösung gibt es direkt auf der Folgeseite.
Die Story ist in Ordnung und sehr passend für fortgeschrittene Leseanfänger*innen. Gruselig finde ich sie nicht, aber das hängt wahrscheinlich stark vom Kind ab. Alles in allem ein cooles Buch – da kann man nicht meckern.
Rezensionen von C. P.:
Kindisch, zäh und unlogisch
The Baby Dragon Café von A. T. Qureshi
Bei diesem Buch kann ich die positiven Bewertungen nicht nachvollziehen. Wo fange ich an?
Im Grunde genommen liest sich das Buch wie der Traum eines kleinen Kindes ohne Lebenserfahrung, das sich die Erwachsenenwelt vorstellt und dabei viele Punkte schlichtweg nicht beachtet sowie vieles unangenehm romantisiert darstellt.
Ich fange mal bei Protagonistin Saphira an, die sich den Traum eines Drachenbaby-Cafés erfüllt hat. Also ein Café, in welches Drachenbesitzer ihre Drachen-Babies im Hundegröße mitbringen können. Ja, auch Baby-Drachen speien Feuer, oftmals unkontrolliert. Zudem tollen sie gern wild herum. Doch anstatt das Café auch nur ansatzweise drachenkompatibel zu gestalten mit feuerfester und robuster Einrichtung geht ihre fragile Inneneinrichtung regelmäßig zu Bruch oder in Flammen auf, was weder die Versicherung noch die Drachenbesitzer zahlen. Muss ich dazu was sagen?
Dann verhält sich Saphira den kleinen Drachen gegenüber so, wie kleine Kinder mit ihrem Plüschhund umgehen: Als würden die Drachen jedes Wort verstehen, werden diese Tiere komplett vermenschlicht. Da schauen Drachen plötzlich mit menschlichem Gesichtsausdruck in der Schnauze (also sowas wie schmollend etc.) und hören von ihr Kommentare wie brav oder böse. (Ja, man kann beim Lesen die Augen verdrehen).
Und als wenn das nicht genug wäre, schreibt ihr die Autorin einen Love Interest namens Aiden an die Seite, der allein scheinbar nicht sozialfähig wäre. Anstatt sich um seinen kleinen Drachen Sparky zu kümmern stellt er sich so dämlich dabei an, dass Saphira dessen Erziehung mit Freude übernimmt (schon hat er eine Aufgabe weniger am Hals, ich sag nur: Strategische Inkompetenz). Und besonders gruselig war eine Szene noch während der Vor-Dating-Phase, in der Aiden allen Ernstes eifersüchtige Besitzansprüche gegenüber Saphira stellt, als diese sich mit einem langjährigen Freund unterhält. Als Saphira dieses toxische Verhalten als romantischen Liebesbeweis wertete, wurde mit richtiggehend übel.
Diese Kinderlogik samt Romantisieren falschen Verhaltens zieht sich dann durch den gesamten Roman, der stellenweise sehr zäh voranschreitet. Entsprechend entäuscht bin ich von dem Buch und kann nur 1,5/5 Sterne vergeben.
Rezensionen von C. P.:
Der Abschlussband hat es nochmal so richtig in sich
Schule der Meisterdiebe 5: Die letzte Prüfung von J. J. Arcanjo
Das letzte Schuljahr in Crookhaven bricht an für Gabriel und seine Bande. Die Schule der Meisterdiebe fordert die Jugendlichen nicht nur mit neuem Unterricht und Wettbewerben heraus, sondern mit DER Prüfung überhaupt: Einen Einbruch in Crookhaven selbst. Etwas, was nebst Gabriels Eltern bisher nur einer Person gelungen ist.
Ein großes Thema ist zudem, endlich Gabriels Eltern hinter Gitter zu bringen. Die Anführer der Namenlosen haben es weiterhin auf Gabriels Zieh-Oma und dessen Gefährten abgesehen, die offiziell tot, in Wirklichkeit jedoch gut versteckt sind. Auch so ein Geheimnis, welches Gabriel mit sich herumträgt. Doch Gabriels Eltern sind ihnen leider dicht auf der Spur, was Gabriel die Konzentration auf das Schuljahr erheblich erschwert. Jetzt liegt es an seinen Freunden, auch mal für Gabriel da zu sein und alle Anforderungen gemeinsam zu schaffen.
Der Spannungslevel ist auf allen Ebenen hoch: Unterricht, Sorgen, Freundschaft, Familie, Prüfungsplanung sowie die Überlegung, Gabriels Eltern auszutricksen. Der Autor hat diesmal erneut tief in die Trickkiste gegriffen und bietet einiges an Überraschungen. Und obwohl die Bande im fünften Schuljahr und somit älter geworden ist, ist das Buch weiterhin sehr gut für Kinder ab 10 Jahre lesbar.
Wer die ersten vier Bände bereits geliebt hat wird das Finale feiern. Allen anderen kann ich die Reihe um Gabriel und seine Bande uneingeschränkt ans Herz legen.
Rezensionen von Lilli33:
Art Mayer in Schwierigkeiten
Im Morgengrauen (Art Mayer-Serie 4) von Marc Raabe
Art Mayer in Schwierigkeiten
Dies ist schon der 4. Band der Serie um die Berliner BKA-Ermittler Art Mayer und Nele Tschaikowski. Große Teile der Handlung bauen direkt auf den Vorgängern auf. Man sollte diese daher möglichst kennen, sonst wird man eventuell Probleme haben, das Beziehungsgeflecht der Protagonisten zu entwirren.
Seit Tagen ist der Bundeskanzler Henrik Westphal verschwunden. Ist er freiwillig abgetaucht, wurde er entführt oder gar ermordet? Besonders pikant: Auf Instagram werden Videobeiträge veröffentlicht, nach denen Westphal die Kellnerin Kessy missbraucht haben soll. Art Mayer, der mit Westphal von Jugend an befreundet und in dessen Frau Juli verliebt ist, befindet sich in einer seelischen Zwickmühle. Er ermittelt mal wieder auf unkonventionelle Weise und gerät bald selbst ins Kreuzfeuer.
Der Schreibstil ist, wie von Marc Raabe gewohnt, flüssig und mitreißend, die Story von Anfang bis Ende fesselnd geschrieben. Rückblenden wenige Wochen in die Vergangenheit erzählen die Geschichte von Kessy. Hierdurch erfährt die Leserschaft, was wirklich geschah, ohne dass dabei zu viel verraten wird. Der Autor versteht es, Spannung aufzubauen und auch zu halten. Das Kopfkino läuft auf Hochtouren und man möchte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.
Für Fans der Reihe ist dieser Thriller ein Muss. Es werden offene Handlungsstränge aus den Vorgängerbänden zu einem Ende gebracht. Das ist auch gut so, denn es handelt sich wohl um den letzten Band der Reihe. Das ist einerseits natürlich schade, denn ich hätte gerne noch mehr von Art Mayer gelesen. Andererseits bin ich mit dem Abschluss ganz zufrieden.
Die Art Mayer-Reihe:
1. Der Morgen
2. Die Dämmerung
3. Die Nacht
4. Im Morgengrauen
Rezensionen von wolkenbücherwelt:
Der Preis schöner Versprechen
Hof der Dornen, Band 1: The Rose Bargain von Sasha Peyton Smith
„Wenn man erst einmal eine Ewigkeit lang existiert hat, gibt es nur noch Langeweile oder deren Abwesenheit.“
Ein Krieg, mit dem alles begann, ein unbedachter Handel, eine Fae-Königin regiert über das Menschenvolk - wer bezahlt am Ende den Preis?..
Die Mischung aus London 1848, dem Volk der Fae und dieser fast schon düster-glamourösen Heiratssaison hat mich doch schon neugierig gemacht.
Also wir bekommen Regency-Vibes kombiniert mit Fantasy? Ja, ja bitte! Und obwohl ich anfangs ein wenig skeptisch war, ob diese Mischung wirklich für mich funktionieren kann, hat mich ‘The Rose Bargain‘ doch überraschend schnell mitgerissen.
Besonders die Darstellung der Fae - allen voran der Fae-Königin - hat mir richtig gut gefallen. Ihre Wirkung auf die Menschen, diese Mischung aus Schönheit, Gefahr und Macht, wurde wirklich faszinierend und gleichzeitig beunruhigend eingefangen.
In der ganzen Geschichte wird sehr deutlich: Worte haben Bedeutung, Worte haben Macht - und jeder Handel fordert einen Preis. Ob Erinnerungen, die Fähigkeit zu träumen oder der Verlust eines Sinnes … vieles wirkt zunächst klein oder sogar bedeutungslos - und genau das verleiht der Geschichte eine angenehm düstere Atmosphäre, denn wie unbedeutend ist ein kleiner Teil seiner Selbst wirklich?
Auch die Dynamik und die einzelnen Beziehungen zwischen den Favoritinnen mochte ich wirklich gerne. Jede bringt ihre eigene Geschichte, ihre eigenen Beweggründe und Unsicherheiten mit hinein, wodurch sich der Wettstreit doch überraschend lebendig angefühlt hat.
Ivy selbst war stellenweise zwar sehr ich-bezogen, auch die Beziehung zu Emmett und Bram konnte ich anfangs noch nicht ganz erfassen - aber gleichzeitig versteht man mit der Zeit immer mehr, warum sie so handelt. Gerade ihr familiärer Hintergrund und der Druck, unter dem sie steht, machen sie greifbarer und letztendlich ist sie eben noch jung und wird viel zu schnell in eine Rolle gedrängt, in der sie funktionieren und schnell agieren muss.
„Das ist doch ein Anfang“, sage ich leise.
„Gut. Denn es war nicht mein Ansinnen, dass dies bereits das Ende ist.“
Ja, gerade durch solche kleinen Szenen und den angenehmen Schreibstil ließ sich die Geschichte wirklich gut lesen und besonders halt die Mischung aus höfischen Intrigen, Bällen, Geheimnissen und dieser stetig düsterer werdenden Stimmung hat für mich richtig gut funktioniert.
Auch wenn ich manche Entwicklungen bereits geahnt habe, hat das meinem Lesespaß nicht geschadet - besonders das Ende hat für mich nochmal einiges herausgerissen und sorgt definitiv dafür, dass ich Band zwei schnell lesen muss. Die letzten Entwicklungen machen mich jedenfalls sehr neugierig darauf! - und erst recht, wohin uns die Autorin noch führen wird. Also ja - ich hoffe sehr, dass die Fortsetzung uns noch tiefer in die dunkleren Seiten der Fae eintauchen lässt, uns noch mehr Intrigen zeigt und sich nicht davor scheut, wirklich grausam und herzzerreißend zu werden. Denn genau darin liegt für mich gerade der Reiz dieser Geschichte: nicht zu wissen, wem man eigentlich vertrauen kann und welches Wort unbedacht gesprochen wurde und welchen kleinen Hinweis man vielleicht trotz aller Vorsicht übersehen hat.
Für mich ein atmosphärischer Auftakt mit ab und an kleinen Schwächen, aber einer Welt, in die ich sehr gerne zurückkehren werde - und zum Glück lässt Band zwei nicht allzu lange auf sich warten. Starke 4 bis 4,5 Sterne.











