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Rezensionen von Lesestern:

Wenn Zukunft eine Stimme findet

Ich finde meine Stimme in dir von Nicole Deese

Nicole Deese neuer Roman " Ich finde meine Stimme in dir " reiht sich wunderbar in die Fog Habour Serie ein und lässt sich unabhängig von ihren Vorgängern lesen.
Er ist wie alle von der Autorin bisherigen Romane wieder bei Francke-Buch erschienen.

Sophie Wilder kehrt nach einer gescheiterten Broadway Karriere ins elterliche Weingut nach Kalifornien zurück.

Dort möchte sie nur vorübergehend bleiben, bis sich ihre finanzielle Situation etwas entspannt hat ,um dann wieder neu durch zu starten.
Deshalb nimmt sie neben ihrer notwendigen Tätigkeit als Helferin bei den Weinveranstaltungen ihres selbstsüchtigen Bruders noch den Job als Hörbuch - Sprecherin für einen Verlag an.
Was als schnelle zusätzliche Geldquelle geplant war, entwickelt sich zu einer komplexen Geschichte mit Vergangenheitsbewältigung.

Die Begegnung mit August Tate, dem Toningenieur der Hörbuch-Produktion und seiner gehörlosen Schwester Gabby verändert ihre Sicht auf ihre bisherigen Zukunftsvorstellungen und alle Pläne beginnen zu bröckeln....

Mein Leseeindruck:
Deese gelingt es auch hier wieder mit ihrem fließend angenehm fesselnden Schreibstil zu überzeugen.
Ihe Protagonisten wachsen dem Leser ans Herz und faszinieren und berühren durch ihre persönlichen Glaubens- und Lebens -Geschichten.
Insbesondere die gehörlose Gabby mit ihrer natürlichen Begabung und ihrem unerschütterlichen Gottvertrauen hinterlässt ihre Spuren und bewirkt Bewegung und Veränderung.
Mit ihr entdeckt Sophie ihre alten Glaubenswurzeln wieder und auch August wird mit Familien Erinnerungen neu herausgefordert.

Mein Fazit:
Inspirierende, emotionale und in die Tiefe gehende Geschichte, die schwere Themen in eine fesselnde Geschichte packt und ein bewegend und sehr berührendes Leseerlebnis schenkt, das lange nachhallt.

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Rezensionen von Snookie:

Zwischen Potenzial und zu viel Spice

The Poison Daughter von Sheila Masterson

In Poison Daughter geht es um Harlow, die eine magische Göttergabe hat: ihr Kuss ist tötlich. Während sowohl ihre eigene als auch eine weitere mächtige Familie ihre ganz eigenen Pläne und Intrigen spinnen, soll Harlow in die andere Familie einheiraten. Doch ausgerechnet ihr neuer Verlobter Henry ist immun gegen ihr Gift.

Was als arrangierte Ehe beginnt, entwickelt sich schnell zu einem Spiel aus Geheimnissen, Macht und Intrigen, bei dem nichts so zu sein scheint, wie es zunächst wirkt. Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus Harlows und Henrys Perspektive.

The Poison Daughter hatte für mich eine wirklich interessante Ausgangsidee, bei der ich direkt neugierig geworden bin. Harlow ist eine erwachsene Protagonistin, die einen starken Willen hat, für ihre Freiheit kämpft und zudem eine interessante Hintergrundgeschichte mitbringt. Gerade das hat mir an ihr gut gefallen. Gleichzeitig war ich mit ihr aber auch häufig zwiegespalten. Einerseits wird sie als sehr unabhängig und kämpferisch dargestellt, andererseits unterwirft sie sich in bestimmten Situationen, was für mich nicht immer zu dem Bild gepasst hat, das zuvor von ihr vermittelt wurde.
Generell hatte Harlow für mich unglaublich viel Potenzial. Ihre Vergangenheit und die Dinge, die sie erlebt hat, hätten meiner Meinung nach eine viel emotionalere Geschichte ermöglicht. Ich hätte mir hier deutlich mehr Einblick in ihre Gedanken und ihre innere Zerrissenheit gewünscht. Vieles wurde für mich eher angerissen, anstatt wirklich in die Tiefe zu gehen. Dadurch konnte ich manche ihrer Handlungen und Entscheidungen nicht immer nachvollziehen.
Auch Henry ist mir als Charakter leider nicht wirklich nahbar geworden. Zwar ist zwischen ihm und Harlow von Anfang an eine gewisse Spannung vorhanden, aber gerade die emotionale Verbindung zwischen den beiden hat mir gefehlt. Bei den Charakteren allgemein blieb ich deshalb eher auf Distanz. Mir fehlte häufig das Verständnis dafür, warum sie bestimmte Dinge tun oder was emotional tatsächlich in ihnen vorgeht.
Mein größter Kritikpunkt war allerdings der Spice. Die Szenen waren für meinen Geschmack sehr häufig und haben die eigentliche Handlung immer wieder in den Hintergrund gedrängt. Vieles drehte sich um körperliche Anziehung, Dominanz und Unterwerfung, wodurch die Geschichte für mich stellenweise sehr oberflächlich wirkte. Dazu kam, dass sich die entsprechenden Szenen irgendwann sehr repetitiv angefühlt haben.
Besonders bei Harlow konnte ich das teilweise überhaupt nicht mit ihrer Hintergrundgeschichte in Einklang bringen. Gerade aufgrund ihrer Vergangenheit wirkten manche Situationen für mich nicht authentisch und ich konnte ihr Verhalten an diesen Stellen nicht wirklich nachvollziehen.
Auch die Beziehung zwischen Harlow und Henry empfand ich überwiegend als sehr körperlich. Die körperliche Anziehung war definitiv vorhanden, aber der Aufbau einer emotionalen Bindung kam für mich viel zu kurz. Erst gegen Ende hatte ich das Gefühl, dass sich in dieser Hinsicht langsam etwas entwickelt. Dadurch hat mir leider genau die emotionale Tiefe gefehlt, die ich mir für die beiden gewünscht hätte.
Die eigentliche Handlung empfand ich als durchaus spannend. Die Geschichte hat interessante Ansätze und grundsätzlich einiges an Potenzial. Allerdings wurde die Handlung für mich immer wieder vom Spice überlagert. Außerdem hatte ich stellenweise das Gefühl, dass sich bestimmte Inhalte wiederholen und die Geschichte dadurch unnötig in die Länge gezogen wird. Meiner Meinung nach hätte man das Buch gut um etwa 30 % kürzen können, ohne dass dabei etwas Wesentliches verloren gegangen wäre.
Auch das Worldbuilding konnte mich leider nicht vollständig überzeugen. Es gab interessante Ideen, aber für mich blieb vieles eher oberflächlich und ich hätte mir an einigen Stellen mehr Ausarbeitung gewünscht.
Und dann wäre da noch der Bonus-Epilog, der für mich wirklich den Vogel abgeschossen hat. Den fand ich ehrlich gesagt eher makaber und hätte ihn nicht gebraucht.
Insgesamt bin ich deshalb ziemlich zwiegespalten. Ich mochte die Grundidee und fand es schön, endlich einmal eine erwachsene Protagonistin mit einer interessanten Hintergrundgeschichte und einem starken Willen zu haben. Auch die Handlung selbst hatte für mich durchaus spannende Elemente. Gleichzeitig wurde für mich aber viel Potenzial verschenkt, weil die emotionale Ebene der Charaktere und der Beziehung zu kurz kam und der sehr hohe Spice-Anteil die eigentliche Geschichte häufig überlagert hat.

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Rezensionen von ekiam:

Ein turbulenter Ausflug mit wichtigen Lektionen

Ups, viel los im Straßenverkehr von Katharina Spangler

Mit Ups, viel los im Straßenverkehr ist ein weiteres Buch aus der Ups-Reihe bei uns eingezogen. Simon und seine Eltern wollen eigentlich nur zu einer Hochzeit; doch auf dem Weg dorthin geht so ziemlich alles schief, was schiefgehen kann. Auto kaputt, Bus vor der Nase weggefahren, falsche Adresse im Navi und schließlich noch Stau.

Die dadurch entstehende Hektik und der Stress werden sehr gut vermittelt und waren für uns alle spürbar.

Besonders schön fand ich dabei, dass die Geschichte zwar vor allem Simons Perspektive zeigt, aber auch die Situation der Eltern verständlich dargestellt wird. Erwachsene kennen die Situation nur zu gut: Man muss dringend los, darf nicht zu spät kommen und irgendwie scheint alles schiefzugehen. Gleichzeitig erleben Kinder dieselbe Situation natürlich ganz anders und fühlen sich durch die Hektik schnell überfordert. Die Geschichte hilft hier dabei, die gegenseitige Wahrnehmung zu verstehen und führt insbesondere auch uns Eltern noch einmal vor Augen, wie wir in einer solchen Situation auf unsere Kinder achten können.

Neben der eigentlichen Geschichte werden ganz nebenbei wichtige Situationen im Straßenverkehr aufgegriffen. Kinder können so gemeinsam mit Simon überlegen, wie man sich an Ampeln, beim Überqueren einer Straße oder in unübersichtlichen Situationen richtig verhält.

Wie auch bei den anderen Büchern der UPS-Reihe gibt es zusätzlich Elterntipps und Gesprächsanregungen. Wirklich neu war für mich dabei wenig, aber die Seiten bieten eine gute Sammlung von Fragen und Anregungen, mit denen man das Thema nach dem Vorlesen noch einmal gemeinsam aufgreifen kann. Gerade für Eltern, die sich nicht sicher sind, wie sie bestimmte Alltagssituationen mit ihrem Kind besprechen können, finde ich das hilfreich.

Einen grundsätzlichen Kritikpunkt an der Reihe habe ich hier allerdings: Der Wechsel zwischen Vorlesekapiteln und Elterntipp-Seiten unterbricht den Lesefluss. Für Eltern ist diese Struktur praktisch, weil die Tipps schnell zu finden sind. Für Kinder wirkt es beim gemeinsamen Vorlesen allerdings so, als würden zwischendurch einfach einige Seiten übersprungen. Gerade jüngere Kinder können das noch nicht unbedingt einordnen. Hier würde ich persönlich das Vorleseerlebnis der Kinder höher gewichten und die Elterntipps lieber anders im Buch unterbringen.

Die Illustrationen gefallen mir wieder sehr gut. Sie sind liebevoll gestaltet und unterstützen den Text besonders dort, wo Verkehrszeichen, Karten oder Pläne erklärt werden. Gleichzeitig gibt es immer wieder kleine humorvolle Details zu entdecken. Auch die aus der Reihe bekannte Charakterkarte am Anfang ist wieder dabei und stellt Simon direkt vor.

Insgesamt ist Ups, viel los im Straßenverkehr eine gelungene Vorlesegeschichte, die Kindern wichtige Grundlagen für den Straßenverkehr vermittelt, ohne dabei wie ein trockenes Verkehrserziehungsbuch zu wirken. Die Struktur mit den Elterntipps könnte für das Vorlesen besser gelöst sein, ansonsten hatten wir aber viel Freude mit Simon und seiner ziemlich chaotischen Reise zur Hochzeit.

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Rezensionen von CanYouSeeMe:

zwei Welten

Die zweitgrößte Liebe von Ruth-Maria Thomas

In Die zweitgrößte Liebe erzählt Ruth Maria Thomas von Mishelle und Henry, zwei Menschen, die aus sehr unterschiedlichen familiären und gesellschaftlichen Welten kommen. Gerade diese Gegensätze machen ihre Beziehung schwierig: Beide bringen eigene Erfahrungen und Vorstellungen mit, die der jeweils andere nicht vollständig verstehen kann.

Besonders gefallen hat mir Thomas’ Sprache. Der Schreibstil ist direkt, klar und angenehm zu lesen, wirkt dabei aber trotzdem eindringlich. Dadurch entsteht eine große Nähe zu den Figuren und ihren Konflikten.

Spannend fand ich vor allem, wie Thomas das Aufeinandertreffen dieser beiden Welten beschreibt. Mishelle und Henry sind beide verschlossen und öffnen sich dem anderen nur schwer. Obwohl sie sich näherkommen, schaffen sie es deshalb nicht, einander wirklich zu verstehen. Aus ihrer unterschiedlichen Herkunft und ihrem fehlenden Austausch entstehen immer wieder Konflikte.

Für mich zeigt der Roman sehr eindrücklich, dass Liebe allein nicht genügt, wenn zwei Menschen in völlig unterschiedlichen Lebenswelten aufgewachsen sind. Die zweitgrößte Liebe ist deshalb weniger eine klassische Liebesgeschichte als eine Geschichte über Nähe, Distanz und die Schwierigkeit, einen anderen Menschen wirklich zu verstehen.

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Rezensionen von Joana:

Vom Worstdate zur Romcom mit echter Chemie

Worst Date Ever (Knisternde RomCom von der erfolgreichen Autorin Kasie West) von Kasie West

Nach dem ersten Date war ich mir wirklich nicht sicher, wie das Buch Oliver noch retten will. Mein erster Eindruck von ihm war ungefähr genauso schlecht wie Margots und ich dachte eigentlich nur: Okay, wie soll ich diesen Mann irgendwann mögen? Gleichzeitig war die Chemie zwischen den beiden aber von Anfang an da.

Und irgendwie schafft es die Geschichte tatsächlich, diesen ersten Eindruck glaubwürdig zu drehen.

Gerade die Entwicklung der beiden hat mir richtig gut gefallen. Oliver wird im Laufe der Geschichte sehr viel sympathischer, auch wenn ich ihn nicht als komplette Green Flag bezeichnen würde. Aber auch Margot entwickelt sich weiter und insgesamt konnte ich gut nachvollziehen, warum die beiden trotz dieses wirklich katastrophalen Starts zueinanderfinden.

Vor allem habe ich ihnen ihre Gefühle abgenommen. Das klingt bei einer Liebesgeschichte eigentlich selbstverständlich, ist es für mich aber überhaupt nicht. Ich finde es erstaunlich schwer, Chemie zwischen zwei Figuren so zu schreiben, dass ich wirklich denke: Ja, da verlieben sich gerade zwei Menschen ineinander. Hier funktioniert das richtig gut. Besonders ihre Wortwitze, Nachrichten und der ständige Schlagabtausch haben mich immer wieder zum Lachen gebracht. Die beiden haben einfach ihre ganz eigene Dynamik miteinander. Dazu passt auch der lockere Schreibstil, durch den sich die Geschichte sehr angenehm lesen lässt.

Auch die Konflikte fand ich nachvollziehbar. Es gibt tatsächlich Gründe, warum es zwischen den beiden schwierig wird, statt dass alles nur auf irgendeiner unnötigen Misskommunikation beruht. Gleichzeitig sind es Probleme, bei denen ich trotzdem glauben konnte, dass man sie überwinden kann.

Margot hätte ich zwischendurch allerdings am liebsten angeschrien, wenn sie mal wieder nicht unbedingt die beste Entscheidung trifft. Gerade bei der Arbeit konnte ich manche ihrer Entscheidungen nicht so ganz nachvollziehen und auch die Beziehung zu ihrem Chef fand ich teilweise ziemlich nervig. Manche Entwicklungen gehen mir außerdem etwas zu leicht. Aber hey, wir sind immer noch in einer RomCom.

Die Einblicke in die Buchbranche mochte ich dafür sehr und insgesamt hat sich die Geschichte für eine RomCom überraschend originell angefühlt. Gerade in einem Genre, in dem man irgendwann das Gefühl bekommt, viele Konstellationen schon einmal gelesen zu haben, hatte ich diese Geschichte so tatsächlich noch nicht.

Am Ende hat Worst Date Ever für mich einfach genau das gemacht, was ich mir von einer richtig guten RomCom wünsche. Ich habe gelacht, ich habe die Chemie gespürt, ich habe den beiden ihre Gefühle geglaubt und hatte richtig viel Spaß beim Lesen. Wer Lust auf eine süße, romantische Geschichte mit einer etwas anderen Ausgangsidee und richtig guten Schlagabtauschen hat, sollte sich das Buch definitiv anschauen.

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Rezensionen von _ich.lese_:

Schlimmstes Date

Worst Date Ever (Knisternde RomCom von der erfolgreichen Autorin Kasie West) von Kasie West

Margot ist Literaturagentin und ihr Traum ist, den nächsten RomanceBestseller zu entdecken und die Liebe. Die möchte sie aber offline finden, denn Oliver, den sie über eine App kennenlernte, bescherte ihr das Worst Date ever.


Ich kenne die Autorin noch aus meinen Jugendzeiten, habe aber lange nichts mehr von ihr gehört oder gelesen.

Dahee war ich sehr gespannt. Alleine schon das Cover ist für Bookies ein Blickfang.
Die Story war sehr unterhaltsam, sehr amüsant geschrieben, konnte mich aber auch berühren.
Margot und Oliver sind ein (Alp)Traumpaar mit so vielen Ecken und Kanten, aber sie sorgen für eine gut zu lesende RomCom, die mich so gut unterhalten hat. Kurzweilig und einfach so schön. Hat mir richtig gut gefallen und ich bekam Lust, Kasie wieder neu zu entdecken. Danke dafür, liebe Autorin, es machte einfach gute Laune.

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Rezensionen von gerlisch:

Die Anderen

Hof der Dornen, Band 1: The Rose Bargain von Sasha Peyton Smith

Die Geschichte entfaltet sich wie ein düsteres Märchen voller Macht, Magie und gefährlicher Verlockungen. Seit die grausame, unsterbliche Fae Moryen im Jahr 1471 den Rosenkrieg durch Magie beendet hat, herrscht sie als Königin über England und jedes Jahr gewährt sie jungen Debütantinnen den Rose Bargain, einen Handel, der ebenso verführerisch wie grausam sein kann.

Dieses Jahr jedoch verändert sich alles, Moryen ruft einen Wettbewerb aus, damit ihr Sohn eine Frau wählen kann. Sechs junge Frauen kommen in die engere Wahl, um die Aufmerksamkeit des Kronprinzen zu gewinnen – und müssen sich dafür grausamen Rätseln, gefährlichen Prüfungen und Intrigen stellen.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Yvi erzählt, die nicht nur um den Wettbewerb kämpft, sondern vor allem nach ihrer verschwundenen Schwester Lydia sucht. Ihr Charakter ist stark, warmherzig und klug, ich habe sie sofort ins Herz geschlossen.
Bram, der Kronprinz, ist einfach zum Dahinschmelzen, galant, liebenswert und überirdisch schön. Emmett dagegen wirkt mürrisch und abweisend, doch hinter seinen meterhohen Mauern steckt ein zutiefst verletzlicher Mann, den man nur noch mehr lieben möchte. Zwischen den dreien entwickelt sich eine emotionale Liebesgeschichte, die nicht nur romantisch, sondern auch berührend und komplex ist.
Der fantastische, fesselnde Schreibstil hat es mir leicht gemacht, komplett in die Welt einzutauchen. Jede Szene wirkt lebendig, atmosphärisch und voller Spannung.
Im Verlauf der Story erhalten auch die anderen fünf Mädchen eigene Kapitel. Dadurch bekommt man noch tiefere Einblicke in ihre Motive. Es entsteht ein Gefühl von Gemeinschaft, wachsenden Freundschaften, aber gleichzeitig auch Konkurrenzdenken
Wie gut, dass Teil 2 bald erscheint, denn ich MUSS wissen, wie es weitergeht.

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Rezensionen von begine:

Starke Frau

Die Flussfrau von Tanja Weber



Tanja Weber hat in ihrem Roman „Die Flussfrau“ Das Leben einer Frau gezeichnet.
Lis lebt in einer Bauernfamilie. Nach dem Krieg heiratet sie Horst, dessen Familie ein paar Schleppkähne betreibt.
Wir erfahren, wie sich die Schleppkähne weiter entwickeln.
Da die Arbeit nicht so viel abwirft, muss Lis die Arbeit eines Matrosen machen.

Die Fahrten durch Deutschland waren interessant dargestellt.
Nach Horsts Tod macht Lis das Schiffsführerpatent. Eigentlich haben Frauen es schwer das zu schaffen, aber Lis kämpft um ihr Recht.
Sie fährt mit Helfern nach Hamburg Bremen. Ihr Heimathafen liegt an der Aller, in der Nähe ihrer Familie.
Sie hat eine Freundin, mit der sie sich viel schreibt.
Tanja Weber versteht es gut das Schicksal Lis zu weben. Da lässt sie immer wieder krasse Zustände einzubringen.
Das Leben ist echt kein Zuckerschlecken.
Ich habe diesen Roman gerne gelesen.

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Rezensionen von Petra Sch.:

beklemmende Spannung

Totensee von Sophie Czerny

Wien, Dezember 2002: Die suspendierte Kommissarin Ada Sabel vom LKA Wien läuft am Zahnfleisch: vor einem halben Jahr wurde ihre 14jährige Tochter Mara entführt, doch niemand glaubt ihr die Entführung, da die beiden zuvor einen Streit hatten.
Bis eines Tages Anfang Dezember eine kopflose Leiche im Donaukanal auftaucht, die Adas Vornamen eingeritzt hat.

Somit ist Ada sofort klar, dass Maras Verschwinden etwas mit ihrer schlimmen Vergangenheit zu tun hat. Doch bis sie endlich die richtigen Fäden verknüpft, vergeht viel Zeit - und Maras Zeit läuft ab - denn am 11. Dezember erhält Ada das Ultimatum, Mara innerhalb von 3 Tagen zu finden, sonst stirbt ihre Tochter.

Die gesamte Stimmung ist sehr düster, denn Ada ist eine gebrochene Frau, die sich auch dementsprechend selbstzerstörerisch verhält. Sie gibt sich die Schuld an Maras Verschwinden. Je mehr sich aus ihrer Vergangenheit aufdeckt, desto besser kann man ihr Verhalten verstehen. Sie hatte es wirklich nicht leicht. Und was damals geschehen ist, ist einfach unfassbar und erschütternd. Somit kann man auch das Verhalten des Mörders nachvollziehen - denn die kopflose Leiche in Wien bleibt nicht die einzige.
Auch das Setting im kalten Dezember mit Eis und Schnee ist passend gut gewählt.

Es gibt sehr viele schnelle Sprünge zwischen verschiedenen Zeiten, Orten und Personen. Obwohl ich Perspektivwechsel gerne mag, weil sie das Geschehen vorantreiben, war das hier irgendwie zu viel, weil man auch zu Beginn überhaupt nicht wusste, worum es im Einzelnen geht bzw. wie alles zusammenhängt. Auch später habe ich mir damit teilweise noch schwer getan.
Der actionreiche Showdown war für meinen Geschmack dann fast zu schnell vorüber; aber die Auflösung war nachvollziehbar und wie gesagt, ich konnte das Verhalten des Täters durchaus verstehen.
Der Roman hinterlässt also nicht nur ein beklemmendes Gefühl ob der düsteren Atmosphäre, sondern hallt auch lange nach und lässt einen über viele erschütternde Dinge, die in den 80ern so passiert sind, nachdenken.

PS: Ich liebe "Hund"! Das Tier mit dem passenden Namen lockert die doch sehr brutale Geschichte stellenweise immer wieder auf - nicht nur für die Leser, sondern ist besonders für Ada eine große emotionale Stütze. Obwohl sie doch nie nie einen Hund haben wollte. Doch wie so oft im Leben kommt es anders, als man man sich so vorgestellt hat.


Fazit:
Ein beklemmender Thriller mit düsterer Atmosphäre und einer gebrochenen Protagonistin, die ihre Tochter sucht. Hallt nach und lässt einen über Vieles nachdenken.

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Rezensionen von Julie:

Einfühlsamer und gemütlichen Roman

Ms Atkins und die Bibliothek der Träume von Vanessa Göcking

Dieser Roman ist meiner Meinung nach der perfekte Start in den Herbst. Er ist so warm und einfühlsam, herzlich und einladend von Vanessa Göcking geschrieben, sodass ich ganz verzaubert davon bin. Ms Amanda Eleonore Atkins geht seit Jahren und Jahrzehnten freitags in die "Lady Ophelia Harringdale Library", um sich für das Wochenende mit neuem Lesestoff zu versorgen.

Plötzlich ist ihre liebste Bibliothekarin Mrs Hodgins nicht mehr da und wurde durch einen jungen Schüler namens Henry ersetzt. Zeitgleich wird ihr ein geheimer Raum in der Bibliothek gezeigt mit unbeschriebenen Büchern und einem Aufzug, der sie in verschiedene Traumreiche auf 333. Etagen bringen kann. Verwundert, aber neugierig probiert sie den Aufzug und die verschiedenen Traumtüren aus. Sie lernt Xiao Mei und Robert Joy kennen, welche ebenfalls Zugang zu diesem geheimen Ort innerhalb der Bücherei haben. Außerdem taucht sie tief ab in ihre Sehnsüchte, Ängste, Träume und Hoffnungen ihres gesamten Lebens. Ein wirklich außergewöhnlich schönes Buch, welches mit viel Liebe zum Detail ausgestattet wurde, sowohl auf dem Cover, der Rückseite, den einzelnen Seiten und der zauberhaften oberlay page im Inneren. Der Schreibstil ist klug, einladend, detailliert und bildgewaltig. Ich hatte viel Spaß beim Lesen der Geschichte und habe mit jeder Figur mitfühlen können. Ich vergebe von Herzen volle 5Sterne***** und bedanke mich dafür, dass ich vorab mitlesen durfte.

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