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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von lesen=liebe:

Für echte Quatschköpfe

Die drei ??? Kids, Bücherhelden 1. Klasse, Witze zum Lesenlernen von N. N.

Mit den drei ??? Kids und den Bücherhelden von KOSMOS ist Lesenlernen ein Kinderspiel. In diesem Buch präsentieren die drei Freunde ihre Lieblingswitze. Es gibt Quatschwitze, Tierwitze und Schulwitze. Zu jedem Witz gibt es eine passende Illustration. Manche Witze sind sogar in Form eines Comics dargestellt.

Meine Kinder haben sich riesig über das Buch gefreut. Einerseits mögen sie die ??? Kids, und andererseits stehen sie momentan sehr auf Witze. Mein jüngerer Sohn geht in die 1. Klasse und kann die Witze schon sehr gut lesen – auch dank der Silbenfärbung. Besonders die Sprechblasen werden gerne gelesen. Ich finde die Witze gut gewählt und größtenteils wirklich lustig. Für die Kinder sind sie teilweise schwer zu verstehen, was auch am noch mangelnden Leseverständnis liegt. Aber wenn man ihnen ein bisschen auf die Sprünge hilft, klappt das ganz gut. Zu manchen Witzen gibt es sogar Fragen, die auf die Pointe hinweisen. Hier wird nicht nur das Lesen, sondern auch das Um-die-Ecke-Denken gefördert.

Ein super Buch, das sich für zwischendurch als kleine Lesehäppchen eignet. Die drei ??? Kids muss man nicht unbedingt kennen, es wäre aber von Vorteil.

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Rezensionen von Claudia R.:

rätselhaft, spannend

Irida 2. Irida und das Rätsel der Ruine von Markus Heitz

Klappentext / Inhalt:

Mit exklusivem Farbschnitt in der Erstauflage!

Die große Befreiung

Irida und ihre Freunde, die Furchtlosen, wissen, dass ihre Heimat, das idyllische Hohenburg, in Gefahr ist. Ihre grausamen Gegner verfolgen den Plan, die Anderswelt zu erobern, mit allen Mitteln. Dafür wollen sie sich sogar mit einem uralten teuflischen Wesen verbünden - das Leben Hunderter Menschen steht auf dem Spiel! Gelingt es Irida, Cedric, Jinjin und Jeremy mit sagenhafter Hilfe die Katastrophe zu verhindern? Und gibt es in Norwegen endlich Antworten auf die Geheimnisse der Wechselbälger?

Markus Heitz gelingt eine rasante und spannungsgeladene Fortsetzung seiner Fantasygeschichte voller Magie, Freundschaft und gefährlicher Kreaturen.

Irida 2. Irida und das Rätsel der Ruine: Band 2 der packenden Kinderbuchreihe von Erfolgsautor Markus Heitz

Mythische Wesen und magische Kräfte: Ein spannendes Fantasy-Buch für Kinder ab 11 Jahren voller Sagengestalten, Magie und Geheimnissen.
Echte Freundschaft: Irida und ihre furchtlose Kinderbande versuchen, ihren Heimatort Hohenburg zu beschützen.
Magischer Realismus vom Feinsten: Die fantastische Kinderbuchreihe von Markus Heitz öffnet das Tor zu einer magischen Welt.
Ein sagenhaftes Abenteuer: Das Fantasy-Kinderbuch begeistert junge Leserinnen ab 11 Jahren, die Mythologie und Märchen lieben.
SPIEGEL-Bestsellerautor Markus Heitz ist einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Fantasy-Autoren. Seine Fantasy-Buchreihe „Die Zwerge“ hat sich millionenfach verkauft. Mit der Kinderbuchreihe „Irida“ entführt er junge Leserinnen ab 11 Jahren in eine Welt voller Magie, Geheimnisse und Abenteuer.

Cover:

Das Cover ist wundervoll und spannend umgesetzt. Eine faszinierende Atmosphäre wird hier bereits erzeugt. Auch ein Wiedererkennungseffekt zum Cover des ersten Bandes ist hier vorhanden. Optisch und auch farblich ist das Ganze sehr schön und spannend umgesetzt.

Meinung:

Ein fesselndes, rätselhaftes und spannendes Kinderbuch. Es handelt sich hierbei um den zweiten Band der Reihe, welcher nahtlos an den ersten band aufbaut und anknüpft. Daher ist ein lesen ohne den ersten Band zwar möglich, aber anfangs etwas schwerer, direkt hineinzukommen.

Inhaltlich möchte ich hier nicht allzu viel verraten und halte mich daher mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.

Der Schreibstil ist angenehm, locker, leicht und gut flüssig lesbar. Die Ereignisse bauen aufeinander auf und teils ist es recht gradlinig und dann wiederum überrascht es, besonders am Ende, mit so mancher nicht vorhersehbarer Wendung. Zu Beginn werden die Charaktere sehr gut vorgestellt. Dies fand ich sehr hilfreich und so bekam man einen ersten Einblick und so einige Informationen und dann war man auch schon mitten im Geschehen. Ohne den ersten Band war es dann anfangs nicht ganz leicht, aber doch war es zugleich sehr interessant und spannend und man fand sich mehr und mehr hinein.

Die Charaktere sind sehr vielschichtig und facettenreich angelegt und besonders Irida war mir schnell sehr sympathisch. Die Nebencharaktere bleiben hingegen teils recht blass und auch zwischendrin hätte man durchaus noch mehr Tiefe walten lassen können. Aber dies ist schon wirklich meckern auf hohen Niveau, denn von Storyline, Action und Spannung konnte es auf jeden Fall abholen und überzeugen. Um die Hintergründe noch mehr greifen zu können, werde ich dann wohl demnächst Band 1 noch nachlegen, denn die Spannung und Action hier aber die Neugier geweckt und einiges an Fragen bleibt und ich bin hier auf jeden Fall auf Zusammenhänge gespannt und werde diese Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen.

Die Anfänge sind gut erkennbar und herausgearbeitet. Die Kapitel selbst haben eine angenehme Länge und ermöglichen so einen guten Lesefluss. Die Überschriften sind passend gewählt, ohne dabei zuviel zu verraten. Gliederung und Gestaltung haben mir sehr gut gefallen.

Die Geschichte ist spannend und interessant umgesetzt. Ohne Vorkenntnisse bleibt für mich einiges offen und manches leider nicht ganz greifbar, ansonsten ist es aber eine fesselnde Story, die neugierig auf mehr macht. Die Idee dahinter ist toll umgesetzt und die Storyline an sich sehr schön und mitreißend gewählt.

Fazit:

Ein fesselndes, rätselhaftes und spannendes Kinderbuch.

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Rezensionen von cosmea:

Auf der Suche nach der eigenen Identität

Lola im Spiegel von Trent Dalton

Ein namenloses 17jähriges Mädchen lebt mit der Mutter in einem kaputten Van auf einem Schrottplatz in der Nähe des Brisbane River. Sie waren viele Jahre lang auf der Flucht, denn die Mutter hat vor langer Zeit etwas sehr Schlimmes getan und wird noch immer von der Polizei gesucht. Deshalb hat die Frau, die sich Erica Finlay nennt, dem Mädchen nie seinen Namen gesagt.

Sie will ihre Geschichte erst erzählen, wenn ihre Tochter 18 ist und niemand sie in eine Einrichtung sperren kann. Dann will sie sich auch der Polizei stellen. Ihren kargen Lebensunterhalt verdienen die beiden, indem sie für die grausame Flora Box genannt Lady Flo und ihren Sohn Brandon Drogen ausliefern. Keiner kommt aus diesem Milieu wieder heraus. Doch dann ertrinkt die Mutter, als sie ein Baby rettet, und die Tochter wird erst einmal keine Antworten auf ihre Fragen finden. Die talentierte Zeichnerin gibt jedoch nicht auf und verliert ihren Traum, eine berühmte Künstlerin zu werden, nicht aus den Augen. Immer wieder malt sie sich aus, wie am Ende ihres langen Lebens ein Kunstkenner im Metropolitan Museum Of Art in New York ihre Kunst lobt und ihre Lebensgeschichte erzählt. Doch noch ist es nicht so weit. Das Mädchen findet zwar Unterstützung und Hilfe und begegnet in dem jungen Danny Collins aus reichem Hause der Liebe ihres Lebens, gerät jedoch in lebensbedrohliche Situationen und gewalttätige Auseinandersetzungen, in denen auch Freunde und ein hilfsbereiter Polizist sterben.
Der Roman einer Identitätssuche hat mir – wie schon der Vorgänger “Der Junge, der das Universum verschlang“ – insgesamt gut gefallen, obwohl die Geschichte des Mädchens, das auf der Suche nach sich selbst immer wieder in Spiegelscherben schaut und Gespräche mit jemand namens Lola führt, trotz der dargestellten Grausamkeiten wenig realistisch ist und eher märchenhafte Züge trägt. Es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass jemand aus diesem Milieu am Rande der Gesellschaft den Aufstieg zur berühmten Künstlerin schafft. Dennoch hat mich die Darstellung, die nicht frei von Längen ist, immer wieder verzaubert. So überwiegt am Ende doch der positive Eindruck.

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Rezensionen von Claudia R.:

spannende Romantasy

Gaze of Iladri 1: Fall of the Fae Era von Katha Gansch

Klappentext / Inhalt:

*Eine Fae darf nicht lieben – erst recht nicht einen Menschen*
Ava ist die wertvollste Waffe der Krone. Die gefürchtete Gabe der seltenen Fae ist vom Königshaus begehrt. Doch Ava gelang die Flucht … zu einem hohen Preis: Sie musste nicht nur ihre Schwester, sondern auch Tarim zurücklassen – ihren Verbündeten und den Mann, den sie liebt, obwohl sie es nicht darf.

Als ein geheimnisvoller Hilferuf sie zurück in den Palast zwingt, wagt sie das Unmögliche: die Befreiung ihrer Schwester und den Sturz der Königin. Tarim schafft es sie in den Palast zu schleusen, wo jedes Bündnis trügerisch ist und Verrat hinter jedem Lächeln lauert. Gefangen in einem Netz aus Täuschung und Hass wird Ava selbst zur Spielfigur – und riskiert alles, was sie liebt.
Packend, düster und voller Leidenschaft. »Fall of the Fae Era« ist für Fans epischer Fantasy und starker Heldinnen.
//Dies ist der erste Band der fesselnden Fantasy-Dilogie »Gaze of Iladri«. Alle Romane der epischen Romantasy:
-- Band 1: Fall of the Fae Era
-- Band 2: Rise of the Dark Fae//

Cover:

DEas Cover finde ich einfach wunderschön und die Flügel sehr feingliedrig und genau gezeichnet und umgesetzt. Optisch und farblich finde ich das Cover toll erfasst.

Meinung:

Eine spannende und düstere Romantasy Geschichte mit tollen Wendungen und zugleich ein gelungner Auftakt, der Lust auf mehr macht. Dieser Auftakt der Dilogie lässt einige Fragen offen und bringt zugleich Spannung und fesselnde Elemente hinein. Schnell ist man im Geschehen und auch den Charakteren und der Atmosphäre sehr nah. Es wirkt lebendig und ist ereignisreich erzählt, ohne zu überladen oder zu viel zu sein. Es ist spannend und schnell erzählt und dabei dennoch nicht zu schlicht oder zu einfach, denn die Wendungen sind klasse platziert und nicht vorhersehbar und man wird schnell ans Geschehen gefesselt und möchte unbedingt mehr erfahren.

Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht zu viel erzuni halte mich mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.

Der Schreibstil ist angenehm und gut verständlich und lässt sich sehr gut und leicht lesen. Schnell kommt man in Charaktere und Ereignisse hinein. Die Charaktere sind facettenreich und vielschichtig und Ava konnte schnell mein Herz erobern. Auch die Atmosphäre und das Knistern kommt hier sehr nah und spürbar herüber und die Gefühle werden sehr gut erfasst und umgesetzt.

In die Charaktere findet man sich sehr gut hinein und die wechselnden Perspektiven bringen Spannung und Tempo hinein. Durch die recht kurzen Kapitel kommt weiterhin Spannung auf. Auch die Ich-Perspektive macht es spürbar und erlebbar. Die kleinen Verzierungen am Beginn sind sehr schön gewählt und die Anfänge sind zugleich auch gut erkennbar und gut gewählt. Gliederung und Gestaltung ist gut umgesetzt und im Gesamten ist es stimmig und rund gewählt.

Die Geschichte ist wendungsreich und lässt ein Igel Fragen offen, die so aber auch zugleich die Neugier auf mehr und somit den zweiten Band der Dilogie erwecken.

Die Geschichte und Storyline, sowie die Charaktere finde ich sehr gut ausgearbeitet. Die Atmosphäre und Stimmung wird sehr gut herübergebracht und die vielen Wendungen runden das Gesamte perfekt ab.

Fazit:

Eine spannende und düstere Romantasy Geschichte mit tollen Wendungen und zugleich ein gelungner Auftakt, der Lust auf mehr macht.

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Rezensionen von peedee:

Durchwachsener Einstieg

Morgensonnenglück von Petra Schier

Eine aussergewöhnliche Einladung – wohl eher eine Aufforderung – erreicht die Familienmitglieder von Milton Flower: Aufgrund seiner Krankheit will er gewisse Dinge bei der Flower-Ranch in Lissenborn regeln, aber das geht nur, wenn alle seinem Plan zustimmen. Die Tochter und Grosskinder haben alle völlig verschiedene Leben und es gibt viel Ungesagtes zwischen ihnen.

Holly, eines der Grosskinder, mittlerweile Ärztin, befürchtet, dass ihr Grossvater das Gut verkaufen möchte. Als sie nach Hause kommt, wartet eine Überraschung auf sie: Raik, ihre heimliche Jugendliebe, ist als Anwalt der Rechtsberater ihres Grossvaters. Unerwartet flammen ihre einst heimlichen Gefühle für ihn wieder auf…

Erster Eindruck: Ein ehrwürdiges Herrenhaus auf dem Cover – gefällt mir.

Der Einstieg fiel mir erstaunlich schwer, aber ich kann gar nicht benennen, woran es gelegen hat. Es gab viele Protagonisten (mit Blumennamen) und noch viel mehr Probleme. Überraschend war, dass tatsächlich alle Familienmitglieder „antrabten“ und dem Patriarchen Milton Folge leisteten. Und dies ist wohl auch gerade einer meiner Knackpunkte dieses Buches: Es gibt so viel Ungesagtes, jahrelange Funkstille zwischen Milton und Maria mit ihrer Tochter Violet. Die beiden haben, nachdem ihre Tochter mit 16 Jahren Mutter von Zwillingen geworden ist, die Fürsorge für Holly und Ivy übernommen, damit Violet ihre Schule fertig machen konnte. Wie es dann kam, dass Violet plötzlich in den USA landete und dort arbeitete, kann ich hier selbstverständlich nicht erörtern. Die Beziehung von Holly und Ivy zu ihrer Mutter ist quasi inexistent, wenn man von den obligaten Feiertagsgrüssen und Geschenken absieht. Bei dem jetzigen Treffen lernen sie ihre Halbschwester Lilly kennen.
Den Plan, den Milton über lange Zeit und mit grosser Akribie ausgearbeitet haben muss, ist sehr interessant. Seine Bedingung: Es müssen alle zustimmen. Wow, nur kein Druck, lieber Milton! Das ist wohl auch ein weiterer Knackpunkt für mich: Im wahren Leben würden doch niemals-nie-unter-keinen-Umständen alle auf Anhieb einem solchen Plan zustimmen.

Ich gehe stark davon aus, dass dies der Beginn einer Reihe ist, denn Material (und Probleme!) gibt es wahrlich genug. Für diesen (Reihen)Start vergebe ich 3 Sterne.

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Rezensionen von Tinimore:

Atmosphärische Spannung

Die weiße Nacht von Anne Stern

Im Bitterkalten Winter des Jahres 1946 finde die Fotografin Lou Faber eine tote Frau im Schnee und hält diese Szene mit ihrer Kamera fest. Der Kriminalkommissar Alfred König kommt in dem Fall nur schwer voran und ist bald auf die Hilfe von Lou angewiesen.

Anne Stern schafft es in dem 1. Teil der neuen Krimireihe die angespannte, bitterkalte Atmosphäre des 2.

Winters nach dem 2. Weltkrieg eindringlich darzustellen. Keiner traut seinem Nächsten – der Hunger und die Kälte sitzt tief. Die Spannung wird im ganzen Buch aufrechterhalten und auch wenn ich bald das Motiv des/der Mörder:in erraten hatte, tat dies der Spannung keinen Abbruch. Die beiden Hauptpersonen Lou und König sind mir ans Herz gewachsen und auch wenn der Kommissar schlecht gelaunt und eigen ist, überzeugte er mich mit seiner Einstellung gegenüber der „zweifelhaften Menschengruppe“, genannt Männer. Kurz vor dem Schluss hat mich die Geschichte zu tränen gerührt. Was für mich wirklich selten ist.

Ich freue mich schon auf den nächsten Band der neuen Krimireihe über Lou Faber und Alfred König.

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Britta Speer:

Ein Buch über den Krieg

Im ersten Licht von Norbert Gstrein

Wenn man sich auf das langsame Erzähltempo Gstreins einlässt, dann entfaltet sich auf leise und brillante Weise ein Bild des Ersten und Zweiten Weltkriegs mit all ihren Implikationen, menschlichen Verwicklungen und ethischen Folgen. Gstrein gelingt es, all das, was wir heute über diese historischen Ereignisse in den Geschichtsbüchern finden, in Literatur zu übersetzen.

Wir folgen seinem „merkwürdigen“ Protagonisten Adrian Reiter, der 1901 geboren ist und beide Kriege mit- und überlebt, v.a. weil sein Vater ihn als Jugendlichen absichtlich mit der Axt am Unterschenkel verletzt und somit untauglich gemacht hat. Er bleibt also verschont, aber nicht schuldlos. Adrian ist keine Figur, der man als Leser nahekommen kann, eher ein ‚Mann ohne Eigenschaften’, der diesem Rat folgt: Das Leben „kann Ihnen jederzeit in der Luft zerplatzen. Sie können morgen schon tot sein! Befreien Sie sich davon und suchen Sie sich irgendeines aus, das auf Sie wartet, und machen Sie es zu Ihrem.“ (99) Und so ist der Roman aufgebaut. Im ersten Teil ist Adrian tief beeindruckt von „Ernest Eller“, der als Invalide mit entstelltem Gesicht aus dem Ersten Weltkrieg zurückkehrt. Im zweiten Teil ist es sein Schüler Martin Baumgartner, der der nationalsozialistischen Ideologie verfällt und euphorisch in den Zweiten Weltkrieg zieht. Schließlich taucht er in die Erfahrungen des englischen Kriegsverweigerers Teddy Stephen ein (3.Teil). Adrian überlebt sie alle drei und hat „in beiden Kriegen … sonst nichts getan, was nur irgendjemandem geholfen hatte, am Leben zu bleiben“. (S.282) Diese Scham, diese seelische Invalidität prägt sein weiteres eigenes Leben, um das auch er durch diese Kriege gebracht worden ist. Am Ende des Romans wartet er vermeintlich auf einen jungen Autor, der seine Lebensgeschichte aufschreiben könnte. Aber selbst die Möglichkeit, auf diese Art zumindest an die Kriegsschicksale zu erinnern und sie vor dem Vergessen zu retten, bleibt ihm verwehrt. Die jüngere Generation ist schlichtweg nicht interessiert. Für uns hat Gott sei Dank Norbert Gstrein diese Aufgabe übernommen. Dieser Roman gehört auf jede Leseliste – gerade jetzt!

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Rezensionen von Manfred Fischer, Journalist u. Historiker:

Geschichte Afrikas und seiner Kulturen neu erzählt

Black History von Amat Levin

In seinem mittlerweile in der zweiten Auflage erschienen Buch „Black History. Die vergessene Geschichte Afrikas. Von den Schwarzen Pharaonen bis heute.“ erzählt der schwedisch-gambische Journalist Amat Levin die Geschichte Afrikas und seiner Kulturen auf fesselnde Weise.
Europäische Historiker waren lange auf schriftliche Geschichtsquellen fixiert.

Viele afrikanische Kulturen hatten aber vor der Kolonialzeit keine Schriftsprache, sondern eine Erzähltradition mit der sie Geschichten und Geschichte von Generation zu Generation weitergaben. Wenn diese Kulturen untergingen, konnten ihre Spuren nur mehr archäologisch verfolgt werden.
Wie wertvoll diese „erzählte Geschichte“ sein kann, wurde westlichen Historikern, erst durch die „oral history“ im 20. Jhdt vor Augen geführt. Die Methode der „oral history“ war es zum Erkenntnisgewinn Zeitzeugen zu interviewen und daraus Schlüsse zu ziehen.
Gerade als Journalist hat Amat Levin einen besonderen Bezug zu erzählten Geschichten und erzählter Geschichte. Er folgt den Spuren untergegangener Kulturen und vergessener Ereignisse teils über Afrika hinaus. So ist sein Buch ein außergewöhnliches Mosaik aus Geschichten, die teilweise miteinander vernetzt sind, staunen lassen und zum Weiterlesen verführen.
Er erzählt von vergessenen Kulturen, den Hochkulturen in Nubien, Aksum oder Südafrika, in Äthiopien, Mali oder Groß-Simbabwe über die Epoche der Unterwerfung und Versklavung bis hin zum Freiheitskampf in der Karibik.
Das Buch ist lesenswert und vielfältig in den angesprochenen Themen. (fish)

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Rezensionen von booklover00:

Ein echter Ohrwurm

Nein ist Nein! Das gilt für Groß und Klein von Sonja Blattmann; Karin Derks

Das Buch zum Kinderschutzrap kommt bei uns super an! Wir lieben es, gemeinsam darin zu blättern und das Gesungene zu tanzen. Das Pappbilderbuch hat stabile Seiten und ist kunterbunt und kindgerecht gestaltet, somit super ansprechend für die Kleinen. Besonders positiv finde ich, dass die Seiten nicht überladen sind.

Die Illustrationen sind sehr niedlich und kommen gut an. Es werden insgesamt fünf verschiedene Schutzbotschaften vermittelt.
Mittels einfacher Reime bleibt das Gelesene und Gesungene dann auch definitiv bei den Kleinsten im Gedächtnis. Auf der letzten Doppelseite werden die Bewegungen nochmal zusammengefasst. Über den QR-Code gelangt man zum Lied und haben dann so mitgemacht. Es hat uns viel Freude bereitet und noch dazu wurden wertvolle Botschaften vermittelt. Das Buch ist ein echter Mehrwert für Groß und Klein

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Rezensionen von Shilo:

Wenn Wegsehen normal wird

Hazel sagt Nein von Jessica Berger Gross

Was zunächst wie eine ruhige Familiengeschichte beginnt, kippt schneller als erwartet. Hinter der Fassade einer kleinen Stadt liegen feste Machtverhältnisse und ein Schweigen, das seit Jahren besteht. Hazel gerät in ein System, das Zustimmung voraussetzt und Ablehnung nicht duldet. Ihr Nein setzt eine Entwicklung in Gang, die niemand mehr kontrollieren kann.

Riverburg erscheint geordnet und vertraut. Schule, Nachbarschaft und Alltag folgen festen Abläufen. Doch bald wird deutlich, dass diese Ordnung auf Verdrängen beruht. Besonders schwer wiegt, wie selbstverständlich das Wegsehen geworden ist. Vieles ist bekannt, doch kaum jemand handelt. Dieses Schweigen zieht sich wie ein roter Faden durch den gesamten Roman.
Hazel wird nicht idealisiert. Ihre Reaktion ist spontan und von Unsicherheit begleitet. Angst, Überforderung und Wut stehen nebeneinander. Das Nein ist kein Zeichen von Stärke im klassischen Sinn, sondern eine klare Grenze. Die Folgen treffen nicht nur sie, sondern auch ihre Familie, die zwischen Schutz, Zweifel und Anpassung steht.
Auch die Erwachsenen bleiben widersprüchlich. Eltern, Lehrkräfte und Verantwortliche wirken zögerlich oder ausweichend. Gespräche verlaufen vorsichtig, Verantwortung wird weitergereicht. Der Roman zeigt, wie leicht Unrecht bestehen bleibt, wenn niemand bereit ist, offen hinzusehen.
Der Stil ist ruhig und zurückhaltend. Auf Zuspitzung wird verzichtet. Stattdessen entfaltet sich die Geschichte über Beobachtungen und Gespräche. An einigen Stellen hätte das Tempo straffer sein dürfen, was den Lesefluss kurz bremst. Die Wirkung des Themas bleibt jedoch erhalten und klingt nach.
Das Buch bleibt ernst und fordert Aufmerksamkeit. Nicht alles ist gleich stark erzählt, manches wirkt bewusst ausgedehnt. Trotzdem hinterlässt die Geschichte einen bleibenden Eindruck, weil sie nah an den Figuren bleibt und schwierige Themen ohne Sensationslust behandelt. 4 Sterne für einen Roman, der unbequem ist und gerade dadurch Wirkung entfaltet.

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