Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Francesca :
Zwischen Inselträumen und Schicksalsschlägen: Eine Reise durch Herz und Zeit
Wie eine Perle im Ozean von Christina Rey
Malediven, 16. Jahrhundert:
Buraki steht kurz davor, die Nachfolge ihres Vaters auf dem Thron anzutreten. Mit ihrem scharfen Verstand und einem ausgeprägten Talent für Politik beeindruckt sie sowohl ihre Berater als auch das Volk durch ihre meisterhafte Schwertkunst. Sie hat aus Liebe bereits einen zukünftigen Ehemann gewählt, doch schon bald muss sie erkennen, dass Vertrauen eine wertvolle Gabe ist, die nicht jeder verdient.
Shaina, Tochter des königlichen Waffenmeisters, wuchs mit Buraki im Palast auf. In der Liebe zu einem Portugiesen findet sie Trost, doch ihre Heilkünste machen sie zur Zielscheibe für Hexenverfolgung, und ihr Leben gerät in Gefahr.
Dieses Buch hat mich ganze drei Wochen lang begleitet – und das mit seinen 488 Seiten! Es fühlte sich aber nie an, als wäre es zu lang, denn die Autorin hat viele wunderbare, aber auch traurige Momente in der Geschichte geschaffen, die Raum zur Entwicklung bieten und die Handlung auf eine sanfte, entspannte Weise vorantreiben.
Von Anfang an nahm mich das Buch mit auf eine Reise, die ich so zuvor noch nie erlebt habe. Die Geschichte, die auf traumhaften Inseln in der Nähe der Hauptstadt Mahal spielt, hat mich tief verzaubert. Ich habe bisher kaum Romane aus dieser Ecke der Welt gelesen, geschweige denn solche, die mich so sehr in eine andere Zeit und an einen anderen Ort entführt haben.
Der Schreibstil
Besonders beeindruckt hat mich der Schreibstil der Autorin: Er ist flüssig und angenehm zu lesen. Die eingestreuten Bezeichnungen in den verschiedenen Sprachen, die auf den Inseln gesprochen werden, haben der Geschichte zusätzliches Leben eingehaucht. Es fühlte sich einfach echter an, als würde man selbst Teil dieser Welt sein. Durch die detailreichen Beschreibungen konnte ich mir die Schauplätze und Charaktere sehr gut vorstellen. Insbesondere die Kleidung und die Räume im 16. Jahrhundert wurden so genau geschildert, dass ich förmlich die Stoffe spüren und die Räume vor mir sehen konnte.
Die Handlung
Die Geschichte umfasst viele verschiedene Themen, die für manche Leser vielleicht triggernd sein könnten, darunter Gewalt, sexueller Missbrauch und eine teils derbe Wortwahl.
Das Sultanat und die Regierung spielen eine Zentrale Rolle aber gleichzeitig werden aber auch tiefgründige Themen wie Freundschaft, Liebe, Machtmissbrauch, Selbstbestimmung und Religion behandelt. Besonders die Rolle der Frau in der damaligen Zeit wird intensiv beleuchtet, was in mir, als Feministin, starke Gefühle geweckt hat.
Zu Beginn des Buches fühlte ich mich etwas überfordert, da viele Protagonisten mit Namen und Verwandtschaftsbeziehungen, auf einmal eingeführt werden. Doch das gibt sich recht schnell. Im Laufe der Handlung reduziert sich die Anzahl der Protagonisten, auf die der Fokus gelegt wird, und man findet sich leichter in der Geschichte zurecht. Die Charaktere sind vielschichtig und wirken realistisch – niemand ist perfekt. Gerade die beiden Hauptfiguren, Shaina und Buraki, stechen dadurch hervor, dass sie Ecken und Kanten haben, was sie menschlicher und greifbarer macht. Die Emotionen in diesem Buch waren ein ständiges Auf und Ab. Es gab Momente, in denen ich Wut und Hass empfand, weil bestimmte Figuren Handlungen vollführten, die mich aufbrachten. Aber das ist auch das Schöne an der Geschichte: Sie bewegt den Leser ständig zwischen positiven und negativen Gefühlen hin und her.
Fazit
Das Buch ist nicht von extremer Spannung geprägt, aber man bleibt dennoch dran, weil man wissen möchte, wie es weitergeht, wie die Charaktere sich entwickeln und welche Entscheidungen sie treffen. Besonders gegen Ende gibt es ein paar emotionale Wendungen, die mich überrascht und tief berührt haben.
Ich würde dieses Buch jedem empfehlen, der es genießt, in eine detaillierte Welt voller Entscheidungen, historischen Einflüssen und zwischenmenschlichen Beziehungen einzutauchen. Es ist eine eher ruhige, aber sehr reiche Leseerfahrung, die Zeit und Muße erfordert, aber belohnt wird man mit einer vielfältigen und lebendigen Geschichte.
Rezensionen von Francesca :
Wenn die Fantasy überzeugt, die Liebe aber stolpert
The Ordeals von Rachel Greenlaw
The Ordeals von Rachel Gleenlaw hat mir insgesamt sehr viel Spaß gemacht und war für mich auch das erste Buch dieser Art mit tödlichen Spielen bzw. Prüfungen. Genau dieses Element hat mich sofort angesprochen. Die Geschichte punktet mit originellen Themen, kreativen Fantasy-Elementen und einem sehr packenden Einstieg, der mich von Anfang an in seinen Bann gezogen hat.
Erzählstil & Perspektive
Das Buch ist klar und übersichtlich strukturiert. Zu Beginn bekommen wir einen gelungenen Einstieg in die Handlung. Erzählt wird die Geschichte ausschließlich aus der Ich-Perspektive von Sophia. Dadurch ist man sehr nah an der Protagonistin und kann ihre Gedanken und Gefühle gut nachvollziehen. An manchen Stellen wirkte diese Perspektive jedoch etwas einseitig, da mir gelegentlich andere Blickwinkel oder zusätzliche Informationen gefehlt haben. Das ist jedoch nicht ausschließlich dem Erzählstil geschuldet.
Schreibstil & Atmosphäre
Der Schreibstil ist insgesamt sehr treibend, atmosphärisch und sorgt dafür, dass man schnell durch die Seiten fliegt. Nur in wenigen Szenen fiel es mir etwas schwer, mir alles bildlich vorzustellen, was jedoch meinen Lesefluss kaum gestört hat. Besonders positiv fand ich die Kapitelüberschriften, da sie die Stimmung gut einfangen haben
Welt & Setting
Die Welt wirkt auf den ersten Blick modern, Autos werden zumindest einmal erwähnt, rückt jedoch nicht stark in den Vordergrund. Dadurch bleibt viel Raum für die eigentliche Handlung und das Magiesystem. Man kann sich eine eher moderne, aber nicht zu dominante Umgebung vorstellen, die vor allem als Bühne für die Fantasy-Elemente dient.
Magiesystem & Akademie
Ein großer Pluspunkt des Buches ist das Magiesystem. Es gibt Illusionisten, Botaniker, Alchemisten sowie Gestaltwandler, die sogenannten Maskierer. Obwohl einige dieser Magiearten zunächst vertraut erscheinen, ist ihre konkrete Ausgestaltung kreativ und interessant umgesetzt. Besonders die Akademie, an der diese Wirkmagie gelehrt wird, spielt eine zentrale Rolle und trägt stark zur Atmosphäre der Geschichte bei.
Die Ordeals: Prüfungen, Spannung & Mystery
Im Mittelpunkt der Handlung stehen die sogenannten Ordeals, tödliche Prüfungen, die Sophia bestehen muss, um eine vollwertige Studentin der Akademie zu werden. Dieses Setting sorgt für eine konstant hohe Spannung. Man bangt mit der Protagonistin und weiß nie, was als Nächstes passieren könnte. Zusätzlich gibt es mehrere Morde, deren Hintergründe lange im Dunkeln bleiben, was der Geschichte eine starke mysteriöse Komponente verleiht.
Nebencharaktere, Dynamik
Die Nebencharaktere haben mir insgesamt sehr gut gefallen. Sie sind abwechslungsreich gestaltet, nicht eintönig und besitzen klare Charakterzüge. Besonders die Dynamik zwischen Sophia und den anderen Figuren, vor allem innerhalb der Ordeals; hat mir viel Spaß gemacht und zur Spannung sowie zur emotionalen Tiefe der Geschichte beigetragen.
Auch die Dynamik zwischen den beiden zentralen Protagonisten hat mir zu Beginn sehr gut gefallen. Durch die Umstände der Ordeals kommen sie sich gezwungenermaßen näher, was zu vielen humorvollen, neckerischen Momenten führt. Dieses spielerische, leicht sarkastische und zugleich respektvolle Miteinander hat für mich sehr gut funktioniert und war einer der Aspekte, die ich besonders gern gelesen habe. In dieser Phase wirkten sie eher wie Freunde oder Verbündete, die sich langsam annähern und genau das hatte für mich großes Potenzial. Leider konnte mich die spätere Entwicklung nicht überzeugen, obwohl die Dynamik zwischen den beiden grundsätzlich stimmig war, wirkte der Übergang von dieser freundschaftlich-neckischen Beziehung hin zu romantischen Gefühlen für mich zu abrupt und nicht ausreichend aufgebaut. Gerade weil die Fantasy-Elemente so stark sind, hätten die wenigen Spice Szenen oder auch generelle Liebesbekundungen für mich auch komplett entfallen können, ohne der Geschichte zu schaden, im Gegenteil, der Fokus auf die Ordeals wäre dadurch sogar noch klarer gewesen. Gerade weil die anfängliche Dynamik so gelungen war, hätte man hier deutlich mehr herausholen können, etwa durch eine langsamere Entwicklung oder eine stärkere Verschiebung dieses Elements in den zweiten Band.
Ende & Fazit
Das Ende ist intensiv, spannend und lässt viele Fragen offen. Genau das macht neugierig auf die Fortsetzung. Neben der weiteren Entwicklung des Magiesystems und der Handlung verspricht auch die übergeordnete Geschichte großes Potenzial für Band zwei.
The Ordeals ist ein spannender und origineller Fantasyroman mit einem starken Magiesystem, einer interessanten Protagonistin und einer fesselnden Grundidee. Trotz Schwächen im Romance-Bereich konnte mich das Buch insgesamt überzeugen.
Rezensionen von nessabo:
Ein ruhiger Roman, der mich emotional leider gar nicht erreichen konnte
Lass uns noch bleiben von Saskia Luka
Ich halte viel auf das Verlagsprogramm des Kein & Aber Verlags, doch dieser Roman konnte mich trotz seines vielversprechenden Covers leider nicht erreichen. Der Klappentext hat mich eine Geschichte erwarten lassen, in der es viel um zwischenmenschliche Beziehungen geht. Doch genau an dem Punkt mangelte es für mich an so einigem.
Die queere Identität der Protagonistin, die gleichzeitig überhaupt nicht gesondert thematisiert wird, ist mir positiv aufgefallen. Ebenso hat Saskia Luka nicht nur mit Alex, sondern auch mit Henning, dem Antiquar neben Annas Pflanzenladen, wirklich liebenswerte Figuren geschrieben. Ich mochte ihre Sanftheit wirklich gern und auch die zugrundeliegende Ruhe der Geschichte hätte eine tolle Grundlage sein können.
Doch für mich ist es ganz klar an den Dialogen und Interaktionen der Figuren gescheitert. Die Gespräche kamen mir eindeutig zu oft vor wie separat geführte Monologe, auf eine Aussage der einen Person folgte nicht selten ein völlig davon losgelöster Satz der anderen Figur. So etwas macht mich beim Lesen leider regelrecht sauer, weil ich es einfach nicht verstehe. Für mich geht das komplette Miteinander damit verloren.
Auch allgemein war die Sprache nicht meins. Stellenweise zu poetisch, dann wieder zu flüchtig - ich kam einfach gar nicht rein ins Buch. Und damit konnte ich weder eine konsistente Handlung finden noch einen echten Entwicklungsprozess auf Seiten der Protagonistin. Meine Erwartungen wurden hier also leider enttäuscht, der Roman konnte mich emotional dafür viel zu wenig erreichen.
Rezensionen von Furbaby_Mom:
Mega kreatives Setting!
Illusion - A Lie Worth Believing von Janine Ukena
"Das ist meine Chance. Wer bekommt schon die Gelegenheit, seine Träume zu leben und dafür auch noch so gut bezahlt zu werden, dass man mehr hat, als man je brauchte? Es klingt zu gut, um wahr zu sein. Und alles, was zu gut klingt, hat meistens einen Haken."
Schon beim Lesen des Klappentextes, der so unheimlich catchy klingt, fühlte ich mich sofort an den Film "Die Unfassbaren - Now You See Me" erinnert, und genau dieses Gefühl hat mich auch durch große Teile der Geschichte begleitet.
Eine Zauber- und Illusionsshow in Las Vegas als Setting für einen New-Adult-Suspense-Roman? Ich feiere diese kreative Grundidee total, denn sie hebt sich inhaltlich wirklich komplett von der Masse der üblichen New-Adult-Romane ab - sehr erfrischend!
Mein größtes Highlight: Das Setting. Vegas-Vibes pur! Flirrend, laut, schillernd, voller Neonlichter, Versprechen, Intrigen und dunkler Schatten.
"Der Himmel färbt sich dunkelblau, gespickt mit den ersten Sternen, die gegen die Leuchtreklamen ankämpfen. Es ist früher Abend, aber Vegas kennt kein Dämmerlicht.
Hier ist alles sofort Nacht oder sofort Tag."
Die gesamte Show-Welt rund um "Illusion" ist extrem atmosphärisch, perfekt durchdacht. Besonders die technischen Details zur Magie und zu den Illusionen fand ich faszinierend, man merkt einfach, wie viel Arbeit und Recherche hier hineingeflossen sind.
Auch die Wortkunst der Autorin hat mich immer wieder begeistert. Janine Ukena schafft es, diese ganz besondere Stimmung von Las Vegas sprachlich unglaublich schön einzufangen, richtig poetisch. Einige Textstellen habe ich mir direkt markiert, weil sie so einnehmend waren und dieses Gefühl von Glanz, Täuschung und innerer Zerrissenheit perfekt transportiert haben.
"Draußen hat sich Las Vegas in eine andere Welt verwandelt. Die grellen Neonfarben, die tagsüber zu flüstern schienen, wirken jetzt ohrenbetäubend laut. In jedem Licht steckt ein Versprechen, in jedem Schatten eine Lüge, die schön genug ist, dass man ihr trotzdem glauben will. Die Stadt schreit - auf Leuchtreklamen, auf grellen Bildschirmen, in flackernden Hologrammen. Ich starre aus dem Fenster, als könnte ich in diesem Leuchten etwas finden, wodurch ich mich weniger fremd fühle."
Erzählt wird die Geschichte hauptsächlich aus zwei Perspektiven: Stella und Levin. (Eine Ausnahme gibt's am Schluss, auf die ich aus Gründen der Spoilervermeidung hier nicht weiter eingehe.)
"Freundschaft fühlt sich für mich an wie ein Kleid, das ich nie ganz ausfülle. Zu viele Städte, zu viele Abschiede, zu viele leere Versprechen, dass man in Kontakt bleibt. Es ist nicht so, dass ich nichts über mein Leben teilen will ... es ist nur schwierig, Dinge festzuhalten, wenn man sein ganzes Leben darauf trainiert wurde, loszulassen."
Stella war mir von Anfang an sehr sympathisch, nahbar und authentisch, vor allem mit ihren Selbstzweifeln und dem Gefühl, nicht wirklich dazuzugehören. Levin hingegen ist deutlich mysteriöser gezeichnet worden, moralisch grau, charismatisch und gleichzeitig mit Vorsicht zu genießen … und genau das macht ihn als Figur eigentlich ziemlich spannend. Stück für Stück erfahren wir mehr über seine Beweggründe, während sich parallel auch immer neue Fragen auftun.
Der Suspense-Faktor ist definitiv hoch, ich bin nur so durch die Seiten geflogen, weil ich unbedingt wissen wollte, was hinter all den Geheimnissen steckt. Es gibt mehrere Twists, die mich wirklich überrascht haben, und auch das große Gesamtbild rund um die Show und die Vergangenheit der Figuren ist enorm spannend konstruiert worden. Der Cliffhanger am Ende ist wirklich gemein. … aber genau so, dass man Band zwei sofort lesen möchte.
Was für mich etwas hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben ist, war der Romance-Anteil. Obwohl ich beide Hauptfiguren mochte, konnte mich ihre Liebesgeschichte emotional nicht ganz so packen, wie ich es mir erhofft hatte. Die Romantik lief für mich trotz Instant Attraction rundum nebenbei und blieb stellenweise etwas blass. (Weil einfach alles andere so viel spannender war!) Auch die Nebenfiguren aus der Magiertruppe fand ich total interessant, aber sie standen insgesamt nicht so präsent im Vordergrund, wie ich es mir gewünscht hätte. To be fair: Rückblickend fühlte sich dieser Auftakt wie ein großes Kennenlernen an - aktuell/nach der Lektüre ist man noch am Rätseln - und dann, boom! … wird es in Band 2 so richtig zur Sache gehen, das ist meine Vermutung.
Für mich überwiegt ganz klar das Positive: Das Setting ist eine absolute Wucht, die Grundidee grandios, die Atmosphäre einzigartig und der Suspense-Part ungemein fesselnd.
Fazit:
Ein gelungener, ungewöhnlicher New-Adult-Suspense-Roman mit riesigem Potential - ich bin mega gespannt, wie all die offenen Fragen im zweiten Band aufgelöst werden. Zum Glück müssen wir nicht allzu lange warten, "Illusion – A Truth Worth Doubting" erscheint bereits im Mai 2026!
Rezensionen von Pusteblümchen:
Verrückt!
Die Enthusiasten von Markus Orths
Das ist eines der Bücher, die man entweder liebt oder mit denen man so rein gar nichts anfangen kann. Wie man an meiner Sternebewertung sieht, ich habe es geliebt. Zugegebenermaßen habe ich einige Zeit gebraucht, um mich darauf einzulassen, da mir zunächst nicht klar war, worauf die Handlung hinauslaufen würde.
Thematisch ist das Buch eigentlich etwas für jeden Buchliebhaber. Es geht nämlich um eine fünfköpfige buchaffine Familie, drei Geschwister und ihre Eltern. Neben ihnen tauchen noch weitere merkwürdige Gestalten auf. Einige fand ich nicht wesentlich für die Handlung, unterhaltsam waren sie dennoch.
Irgendwie ist die Handlung ziemlich schräg, die Geschwister haben vollkommen unterschiedliche Lebenswege eingeschlagen und interessieren sich alle drei gleichermaßen wenig für gesellschaftliche Konventionen.
Es ist aber nicht allein die Handlung, die mich hier am Lesen gehalten hat. Viel mehr war es der frische Schreibstil und die Sprachakrobatik des Autors, an der ich meinen Spaß hatte.
Ich denke nicht, dass dieses Buch von einer breiten Masse gelesen wird, da es einfach außergewöhnlich ist, aber ich fand es außergewöhnlich gut.
Rezensionen von LeserinLu :
Interessante Antiheldin
Gelbe Monster von Clara Leinemann
Clara Leinemanns Roman „Gelbe Monster“ ist ein interessantes und kurzweiliges Debüt, das mir wegen seiner flüssigen, stringenten Erzählweise und dem ungewöhnlichen Thema gefallen hat. Im Mittelpunkt steht Charlie, die ihrer Freundin Ella zuliebe an einem Antiaggressionstraining für Frauen teilnimmt, obwohl sie sich selbst keiner Schuld bewusst ist.
In Rückblicken erfährt man dann, wie nach und nach die Dynamik zwischen Charlie und ihrem Ex-Freund Valentin eskaliert ist und wie Charlie gewalttätig wird, wie besessen Charlie von Valentin ist und wie sehr sie in einer Traumwelt lebt, neben der die Realität enttäuschend sein muss. Als Leserin pendelt man dabei gedanklich zwischen Charlie und Valentin hin und her, weil man versucht, ihre jeweiligen Motive zu durchschauen. Da alles aus Charlies Perspektive erzählt wird, hat man jedoch nur unzuverlässige Informationen. Dennoch hätte ich mir stellenweise noch mehr Hintergrundinformationen zu Charlie und insbesondere zu Valentin gewünscht, um ihre Gründe, warum beide so lange an der Beziehung festhalten, zu erfahren.
Insgesamt ist „Gelbe Monster“ trotz des ernsten Themas ein unterhaltsamer Roman mit interessantem Thema, der für mich jedoch noch etwas mehr Tiefe hätte haben dürfen.
Rezensionen von Francesca :
Drei Sterne für den Weg – fünf für das Ende
Nightweaver von R. M. Gray
Der Einstieg in Nightweaver fiel mir leider recht schwer. Man wird ohne große Vorbereitung direkt in die Handlung hineingeworfen: viel Action, viele Informationen und extrem viele Namen. Gerade zu Beginn passiert sehr viel auf einmal, was es mir erschwert hat, emotional in der Geschichte anzukommen.
Das dichte Worldbuilding und erste politische sowie monarchische Strukturen werden sehr früh eingeführt, ohne dass man genügend Zeit bekommt, sie einzuordnen.
Perspektive & Protagonistin
Die Geschichte wird ausschließlich aus der Ich-Perspektive von Aster erzählt. Sie ist 17 Jahre alt und Piratin, die den Großteil ihres Lebens auf einem Schiff verbracht hat, da Menschen von den Nightweavern vom Land verdrängt und gejagt werden.
Als Figur konnte mich Aster leider nur bedingt überzeugen. Obwohl es einzelne starke Szenen gab, blieb sie für mich emotional oft unglaubwürdig. Besonders auffällig war, dass sie ihre Identität als Piratin sehr häufig wiederholt, was mit der Zeit eher ermüdend als charakterstärkend wirkte.
Schreibstil
Der Schreibstil ist sehr intensiv, stark auf innere Zerrissenheit und Emotionen fokussiert und arbeitet viel mit Umschreibungen. In actionreichen oder dramatischen Szenen hat das gut funktioniert, in ruhigeren Passagen empfand ich ihn jedoch als zu ausschweifend. Vor allem im Mittelteil verstärkte das die ohnehin vorhandenen Längen.
Brutalität und düstere Atmosphäre der Welt
Die Welt von Nightweaver ist insgesamt sehr brutal und gnadenlos angelegt ist. Gewalt, Tod und Leid sind allgegenwärtig und werden teilweise äußerst intensiv und detailliert beschrieben. Es geht dabei häufig um Blut, verstümmelte oder tote Körper und sehr grausam wirkende Szenen. Für mich persönlich war diese Brutalität jedoch stimmig, da sie gut zu der düsteren, unterdrückenden Welt passte und das Ausmaß der Grausamkeit dieser Gesellschaft deutlich gemacht hat Diese Darstellungen sind nicht nur angedeutet, sondern werden explizit geschildert, was für empfindliche Leserinnen und Leser definitiv eine Triggerwarnung wert ist. Meine Empfehlung wäre ab 16 Jahren.
Worldbuilding & Magiesystem
Das Worldbuilding bietet viele interessante Ansätze, ließ für mich aber auch viele Fragen offen. Die Nightweaver sind eine vampirähnliche Spezies, funktionieren jedoch anders als klassische Vampire.Ihre Macht stammt aus einer besonderen Essenz, die unter anderem aus dem Blut von Menschen und einer speziellen Blume gewonnen wird. Spannend fand ich zudem das Elementarmagiesystem: Jeder Nightweaver beherrscht ein eigenes Element mit individueller Bezeichnung.
Zusätzlich kommt ein sehr dichtes Worldbuilding hinzu. Politische und monarchische Strukturen werden früh angerissen, Zusammenhänge schnell erklärt, ohne dass man Zeit bekommt, sie wirklich zu verarbeiten. Dadurch fiel es mir schwer, emotional in die Geschichte hineinzufinden oder eine Bindung zu den Figuren aufzubauen. Positiv hervorzuheben ist aber eine Szene, in der Aster in ihrem inneren Monolog drei verschiedene Kreaturenarten noch einmal bewusst durchgeht und ihre Eigenschaften zusammenfasst. Diese Wiederholung war sehr hilfreich und gut in die Handlung eingebettet.
Handlung mit Höhen und deutlichen Längen
Nach dem ersten Handlungsschub wurde es zunächst etwas besser, doch besonders im Mittelteil hatte das Buch für mich große Längen. Zwar werden Mysterien aufgebaut und Pläne geschmiedet, vieles passiert jedoch eher im Hintergrund. Es wird viel nachgedacht, überlegt und vorbereitet aber wenig aktiv umgesetzt. Hinzu kamen Zeitsprünge, die sich für mich nicht flüssig angefühlt haben. Teilweise vergehen plötzlich Monate, ohne dass dies erzählerisch gut eingebettet wurde. Das nahm der Geschichte zusätzlich an Spannung.
Charaktere, Dynamiken & Liebesgeschichte
Ein zentraler Kritikpunkt für mich ist die enorme Anzahl an Charakteren. Neben Asters Eltern und ihren zahlreichen Geschwistern treten viele weitere Nebenfiguren auf, die alle namentlich eingeführt werden. Dadurch geht sehr schnell der Überblick verloren, was es mir schwer gemacht hat, eine emotionale Bindung zu den Figuren aufzubauen. Irgendwann war es mir leider egal, wer gerade angesprochen wurde, weil es schlicht zu viele Personen auf einmal waren.
Die Geschichte enthält mehrere zwischenmenschliche Beziehungen, die zeitweise wie mögliche romantische Entwicklungen wirken. Zu Beginn wird eine erste Verbindung aufgebaut, die mit einer leichten, ruhigen Spannung arbeitet und durchaus Potenzial hat. Diese Dynamik wird jedoch über einen längeren Zeitraum unterbrochen, wodurch sie für mich emotional deutlich an Gewicht verliert.
In dieser Phase entstehen andere Beziehungen, die sich für mich wesentlich greifbarer anfühlten. Dabei handelt es sich nicht zwingend um romantische Entwicklungen, sondern vielmehr um Bindungen, die durch gemeinsame Erlebnisse, gegenseitige Unterstützung und Präsenz wachsen. Problematisch wurde es für mich gegen Ende des Buches, als die ursprüngliche Verbindung plötzlich wieder stark in den Fokus gerückt wird. Mir sollte vermittelt werden, dass hier eine große, tiefgehende Liebe existiert, eine emotionale Intensität, die ich als Leserin jedoch nicht fühlen konnte. Gerade im Vergleich zu den anderen, organischer gewachsenen Beziehungen wirkte diese „Hauptliebe“ für mich konstruiert und emotional nicht verdient.
Fazit
Nightweaver hat ein starkes Konzept und definitiv Potenzial, konnte mich aber erst in den letzten rund 30 % vollständig überzeugen. Ab diesem Punkt wird die Handlung deutlich spannender, Twists werden aufgelöst und der intensive Schreibstil passt plötzlich sehr gut zur Geschichte. Diese letzten Kapitel waren für mich echte 5-Sterne-Momente.
Der Weg dorthin war jedoch zäh: ein überfordernder Einstieg, zu viele Figuren, Längen im Mittelteil und eine schwache emotionale Bindung an die Protagonistin. Insgesamt vergebe ich daher 3 bis 3,5 Sterne.
Das Ende macht neugierig auf Band zwei, und ich überlege, diesen zu lesen, in der Hoffnung, dass nun alle Grundlagen gelegt sind und die Geschichte fokussierter, dynamischer und mit stärkerer Charakterentwicklung fortgesetzt wird.
Rezensionen von Francesca :
Wenn mitreißende Dark Fantasy und Spice kollidieren
Rabid von Ivy Asher; Raven Kennedy
Einstieg & Atmosphäre
Der Einstieg ist vergleichsweise ruhig und introspektiv. Über einen längeren Abschnitt begleiten wir Seneca fast ausschließlich durch ihre Gedanken, ohne viele Interaktionen mit anderen Figuren. Diese lange Einleitung hat mir geholfen, eine emotionale Bindung zur Protagonistin aufzubauen und ihre innere Zerrissenheit zu verstehen.
Atmosphärisch ist das Buch durchgehend stark: düster, roh, intensiv – eindeutig Dark Fantasy / Dark Romance. Brutalität, Gewalt und eine sehr direkte Sprache gehören fest zum Ton der Geschichte und werden nicht beschönigt.
Schreibstil & Perspektive
Die Geschichte wird vollständig aus der Ich-Perspektive von Seneca erzählt. Wir erleben alles ausschließlich durch ihre Wahrnehmung, ihre Gefühle und vor allem ihre Gedankenwelt. Das Buch lebt stark von inneren Monologen: Senecas Ängste, Zweifel, Wut und ihre Auseinandersetzung mit dem Wolfsgeist nehmen deutlich mehr Raum ein als klassische Dialoge.
Der Schreibstil ist dabei sehr intensiv, fragmentiert und mitreißend. Kurze Sätze, Gedankensprünge und emotionale Einschübe erzeugen das Gefühl, direkt in Senecas Kopf zu stecken. Genau das macht das Lesen so fesselnd, man wird regelrecht durch die Geschichte getragen. Wer dialoglastige Romane bevorzugt, könnte das als anstrengend empfinden, für mich war es jedoch erfrischend und ungewöhnlich.
Welt & Fantasy-Aspekte
Besonders überzeugt hat mich die originelle Interpretation des Werwolf-Mythos. Die Gestaltwandler teilen sich ihren Körper mit einem eigenständigen Wolfsgeist, einem Wesen mit eigener Persönlichkeit, eigenen Instinkten. Dieses Konzept verleiht der Geschichte Tiefe und hebt sie deutlich von klassischen Gestaltwandler-Erzählungen ab.
Die Welt selbst ist modern angelegt, mit Handys, Autos und Bussen, doch diese Elemente bleiben bewusst im Hintergrund. Stattdessen dominiert ein starkes Natur- und Rudelsetting, was der Atmosphäre sehr zugutekommt. Die verschiedenen Wolfsrudel unterscheiden sich nicht nur kulturell, sondern auch visuell (von moderner Kleidung bis hin zu Leder und Leinen), was ihnen eine klare Identität verleiht.
Dark Elements & Brutalität
Das Buch spart nicht an harten Inhalten. Gewalt, Tod und psychische Traumata werden thematisiert. Auch die Wortwahl ist oft derb und provokant. Teilweise funktioniert das sehr gut und unterstreicht die raue Welt, teilweise wirkt es überzeichnet. Hier wird schnell klar: Dieses Buch ist nichts für zarte Gemüter.
Charaktere & Entwicklung
Seneca ist eine spannende, komplexe Hauptfigur. Ihre Flucht, ihr Trauma und ihr innerer Kampf mit dem Wolfsgeist sind gut dargestellt. Besonders gelungen fand ich die Dynamik zwischen ihr und dem zweiten Hauptcharakter, die sich langsam, über Gespräche, Nähe und gegenseitiges Verstehen entwickelt.
Auch die Nebenfiguren und das Rudel als Gemeinschaft sind stimmig ausgearbeitet und vermitteln ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl. Die Action- und Verwandlungsszenen sind intensiv geschrieben und gehören für mich zu den Highlights des Buches.
Der größte Kritikpunkt: Spice
Der Punkt, der mich fast zum Abbruch gebracht hätte, sind die expliziten Szenen. Auf rund 430 Seiten gibt es nur wenige (4) davon, aber insbesondere die erste wirkt extrem fehlplatziert. Sie kommt recht früh, mitten nach bzw. in einer traumatischen Phase der Protagonistin, ohne emotionale Vorbereitung oder nachvollziehbare Entwicklung. Die Szene fühlt sich komplett losgelöst von der Handlung an, ohne nachvollziehbaren Grund, und mit einer Wortwahl, die ich als überzogen und unangenehm empfunden habe. Ich war ehrlich gesagt schockiert und kurz davor, das Buch wegzulegen.
Zum Glück bleibt es dabei nicht dauerhaft so. Nach dieser Szene verlagert sich der Fokus deutlich auf Handlung, Charakterentwicklung und Beziehungen. Spätere Annäherungen sind zwar weiterhin sehr direkt formuliert und Geschmackssache, aber emotional nachvollziehbarer, weil sie auf einer tatsächlichen Dynamik und Entwicklung basieren. Dennoch hätte das Buch für mich mit deutlich weniger oder sogar ganz ohne diese Szenen besser funktioniert.
Kritik an Zeit & Trauma-Darstellung
Ein weiterer Kritikpunkt ist der sehr kurze erzählte Zeitraum. Die Handlung spielt sich innerhalb von etwa 4- ca.10 Tagen ab – in dieser Zeit geschehen extrem viele einschneidende Dinge. Die Verarbeitung schwerer Traumata wirkt dadurch unrealistisch schnell.
Positiv hervorzuheben ist zunächst, dass das Buch diese Erfahrungen nicht romantisiert. Seneca benennt immer wieder, dass ihr Schreckliches widerfahren ist, und die Gewalt wird klar als das dargestellt, was sie ist. Dennoch bleibt ihre eigene psychische Verarbeitung auffallend vage. Obwohl sie sich noch mitten im Trauma befindet, wird dieses selten wirklich reflektiert oder eingeordnet. Es entsteht stellenweise der Eindruck, als sei das Erlebte für sie „einfach passiert“ und müsse nun hingenommen werden. Erschwerend kommt hinzu, dass sich um eine Kombination aus sexualisiertem Trauma und sehr expliziten spice Szenen handelt, die für mich in dieser Form nicht stimmig zusammenpassen.
Besonders auffällig ist, dass Begriffe wie PTBS zwar im Buch auftauchen, jedoch ausschließlich in Bezug auf Nebenfiguren – nie explizit auf Seneca selbst angewendet werden. Gerade weil wir die Geschichte vollständig aus ihrer Ich-Perspektive erleben, hätte ich mir hier deutlich mehr innere Auseinandersetzung, Benennung und Raum für Verletzlichkeit gewünscht.
Fazit
Lange Zeit schwankte meine Bewertung zwischen 2,5 und 3 Sternen, hauptsächlich wegen der expliziten Inhalte. Doch wenn man diese Szenen ausklammert oder überspringt, bleibt eine überraschend starke, originelle und atmosphärische Geschichte mit einem intensiven Schreibstil, spannender Fantasy-Idee und einer überzeugenden Hauptfigur. Das Ende ist rund, emotional stimmig und hat letztlich dafür gesorgt, dass ich das Buch deutlich positiver in Erinnerung behalte.
Wer mit Dark Fantasy, Brutalität und sehr direkter Sprache umgehen kann und bereit ist, einzelne Szenen zu überspringen, bekommt hier eine wirklich mitreißende Story mit viel Atmosphäre, Action und innerer Tiefe.
Bewertung: 3,5 bis 4 Sterne – trotz (und nicht wegen) des Spices.
Rezensionen von nessabo:
Eine gut kuratierte Kurzgeschichtensammlung für tolle Lesestunden
Sparkling Nights von Kira Licht; Asuka Lionera; Magdalena Gammel; Regina Meißner; Fam Schaper
Kurzgeschichtensammlungen gehen naturgemäß damit einher, dass manche Geschichten besser zum eigenen Geschmack passen als andere. Hier fand ich wirklich 3/5 richtig gut und war lediglich von einer Geschichte so gar nicht angetan.
Meine Favoriten waren die Geschichten von Regina Meissner und Fam Schaper, die ich mir als Autorinnen nun merken werde.
Auch Asuka Lionera hat hier einen wunderbaren Beitrag geliefert. Diese drei Geschichten hatten für die Kürze eine bemerkenswerte Tiefe, die Figuren waren vielschichtig und die Fantasyelemente ausgereift. Dass auf 100 Seiten natürlich keine komplexe Welt aufgebaut werden kann, versteht sich von selbst. Ich nehme das aber gern in Kauf, da ich dafür eine Geschichte gut am Stück lesen und in ihr abtauchen konnte.
Bei Kira Licht mochte ich den Schreibstil zwar auch, allerdings kam mir hier der Fantasyaspekt zu kurz, weil es außer dem reinen Vampir-Dasein kaum einen Unterschied zur menschlichen Welt gab. Auch war mir die Protagonistin schlicht zu kindlich für ihr Alter. So gar nicht warm geworden bin ich mit Magdalena Gammels Hexen-Dämonen-Geschichte. Da sie auf eine Dilogie folgt, die ich nicht kenne, habe ich lange Probleme gehabt beim Einfinden in die Handlung. Und abgesehen davon war ich auch einfach kein Fan vom Setting.
Aber abschließend bin ich wirklich sehr positiv überrascht von dem Buch. Ich lese eher selten Fantasy/Romantasy und gerade auch für diese Personengruppe finde ich das Werk gut geeignet. Es kann kurz eingetaucht werden, ohne sich direkt auf eine Geschichte mit über 500 Seiten einlassen zu müssen. Gefreut hätte ich mich allerdings schon, wenn nicht alle Geschichten das gleiche Maß an Heteronormativität gezeigt hätten. Gerade in Sammlungen wie dieser wäre doch der Raum da für verschiedene Lebensrealitäten.
Rezensionen von Immenhof:
Tolle Gliederung
National Geographic Kids - Die tollsten Tierbabys aus aller Welt von Maya Myers
Tolle Gliederung
„Die tollsten Tierbabys“ ist ein neuer, informativer „Bildband“ aus der National Geographic Kids Reihe. Bereits die letzten Ausgaben haben mich fasziniert. Interessant finde ich, dass dieses Buch eher auf jüngere Kinder ausgelegt ist. Beim Buch handelt es sich um ein Hardcover-Exemplar in quadratischer Form mit knapp über 120 Seiten.
Das Papier ist normal dünn, weshalb es jüngere Geschwister nicht unbeaufsichtigt in die Finger bekommen sollten. Das Papier wirkt jedoch relativ stabil. Besonders finde ich die Gliederung der Tiere nach Lebensraum. Neben fünf verschiedenen Lebensräumen (Grasland, Wasser, Berge und Wüste, Wald und Polargebiete) gibt es noch ein Kapitel zum Grundwissen. Innerhalb der Lebensräume finden sich teilweise Tiere aller Kontinente gemischt. Dies fand ich auf den ersten Blick verwirrend, denn selbst Wimmelbücher für Kleinkinder sind oft nach Kontinenten geordnet. Für jüngere Kinder finde ich dies jedoch eine geniale Lösung, da sie mit Kontinenten meist noch relativ wenig anfangen können und diese Kategorisierung eher für Erwachsene Sinn macht. Natürlich bietet dies die Möglichkeit, verschiedene Kontinente zu thematisieren, jedoch wird dies Kindern in Büchern ohnehin begegnen. Insofern finde ich die Kategorisierung nach Lebensräumen wirklich genial. Auch die Auswahl der Tiere ist sehr vielfältig. Von bekannten Tieren wie der Stockente bis zu unbekannteren Tieren wie dem Karakal ist alles vorhanden.











