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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Immenhof:

Tolle Gliederung

National Geographic Kids - Die tollsten Tierbabys aus aller Welt von Maya Myers

Tolle Gliederung
„Die tollsten Tierbabys“ ist ein neuer, informativer „Bildband“ aus der National Geographic Kids Reihe. Bereits die letzten Ausgaben haben mich fasziniert. Interessant finde ich, dass dieses Buch eher auf jüngere Kinder ausgelegt ist. Beim Buch handelt es sich um ein Hardcover-Exemplar in quadratischer Form mit knapp über 120 Seiten.

Das Papier ist normal dünn, weshalb es jüngere Geschwister nicht unbeaufsichtigt in die Finger bekommen sollten. Das Papier wirkt jedoch relativ stabil. Besonders finde ich die Gliederung der Tiere nach Lebensraum. Neben fünf verschiedenen Lebensräumen (Grasland, Wasser, Berge und Wüste, Wald und Polargebiete) gibt es noch ein Kapitel zum Grundwissen. Innerhalb der Lebensräume finden sich teilweise Tiere aller Kontinente gemischt. Dies fand ich auf den ersten Blick verwirrend, denn selbst Wimmelbücher für Kleinkinder sind oft nach Kontinenten geordnet. Für jüngere Kinder finde ich dies jedoch eine geniale Lösung, da sie mit Kontinenten meist noch relativ wenig anfangen können und diese Kategorisierung eher für Erwachsene Sinn macht. Natürlich bietet dies die Möglichkeit, verschiedene Kontinente zu thematisieren, jedoch wird dies Kindern in Büchern ohnehin begegnen. Insofern finde ich die Kategorisierung nach Lebensräumen wirklich genial. Auch die Auswahl der Tiere ist sehr vielfältig. Von bekannten Tieren wie der Stockente bis zu unbekannteren Tieren wie dem Karakal ist alles vorhanden.

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Rezensionen von nessabo:

Spannend und gleichzeitig zum Haare raufen

Die einzige Frau im Raum von Marie Benedict

Ich bin wirklich keine leidenschaftliche Leserin historischer Romane. Aber Marie Benedict hat die Geschichte von Hedy Lamarr einfach so mitreißend erzählt, dass ich ihr an den Lippen hing.

Ganz am Rand hatte ich von dieser beeindruckenden Erfinderin schon gehört, aber natürlich haben auch in meiner Bildung vor allem alte weiße Männer Raum gefunden.

Umso toller finde ich Benedicts Leistung, durch den Matilda-Effekt verdrängte Frauen in den Fokus zu nehmen. Hedys Leben als Jüdin im Österreich der 1930er-Jahre fand ich dabei wirklich schon spannend genug. Die Dynamiken ihrer gewaltvollen Ehe mit dem einflussreichen Waffenfabrikanten Fritz Mandl sowie die damit einhergehenden mitgehörten Gespräche hochrangiger Politiker werden hier detailliert und greifbar beschrieben. Ich habe beim Lesen ein gutes Gefühl bekommen für die inneren wie äußeren Bedrohungen, die diese Frau erfahren haben muss.

Auch wenn sie glücklicherweise sowohl ihrem Mann als auch der drohenden Verfolgung durch das NS-Regime entfliehen konnte, hörte ihr Kampf an dieser Stelle nicht auf. Ihre Ambivalenz als Überlebende, die so detaillierte Informationen hatte und irgendwie nutzbar machen wollte, war deutlich spürbar. Dass der Krieg vielleicht anders hätte verlaufen können, wenn machtvolle Männer ihr nur einmal zugehört bzw. ihre Erfindung nicht so belächelt hätten, ist einfach zum Haare raufen. Doch selbst, wenn sich in Sachen Emanzipation natürlich einiges getan hat, werden Frauen auch heute noch vor allem für ihr besonderes Aussehen gefeiert, Männer hingegen für ihre Errungenschaften. Hedys Geschichte führt uns das besonders eindrücklich vor Augen.

Die Geschichte ist richtig zugänglich geschrieben, lässt sich flüssig lesen und bietet damit einen so unterhaltsamen wie lehrreichen Einstieg in das Leben Hedy Lamarrs. An einigen Stellen mussten die Details zwar spürbar eingekürzt werden, das halte ich aber für eine sinnvolle Entscheidung, um den Umfang des Buches überschaubar zu halten. Es kann dann ja als Ausgangspunkt für weitere Recherche dienen.

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Rezensionen von Arambol:

Großartiges Abenteuer für junge Leser

Die Jagd nach den magischen Münzen von Jessie Burton


"Schätze findet man nicht, man wird von ihnen gefunden. Man braucht dafür nur ein offenes Herz."

Eine magische Erzählung, die mich an einen anderen Ort und in eine andere Zeit versetzt hat. London im Jahr 1918:

Die zwölfjährige Bo Delafort findet im Schlamm der Themse eine glänzende Münze.

Zusammen mit Billy River vom gegenüberliegenden Flussufer beginnt sie herauszufinden, was es mit dieser Münze auf sich hat, und erfährt von der Existenz einer zweiten. Auf der Suche nach der zweiten Münze müssen Bo und Billy sich gemeinsam durch alte Geheimnisse und Hindernisse kämpfen.

Am Ende steht die Frage, ob die beiden das Wertvollste wiederfinden können, was sie je verloren haben.

Schon die Haptik und Optik des Buches können überzeugen: Das Hardcover ist hochwertig gebunden, der Farbschnitt ein echter Blickfang, insgesamt wirkt das Buch liebevoll gestaltet.

Die Geschichte selbst ist magisch und geheimnisvoll: Das historische London bietet einen starken Schauplatz, und ist weit mehr als bloße Kulisse.
Neben Magie und Rätseln geht es auch um Verlust, Trauer und darum, wie Kinder damit umgehen.

Bo und Billy funktionieren hervorragend als Team, ihre Freundschaft wirkt tief ehrlich und gewachsen. Muncaster ist klar als Gegenspieler und klassischer Bösewicht angelegt, ohne aber jemals zur überzogenen Karikatur zu werden. Insgesamt sind die Figuren alle warm gezeichnet, glaubwürdig und wirken nicht überladen. Der Schreibstil ist ruhig, bildhaft und bleibt gleichzeitig zugänglich. Die zahlreichen kurzen Kapitel tragen zügig durch die Geschichte, ohne zu hetzen.
Besonders schön ist, wie es der Autorin Jessie Burton immer wieder gelingt, unaufdringlich emotionale Themen einzubauen.

Die Ereignisse gipfeln zum Ende auf recht wundersame Weise in einer überraschenden aber glaubwürdigen Auflösung: "Was man liebt, kann man nicht verlieren.

Ein Buch über ehrliche Freundschaft, Familienbande und Verluste, aber auch über die unbändige Kraft menschlicher Nächstenliebe.
Magisch, zeitlos, mit einem großartigen Setting und viel Atmosphäre.

Leseempfehlung für alle Abenteuerer ab etwa zehn Jahren, die bereit sind in das London von 1918 zu reisen um ein großes Rätsel zu lösen.

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Rezensionen von Lese:

Liebevolles Kinderbuch

Einfach Sunny von Maren Graf

Sunny ist uns sofort sympathisch, weil sie offen, direkt und mutig ist. Durch die Erzählweise aus ihrer Perspektive wird die Geschichte mit Geräuschen, Gerüchen und Berührungen sehr lebendig, sodass man sich gut in sie hineinversetzen kann. Ben wirkt im Vergleich dazu eher vorsichtig und skeptisch, was gut nachvollziehbar ist.

Gerade diese Unterschiede machen ihr Zusammenspiel spannend, denn sie ergänzen sich richtig gut. Der Wechsel zwischen ihren beiden Perspektiven passt dabei sehr gut zur Geschichte. Besonders überrascht waren wir von den bunten, hübschen Illustrationen.
Die Geschichte wird mit der Zeit spürbar spannender, es passiert viel und man liest sehr flüssig weiter. Sunny und Ben wachsen immer mehr zusammen und werden nach und nach zu einem echten Team. Besonders Sunnys geschärfte Sinne sind dabei ein großer Vorteil und helfen ihnen in aufregenden und auch gefährlichen Momenten.
Der Schreibstil ist locker, lebendig und gut verständlich. Die Geschichte ist unterhaltsam, stellenweise spannend und humorvoll erzählt. Themen wie Freundschaft, Mut, Mobbing, Vorurteile und Zusammenhalt werden glaubwürdig und kindgerecht aufgegriffen. Wir würden sehr gerne weitere Abenteuer von Sunny und Ben lesen.

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Rezensionen von lorireads:

Unerwartetes Highlight!

Alle glücklich von Kira Mohn

"Alle glücklich" von Kira Mohn hat mich sehr bewegt und ich denke, es wird mich auch noch eine Weile beschäftigen. Den Schreibstil fand ich sehr angenehm und flüssig zu lesen, weshalb ich das Buch trotz der komplexen Themen sehr schnell lesen konnte. Der Schreibstil ist auch eher oberflächlich und lässt vor allem viel Spielraum für eigene Gedanken, die sich der Leser machen kann, was mir total gut gefallen kann.

Auch die Erzählperspektive, die zwischen den vier Familienmitgliedern wechselt hat mir gut gefallen. Normalerweise bin ich kein Fan von mehr als zwei verschiedenen Erzählperspektiven weil ich immer dazu tendiere, mich besonders für einzelne Personen zu interessieren und mich die Kapitel dazwischen dann eher nerven, aber hier ist das Konzept gut aufgegangen, obwohl alle vier meist mit ihren eigenen Kämpfen zu tun haben und gar nicht so sehr gemeinsam als Familie auftreten. Anfangs fand ich vor allem interessant, wie die vier ihren Alltag leben, welche Unzufriedenheiten es gibt, aber trotzdem kam mir alles noch relativ normal vor. Welche Abgründe die Handlung noch nehmen würde, das hätte ich mir anfangs nicht vorstellen können. Trotzdem fand ich nichts davon unrealistisch, sondern im Gegenteil sehr realistisch und dadurch war die Atmosphäre im Buch teilweise schon etwas beklemmend und hat mich nachdenklich werden lassen. Die einzelnen Familienmitglieder und ihre inneren Kämpfe waren sehr nachvollziehbar beschrieben, sodass man selbst mit Ninas Mann Alexander mitfühlen konnte, obwohl er mir im Laufe des Buches immer unsympathischer wurde. Aber eigentlich ging es hier gar nicht um Sympathien, sondern um das echte, eherliche Leben, deshalb war das gar nicht so wichtig.bDas Ende fand ich richtig gut, auch wenn ich gerne noch weiter gelesen habe. Aber ich denke das war ein guter Zeitpunkt, um die Geschichte zu beenden und der ebenfalls noch Raum für eigene Gedanken bietet.
Für mich war das Buch wirklich ein überraschendes und emotionales Highlight, das ich anfangs gar nicht so erwartet hätte.

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Rezensionen von Vobabooks:

Super

Der kleine rote Panda und die Achtsamkeit von Aljoscha Long; Ronald Schweppe

„Der kleine rote Panda und die Achtsamkeit“ ist eine Geschichte von Aljoscha Long und Ronald Schweppe mit Illustrationen von Sara Fandrey. Auf 40 Seiten begleiten wir den kleinen Panda namens Ming auf einem achtsamen Waldspaziergang. Ming begegnet dabei vielen Tieren und lernt den Wald aus ganz neuer Sicht kennen.

Es werden dabei verschiedene Achtsamkeitsaspekte aufgegriffen wie beispielsweise die Wahrnehmung der verschiedenen Sinne und der Atem. Verständlich und interessant umgesetzt, mit einer kleinen Frage auf jeder Seite, welche zum Mitmachen und Besprechen anregt.
Eine schöne Geschichte zu einem tollen Thema, die sich sehr gut dazu eignet um Achtsamkeit zu thematisieren und zu integrieren. Die Illustrationen sind zudem sehr niedlich und toll zum Anschauen.

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Rezensionen von readpassion9:

fesselnd und super spannend

Grenzfall – Ihr Grab in den Fluten von Anna Schneider

fesselnd und super spannend

"Grenzfall - ihr Grab in den Fluten" ist der sechste Fall für Alexa Jahn und ihren Vater Bernhard Krammer, das grenzüberschreitende Team.

Alexa erlebt zum ersten Mal einen Katastrophenalarm, anhaltende Unwetter mit heftigen Regenfällen haben zu epischen Überschwemmungen geführt.

Flüsse treten über das Ufer, ganze Landstriche sind unter Wasser. Menschen müssen von Dächern gerettet werden, viele werden vermisst. Und für manche kommt jede Hilfe zu spät. Die Helfer geben alles, um möglichst viele Menschen zu retten. Alexa findet einen Vermissten, doch er ist nicht durch die Unwetter gestorben, jemand hat ihn ermordet.

In Österreich ist die Wetterlage ähnlich schlimm, Bernhard Krammer sucht verzweifelt nach einer Gruppe Jugendlicher, die auf einem Ausflug auf eine Hütte verschollen sind.

Was für ein spannender Fall! Durch den Prolog und einen Brief fängt die Geschichte schon spannend an und setzt sich genauso spannend fort.

Die Lage ist bedrohlich, chaotisch, diese Atmosphäre ist perfekt eingefangen. Man realisiert, welche Kraft das Wasser hat und wie hilflos man dieser Naturgewalt ausgeliefert ist. Verschiedene Schauplätze und Handlungsstränge sorgen für einen ganz eigenen Drive, so dass ich das Buch gar nicht pausieren wollte.

Ich habe mich gefreut die schon bekannten Charaktere zu treffen und die Ermittlungen hüben wie drüben zu verfolgen. Das Privatleben spielt bei diesem Fall keine Rolle, so dass ich gespannt bin, welche Entwicklungen uns im nächsten Teil erwarten.

Fazit: Ich fand die Handlung komplex, tragisch, und absolut fesselnd. Dazu noch das sensible Thema. Auch wenn jetzt die ganz großen Überraschungen gefehlt haben, war das Buch für mich ein Pageturner. Jetzt schon ein Highlight 2026.

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Rezensionen von readpassion9:

der Boss

Der Boss – Ist er ein Monster oder ein Genie? von Iliana Xander

Ich war von "Love, Mom" absolut begeistert, weswegen ich auf das neue Buch von Iliana Xander sehr gespannt war. Leider reicht es nicht an das vorige heran, obwohl das Thema vielversprechend ist.

Worum geht es? Natalie Olsens beste Freundin Cara wird leblos aufgefunden, sie liegt im Koma.

Am Abend zuvor waren die beiden feiern und Cara ist irgendwann mit ihrer Eroberung verschwunden. Natalie setzt alles daran aufzuklären, was mit ihrer Freundin passiert ist. Als sie den Mann auf dem Cover einer Illustrierten entdeckt nutzt sie die Chance und nimmt eine Stelle bei dem Millionär an.

Die Geschichte hat wirklich Potential, ist gut geschrieben, aber leider bin ich mit Natalie so gar nicht warm geworden. Wie unvorsichtig und naiv sie an die Sache herangeht ist unglaublich und nicht nachvollziehbar, kaum vorstellbar dass eine junge Frau tatsächlich so handelt.

Ich habe Spannung und Wendungen erwartet, aber die Story zieht sich und Spannung kommt wenig auf. Im Gegenteil, die Handlung ist vorhersehbar ohne größere Überraschungen.

Fazit: Kann man lesen, bleibt aber im Mittelfeld mit wenig Spannung.

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Rezensionen von Lerchie:

Viele Geheimnisse

Morgensonnenglück von Petra Schier

Da Holly Flowers Großvater krank ist, möchte er das Familiengut seines Enkelinnen überschreiben. Die Frauen haben jedoch total verschiedene Leben und Angst, dass das Gut verkauft wird. Um es zu retten kommen alle an einen Tisch. Lange gehütete Geheimnisse erschienen und Hollys Leben steht Kopf. Ihre heimliche Jugendliebe Taik stellt sich als Rechtsberater, der sich um die Angelegenheiten des Gutes kümmert, vor.

Er bringt noch mehr Chaos in ihre Gefühle, und prickelnde Leidenschaft flammt auf. Schafft es Holly, ihrer Familie, die sie viel zu viel betrogen hat, noch eine Chance zu geben?

Meine Meinung
Das Buch ließ sie leicht und flüssig lesen, keine Unklarheiten im Text störten meinen Lesefluss. Auch bin ich gut in die Geschichte hineingekommen und konnte mich gut in die Protagonisten hineinversetzen. Da ist Violet, Hollys Mutter und die ihrer Zwillingsschwester Ivy, die sie das getan hatte, was ihre Eltern von ihr, einer zu jungen Mutter mit zwei unehelichen Kindern, verlangt hatten. Gut, zu Anfang war es wohl richtig, und dass Violet dann noch einen Schulabschluss machte wohl auch. Aber dann? Spätestens, als sei nach Amerika ging… Na ja, sie hat weiterhin nachgegeben. Und wie die Großeltern über Hollys Leben bestimmten, nur weil ihre Zwillingsschwester Ivy das gleiche, oder fast das gleiche Schicksal ereilt hat, wie ihre Mutter? Nur, dass Ivy eben nicht ganz auf ihre Großeltern gehört hat. Ich kann darüber nicht mehr schreiben, sonst spoilere ich. Auf jeden Fall werden in dem Buch viele Geheimnisse aufgedeckt, aber nicht alle. Ich liebe ja Bücher mit Geheimnissen, und so leibe ich auch dieses. Es ist spannend , hat mich gefesselt und sehr gut unterhalten. Es fiel mir sehr schwer, es aus der Hand zu legen und ich bin gespannt, wie es weitergeht, denn dass es eine Fortsetzung gibt, davon bin ich überzeugt. Vielleicht gibt es sogar eine Trilogie oder gar mehr. Von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung sowie fünf Sterne.

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Rezensionen von Karina :

Sprachlos

Jahre ohne Sprache von Ann Esswein

Viele kluge und zugleich wütende Worte für eine Tat, die sprachlos macht - genau damit konfrontiert uns 'Jahre ohne Sprache' von Ann Esswein. Und plötzlich werden Worte gefunden. Worte, von denen jede*r weiß, wie lebenswichtig sie sind.

Wir begleiten Nao, in einem früheren Leben Natascha, auf ihrem Weg aus einer erdrückende Sprachlosigkeit.

Ihre neu gewählte Familie trägt sie dabei - Menschen, die ein unkonventionelles Leben führen, jenseits von Regeln, Mietverträgen, Geschlechterrollen und Hierarchien. Hier sind alle gleich, und doch verarbeitet jede*r seine Vergangenheit auf so unterschiedliche Art und Weise.

Nao erinnert sich nur an eine Hand. An die Hand, die Dinge mit ihr tat, die sie nicht wollte, die Grenzen überschritt. Und an ihren besten Freund Luki - sowie an die unbegreifliche Entfremdung nach jenem Abend.

Ann Esswein lädt uns tief in Naos Gedankenwelt ein und lässt dabei bewusst Raum für eigene Empfindungen und Interpretationen. In Flashbacks erfahren wir Stück für Stück von dem Leben einer jungen Frau, der über Jahre hinweg die Worte fehlten - einer Frau, die von gesellschaftlichen Mechanismen zum Verstummen gebracht wurde.

Ich konnte und wollte dieses Buch kaum aus der Hand legen.

Ich empfehle euch: Lest diesen ruhigen und zugleich enorm bedeutungsschweren Roman - und lasst ihn auf euch wirken.

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