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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von gabiliest:

Wunderwerk Sprache

Ich rede, also bin ich von Julia Mailänder

Sind wir nicht alle Sprachexperten?
Immerhin nutzen wir die Sprache- oder sogar mehrere- jeden Tag und in den unterschiedlichsten Zusammenhängen. Wir plaudern in privater Runde, halten einen Vortrag oder flüstern verliebt sehr intime Worte. Doch wir kümmern uns nicht darum, was unser Gehirn leisten muss, damit alles reibungslos klappt.

Das erklärt uns die bekannte Autorin Julia Mailänder, die Neurowissenschaften der Sprache studiert hat und uns in ihrem Buch “Ich rede, also bin ich” sowohl skurrile Fakten wie fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse näherbringt.

Sprache kann flüchtig sein, wenn sie nicht verschriftlicht ist, ist ein Abbild unserer Kultur und Geisteshaltung, kann manipulieren und die Welt erklären. Sie ist eine Grundlage unseres Denkens, geprägt von unserer Herkunft, sie beeinflusst unsere Empathie und unser Urteilsvermögen. In kurzen und sehr kurzweiligen Kapiteln stellt uns Julia Mailänder unterschiedliche Themen vor. Warum ermöglicht uns erst Sprache, als soziale Wesen zu handeln? Was hat die Entwicklung des Gehirns mit unserer Fähigkeit, zu sprechen, zu tun? Und wo genau entsteht im Gehirn ein Wort, ein Gedanke? Wie können wir eine flüssige Unterhaltung führen, wenn wir schon eine Antwort überlegen, während unser Gegenüber noch spricht?

Julia Mailänder führt uns in die Grundlagen der Neurolinguistik ein, niemals abgehoben oder besserwisserisch, sondern immer mit dem Focus, etwas so Komplexes wie menschliche Kommunikation verständlich zu machen. So ist es interessant zu lesen, dass wir weniger empathisch reagieren, wenn wir in einer Fremdsprache denken, dass die Stimmen, die wir im Traum hören, weit über die reale Welt hinausgehen und dass das häufigste im Schlaf gesprochene Wort “nein” ist. Vielleicht sollten wir unsere Debattenkultur auch im Wachzustand verbessern?

Bisher besagt eine Volksweisheit, dass Liebe blind macht, aber wussten Sie, dass sie auch sprachlos macht? Dass wir positive Emotionen mit aggressiver Sprache kombinieren? Wer wollte nicht schon einmal einen Menschen oder ein Tier aus Liebe “auffressen”? In fünf Abschnitten ihres Buches bringt uns Julia Mailänder Themen näher wie…”Ähm”… warum wir dieses Wörtchen so oft verwenden und wieso uns diese Fülllaute beim Denken helfen. Für jeden Teil ihres Buches findet sich im Anhang ein detailliertes Quellenverzeichnis.

“Ich rede, also bin ich” lädt uns ein, einen tieferen und genaueren Blick in das Wesen und die Funktion der Sprache zu werfen. Wem man dieses locker geschriebene und doch so informative Buch empfehlen kann? Natürlich uns allen, denn wollen wir nicht alle Sprachexperten werden?

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Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Zufällige Begegnungen, die bleiben

Wohin die Wünsche fließen von Patricia Koelle

Rixa möchte eigentlich gerne mal wieder nach Hause auf den Filapperhof, der vom ersten Band dieser "Glückshafen"-Reihe her bekannt ist. Doch sie traut sich nicht, denn sie denkt, dass nun Pixie bei ihrer Mutter Feeke und ihrem Bruder Sebo ihren Platz eingenommen hat. Die Annäherung an ihr Zuhause macht sie auf eine unübliche Art und Weise: Rixa meldet sich bei Remy und bietet ihr an, sich auf die Suche nach weiteren Lebensstationen von Kapitän Flömer zu machen.

Unkompliziert wie Remy ist, lässt sie sich darauf ein, lässt die Vertrage aber ihren Bruder Rufus überbringen.

Obwohl Rufus als Schreiner einen Möbelrenovationsauftrag hat, hilft er Rixa bei ihrer Suche nach einem weiteren Flaschenschiff von Kapitän Flömer. Rufus und Rixa stecken beide gerade in Fernbeziehungen, beide Partner befinden sich zur Zeit im Ausland. Die Frage nach der Zukunft ist bei ihnen deshalb sehr aktuell. Schnell fassen sie Vertrauen ineinander und freuen sich, im jeweils andern einen guten Gesprächspartner gefunden zu haben.

Rixa, die keine Ausbildung hat, aber gerne Mobiles gestaltet, trifft auf Glaskünstlerin Kira, deren Werke Rixa beeindrucken und die sie gerne auch herstellen würde. Die zur Zeit am Arm verletzte Kira nimmt Rixa bei sich auf und weiht sie in ihre Kunst ein. Die eigentliche Flömer-Suche gerät in den Hintergrund, doch dann stossen Rixa und Rufus bei einem Ausflug eher zufällig auf seine Spur. Und die ist heiss!

Der Teil von Flömers Lebensgeschichte, der hier in "Wohin die Wünsche fliessen", enthüllt wird, ist sehr spannend geschildert und höchst interessant. Man bekommt einen ganz neuen Blick auf den sympathischen Kapitän, den man gerne persönlich kennengelernt hätte.

Das Setting in diesem dritten Band ist wie immer in Patricia Koelles Bücher toll ausgewählt. Der Wunsch, einmal eine Reise zu all diesen Schauplätzen zu unternehmen, wird von Buch zu Buch grösser.

Der Roman erzählt von Begegnungen, die zur rechten Zeit kommen. Menschen, die die Protagonisten - sowie in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit - einen Teil des jeweiligen Lebens begleiten. Es sind eher zufällige Begegnungen, die unerwartet in so was wie Lebensabschnittsgefährten münden.

Fazit: Ein mehr als gelungener dritter Band, der durch überraschende Begegnungen besticht und bestens unterhält.
5 Sterne.

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Rezensionen von rosetheline :

Gutes Romandebüt

Half His Age von Jennette McCurdy

Jennette McCurdy ist vielen durch ihre Rolle der "Sam" in iCarly bekannt und hat mit "I'm Glad My Mom Died" ein sehr persönliches und starkes Memoir veröffentlicht. Mit "Half His Age" ihrem ersten Roman polarisiert sie nun zum zweiten Mal.

Im Buch geht es um Waldo, eine 17-jährige Schülerin, die mit ihrer alleinerziehenden Mutter in Anchorage (Alaska) lebt und dabei ist ihrem Schulabschluss zu machen.

Ihr Leben könnte kaum schwieriger und trister sein, da ihre 34-jährige Mutter nicht genug für sie da ist und ihren Lebensinhalt vor allem durch ihre Beziehungen füllt. Und auch das Geld, das Waldo in ihrem Nebenjob verdient, wird regelmäßig für Online-Shopping Exzesse missbraucht, um eine Leere zu füllen.
Doch eines Tages tritt Mr. Korgy, ihr Lehrer für Kreatives Schreiben in ihr Leben und obwohl dieser Anfang vierzig, verheiratet, Vater und nicht mehr besonders attraktiv ist, entwickelt Waldo eine Obsession für ihn. Denn Mr. Korgy scheint in Waldo Talent zu sehen.

Die Geschichte ließ sich sehr gut und flüssig lesen und wurde durch die kurzen Kapitel vereinfacht. Schnell entstand für mich ein Sog und ich wollte unbedingt wissen, ob/was zwischen den beiden Protagonist*innen entsteht. Provokant waren dabei die expliziten und obsessiven Beschreibungen und ich kann verstehen, dass diese nicht jedem gefallen würden.
Ich denke, dass McCurdy außerdem gewisse Parallelen aus ihrem eigenen Leben mit einfließen lassen hat, was vor allem die Thematik rund um die Mutter-Tochter-Beziehung angeht.

Prinzipiell fand ich die Geschichte gut und habe sie gerne gelesen, doch zum Ende hin wurde sie für mich ein bisschen eintönig. Dennoch ist es ein gelungenes Romandebüt und ich bin gespannt, welche Themen in McCurdys weiteren Büchern vorkommen werden.
Daher kann ich das Buch für alle nicht zu Zartbesaiteten empfehlen.

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Rezensionen von yellowdog:

Die Prosa der Ursula März

Mein gelber Pullover von Ursula März

Ursula März, die bedeutende Literaturkritikerin, hat mit Kurzprosa und ihrem Roman Tante Martl den Weg zur Schriftstellerin geschafft. Doch dann musste man lange warte, bis jetzt Mein gelber Pullover da ist.
Das Buch erzählt vom Aufwachsen eines Mädchens in den sechziger Jahren. Da wird das Lebensgefühl authentisch dargestellt, so jedenfalls mein Gefühl und vermutlich ist da viel auch autobiografisch.

Ich finde es sehr glaubhaft.
Es wird episodenhaft erzählt und nicht chronologisch. Geht es in vielen Kapiteln um das Mädchen, ihrer Eltern und der wilden Nachbarsfreundin, wechselt es dann schnell zu der jungen Frau und dann zur Frau mit Tochter.
Ursula März hat einen passenden Ton für ihr Buch gefunden.
Für mich sehr überzeugend gemacht!

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Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Zwischen Himmel und Erde

Wolkenschiffe tragen dich von Patricia Koelle

Elin liebt Wolken, ausserdem träumt sie davon, beruflich Ökologie und Tourismus zu verbinden. Sie hat einige Monate auf dem Filapperhof verbracht und soll nun Tede dabei unterstützen, ein weiteres Flaschenschiff zu suchen. Tede ist ein ruhiger, sensibler junger Mann, ein Fassadenmaler, der Gärten liebt.

Zusammen mit Elin reist er nach Usedom, beide sind gespannt auf ihr Hotel.

Ich war es auch. Als treue Leserin von Patricia Koelles Bücher weiss man bereits im Voraus, dass da was Spezielles kommen wird. Und so war es dann auch.

Zusammen erkundigen die beiden nicht nur weitere besondere Unterkünfte, sondern auch kreative Gärten. Was sie noch nicht wissen: bald bekommen sie die Chance, beides selbst zu gestalten.

Die Suche nach Kapitän Fiete Flömers zweitem Flaschenschiff gestaltet sich dagegen ein bisschen schwieriger. Die Suche nach dem Schiff ist für beide eine Art Jakobsweg. Beide nehmen sich aber immer wieder Zeit in den Himmel zu schauen, und die Wolken zu betrachten. Auch sogenannte "Luchtwieven" sichten sie.

Diese "Lichtweiber" kannte ich bisher noch nicht, ebenso lehrreich waren die Beschreibungen und Namen der Wolken. Die konnte ich mir wie Elin bisher auch nicht gut merken. Am Boden hingegen finden sich immer wieder neue Worte. Geschrieben mit Kreide. Wer Flömer kennt, weiss weshalb.

Auch alles was sich zwischen Himmel und Erde abspielt war interessant zu lesen. Deutlich macht die Autorin in diesem Band, dass Flömer zwischen Dasein und Fortsein hin- und hergerissen war, klar ersichtlich auch an seiner Lebensgeschichte, von der in jedem Band mehr herausgefunden wird.

Fazit: "Wolkenschiffe tragen dich" ist erneut eine schöner Roman, bei dessen Lektüre man zur Ruhe kommt. Er schenkt den Leserinnen, v.a. den Städterinnen, einen langen Blick aufs Meer - und natürlich auf den Himmel mit all seinen Wolkenspielen.
4 Sterne.

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Rezensionen von brauneye29:

Anders, aber sehr gut

Undurchsichtiges Kreta von Nikola Vertidi

Zum Inhalt:
Nach einem Erdbeben werden im Geisterdorf Kalami unter Trümmern edie Leiche eines jungen Mannes gefunden. Doch er wurde nicht Opfer des Erdbebens sondern wurde erschossen. Der Ort scheint nicht der Tatort zu sein. Warum wurde er dorthin gebracht? Gibt es eine Verbindung zu einer vertriebenen Familien, die für einen geplanten, aber nie durchgeführten Staudamm, das Dorf verlassen mussten?
Meine Meinung:
Während der gesamten Lektüre hatte ich so ein unbestimmtes Gefühl, dass dieser Teil anders, irgendwie düsterer ist.

Und irgendwie war er das auch, denn nicht nur der Kriminalfall sondern auch das Privatleben des Kommissars ist gerade nicht leicht. Ich mochte das gesamte Setting des Buchs, auch dieses Düstere, was hinter dem Mord steckte. Was mich aber wirklich besonders berührt hat, war der Brief der Yaya an ihren Enkel und als ob das noch nicht genug wäre, setzt die Autorin noch eine sehr berührende Geschichte oben drauf, die natürlich dann auch erklärt, warum es der zumindest vorerst letzte Teil sein wird. Vielleicht war das auch der Grund, warum dieser Teil so anders aber nicht minder gut war. Mit hat das Buch richtig gut gefallen auch wenn ich gerne weitere Teile gelesen hätte, kann ich auch verstehen, wenn das Schreiben mal eine andere Richtung nehmen muss.
Fazit:
Anders aber sehr gut

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Rezensionen von Philiene :

Wohlfühlroman

Gut Bradow – Jahreszeiten der Sehnsucht von Valentina May

Neuanfang, Spurensuche und vielleicht auch eine neue Liebe.? So könnte man diese Roman in wenigen Worten zusammenfassen. Doch damit würde man diesem Buch nicht gerecht werden. Der Roman erzählt die Geschichte von Jonna der ihr Leben über den Kopf wächst und beschließt ein neues Leben zu beginnen.

Sie geht aufs Land und wird dort beinahe magisch von einem alten Gut angezogen. Sie beginnt auf Spurensuche zu gehen, doch ihr werden Steine in den Weg gele5und dann ist da ja auch noch David....

Gut Bradow ist einfach ein Wohlfühlroman der von einer j6ngen Frau auf der Suche nach den Geheimnissen in der Vergangenheit ist. Gleichzeitig ist sie auch auf der Suche nach sich selbst und der Frage, wie es in Ihrem Leben weitergehen soll.

Gefühlvoll nimmt uns die Autorin mit auf Jonnas Weg und hat sich dafür mit Gut Bradow einen wundervollen Schauplatz ausgesucht.

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Rezensionen von tonton:

Schöne Bilder, tolle Idee, aber irgendwie gemein

Dieses Buch ist gefährlich von Ben Clanton

"Dieses Buch ist gefährlich" ist ein lustiges Mitmachbuch für Kleinkinder. Mein Vierjähriger hat mir diesem Buch viel Spaß gehabt (auch wenn es am Anfang ein bisschen verunsichert war) und hat es gleich zur Kita gebracht.
Die Geschichte ist ziemlich einfach. Eine kleine Qualle will sich vor Seeschlangen verstecken, wird von einer Kanone durch das Wasser geschossen, und dann von einem Hai aufgegessen.

Mit der Hilfe des Lesers wird die Qualle gerettet und sie findet ihren Freund den Narwal wieder.
Die Aufmachung ist wirklich wunderschön. Die Bilder sind ausdrucksstark und kleine Kinder können sofort verstehen, was gerade passiert. Das eine ist auch sehr süß.
Was weniger gelungen ist der Ablauf der Geschichte. Es ist ein Mitmachbuch, aber es ist nicht klar, was von den Kindern erwartet wird, und auch mein Kind war zuerst ein bisschen unsicher. Die Qualle bittet zum Beispiel dem Leser, ganz still zu sein, dann wirft ihn vor, nicht vor einer Gefahr gewarnt zu haben. Dann sollte der Leser die Kanone nicht anfassen, doch sie explodiert und irgendwie ist der Leser Schuld. Das finde ich ein bisschen gemein für Kleinkinder, die versuchen alles richtig zu machen. Bei der ersten Lektüre sah mein Kind an der Stelle nicht besonders glücklich aus, als hätte er was Falsches gemacht. Danach gibt es eine Flasche Chilisoße, die man auf keinen Fall schütteln sollte, aber eigentlich doch, denn dadurch wird die Qualle gerettet.
Also ich finde die Grundidee sehr toll, aber ich finde, dass die Leser gemein behandelt werden, was für die Zielgruppe nicht ganz passend ist.

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Rezensionen von Nele33:

bedrückend

Grenzfall - Ihr Grab in den Fluten von Anna Schneider

bedrückend
In ihrem 6. Fall bekommen es Kommissarin Alexa Jahn und der österreichische Chefinspektor Bernhard Krammer mit einer Unwetterlage zu tun, die mehr als bedrückend ist. Nach Unmengen von Regen, kommt es zur Katastrophe und man bekommt den Eindruck, die Dörfer und Orte versinken in einer Sintflut.

Es werden immer mehr vermisste Personen gemeldet und die Rettung der in ihren Häusern eingeschlossenen Menschen gestaltet sich aufgrund des immer noch vorherrschenden Unwetters mehr als schwierig.
Als in den Fluten ein Toter gefunden wird, stellt sich schnell heraus, er ist nicht ertrunken, sondern ermordet worden. So kommt es wieder auf ein Zusammentreffen von Alexa und ihrem Vater Bernhardt, und somit zu einer Zusammenarbeit.

Die Schilderungen des Unwetters und die schwierigen Rettungssituationen wurden so lebensnah geschildert, dass ich mich dem Szenario sehr nah fühlte. Äußerst bedrückend.
Der Fall an sich reicht bis weit in die Vergangenheit und die Auflösung hat mir sehr gut gefallen.

Ein gutes Team aus Vater und Tochter.
Eine klare Leseempfehlung von mir für diesen vielschichtigen Krimi.

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Rezensionen von Gute_Laune:

Richtig klasse!

Hochbeet für Ahnungslose von Anja Klein; Véro (Veronika) Mischitz

Der Comic-Stil spricht natürlich direkt mal Kinder an und macht sie neugierig. Die eigentliche Zielgruppe sind jedoch eher Erwachsene. Vero Mischitz hat die Zeichnungen wunderbar hinbekommen und die Texte sind gut verständlich. Man fühlt sich nicht, wie in der Schule, sondern unterhalten und dennoch lernt man dabei dazu.

Die Informationen sind gut gegliedert und fangen wirklich komplett bei Null an. Ich finde, dennoch sind sie auch für jene nützlich, die schon ein paar erste Erfahrungen mit Hochbeeten gesammelt haben. Außerdem hab ich gern etwas zum Nachschlagen griffbereit, falls ich mal wieder etwas vergessen habe, das ich eigentlich wusste!

Anja Klein macht keine große Wissenschaft mit Verboten und Vorschriften aus den Hochbeeten, sondern lädt ein, zu experimentieren und vor allem Spaß und Freude daran zu haben. Alles ist verständlich und erstaunlich ausführlich für so wenig Seiten und Worte erklärt und beschrieben.

Die Kapitel Das kleine Hochbeet 1 x 1; Dein erstes Hochbeet; Hochbeet bepflanzen; Hegen und Pflegen; Endlich Ernte einfahren; Hochbeet-Pflanzpläne; Was tun wenn sind gelungen gestaltet und erklärt. Ich bin erstaunt, dass ich in diesem Buch, das relativ wenig Text hat,, tatsächlich sogar mehr Informationen finde, als in einigen anderen Hochbeet-Ratgebern, die mit weniger Humor und Spaß arbeiten. Am Ende des Buches ist dann auch noch ein Register, über das man ganz schnell zur gewünschten Information gelangt. Der Erntekalender gefällt mir sehr, aber ich fände es genial, wenn es auch einen Saat-/Pflanzkalender gäbe. Ein wenig verwirrt mich auch, dass die Anzahl der Pflanzen auf der vorderen Klappseite nicht mit der Anzahl auf den genannten Seiten übereinstimmt.

Wer nach diesem Buch nicht sofort loslegt, sich ein Hochbeet anzulegen, wird auch durch kein anderes dazu bewegt werden. Ich mag seit Jahren Hochbeete und inzwischen habe ich vier, dazu ein Rahmenbeet und ein fünftes wird dieses Jahr dazukommen. Mit den Tipps von Anja Klein dürfte meine Ernte noch bunter, vielfältiger und größer ausfallen. Ich freu mich drauf! Und ich gebe trotz der ein oder anderen Kleinigkeit, die mir auffiel, die vollen fünf Sterne!

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