Kunden em pfehlungen
Rezensionen von HEYN Leserunde, Evi Werkl:
Die österreichische Seele
Im ersten Licht von Norbert Gstrein
Adrian Reiter, Protagonist und Zeitzeuge des 20. Jahrhunderts ist ein unnahbarer, rätselhafter Mann, der mich oft verwirrt und ratlos zurückgelassen hat. Obwohl er das Glück hatte, an beiden Weltkriegen, die er miterlebt hat, nicht aktiv teilnehmen zu müssen, bleiben ihm Kriegstraumata, über die er erst sehr spät mit ausreichender Distanz sprechen kann.
Dabei fällt der Satz, dass er sich schämt. Für mich die Quintessenz dieser Geschichte eines Nicht-Helden.
Die Sprache des Buches wirkt auf mich stellenweise schwadronierend und damit etwas anstrengend zu lesen. Der Schreibstil zwingt dazu, innezuhalten, Sätze mehrmals zu lesen und erzeugt damit eine Stimmung, die einem Gespräch mit einem fast Hundertjährigen wohl ähnlich ist. Insgesamt wirkt die Lebensgeschichte des Adrian Reiters für mich sehr grau und trostlos, besonders die beklemmende Zeit des zweiten Weltkriegs und die hilflose Sprachlosigkeit der Nachkriegsjahre geht sehr unter die Haut.
Das gemächliche Begleiten durch das Leben des Lehrers für Geschichte und Englisch, der erst in der Pension nach England reist, ist ein Dabei-Zusehen, wie Verdrängung, Wegschauen, Nicht-Wahrhaben-Wollen und sich schadlos halten seine Spuren hinterlässt. Es wirft die Frage auf, wie ich mich selbst durch diese schwierigen Zeiten durchlaviert hätte?
Keine leichte Kost, kein Page-Turner, geht bedrückend tief unter die Haut und wirkt lange nach.
Rezensionen von Cellissima:
Gute Fortsetzung der Reihe
Gänsehaut in Hovenäset 2. Sternengrab von Kristina Ohlsson
Band 2 der Hovenäset-Reihe von Kristina Ohlsson: Diesmal steht Alva im Mittelpunkt. Ihr Vater starb vor knapp 3 Jahren. Alle scheinen das einfach so zu akzeptieren, doch Alva kommt die Sache immer noch komisch vor, und so beschließt sie, endlich herauszufinden, was damals wirklich geschah.
Doch der Tod ihres Vaters ist nicht die einzige seltsame Sache in Hovenäset; Alvas Mutter hat gerade eine Strandhütte gekauft und möchte ein Café eröffnen.
Irgendetwas stimmt ganz und gar nicht mit dieser Strandhütte. Die Voreigentümer wollen nichts sagen - doch sie verschweigen eindeutig was!
Und zur selben Zeit erscheinen plötzlich ein kleines Mädchen, eine Frau und eine schwarze Katze in Hovenäset. Das Mädchen ist immer allein, die Frau spricht kein Wort, die schwarze Katze verfolgt Alva, nachts hört sie die Schritte ihres Vaters ...
Alva möchte natürlich auch diesen Dingen auf den Grund gehen, zumal sie schon bald ahnt, dass diese Dinge mit dem Tod ihres Vaters zusammenhängen.
Doch je weiter sie forscht, je näher sie der Lösung und Erklärung kommt, desto mehr schwebt sie in Gefahr ...
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Meine Nichte und ich haben schon den ersten Band, "Flammenrad", zusammen gelesen, und waren, da wir diesen Auftakt toll fanden, sehr gespannt auf "Sternengrab".
Kristina Ohlsson schreibt gewohnt gut, die Geschichte lässt sich wieder sehr angenehm und flüssig lesen.
Erneut ist es eine Geschichte, die sich sowohl zum Selberlesen als auch Vorlesen sehr gut eignet und die auch Erwachsene noch gerne lesen.
Auch die Altersempfehlung passt diesmal im Gegensatz zu "Flammenrad" gut, da "Sternengrab" nicht ganz so heftig, düster und gruselig ist. Natürlich kommt es immer auf das jeweilige Kind an, sodass man immer überlegen sollte, ob das jeweilige Kind schon bereit für so eine Geschichte ist oder ob man noch eine Weile warten sollte; grundsätzlich denke ich aber, dass Kinder ab elf Jahren das Buch gut lesen können.
Auch hier stehen Grusel, Mystery, Spuk, Krimielemente, Familie und Freundschaft, das Leben in einem kleinen schwedischen Küstenort sowie natürlich ein dunkles Geheimnis im Mittelpunkt.
"Sternengrab" lässt sich durchaus unabhängig von "Flammenrad" lesen.
Und auch diese Geschichte erzählt Kristina Ohlsson wieder atmosphärisch und bildhaft.
Grundsätzlich hatten wir wieder viel Freude an und mit dieser Geschichte, wenngleich wir sie schwächer fanden als den ersten Band. Für zartbesaitete Kinder ist das definitiv ein Vorteil, macht es diesen zweiten Band geeigneter - doch wir fanden ihn fast schon zu beschaulich. Nett, aber schwächer als den Auftakt eben. Erst ab S. 160 wurde es so richtig spannend und gruselig - dann allerdings überschlugen sich die Ereignisse und es wurde wirklich düster, fesselnd und spannend.
Ich möchte nun nicht ins Detail gehen, um nicht zu spoilern - aber es zeigen sich bzgl. der Auflösung, bzgl. der Frage, wer oder was dieses Mädchen ist, was es mit ihm auf sich hat, das selbe Muster, der selbe Aufbau, die selbe Erklärung und die selbe Auflösung wie schon im ersten Band bzgl. Bill. Das fanden wir enttäuschend. Wir hätten es besser gefunden, wenn die Autorin hier eine neue Idee gehabt hätte. So wirkt die Reihe sehr vorhersehbar. Wenn sich das beim dritten und letzten Band fortsetzt, dann ist sie es auch in der Tat. Das ist wenig kreativ. Und ich könnte mir vorstellen, dass Leser gleich welchen Alters wegen dieser Vorhersehbarkeit auch das Interesse an dieser Reihe verlieren könnten. Sicher nicht alle, aber doch manche.
Immerhin muss man der Autorin zugute halten, dass sie bzgl. der Mutter eine andere Lösung gefunden hat, und diese Idee war dann durchaus spannend und hat die Vorhersehbarkeit bzgl. des Mädchens etwas ausgeglichen.
Und ich muss auch sagen, dass die sonstige Geschichte, die Kristina Ohlsson rund um dieses Mädchen, um Evelyn, gestrickt hat, wirklich gut ist und für Gänsehaut sorgt. Das wiederum ist ihr hier so viel besser und überzeugender gelungen als bei Bill im ersten Band! Vielleicht kann man so also doch über dieses wiederkehrende Muster und die diesbezüglche Vorhersehbarkeit hinwegsehen.
Nicht ganz so glücklich bin ich allerdings auch bezüglich einiger Botschaften, die hier vermittelt werden. Erwachsene stehen drüber, im Hinblick auf Kinder sehe ich es kritisch.
So schweigen sowohl Kinder als auch Erwachsene, aus Angst, dass man ihnen ohnehin nicht glauben würde.
Und ich denke, dass man im Jahr 2026 wirklich nicht immer noch Angst vor schwarzen Katzen und Aberglauben fördern sollte - schon gar nicht bei Kindern. Man sollte endlich davon wegkommen, wenn man das noch nicht getan hat, bzw. bei Kindern dafür sorgen, dass diese Dinge gar nicht erst entstehen.
Und es ist einfach ein ebenso trauriger wie unfassbarer Fakt, dass auch im Jahre 2026 noch schwarze Katzen und generell schwarze Tiere diejenigen sind, die am längsten in Tierheimen ausharren müssen, sich am schwersten vermitteln lassen - weil auch im Jahr 2026 noch zahlreiche Menschen von Aberglauben geprägt sind, Angst haben und allen Ernstes denken, dass diese Katzen bzw. Tiere Unglück bringen würden ...
Daher finde ich diese Darstellung in einem Kinder- bzw. Jugendbuch etwas unglücklich bzw. zumindest erklärungsbedürftig.
Es ist für mich also wie schon Band 1 ein Buch, das man entweder mit den Kindern zusammen lesen oder über das man zumindest mit ihnen reden sollte.
Davon abgesehen haben wir aber auch "Sternengrab" gerne gelesen und sind nun schon sehr gespannt auf den dritten und letzten Band und auf das, was Harry und seine beiden Freundinnen dort erleben werden!
Rezensionen von booklover00:
Vom Mut, groß zu träumen
Vom kleinen Spatz, der eine große Amsel werden wollte von Werner Holzwarth
Das Buch handelt davon, dass der kleine Spatz eines Tages eine große Amsel werden möchte. Die kleine Amsel möchte einmal eine große Taube werden, die kleine Taube eine Möwe und so weiter. Die Erwachsenen reden die Träume jedoch klein und winken diese ab. Dieses Verhalten zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch.
Es ist fast ein bisschen traurig und gleichzeitig schön zu sehen, wie stark Kinderträume sind, auch wenn Erwachsene sie oft nicht ernst nehmen.
Zum Schluss zeigt sich jedoch, dass wenn Kinder an ihre Träume glauben, sie großes Bewirken können. Somit finde ich es wichtig Kinder zu ermutigen, groß zu träumen, anstatt dass Erwachsene sie sofort kleinreden.
Mir persönlich hat das Buch richtig gut gefallen. Die Botschaft ist schön, die Illustrationen zauberhaft, und beim Vorlesen hat es mir selbst Freude bereitet.
Rezensionen von PeLi:
gute Idee, schwächere Umsetzung
Es ist hell und draußen dreht sich die Welt von Dita Zipfel
Der Anfang des Romans hat mir gut gefallen. Zwei Paare verbringen gemeinsam mit den beiden Kindern des einen Paares den Urlaub in einem Ferienhaus am Meer, das von dem sehr wohlhabenden Paar komplett finanziert wird. Die Ausgangssituation ist interessant, vor allem die spürbaren Spannungen zwischen den beiden Frauen.
Sie mögen sich nicht besonders, beobachten einander kritisch, und diese unterschwellige Ablehnung sorgt zunächst für eine interessante, fast beklemmende Stimmung.
Mit fortschreitender Handlung wurde das Buch für mich jedoch zunehmend merkwürdig. Die Figuren verhalten sich immer seltsamer und wirken dabei zunehmend unsympathisch.
Die Dialoge und Handlungen sind oft so bizarr, dass mir das Lesen immer weniger Spaß machte. Auch kleine Details verstärkten dieses Gefühl der Distanz ,zum Beispiel, wie das Baby von allen Erwachsenen durchgehend genannt wird, das ist einfach nur sonderbar, das macht kein normaler Mensch.
Irgendwann kippt die Geschichte dann völlig ins Absurde. Ohne zu viel vorwegzunehmen: Die Sache mit dem Nashorn habe ich überhaupt nicht verstanden und sie wirkte auf mich eher befremdlich als bedeutungsvoll.
Das Ende schließlich empfand ich als ebenso seltsam wie unglaubwürdig. Viele Fragen bleiben offen, ohne dass sich für mich ein schlüssiger Gesamteindruck ergibt.
Das ist schade, denn der Schreibstil ist durchaus interessant, und auch die angesprochenen Themen hätten viel Potenzial gehabt. Insgesamt konnte mich das Buch jedoch nicht überzeugen.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Manfred Kohl:
"Waren Sie eigentlich im Krieg?"
Im ersten Licht von Norbert Gstrein
Diese an Versagen mahnende Frage begleitet den Protagonisten Adrian sein ganzes Leben. Und dennoch hat sich auch bei ihm der Krieg und seine Grausamkeit eingenistet und löst sich nicht auf. Wie viele Ukrainer etc. etc. stellen sich diese beißende Frage selbst? Schaurig.
Und: Wieviel Erinnerung ist gesund und wann beginnt sie krank zu machen?
Und: Wahrheiten werden nicht ausgesprochen.
Ein Anti-Kriegs-Buch mit hoher sprachlicher und erzählerischen Qualität - und einem gelungenen Spannungsbogen, der sich mehr und mehr zu einer großen Anklage gegen den Krieg aufbaut.
Rezensionen von ekiam:
Ein liebevolles Kinderbuch über Mut und eigene Träume
Vom kleinen Spatz, der eine große Amsel werden wollte von Werner Holzwarth
Vom kleinen Spatz, der eine große Amsel werden wollte ist ein wunderschönes und einfühlsames Kinderbuch.
Die Geschichte über die kleinen Vogelkinder, die später alle andere Vogelarten sein möchten, zeigt Kindern, wie wichtig Mut und eigene Träume sind und dass sie nicht immer derselben Meinung sein müssen wie ihre Eltern und sie ihnen auch das Gegenteil beweisen dürfen.
Gerade in diesem Punkt überrascht das Buch mit einem witzigen und unerwarteten Plot-Twist am Ende, der auf charmante Weise verdeutlicht, dass Erwachsene nicht immer recht haben.
Die Texte sind zwar sehr repetitiv, wirken dadurch jedoch einprägsam und laden dazu ein, schnell mitzudenken und mitzulesen.
Die wundervollen Illustrationen von Margarita Sada machen dieses Buch zu etwas ganz Besonderem: Sie sind liebevoll gestaltet, farbenfroh und detailreich, sodass jede Seite für sich ein kleines Erlebnis darstellt. Besonders das Easter Egg auf der Seite der kleinen Graugans, der die Mutter ebenfalls die Geschichte Vom kleinen Spatz vorliest, sorgt bei uns jedes Mal für großen Spaß.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Harald Schellander :
Licht und Schatten in vielen Nuancen
Im ersten Licht von Norbert Gstrein
Ein Buch vor seinem Erscheinungsdatum lesen zu können, ist eines der Privilegien als Mitglied der Heyn-Leserunde. Es fühlt sich an, als wäre ich der erste, der seine Schritte in frisch gefallenen Schnee setzt. Daneben finden sich noch keine Spuren von Literaturkritiker*innen, die sehr bald schon Norbert Gstreins Roman „Im ersten Licht“ in eben dieses rücken werden.
Das Licht, das dieses Werk verströmt, macht die Absurditäten und Grausamkeiten zweier Weltkriege sichtbar, die zwielichtigen Zeiten dazwischen und danach, ebenso die scheinbaren Gewinner und Verlierer, Befürworter, Gegner, Mitläufer. Mittendrin der Anti-Held Adrian, der, selbst auf seine Weise ein Kriegs-Versehrter, zwischen allen Positionen und Hierarchien laviert, und so lange wegschaut, bis ihm nichts anderes übrig bleibt als hinzuschauen. Vielleicht deckt Adrian Reiter, der niemals geritten ist, sogar ein hochbrisantes Faktum um einen ehemaligen umstrittenen Bundespräsidenten auf. Norbert Aus den Schattenseiten Österreichs führt der Erzählstrang bis in das helle Licht der Downs nach Südengland. Norbert Gstrein schreibt elegant, mit großem Schwung, frei von Pathos, obwohl es oft um Pathos geht. Ich wünsche dem Autor, dass sich viele Leser*innen auf diese sieben Jahrzehnte umspannende Geschichte einlassen.
Rezensionen von Petra:
Das Meer und die Frauen
Die Seehexen von Positano von Sarah Penner
Das Meer gibt Leben und nimmt es. An der Amalfi Küste liegt der Ort Positano, den Bewohnern geht es gut. Der Fischfang ist reichlich, die Küste hält und die Piraten meiden diesen Ort im Gegensatz zu den benachbarten Orten.
Warum ist das so? Liegt es an den Frauen die mit besonderen Sprüchen das Meer untertan machen, oder ist es einfach Zufall das die Geografie an diesem Ort einfach anders ist.
Das Buch erzählt die Geschichte in zwei Zeitebenen. Um 1820 ist es Mari die eine Seehexe mit herausragenden Fähigkeiten ist, in der Gegenwart erleben wir die Abenteuer von Haven einer Meeresarchäologin.
Wie auch in den voran gegangenen Büchern der Autorin ist der Teil mit der Vergangenheit spannender, überzeugender und emotionaler erzählt. Die Gegenwart wirkt auf mich überfrachtet und die Liebesbeziehung klingt fade.
Irgendwie kann die Autorin an ihrem ersten Buch "Die geheime Apotheke" nicht anknüpfen. Zwar sind in allen Büchern starke Frauen die Hauptfiguren die vor allem in der Vergangenheit unter übergriffigen Männern zu leiden haben und sich auf ihre Art wehren. Aber sie überzeugen nicht. Hier ist es Mari die das Meer liebt und gleichzeitig hasst. Bei Haven ist es Mittel zum Zweck.
Der mystische Teil gibt es nur bei Mari. Kann man das Meer nur mit der eigenen Gegenwart und ein paar Zaubersprüchen beeinflussen, so ganz wird die Frage nicht beantwortet, jeder kann es so oder so für sich auslegen.
Rezensionen von Lotta:
Ersten 60 % Top, danach fast nur noch Romance
To Cage a Wild Bird von Brooke Fast
Endlich mal wieder eine Dystopie! Es geht wie so meist direkt um Leben und Tod. Etwas zwischen gibt es nicht. Die Welt von Raven is unterteilt in verschiedene Sektoren und sie im untersten Sektor hat es am schwersten. Kaum Nahrungsmittel, die Eltern wurden ins Gefängnis gebracht. Dort wurde jetzt auch ihr Bruder hingebracht.
Es ist sein sicherer Tod. Menschen aus anderen Sektoren zahlen dafür, die Gefangenen auf der Jagd zu erschießen. Ein Prozess wie wir ihn kennen gibt es nicht. Raven soll ihm und einer weiteren Person beim Ausbruch helfen. Das ist noch niemanden gelungen...
Der Schreibstil zieht den Leser sofort in seinen Bann. Es ist kaum möglich das Buch zur Seite zu legen. Raven und ihre Mitmenschen kennenzulernen und vor allem die Entwicklung von Raven zu beobachten ist wirklich toll. Zumindest die ersten 60 %. Ja, es steht auf dem Buch "Enemies-to-lovers" und ja, ich weiß auch, dass ich nicht sonderlich gerne Bücher lese in denen ich die Hauptcharaktere ständig anfeuern muss. Es gibt jedoch verschiedene Stufen von anstrengender Romance. Ein bisschen Anfeuern gehört dazu. Doch, wenn ich die letzten 40 % gefühlt nur noch überfliege, weil sie nicht mehr voneinander ablassen können, dann ist mein realer Partner irgendwann genervt von mir, obwohl ich doch lese.
So hat mich das Buch leider nach 60 % überhaupt nicht mehr überzeugt. Zu viel Romance. Es war auch wirklich nicht notwendig. Ich bewerte mit 3 von 5 Sternen.
Rezensionen von Lotta:
Hohe Aktualität und Spannung
Oxen. Interregnum von Jens Henrik Jensen
Band 7 mit Nils Oxen - es lohnt sich die vorherigen Bände gelesen zu haben, um sämtliche Anspielungen und privaten Befindlichkeiten wirklich zu verstehen. Inzwischen werden kaum noch neue Charaktere eingeführt.
Scheinbar haben sie den Danehof doch nicht ganz zerstört. Mossmann hat da eine Tonaufnahme, die etwas gegenteiliges beweist und dann wird eine der beteiligten Personen im Ferienhaus in Südschweden tot aufgefunden.
So halb offiziell ermitteln jetzt Franck und Oxen.
Der Schreibstil ist gut und angenehm wie immer. Es wird zwischen verschiedenen Perspektiven hin und her gewechselt. Manche Zusammenhänge decken sich erst nach und nach auf, doch immer sehr schlüssig und irgendwie immer zum richtigen Zeitpunkt. Besonders gut hat mir diesmal die Aktualität gefallen. So wird unteranderem über den Besuch des US-amerikanischen Außenministers gesagt, dass den keiner sehen möchte, man ihn aber auch gleichzeitig nicht ausladen könnte. Natürlich konnte Jens Henrik Jensen nicht wissen, dass ich das Buch lese kurz bevor das Grönland Thema so richtig hochkocht. Dennoch einfach passend. Es ist auch nicht das einzige Detail, was so perfekt in die aktuelle Weltpolitik passt.
Durch die hohe Aktualität und Spannung war es ein absoluter Genuss das Buch zu lesen und ich freue mich immer auf einen weiteren Band mit Franck und Oxen. So vergebe ich 5 von 5 Sternen.








