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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Sheilo:

Fesselnde Romantic Suspense

Queens Cartel (Band 2) - With All Your Fears von Anne Lück

Als Ira ging, hat er Jennas Herz mitgenommen. Vor drei Jahren hat sich Ira von Jenna getrennt, ohne dass er ihr gesagt hat, wieso er ihr das Herz bricht. Seitdem hat Jenna ihre Heimat St. Ives gemieden, doch der Tod ihres Vaters veranlasst sie dazu, zurückzukehren.

"Queens Cartel: With All Your Fears" ist eine mitreißende und fesselnde Romantic Suspense von Anne Lück, die in einer idyllischen Kleinstadt spielt und vor allem die Mafia Vibes haben es mir angetan.

Der Schreibstil der Autorin ist einfach großartig und man fliegt nur so durch die Seiten. Es hat mir total viel Spaß gemacht, selbst mit zu rätseln, wer hinter den vielen Vermissten steckt, die Spannung ist wundervoll und der Plot-Twist der Geschichte hat mich wirklich überrascht.

Jenna ist eine tolle Frau, die alles für ihre Freunde und ihre Familie tut. Trotz der unerwarteten Trennung von Ira spürt man deutlich, wie sehr sie sich immer noch zu ihm hingezogen fühlt. Auch von Iras Seite sind die Gefühle greifbar und er selbst tut alles dafür, dass Jenna nicht unter seinen Fehlern der Vergangenheit leiden muss. Ira ist für mich ein sehr vielschichtiger und interessanter Charakter, hinter dessen äußeren, harten Hülle so viel mehr steckt.

Zwischen Jenna und Ira herrscht ein großes Gefühlschaos und trotzdem spürt man schnell, dass sie perfekt zusammen passen. Jenna mit ihrem Dickkopf und Iras Beschützerinstinkt ergänzen sich sehr gut und ich konnte von den beiden einfach nicht genug bekommen.

Mit "Queens Cartel: With All Your Fears" hat Anne Lück eine perfekte Romantic Suspense geschaffen, die eine fantastische Spannung bietet und wundervolle Mafia Vibes. Ich liebe das Buch sehr und kann es sehr empfehlen.

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Rezensionen von brauneye29:

Sehr spannend

Im Morgengrauen,2 Audio-CD, 2 MP3 von Marc Raabe

Zum Inhalt:
Im Netz gehen Videos einer unbekannten Frau viral mit skandalösen Details ihrer Affäre mit dem Bundeskanzlers. Auffällig an ihr ist ein besonders Tattoo. Dann verschwindet der Kanzler spurlos. Und in einem U-Bahn-Tunnel stoßen Art und Nele auf die Leiche einer jungen Frau. Ist das die Frau aus dem Video? Zudem gibt es auch noch eine Verwicklung von Art selbst zur Frau des Bundeskanzlers.

Meine Meinung:
Eins muss man dem Autoren ja lassen, er versteht es gleich von Anfang an ein hohes Spannungsniveau aufzubauen und das auch über ein ganzes Buch zu halten. Ich habe überhaupt keine Längen empfunden. Durch Perspektiv- und Szenenwechsel wird die Geschichte immer wieder mit neuen Sichten und weiteren Entwicklungen. Die Geschichte ist mega spannend und trotz einer ordentlichen Länge den Hörbuchs, habe ich fast nicht aufhören können und wollte einfach immer weiter hören. Ganz klare Hörempfehlung!
Fazit:
Sehr spannend

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Rezensionen von ReiShimura:

Ein Eis, sieben Tiere und jede Menge Chaos

Gans, Gans, Elch - Ein tierischer Zählspaß von Kael Tudor

Der kleine Leser zeigt sehr großes Interesse an Zahlen und Buchstaben. Dieses Interesse versuchen wir natürlich zu fördern. Da wir in den letzten Jahren sehr gute Erfahrungen mit den Büchern des Baumhausverlages gemacht haben, durfte dieses Buch bei uns einziehen. Bereut haben wir die Entscheidung keine Sekunde.

Die Grundidee des Buches ist schnell erklärt: Es ist heiß und alle Tiere wollen ein Eis. Also wird sich brav in einer Reihe angestellt und der Eisverkäufer zählt die Tiere durch. Doch so einfach das klingt ist es dann doch nicht. Denn der eine oder andere Elch stellt sich in der falschen Reihe an und somit ist das Chaos vorprogrammiert.

Besonders hervorzuheben sind die farbenfrohen und lustigen Illustrationen. Wer die Bücher rund um den Blätterdieb kennt, wird den Stil der Bilder sofort wiedererkennen, da die gleiche Illustratorin, Nicola Slater, dafür verantwortlich ist. Die Tiere sind realistisch und dennoch ansprechend niedlich dargestellt.

Die Wortanzahl ist verhältnismäßig gering. Dies passt in diesem Fall aber sehr gut, da der Hauptfokus des Buches auf dem Zählen von eins bis sieben liegt. Die Reime sind einfach und auch recht anständig gereimt. Es macht Spaß, das Buch vorzulesen. Noch mehr Spaß macht es aber scheinbar, wenn man das Buch vorgelesen bekommt. Zumindest wenn ich an die Reaktion des kleinen Lesers denke. Dieser kam nämlich aus dem Kichern und Kudern gar nicht mehr raus.

Für den kleinen Leser war das Buch fast schon ein wenig zu einfach. Es hat ihn aber definitiv gut unterhalten und den Zahlenbereich von eins bis sieben noch einmal gefestigt.

Der Baumhaus Verlag hat hier wieder einmal ein liebevoll gestaltetes Kinderbuch auf den Markt gebracht. Empfehlenswert für alle Kinder ab zwei Jahren, die Interesse an Zahlen und dem Zählen haben.

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Rezensionen von clematis:

Karma

Was das Schicksal uns schenkt von Catherine Ryan Hyde

„Gibt es so etwas wie Karma?“, fragt sich Addie Finch als Jonathan Westerbrook sich wünscht, dass ihr das Schicksal etwas Großes, Wunderbares als Belohnung schenkt. [kindle, Pos. 265]. Tatsächlich hat die 62jährige dem fremden Teenager gerade sehr geholfen, indem sie ihm eine Tasse Kaffee und ein Dach über dem Kopf angeboten und den Grundstein für eine außergewöhnliche Freundschaft gelegt hat.

So warmherzig, wie wir es von Catherine Ryan Hyde gewohnt sind, wird auch diese besondere Geschichte erzählt. Auf leisen Füßen schleichen sich Addie und Jonathan in unsere Herzen, ich weiß nicht, ob sie das im echten Leben auch so spielend geschafft hätten, denn oftmals halten uns ja vorgefasste Meinungen davon ab, einen Menschen erst näher kennenzulernen. Dieser durchwegs ruhige Roman lässt uns innehalten und nachdenken, wie wir unsere Beziehungen leben und ob nicht ein wenig mehr Aufmerksamkeit und Aufeinanderzugehen vorstellbar wäre. Denn gerade das Vertrauen, welches Addie dem jungen Obdachlosen entgegenbringt, bietet auch ihr, einer trockenen Alkoholikerin, eine große Chance, sich im positiven Sinne weiterzuentwickeln. Mit vielen Szenen aus dem Alltag und den wechselnden Sichtweisen von Addie und Jonathan kommen wir als Leser ganz nah an das Geschehen heran und können direkt miterleben, wie es den beiden gerade geht. Aber auch die vermeintlichen Nebenrollen sind bestens besetzt und gut vorstellbar in die Handlung eingeflochten. Jeder Einzelne hat auf seine Weise Einfluss auf den Lauf der Dinge, doch jeder selbst ist schlussendlich dafür verantwortlich, was daraus erblühen kann und in welche Richtung sich das Schicksal wendet. Ob es nun Karma ist oder Glück, Zufall oder harte Arbeit? Am Ende bleiben jedenfalls Zufriedenheit und Dankbarkeit zurück.

Catherine Ryan Hyde ist trotz – oder gerade wegen – ihres ruhigen Schreibstils ein Garant für emotionsvolle Lesestunden. Sehr gerne empfehle ich auch diesen Roman weiter an all jene, die sich nicht davor scheuen, mit Themen wie Obdachlosigkeit, Gewalt und Sucht konfrontiert zu werden, denn für einen Ausweg ist es nie zu spät.

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Rezensionen von Anonym:

Gute Dystopie, aber nicht feministisch

Ich, die ich Männer nicht kannte von Jacqueline Harpman

Meine Erwartungen an dieses Buch waren hoch, da es laut Werbung so feministisch wie Margaret Atwoods „Der Report der Magd“ sein sollte. Es ist eine gute Dystopie, aber der Vergleich hinkt meiner Meinung nach.

Die Geschichte ist aus der Ich-Perspektive einer Person geschrieben, über die wir nicht viel wissen, denn sie weiß selbst nicht viel von sich.

Als Kleinkind kam sie mit 39 anderen Frauen in ein unterirdisches Gefängnis und kann sich deshalb als Einzige weder an ihren Namen noch ihre Vergangenheit oder an ein Leben in Freiheit erinnern. Umso irritierender ist es für sie, als sie diese zusammen mit den anderen unter seltsamen Umständen wiedererlangt. Ich fand die Entwicklung und Handlungen der Protagonistin zwar nicht immer logisch, aber ein interessantes Gedankenexperiment.

Feminismus konnte ich nicht wirklich entdecken, eher das Gegenteil. Die Frauen leben zwar ohne Männer, aber das ist ja keine bewusste und freiwillige Entscheidung. Sie wirkten, als würden sie Männer vermissen und als wäre ihr Leben ohne diese sinnlos. Die namenlose Protagonistin ist aktiver in ihrem Verhalten, wohingegen die anderen Frauen eher passiv sind. Das könnte man natürlich als Auswirkung vom Aufwachsen und Leben im Patriarchat interpretieren, aber so richtig überzeugt mich das nicht.

Ansonsten ist das Buch sehr zeitlos, man merkt beim Lesen nicht, dass die Autorin es schon 1995 geschrieben hat. Vieles wird der Interpretation des Lesers überlassen und nicht aufgeklärt. Mit seinen philosophischen Ansätzen regt es auf jeden Fall zum Nachdenken und zum Austausch darüber an. Das ist meiner Meinung nach das Spannendste an dem Buch: nicht die Geschichte an sich, sondern das, was mit einem während und nach dem Lesen passiert.

Ich würde es auf jeden Fall weiterempfehlen, solange man keine feministische Geschichte erwartet.

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Rezensionen von Anonym:

Ein klasse Buch mit Mehrwert auf mehreren Ebenen

Tom Tauber – Ratte der Lüfte von Hannah Schenk

Das Buch ist wirklich sehr gut gelungen und begeistert unsere ganze Familie. Es ist recht groß, das Cover ist matt und leicht angeraut und die Seiten hochwertig. Der Hintergrund ist immer recht simpel gehalten, dafür stehen die niedlichen Tierchen im Vordergrund.

Es geht um Identität, Familie und Zugehörigkeit und vermittelt schon den Kleinsten, dass Liebe nichts mit biologischer Abstammung zu tun hat, sondern man diese von den unterschiedlichsten Konstellationen erfahren kann.

Außerdem zeigt es, dass Mut sich auszahlen kann und den Horizont erweitert.

Nach der eigentlichen Geschichte gibt es noch eine Doppelseite mit dem „Tauben Tagesspiegel“, auf der die Situation von Stadttauben kindgerecht erklärt wird, z. B. warum es so viele gibt und warum die meisten Menschen unberechtigte Abneigungen gegen sie haben.

Generell finde ich das Konzept des Verlages mit ihren nachhaltig produzierten Büchern und den Erlösen, die zum Teil an tiergestützte soziale Angebote gespendet werden, toll. So werden auch mit Tom Tauber unter anderem Taubenschutz-Projekte unterstützt.

Alles in allem ein klasse Buch, das Kindern zwei unterschätze Tierarten näherbringt und vielleicht auch bei Erwachsenen mit einigen Vorurteilen über Ratten und Tauben aufräumen kann.

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Rezensionen von ikatzhorse2005:

Geliebt habe ich sie immer, sie ist ein Teil von mir selbst

Unerwünschte Töchter von Miriam Carbe

Unerwünschte Töchter von Miriam Carbe (Hanser Verlag)
Meine Urgroßmutter Margarethe war eine strenge Mutter. Auf die aus ihrere Sicht falschen Lebensentscheidungen meiner Großmutter Marianne hat sie später scharf reagiert.
Die ersten drei Jahre meines Lebens wurde ich meiner Urgroßmutter verschwiegen.

Als ich in die Schule kan, musste ich dieser fremden unheimlichen Frau Briefe schreiben, die dann mit ihren roten Korrekturen und getrockneten Blüten zurückkamen. S.59
Der autobiographische und teils mit fiktiven Anekdoten gefüllte Roman basiert auf den Tagebüchern der weiblichen Vorfahren der Familie von Mirian Carbe: Margarethe, Marianne, Monika und Miriam selbst. Ein weiterer Hauptdarsteller ist der Schrank, den sich Urgroßmutter Margarethe 1912 in Dresden anfertigen lässt. Der Inhalt wechselt mit der Besitzerin und so spiegelt dieses Möbelstück den Charakter, die jeweiligen Vorlieben und den Zeitgeist der Nutzerin wieder. Eitelkeiten spielen bei den Frauen dieser Familie keine Rolle. Anna Maria Augusta Webers Ehemann Carl Hermann bringt es gekonnt auf den Punkt, indem er sagt: „Du schimpfst immer auf alles, was du eitel findest. Aber das ist deine Form der Eitelkeit.“ Margarethes Mutter liebt klassiche Literatur, Poesie und das rezitieren von Goethe. Hier findet sie Ruhe und Antworten. Geprägt durch diese Erziehung stehen die Werke der Dichter Goethe, Lessing, Hauff und Schiller noch bei Margarethe hinter den zweimal achtzehn kleinen Glasfensterchen.
Marianne zweckentfremdet den Bücherschrank zur Dekoration für Nippes und verbannte die Literatur in den Seitenflügel. Die zarte Frau ist immer in Bewegung und es gibt unablässig etwas zu tun und zu erledigen. Ihre Geschichte hat mir besonders gut gefallen. Monika füllt das Familienerbstück wieder mit klassischer Literatur und modernen, europäischen Werken. Bei ihren Erzählungen gibt es einige Längen. Trotzallem ist auch ihr Leben bewegend und verläuft nicht immer geradlinig.
Jetzt: Miriam. Hier finden sich die generationsübergreifenden Tagebücher in dem geschreinerten Möbelstück wieder. Sie formt aus dieser Fülle an Eindrücken, Erlebnissen, Gefühlen und Gedanken eine von einem Jahrhundert geprägte Geschichte. Eingezwängt in Normen, Erwartungen und Umstände und gezeichnet von Verlusten der jeweiligen Zeit, sind die Frauen selbstbewußt genug, um ihren eigenen Weg zu gehen. Gern hätte ich noch viel mehr von Miriam Carbe selbst erfahren, die aus der Gegenwart ihre Geschichte erzählt. Abwechselnd lieben und leiden wir anfangs mit ihrer Ur-Urgroßmutter in der Villa Parsifal in Dresden, und mit ihrer Urgroßmutter, Großmutter und Mutter in Meiningen und Ostwestfalen mit. In Rückblenden schreibt die Autorin diese eindrücklichen Anekdoten. Zum Schluss findet sich eine runde Geschichte, die an dieser Stelle perfekt zu Ende geschieben ist.

Fazit: Ich habe diesen einfühlsamen und gleichzeitig direkt erzählten Roman in kleinen Portionen gelesen. Man muss das Erzählte setzten lassen. Doch schnell hatte ich, nach zugeschlagenen Buchdeckeln, das Bedürfnis weiter lesen zu wollen.
Miriam Carbes Hauptprotagonistinen haben Ecken und Kanten. Sie sind vielleicht nicht unerwünscht, wie der Buchtitel sagt, sondern sie starten eher unerwartet in das Leben und in diese Familie. Die Ähnlichkeiten, die meist eine Generation überspringen, spiegeln sich auch in Miriam Carbes besonderer Beziehung zu ihrer Großmutter wieder. Denn trotz aller Prägung und Ansichten siegt das Herz über den Verstand; und das ist gut so!
Liebe Miriam Carbe, danke für das Teilen ihrer Geschichte. Ich habe die Familie gern begleitet. Ein wundervoller Roman, der zu Herzen geht.

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Rezensionen von S.L. :

Was für eine Zukunft!

Cryptos von Ursula Poznanski

Was für eine Zukunft!
Jana programmiert Phantasiewelten. Perfektes Leben, perfekte Welt. Die wirkliche Welt ist nicht lebenswert. Als in einer Wunschzone eine Störung auftritt, bleibt Jana in einer diesen Welten gefangen. Alle Welten sind originell, einige wunderschön, aber auch gefährlich. Nicht wirklich, wird man gefressen, findet man sich in seinem zuhause lebendig wieder.

Aber neuerdings: nicht! Tot ist tot. Wer sabotiert die Traumwelten? Das will Jana unbedingt herausfinden. Böse, sogar tödliche Überraschungen erwarten sie. Kein Ausweg in Sicht. Inzwischen geschehen auch in der Realwelt unkontrollierbare Dinge.
Ursula Poznanskis Figuren wirken authentisch, sind vielschichtig angelegt. Ihre Welten sind inspirierend, wecken Wünsche. Unerwartete Wendungen lassen keine Langeweile aufkommen. Ein Bild einer möglichen, gar nicht so weit entfernten Zukunft wird entworfen: Klimaschutz, Lebensmittelsorge, kaum körperliche Arbeit und strenge Kontrolle.
Die Autorin schreibt wunderbar und atemberaubend spannend, phantasievoll und originell. Ich habe es geliebt, dieses Buch zu lesen und kann es uneingeschränkt weiterempfehlen!

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Rezensionen von ReiShimura:

Klassische Chick-Lit mit frischem Twist

Fake Date Me. Neun Hochzeiten zum Verlieben von Michaela Tiedemann

Die Zeit der Chick-Lit Romane der 1990iger Jahre ist ja leider vorbei. Ich habe diese Romane und auch die romantischen Komödien der Zeit wirklich geliebt. Doch hin und wieder gibt es Bücher die an diese Zeit erinnern. Dieses Buch ist eben so eines. Ein herrlich lustiger, erfrischender Liebesroman ohne viel Spice, dafür mit Charme und Witz.

Die Idee zu Michalea Tiedemanns Roman ist definitiv nicht neu, aber mir gefällt ihre Interpretation der ganzen Geschichte wirklich sehr gut. Im ersten Augenblick habe ich befürchtet, dass das Buch mit der Zeit langweilig werden könnte. Der Hauptteil der Handlung spielt auf verschiedenen Hochzeiten und die Vermutung lag nahe, dass es hier viele Wiederholungen und Ähnlichkeiten geben wird. Zu meiner großen Freude muss ich aber sagen, dass ich die Kreativität und den Einfallsreichtum der Autorin unterschätzt habe. Jede der Hochzeiten ist einzigartig und etwas ganz Besonderes.

Den Schreib- und Erzählstil der Autorin fand ich sehr ansprechend. Leider hat mich die Leseweise von Susanna Cuda nicht ganz überzeugen können. Daher habe ich in der Mitte des Buches vom Hörbuch zum E-Book gewechselt. Susanne Cuda hat auf jeden Fall eine solide Arbeit abgeliefert, allerdings traf ihre Art zu lesen nicht ganz meinen Geschmack.

Die Handlung selbst durchläuft die für dieses Genre klassischen Irrungen und Wirrungen. Es gibt das eine oder andere Missverständnis und eine knisternde Stimmung. Die weibliche Hauptperson Lily hat mich hin und wieder ein wenig genervt und ich konnte ihre Gedanken nicht immer nachvollziehen. Bei Thomas hätte ich mir gewünscht, dass die Autorin ein wenig von den üblichen Klischees, reich, gutaussehend und arrogant, abgewichen wäre.

Alles in allem ist dies ein wirklich erfrischender Liebesroman. Ideal für alle Fans von klassischer Chick-Lit.

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Rezensionen von Marw76:

Die Karte

Das Rad der Welt von Hendrik Lambertus

Lüneburg um 1300.

Die junge Agnes leidet unter den Machtspielen ihres Vaters, des Fürsten Otto, der entschlossen ist, seine Tochter an einen Adeligen zu verheiraten. Doch Agnes' Liebe gilt der Wissenschaft: Begeistert studiert sie Werke der Naturkunde und Geografie. Sie erstellt Skizzen für eine eigene Darstellung der Welt, eine Karte, in die ihr gesamtes Wissen einfließen soll.

Bei ihrer Recherche begegnet sie dem jungen Krämer Liudger, der ihre Leidenschaft teilt und in den sie sich verliebt. Sie plant, mit ihm davonzulaufen, den Standeszwängen zu entfliehen und endlich etwas von der Welt zu sehen, als ihr Vater hinter die Affäre kommt und sie zur Buße für den Rest ihrer Tage ins Heidekloster Ebstorf schickt.


Agnes ist verzweifelt, bis sie den großen Wissensschatz des Klosters entdeckt: die Bibliothek. Während ihr Traum zu reisen in unerreichbare Ferne rückt, wächst die Entschlossenheit, ihre Karte fertigzustellen. Ein prunkvolles Dokument, das die Welt als großes Ganzes abbildet – eine Karte, die in die Geschichte eingehen könnte. Wenn es Agnes gelingt, sie zu vollenden ...

Der Schreibstil war immer sehr mitreißend und leicht zu lesen, die Seiten sind nur so dahin geflogen. Ausserdem wurde die Welt zu dieser Zeit sehr gut beschrieben, das Buch war wie eine kleine Zeitreise ins 12. Jahrhundert.

Die Handlung habe ich sehr gemocht, sie ist mitreißend und spannend geschrieben. Obwohl das Buch 600 Seiten hat, kam niemals Langeweile auf! Auch die Recherchearbeit war sehr penibel und wunderbar.

Der Autor integriert immer wieder Traditionen und Feste von der damaligen Zeit in die Handlung, ich konnte deshalb allerlei dazu lernen. Auch die Zeit im Kloster wird anschaulich und lebendig beschrieben.

Agnes ist ihrer Zeit vorraus, aber dadurch war ich als Leser auch immer sehr nah an ihr dran und konnte ihr Handeln nachvollziehen.

Ein wirklich tolles Buch über eine mutige Frau, die die erste Karte der Welt vollenden möchte. Nur zu empfehlen

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