Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Anno:
Gute Medizin beginnt mit Vertrauen
Bauchgefühl von Marlene Heckl
Zwischen Zeitdruck, Diagnostik und Behandlungsmethoden verliert man sich als Patient heutzutage recht schnell. Ein Arzt hat kaum Kapazitäten auf sein Gegenüber wirklich einzugehen und zurück bleibt ein Patient, der sich nicht gesehen fühlt, verunsichert ist oder gar beginnt der Medizin zu misstrauen.
Dies möchte die Autorin dieses Buches ändern. Sie erzählt von ihrem Praxisalltag, von Patientenschicksalen und gibt Menschen Hilfen an die Hand, die es ihnen ermöglichen wieder mehr auf ihr Bauchgefühl zu hören, die Systeme und Situationen erklären und einen gezielt auf den nächsten Arztbesuch vorbereiten.
Wie beeinflusst die Kommunikation die Qualität des Arztbesuches? Was sagt eine Statistik aus? Wann sind welche diagnostischen Maßnahmen ratsam? Ist es sinnvoll nach Symptomen zu googeln oder wie kann KI im Medizinischen Alltag sogar förderlich sein?
Sie beschreibt das Heute, Kritik äußert sie sachlich, schaut jedoch zugleich auch in die Zukunft und zeigt Verbesserungen auf. Und sie erklärt menschlich und auf Augenhöhe.
Dieses Buch war für ein Sachbuch erstaunlich gut lesbar, ja, sogar kurzweilig und sehr informativ. Es hat mich bestärkt und mir mehr Klarheit geschenkt. Ich sehe den Arzt nun mit etwas anderen Augen und kann ihm wieder mehr vertrauen, weiß aber zugleich, was auch ich dazu beitragen kann, dass ein Praxisbesuch auch gelingt. Danke dafür.
Rezensionen von div:
Folgen einer Katastrophe
Unter Wasser von Tara Menon
Folgen einer Katastrophe
"Unter Wasser" von Autorin Tara Menon ist ein sehr atmosphärischer, aber ruhiger Roman über Freundschaft, Verlust und das Erwachsenwerden. Tara Menon gelingt es auf beeindruckende Weise, eine intensive Stimmung aufzubauen, die den Leser von der ersten Seite an in ihren Bann zieht.
Die Sprache ist zugleich poetisch und klar, wodurch die Figuren besonders lebendig und greifbar werden. Die Protagonistin Marissa wirkt authentisch, verletzlich und zugleich stark - alles dreht sich um ihre Erlebnisse und Gefühle. Ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte ist glaubwürdig und berührend dargestellt. Man bekommt tiefe Einblicke in die Zeit um den Tsunami.
Absolut gelungen finde ich auch das Cover - mega.
Von mir gibt es eine Empfehlung, insbesondere für jene, die tiefgründige Erzählungen schätzen - ein Roman, der noch nach dem Lesen nachhallt.
Rezensionen von youngreaders:
Sehr schöner Roman
The Night We Met von Abby Jimenez
Abby Jiminez Liebesroman "The night we met" ist einfach wieder ein wunderbares Buch und ja es ist hier nicht alles heile Welt und die Protagonisten haben mit ihrer Vergangenheit, mit ihren Problemen und auch mit der Gegenwart zu kämpfen, aber wie in allen ihren Büchern ist das Ende immer versöhnlich und schön.
Die Idee hinter dem Buch ist einfach großartig, denn es ist eine einzige Entscheidung von Larissa, ob Mike oder Chris sie heimfährt, die über die Entwicklung ihres weiteren Lebens entscheidet. Man sieht oft nur den ersten Eindruck und muss sich dann entscheiden. Was aber, wenn diese Entscheidung die falsche oder zumindest nicht die bessere Wahl war. Was wäre anders gelaufen oder hatte es etwa so kommen müssen, damit es am Ende so ausgeht, wie es nun ausging?
Ich mag Jiminez Schreibstil sehr und jede einzelne Seite des knapp 500-seitigen Romans habe ich genossen. Freue mich schon auf das nächste ihrer Bücher!
Rezensionen von DoraLupin:
Wunderbarer historischer Jugendkrimi, zum miträtseln
Fräulein Renée und das kartografische Komplott von Kaja Grimme
Schon alleine das Cover hat mir gleich gefallen und ich wollte wissen was sich hinter dem tollen Bild wohl für eine Geschichte verbirgt. Ich bin auch sehr froh, dass ich das Buch gelesen habe, denn ich hatte so viel Spaß mit diesem historischen Jugendkrimi bei dem man absolut gut mitraten kann!
Inhaltlich führt das Buch den Leser nach Deutschland ins Jahr 1908: Der junge Dichter Caspar Schütze heuert als Chronist bei der 17-jährigen Renée Graf an.
Ihre Regeln sind einfach: Nummer eins, das Kommando hat sie. Nummer zwei, sie entscheiden sich gegebenenfalls nicht für die vernünftige, sondern immer für die abenteuerliche Lösung. Nummer drei, Tradition ist nie ein Argument. Caspar lässt sich auf die ungewöhnliche Abmachung ein, hat er doch gerade keine andere Wahl. Das erste Abenteuer erwartet sie auch schon bald in Form einer Leiche, die sie in einem alten Forsthaus entdecken. Eine Spur führt zur ehrwürdigen Geographischen Gesellschaft Württemberg.
Der Schreibstil konnte mich schnell fesseln und in seinen Bann ziehen, einfach und locker zu lesen und dennoch hatte ich die Personen und Schauplätze schnell vor Augen. Sehr mitreißend, wollte ich in jeder freien Minute wissen wie das Buch weitergeht! Auch die Protagonisten sind ungewöhnlich und toll! Renee denkt sehr modern und ihrer Zeit vorraus, was sie schnell sympathisch macht, Caspar dagegen ist, nicht nur wegen seinem Sinn Zahlen und Namen in Farben zu sehen, geheimnisvoll.
Der Kriminalfall ist einfach super und es macht so viel Spaß mit beiden auf die Suche zu gehen, eine mysteriöse geographische Gesellschaft kennen zu lernen und historische Plätze in Stuttgart wie die Wilhelma zu besuchen. Das ich dort selbst schon gewesen bin und die Orte kenne, macht das Vergnügen natürlich noch größer. Die Auflösung konnte mich am Ende überraschen und da ein paar Fragen offen bleiben- obwohl der Kriminalfall in sich abgeschlossen ist- freue ich mich schon jetzt auf einen zweiten Band der Reihe!
Fazit: Ein toller historischer Jugendkrimi zum miträtseln, nur zu empfehlen!
Rezensionen von yellowdog:
Das Gelächter der Möwen
Ultramarin von Ann-Christin Kumm
Lou und Raf kennen sich, seit sie Schüler sind. Sie sind mehr als Freunde, haben auch eine sexuelle Beziehung. Doch ihre Beziehung ist ungleich. Der sensible Lou, aus dessen Sicht der ganze Roman geschildert ist, ordnet sich dem coolen Raf vollkommen unter. Raf ist immer bestimmend.
Der bisexuelle Raf hat auch immer wieder Freundinnen.
Zu Lou zeigt er sich oft abweisend, doch Lou kann sich nicht lösen.
Diesen Zustand schildert die Autorin Ann-Christin Kumm in verdichtenden Worten und immer wieder mit Rückblicken. Am Schluß zeigt sich, wie weit Besitzergreifung und Abhängigkeiten gehen können.
Rezensionen von Pusteblümchen:
Ein Wohlfühlroman mit einer tollen Kulisse
Wiedersehen im Kamelienhaus von Tabea Bach
Ein Wohlfühlroman mit einer tollen KulisseWieder einmal nimmt die Autorin ihre Leser mit auf die bretonische Kamelieninsel und auf die japanische Insel Soshima. Lucy steht vor neuen Herausforderungen, denen sie sich mutig und mit viel Herz entgegenstellt.
Ich habe mich total über das Wiedersehen mit Lucy und den übrigen altbekannten Charakteren gefreut.
Diese Buchreihe, deren Beginn in der Trilogie der Kamelien-Insel liegt, gehört zu meinen Lieblingsbüchern der Autorin. In der vorherigen Reihe war Lucy noch ein Kind, inzwischen ist sie eine erwachsene und geschäftstüchtige Frau geworden, die Entscheidungen treffen muss, die weitreichende Folgen mit sich bringen. Neben ihr gibt es einige weitere Charaktere, über deren Auftauchen ich mich sehr gefreut habe.
Aber auch Neueinsteiger können leicht in die Reihe hineinfinden, da zu Beginn immer wieder kurze Zusammenfassungen eingestreut werden.
Wer gerne atmosphärische Wohlfühlromane liest und es mag, sich in fremde Welten entführen zu lassen, dem dürfte auch dieser Roman gut gefallen. Das wunderschön gestaltete Buchcover und der kunstvolle Buchschnitt machen dabei das Leseerlebnis perfekt.
Rezensionen von Nele33:
anders als erwartet
Giftiger Grund von Thomas Knüwer
"Giftiger Grund" des Autors Thomas Knüver eingelesen von Julian Horeyseck, Pia-Rhona Saxe, Ann-Kathrin Hinz, Wolfgang Wagner und Elke Appelt war so ganz anders als von mir erwartet.
Joran, gerade frisch aus dem Gefängnis entlassen, nach langen 7 Jahren, findet sich nach der Entlassung bei seinem Vater wieder, der ihn direkt am ersten Abend unter Druck setzt.
Nach einem unvermeidlichen Streit landet Joran erstmal im Hotel und begibt sich anschließend an den Ort seiner Tat zurück. Eine verlassene Tankstelle und die dazugehörige Waschstraße ergeben ein skurriles und ungewöhnliches Setting, an dem die Handlung Größenteils spielt.
Doch die Tankstelle scheint nur auf den ersten Blick verlassen, die kleine Edda hält sich jede Nacht anscheinend alleine dort auf. Festgehalten wird dies von Charu, die für ihren Content immer auf der Suche nach Lost Places ist. Ihre Kamera filmt die Kleine und Joran, der auf der Suche nach der Beute ist, die er vor 7 Jahren dort deponiert hat. Doch was er da im Versteck findet, lässt ihm das Blut in den Adern gefrieren.
Erwartet hatte ich einen spannenden Thriller, bekam aber erst einmal eine spannende Millieu Studie, die mich von der ersten Seite an fesselte. Die Geschichte nimmt so viele überraschende Wendungen, die die Spannung die ganze Zeit über hochhalten.
Mit Charu, Joran und Edda hat der Autor drei verlorene Seelen auf der Suche nach sich selbst und der Flucht vor ihrer Vergangenheit.
Mich hat das Hörbuch gefesselt und auch wenn es kein typischer Thriller war, kann ich es nur empfehlen.
Rezensionen von Sonne89:
Wichtige Aussage
Sie wollen uns erzählen von Birgit Birnbacher
Oz, der neurodivergent ist, hat die besten Absichten, aber eckt damit doch immer wieder in der Gesellschaft an. Seine Mutter Ann tickt ähnlich wie er und leidet immer wieder unter Wutausbrüchen, obwohl sie das gar nicht will. Der Vater und auch die restliche Familie sind kaum präsent.
Es werden grob die Schwierigkeiten aufgezeigt, die Ann mit Oz in unserm System bewältigen muss.
Denn eigentlich kommen die beiden untereinander gut miteinander klar.
Die Schriftsprache beschreibt die Gefühle von Ann und Oz sehr gut und treffend, allerdings auch aus einer gewissen Distanz. Hier fehlten mir mehr Emotionen.
Der Schreibstil ist nicht ganz mein Fall, da die Sätze teilweise sehr verschachtelt und lang sind und es sehr viele Beschreibungen und Ausschmückungen gibt und es sich um eine reine Erzählung handelt.
Ich finde es absolut wichtig darüber zu sprechen, was passiert, wenn Menschen aus der „Norm“ fallen. Sehr treffend auch am Beispiel von Anns Schwester und Mutter erzählt.
Ich nehme mir aus dem Buch mit, dass man besser zuhören sollte, genauer hinsehen, auch mal hinter die Fassade blicken und tolerant sein sollte.
Rezensionen von Eternal-Hope:
Die magische Welt mit den Augen eines Kindes sehen
Unser Haus mit Rutsche von Safia Al Bagdadi
"Unser Haus mit Rutsche" erzählt von einer unkonventionellen binationalen Familie, überwiegend betrachtet durch die Augen der 11-jährigen Layla, ab und zu ergänzt durch Reflexionen der erwachsenen Layla, die bei einer Therapeutin nach Antworten zu ihrer Familiengeschichte sucht.
Beschrieben ist das Buch als "Roman", es finden sich aber auffallend viele biografische Parallelen zwischen der Autorin und der fiktiven Layla, sodass es vermutlich autofiktionale Anteile enthält.
Layla und ihr kleiner Bruder Nouri, "der Seestern", wachsen bei einer französischen Mutter und einem irakischen Vater in der deutsch-französischen Grenzregion auf. Die Mutter stammt aus einer sehr wohlhabenden und sich für fein haltenden französischen Familie, insbesondere ihre Mutter lässt den irakischen Schwiegersohn immer wieder spüren, dass sie ihn nicht für gut genug für ihre Tochter hält.
Der Vater, arabisch "Babe", ist als junger Student aus dem Irak zum Studieren nach Deutschland gekommen und geblieben. Er organisiert verschiedene Geschäfte zwischen Europa und den arabischen Ländern, was auch recht erfolgreich ist, bis der Golfkrieg ausbricht, über den Irak ein Wirtschaftsembargo verhängt wird und seine Verwandten dort bittere Not leiden müssen und ihn um Hilfe anflehen.
Außerdem war der Vater immer schon - zumindest so weit die Kinder ihn erlebt haben - Atheist und hatte mit Religion nichts am Hut, oder? Doch bei einer gemeinsamen Reise in den Irak ist er auf einmal sehr bedacht darauf, diverse religiöse Kultstätten zu besuchen, obwohl ihm das Hintergrundwissen dazu fehlt. Und was passiert, wenn er später durch einen tragischen Vorfall in eine tiefe Sinnkrise gerät?
Über weite Teile ist es ein leichtes, unbeschwertes Buch und durch die Augen eines Kindes erscheint so einiges märchenhaft, idyllisch und wunderschön. Insbesondere "Babe" ist ein begabter Geschichtenerzähler und schwärmt den Kindern immer wieder von einer wunderbaren Zukunft vor: irgendwann, da würden sie nach Bagdad ziehen und dort gemeinsam mit den vielen Cousins in einem riesigen Haus direkt am Tigris leben. Um das Haus würde sich eine lange Wasserrutsche winden, direkt in den Fluss hinein, wo es Krokodile gebe, vor denen sie aber ein Wächter beschützen würde. Alternativ könne man auch in den Big Apple, nach New York, ziehen, wo der Vater bei der UNO arbeiten und die Familie in einem Penthouse mit Aussicht über die Stadt wohnen würde.
Diese Perspektive macht den besonderen Zauber dieses Buches aus, während im Hintergrund durchaus viele ernste Themen verhandelt werden: die Schwierigkeiten einer binationalen Ehe, Umgang mit Arbeitslosigkeit, Diskriminierungen und Desinteresse an anderen Kulturen, und all das verschärft sich noch einmal sehr mit Kriegsausbruch im Irak.
Safia al Bagdadi gelingt also hier ein bemerkenswerter Spagat, nachdenkenswerte Themen in ein scheinbar so unterhaltsames und leichtfüßiges aus Kinderperspektive erzähltes Buch einzuweben. Damit entsteht insgesamt ein Werk, das sich zwar leicht und schnell liest, aber sehr zum Nachdenken anregt und emotional tief nachhallt. Leseempfehlung!
Rezensionen von DoraLupin:
Berührende Familiengeschichte
Elbland von Claudia Rikl
Ich lese sehr gerne historische Romane und Familiengeschichten, die mich berühren können und diese Geschichte gehört absolut dazu!
Inhaltlich geht es um Nina, als ihre Mutter Irma stirbt, verliert diese den Boden unter den Füßen. Nach Jahren des Ausharrens an der Seite dieser gebrochenen Frau ist sie plötzlich frei und fühlt sich verlorener denn je.
Um wieder festen Grund zu finden, reist sie ins tschechische Riesengebirge, wo die Familie ihren letzten gemeinsamen Urlaub verbracht hat. Nina will ergründen, was die Familie damals auseinandertrieb – und was das Land für sie bereithält, das ihre Mutter einst Heimat nannte: Böhmen.
Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen, leicht und locker sind die Seiten nur so dahingeflogen und ich wollte in jeder freien Minute weiterlesen und wissen was noch passiert ist.
Die Charaktere werden authentisch dargestellt, auch wenn sie keine Sympathieträger waren und ich ihnen nicht ganz nahe gekommen bin, so wurde ihre Gefühls-und Gedankenwelt doch sehr nachvollziehbar beschrieben!
Vorallem das Ende konnte mich sehr überraschen, es hat aber auch gut zu diesem Roman gepasst. Ein Buch, das noch ein wenig nachhallen wird und das auf jeden Fall sehr tiefgründig erzählt wurde. Gerne empfehle ich es weiter.











