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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von begine:

Familie

Die Schwestern von Colm Tóibín



Der irländische Schriftsteller Colm Tóibin hat einen flüssigen einfühlsamen Schreibstil.

Die Schwestern, wurden von ihrer verwitwen Mutter nach Argentinien verpflanzt.
Warum der Autor eine Mutter mit drei Kindern n und ohne Geld von Catalanien nach Argentinien versetzt, kann ich nicht so nachvollziehen.

Die Schwestern entwickeln sich sehr verschieden.
Als die Drei fünfzig Jahre später von einer Tante in der alten Heimat ein Haus erben, fahren sie gemeinsam hin und da kommen sie sich wieder nahe.
Der Autor hat die Atmosphäre und die Charaktere interessant beschrieben. Das alles lässt er die jüngste Tochter Montse erzählen. Ihre Leben und ihre Gedanken bekommen wir so am besten mit. Da konnte er mich mit dieser Geschichte gut fesseln.

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Rezensionen von begine:

Einfach gut

Sie wollen uns erzählen von Birgit Birnbacher



Birgit Birnbacher schreibt vielschichtig und intensiv.

In ihrem Roman, Sie wollen uns erzählen, gibt es viele Krisen. Das Hauptthema ist ADHS.
Sie beschreibt ihre Personen so feinfühlig und Lebensnah, das ich glaube, ich kenne die Personen.
Hier geht es um den neunjährigen Oz, der an ADHS leidet.

Er hat einen Brief seiner Lehrerin dabei und hofft irgendwas passiert, das seine Mutter kein Zeit für ihn hat.
Dann ist seine Mutter Ann und wirklich total aufgeregt. Sie hat gerade erfahren das die seine Großmutter verschwunden ist.
Also machen sie sich gleich auf den Weg, um sie zu finden.
Jetzt kommt noch dazu, das die Großmutter immer vergesslicher wird. Sie wartet immer wieder an der Haltestelle. Außerdem such sie Haus, in dem sie früher mal wohnte.
Dann lässt die Autorin noch ein Unwetter mit gesperrten Straßen erleben.
Da lässt sich Oz doch einiges einfallen, der Großmutter zu helfen.
Der Roman ist wieder einmalig liebevoll gestaltet.

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Rezensionen von leopol:

Schütteln, tuten - ein Mitmachbuch

Hilf den Fahrzeugen von Nico Sternbaum

Ein schön gestaltetes Buch, dass sich um diverse Fahrzeuge dreht, denen man auch schon als Kind im Alltag begegnet. Schön und klar gestaltet, ist es einfach für das Kind einen Bezug zum Alltag herzustellen. Und umso gelungener ist es, dass es das Kind beim Vorlesen zum Mitmachen animiert. Einmal soll gepustet werden, dann geschüttelt und noch einiges mehr.

Alles sehr abwechslungsreich und auch lustig, wann darf man denn sonst schon tuten wie ein Polizeiauto. Jedem Fahrzeug wird sich mit zwei Doppelseiten gewidmet - einmal eine Aufforderungsseite und einmal eine Ergebnisseite.

Die Serie ist eine schöne Ergänzung zu den klassischen Vorlesebücher, Wimmelbüchern und Greif/Fühlbüchern.

Ich kann dieses handliche Buch, mit dem knappen, aber passenden Textausschnitten definitiv empfehlen. Auch weil sie eben nicht überladen sind und überfordern. Freuen darf man sich auf interaktive Schmökerzeit mit dem Kind.

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Rezensionen von Murksy:

Klassentreffen

Crime 101 Movie-Tie-in von Don Winslow

Winslow vereint in seiner Kurzgeschichtensammlung Protagonisten aus älteren Büchern auf raffinierte Weise. Er bildet Verknüpfungen, lässt die Personen zusammenarbeiten oder miteinander Poker spielen. Das macht ordentlich Spaß, vor allem, wenn man die Charaktere als Fan kennt. Das ist allerdings das Manko des Buches.

Denn eingefleischte Leser des Autors werden das Buch schon kennen, es wurde bereits unter dem Titel Broken veröffentlicht. Die Neuauflage geht einher mit der Verfilmung Crime 101 eines bekannten Streaminganbieters. Wer also alle Bücher von Winslow bisher kennt, darf auf diese Sammlung verzichten. Alle anderen erwartet ein typisch rasanter Mix aus knallharter Krimiwelt, detailliert beschriebenen Personen und einem teilweise durchscheinenden Humor, den die lakonischen Ikonen des Schriftstellers mit sich bringen. Winslow drückt wie gewohnt aufs Tempo, jeder Satz sitzt und gerade die Feinheiten geben den Geschichten viel Authentizität. Wenn er zum Beispiel leidenschaftlich die Mitglieder einer Jazzaufnahme beschreibt, hört man beinahe den Swing heraus. Das macht es auch so schwer, die Bücher von Winslow zu verfilmen. Denn ein besseres Kopfkino bekommt man bei der Lektüre des Autors kaum geboten. Wunderbar für Krimifans sind auch die Anleihen und Würdigungen solch großer Namen wie Chandler oder Leonard. Krimifans werden das Buch lieben, Fans von Winslow sowieso. Und für Neulinge ist das Buch der ideale Appetitanreger nach mehr meisterhaften Thrillern des Bestsellerautors.

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Rezensionen von stomic:

Ein lustiger Alpenkrimi

Alpenmord und Almgedudel von Tim Eckhaus

Die Wiener Familie Brunner fährt in den Tiroler Bergen in den Urlaub – doch statt Erholung wartet gleich zu Beginn eine Leiche auf sie. Was die Polizei als Wanderunfall abhakt, lässt den Brunners keine Ruhe, und so ermitteln sie kurzerhand selbst, unterstützt von der Pensionswirtin Mili. Dabei treffen sie auf einen ehrgeizigen Hotelier, einen kauzigen Bergbauern und jede Menge Geheimnisse.

Ein lustiges Buch, welches mir sehr viel Spaß bereitet hat, zumal es landschaftlich direkt vor meiner Haustür spielt. Als jemand, der die Tiroler Bergwelt kennt, hat es mir ein besonderes Vergnügen bereitet, die Gegenden und die typischen Eigenheiten der Menschen dort wiederzuerkennen.

Besonders gut gefallen haben mir die kleinen Spitzen bezüglich der Animositäten zwischen Tirolern und Wienern – die sind herrlich getroffen und sorgen immer wieder für ein Schmunzeln. Eine klare Leseempfehlung für alle, die einen kurzweiligen Regionalkrimi mit viel Witz und Lokalkolorit suchen!

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Rezensionen von booklover00:

Empfehlenswertes Dino-Buch

tiptoi® Wieso? Weshalb? Warum? junior - Dinosaurier von Cee Neudert

In diesem TipToi Buch erfahren die Kleinen vieles über Dinosaurier, zum Beispiel wie sie lebten, was sie fraßen oder wie groß sie wurden. Dank der Spiralbindung lassen sich die Seiten gut umblättern und haben bisher auch gut gehalten.

Es ist einfach unglaublich, denn egal wo man mit dem Stift drauftippt, kommen Geräusche oder es wird etwas erzählt.

Viele Sachen fanden wir auch ziemlich lustig, zum Beispiel der Junge, der Pipi muss oder der Triceratops, der sein Geschäft erledigt.

Mein Sohn beschäftigt sich gerne selbstständig damit. Er findet das Buch sehr spannend, vor allem das Kapitel über die Sauropoden, die größten Tieren an Land. Besonders das Lied mag er gerne, den Ohrwurm gibt es für alle gratis dazu.

Zum Schluss gibt es noch ein Spiel, bei dem man auf das gesuchte Bild tippen muss. Das war für ihn noch etwas zu schwer, hindert ihn aber nicht daran, es trotzdem zu spielen. Deshalb hat man auch lange etwas von dem Buch und ich empfehle es gerne weiter.

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Rezensionen von clematis:

Malia Gold

Moorland. Die Zwillinge von Andreas Winkelmann

Kommissarin Malia Gold kehrt nach 15 Jahren in ihre Heimat in der Marsch zurück und wird sofort mit einem kniffligen Fall konfrontiert. Im Moor sind die 18-jährigen Zwillingsmädchen Nike und Jana verschwunden. Es ist nicht klar, ob sie davongelaufen sind, sich im Nebel verirrt haben oder einem Verbrechen anheimgefallen sind.

Neben der polizeilichen Arbeit muss Malia auch noch familiäre Probleme klären.

Spannende Szenen vor der atmosphärischen Kulisse einer nebeligen, düsteren Moorlandschaft ziehen den Leser schnell in ihren Bann, die flotte Schreibweise von Andreas Winkelmann tut ihr Übriges, um die Seiten nur so dahinfliegen zu lassen. In der kleinen Gemeinde Riedberg gibt es gefühlt mehr Geheimnisse als Einwohner, wodurch die Ermittlungen nicht gerade einfach verlaufen, Malia mit ihrer recht direkten Art steht immer wieder vor neuen Rätseln. Junge Menschen und Tiktok-Posts, eine sektenähnliche Kirchengemeinde sowie persönliche Zerwürfnisse in Malias Familie beherrschen das Geschehen, das durchgehende Spannung hält und lange ebenso undurchsichtig ist wie der dichte Nebel über dem Land. Die logisch durchdachte Handlung führt nach einigen aufregenden Momenten schlussendlich zu einer gut nachvollziehbaren Auflösung und weckt Neugierde auf die weitere persönliche Entwicklung der sympathischen Kommissarin Gold.

Ein überaus gelungener Start einer neuen Thrillerserie, welche ich auf jeden Fall weiterverfolgen werde. Für Band 1 gibt es schon einmal eine Leseempfehlung.

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Rezensionen von Island :

Mutterrolle

Es ist hell und draußen dreht sich die Welt von Dita Zipfel

Die Covergestaltung dieses Romans hat mich neugierig gemacht, da sie recht auffällig ist, sowohl was die Abbildung als auch, was den Titel angeht. Nun, nach dem Lesen, weiß ich auch, dass es eine Verbindung zwischen dem Inhalt und dem gelben Vogel gibt.

Im Mittelpunkt des Roman, der ein bisschen wie ein Kammerspiel gestaltet ist, stehen zwei Paare.

Matze und Felix sind Jugendfreunde. Felix hat es zu recht viel Geld gebracht und ist mit der einige Jahre jüngeren gut aussehenden Eva verheiratet, mit der er einen vierjährigen Sohn und ein weiteres Kind im Säuglingsalter hat. Er hat Matze und seine Freundin Linn zu einem Urlaub in einem teuren Ferienhaus in Südfrankreich eingeladen. Matze und Linn wünschen sich ein Kind und stecken gerade in einer Kinderwunschbehandlung. Im gemeinsamen Urlaub offenbaren sich insbesondere den beiden Frauen mehr und mehr Dinge, die sie sie von der jeweils anderen nicht erwartet hätten.

Ich fand das Setting des Romans mit den beiden Paaren im teuren Ferienhaus und dem unerfüllten Kinderwunsch auf der einen und der vermeintlich "glücklichen Familie" auf der anderen Seite sehr interessant. Zunächst hat mir auch sehr gut gefallen, wie sich nach und nach alles entwickelt hat. Gegen Ende wurde mir das, was passiert ist, aber teils zu abstrus und der Ausgang hat mich dann auch eher ratlos zurückgelassen. Hier wäre etwas weniger, gerade bei einem doch recht ernsten Thema, wie ungewollter Kinderlosigkeit, mehr gewesen. Zudem blieben für mich auch ein paar Leerstellen zu viel, was die Vorgeschichte mancher Personen angeht. Gut gefallen hat mir jedoch der moderne und anschauliche Schreibstil mit vielen passenden sprachlichen Bildern, sodass ich mich gut in die Situationen hineinversetzen konnte.

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Rezensionen von marcialoup:

Was ist schon "normal"?

Sie wollen uns erzählen von Birgit Birnbacher

Ozzy hat ADHS. Seine Mutter Ann tut alles, dass es ihm gut geht, er klar kommt, er in der Schule mitkommt. Und irgendwie scheint Ann einen gewissen Draht zu ihm zu haben, denn auch sie hat Anwandlungen die auf ADHS schließen, was nur früher, in ihrer eigenen Kindheit eher nicht von Bedeutung war und es dafür keine Diagnose gab.

Früher waren eher andere Krankheiten krank.
Und...
Warum muß man mit ADHS überhaupt als krank eingestuft werden?
Ist es nicht manchmal besser, anders zu sein als der Durchschnitt? Wer entscheidet überhaupt, was normal ist?
Mit diesen Aspekt ist dies ein ganz wichtiges Buch!

Die Geschichte startet mit dem Hasen in der Schule, dem Hausmeister der den Rasen mäht und der Tatsache, dass Ozzy nicht wollte, dass der Hase stirbt.

Ich kenne bisher die Bücher von Birgit Birnbacher nicht. Mir fällt ihre ruhige Erzählweise auf, die selbst bei Beschreibungen über ADHS Szenen weiß, wie man ansetzt, um den Stress nicht auf den Leser zu übertragen sondern klar die Szenen rüberbringt. Eine lockere und ausgewählte, formschöne Sprache mit einem österreichischen Flow, bisweilen witzig geprägt, gibt Halt in der Geschichte.
Die Autorin steuert damit auch die Gedanken und Taten von Ozzy und wie er die Welt sieht.
Man bekommt durch Ozzy und Ann einen Einblick in diese Welt, während man mit ihnen versucht, den Fokus zu halten.

Ozzy muss das mit dem toten Kaninchen noch beichten, doch da kommt das Verschwinden der Zillyoma, die aus dem Krankenhaus abgehauen ist, zuvor.

Mir gefällt der Klang der Autorin nicht so gut. Es ist ein reiner Erzählton, der nicht einmal wörtliche Rede zulässt. Der Ton verfällt in eine Art leichten Singsang, in dem man sich zwar zurechtfindet, der aber meines Erachtens zuviel Abstand hält zwischen Leser/innen und Figuren.

Das Cover finde ich sehr schön und ausdrucksstark. Es vermittelt eine Ahnung, ein sonniges Farbenspiel im Wald, der genauso bunt und dicht ist, wie manche Gedankenstrukturen von Ozzy. Passt auch zur Aussage, dass Ann keine Autobahnen im Kopf hat, sondern ihre Gedanken zu viele Abzweigungen und Seitenstraßen bilden.
Das Cover passt einfach gut zur Geschichte!

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Rezensionen von leopol:

Eine schöne Idee

Das White Octopus Hotel von Alexandra Bell

Eve ist Kunstgutachterin im Jahr 2015 und hat schon einen großen Schicksalsschlag hinter sich: hat sie doch ihre Schwester in Kindheitstagen verloren und gibt sich die Schuld dafür. Als sie eines Tages von einem geheimnisvollen älteren Mann aufgesucht wird, bleibt dieses Treffen nicht ohne Folgen.

Ihr kommt vor, als würde sie diesen Herrn schon einmal begegnet sein, und er trägt den Namen ihres Lieblingskomponisten Max Everly. Dieser jedoch wurde etwa hundertsechzehn Jahre früher geboren. Er erzählt ihr vom legendären White Octopus Hotel, das in den Schweizer Alpen liegt. Seine Hochzeit hatte das Bell Epoc Hotel in den 1930er Jahren, im Jahr 2015 ist es eher verlassen und fast vergessen. Warum schloss dieses legendäre Hotel die Pforten? Das White Octopus Hotel, bei dem fast alles einen Octopus als Logo trägt, wartet mit einer Welt voller Rätsel und Magie auf.

Dieser Roman vereint sehr viel: Romanzen, Zeitreisen, Mystery und historische Fakten. Aber auch Themen, die immer relevant sind, egal ob mit oder ohne Fantasybezug wie Schuldgefühle, Schicksal, zweite Chancen und die Suche nach Vergebung bzw. Erlösung.

Erzählt wird dies, indem man zwei Protagonisten Eve und Max in ihrer jeweiligen Geschichte folgt – Eve in ihrer Lebensrealität im Jahr 2015, mit Rückblicken in ihre Vergangenheit und Max im Jahr 1935 und Rückblicken in seine Vergangenheit im Jahr 1918. Dreh- und Angelpunkt für all diese Geschichte ist das Hotel Oktopus in dem Zeitreisen möglich sind. Ja all dies mag vielleicht kurzfristig verwirrend sein, allerdings eröffnet sich rasch ein Sog der Geschichte, wenn man sich darauf einlässt.

Sehr angenehm und passend fand ich den Schreibstil. Flüssig und mit einem guten Händchen, die Stränge zu verknüpfen, wird man gefesselt. Bekommt Emotionen und Spannung gut transponiert. Die verschiedenen Schauplätze und Epochen werden detailliert geschildert, so dass es einfach ist, sich vom Buch eingenommen zu fühlen. Man spürt die Anspannung der Charaktere, wie Realität und Fantasy verschwimmt und auch die einzelnen Zeitebenen.
Das Hotel bietet dafür eine auch faszinierende Kulisse, da es voller Geheimnisse, Skurrilitäten und eben schlichtweg magisch ist. Es erlaubt dadurch eine plausible Entwicklung der Charaktere.

Ich kann das Buch allen ans Herz legen, die eine kurze – magische- Auszeit vom Alltag suchen, die allerdings auch nach einer unterhaltsamen Geschichte noch länger nachhallt.

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