Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Tintenteufel:
Kunterbuntes Allerlei
Pflück dich glücklich! von Sandra Jägers
Bei Sandra Jägers Buch ‚Pflück dich glücklich‘ weckt der Untertitel ‚Beeren, Kräuter und Gemüse. Dein schneller Weg zum Naschgarten‘ die Erwartung, unkomplizierte Anregungen für einen Garten voller Nasch- und Glückmomente zu erhalten: unkompliziert und sinnenfroh. Stattdessen fand ich ein kunterbuntes Allerlei verschiedenster Gartenerfahrungen der Autorin, welches ich sogar als langjährige Gartenbesitzerin an einigen Stellen eher verwirrend als hilfreich fand.
Obwohl die Autorin selbst auf den ersten Seiten empfiehlt, die Sache locker anzugehen und nicht gleich eine Selbstversorgung zu planen, geht sie mir oft viel zu perfektionistisch und output-maximierend vor. Spätestens bei ihren seitenlangen Ausführungen zu Perl- und Tropfschläuchen, Tropfsystemen, Sprüh- und Nebeldüsen sowie Versenkregnern und Baumtaschen fragte ich mich, wie mein Garten in den letzten 30 Jahren ohne diesen Aufwand überleben konnte.
Und ähnlich erging es mir an vielen Stellen des Buches: Die Autorin wollte offenbar keinen Aspekt auslassen, doch leider geht diese Vollständigkeit auf Kosten konkret hilfreicher Tipps und motivierender Vorschläge! Bei o.g. Bewässerungskapitel sind ihr z.B. die hilfreichen DIY-Gießringe keinen erklärenden Halbsatz mehr wert.
Anfänger wird sie mit diesem Ansatz verschrecken, Fortgeschrittenen nicht viel Neues anbieten können. Denn leider sind die zusammengetragenen Informationen weder für einen Gartenneustart noch für die Neugestaltung eines vorhandenen Gartens wirklich hilfreich! Schade!
Rezensionen von melanie82:
Historisch dicht und anspruchsvoll
Alma von Federica Manzon
Alma von Federica Manzon ist ein literarisch anspruchsvoller Roman, der viel Aufmerksamkeit und Geduld verlangt. Die Autorin verwebt eine dichte Erzählweise mit zahlreichen historischen Details, die dem Buch zwar Tiefe verleihen, es aber gleichzeitig nicht gerade zu einer leichten Lektüre machen.
Beim Lesen wird schnell deutlich, dass hier weniger eine klassische, leicht zugängliche Geschichte erzählt wird, sondern vielmehr ein vielschichtiges Bild entsteht, das man sich Stück für Stück erschließen muss.
Gerade die Vielzahl an Hintergründen und Bezügen kann stellenweise fordernd sein.
Der oft gezogene Vergleich mit Meine geniale Freundin von Elena Ferrante erscheint mir dabei etwas weit hergeholt. Während Ferrantes Werk stark von lebendigen Figuren und emotionaler Nähe lebt, bleiben die Charaktere in Alma eher auf Distanz. Sie wirken schwer greifbar und entwickeln für mich nicht die gleiche Tiefe oder Bindung.
Ein literarisch dichter Roman, der auch als historisches Zeugnis dient, auf den man sich aber einlassen muss.
Rezensionen von PMelittaM:
Ausführlicher Ratgeber
Geldanlage für Einsteigerinnen von Maike Backhaus
Der Ratgeber wendet sich, wie schon der Titel sagt, speziell an Frauen. Diese scheinen sich nicht so sehr mit Geldanlagen zu beschäftigen wie Männer, was, laut Autorin, bereits durch ihre Sozialisation bedingt ist. Dazu werden auch Quellen geliefert. Frauen haben aber mindestens genauso viele Gründe wie Männer vorzusorgen, sie dabei zu unterstützen und zu ermutigen ist Intention dieses Buches.
Wer investieren möchte, benötigt im besten Fall eine gute Finanzbildung, auch hier hilft der Ratgeber weiter. So gibt es zunächst eine Einführung in das Thema, bevor ins Detail gegangen wird. Der Ratgeber informiert umfassend über alles, was man zum Thema wissen muss. Je nach Intention zum Sparen, zum Beispiel als Altersvorsorge, für eine teuere Anschaffung, oder als Notgroschen, bieten Geldanlagen unterschiedliche Möglichkeiten.
Jede Art Geldanlage wird angesprochen, Sparkonten verschiedener Art, Aktien und ETF, Anleihen, Gold, Kryptowährungen, Immobilien, jeweils mit Vor- und Nachteilen, aber auch, wie man daran kommt, was man dabei beachten muss und so weiter.
Die Autorin spricht auch explizit Frauen an, die in der Familienphase stecken, und dadurch womöglich nur wenig investieren können. Gerade, aber nicht nur, für sie ist auch das Thema Altersvorsorge interessant.
Angesprochen werden auch die Steuern von Geldanlagen und was man darüber wissen muss. All das sehr detailliert, so dass jede bei ihrem Wissensstand abgeholt wird. Enthalten sind auch mehrere Checklisten und ein Glossar.
Der Ratgeber vermittelt umfassend, was Geldanlagenneulinge zum Thema wissen sollten, und kann sicher auch unabhängig vom Geschlecht interessant sein.
Rezensionen von Philiene :
Mord im Hotel
Die Hoteldetektivin von Alexander Eden
Ein Luxushotel in Berlin, eine gewitzte Detektivim, ein toter Gast. Klingtnach einer spannendenGeschichte. Ist es auch.
Emma ist Hoteldetektivin und ihrer Spürnase wird gewecktals ein Gast tod in seinem Zimmer gefundenwird. Alles deutet auf Selbstmord hin, aber Emma hat Zweifel und beginnt zu ermitteln doch das ist gefährlicher als sie denkt.
..
Der Roman beginnt relativ ruhig und nimmt dann richtig Fahrt auf. Der Spannungsbogen steigt schnell an und die Vorgänge haben mich immer wieder überrascht.
Dazu kommt eine taffe Ermittlerin die sich nicht von ihrem Weg abbringen lässt. Nebenher gibt es auch noch Probleme in ihrer Familie die sich aber gut in die Geschichte einfügen und das Ganze abrunden.
Ein spannender Krimi der immer wieder überrascht mit einer Ermittlerin die überzeugt.
Rezensionen von Ruth:
Anders und besonders
Sie wollen uns erzählen von Birnbacher Birgit
Die Bachmannpreisträgerin Birgit Birnbacher gilt als eine der wichtigen Stimmen der österreichischen Gegenwartsliteratur. Nun hat sie mit „Sie wollen uns erzählen“ ihren vierten Roman vorgelegt.
Der neunjährige Oz ist anders als seine Mitschüler, tut sich schwer im schulischen Alltag. Er ist nicht langsam, nein, manchmal ist er viel zu schnell.
Da galoppieren seine Gedanken einfach davon. Oz hat ADHS. Seine Mutter Ann hat schon früh bemerkt, dass ihr Sohn ihr ähnelt. In ihr war auch schon immer so eine Unrast; „energiegeladen“ hieß es, eine Diagnose dafür gab es damals noch nicht . „Vom Temperament her ist sie eher der Pulverfass-Typ.“ Das macht ihren nicht gerade einfachen Alltag noch schwieriger. Sie ist zwar promovierte Soziologin, hangelt sich aber von einem befristeten Auftrag zum nächsten. Vom Vater des Jungen lebt sie getrennt. Ständig bewegt sich Ann am Rande der Überforderung. Das weiß Oz und deshalb will er ihr nichts vom Vorfall in der Schule erzählen. Dabei sah es für ihn sehr gut aus. Er hat den Notenschnitt erreicht, der ihm die Qualifikation für das Gymnasium verschafft. Doch nun hat er neben dem Zeugnis noch einen Brief an seine Mutter in der Tasche. Nur wegen dieser dummen Geschichte mit dem Hasen. Und Oz ist wieder einmal an allem schuld.
Auf dem Heimweg wünscht sich der Junge eine kleine Katastrophe, etwas, das seine Mutter ablenkt von dem Brief der Lehrerin.
Als Oz nach Hause kommt, erwarten ihn tatsächlich schlimme Nachrichten. Die Zillyoma ist aus dem Krankenhaus verschwunden und nun muss Ann sich kümmern. Auf ihre Hippie-Schwester Nell ist wenig Verlass. Die schafft es dann nicht einmal, ihren Neffen im Feriencamp für Kinder mit und ohne ADHS abzuliefern.
Was nun folgt ist ein irrer Roadtrip durch das Salzburger Land. Während Ann ihre Mutter im Innergebirg sucht, und Oz von der Bauernhofkommune der Tante flüchtet, braut sich über dem Land ein Unwetter auf „Alarmstufenlevel“ zusammen
Birgit Birnbacher hat mit Ann und Oz zwei unvergessliche Figuren geschaffen.
Oz ist ein besonderes Kind, er spielt nicht die Spiele, die andere Kinder mögen, er hört nur zu, wenn ihn etwas wirklich interessiert, aber er hat ein besonderes Gespür für die Gefühlsregungen anderer Menschen und er ist intelligent. Ann liebt ihren Sohn, so wie er ist und vermittelt ihm das auch. „ Ihn sollen sie nicht zurechtstutzen, wie sie es mit ihr getan haben, er soll wild wachsen dürfen, nicht dauernd deprimiert von diesem diffusen Gefühl sein, irgendwie nicht hineinzupassen…“
Ann ist eine Mutter, die für ihren Sohn immer da ist und für ihn kämpft. Dabei kommt sie selbst oft an ihre Grenzen, auch weil ihre eigene Zündschnur sehr kurz ist.
Wie sich der Alltag für neurodivergente Menschen anfühlt, mit welchen Herausforderungen sie zu kämpfen haben, zeigt die Autorin empathisch und keineswegs belehrend. Sie nimmt uns mit in die Köpfe und Seelen ihrer beiden Hauptfiguren. So spiegelt ihre Sprache die Gedankenwelt von Mutter und Sohn, ist flirrend, sprunghaft und assoziativ. Humor, Ironie und originelle Sprachbilder nehmen dem Thema die Schwere und sorgen für eine heitere Leichtigkeit des Textes.
„Sie wollen uns erzählen“ - sie, das sind die anderen, die der Norm entsprechen, die Norm festlegen. Birgit Birnbacher lässt dagegen Ann und Oz erzählen, ihre Sicht der Dinge. Sie wehren sich gegen die Festschreibung von außen, beharren auf ihrer eigenen „Erzählung“.
So ist dieser Roman ein Plädoyer dafür, Menschen in ihren Eigenheiten und ihren Besonderheiten anzunehmen, sie nicht als Störung, sondern als Bereicherung zu verstehen.
Rezensionen von bus:
Der Deal steht!
Fake Date Me. Neun Hochzeiten zum Verlieben von Michaela Tiedemann
Eine Hochzeit jagt die nächste - Ibiza, Toskana, Luxus-Spa, Prag, ein Schloß… Für Lily kaum zu stemmen, da sie viele Kosten selber tragen muss. Unterkunft, Fahr-/Flugkosten, Make up, Friseur, Kleidung, Geschenke, verschlingen große Summen.
Plötzlich steht Thomas vor ihr und bietet ihr einen Deal an.
Zu schön, um wahr zu sein. Mit festen Regeln, die dafür sorgen, dass sie nach den Feierlichkeiten wieder ihre eigenen Wege gehen.
Aber das Leben und die Liebe gehen oftmals andere Wege, als geplant.
Im großen und Ganzen gibt es fast nur sympathische Charaktere. Immerhin wird hier viel gefeiert und Liebe liegt ständig in der Luft. Was mir besonders gefällt, dass Lily ihren Ansichten treu bleibt und auf dem Teppich. Sie lässt sich nicht von Thomas seinem Reichtum blenden. Das macht sie sympathisch und authentisch. Nur manchmal sollte sie ihren Gefühlen nachgeben…
Eine wirklich schöne, unterhaltsame Geschichte mit viel Humor und ein paar Schmetterlingen im Bauch. Ich würde mich freuen, wenn es eine Fortsetzung gibt. Noch ist nicht alles erzählt ;).
Rezensionen von Petra Sch.:
spannender Jugendthriller mit Schwächen in der Auflösung
Missing Page - Tödliche Worte von Katie Kento
Die 17-jährige Toni freut sich auf den Schreibworkshop beim berühmten Kriminalschriftsteller Richard Giffard auf seinem abgelegenen Anwesen außerhalb Londons.
Nur eine kleine Gruppe von sechs Jugendlichen wurde zu dem Workshop eingeladen, der eine Woche dauern soll.
Doch gleich bei der Begrüßung werden die jungen Menschen überrascht! Es gibt nicht nur ein Preisgeld, der Gewinner mit dem größten Talent wird auch sein Erbe antreten! Das Anwesen, Geld und die Rechte an seinen Büchern.
Klar, dass alle sprachlos sind.
Doch während die Jugendlichen an den von Mr Giffard gestellten Aufgaben arbeiten, schneidet ein schlimmes Unwetter das Herrenhaus ab, es geschehen mehrere seltsame Dinge und dann verschwindet auch noch der Bestsellerautor...
Der Schreibstil ist in ich-Form aus Sicht von Toni, wodurch man tief in ihre Gefühls- und Gedankenwelt eintauchen kann. Sie ist eine starke junge Frau, für die man gleich Sympathie hegt. Sie hat vor Kurzem ihre Mutter verloren, eine Kriminalbeamtin, wodurch sie ihre Ermittlungen an ihre Mutter anlehnt: "wie hätte Mom das gemacht" - fand ich echt gut und authentisch. Man leidet aber auch mit ihr mit, denn seit dem Tod ihrer Mutter plagen sie Alpträume, sie schlafwandelt und liegt mit ihrem Vater im Dauerstreit (den größten Grund dafür erfährt man später und da bin ich voll bei ihr!!) Das ist auch der Grund, warum sie unbedingt bei diesem Workshop bei Richard Giffard mitmachen will. Die vielen Einspielungen ihrer (Alp-)Träume gefielen mir persönlich jedoch nicht so gut.
Das Setting hingegen ist grandios! Und so lebendig! Ein altes, zugiges, gruseliges Herrenhaus, das abgeschieden liegt; Geistererscheinungen; Angestellte, die sich seltsam verhalten... Und dann noch die dazu passende Atmosphäre mit Regen und Wind - man fühlt das Unwetter richtig!
Alle handelnden Personen, sowohl die Jugendlichen als auch die Angestellten, sind lebendig gezeichnet mit Ecken und Kanten und man findet sie sympathisch oder eben nicht.
Mr Giffard selbst lernt man ja nur kurz kennen, aber er ist von Anfang an ein unsympathischer Griesgram, dessen Entscheidung, plötzlich einen jungen Schriftsteller/in als Erben haben zu wollen, den/die er aber überhaupt gar nicht kennt, war etwas unglaubwürdig. Doch gegen Ende lernt man Ereignisse aus seinem Leben besser kennen und kann sein Verhalten eher nachvollziehen.
Auch kann man super bei allem miträtseln, sowohl bei den Geschehnissen als auch dem Täter - dabei helfen Tonis Aufzeichnungen, die alles auflockern.
Die Schnitzeljagd in Mr Giffards Arbeitszimmer hat mir sehr gut gefallen, das war wie ein Escape Room. Das kam fast zu kurz.
Übrigens finde ich das Wortspiel im Titel grandios! Auch Humor und Romantik kommen nicht zu kurz.
Die Auflösung hat mich ob der Komplexität überrascht, aber so ganz glücklich war ich damit nicht, denn ich finde doch einige Punkte unglaubwürdig (auf die ich leider nicht näher eingehen kann, ohne zu spoilern), wodurch es sich etwas konstruiert angefühlt hat.
Fazit:
Die Geschichte war super spannend, etwas gruselig, man konnte toll miträtseln, aber die Auflösung war mir dann teilweise zu drüber und unglaubwürdig.
Rezensionen von lorireads:
Tolles Setting mit einer süßen Romanze
Summer Tides von Sarah Fulmar
'Summer Tides' macht einen wunderschönen ersten Eindruck. Cover und Farbschnitt sind absolut stimmig und wenn man sich um Umschlag das Layout der weiteren drei Bände anschaut, gibt die St. Ives Reihe ein tolles Gesamtpaket ab.
Aber auch das Setting am Strand vom Cornwall mit den vielen Sommer-Vibes hat mir richtig gut gefallen und Urlaubsfeeling aufkommen lassen.
Summer Tides handelt von Scarlett, die für den Sommer ihre Wohnung in London und ihren 'Freund' zurücklässt, der ihr das Gefühl gibt, nicht genug zu sein und sich nicht auf eine richtige Beziehung zu ihr einlassen kann. Scarlett kommt zu ihrer besten Freundin Emily nach St. Ives, die wenige Monate zuvor dorthin gezogen ist und will ein Strandkiosk betreiben. Sie trifft dort auf alte Freunde der Familie, mit denen Emily und sie früher ihre Sommer verbracht haben und fühlt sich schnell zu Jonah, den ältesten Sohn der Familie hingezogen. Doch ihre Nicht-Beziehung sowie Jonahs Karrierepläne stehen den beiden im Weg.
Scarlett fand ich schnell sympathisch, auch wenn ich mich kaum mit ihrem chaotischen Leben und ihren teilweise recht fragwürdigen finanziellen, aber auch moralischen Entscheidungen identifizieren konnte. Jonah, der unfassbare Angst davor hat, die Fehler seines Großvaters zu wiederholen, sich aber nicht von Scarlett fernhalten konnte, mochte ich ebenfalls gerne. Ich fand es schön, wie sich zwischen den beiden eine besondere Verbindung anbahnt die sie vorher so beide nie kannten.
Leider ist es mir trotzdem nicht ganz gelungen, mich emotional auf die Geschichte einzulassen. Das lag vielleicht auch an dem schnellen Tempo, das für mich nicht ganz mit den tiefen Gefühlen zwischen den beiden zusammengepasst hat. Denn eigentlich gab es gar nicht so viele ausführliche Interaktionen zwischen Scarlett und Jonah, die das gerechtfertigt hätten. Gerade auch am Ende war es mir dadurch ein bisschen zu viel des Guten. Aber trotzdem mochte ich die Geschichte und vor allem auch die Bewohner von St. Ives sehr gerne und ich bin gespannt, was die anderen drei Bände noch so bereithalten
Rezensionen von Katja K.:
Ganz süß, aber seltsam unbeholfen und holprig
One Date to Gold von Ivy Leagh
Ist der Hype gerechtfertigt? Meiner Meinung nach leider nicht. Die Liebesgeschichte entwickelt sich zugegebenermaßen ganz süß, aber ich habe erst einmal die Hälfte des Buches gebraucht, um halbwegs in die Geschichte hineinzufinden.
Zunächst einmal fand ich den Schreibstil nicht besonders fessend und musste das Buch immer wieder zur Seite legen.
Die Charaktere und ihre Interaktion habe ich anfangs sehr platt und oberflächlich erlebt, da direkt von Beginn an in völlig unpassenden Momenten sexualisierende Anspielungen gemacht wurden., ohne dass die Charaktere sich schon kannten. Das fand ich too much und auch unrealistisch. Und auch ich hätte die Charaktere gerne etwas kennengelernt, bevor ich mit nackten und vor allem harten Tatsachen in ganz willkürlichen Situationen konfrontiert werde.
In dem Buch waren außerdem einige Logikfehler, Zudem kam mir der Schreibstil teilweise seltsam unbeholfen vor und die Dialoge etwas holprig und konstruiert, vor allem auf Hunters Seite. Auch habe ich noch nie so seltsame Spice-Szenen gelesen. Am Ende war mir die Story dann zu kitschig.
Weshalb vergebe ich dennoch 3 Sterne? Das Olympia-Setting hat es mir angetan, die Atmosphäre wurde gut transportiert . Ich fand es spannend, etwas über das Snowboarden zu lernen. Außerdem entwickelten sich die Charaktere durchaus auf eine liebenswerte Art und Weise, so dass ich sie ins Herz geschlossen habe. Die jeweiligen Themen, die sie im Gepäck trugen, fand ich auch spannend und authentisch erzählt.
Mein Fazit: Dieses Buch hat mich nicht umgehauen. Ich hatte immer wieder Probleme, mich zum Lesen aufzuraffen. Dennoch vermittelt es eine schöne Winter- und Olympia-Atmosphäre und eine ganz süße Liebesgeschichte.
Rezensionen von xyz:
Was den Menschen ausmacht
Ein Date mit deinem Gehirn von Damir del Monte
Der Neurowissenschaftler und Psychologe Dr. Dr. Damir del Monte versucht in seinem Buch "Ein Date mit Deinem Gehirn - Wer die Hirnwelten versteht, braucht KI nicht zu fürchten" uns die Entstehung und Funktionsweise unseres Gehirns näher zu bringen, mit dem Ziel, zu begreifen, was den Menschen ausmacht.
Die hochwertige Aufmachung des gebundenen Buches mit feiner matter Oberflächenstruktur und konterkarierendem Hochglanz-Lack-Druck spiegelt den Anspruch und die Tiefe des Inhalts in angemessener Form wieder. So bleibt es schön, auch beim mehrfachen Lesen, zu dem das Werk einlädt.
Denn dieses Buch bereichert nicht nur naturwissenschaftlich interessierte Menschen, sondern auch solche, deren Leidenschaft sich auf die geisteswissenschaftlich-philosophische Auseinandersetzung mit dem Thema bezieht und die zudem Wert auf eine poetische Sprache legen.
Der Autor macht deutlich, wie sehr wir evolutionsbiologisch verwurzelt sind, geprägt und gesteuert von unserer Körperlichkeit sowie unseren Erfahrungen und Emotionen, und zwar mehr als uns bewußt und lieb ist.











