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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Paul Kretzschmar:

Der Architekt des Bösen

Ungelöst - Die erste Zeugin von Arno Strobel

Arno Strobel - einer meiner Lieblingsthriller - Autoren hat mit "Ungelöst - Die erste Zeugin" eine neue Serie an den Start gebracht, die es in sich hat.
Ramin Brunner, Kriminalhauptkommissar, der dabei ist, eine neu aufzubauende Cold-Case-Einheit zu leiten und Luisa Menkhoff, Medizinstudentin, die ein eidetisches Gedächtnis besitzt, sind die beiden Hauptprotagonisten, die in diesem 1.

Fall ermitteln.
Es geht um neue Spuren in alten Fällen. Der Autor hält sich nicht mit langem Vorgeplänkel auf. Der Handlungsaufbau mit den interessant dargestellten Charakteren, den bildhaften Beschreibungen, sowie gekonnten Wendungen und Cliffhanger entwickeln eine starke Sogwirkung, der man sich kaum entziehen kann.
Der grandiose, flüssige und leicht verständliche Schreibstil bietet packende Spannung auf höchstem Niveau.
Komplexe Grenzerfahrungen und spürbare psychologisch geschickte Abgründe garantieren eine durchgehend dramatische Atmosphäre.
Ein emotionales Highlight ist der finale Showdown, der diesen temporeichen Psychothriller perfekt nachvollziehbar abrundet.
Ich habe mich ausgezeichnet unterhalten gefühlt und möchte allen Thriller-Fans eine unbedingte Leseempfehlung geben.

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Rezensionen von PucKker:

Berührend

Eine Maus namens Merlin von Simon Van Booy

So ein schönes Buch, das Simon van Booy hier geschrieben hat. Eine ganz einfache und gleichzeitig berührende Geschichte.

Die Figuren habe ich sofort ins Herz geschlossen. Sie sind stellenweise wunderbar überspitzt gezeichnet, was aber erstaunlich gut zum Ton der Geschichte passt. Nicht alles ist durchweg realistisch, aber das musste es für mich auch gar nicht sein.

Es ist einfach stimmig und warm erzählt. Am Ende war ich tatsächlich zu Tränen gerührt und ich habe das Ende sogar nach Beenden des Buches mehrmals gelesen, so berührt war ich.

Und ja … Merlin ist einfach nur zuckersüß. Da möchte man glatt selbst ins Tierheim fahren und einen kleinen Merlin oder eine Merline aufnehmen.

Vielleicht sorgt dieses Buch ja sogar dafür, dass jemand eine Maus oder einen Mäuserich aus dem Tierheim rettet. Das hätte doch wirklich etwas Magisches.

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Rezensionen von CanYouSeeMe:

Ente

Keeping it casual von Karina May

"Keeping it casual" von Karina May wird als "ein feinfühlig-witziger Roman übers Daten, Selbstliebe und zweite Chancen" beworben und das ist auch alles stimmig. Dieses Buch ist sehr tief von Humor und einer angenehmen Dynamik zwischen den Figuren geprägt. Allem voran Protagonistin Max ist mir beim Lesen ans Herz gewachsen.

Sie dabei zu begleiten sich selbst zu finden und durch schwierige Zeiten zu navigieren, dabei stets den Humor zu behalten, war mir eine Freude. Die Hanldung selbst hat den Fokus auf die Beziehungen, die Max pflegt und/oder bricht. Der Mittelteil des Buches, der in Frankreich spielt, hat mir beinahe am Besten gefallen, vermutlich, weil Max hier am ehesten bemerkt, was und wer ihr gut tut und was und wer nicht. Grundsätzlich waren einige Dinge vorhersehbar und nah an gängigen Klischees und Tropes, ich habe das Buch dennoch gern gelesen. Zum Ende des Buches war die Handlung vergleichsweise dicht und beladen, einige Dinge gingen geradezu unter, aber auch das kann als Analaogie aufs Leben gesehen werden. Das Ende hat mich nicht sonderlich überrascht aber in einer guten Stimmung zurück gelassen.
Die Rezepte, an denen sich die initiale digitale Begegnung von Max und Johnny aufhängt, sind am Ende des Buches aufgelistet, so dass sie nachgekocht werden können. Das rundet das Buch auf angenehme Weise ab und bringt die Handlung somit etwas näher ins echte Leben.
Insgesamt hatte ich eine gute Zeit mit diesem Buch. Es ist "comfy" zu lesen, ist eingängig und nicht langweilig.

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Rezensionen von Bibibabby:

Cosy, aber für meinen Geschmack zu langsam

The House Witch 1 von Delemhach Emilie Nikota

Das ist genau die Art von Geschichte (ruhig, feel-good", die ich mir als Fernsehserie gerne ansehen würde. Als Buch fiel es mir leider schwer, sie durchzulesen. Ich vergebe 3 Sterne, vor allem weil sie so langatmig war.

Die Geschichte lässt sich am besten als „gemütlich“ beschreiben: Es gibt kaum Spannung oder Action, stattdessen konzentriert sie sich auf Szenen aus dem Alltag, während sich Finlay Ashowan in seine neue Rolle als königlicher Koch einlebt.

Es gibt sogar zwei Kapitel, in denen wir die Katze bei ihren täglichen Runden begleiten.

Es gibt vier verschiedene „Handlungsstränge“ (oder Themen), die sich durch das Buch ziehen: Fins romantische Beziehung zu Annika, seine Beziehungen zu anderen Bewohnern des Schlosses, die Entwicklung von Fins magischen Kräften und die militärische Bedrohung für das Königreich. Letzteres betrachte ich als die „eigentliche Handlung“ der Geschichte, auch wenn sie im Hintergrund bleibt. Die Geschichte schreitet so langsam voran, dass selbst nach einem Drittel des Buches kaum ein Hauch von Handlung zu erkennen war. Was auch immer sich an Handlung abzeichnet, kommt bis zum Ende des Buches kaum voran.

Was ich jedoch spürte, war eine unterschwellige moralische Agenda. Finlay hat einige recht moderne Ideen und Werte, die seinen Umgang mit den Menschen um ihn herum prägen. Wären da nicht seine magischen Kräfte, könnte man meinen, es handele sich um die Geschichte eines Mannes aus dem 21. Jahrhundert, der in dieses Schloss teleportiert wurde.

Trotz der vielfältigen Besetzung und der Länge des Buches gibt es außer bei Fin kaum Charakterentwicklung, und selbst dort findet das meiste davon erst in den letzten drei bis vier Kapiteln statt.

Insgesamt: kein schlechtes Buch, nur nicht mein Geschmack.

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Rezensionen von Lilli33:

Eine Achterbahn der Gefühle

Palace of Ink & Illusions, Band 2: Die Nacht des Verrats (Knisternde Romantasy von SPIEGEL-Bestsellerautorin Sabine Schoder) von Sabine Schoder

Eine Achterbahnfahrt der Gefühle
Der zweite Band dieser Dilogie knüpft direkt an den ersten an. Diesen sollte man unbedingt vorher gelesen haben, um der Handlung folgen zu können. Zwar gibt es zu Beginn des Buches eine kurze Zusammenfassung „Was bisher geschah“ und am Ende des Buches eine Übersicht der beteiligten Charaktere, doch beides ist knapp gehalten und kann lediglich der Erinnerungsauffrischung dienen, nicht aber die vorangegangene Handlung ausreichend darstellen.

Dank der Zusammenfassung fiel es mir leicht, in die Handlung hineinzufinden. Der Veröffentlichungstermin von Band 1 ist ja zum Glück noch nicht so lange her.

Liv, Flame und die anderen Teilnehmer des Autorenwettbewerbs auf Korfu müssen sich weiteren Prüfungen der Musen stellen, und nach wie vor geht es um Leben oder Tod, denn nur ein einziger Sieger wird überleben. Dann wäre da noch die üble Prophezeiung der Muse Urania, die Liv das Leben schwermacht. Denn sie besagt, dass Flame Liv verraten und Liv Flame töten wird. Beides kaum vorstellbar, oder doch?

Die Liebe zwischen Liv und Flame entwickelt sich langsam, aber unglaublich rührend, was gar nicht so einfach ist, denn sie muss geheim bleiben. Die Regeln des Wettbewerbs erlauben keine romantische Liebe. Doch Erato, die Muse der Liebe, hat ein Einsehen mit den beiden und hilft, wo er kann, auf seine Weise.

Immer wieder überrascht uns Sabine Schoder mit unvorhersehbaren Wendungen, genialen Einfällen und spannenden Action-Szenen. Insgesamt empfand ich diesen Band als etwas schwerfälliger als Band 1, was aber kein Wunder ist, treibt die Handlung doch immer mehr auf eine finale Tragödie zu. Dabei kann man bis zum Schluss die Hoffnung haben, dass Liv und ihre Freund*innen es doch noch schaffen, die Jury auszutricksen. Band 1 war auch wesentlich humorvoller; Livs Manga kommt in Band 2 leider nicht so oft zu Wort. Seine frechen Dialoge fehlten mir hier ein wenig. Trotz allem konnte mich auch der finale Band gut unterhalten und hat mir einige spannende und emotionale Lesestunden beschert.

Die Dilogie:
1. Der Kuss der Muse
2. Die Nacht des Verrats

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Rezensionen von Petra:

Ein gewachsenes Team

Schräge Vögel – SOKO Neuntöter von Anna Täuber

Jeden Sonntag treffen sich fünf Birder oder Vogelbeobachter um Vögel zu schauen und zum Beispiel beim Nestbau zu zuschauen. Man kennt sich kaum, grüsst gerade mal und das wars. Diesen Sonntag fehlt am üblichen Treffpunkt am Chiemsee im Grabenstätter Moor einer. Der liegt tot neben einem Braunkehlchen Nest.

Die Polizei geht von einem Unfall aus. Die vier anderen erscheint das anders, denn ein Vogelbeobachter würde niemals die Vögel stören, sich rücksichtsvoll verhalten. Da passt einiges nicht.
Die Beobachter sind schon ein besonderes Team, die Altersspanne von 25 bis 72 ist schon sehr groß Der berufliche Hintergrund von Student, Verkäuferin, ehemaliger Forensiker und Altphilologin ist auch extrem. Aber jeder bringt eine besondere Fähigkeit ein über die man auch teilweise schmunzeln kann. Sie lernen sich kennen und allmählich auch schätzen. Die schrägen Ermittlungsmethoden haben es in sich, so kann die Polizei beim besten Willen nicht arbeiten. Daher ist es gut das es die Soko Neuntöter gibt. Am Ende harmonieren sie sogar mit der Polizei.
Mir hat dieses Team gefallen, denn alle haben ihre Macken und persönlichen Probleme, wie nach und nach ein richtig gutes Team daraus wird, ist überzeugend dargestellt. Respekt ist alles.

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Rezensionen von clematis:

Liebe ohne Worte

Das Lavendelkloster von Alexander Oetker

Mitten in den Lavendelfeldern der Provence treffen ganz unterschiedliche Menschen im Schweigekloster aufeinander. Sie suchen einen Weg zu sich selbst, Lösungen für innere Konflikte und Abstand zum Alltag. Julien und Emma finden überdies noch einander, in der Stille der Woche entsteht eine besondere Zuneigung.

Aber wird so eine Liebe ohne Worte auch fortan existieren können?

Überwiegend aus dem Blickwinkel der beiden Hauptfiguren, Julien und Emma, erzählt Autor Alexander Oetker diese einzigartige Geschichte. Er ist ein Meister der Beobachtung und schildert wunderbare Details, sodass man auch als Leser vollkommen eintauchen kann ins Geschehen. Die Menschen sitzen nicht einfach irgendwie in der Leseecke, nein, man erfährt genau, wer wie sitzt, die Beine beispielsweise fest am Boden abgestellt oder locker übereinandergeschlagen, der Blick ins Buch vertieft oder durch den Raum schweifend. Im Speisesaal werden einfache Gerichte angeboten, dennoch läuft einem schnell das Wasser im Munde zusammen, wenn man Oetkers Beschreibungen folgt, die saftigen tiefroten Tomaten vor Augen hat und der dunkle Thunfisch sein Meeresaroma am Gaumen entfaltet. Ähnlich verhält es sich mit den Beziehungen unter den einzelnen Teilnehmern der Schweigewoche. Perfekt bringt Oetker die Veränderungen auf den Punkt, welche durch die Kommunikation ohne Sprache zutage tritt. Verblüffende Erkenntnisse offenbaren sich hier, besonders die Intensität, welche die Verbindung zwischen dem Geschäftsmann und der geheimnisvollen Frau kennzeichnet. Auf ungeahnte Weise wird der Leser in den Bann der Zeilen gezogen, darf er miterleben, wie sich die Stille auf das Erleben und die Selbstwahrnehmung der zehn Gäste auswirkt.

Ein großartiges Erlebnis bietet dieser tiefgründige Roman, die Ruhe aus der Geschichte legt sich über die Zeit des Lesens und lässt einen ein wenig der Veränderung auch selbst spüren. Liebe ohne Worte, Sprechen mit den Augen – das sollte man durchaus einmal probieren. Wer das Ungewöhnliche sucht, gepaart mit einem phantastischen Schreibstil, der muss ins Lavendelkloster kommen. Absolute Empfehlung meinerseits!

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Rezensionen von Petra:

Werkennt einen Serienmörder?

Ein guter Blick fürs Böse von Elizabeth Arnott

Drei Freundinnen in Kalifornien in den 60ziger Jahren. Ein für uns altbackenens Frauenbild herrscht. Diese Drei wollen es aufbrechen denn sie haben allen Grund dazu. Sie sind Exfrauen von Serienmördern. Sie wurden genau wie ihre Ehemänner für deren Taten verantwortlich gemacht. Obwohl die Polizei sie nie verdächtigt oder beschuldigt hat glauben Nachbarn und andere " sie müssen doch etwas gewusst oder zumindestens gemerkt haben".

Kein leichtes Leben für Margot, Beverley und Elsie. Dann geschehen in ihrer Stadt erneut Morde. Die den Eindruck einer Serie vermitteln. Die drei Frauen sind traumatisiert und durch die Beschreibung der Morde, vor allem wie über die Frauen berichtet wird, schockiert. Sie beginnen zu ermitteln, denn irgendetwas müssen Serienmörder gemeinsam haben und wer hat sonst Erfahrung mit ihnen?
Ich empfand diesen Krimi als ganz anders wie alles Bekannte. Erstmal die Frauen und dazu dieses Rollenbild, Frauen sind selber schuld wenn sie ermordet werden. Die Auflehnung dagegen war sehr verständlich beschrieben. Dazu machte der Schreibstil den Eindruck man würde ein True Crime lesen. Denn die Autorin hat die Sprache und Verhaltensweisen der damaligen Zeit sehr gut beschrieben. Dazu kam das Gefühl dass wir Zuschauer genau wie die Protagonistinnen keine Ahnung über das Wie und Warum haben. Nur durch Gedankenspiele und Beobachten kommen wir alle zusammen den Mörder auf der Spur.

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Rezensionen von clematis:

Drei Männer um Linda

Ein Sommer auf Malta von Marlies Ferber

Linda will eigentlich nach einer herben Enttäuschung einen Sommer ohne Mann verbringen, sich nur auf ihren neuen Job als Sprachlehrerin auf Malta konzentrieren. Aber drei Männer machen der jungen Frau einen Strich durch die Rechnung, eine Flugzeugbekanntschaft, ein Sprachschüler und ihr Ex stolpern immer wieder in ihren Alltag.

Ob sich Linda für einen entscheiden wird oder ihr Vorhaben umsetzt, die Zeit auf Malta allein zu verbringen?

Mit diesem humorvollen Roman bringt Marlies Ferber locker-leichte Unterhaltung in den Alltag der Leser und lässt uns miträtseln darüber, ob einer der Männer das Rennen um Lindas Gunst gewinnt oder ob sich jeder selbst aufgrund seines Auftretens ins Aus katapultiert. Vor Maltas malerischer Kulisse spielt die kurzweilige Handlung, welche bis zum Ende verschiedenste Varianten realistisch erscheinen lässt und dabei nicht nur Linda mitunter in die Irre führt. Dabei erleben wir einen turbulenten Flug Richtung Malta, chaotische Hochzeitsvorbereitungen und sympathische Kollegen in der notorisch unterbesetzten Sprachschule. Durch die Dialoge lernen wir die Figuren näher kennen, aber sind sie tatsächlich so, wie es auf den ersten Blick scheint? Wahrheit, Lüge und Ungesagtes liegen näher beieinander als man glaubt, sodass Missverständnisse fast vorprogrammiert sind. Wie es ausgeht? Ja, das will man bald unbedingt wissen und verliert sich gerne im Sog des Geschehens.

Auf Malta kann man die Seele baumeln lassen, flirten, sich verlieben. Wer nicht selbst in die Ferne schweift, sollte Linda zumindest in diesem Roman nach Malta folgen und dabei eine kurze Auszeit genießen, mir hat die Zeit auf der Insel jedenfalls sehr gut gefallen.

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Rezensionen von Tintenteufel:

Gemischter Eindruck

Gemüsepower von Lucia Schauerhammer

Lucia Francesca Schauerhammers Buch verspricht Gemüsepower und eine reiche Ernte. Das hat mich gleich angesprochen, weil ich auch nach 30 Jahren im eigenen Garten noch nicht das richtige Konzept gefunden habe, die bestmöglichen Ernteerfolge zu erzielen. Ihre Ankündigung, auf kleiner Fläche jede Menge Gemüse ernten zu können, klang da sehr verheißungsvoll.

Etwas ernüchternd war dann ihre Erklärung, dass an die Stelle ihres Balkongartens längst ein riesiger Market Garden getreten ist. Aber ich hoffte, trotzdem von Erfahrungen der Autorin profitieren zu können.

Ihr Buch folgt grob dem Jahresablauf und gibt entsprechende Anregungen. Gut gefallen mir die Übersichten über Aussaatbedingungen und Zeiten. Parallel dazu hätte ich mir aber auch ebenso übersichtliche Angaben zu Wuchsgeschwindigkeit und Platzbedarf sowie Erntezeiten und empfohlene zeitliche Saatabstände für das versetzte Ernten gewünscht. Ein paar konkrete Pflanzpläne aus ihrer (offenbar semiprofessionellen) gärtnerischen Praxis wären auch interessant gewesen. Immerhin stellt sie z.B. im Herbst- und Winterkapitel super schnelle und ‚längste‘ Wurzeln im Beet vor. Also werde ich mal einen Planungsversuch starten…

Ihre Steckbriefe widmet Lucia Francesca Schauerhammers ihren persönlichen Favoriten, das ist in Ordnung, weil sie ja nicht alle Gemüsesorten vorstellen kann. Aber sie hätte auch Gelegenheiten nützen können, das Potenzial mehr oder weniger freiwilliger Gartenbewohner vorzustellen: Beikräuter werden aufgelistet und mit (nicht näher erläuterten?) Symbolen gekennzeichnet, aber es wird kaum auf ihre kulinarischen Möglichkeiten eingegangen. Für ein Konzept ressourcenschonender Selbstversorgung wäre das doch naheliegend?!

Zusammenfassend hätte ich mir anstelle relativ umfangreichen biografischen Texte und inszeniert wirkenden fotografischen Selbstporträts der Autorin lieber mehr kurze und knackige Informationen zur eigenen Gartenplanung gewünscht.

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