Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Caroline :
Ein tiefer Einblick in die religöse Geschichte Venedigs. Unterstützt mit vielen wundervollen Fotos.
Immer wieder lande ich mit meinen Büchern in Venedig. Begonnen hat die Liebe zu dieser Lagunenstadt mit Donna Leons Commissario Brunetti. 2007 durfte ich dann das erste Mal in Venedig einige Tage verbringen und seither zieht es mich auch beim Lesen regelmäßig dorthin.
Dieses Mal hat mir der claudius Verlag ein wunderschönes, aber für mich sehr untypisches Rezensionsexemplar zu kommen lassen.
Ich möchte mich nochmals herzlich bedanken.
Mit Italien verbinde ich automatisch den Katholischen Glauben. Natürlich weiß ich, dass der Vatikan ein eigenständiger kleiner Staat ist und damit unabhängig, aber Italien und der Papst gehören für mich einfach zusammen.
Ich bereite mich gerne auf meine Stadtbesuche vor. Dabei versuche ich mich auch auf die geschichtlichen Hintergründe zu informieren, aber bei meinem ersten Aufenthalt konzentrierte ich mich auf typisch „touristische Dinge“ und erst später entdeckte ich zB das jüdische Venedig und die damit verbundenen Probleme.
Nun war es Zeit einen neuen Blickwinkel auf Venedig zu werfen und damit beginnt für mich die Planung eines neuen Besuchs. Die Fotos und die unglaublich vielen neuen Informationen fielen bei mir auf fruchtbaren Boden.
Die Reformation breitete sich für damalige Verhältnisse rasend schnell über Europa aus. Der Buchdruck begünstigte selbstverständlich die Verbreitung der neuen Lehren. Überall stießen die Ideen auf heftigen Widerstand in den oberen Schichten. Venedig machte dabei keine Ausnahme.
Dieses Buch beschränkt sich nicht auf diese Zeit sondern verfolgt die Ausbreitung, den Kampf gegen und für die neue Religion. Es endet damit, dass sich in Venedig noch etliche andere Glaubensrichtungen etablieren.
Besonders beeindruckt haben mich die wundervollen Fotos, die nicht das touristische Venedig zeigen, sondern auf Grund der Erklärungen in die historischen Geschehnisse eingebunden werden.
Ich bin evangelisch getauft, geschichtlich interessiert und mit diesem Buch konnte ich mein Wissen rund um die Reformation erweitern und lose Fäden verbinden.
Ich freue mich sehr auf meine nächste Reise nach Venedig. Ich werde hoffentlich viele Geheimtipps wiederfinden und mich auf diese ungewöhnlichen Spuren begeben.
www.mariessalondulivre.at
Rezensionen von C. P.:
Drachenzähmen - nicht leicht gemacht!
Carim Drachentöter von Lena Knodt
Carim ist ein zurückgezogener Einzelgänger. Carim ist kein typischer Held. Carim tötet Drachen.
Und das kann er wie kein anderer. Als er ein Drachenei klaut, schlüft der Drache versehentlich, bevor er das Ei verkaufen kann. Und in Carim wächst der Plan, den Drachen als Waffe für seine Pläne zu benutzen.
Zugegeben, Carim ist zu Beginn wirklich kein Sympathieträger. Sein fast schon barbarischer Blutdurst schreckte mich erstmal ab. Als er jedoch dem Jungdrachen in seiner Höhle fernab in den Bergen gegenübersteht, begann der Protagonist mich langsam zu faszinieren. Drachenzähmen? Alles andere als leicht gemacht! Umso spannender war es zu beobachten, wie Carim und Vlynnar, ein doch recht wilder und feuriger Drache, langsam und unerwartet zu einem Team zusammenwachsen. Und als der König auf Carims Fähigkeiten aufmerksam wird und mit ihm einen höchst interessanten Deal - auch für den Leser - aushandelt, wird einem nach und nach klar, dass nicht nur Carims Körper, sondern auch dessen Seele von tiefen Narben gezeichnet ist und unter der rauen Schale ein gar nicht mal so übler Kerl versteckt ist.
In erster Linie hat mich an diesem Roman die Welt der Drachen fasziniert. Es sind wilde und gefährliche Tiere, vor denen die Menschen nicht ohne Grund gewaltigen Respekt haben. Mit dieser unbändigen Macht kämpft Carim, der ein Leben abseits der Menschen gewählt hat. Warum, wird einem nach und nach klar, da werd ich jetzt nichts vorweg nehmen. Doch auch, wie er mit seinem Drachen Vlynnar langsam zu einem Team zusammenwächst ist sehr spannend und einfach kein Vergleich zu anderen Mensch-Drachen-Freundschaften in der Fantasy-Literatur. Carim selbst wirkte auf mich zu Beginn brutal, abstoßend und arrogant. Und auch hier verstand es die Autorin, ihren Antihelden Entwicklungen durchlaufen zu lassen, durch welche er im inneren Konflikt mit sich selbst steht, hin- und hergerissen zwischen der Person, welche er seit Jahren ist und dem Menschen, den er vor langer Zeit dafür aufgab. Wer die Welt der Drachen mal nicht nur durch eine rosarote Brille sehen will und keine Scheu hat, einen Antihelden bei seinen blutigen Abenteuern zu begleiten, wird mit Carim definitiv seinen Spaß haben. Ein gelungener Einstieg in eine aussergewöhnliche Drachen-Trilogie.
Rezensionen von sechmet:
Die Wahrheit kommt ans Licht
Vier.Zwei.Eins. von Erin Kelly
Wenn man das Cover betrachtet, sieht man eine Frau zwischen zwei Bäumen stehen. Farblich ist diese Szene in Graustufen gehalten. Die auf dem Cover groß geschriebenen Zahlen stechen hier zunächst mit ihrer Größe und der orangenen Farbe ins Auge. Erst der Untertitel „Vier Menschen, zwei Wahrheiten, eine Lüge“ geben einen Hinweis auf den Inhalt des Thrillers.
Denn hier geht es um vier Menschen, die zunächst eines gemeinsam haben. Sie sind alle auf einem kleinen Festival im Rahmen einer Sonnenfinsternis. Diese findet 1999 statt.
Das Buch ist so aufgebaut, dass man erst so nach und nach erfährt, was alles in der Vergangenheit passiert ist. Denn immer wieder wird hier zwischen Gegenwart und Vergangenheit gewechselt. Einige interessante und auch unerwartete Wendungen fügen zum Ende alles zusammen. Gerade das macht auch die Spannung dieses Thrillers aus. Denn immer fragt man sich, was denn nun die Lüge ist und was die Wahrheit.
Den Schreibstil von Erin Kelly finde ich sehr angenehm und flüssig zu lesen. Außerdem hat sie die Protagonisten sehr gut ausgearbeitet. Keiner von ihnen ist grau und farblos. Ganz im Gegenteil, denn alle haben ihre Ecken und Kanten und ihre Probleme. Geschrieben sind die einzelnen Kapitel jeweils in der ich-Form. Dabei lesen wir die Geschehnisse mal aus Lauras Sicht und mal aus der Sichtweise von Kit.
Erin Kelly hat mit „Vier.Zwei.Eins.“ einen sehr spannenden Thriller verfasst. Dadurch, dass die Kapitel mal in der Vergangenheit spielen und mal in der Gegenwart, sowie zusätzlich die einzelnen Kapitel oftmals mit einem Cliffhanger enden, wird die Spannung zusätzlich erhöht. Das Buch entwickelte sich für mich zu einem echten Pageturner.
Für mich war dieses Buch in diesem Jahr definitiv ein Highlight. Ich fand das Buch sehr spannend geschrieben, obwohl die Story an sich eher unspektakulär ist. Ob es tatsächlich in erster Linie dem Genre Thriller zugeordnet werden kann oder doch eher einem Spannungsroman, ist in diesem Fall wohl eine rein subjektive Entscheidung. Unter Strich ist es für mich egal, denn wichtig ist mir nur, dass ich dieses Buch gerne gelesen habe und es ungern zur Seite gelegt habe, da ich unbedingt wissen wollte, wie es weiter geht. Wer spannend geschriebene Bücher dieses Genre gerne liest, sollte hier ruhig zugreifen. Ich wurde jedenfalls nicht enttäuscht.
Rezensionen von Janine2610:
Die Ursprünglichkeit der Frau
Die Wolfsfrau Die Kraft der weiblichen Urinstinkte von Pinkola Estés Clarissa
Eigentlich wollte ich mir für meine Rezension zwischendurch Notizen zu diesem Buch machen, bin aber letztlich gar nicht dazu gekommen, weil mich der Inhalt durchgehend an sich gefesselt hat. Es fiel mir sogar schwer, auch mal innezuhalten, um über das Gelesene nachzudenken, da ich wahnsinnig neugierig war, was es als nächstes zu lesen gibt.
Aber genau das sollte man laut Autorin unbedingt tun: sich beim Lesen Zeit lassen. Also: nur ein Stück lesen, das Buch liegen lassen, darüber nachdenken und erst dann weiterlesen.
In »Die Wolfsfrau«, von der ich erst gedacht habe, dass es ein Roman ist, tatsächlich aber als ein psychologischer und spiritueller Ratgeber (für Frauen) durchgeht, geht es, erst mal grob gesagt, um die Wildnatur der Frauen, um ihre Urinstinkte und die weibliche Intuition. Wie schon aus der Buchbeschreibung zu entnehmen ist, weist die Autorin in ihrem Werk darauf hin, dass moderne Frauen von heute durch unsere Zivilisation und die Gesellschaft in starre Rollen gedrängt werden, sie also meistens etwas vorgeben zu sein, was sie ursprünglich nicht sind: angepasst, gehorsam, fügsam, untergeordnet und still. Das, was die Frau eigentlich ist, ihre Wildnatur, wird erfolgreich unterdrückt. Damit verdrängt sie allerdings gleichzeitig auch ihre Kreativität, ihr Selbstbewusstsein und ihre sprühende Lebensfreude. - Das ist der Preis, den sie bezahlen muss. Clarissa Pinkola Estés findet, dass es höchste Zeit ist, den Frauen zu sagen und zu zeigen, wie sie zu ihrer instinktiven Natur zurückfinden – zur Wolfsfrau – um der wilden, ungezähmten Urfrau in ihr wieder Raum zu geben.
Ihr seht, »Die Wolfsfrau« ist vorrangig ein Buch für Frauen, nichtsdestotrotz finde ich, dass auch Männer vom Inhalt profitieren können – um das weibliche Geschlecht besser zu verstehen.
~ Eine von ihren Urinstinkten abgeschnittene Frau hungert aus und flüchtet sich dann in ein Suchtverhalten, von dem sie unter Umständen vollkommen beherrscht wird. ~
(S. 266)
Was können nun die typischen Symptome einer Frau sein, die eine gestörte Beziehung zu der Frau hat, die sie im tiefen Inneren eigentlich ist? - Sie fühlt sich ausgelaugt und verletzlich. Ist deprimiert, verwirrt, lustlos, machtlos, ängstlich und verunsichert. Ist unfähig, selbst etwas auf die Beine zu stellen oder sich zu zeigen, wie sie ist. Sie fühlt sich uninspiriert, hässlich, schuldbewusst und steif. Sie hat eine ständige Wut im Bauch. Sie könnte durchdrehen. Ist unkreativ und bedrückt. Sie zweifelt, jammert, zieht nichts durch, überlässt anderen die kreativen Aufgaben, ist defensiv, und kann sich auf keine tieferen Beziehungen einlassen. Sie fühlt sich kraft- oder elanlos, sie ist viel zu lieb und nett. Sie bringt es nicht fertig, etwas Neues zu versuchen oder fürchtet sich davor, etwas allein zu unternehmen/auf Reisen zu gehen. Sie hat Angst davor, die eigenen unvollkommenen Werke vorzuzeigen, bevor sie als Meisterstücke gelten können.
Genau genommen, hat die Autorin noch viele weitere Symptome aufgelistet. Als ich mir das alles so durchgelesen habe, musste ich feststellen, dass ehrlicherweise auch auf mich einige der genannten Symptome zutreffen und dann wusste ich: das ist genau das richtige Buch für mich.
Clarissa Pinkola Estés hat eine starke Affinität, Geschichten zu erzählen und wird deswegen als Cantadora – Märchenerzählerin – bezeichnet. Geschichten als Medizin – das ist es, wovon Estés überzeugt ist. Außerdem ist das Geschichtenerzählen eine der ältesten Traditionen ihrer Familie und aus diesem Grund hat die Autorin in ihrem Buch auch einige Märchen, Geschichten und Mythen eingebaut. Ein paar sind bekannt, so zum Beispiel »Das hässliche Entlein«, »Die roten Schuhe« oder »Blaubart«, andere sind Geschichten, die die Autorin von den verschiedensten Leuten während ihrer Recherchen erzählt bekommen und in diesem Buch wiedergegeben hat. Nun ist Estés ja auch ausgebildete Psychoanalytikerin und hat den Inhalt eines jeden Märchens/einer jeden Geschichte gleich danach genau auseinandergenommen, analysiert und interpretiert. Die Autorin lässt sich dafür viel Zeit, beschreibt ausführlichst die Hintergründe der Handlungen und ihre Bedeutungen für die weibliche Psyche. – Manchmal auch in Form von Traumdeutungen. In vielen Geschichten habe ich mich selbst wiederentdeckt, deshalb konnte ich persönlich einiges daraus mitnehmen.
~ Die Metaphern in dieser Geschichte sind Wegweiser, die verdeutlichen, wie eine Frau zu ihrem innewohnenden Instinktleben zurückfinden kann. ~
(S. 48)
Ich habe das Werk beendet und das erste, was ich gedacht habe, war: Das ist ein Buch, das JEDE Frau gelesen haben sollte, denn durch den Inhalt fühlt man sich in seiner Situation schlicht und einfach verstanden. Außerdem bietet es Frauen, zwar nicht ganz direkt, Anregungen und Lösungsvorschläge, aus der momentanen Lebenslage/dem IST-Zustand auszubrechen oder ihn zu verändern. Warum nicht ganz direkt? - Weil jeder Mensch/jede Frau ein Individuum ist und es keine Globallösung gibt. Aber das sollte klar sein. Mit seiner Intuition, seiner inneren Stimme und der eigenen ursprünglichen Natur kann jede Frau ihren individuellen Weg finden!
Rezensionen von marianna_thielsch@gmx.de:
Langatmige Geschichte
Der englische Liebhaber von Federica De Cesco
Federica de Cesco hat nach ihren unzähligen Jugend- und Erwachsenengeschichten nun eine tragische Liebesgeschichte geschrieben. Vor dem Hintergrund des Münster nach Ende des zweiten Weltkrieges erzählt sie eine Geschichte aus ihrer Familie. Die junge Anna muss für den Lebensunterhalt ihrer Familie sorgen, sie bekommt eine Stelle als Dolmetscherin bei den Britischen Besatzern.
Dort lernt sie den älteren und verheirateten Captain Jeremy Fraser kennen. Sie verlieben sich, aber er verschwindet, bevor sie ihm von ihrer Schwangerschaft erzählen kann.
Die Geschichte ist von Beginn an gut nachvollziehbar. Die Autorin konzentriert sich in ihrer Erzählung auf wenige Hauptcharaktere, die ausführlich in den Blick genommen werden. Anna und ihre Tochter Charlotte wirken anfänglich stark und unabhängig, mit der Zeit ändert sich diese Einschätzung. Beide bekommen etwas farbloses und unsympathisches. Vielleicht ist die Geschichte um Anna und den Offizier zu klischeebehaftet, ebenso ihr Verhalten. Dennoch ergibt sich aus den verschiedenen Sichtweisen, aus denen im Verlauf erzählt wird, ein interessanter Blick auf die Gesamtsituation.
Der Roman hat Atmosphäre, die hauptsächlich über die Sprache entsteht. Diese ist durch schöne Sprachbilder, eine sehr klare Ausdrucksweise sowie sehr kluge und philosophische Gedanken gekennzeichnet. Trotzdem ist der Text anders als erwartet - in nüchterner Sprache und emotional unaufdringlich gehalten. Dies ist einerseits bei diesem hochemotionalen Thema angenehm, wirkt auf Dauer jedoch merkwürdig. Hinzu kommt, dass die Erzählung sehr ausführlich ist und dadurch langatmig wirkt. Es entwickelt sich kaum Spannung, sodass das Weiterlesen schwer wird.
Auch die sehr gut recherchierten Einzelheiten der Entwicklungen und Umstände im Nachkriegsdeutschland wiegen das Ganze nicht auf. Dabei sind diese sehr ausführlich und authentisch beschrieben, bringen sogar etwas Emotionalität in die Geschichte. Es ist interessant die geschichtlichen Entwicklungen mitzuverfolgen und auch die Auswirkungen auf Mutter und Tochter wahrzunehmen. Die Autorin hat sich ein schwerwiegendes und tragisches Thema gewählt.
Eine schwer lesbare - weil langatmige - Liebesgeschichte mit ausführlich recherchiertem geschichtlichen Hintergrund.
Rezensionen von yellowdog:
Entschlossenheit führt zum Erfolg
Der englische Liebhaber von Federica De Cesco
Was von Cover- und Buchgestaltung wie ein einfacher romantischer Roman daherkommt, ist dann doch etwas mehr. Es ist ein Roman über eine junge Frau, die sich trotz schwerer Krankheit den Wunsch erfüllen will, Sängerin zu werden. Fast unmöglich, wenn man an Mukoviszidose leidet und nur eine Lebenserwartung von ca.
30 Jahren hat. Der Roman basiert auf dem Leben von Alice Martineau und sie hat es geschafft. In Lesepausen kann man ihre Songs hören, eine Mischung aus Singersongwriter und Pop. Hört doch zum Beispiel mal in ihren Song If I fall hinein. Dieser Song spielt in einer wichtigen Szene im Buch eine große Rolle.
Die Lovestory zwischen Alice und Tom spielt eine Rolle im Roman, aber nicht unbedingt die Hauptrolle. Alice Kampf um ihre Musik und gegen ihre Krankheit steht im Mittelpunkt. Und es ist auch ein Kampf gegen die Zeit. Manchmal hätte ich mir gewünscht der Schreibstil von der Autorin Alice Peterson wäre nicht ganz so glatt, aber immerhin schafft sie es doch, Alice Martineau eine Persönlichkeit zu geben, die ihre Stärke zeigt.
Gelungen sind auch die Einschübe von Alice Mutter mit Mary´s Tagebuch, die Alice Zustand reflektieren.
Insgesamt ein gute Portrait einer jungen Frau mit Persönlichkeit. Ein Roman, den man schnell lesen kann.
Rezensionen von heinoko:
Kein Buch für mich
Die letzte Terroristin von André Georgi
Gegen dieses Buch entwickelte ich, je weiter ich las, eine zunehmende Abneigung. Ein komisches Urteil: „Ich mag dieses Buch nicht.“ Man kann ein Buch langweilig finden oder schlecht geschrieben, aber zu sagen, dass man das Buch nicht mag, klingt nicht unbedingt „literarisch korrekt“. Und doch trifft es für mich genau auf den Punkt.
Ich halte mich deshalb mit Wiedergabe des Inhalts nicht auf. Es ist überall nachzulesen, welche realen Vorbilder der Autor hatte, um die Welt des Terrorismus Anfang der Neunziger in seinen Thriller zu verpacken. Und genau da beginnt bereits meine Abneigung gegen das Buch. Entweder schreibe ich ein bestmöglich recherchiertes Sachbuch zum Thema „dritte Generation RAF“. Oder ich schreibe einen Thriller, schöpferisch erdacht, frei erfunden, vielleicht mit Zeitbezügen, aber ganz bestimmt nicht unter „Benutzung“ realer menschlicher Vorbilder, damit insbesondere Täter und Opfer gleichermaßen degradierend zu Unterhaltungsobjekten.
Die harte, mitunter geradezu expressionistisch anmutende Sprache des Autors gefiel mir zu Anfang: „… der Abspann eines Jahrhunderts, das immer noch an Deutschland herumkaute…“ Aber je weiter ich las, desto mehr ging mir der manirierte Schreibstil auf die Nerven, ich sehnte mich geradezu nach schlichten Sätzen.
Spannend ist das Buch, keine Frage, es ist auch kritisch, durchaus stellenweise böse kritisch. Vielleicht für Viele lesenswert. Für mich war es nichts.
Rezensionen von Hexenaugen:
spannendes Buch auch über ein ernstes Thema
Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick von Kelly Moran
Redwood - Ort für einen Neuanfang - denkt Avery Stowe die mit ihrer autistischen Tochter Hailey nach einerer desaströsen Ehe dort den attraktiven Tierarzt Cade O’Grady
kennen lernt.
Eigebntlich ist eine neue Beziehung das Letzte was Avery will aber als ihre Tocheter Hailey, im Wald, einen schwer verletzten Welpen findet wendet sie sich an den Tierarzt Cade O’Grady der
ihr die Schuld an dem Zustand des Hundes gibt da er meint es wäre ihr Hund und sie hätte sich nicht genügend um diesen gekümmert.
Dabei hatte Avery den Hund davor gerettet,
allein und verängstig, im Schnee zu verbluten.
Hailey mag Cade und auch Cade findet sofort Kontakt zu Haily und Avery ist darüber sehr froh da ihr Cade sehr gut gefällt.
Als Richard, ihr Exmann, ihr mitteilt er will wieder heiraten ist sie einfach nur erleichtert denn Richard zeigt keinerlei Interesse an Hailey.
Nach einem Streit mit Cade, den Hailey mitbekommt und der ihr Angst macht läuft diese mit Seraph ,dem Hund, fort. Cade sucht Hailey,findet diese und den Hund, bringt sie Heim
und da endlich merkt Avery Cade liebt sie und auch sie liebt Cade und sie kann sich endlich auf diesen einlassen.
Eine kurzweilige Liebesgeschichte, die sicher allen Tierliebhaberinnen das Herz höher schlagen lässt.
Rezensionen von franzigu:
Lustig, lockerer Lesespaß
Hilfe, ich bin reich! von Kim Schneyder
Das Buch liest sich flüssig und ist amüsant.
Für Liebhaber von Sophie Kinsella.
Rezensionen von Petra Sch.:
Mord bei der "Bauerlorette"
Veilchens Show von Joe Fischler
Kurz zum Inhalt:
Bei der "Bauerlorette", einer TV-Kuppelshow, liegt plötzlich - live im TV - einer der männlichen Kandidaten tot im Bett neben der Bauerlorette.
Manfred Stolwerk, der Kollege von Ermittlerin Valerie "Veilchen" Mauser vom LKA Tirol, ist großer Fan dieser Show und vermutet sofort einen Kriminalfall.
Kurz darauf stirbt ein weiterer Kandidat beim Fallschirmspringen.
Um besser ermitteln zu können und direkt beim Geschehen dabei zu sein, dürfen Veilchen und Stolwerk bei den Dreharbeiten dabei sein, denn die Produzenten drehen fleißig weiter nach dem Motto "The Show must go on".
Doch wer ist der Täter? Einer der anderen Kandidaten, der die Million Preisgeld gewinnen will? Oder die Bauerlorette selbst, die durch die in die Höhe schießenden Einschaltquoten sogar in Deutschland Berühmtheit erlangt?
Meine Meinung:
"Veilchens Show" ist der 5. Teil um die Tiroler Ermittlerin Valerie "Veilchen" Mauser. Die Geschichte ist jedoch in sich geschlossen und kann eigenständig gelesen werden. Alles, was man über Veilchen aus den vorigen Fällen wissen muss, ist geschickt in die Geschichte integriert.
Der Schreibstil ist wieder flüssig und toll zu lesen, mit viel Witz, Humor und Lokalkolorit.
Das Teufelchen auf Valeries Schulter greift mal wieder sehr humorvoll in ihr Denken ein.
Für meinen Geschmack ist diesmal der Fall leider eher zu sehr in den Hintergrund geraten; der Fokus liegt auf Humor und skurrilen Situationen - ich fand schon echt witzig, wie hier diverse gängige TV-Formate auf die Schaufel genommen werden.
Was jedoch sehr zu denken aufgibt: es geht nicht um die Menschen in solchen Formaten. Der Rubel muss rollen, die Einschaltquoten müssen steigen, komme was wolle - "The Show must go on". Und so ist es sicher auch im realen Leben.
Es war aber richtig interessant, auch ein bisschen Einblicke in den TV-Dreh-Alltag zu bekommen.
Die Auflösung bzw. das Tatmotiv hat mich jetzt nicht so aus den Socken gehauen, allerdings hat es mich überrascht, denn ich hatte den Täter und das Motiv zu keiner Zeit auf dem Schirm.
Fazit:
Leider überwiegt diesmal der Klamauk und es ist für mich persönlich etwas zu wenig Krimi. Der Humor, die Einblicke in den TV-Drehalltag und die Anspielungen auf gängige TV-Formate haben mich jedoch gut unterhalten und ich vergebe 4 Sterne.









