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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Gaby 2707:

Nichts ist wie es scheint

Commissario Pavarotti kam nie nach Rom von Elisabeth Florin

Am Bahnhof in Bozen steht ein Mann ganz in Schwarz und wartet auf den Nachtzug nach Frankfurt über München. Hier lebten die deutsche Autorin Anna Santer und ihr Ehemann Lex, Inhaber einer kleinen Agentur für Fondsanalysen, die am Pool ihres Hotels in Meran erschossen wurden. Commissario Luciano Pavarotti und seinen Mitarbeiter Ispettore Emmeregger tun sich schwer mit dem Motiv und der Suche nach dem Mörder.

Auch Liselotte "Lissie" von Spiegel, die große Liebe von Pavarotti, schaltet sich in die Ermittlungen ein. Wie sich herausstellt, war sie eine Freundin von Anna. Hier geht sie nun ihre eigenen Wege zu ihrem neuen Buch.

Elisabeth Florin nimmt mich nicht nur mit ins Hier und Jetzt, sondern konfrontiert mich auch mit der Vergangenheit von Anna und Lex Santer. Ausserdem erfahre ich einiges aus den Vorkommnissen im Meran kurz nach dem 2. Weltkrieg, als viele Flüchtlinge und vor allem auch Nazis die Stadt als Ausgangspunkt für ihre Flucht nach Südamerika nutzten, die "Rattenlinie".
"Für die meisten Leser genügt es, wenn die Spannung stimmt. Die Sprache ist zweitrangig." An diese These, die die Autorin Walter Timm in den Mund legt, hält sie sich selbst nicht. Ihre Sprache ist ausgefeilt, sehr bildhaft, punktgenau und sie jongliert mit ihren Worten. Und genau deshalb liebe ich ihre Krimis um Commissario Pavarotti.
Die Spannung entwickelt sich von der ersten Seite an, wo ich dem Mann in Schwarz begegne. Es ist auch nicht nur die kriminelle Spannung, die mich hier fasziniert. Auch zwischen Pavarotti und Lissie, genau so wie zwischen Emmenegger und Pavarotti bitzelt die Spannung und ich warte gespannt, ob und wie sie sich entläd. So hoch die Spannung auch bleibt, hier und da blitzt auch ein klein wenig Humor auf und bettet sich wie selbstverständlich in die Geschichte mit ein.
In diesem Fall ist fast nie etwas so wie es scheint. Ich sammle meine Puzzlesteine, setze sie zusammen und schon kommt wieder eine Wendung, die sowohl meine Gedanken als auch mein Puzzle wieder auseinander reißen. Erst ganz zum Schluss werde ich mit dem Mörder, den ich in kurzen Sequenzen in kursiver Schrift kennenlerne, und seinem Motiv konfrontiert und alle Fäden schließen sich zu einem einleuchtenden Strang zusammen.
Ich war schon des öfteren in Meran und so bin ich mit Pavarotti, Emmenegger und Lissie mittendrin in der Altstadt mit der Laubengasse und sehe auch die vielen Gebäude im Jugendstil vor meinen Augen.

Trotz der Missstimmung, die hier und da unter den Protagonisten herrscht, war ich auch diesmal wieder gerne mit meinen guten Bekannten auf der Suche nach Aufklärung unterwegs. Ich wurde sehr gut unterhalten, konnte mit rätseln und mit fiebern und habe dank der guten Recherche sogar wieder etwas gelernt. Ein spannender Fall mit interessanten Menschen und einem Schuss Lokalkolorid – wieder genau so wie ich Krimis mag.

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Rezensionen von KimVi:

Durchgehend interessant, aber leider zum Teil etwas vorhersehbar

Blutsschwester von Sarah Kristen

Emma ist äußerst überrascht, als ihre ehemals beste Freundin Vivien nach vielen Jahren Kontakt zu ihr aufnimmt. Die beiden scheinen sich sofort wieder blendend zu verstehen und deshalb verabreden sie sich zu einem Kurzurlaub an der englischen Südküste. Da Vivien durch ihre Arbeit aufgehalten wird, ist Emma zunächst allein im Ferienhaus.

Bei einem Strandspaziergang stellt sie ihre Schuhe ab und schlendert herum. Doch plötzlich bemerkt sie die Unruhe und das Entsetzen der anderen Strandbesucher. Denn direkt neben Emmas Schuhen wird eine abgetrennte Frauenhand gefunden. Sofort werden in Emma schlimme Erinnerungen wach. Denn vor vielen Jahren wurde ihre kleine Schwester umgebracht und grausam zerstückelt. Der Täter wurde nie ermittelt. Emma reist umgehend nach Deutschland zurück. Doch da geht der Albtraum erst richtig los. Denn plötzlich tauchen weitere Leichenteile auf. Emma weiß bald nicht mehr, wem sie vertrauen kann. Nicht einmal sich selbst...…

Der Einstieg in diesen Thriller gelingt mühelos. Denn das Geschehen wird in der Ich-Perspektive, aus Emmas Sicht, geschildert. Dadurch bekommt man einen guten Einblick in ihre Gedanken und Gefühle. Man kann sehr gut nachvollziehen, wie die Ereignisse Emma zusetzen. Außerdem kommt noch dazu, dass ihre Erinnerungen an den Tag der Ermordung ihrer Schwester unklar sind. Sie wird immer wieder von Träumen heimgesucht, die darauf hindeuten, dass sie mehr weiß, als bisher geahnt. Emma weiß nicht mehr was sie glauben soll. Ist der nie gefasste Täter nun auch hinter ihr her, da sie tief in ihrem Innern weiß, wer es gewesen ist? Oder hat sie ihre Schwester etwa selbst getötet? Immer wieder auftretende Blackouts sorgen außerdem dafür, dass Emma nicht ausschließen kann, selber für die zerstückelten Leichenteile, die ständig in ihrer Umgebung auftauchen, verantwortlich zu sein.

Das alles sorgt für eine bedrohliche und angespannte Atmosphäre. Man ist beim Lesen hin- und hergerissen und weiß nicht mehr was man glauben soll und wem man eigentlich vertrauen kann. Die Handlung ist durchgehend interessant und spannend aufgebaut. Der Schreibstil ist außerdem sehr flüssig und angenehm lesbar. Die Autorin beschreibt Handlungsorte und Protagonisten so lebendig, dass man alles mühelos vor Augen hat und sich ganz auf die rätselhaften Vorgänge einlassen kann. Es kommt zu einigen Wendungen, die dafür sorgen, dass man die eigenen Überlegungen, die man beim Lesen angestellt hat, verwerfen und neu ansetzen muss. Dadurch bleibt dieser Thriller durchgehend interessant.

Krimis und Thriller sind ja meine absoluten Favoriten und deshalb habe ich schon unzählige Genrevertreter gelesen. Bei diesem Exemplar habe ich mich recht gut unterhalten. Nicht weniger, aber leider auch nicht mehr. Das liegt auch daran, dass ich die Hauptprotagonistin, trotz der verwendeten Ich-Perspektive, eher distanziert betrachtet habe. Manche ihrer Handlungen konnte ich leider nicht einmal ansatzweise nachvollziehen. Außerdem habe ich viel zu früh geahnt, was zu den Blackouts führen könnte, da die Hinweise darauf wiederholt in die Handlung eingestreut wurden. Die bedrohliche Atmosphäre, der Spannungsaufbau und der durchgehend interessante Fall haben aber dennoch dafür gesorgt, dass ich mich recht gut unterhalten habe. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala vergebe ich deshalb drei von fünf Sternchen.

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Rezensionen von TanyBee:

Eine wunderbare Heldin

Weit weg von Verona von Jane Gardam

Jessica Vye ist neun Jahre alt, als sie die Bestätigung erhält für etwas, dass sie schon lange vermutet hat. Sie ist nicht wie die anderen Kinder. In ihrer Schule tritt ein Autor auf und in letzter Sekunde, kurz bevor sein Zug fährt, gibt sie ihm ihre bisher verfassten Geschichten zum Lesen mit. Einige Monate später erhält sie von ihm einen Brief, dass sie „ohne jeden Zweifel eine echte Schriftstellerin“ sei.

Jessica ist nun 12 Jahre alt und durch ihre unangepasste und ehrliche Art hat sie Schwierigkeiten mit anderen Kindern und vor allem mit den Lehrern. Außerdem tobt gerade der zweite Weltkrieg und auch in Jessicas Wohnort fallen Bomben.

Beim Lesen des Buches musste ich oft an „Anne of Green Gables“ denken. Denn auch Jessica hat überschäumende Emotionen und ist nicht so still und brav, wie es von Kindern früher erwartet wurde, sondern sagt ihre Meinung. Ich frage mich, ob ein Stück weit die Autorin über sich selbst schreibt, das Geburtsjahr von Jane Gardam und Jessica Vye stimmt jedenfalls überein.

Zur Handlung muss ich sagen, dass es davon gar nicht so viel gibt. Es werden eher Episoden aus Jessicas Leben erzählt, wobei es trotzdem einen roten Faden gibt und einen Bogen, der vom Anfang bis zum Ende gespannt ist. Aber hat mich die dahin plätschernde Handlung gestört? Nein! Es ist ein großes Vergnügen, dem Geplauder, den Ängsten und Träumen von Jessica zu lauschen.

„Weit weg von Verona“ ist das erste Buch von Jane Gardam, aber mir persönlich hat es sogar besser gefallen als „Ein untadeliger Mann“, mit dem sie in Deutschland Bekanntheit erlangt hat. Und das liegt ganz sicher an der wunderbaren Heldin.

Es war mir eine große Freude Jessica Vye kennenzulernen.

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Rezensionen von dorli:

Wo ist Erkül Bwaroo?

Weit weg von Verona von Jane Gardam

Laundom. Hans und Greta, die Kinder des reichen Besenfabrikanten Sebastian Bleibtreu wurden entführt! Um den Kidnappern auf die Spur zu kommen, engagiert der verzweifelte Vater keinen Geringeren, als den berühmten Elfendetektiv Erkül Bwaroo.
Bwaroo begibt sich umgehend gemeinsam mit seinem guten Freund Dr.

Artur Heystings in das Haus des Fabrikanten. Hier erfahren die beiden, dass nicht nur Hans und Greta verschwunden sind, sondern auch das Stubenmädchen Lizzie vermisst wird. Dessen Posten wurde gerade neu vergeben – an Maja Behn. Maja ist eigentlich eine investigativ recherchierende Elfenjournalistin. Sie ist fest davon überzeugt, dass Lizzie ermordet wurde und bietet Bwaroo und Heystings ihre Unterstützung bei der Suche nach den Vermissten an. Die Ermittlungen laufen an, doch plötzlich muss Bwaroo in einer dringenden Angelegenheit die Stadt verlassen…

Ruth M. Fuchs verknüpft in ihrer Krimireihe rund um den Elfendetektiv Erkül Bwaroo gekonnt und sehr unterhaltsam Krimi mit Märchenwelt.

Mein erstes Abenteuer mit Bwaroo und schon nach wenigen Seiten bin ich von der Handlung und den Figuren gefesselt. Die Parallelen zu Agatha Christies Hercule Poirot sind unverkennbar - Ruth M. Fuchs hat ihren Ermittler mit all den Eigenarten und Besonderheiten, die Poirot ausmachen, ausgestattet: sie lässt Bwaroo genauso raffiniert agieren. Auch Bwaroo ist besonders stolz auf seine kleinen grauen Zellen und absolut überzeugt von seinen Fähigkeiten. Und auch er spricht mit französischem Einschlag. Selbst der Fall, den es hier zu lösen gilt, ist ähnlich verzwickt wie bei Christie und nicht leicht zu durchschauen. Irgendwie könnte jeder seine Finger im Spiel haben. Am Ende dann die verblüffende Auflösung, die der geniale wie exzentrische Detektiv vor den versammelten Akteuren präsentiert. Herrlich!

„Wo ist Erkül Bwaroo?“ hat mir sehr gut gefallen. Die Mischung aus Spannung, Märchen und Humor bietet von der ersten bis zur letzten Seite kurzweiliges Lesevergnügen.

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Rezensionen von BarbaraM:

Ein toll aufgemachtes, spannendes und witziges Kinderkrimi-Abenteuer

Lauter Lauterbachs und die geheimnisvolle Saliera von Susanna Partsch; Andrea Schaller

Die drei Lauterbachs, Lisa, Levin und Laura, besuchen in den Sommerferien ihre Großeltern in Bayern. Doch bereits am ersten Tag machen sie gemeinsam mit Dackeldame Lilly eine geheimnisvolle Entdeckung und schon stecken sie mittendrin in einem ganz besonderen und spannenden Abenteuer. Die Kinder werden zu echten Detektiven und Dackeldame Lilly steht als echte Spürnase allzeit bereit.

Alle zusammen begeben sich auf die Suche nach der geheimnisvollen Saliera.

Mit ihrem Buch „Lauter Lauterbachs und die geheimnisvolle Saliera“ ist Susanna Partsch und Andrea Schaller ein spannender Kinderkrimi gelungen, der 2018 in der Edition tingeltangel auf 196 Seiten erschienen ist.
Das Buch ist einfach und flüssig zu lesen und für Kinder ab 9-10 Jahren geeignet. Schwierige Wörter werden innerhalb des Buches gekonnt geklärt und so macht das Lesen richtig Spaß!

Die Geschichte um die Lauterbachs und die Saliera weist viele schöne, spannende und witzige Ideen auf. Eine ganz wunderbare Mischung! Bemerkenswert sind die vielen Details, die in dem Buch stecken und die das Herzblut aufzeigen, mit dem die Autorinnen den Kinderkrimi verfasst haben.
Eine tolle Besonderheit sind auch die immer wiederkehrenden handgeschriebenen Randnotizen der vorkommenden Kinder und die Tatsache, dass der Kinderkrimi auf echten Tatsachen in Bezug auf einen Kunstraub im Kunsthistorischen Museum in Wien beruht. Das macht die gesamte Geschichte natürlich noch viel spannender und interessanter für den Leser.

Fazit: Wir sprechen eine absolute Kaufempfehlung aus, für Jungen und Mädchen ab 8 Jahren, die ein spannendes Abenteuer erleben wollen.
Wir würden uns auch sehr darüber freuen, wenn es eine Fortsetzung gäbe.
Wir vergeben für diesen Kinderkrimi 5 von 5 Sternen.

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Rezensionen von skiaddict7:

Wunderschöne und hochinteressante Zeitreise

Ida von Katharina Adler

Katharina Adler hat mit diesem Buch die Geschichte ihrer Urgroßmutter Ida Adler-Bauer aufgearbeitet, die 1882 in Wien geboren ist. Ida Adler wurde als „Fall Dora“ in Sigmund Freuds Psychoanalyse bekannt. Das Buch umfasst ein halbes Jahrhundert an Idas Lebensgeschichte, beginnend im späten 19.Jahrhundert mit der ungefähr zwölfjährigen Ida.

Äußerst gekonnt spannt Adler den Bogen bis 1945. So erzählt sie Idas Lebensgeschichte als junges Mädchen, mit knapp achtzehn als die bekannte Patientin von Sigmund Freud, als Ehefrau und Mutter, und schließlich als Witwe, die während dem 2. Weltkrieg in die USA flüchtet.

Das Buch hat mich sofort ins Österreich vor dem ersten Weltkrieg versetzt. Ida wächst in Wien und Meran auf. Die Autorin verwendet häufig österreichische Ausdrücke, welche beim Lesen zur Authentizität beitragen. Das Leben von Ida hat mich gefesselt. Als Österreicherin und Ärztin fand ich das Buch von vielen Aspekten betrachtet hochinteressant. Der Schreibstil war sehr flüssig und fesselnd, allerdings umspannt das Buch knapp 500 Seiten und ist somit keine leichte Kost. Insgesamt habe ich es sehr gerne gelesen und fand es hochinteressant. Die Sitzungen bei Freud wurden sehr ausführlich beschrieben, was sich manchmal etwas langatmig hervortat. Ich habe nach diesem Roman auch vor, mich weiter mit Freud zu beschäftigen, und mich durch die Quellenangaben des Buches zu arbeiten. Ich kann dieses Buch für interessierte der genannten Themen sehr empfehlen, von mir gibt es 4.5 Sterne.

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Rezensionen von Maria D?rfler:

Schnelles Vergessen

Der Abgrund in dir von Lehane Dennis

Nach den ersten Seiten habe ich mir ziemlich viel erwartet von dem Buch. Ich habe es auch relativ schnell weitergelesen - was ich an sich für eine Qualität halte. Aber im Laufe des Lesens wurde es immer flacher, langweilig, die Verwicklungen recht künstlich, viel Action ohne inneren Zusammenhang. Die Sprache hat mir absolut nicht gefallen.

Und - und das erscheint mir besonders negativ - ich habe es sofort vergessen. Heute schreibe ich die Rezesion, nach dem Lesen hatte ich absolut keine Motivation dazu und heute musste ich wirklich nachlesen, um mich zu erinnern.
Maria Dörfler

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Rezensionen von I.weilharter@ais-jugend.at:

Ab Mitte gibt's Spannung pur...

Der Abgrund in dir von Lehane Dennis

Lehanes Roman ließ mich irritiert, ja etwas orientierungslos, zurück. Natürlich ist er sehr schön und spannend geschrieben, nur, was habe ich gelesen: die Lebensgeschichte einer Neurotikerin mit schwierigem Familienhintergrund, die Geschichte einer jungen Frau auf der Suche nach ihrem Vater oder doch einen handfesten, spannender Psychokrimi?
Lehane scheint sich nicht entscheiden zu können, zu viele verschiedene Handlungsstränge werden aus meiner Sicht uns hier dargebracht.

Schade, dadurch wirkt der Roman etwas sprunghaft und in sich nicht schlüssig.
Richtig spannend wird es dann ab Mitte des Buches, als Lehane sich entschließt, aus seinem Plot einen Psychothriller herauszuarbeiten. Zu diesem Teil des Romans kann man ihn nur beglückwünschen! Das ist Spannung pur auf hohem erzählerischem Niveau!

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Rezensionen von simone.h1:

Anders

Bis ans Ende, Marie von Barbara Rieger

Die namenlose Ich-Erzählerin lässt uns an ihrem Leben als junge ungebundene Studentin teilhaben, das sich um elterliche Fürsorge, Ausbruch und vor allem um Marie dreht. Es ist eine rasante Erzählung rund ums eigenständig sein, Freundschaften, Obsession, Drogen, Partys und Selbstkontrolle. In diesem Rahmen entwickelt sich eine rauschartige Geschichte, in der Realität und Fiktion teilweise verschwimmen lässt.

Besonders macht dieses Buch aus meiner Sicht die fast gehetzte Sprache und die toll konstruierten psychologischen Aspekte.


Es handelt sich um ein ganz besonderes Buch, dass für alle lesenswert ist, die skurrile, nachhaltige Erzählungen mögen und Interpretationen lieben. Mir persönlich war es dann doch ein Hauch zu viel Interpretationsspielraum, weshalb ich 4 Sterne vergebe. Ich werde dieses Buch aber definitiv noch lang in Erinnerung behalten und auch noch einige Stunden darüber grübeln.

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Rezensionen von manu63:

Kieler Helden

Kieler Helden von Kay Jacobs


Kieler Helden ist ein historischer Kriminalroman des Autors Kay Jacobs, der die Leser in das Jahr 1916 entführt. Nicht zum ersten Mal lässt er seinen Protagonisten Josef Rosenbaum agieren, aber die Geschichte ist so aufgebaut, dass man den Roman gut lesen kann ohne die Vorbände zu kennen.

An einem Fähranleger wird eine Leiche gefunden, es handelt sich um Dr.

Althoff der Oberarzt der
Akademischen Nervenklinik ist. Mysteriös sind die Umstände seiner Tötung, doch als eine weitere Leiche auftaucht ergeben sich für Kriminalkommissar Rosenbaum und seine Assistentin Hedi Spuren welche die Ermittlungen voranbringen.

Der Schreibstil der Autors ist eher ruhig und gleichmäßig, es ist kein nervenzerfetzender Thriller sondern ein gut aufgebauter Krimi der durch die verschiedenen Handlungsstränge den Leser neugierig hält. Der Täter offenbart sich dem Leser zwar früh, aber dennoch wollte ich unbedingt wissen warum diese Taten erfolgten und wie sie zusammen hängen. Die Charaktere und das Zeitgeschehen wirken stimmig und vermitteln ein gutes Bild der damaligen Zeit. Der Krieg dringt in alle Bereiche immer mehr vor und hinterlässt überall seine Spuren. Das Grauen an der Front hat der Autor geschickt durch Feldpostbriefe eingebunden und auch die damaligen Behandlungsmethoden werden erläutert. Insgesamt ein Krimi der mir gut gefallen hat und der auf keiner Seite gelangweilt hat oder langatmig war.

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