Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Ewa Wiercinska Leserunde Heyn:
Die Wonnen des Eskapismus
Der Abgrund in dir von Lehane Dennis
Dennis Lehane ist es gelungen dem Leser die Flucht vor der Wirklichkeit und den realen Anforderungen des Lebens in eine imaginäre Scheinwirklichkeit zu erzählen. Das Buch bietet eine gute Unterhaltung, Charakterstudie, Liebesgeschichte und "blutigen Geschmack im Mund". Durch unerwartete Wendungen und Überraschungen flaut die Spannung nie ab.
Rezensionen von Vicky:
Gib der Ewigkeit eine Chance
Winston Brothers von Penny Reid
Das Buchcover ist wieder toll und auch bärtig :-) Es gefällt mir gut und hat mich immer an die männliche Hauptfigur denken lassen wenn ich es angesehen habe.
'Weherever it takes' ist der zweite Teil der Winstons-Brothers-Serie der Autorin Penny Reid. Der Titel sowie das Cover finde ich sehr passend gewählt.
Unter 'Das Buch' kann man sich bereits einen kurzen Vorgeschmack auf das Buch holen. Die Geschichte umfasst fünfunddreisig Kapitel sowie einen Nachspann. Jedes der Kapitel ist entweder aus Sicht von Sienna oder Jethro geschrieben. Das finde ich eine sehr gute und gelungen Abwechslung, außerdem bringt es richtig Schwung und Spannung in die Geschichte. Alles in allem hat mir die Geschichte und die Figuren sehr gut gefallen, der Humor war gut und sehr unterhaltsam. Speziell Sienna’s Witz fand ich super, ich habe oft und viel gelacht. Zum Beispiel hat mir die Hall of Fame ihrer Luxusprobleme sehr gefallen. Und selbst wenn sie traurig und niedergeschlagen ist überwiegt ihr Humor – ich fand die Figur Sienna absolut spitze!
Einen Satz muss ich noch unbedingt aus dem Buch zitieren: Unsere Vergangenheit würde stets ein Teil von uns sein, aber sie würde uns nie vollständig definieren.
Etwas eigenartig (und auch enttäuschend) fand ich die Leseprobe auf den vorherigen Teil statt auf den nächsten. Diese hätte ich viel lieber gelesen (Teil eins kannte ich ja bereits).
Fazit: Noch besser als Teil eins! Ich werde weitere Bücher der Winston-Brothers-Reihe auf jeden Fall verfolgend. Ich sehne den nächsten Teil mit Cletus und Jennifer bereits herbei - hoffentlich dauert es nicht mehr lange!
Rezensionen von dorli:
Meerjungfrauen morden besser
Meerjungfrauen morden besser - Die K&K-Schwestern ermitteln (Die Schnüffelschwestern 2) von Tatjana Kruse
Die Ü-60 Zwillinge Konny und Kriemhild wollen ihren Augen nicht trauen – ihre schöne Bed & Breakfast-Pension total verwüstet! Dafür verantwortlich sind drei miese Halunken, die ihren Anteil aus einem angeblichen Raubzug mit dem Kommodore haben wollen und dafür über Leichen gehen. Kriemhild ist sich sicher, dass ihr Kommodore kein Juwelenräuber war, der seine Kumpane hintergangen hat.
Um das zu beweisen, düsen die Schwestern mit Konnys Harley nach Hamburg – ihnen immer dicht auf den Fersen: die drei Schurken…
„Meerjungfrauen morden besser“ ist der zweite Fall für die Zwillingsschwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten (die eine rund und sanft, die andere rank und harsch), die aber immer zusammenhalten, wenn es darauf ankommt.
Wenn jemand weiß, wie man schräge, unterhaltsame Figuren kreiert, dann Tatjana Kruse. Die Akteure, die sie hier ins Rennen schickt, beleben allesamt mit ihren jeweiligen Eigenarten und Besonderheiten die Szenerie und lassen diesen Krimi damit zu einem herrlich turbulenten Abenteuer werden.
Auch für Situationskomik hat die Autorin ein gutes Händchen. Die Schnüffelschwestern schliddern von einem verrückten Ereignis zum nächsten, so dass für eine durchweg abwechslungsreiche, spaßige Handlung gesorgt ist.
Tatjana Kruse kann nicht nur Humor, sie kann auch Spannung. Der Kriminalfall ist verzwickt und hält sowohl für die Schwestern wie auch für den Leser einige Überraschungen bereit. Ich konnte prima mit Konny und Kriemhild mitgrübeln und miträtseln und habe bis zum Ende nicht geahnt, wer hier seine kriminellen Finger im Spiel hat.
„Meerjungfrauen morden besser“ hat mich rundum begeistert – ein Krimi, der mit viel frischem Witz daherkommt und von der ersten bis zur letzten Seite spannende Unterhaltung bietet.
Rezensionen von S.:
Alice`Weg
Meerjungfrauen morden besser - Die K&K-Schwestern ermitteln (Die Schnüffelschwestern 2) von Tatjana Kruse
Alice hat Mukoviszidose. Die Begleiterscheinungen, viele Krankenhausaufenthalte, tägliche anstrengende Übungen, den Spott der Mitschüler wegen verformter Finger und Extra-Essen meistert sie willensstark und mit Humor. Dabei helfen Eltern, Bruder, Freunde, Ärzte und Therapeuten. Auf diese kann sie sich verlassen.
Nicht hilfreich: Freund Philipp. Sehr unsympathisch.
Dann trifft sie Tom. Liebe auf den ersten Blick. Er macht keinen Rückzieher, als er von der Krankheit erfährt.
Alice` zweiter großer Wunsch: Sängerin zu werden. Geht das? Gibt der Arzt sein OK? Lässt sich ein Musikproduzent überzeugen?
Kampf, immer wieder Kampf mit der Krankheit. Alice‘ Lebenswille ist stark, ihre Energie scheint unerschütterlich, ihr Ehrgeiz ist enorm. Sie riskiert alles, um Erfolg zu haben. „ Ich möchte, dass etwas von mir bleibt. ... Meine Musik wird weiterleben, ....“ Das ist ihr Motto. Ihre Familie und Tom sind starke Stützen. Aber sie haben auch ihre Probleme. Die Mutter gibt alles für Alice und tut das gern. Tagebuch-Einschübe aus mütterlicher Sicht berühren sehr.
Das Schreckenswort Transplantation nimmt konkretere Gestalt an. Allein die Vorstellung: Lungen- Herz-Lebertransplantation - der blanke Horror. Zumal Erfolg nicht garantiert ist, im Gegenteil. Dennoch: Alice verliert sie ihr Mitgefühl für ihre Freunde nicht, hilft engagiert bei Problemen. Und möchte anderen eine Freude machen. Stark.
Nach einer wahren Geschichte. Faszinierend und sensibel geschrieben. Die Personen sind realistisch dargestellt, das macht das Buch umso lesenswerter. Ein Appell, nie aufzugeben. Bewundernswert.
Rezensionen von Tara:
Humorvoll & ehrlich
Ohne meinen Mann wär ich glücklich verheiratet von Monika Bittl
In ihrem neuen Buch „Ohne meinen Mann wäre ich glücklich verheiratet!“ nimmt die Autorin Monika Bittl das Alltagsleben zu zweit und die Tücken, die eine Partnerschaft mit sich bringt, auseinander.
Der lockere, leichte und amüsante Schreibstil der Autorin sorgt dafür, dass man beim Lesen unwillkürlich grinsen muss.
Dabei gibt es unzählige Alltagssituationen, die man kennt – so wie beschrieben oder in einer ähnlichen Form – ganz egal ob es um den Einkauf, die Kommunikation oder die Familie geht.
Durch die abwechslungsreichen Texte – als Test, Anleitung, Dialog oder kurze Alltagsszenen – bin ich ruckzuck durch die Seiten geflogen und habe mehrfach laut gelacht.
Von außen betrachtet, kann man gar nicht anders als darüber zu lachen. Die Art und Weise, wie sie die unterschiedliche Sichtweise von Männer und Frauen aufzeigt ist einfach herrlich ehrlich.
Ganz egal wer dieses Buch liest, wenn man sich ein wenig in die Sichtweise des anderen hineinversetzt und etwas von Monica Bittls Humor mitnimmt, kann das bestimmt die ein oder andere Situation entspannen.
Insgesamt ist das Buch einfach ein äußerst unterhaltsamer und humorvoller Ratgeber, in dem man nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen sollte aber der einfach wunderbar unterhält.
Rezensionen von HEYN Leserunde Petra Gutsche:
Packend, verstörend, manchmal auch langweilig
Der Abgrund in dir von Lehane Dennis
Anfänglich hat mich das Buch nicht wirklich interessiert, das erste Drittel erschien mir eher langweilig und unspektakulär. Die lange Suche nach Rachels Vater, immer dieselben Themen betreffend der verstorbenen Mutter? Ab dem zweiten Drittel, als Rachel ihren zweiten Mann Brian kennengelernt hat, wurde es spannender.
Rachels Jagd nach der Wahrheit, was das Doppelleben ihres Mannes anbelangte, hat mich zumindest motiviert das Buch etwas rascher weiter zu lesen. Dennoch kam es mir teilweise vor, als ob das Buch von zwei Personen geschrieben worden ist, das erste Drittel unterscheidet sich doch wesentlich vom Rest des Buches. Am Ende wird's wieder langweilig. Lesen? Ja? Nein? Das ist dann wohl Geschmacksache.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Manuela Meierhofer:
Nicht Fisch und nicht Fleisch
Der Abgrund in dir von Lehane Dennis
Eine Frau auf der Suche nach ihren Wurzeln. Meinte ich zu Beginn. Ist es aber nicht. Ein Liebesroman? Nicht wirklich. Vielleicht ein Krimi? Nein! Es kommt ja kein Ermittler darin vor. Also doch ein Psychothriller? Aber das ist es für mich auch nicht.
Von Allem ein bisschen und nichts richtig. Damit habe ich so meine Probleme.
Und obwohl sich der Roman sehr flüssig liest, kann er mich nicht erreichen.
Rezensionen von BarbaraM:
Eine etwas düstere und sehr geheimnisvolle Geschichte über eine alte Geschichte in neuem Gewand
Agalstra von Herzog Anna
„Agalstra“ von Anna Herzog ist 2018 im Verlag Coppenrath erschienen. Es umfasst 282 Seiten und wird mit Illustrationen von Frauke Maydorn ergänzt.
Merle und ihr jüngerer Bruder verbringen einen Teil ihrer Ferien auf einer Burg und sind dort für einen Theater-Workshop angemeldet. Eines Tages gelangen sie gemeinsam mit den Freunden Jannis und Wladimir in einen kalten Keller und finden dort altertümliche Kostüme.
Sie sind begeistert und schlüpfen hinein. Doch irgendetwas Seltsames ist nun im Gange. Kann es sein, dass die Kostüme ein Eigenleben haben und den Kindern ein eigenes Theaterstück vorschreiben? Oder sind das alles nur Hirngespinste von Kindern, die auf die manchmal unheimlich wirkende Burg und deren düsteren Burgherrn zurückzuführen sind? Lasst das Spiel beginnen!
Anne Herzog schreibt gekonnt und in einer absolut jugendgerechten, klar verständlichen Sprache ihre Geschichte. Es gelingt ihr, den Spagat zwischen der alten Theatersprache und der modernen Zeit fließend zu gestalten. Toll fand ich auch die immer wieder verwendeten Reime und das Absetzen durch Schrift und zusätzlicher Illustration, wenn sich die Zeiten und damit auch die Sprache änderte. Die eingesetzteFlüsterstimme fand ich richtig unheimlich und sehr gut gelungen.
Das Cover des Buches ist absolut passend zur Geschichte und wirklich außergewöhnlich: es wird in 3D-Optik eine Bühne mit Schimmereffekt dargestellt und auf der Bühne selbst sind im Mondschein drei Kinder zu sehen, die gerade auf dem Weg zu einer Burg sind. Ich finde das Cover einfach spitze!
Die Geschichte war für mich als erwachsene Leserin sehr spannend, manchmal jedoch vor allem in der ersten Hälfte etwas schwer nachzuvollziehen. Ich könnte mir deshalb vorstellen, dass das empfohlene Lesealter von 10 Jahren etwas zu niedrig gegriffen ist.
Insgesamt vergebe ich 4 von 5 Sternen.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Renate Pfeiffer:
Langweilige Abgründe
Der Abgrund in dir von Lehane Dennis
F
ast 30 Jahre lang sucht Rachel nach ihrem Vater und findet ihn schließlich- erstes Drittel des Buches.
Den Rest der Geschichte schlägt sie sich herum mit einem Netz von Lügen, in die ihr Mann Brian verstrickt ist. Gebremst wird alles durch quälend langweilige Schilderungen über Zustände und Umstände ihrer Beziehung, über Panikattacken, über die Verwicklungen des Verbrechens, über den Sinn des Lebens überhaupt…
Viele Tote, viel Gewalt, aber so ein richtig dunkles deutsches Märchen ist aufregender!
Rezensionen von heinoko:
Ein tiefes, ein intensives Buch
Die Annäherung von Anna Mitgutsch
Hier schreibt eine der ganz großen Gegenwarts-Autorinnen, die mich im Jahr 1987 mit dem auf mich erschreckend intensiv wirkenden Buch „Die Züchtigung“ fesselte und seither nicht mehr losgelassen hat.
Theo ist 96. Er erleidet einen Schlaganfall, kann sich nur noch mit Mühe mitteilen. Zu Frieda, seiner Tochter, besteht seit vielen Jahren kaum mehr Kontakt, woran Berta, Theos zweite Frau, einen wesentlichen Anteil hatte.
Als Frieda einen Anruf aus dem Krankenhaus erhält, entwickelt sich in der Folgezeit ganz langsam eine neue Chance der Annäherung. Der pflegebedürftige Theo verliert die Gegenwart völlig aus dem Blick, erst der ukrainischen Pflegerin Ludmilla gelingt es, zu Theo vorzudringen.
Es wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Theo erlebt seine letzte Lebenszeit, schildert sehr bewegend seine Gedanken zu dem, was bald kommen wird. Und er lebt in Erinnerungen, in den guten und weniger guten. Frieda hingegen berichtet in der ihr eigenen spröden Art von ihrer Sicht auf ihre Kindheit und Jugend, auf ihre gescheiterte Ehe, auf alles, was sie lebenslang vermisst hat. Weder Theo noch Frieda ist es je gelungen, offen miteinander zu sprechen. So viele offene Fragen, so viele Unsicherheiten auf beiden Seiten. Dieses entsetzliche Schweigen zwischen den Menschen, aus dem heraus so viel Verletzendes entsteht – dieses große, große Schweigen macht dem Leser das Herz schwer.
Anna Mitgutsch erzählt das Große und das Kleine im Leben, Krieg und Schuld, aber auch die Wirkung eines überraschenden Händedrucks. Sie beschreibt Menschen mit einer weisen, beobachtenden Toleranz, ohne Wertung, ohne Stellungnahme, in deren feinsten Regungen wahrnehmend, immer aber so lebensnah, dass man Frieda und Theo und Berta und all die anderen genau vor sich sieht und mit ihnen durch den Park spazieren möchte oder einfach nur am Bett sitzend mit kleinen Gesten wie dem Falten-Wegstreichen auf der Bettdecke Nähe zeigen möchte. In ihrer wunderbar langsamen, elegisch schönen Sprache zieht die Autorin den Leser hypnotisch in ihren Bann, und man landet, ob man will oder nicht, in diesem Buch in einer Welt des Passiven, des scheinbar Unausweichlichen, des Ausgeliefert-Seins und des lebenslang Versäumten. Aushalten muss man die Intensität und Tiefe dieses Buches, aushalten und bestenfalls eigene Bilanz ziehen.







