Kunden em pfehlungen
Rezensionen von csac:
Ein ideen-, und facettenreiches Bilderbuch, das zum Träumen einlädt
Nicht schon wieder... von Renate Habinger
Eine charmant-skurille Geschichte über ein schlafwandelndes Haus, ein müdes und frierendes Grubenpony, das sein Haus sucht und seine drei Begleiter: Die liebe Lore, der arme, schwarze Kater und Aua, der so gerne krank wird.
Zum Inhalt: Anfangs werden die einzelnen Figuren kurz porträtiert, wobei ich als Erwachsene meine Probleme hatte, bei all den Details den Überblick zu bewahren.
Sehr ansprechend sind hingegen die einzelnen Illustrationen zu den Protagonisten, die dieser Einführung beigestellt sind. Anschließend wird in unterhaltsamer Art und Weise erzählt, wie das Grubenpony nachts sein Haus suchen muss, weil es schlafwandelt. Unterstützt wird es dabei von den oben beschriebenen Freunden. Bei der nächtlichen Wanderung durch Unterdachsberg sehen und finden die Freunde so allerlei, nicht aber das Haus. Erst als Lore aufgibt und nur mehr nach Hause möchte, finden sie das Haus des Grubenpony an seinem alten Platz wieder.
Die Autorin hat mit diesem Buch eine sehr eigene, witzige Welt erschaffen, die den Leser auf eher ungewöhnliche Gedankenexperimente mitnimmt: Was, wenn unser Haus auf leisen Sohlen davon wandelt und wir plötzlich ohne „Dach über dem Kopf“ schlafen müssen? Die Antwort des Buches auf diese womöglich beunruhigende Überlegung ist: Das Grubenpony findet sein Haus immer wieder und gute Freunde weisen ihm dabei den Weg. Eine klare und auch sehr tröstliche Botschaft für kleine Leser.
Ergänzt wird die Geschichte durch faszinierende Collagen aus Bildern, Illustrationen und sonstigen Materialien, welche die Autorin in akribischer Kleinarbeit zu Figuren, Symbolen und Kulissen verarbeitet hat. Es ist reinster Genuss, die Bilder zu betrachten und die Einzelheiten und Phantasie dahinter zu bewundern, so etwa beim Bild „Platz unter der großen Linde“. Dieser wurde so ideenreich mit Hilfe von Mikadostäbchen, Murmeln, Würfeln, Muscheln, Haltern von Kuchenkerzen und..und..und geschaffen, dass es Spaß macht, zu Suchen, zweckentfremdete Materialien wieder zu erkennen, zu staunen und zu träumen.
In diesem Sinne regt das Buch die Phantasie an und macht Lust, selbst zu basteln und neue Figuren und Orte entstehen zu lassen. Das „Making-of“ zu diesem kreativen Schaffen findet sich übrigens auf You Tube.
Fazit: Ein nicht ganz alltägliches Buch, das die Phantasie und Kreativität anregt, zum Selbst-Machen und Basteln animiert und somit nicht nur zur Schlafenszeit ein optimaler Begleiter ist. Für kleine Leser im Kindergartenalter und große Leser jeden Alters, die das Staunen noch nicht verlernt haben.
Rezensionen von C. P.:
Von fliegenden Ziegen, Strumpfbändern und Napfschnecken: eine sprichwörtliche Reise um die Welt
Da haben wir den Salat! von Rolf-Bernhard Essig
Hinter jedem Sprichwort steht eine Geschichte - und in jedem Land gibt es unzählige davon. Rolf-Bernhard Essig nimmt uns in seinem Buch mit auf eine Reise rund um den Globus und erzählt uns von erstaunlichen, lustigen und originellen Sprichwörtern aus rund 60 Ländern.
So erfährt man z. B., warum man aufhorchen sollte, wenn man in Schweden mit "Guten Tag, Axtstiel" begrüßt wird.
Wer in Russland wie ein Hase fährt. Wieso man in Südindien auf des Kaufmanns Urteil vertraut. Weshalb die Napfschnecke das gefährlichste Tier des Meeres ist. Wie ein Honigtropfen ein Königreich zu Fall brachte. Oder warum laut der Ghanaer die Weißen einst den afrikanischen Kontinent verließen.
Die Sammlung besteht aus alten, seit Generationen bestehenden Sprichwörtern ebenso wie aus erst vor kurzem entstandenen. Die Geschichten sind kurz und unterhaltsam geschrieben und zu jedem Sprichwort hat der Autor farblich abgesetzt das deutsche Pendant oder einen entsprechenden Vorschlag beigefügt. Zudem ist das Buch liebevoll illustriert und lädt somit zur Eigenlektüre ebenso ein wie zum Vorlesen. Und wer mag, kann die Reise in 80 Sprichwörtern um die Welt auf der im Buch abgedruckten Weltkarte mitverfolgen, beginnend und endend wie einst bei Jules Verne in England.
Eine aussergewöhnliche, sehr unterhaltsame und wunderbar illustrierte Sammlung besonderer Sprichwörter, die mich mehrmals überraschte, erstaunte, zum Schmunzeln brachte und bei der es mir tatsächlich schwer fiel, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Ich kann das Buch uneingeschränkt jedem empfehlen, entweder für sich selbst oder als besonderes Geschenk.
Rezensionen von Tara:
Ein Buch das nachklingt
Beim Ruf der Eule von Sweeney Emma Claire
„Beim Ruf der Eule“ ist der Debütroman der Autorin Emma Claire Sweeney zu dem sie von ihrer autistischen und an Zerebralparese erkrankten Schwester inspiriert wurde.
Die 80-jährige Maeve Maloney führt die kleine Pension Sea View Lodge in Morecambe in der sie Menschen mit geistigen Behinderungen aufnimmt und auch ein zu Hause bietet.
Als eines Tages ein alter Bekannter - Vicent Roper - vor der Tür steht, wird sie von ihrer Vergangenheit eingeholt.
Vor vielen Jahren hatte sie ihn weggeschickt und die Erinnerungen schmerzen sie heute noch ebenso wie damals, so dass sie ihn am liebsten direkt wieder wegschicken möchte. Kaum jemand außer ihm weiß, dass sie eine Zwillingsschwester hatte, deren Verlust sie bis heute nicht verarbeitet hat.
Neben Maeve erfährt man noch eine Menge über Len und Steph, zwei jungen Menschen mit Down-Syndrom, die Maeve in der Pension zur Hand gehen und die trotz aller Schwierigkeiten langsam in ihr eignes Leben starten wollen.
Der Schreibstil von Emma Claire Sweeney ist sehr ungewöhnlich und dadurch nicht einfach zu lesen. Sie springt ohne Übergang zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit hin und her, so dass man gut aufpassen muss, ob man gerade von den aktuellen Ereignissen liest oder Maeve ihren Gedanken an Edie und deren Leben nachhängt. Dadurch zwingt sie einen zum langsamen Lesen, was ich zu der Geschichte und der Thematik durchaus passend fand.
Zwischendurch gibt es immer wieder Arztberichte über Edie aus denen deutlich hervorgeht wie schwer es die Familie Maloney gehabt hat und mit wieviel Liebe sie sich um ihre kranke und lebensfrohe Tochter gekümmert haben.
Neben dem Leben von Maeve und Edie beschreibt die Autorin sehr einfühlsam das Leben und die Probleme und Träume von Len und Steph. Die beiden sind mir mit ihrer Lebensfreude und ihren Plänen wirklich ans Herz gewachsen.
Maeves Verhalten konnte ich oft nur schwer verstehen. Auch wenn sie es in jungen Jahren nicht immer leicht gehabt hat, waren ihre Handlungen zum Teil schwer nachvollziehbar und ihre so lang anhaltenden Schuldgefühle taten beim Lesen regelrecht weh.
Nachdem ich das erste Drittel des Buches gelesen und mich an den Schreibstil gewöhnt habe, hat es mich wirklich gepackt. Es ist keine Geschichte zum schnellen Lesen, sondern eine die langsam gelesen werden möchte und die – zumindest bei mir – lange nachklingen wird.
Rezensionen von Marianne Schaffer-Schellander:
Sommer-Sonne-Krimi
Der Abgrund in dir von Lehane Dennis
Dennis Lehanes Buch ist ein Meisterwerk an Spannung. Es entwickelt sich vom eher einfühlsamen Psychodrama zum knallharten Krimi.
Ich finde, dass es eine gut gelungene Sommerlektüre ist, die ich, obwohl ich kein Krimifan bin, weiterempfehlen kann.
Rezensionen von heinoko:
Genussvolles Lesefutter
Die Schwestern von Mitford Manor Unter Verdacht von Fellowes Jessica
Manchmal gibt es sie noch, diese dicken Bücher, die man liebevoll Schmöker nennt und damit Bücher meint, denen Tiefgang fehlt und die uns doch gnadenlos gefangennehmen, kaum dass die ersten Seiten gelesen sind, in die man geradezu hineinfällt und von denen man sich nach der letzten Seite schmerzlich trennen muss, von den liebgewonnenen Menschen, die man lesend eine Weile begleitet hat und vom Inhalt, der aufs Feinste unterhalten hat.
Ich habe dieses schön im Art Déco Stil gestaltete Buch in genau dieser Weise gelesen: als leichte, aber gekonnt geschriebene und gut unterhaltende Lesekost. Nicht mehr, aber auch nicht weniger!
Wir befinden uns in London im Jahr 1920. Durch glückliche Umstände erhält die 19-jährige Louisa, die in ärmlichsten Verhältnissen aufgewachsen war, eine Anstellung als Kindermädchen bei den Mitfords, einer herrschaftlichen und glamourösen Familie. Sie erringt sich aufgrund ihrer klugen und freundlichen Art schnell die Freundschaft von Nancy, der 19-jährigen ältesten Tochter des Hauses. Zeitgleich wird Florence Nightingale Shore, eine Freundin der Familie und zu Kriegszeiten sich selbstlos aufopfernde Krankenschwester während einer Bahnfahrt grausam ermordet. Nancy und Louisa beginnen aufgrund von merkwürdigen Beobachtungen eigene Nachforschungen anzustellen. Doch nichts ist so wie es scheint…
Die Autorin hat den real geschehenen, bis heute unaufgeklärten Mord an der Krankenschwester Florence Nightingale Shore in ihrem Buch fantasievoll zur Aufklärung gebracht und damit über fast 500 Seiten hinweg einen großen Spannungsbogen gesetzt. Die bei uns relativ unbekannten Mitford Schwestern bzw. deren Leben und Umfeld unmittelbar nach dem 1. Weltkrieg wurden von der Autorin sorgfältig recherchiert und lebendig-sympathisch dargestellt. Die seelischen Wunden, die der Krieg geschlagen hatte, aber auch gesellschaftliche Zwänge, die zu dieser Zeit noch herrschten, lassen das Buch zwar zu einer leichten, aber keineswegs zu einer seichten Lektüre werden.
Rezensionen von Pink Anemone:
Mein Horror-Highlight im Sommer mit Südstatten-Hillbillys und gefräßigen Monstern in den Sümpfen.
Die Schwestern von Mitford Manor Unter Verdacht von Fellowes Jessica
Ein Serienkiller treibt in Louisiana sein Unwesen. Er überfällt Reisende und verschleppt sie in das Sumpfland des Atchafalaya Wildlife Refuge.
Als Sues Familie in die Fänge des Killers gerät, muss sie mit ansehen, wie ihre Familie brutal ermordet wird. Sie selbst kann in ihrer Not gerade noch in die Sümpfe entkommen.
Die Jagd auf den Serienkiller beginnt, dessen Morde mit einer Blutfehde zusammenhängen, die bis in die Zeit der amerikanischen Revolution zurückreicht.
Doch in den Sümpfen lauert noch etwas weitaus gefährlicheres als der Killer. Es ist kompromisslos, tödlich und absolut böse!...(Klappentext)
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"Leichen hatte man bisher keine gefunden, aber das viele Blut hinterließ eine eindeutige Botschaft:
Es waren Menschen gestorben. Abgeschlachtet, weil sie zur falschen Zeit auf der falschen Straße unterwegs gewesen waren."
(S. 22)
Bereits auf der ersten Seite stößt man auf den Serienkiller und es ist offensichtlich, dass er ein Psychopath der übelsten Sorte ist. Dieser tötet anscheinend aus reinem Spaß an der Freude, indem er ahnungslose Reisende von der Straße drängt, deren Leben auslöscht und anschließend die Leichen verschleppt.
Nachdem er mit seinem Pick-Up-Truck eine Familie von der Straße gedrängt hat, tötet er einen nach dem anderen. Nur die 15-jährige Sue konnte sich retten, indem sie sich in die Sümpfe flüchtete. Doch die tiefen Sümpfe sind nicht nur das Jagdrevier des Serienkillers. Neben bewaffneten Hillbillys treibt sich noch etwas anderes darin herum - groß, gefährlich und mit spitzen Reißzähnen.
Mason: ein 25-jähriger Journalist ist ebenfalls in dieser Gegend unterwegs. Er ist auf der Suche nach einer genialen Story, um auf die Titelseite zu gelangen. Und was für eine Story könnte besser dafür geeignet sein, als die eines Serienkillers der auf der Interstate 10 wütet und noch immer nicht gefasst wurde? Dafür begibt er sich in das Atchafalaya National Wildlife Refuge - ein Labyrinth aus Wäldern, Sümpfen und unzähligen nicht verzeichneten Wegen.
The Hunting Company: hier ist der Name Programm, denn es ist eine zusammengewürfelte Gruppe von ehemaligen Navy Seals. Abgebrühte Männer, bis auf die Zähne bewaffnet und bereit alles zu jagen und zu töten was Geld einbringt - wirklich ALLES. Doch diesmal sind sie auf einer ganz speziellen Jagd - einer Jagd die schon Jahrhunderte andauert und nun endlich für alle Zeiten beendet werden soll. Das Blut kocht, die Büchsen sind geladen und die Männer bereit.
"Der Geist des Krieges war erwacht.
Er hatte nur geschlummert und auf den richtigen Augenblick gewartet,
um mit seiner kompromisslosen Zerstörungswut an die Oberfläche zu brechen.
Die Hunting Company würde ihn in die Sümpfe tragen und entfesseln,
denn das war es, wofür sie lebten."
(S. 33)
Eric und Nina: die beiden sind beruflich auf dem Weg nach New Orleans und haben dafür den Weg durch die Pampa gewählt. Tja, das hätten sie wohl besser lassen sollen.
Nachdem sie ein Mädchen fast überfahren hätten und dieses nun nach Hause bringen, ist ihnen nicht klar in was für eine Gefahr sie sich damit begeben. Sie landen nämlich somit in der Höhle des Löwen aus der es kein Entkommen zu geben scheint.
Während man Sue nur anfangs und gegen Ende antrifft, begleitet man die anderen Figuren durch die Story und somit den ein oder anderen durch die wahr gewordene Hölle. Jeder dieser Handlungsstränge ist für sich spannend, interessant und endet immer wieder mit einem bombastischen Cliffhanger.
"Direkt neben ihrem strampelnden Freund kam ein zweiter Kopf nach oben,
teilte mit seinem schwarzen Schopf das Wasser,
die Augen in tödlichem Weiß,
die Haut aufgequollen und grau."
(S. 130)
Auch diesmal bin ich wieder vom Schreib- und Erzählstil des Autors begeistert.
Während so manche Dialoge, entsprechend der Charaktere, derb, großkotzig und auch manchmal gruselig sind, so ist die Settingbeschreibung atmosphärisch dicht mit nahezu literarischen Zügen und doch herrlich flüssig.
Mit diesem Thriller taucht man in ein Setting mit typischen Südstaatenflair ein. Man bewegt sich durch typisch amerikanische Kleinstadt-Kaffs, die man aus Roadmovies oder diversen Horrorfilmen kennt. Hillbillys mit ihren Gewehren und Cowboystiefeln kreuzen genauso unseren Weg, wie auch heruntergekommene Häuser mit ihren ebenso heruntergekommenen Veranden. Man spürt die schwüle und drückende Hitze der Sümpfe, die von Regengüssen unterbrochen werden.
Kopfkino erzeugen kann M.H. Steinmetz und dies macht beim Setting nicht Halt. Es geht hier nämlich keineswegs idyllisch zu, im Gegenteil. Die unheimliche und leicht gruselige Spannung durchzieht die gesamte Story und wird nur durch Blut und Gemetzel unterbrochen. Hier fliegen Gliedmaßen genauso durch die Gegend wie Gedärme und Schädel, während sich die Handlungsstränge aneinander nähern und schließlich miteinander verwoben werden.
"Die Knochen zerfielen in ihrem Fleisch zu Staub, in dem ihre Zähne wie in einem dicken Brei haltlos herumschwammen,
nur von schmerzhaft pulsierenden Nerven gehalten.
Anstatt gänzlich Form und Halt zu verlieren, erwuchs daraus etwas Neues."
(S. 196)
Am Ende nimmt die Story nochmals ordentlich an Fahrt und Spannung zu und enthält einen actiongeladenen und brutalen Showdown.
Happy End sucht man bei M.H. Steinmetz vergebens und genau das mach das Ganze um einiges authentischer und interessanter. Der Autor killt nämlich auch schon mal seine Protagonisten und ist daher immer für eine Überraschung gut. So auch in diesem Horror-Thriller.
Fazit:
"The Wild Hunt" ist ein literarischer Horror-Splatter par excellence und somit eines meiner Lesehighlights. Wer die amerikanischen Horrorfilme aus den 80ern mag, wird dieses Buch lieben. Also haltet Eure Schlüppis fest, hier wird es spannend, brutal und vor allem blutig.
© Pink Anemone
Rezensionen von heinoko:
Zum Träumen schön
Lust auf Landleben! Wie wir unseren Traum verwirklichten von Steffen Dagmar; Burmester Christian
Wer schaut nicht gern in fremde Häuser, verstohlen oder offenkundig? Und wer träumt nicht davon, ein naturnahes Refugium zu besitzen, in dem Ruhe und Beschaulichkeit den Gegenpol bilden zu unserer Alltagshektik?
Für solche Träume bietet das vorliegende Buch vielfältige Einblicke. 12 Landhausbesitzer, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, haben der Autorin Dagmar Steffen und dem Fotografen Christian Burmester ihre Türen geöffnet, und wir dürfen uns umsehen.
Vom skandinavischen Holzhaus über eine holländische Mühle bis hin zu einem Holz-Wohnwagen – Vieles gibt es zu entdecken in diesem Buch. Es lohnt sich, sich ganz in Ruhe zu vertiefen in die individuellen Umsetzungen zum Thema Landleben. Es lohnt sich davon zu lesen, wie das gekaufte Haus, die Scheune, die Ruine mit den ganz eigenen Gegebenheiten und Forderungen die neuen Besitzer herausforderte, bis es zu dem wurde, was sich uns neugierigen Zaunguckern offenbart.
Nicht alle Häuser gefallen. Nicht alle Einrichtungen gefallen. Manches wirkt zu künstlich arrangiert, zu geschönt drapiert. Den Fotos hätte ich mitunter etwas mehr lebendiges, echtes Leben gewünscht. Dennoch faszinieren die Einblicke und vor allen Dingen die Vielfalt an gezeigter Individualität. Im Zustimmen oder spontanen Ablehnen erfahren wir ganz genau, wie wir selbst am liebsten leben würden.
Außerordentlich schade finde ich, dass bei keinem einzigen der vorgestellten Landhäuser zumindest in einem einzigen Foto der Urzustand des Hauses gezeigt wird. Man hätte bei einem Vorher-Nachher-Vergleich noch sehr viel mehr die Leistung der Besitzer bzw. Bauherren würdigen können. Damit und mit Fotos von Teil-Bauabschnitten hätte man einen guten Bogen schlagen können zum Adressen-Anhang, der leider nur fragwürdig nützliche Kürzest-Tipps enthält und eher wie eine Anhäufung von Werbespots wirkt.
Dennoch macht es Spaß, sich schauend und lesend in die Lebenswelt anderer Menschen einzufinden, die mit Ideenreichtum und viel Hingabe ihren Traum vom Landleben gestaltet haben.
Rezensionen von HEYN Leserunde Barbara Lichtenegger:
Since I fell for you
Der Abgrund in dir von Lehane Dennis
Since I fell for you
Die ersten vier Textzeilen des Jazzstandards von Buddy Johnson "Since I fell for you" leiten den Roman ein.
When you give love and never get love,
You'd better let love depart,
I know it's so and still I know,
I can't get you out'a my heart.
Unabhängig von diesem Lieblingssong von mir ist der Roman spannend, detailreich, ausufernd, mitreißend, überraschend, vorhersehbar und dann wieder gar nicht, in allen Wendungen und Windungen nicht immer ganz nachvollziehbar bis haarsträubend …
Ich war trotzdem konstant neugierig zu erfahren, wie diese Aufdeckungsgeschichte nach mehr als 500 Seiten zu Ende gehen könnte.
Wikipedia weist mehr als 50!!! Interpreten des Songs „Since I fell for you” aus.
Ich persönlich empfehle das Buch als Sommerlektüre und die Version des Liedes von Al Jarreau, Bob James, und David Sanborn (1986).
Rezensionen von Renate Geissler:
Psychokrampf
Der Abgrund in dir von Lehane Dennis
Diogenes Bücher lese ich eigentlich immer mit großem Vergnügen,da der Verlag normalerweise für literarische Qualität steht. Aber dieses Buch ? Die erste Hälfte zieht sich wie Kaugummi dahin,dann nimmt die Geschichte endlich Fahrt auf und wird spannend. Unglücklicherweise wird die Protagonistin dann erschossen-oder doch nicht ?? Das letzte Drittel wieder zäh und mühsam.
Zusammenfassend : mir hat sich das Buch nicht erschlossen !
Rezensionen von Heyn Leserunde, Nico Strahl:
Im Strudel der Täuschungen
Der Abgrund in dir von Lehane Dennis
Ein absolut spannender und lesenswerter Roman
über die von Selbstzweifeln und Selbstvorwürfen getriebene Rachel im Strudel von Täuschungen und Selbsttäuschungen.







