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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Ursula M?nch:

Fantastisch

Andreas Hofer, Eine illustrierte Geschichte von Jochen Gasser; Norbert Parschalk

Herrlich ! Wer außerhalb Tirols kennt schon die Geschichte des Andreas Hofer?
Hier wird sie in sehr unterhaltsamer Weise nacherzählt.
Dies ist kein Comic-Strip für Kinder, sondern ein tiefgründiges Buch, dessen Illustrationen man sich sehr genau ansehen sollte, um den Humor und all die Spitzzüngigkeit zu erkennen.

Unerreichbar, wie der Zeichner den einfachen Strichmännchen solche menschlichen Züge eingeben kann,
ob Wut, Freude, Rachsucht, Übermut - es ist auf das Trefflichste gelungen.

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Rezensionen von Janine2610:

Fantasievolle Geschichte mit historischen Persönlichkeiten

Die letzte Welt von Christoph Ransmayr

Wenn etwas auf dieses Buch zutrifft, dann, dass es auf alle Fälle sehr historisch ist. Nicht nur der Römer Cotta (unser Protagonist), den es tatsächlich gegeben haben soll, auch der römische Dichter Ovid und Kaiser Augustus wirken in diesem Roman, der sich etwa 8 nach Christus abspielt, mit.

»Die letzte Welt« war eine Leihgabe von meinem Onkel, der sehr begeistert vom Inhalt war.

In meinem Kopf hat der Roman ebenfalls beeindruckende Bilder heraufbeschworen, denn der Erzählstil des Autors ist relativ bildmächtig, wenn auch manchmal etwas mühsam, da viele sehr lange, auch verschachtelte, Sätze darin ihren Platz haben. Außerdem wirkt der Schreibstil sehr historisch, wie aus der Zeit gefallen – also der Zeit, in der die Handlung stattfindet, absolut angepasst. Nichtsdestotrotz hat sie auch was ganz eigenes. Möglicherweise ist das der generelle Stil des Autors, das weiß ich aber nicht, da dies mein erstes Buch von Ransmayr war.

Die Handlung an sich hat mir nicht immer gut gefallen. Teilweise ist sie SEHR fantasievoll. Mit der Realität hatte das dann nicht mehr viel zu tun. Außerdem sind die Charaktere in dieser Geschichte alle – ohne Ausnahme! – ziemlich eigenartige, teils unheimliche Gestalten, deren Beweggründe und Verhalten ich selten verstehen oder auch nur nachvollziehen konnte. Meist wurde ich überrascht, wenn dieses oder jenes getan oder gesagt wurde. Die Phrase »Total aus der Zeit gefallen« passt hier wie die Faust aufs Auge.

»Die letzte Welt« ist ein Roman, bei dem ich zwiegespalten bin. Soll ich ihn weiterempfehlen, soll ich es lieber sein lassen?
Ich glaube, dass der Schreibstil des Autors schon mal absolute Geschmackssache ist. Die manchmal doch recht fantasyreiche Handlung ist vielleicht ebenso nicht jedermanns Sache, das muss erwähnt werden. Ansonsten schafft es Ransmayr wunderbar, zumindest bei mir, mit seiner Geschichte herrliche Bilder entstehen zu lassen. Bilder, die man sich vermutlich nicht so häufig vorstellt, da das Setting ein eher seltenes und weniger attraktives ist: Tomi, die eiserne Stadt. Mit den Charakteren bin ich leider nicht ganz warm geworden, mit dem Protagonisten Cotta noch am meisten, aber selbst der blieb mir bis zuletzt eher fern. Drei Sterne für diesen teilweise recht beeindruckenden Roman finde ich an dieser Stelle auf jeden Fall angebracht.

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Rezensionen von Nepomurks:

Interessant und informativ..

Endlich wieder gut schlafen von Gudrun Klein

„Endlich wieder gut schlafen“ - wer möchte das bei Schlafmangelerscheinungen aus den verschiedensten Gründen nicht?! Gudrun Klein zeigt in ihrem Buch durch viele Fallbeispiele, aktuelle Erkenntnisse aus der Forschung und sonstige Tipps verschiedenste Möglichkeiten auf, wieder zu einem erholsamen und ausreichenden Schlaf zu gelangen.

Ich fand die Beispiele dabei recht alltagstauglich und aus dem Leben gegriffen. Neben den Anleitungen gibt es einige Grafiken und auch sonst ist das Buch sehr übersichtlich und klar strukturiert. Die Ratschläge, die die Autorin erläutert sind ziemlich gut nachvollziehbar und Übungen lassen sich leicht umsetzen. Der Schreibstil ist sehr eingängig und absolut verständlich, die Inhalte in Aufbau und Auswahl meiner Meinung nach ebenfalls gut durchdacht. Insgesamt fand ich das Buch sehr interessant. Dass das neu erlangte Wissen in Kombination mit den Übungen tatsächlich zu einer spürbaren Verbesserung des Schlafes führen, kann ich allerdings noch nicht bestätigen. An sich war das Buch für mich aber sehr informativ und interessant, somit auch sicherlich lesenswert - insbesondere wenn man sich in dem ein oder anderen Fallbeispiel wiederfindet. Insgesamt würde ich das Buch durchaus weiterempfehlen, deshalb gute 4 Sterne.

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Rezensionen von begine:

Zwischen Jakarta und Berlin

Herbstkind von Laksmi Pamuntjak


Von der indonesischen Autorin Laksmi Pamuntjak habe ich schon Alle Farben Rot gelesen. Als ich das neue Buch Herbstkind bei Ullstein Buchverlage entdeckte, musste ich zugreifen. Der Originaltitel ist The Fall Baby und wurde von Corinna Rodewald übersetzt.

Siri ist Indonesierin mit einem deutschstämmigen Vater.

Sie ist künstlerisch begabt. Sie studiert in Europa , kommt zurück und heiratet einen Witwer mit einer kleinen Tochter. Nach Jahren lässt sie sich scheiden. Sie konstruiert Skulpturen, aus allerlei Gegenständen, teilweise etwas umstritten.

Kurz vor ihrem 50. Geburtstag erfährt sie, das ihr Vater nicht ihr leiblicher Vater ist. Daraufhin zieht sie nach Berlin. Das Verhältnis mit ihrer Mutter Amba ist von Anfang an seltsam.

Laksmi Pamuntjak lässt die indonesische Kultur und die politischen Lage lebendig werden.
Sie lässt ihre Figuren als Icherzähler fungieren, allerdings ist es schwierig, immer gleich mitzubekommen wer der jeweilige Sprecher ist. Auch die Zeiten wandeln oft hin und her.

Herbstkind zeigt viele Gegensätzlichkeiten. Der Roman wandert zwischen Erinnerung und Gegenwart.
Nicht ganz einfach zu lesen und man muss sich Zeit nehmen. Trotzdem interessant und fesselnd.

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Rezensionen von C. P.:

Wer ist der Fremde in meinem Haus?

DIE WAHRHEIT von Raabe Melanie

Sarah Petersen fällt aus allen Wolken, als sie die Nachricht erhält, ihr Ehemann sei gefunden worden. Vor sieben Jahren verschwand Philip Petersen spurlos während einer südamerikanischen Geschäftsreise, eine Lösegeldforderung ging trotz seines hohen Vermögens nie ein. Ihre Freude ist verhalten, da sie als Alleinerziehende grad kürzlich erst den Verlust überwunden hat und eine neue Beziehung wagen wollte.

Am Flughafen trifft sie dann der nächste Schock: Der Mann, der aus dem Flugzeug steigt, ist ein Fremder. Und er droht, sie würde alles verlieren, sollte sie zur Polizei gehen...
Das Buch beginnt ganz harmlos, wie Sarah ihr Leben meistert mit Job und Sohn. Ihren Mann ließ sie trotz Anraten eines Geschäftsfreundes von Philip nie für tot erklären, gab bis vor kurzem die Hoffnung nicht auf. Einfühlsam beschreibt Melanie Raabe, wie geschockt Sarah schließlich auf die Nachricht reagiert, Philip käme heim. Als dieser aus dem Flugzeug steigt erkennt sie ihren Mann auch gar nicht, ist buchstäblich wie gelähmt, als ein ihr völlig Fremder als ihr Mann dargeboten wird. Natürlich glaubt ihr in all dem Freudentaumel der Presse niemand, als Sarah Zweifel anmeldet, der Mann sei ein Betrüger, der nur an Philips Vermögen wolle. Doch sobald die beiden allein daheim sind, zeigt der Mann sich ihr von der kalten Seite.

"Was war das Schlimmste, was du je in deinem Leben getan hast?" (Zitat)

Das Buch ist hauptsächlich aus Sarahs Sicht geschrieben, immer wieder kurz unterbrochen von Passagen des Fremden, der behauptet, Sarahs Ehemann zu sein. Vor allem in Sarahs Abschnitten nutzt die Autorin gekonnt die Sprache als Stilmittel, drückt Sarahs Verwirrtheit und Angst durch Wiederholungen und lange Sätze aus, die ihren Gedankenfluss in ihrer Situation verdeutlichen. Durch das Zusammenspiel von Sarah und dem Fremden schaffte Melanie Raabe es sogar, zwischenzeitlich Zweifel in mir aufkommen zu lassen, ob Sarah nicht vielleicht doch keine so reine Weste hat, wie sie bisher immer vorgab. Der Verdacht, was hinter alldem stecken könnte, wechselte sowohl in Sarahs Überlegungen wie auch in meinen, so dass ich mir bis kurz vor Schluss nicht sicher sein konnte, wer der Fremde in Sarahs Haus wirklich ist. Erschwerend kam für Sarah hinzu, dass alle sie für die hysterische Person hielten, während der Fremde charmant alle Personen auf seine Seite zu ziehen schien.
Mir hat das Wechselspiel zwischen Sarah und dem Fremden, Sarahs innere Zerrissenheit und fast panische Angst sehr gut gefallen. Die Spannung, was es mit dem Fremden auf sich hat, blieb bis zum Schluss erhalten und nicht immer war ich auf Sarahs Seite. Ebenso gefiel mir die Auflösung, die ebenso hervorragend wie überraschend war.
Das Hörbuch wird als gekürzte Fassung im Wechsel gelesen von den Schauspielern Nina Kunzendorf, Andreas Pietschmann und Devid Striesow. Besonders die Passagen des Fremden haben mir sehr gut gefallen. Nina Kunzendorf schaffte es, die teils recht langen und atemlosen Sätze aus Sarahs Part gut zu sprechen. Leider war an ihrer Betonung immer wieder zu merken, dass der Text abgelesen wird, was mich stellenweise schon etwas störte.

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Rezensionen von C. P.:

Ein magisches Abenteuer

DIE WAHRHEIT von Raabe Melanie

Bei der Flucht vor den Schlägertypen seiner Schule landet der neunjährige Finn versehentlich in Arthurs Buchladen. Die beiden freunden sich recht schnell an, da sie eines gemeinsam haben: Die Liebe zu Büchern und schönen Geschichten. Doch scheint in Finn eine besondere Gabe zu wohnen, welche die geheimnisvollen Buchwächter auf den Plan ruft.

Über sie lernt Finn, dass es besondere, magische Bücher gibt, die es zu beschützen gilt, da sie in den falschen Händen verheerende Katastrophen auslösen könnten. Und das Böse naht bereits mit großen Schritten...
"Buchwächter" ist ein unterhaltsames Abenteuerbuch mit einer kleinen Prise Humor, welches in einer fiktiven Stadt im England des 19. Jahrhunderts angesiedelt ist. Als pfiffiger Bauerssohn hat Finn neben der Schule entsprechend viele Aufgaben daheim zu erledigen. Da gefiel mir, wie der Autor die damaligen Gegebenheiten wie Gebäude, Kutschen und Gesellschaft darstellte, wie er die Jungs über einen Wochenmarkt jagen ließ und auch auf Kleinigkeiten achtete, dass der Junge z. B. die meiste Zeit barfuss unterwegs ist und wie er mit seiner liebenswerten Familie lebt. Zudem ist das Buch mit liebevollen Zeichnungen versehen, welche das Buch optisch wunderschön aufwerten.
Neben Finns Welt, welche er als Realität kennt, hat Andreas Hagemann zudem eine Welt der Fantasie erschaffen, welche neben der unseren existiert und zu der Finn eine besondere Verbindung hat. Leider scheinen die Bewohner dieser Welt zunehmend vom Aussterben bedroht, weil die Menschen immer weniger Zeit haben, an sie zu denken. Das war ein sehr schöner Punkt, zumal in dieser Welt Figuren vorkamen, welche man selbst aus Märchen und Erzählungen kennt, wie den Wolf und die drei kleinen Schweinchen, Pinocchio oder Struwwelpeter. Und obwohl mir dies sehr gut gefiel, ist es doch zugleich auch ein kleiner Kritikpunkt meinerseits, da Fantasiefiguren vorkommen, welche erst später erdacht wurden. Wen diese Unstimmigkeit in der Zeitlinie nicht stört, hält mit dem "Buchwächter" ein wunderschönes, humorvolles Fantasyabenteuer in Händen! Viel Spaß beim Lesen!

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Rezensionen von C. P.:

Project Surprise - Die Lösung gegen Langeweile in der Beziehung?

Muss es denn gleich für immer sein? von Sophie Kinsella

Als Sylvie und Dan von ihrem Hausarzt die freudige Nachricht erhalten, sie seien so kerngesund, dass ihre Ehe noch locker 68 Jahre halten würde, geraten die beiden in Panik. Zwar sind sie glücklich verheiratet und haben liebevolle Kinder, aber wenn man sich so innig kennt, wie soll man da solch eine lange Zeit glücklich zusammenleben, ohne, dass einem langweilig wird? Man sich gar auf die Nerven geht? Ihre erste Idee ist, sich fortan zu überraschen, um Pep in die Beziehung zu bringen.

Aber das geht natürlich gründlich schief...
Zu Beginn erzählt Sylvie recht liebevoll von ihrer Beziehung, den kleinen Macken ihres Mannes und wie sie sich in ihrem Leben so weit ergänzen, dass der eine sogar die Sätze des anderen beenden kann. Die Vertrautheit der beiden ist regelrecht spürbar. Zudem hat Sylvie eine sehr humorvolle Art, wodurch das Lesen gleich von Beginn an Spaß macht. Als die beiden begannen, sich möglichst schnell Überraschungen für den anderen auszudenken, führte das mehrfach zu Momenten, bei denen ich schmunzeln musste. Dabei spielte Nachbarin Tilda, welche ich auch sogleich ins Herz schloss, mit ihrer machmal doch recht direkten Art eine nicht unwesentliche Rolle. Erst, als es zu Spannungen in der Beziehung kommt, ein Missverständnis zum nächsten führt und Sylvie Angst hat, ihren Mann doch nicht so gut zu kennen, wie sie dachte, beginnt sie, hinter die Fassaden anderer Menschen und Paare zu blicken, allen voran der eigenen Eltern sowie der Schwiegereltern. Und auch in ihrem Job stehen plötzlich Veränderungen an, welche Sylvie vor neue Herausforderungen stellen. Doch wer wäre Sophie Kinsella, wenn nicht zum Schluss alles ein gutes Ende finden würde?
Ich fand den Roman sehr unterhaltsam und humorvoll geschrieben. Vor allem Tilda, die Nachbarin, hatte es mir mit ihrer erfrischend direkten Art sehr angetan. Neben den etwas langen Kapiteln störte mich jedoch, dass in Sylvies Leben einfach zuviel Aussergewöhnliches vorkam: Ihre Eltern (allen voran ihr besonderer Vater), ihre reiche Kindheit, ihre Top-Gene, ihr aussergewöhnlicher Job. Entsprechend hochgestochen war mir dann auch die Auflösung, welche hinter den Missverständnissen steckte, das war nichts mehr, was einem Durchschnittspaar geschehen könnte. Zudem war das Buch stellenweise etwas überzogen, das muss nicht sein. Zwar passte zum Schluss alles zueinander und mir gefiel vor allem, wie Sylvie allmählich lernte, dass sich manchmal auch ein Blick hinter die Fassade der Menschen lohnt. Dennoch fühlte sich für mich das Ende einfach zu weltfremd an, das war sehr schade.

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Rezensionen von diebuchrezension:

Gut, aber ich hatte noch mehr erwartet

Crown of Lies von Pepper Winters


Das Buch

Sie ist jung, sie ist reich, sie ist mächtig - doch sie lebt in einem goldenen Käfig und kennt keine Freiheit und keine Liebe

Drei Jahre zuvor brach Noelle Charlston aus ihrem goldenen Käfig aus, tanzte in New Yorks Straßen und verlor beinah ihr Leben. Bis ein unbekannter Fremder auftauchte und die reiche Kaufhauserbin rettete.

Drei Tage 
seit sie Penn Everett ihren Drink ins Gesicht schüttete und sich in seinen Armen wiederfand - seine verführerische Stimme im Ohr, die ihr ein unwiderstehliches Angebot machte.

Drei Stunden,
um ihn hassen zu lernen, da er so viele Dinge vor ihr verbirgt. Der geheimnisvolle Geschäftsmann kann unmöglich ihr Retter von damals sein - und doch fühlt sich jede Berührung unendlich vertraut an.

Drei Minuten, 
um ihm hoffnungslos zu verfallen. Und es gibt nichts, was Noelle mehr begehrt als diesen Mann.

Drei Sekunden, 
um mit seinen Lügen ihr Herz zu stehlen und ihr Hoffnung, Vertrauen und Liebe einzuflößen.

Drei Atemzüge, 
um sie mit der Wahrheit zu zerstören.

"Sinnlich und fesselnd - man kann die Seiten gar nicht schnell genug umblättern. Pepper Winters hat sich selbst übertroffen!" New-York-Times-Bestseller-Autorin Meghan March

Auftakt der Truth & Lies-Serie von New-York-Times-Bestseller-Autorin Pepper Winters

Die Serie:

Band 1: Crown of lies

Band 2: Throne of truth

Cover und Titel: 

Mein Cover ist ein wenig anders, als das gezeigte Cover. Dennoch finde ich beide Cover sehr schön. Ich mag dieses Mädchenhafte an dem Cover. Es wirkt so glitzerig und einfach mädchenhaft romantisch. Da dieses ganze Buch ein großes Geheimnis zu sein scheint, passt der Titel auch sehr gut zum Cover und zum Inhalt des Buches. 

Fazit: 

Der Anfang hat mir wirklich gut gefallen. Es war alles gut im Lot und hat bei mir Mitleid, aber auch Freude und ein wenig Angst ausgelöst. Elle hat eine ganz wunderbare Beziehung zu ihrem Vater. Da ihre Mutter leider schon gestorben ist, hat sie ja auch nur noch ihren Vater. Und ich finde es gut, dass sie eine Konstante in ihrem Leben hat, denn die braucht jeder Mensch. 

Was bei mir wirklich Mitleid ausgelöst hat, war die Tatsache, dass Elle in einem goldenen Käfig groß geworden ist und niemanden hatte außer ihrer Katze. Es muss ganz schlimm sein, wenn man nicht als Mensch, sondern als Objekt, das einem Vorteile und Prozente bringt angesehen wird. Ich glaube, dass vor allem die Teenagerzeit echt hart ist, wenn man keine beste Freundin hat, die mit einem über Jungs lästert oder mit der man seine Geheimnisse austauschen kann. Wenn man immer nur sich hat, dann platzt man doch irgendwann. 

Ich fand es super, dass Elle es gewagt hat, einfach mal aus dem Alltag auszubrechen. Es begann ja auch ganz nett, biss dem Moment, wo die beiden Typen sie überfallen haben. Gott sei Dank wird Elle ja von einem namenlosen und zuerst auch gesichtslosen Mann gerettet. Etwas verwirrt war ich allerdings, als der Unbekannte Ella nach Hause bringen wollte und sie dann doch überreden konnte mit in den Central Park zu gehen. Wer bitte geht mit einem völlig Unbekannten, nach sie fast vergewaltigt wurde alleine durch einen dunklen Park? Ich glaube, dass hier einfach auch Elles Abenteuerlust gesiegt hat. Blöd nur, dass sie erwischt wurden und ihr Vater nun doch alles erfahren hat. Schade, dass der Unbekannte noch keinen Namen hat. 
Diese eine Nacht, in der Elle aus ihrem goldenen Käfig ausgebrochen ist, scheint sie verändert zu haben. Sie fügt sich, rebelliert aber in ihrem Inneren. Sie denkt immer noch an ihren Unbekannten und hat ein schlechtes Gewissen, weil sie ihm nicht helfen konnte. 

Es treten viele Fragen auf. Nicht alle werden davon geklärt. Mir persönlich hat auch das Ende nicht gut gefallen. Mal abgesehen davon, dass es ein wenig zu offen war, fand ich, dass Penns Identität zu schnell abgehakt wurde und auch einige andere Themen leider auf der Strecke bleiben. Vielleicht werden im zweiten Band ja einige Fragen geklärt bzw. die losen Fäden endlich wieder zusammengefügt. Ich bin gespannt.  

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Rezensionen von LadyIceTea:

Ein fantastischer zweiter Teil

Nordlicht - Im Bann der wilden Pferde von Karin Müller

Elin darf endlich zurück nach Island um ihre geliebte Ljosardis wiederzusehen und um Kari zu treffen. Doch Kari ist verschwunden und taucht nicht einmal mehr in ihren Träumen auf. Während eines Wanderritts durchs Hochland geschehen so einige merkwürdige Dinge und Elin kommt einem magischen Geheimnis viel näher als sie zu träumen wagte.

Schon der erste Teil hat mich völlig fasziniert. Hier wird eine wunderbare Pferdegeschichte gepaart mit Fakten über Island und dazu noch einer unglaublich fantasievollen Welt mit Unsichtbaren, Elfen, Trollen usw. Die Autorin verstrickt diese Welten wirklich gekonnt miteinander, so dass es gar nicht in Frage steht, wie diese Welten miteinander funktionieren können. Klasse finde ich auch, dass sich diese ganzen Fantasieelemente immer auch in der Isländischen Sagenwelt wiederfinden. Das macht es für mich umso interessanter.
Obwohl ich vom Alter her nicht unbedingt zur Zielgruppe gehöre, ist der Schreibstil auch für Erwachsene sehr schön und angenehm zu lesen.
Es macht Spaß Elin auf ihrem Abenteuer zu begleiten, in die Pferdewelt abzutauchen und zu knobeln, was sich da in der anderen Welt so zusammenbraut.
Ich hatte viel Freude an dieser sehr gelungenen Fortsetzung und freue mich schon jetzt auf den dritten Band!

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Rezensionen von heinoko:

Die Kraft der Fantasie

Agalstra von Herzog Anna

Noch selten habe ich ein so außerordentlich schön gestaltetes Jugendbuch gesehen! Das Cover mit seinem ausgestanzten Fenster und Ausblick auf eine nächtliche, mondbeschienene Festung, dazu die schimmernde, silberne Schrift – wunderbar! Im Inneren ist die Kombination von schwarzen Seiten mit weißer Schrift und umgekehrt und Kapitelanfänge, die sich wie ein schwarzer Samtvorhang öffnen, ein zusätzlich schönes und zum Text perfekt passendes Gestaltungselement.

Besonders ausgewählte Zitate großer Menschen als Wegweiser in die einzelnen Buchteile hinein runden die gelungene Gesamtgestaltung des Buches ab und sind ein weiteres Markenzeichen für den Coppenrath Verlag, dem liebevolle Buchgestaltungen spürbar am Herzen liegen.

Die erzählte Geschichte hat viel Geheimnisvolles. Merle und Felix nehmen zusammen mit anderen Kindern an einem Theater-Workshop teil, und zwar in den Mauern einer alten Burg, in der Unheimliches in der Luft liegt. Schon allein der alte Burggraf wirkt angsteinflößend. Das Gemälde einer jungen Frau, deren Augen den Betrachter zu verfolgen scheinen, beeindruckt Merle zutiefst. Und was geschieht da Seltsames mit den Kindern, wenn sie in die gefundenen Kostüme schlüpfen und sich das Theaterstück sozusagen von selbst und von den Kindern nicht steuerbar spielt?

Anna Herzog erzählt detailreich, ohne zu langweilen, Geheimnisse andeutend, ohne sie zu offenbaren. Ihr Schreibstil ist sehr lebendig, mit feinem Humor gewürzt und mit großer Einfühlung für das, was Kinder bewegt und fasziniert. Die Geschichte ist vergnüglich und schaurig in einem, immer aber spannend erzählt. Zwar verliert sich die Handlung zwischendrin ein wenig in sich selbst, verirrt sich quasi in den Erzählebenen, wobei ich allerdings gerne wüsste, ob Kinder dies beim Lesen auch so empfinden. Vermutlich liegt es eher an der Verkopftheit von Erwachsenen, die sich nicht so leicht unkritisch in fantasievolle Umwege fallen lassen können. Im Gesamten betrachtet bleibt für mich als Fazit, dass die Autorin es auf großartige Weise schafft, zwischen Realität und fantastischem Geschehen zu spielen. In überraschenden Übergängen wechselt sie die Welten und man liest und ist sowohl im Hier und Jetzt beim Kartoffelsuppe-Essen als auch zwei Buchseiten weiter in einer Anderswelt, in der Orte und Zeiten durchlässig werden. Besser kann man gar nicht die Botschaft verpacken, dass „Theater ein Stück Traum zum Mitnehmen“ ist und welch immense Kraft die Fantasie besitzt.
Für mich sowohl gestalterisch als auch inhaltlich ein Ausnahme-Buch!

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