Kunden em pfehlungen
Rezensionen von gelesengelauschtgemacht:
Eröffnet eine neue Sichtweise, mir jedoch zu redundant
Die Kunst, einfache Lösungen zu finden von Christian Ankowitsch
Das Buch "Die Kunst einfache Lösungen zu finden" von Christian Ankowitsch ist das erste Buch, das ich von diesem Autor lese. Da ich beruflich ständig mit "Troubleshooting" zu tun habe, und auch das eine oder andere Problem habe, das sich scheinbar nicht lösen lassen möchte, war ich interessiert, welchen neuen Ansatz das Buch anbietet.
Vorneweg: Das Buch hätte von mir 5 Sterne bekommen, wenn es auf ständige Wiederholungen verzichtet hätte. Dadurch wäre eine Kürzung auf 180 bis 200 Seiten möglich gewesen, ohne etwas an Inhalt zu verlieren.
Der Schreibstil ist einfach gehalten, das Buch lässt sich ohne übermäßige Konzentration lesen, so dass man sich während des Lesens dem Verstehen widmen kann und diese Prozesse nicht hintereinander ablaufen müssen.
Die zentrale Aussage des Buches lässt sich in einem Satz zusammenfassen: einfachste Lösung = beste Lösung. Sollte die einfachste Lösung doch nicht sofort funktionieren, so lässt sich mein Leitsatz "Wenn du willst, was du noch nie gehabt hast, dann tue, was du noch nie getan hast" anwenden.
Außer diesen Zentralen Aussagen gibt es noch Praxisbeispiele und im dritten Abschnitt wird erörtert, dass das Lösen von Problemen nicht zwangsweise zur Verbesserung der Gesamtsituation beträgt, dass der Ansatz Problem = schlecht und Lösung = gut nicht generell gilt.
Was ich mir aus dem Buch mitnehme sind praktische Tools, die mir in meiner täglichen Arbeit helfen. Vieles davon setze ich bereits um (Körpersprache: wenn etwas spannend sein soll, muss auch Spannung in den Körper, lächeln um gute Laune zu genieren etc). Die Übung mit dem "gehe 5 Schritte nach vorne und lass dir von deinem älteren Ich einen Tipp geben" werde ich auf jeden Fall ausprobieren - sowohl selbst, wie auch mit anderen.
Dass Tipps von anderen nur begrenzt helfen, durfte ich in einem Seminar ausprobieren. Hierbei ging es darum, das eigene Verhalten zu reflektieren (Frühaufsteher vs. Nachteule) und sich gruppenweise Tipps zu geben, wie man früher aus den Federn kommt bzw. bis spät in die Nacht fit bleibt. Die Erfahrung zu machen, dass man sich aus den angebotenen Lösungen eine (oder keine) aussucht, weil nicht jede Lösung zu einem selbst passt, fand ich sehr aufschlussreich.
Uneingeschränkt empfehle ich das Buch Menschen, die gefühlt in einer unlösbaren Problemsituation sehen, um auf das Problem einen neuen Blickwinkel und neue Lösungsansätze zu bekommen.
Fazit: Sehr gute und praxistaugliche Ansätze, mir ist es zu redundant.
Rezensionen von gelesengelauschtgemacht:
Farbenfroher Backspaß
Scarlett von Remington Laurel
Das Buch „Scarlett – Ein Löffelchen Geheimnis und der Duft von Magie“ von Laurel Remington ist im Juli 2018 im Chickenhouse Verlag erschienen. Die Altersempfehlung ist ab 10 Jahren, bei dieser Empfehlung schließe ich mich gerne an. Auch für Mamas ist das Buch auf jeden Fall geeignet.
Worum geht es?
Scarlett hat es nicht leicht im Leben, denn sie lebt nicht nur alleine mit ihrer Mutter und ihrer jüngeren Schwester, sie ist auch die Hauptakteurin im sehr erfolgreichen Blog ihrer Mutter.
Leider schreibt diese Hauptsächlich von Problemen bei der Erziehung und den Schattenseiten des Alltags mit Kindern, so dass jeder Fauxpas von Scarlett im WWW breitgetreten wird – natürlich wird der Blog von anderen SchülerInnen und Lehrpersonen gelesen, weshalb Scarlett sämtliche Hobbies aufgegeben hat und versucht, ein möglichst langweiliges Leben zu führen. Erst mit dem Krankenhausaufenthalt der älteren Nachbarin entwickelt Scarlett ein Hobby das Backen, denn das geheimnisvolle Kochbuch und die großartige Küche lassen sie nicht mehr los. Schon bald stößt das neue Mädchen an der Schule, Violet, dazu und sie gründen gemeinsam den geheimen Kochclub.
Meine Meinung:
Die zentralen Themen des Buches sind, neben der neuen Medien, Familie, Nachbarschaft und Freundschaft. Die Nachbarin von Scarlett und ihrer Familie braucht Unterstützung zu Hause, weshalb ihr berühmter und wohlhabender Neffe sie lieber in einem Pflegeheim sehen möchte, was die alte Dame auf gar keinen Fall möchte.
Schon vom Beginn weg kann ich mich gut mit Scarlett identifizieren (okay, mein jüngeres Ich kann es) und ich verstehe, wie sehr sie darunter leidet die Hauptakteurin im Blog ihrer Mutter zu sein. Dass aber bisher keine Lehrer von Scarlett auf die Mutter zugegangen sind, kann ich nicht verstehen, aber sonst gäbe es schließlich diese Geschichte nicht. Scarlett hat schon mehrmals versucht, mit ihrer Mutter darüber zu reden, wie unangenehm die Situation für sie ist – und obwohl sie den Alltag der Familie organisiert, wenn ihre Mutter mal wieder am Arbeiten ist, findet sie wenig Gehör. Die Mutter ist stolz darauf, sich selbst erhalten zu können und denkt daher gar nicht daran, den so erfolgreichen und lukrativen Blog einzustellen und stürzt sich nur noch weiter in die Arbeit. Außerdem erhält die 12-Jährige Protagonistin zu Hause keinen Zugang zum Internet, mit ihren Problemen wird sie vollkommen alleine gelassen.
Beim Backen vergisst Scarlett dann die Zeit, fürchtet sich aber davor, von ihrer Mutter bei dem Hobby erwischt zu werden, weil es sonst wieder im Blog verarbeitet wird. Diese Angst ist beim Lesen spürbar, wie auch die anderen Emotionen, die in diesem Buch geschildert werden.
Schnell hatte ich beim Lesen sowohl die handlungstragenden Charaktere wie auch die Umgebung vor Augen, so dass ich regelrecht beim Lesen in die Handlung hineingefallen bin. Der Schreibstil ist einfach genug für Kinder und ausführlich genug, dass sich auch Erwachsene noch etwas mit dem Buch anfangen können. Trotzdem glaube ich, dass das Buch hauptsächlich Mädchen ansprechen wird, auch von der Aufmachung her werden Burschen weniger danach greifen, was ich schade finde, denn Kochen, Backen und Bloßstellung durch die Eltern geht beide Geschlechter etwas an.
Ich habe mitgefiebert, mitgelacht, mitgeweint und mich mitgefreut. Das einzige im Buch vorkommende Rezept habe ich nicht nachgebacken, weil ich bei Temperaturen von über 30 Grad über Wochen hinweg nicht den geringsten Drang zum Backen von Zimtteilchen verspüre – ab dem Spätherbst ist das aber sicher einen Versuch wert, vielleicht mit dem eignen Kind in der Adventzeit.
Was ich mir auf jeden Fall aus dem Buch mitnehme ist die Idee des Kochbuchs für „die kleine Köchin“, wobei ich das Buch für „den kleinen Koch“ schreiben werde, damit sämtliche Lieblingsrezepte aus der Kindheit erhalten bleiben. Dabei werde ich auch Figuren wählen, die meinem Sohn gut gefallen, und beginne mit „Super Marios Tomatensugo“.
Fazit: ein wunderbar geschriebenes Buch, das ich Mädchen ab 10 und deren Müttern und Großmüttern wärmstens empfehlen kann.
Rezensionen von LEXI:
Mein Adressbuch ist die Landkarte meines Lebens
Das rote Adressbuch von Sofia Lundberg
„Das ist eine Art Testament. Ich vermache dir meine Erinnerungen. Das ist das Wertvollste, das ich besitze.“
„Ich wünsche dir von allem genug. Genug Sonne, die Licht in deine Tage bringt, genug Regen, damit du die Sonne schätzen kannst, genug Glück, das deine Seele stärkt, genug Schmerz, damit du auch die kleinen Freuden des Lebens genießen kannst, und genug Begegnungen, damit du die Abschiede besser verkraftest.
Sei stark!“
Diese letzten Worte ihrer Mutter klangen Doris Alm noch im Ohr, als sie nach dem plötzlichen und unerwarteten Tod ihres Vaters sowohl die Schule, als auch ihr Elternhaus verlassen muss. Im zarten Alter von dreizehn Jahren tritt sie in ihrer Heimat Schweden eine Stelle als Dienstmädchen im Haus einer eleganten und wohlhabenden Französin an. Doris führt fortan ein aufregendes und turbulentes Leben, wird zur strahlenden Schönheit und zum gefeierten Pariser Mannequin und wohnt in verschiedenen Kontinenten. Sie lernt ihre große Liebe kennen, und erlebt den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, die Jahre bis zum Kriegsende und die Zeit des Wiederaufbaus mit. Der schönen und unabhängigen Frau ist ein langes Leben beschieden. Ihre einsamen Tage in der kleinen Wohnung in Schweden füllt sie mit Erinnerungen, die sie für ihre Großnichte Jenny zu Papier gebracht hat. Ein Vermächtnis der Liebe – und das Zeugnis eines langen und bewegten Lebens.
„Jenny nimmt das abgegriffene Buch mit dem roten Ledereinband hoch und streicht über die vergilbten Seiten. Fast jeder Name ist durchgestrichen. Dahinter hat sie jeweils TOT geschrieben. Der Gedanke daran, wie einsam Doris gewesen sein muss, ist fast nicht auszuhalten. Sie fragt sich, wie lange Doris hier schon allein gesessen hat. Wie viele Jahre. Ohne Freunde. Ohne Familie. Nur mit ihren Erinnerungen als Gesellschaft. Die schönen. Die schmerzhaften. Die schrecklichen.“
Sofia Lundberg hat sich mit diesem gefühlvollen Roman pfeilgerade in mein Herz geschrieben. Durch ihre Protagonistin Doris haucht sie den Namen der Menschen im roten Adressbuch wieder Leben ein – Menschen, die für eine kurze oder längere Zeit Teil ihres Lebens waren und bereits gestorben sind. Behutsam tastet sie sich Name für Name in ihrem kleinen Adressbuch vor, schwelgt in den Erinnerungen und zieht mit ihrer Geschichte den Leser tief in ihren Bann.
Der Autorin ist ein wunderschöner Schreibstil zu eigen. Um die Memoiren der Doris Alm zu erzählen, bediente sie sich zwei verschiedener Zeitebenen. Eine Handlung findet in der Gegenwart statt, wo die 96jährige alte Dame einmal pro Tag in ihrer Wohnung von Pflegekräften unterstützt wird. Mit großer Einfühlsamkeit veranschaulicht Sofia Lundberg deren Einsamkeit und ihre körperlichen Einschränkungen. Doris zehrt von den wöchentlichen Skype-Gesprächen mit ihrer einzigen noch lebenden Verwandten – ihrer geliebten Jenny in Amerika. Doch nach dem Zuklappen des Laptops empfindet die alleine lebende Greisin die Stille in der Wohnung noch bedrückender.
Durch die Nebenfiguren dieses Buches, die in Form von Adressbucheinträgen nach und nach auf der Bildfläche erscheinen, erzählt die Autorin in einer zweiten Zeitebene von der Vergangenheit ihrer Protagonistin. Sie beleuchtet jede einzelne Person und ihre Beziehung zu Doris, erzählt von gemeinsam Erlebtem, von großem Glück und tiefer Freude, aber auch von Kummer und Trauer. Und nach und nach erscheint stets der Vermerk „TOT“ neben den Namens- und Adresseinträgen in ihrem roten Adressbuch…
„Das rote Adressbuch“ ist ein Buch, welches in leisen Tönen beginnt, im Verlauf der Seiten jedoch eine immer größere Sogwirkung entwickelt, der man sich nicht entziehen kann. Es thematisiert die Einsamkeit im Alter, den Verfall des Körpers und der wehmütigen Erinnerung an längst vergangene Jahre. Sofia Lundberg lässt das gesamte Leben der Doris Alm durch die Namen im Adressbuch Revue passieren. Der Schreibstil der Autorin hat mich bereits bei der Leseprobe völlig vereinnahmt. Für meinen persönlichen Lesegeschmack handelt es sich hierbei um eines der emotionalsten Bücher, welches ich jemals in Händen halten durfte. Ich habe im Verlauf von knapp dreihundertfünfzig Seiten mit Doris gelacht, mit ihr gelitten, ihre unendliche Sehnsucht nach der großen Liebe ihres Lebens miterlebt, sie als strahlende Schönheit und geiertes Pariser Mannequin bewundern, durfte anschließend schwere Zeiten mit ihr überstehen und sie schweren Herzens im Alter vereinsamt in ihrer kleinen Wohnung sitzen sehen.
Dieser Roman ist eine Hommage an die Liebe im Leben. Er hat mir ausgezeichnet gefallen, mich an mancher Stelle zum Schmunzeln gebracht, aber auch unzählige Male zu Tränen gerührt. Ich kann dieses großartige Meisterwerk wirklich jedem ans Herz legen!
Rezensionen von spozal89:
Das "Geschick" hat mich überzeugt
Dark Palace - Zehn Jahre musst du opfern.Bd.1 von Vic James
Klappentext:
Zehn Jahre Sklavenarbeit für alle. Fast alle.
In England muss jeder, der nicht zum magischen Adel gehört, zehn Jahre lang als Sklave arbeiten. Lukes Familie will diese Sklavenjahre gemeinsam durchstehen, im Dienst der mächtigen Herrscherfamilie Jardine. Doch nun rast Lukes Herz vor Angst, als er plötzlich von den anderen getrennt und in die laute und schmutzige Fabrikstadt Millmoor gebracht wird.
Die Arbeit dort ist besonders hart. Seine Schwestern sind mit den Eltern am prunkvollen Hofe der Jardines den rücksichtslosen Machtspielen und eiskalten Intrigen der Elite ausgesetzt. Vor allem der junge Adlige Silyen verfolgt mit seinen ungeheuerlichen magischen Fähigkeiten eigene Ziele. Und Lukes Schwester Abi verliert ihr Herz an den Falschen. Also das verstand man unter ›Geschick‹, dachte Luke, als er wieder einen klaren Gedanken fassen konnte. Ein so unerträglicher Schmerz, dass man sich wünschte, man wäre tot. Wie sollte man dagegen ankämpfen? Wie konnte man Menschen besiegen, die dazu fähig waren? Nicht Menschen – Monster. Es spielte keine Rolle, dass es nur wenige von ihnen gab: Diese Wenigen genügten völlig.
Vic James hat mich mit ihrem Debüt-Jugenbuch von der ersten bis zur letzten Seite völlig überzeugt. Der Schreibstil war klasse und ich bin nur so durch die Seiten geflogen.
Geschrieben wurde aus verschiedenen Perspektiven, der unterschiedlichen Charaktere. Das hat mir persönlich bei diesem Buch richtig gut gefallen, denn zum einen hat man so die Charaktere noch besser kennengelernt, zum anderen war der Verlauf der Geschichte so mega spannend, da es meistens einen Perspektivenwechsel gab, sobald es ziemlich zur Sache ging. Somit wurde man mehr oder weniger animiert direkt weiterzulesen.
Die Geschichte beinhaltet ein brisantes und im Grunde total grauenhaftes Thema. Die Sklavenarbeit ist für uns in Deutschlang undenkbar, aber leider immer noch ein weit verbreitetes Thema. Ich finde die Autorin hat dies gut umgesetzt und man macht sich auf jedenfall viele Gedanken beim Lesen. Dabei hat sie aber dennoch eine tolle, magische und fantasievolle Welt erschaffen und auch einige wunderbare Charaktere. Gerne hätte ich noch mehr über die Jardine-Brüder erfahren. Allerdings handelt es sich hier mal wieder um eine Triologie, wobei ich hoffe, dass wir in den Fortsetzungen noch ein paar mehr Infos erhalten.
Das Ende ist echt ein fieser Cliffhanger und macht es wirklich schwer nun auf die Fortsetzung zu warten. Ich hoffe wir werden schnell erlöst :-D
Für mich ein Jugendbuch, welches definitiv wegen seines Themas zum Nachdenken anregt, dennoch aber viel Fantasy-Inhalte aufweist und somit auch gut unterhält. Eines meiner Highlights in diesem Jahr und somit klare Weiterempfehlung.
Rezensionen von BarbaraM:
So eine wunderbare Tante möchte jeder gerne haben!
Dark Palace - Zehn Jahre musst du opfern.Bd.1 von Vic James
Oh weh, die perfekt organisierte Ferienbetreuung der Zwillinge Kassandra und Zacharias Wohlleben wurde abgesagt. Jetzt hat Frau und Herr Wohlleben ein großes Problem, denn beide müssen sehr viel arbeiten und können die Ferien nicht mit ihren Kindern verbringen. Aber zum Glück gibt es da Tante Rozinda, die mit viel Ideenreichtum und Herzblut die Betreuung der Zwillinge übernimmt.
Schon innerhalb der ersten Stunde wirft sie viele der geltenden Regeln im Hause Wohlleben über Bord und der Intensivkurs „Spaß“ mit Pralinen-Frumsen, abenteuerlichen Ausflügen in einer echten Limousine und dem französischen Fuchs „Monsieur Renard“ kann beginnen. Aber mehr wird nicht verraten!
Mit ihrem Buch „Tante Rotz legt los“ ist Andrea Schütze ein wunderbares geheimnisvolles und lesenswertes Abenteuer gelungen, das im Boje Verlag erschienen ist und 190 Seiten umfasst.
Das Buch ist in größerer Schrift und einfach gehaltener Sprache zu lesen. Also absolut für Kinder geeignet.
Die Handlung ist in sich stimmig und lädt zum Mitfreuen und -fiebern ein. Und entgegen meiner Bedenken, die Tante könnte zu „rotz“-frech sein und auch die beiden Kinder Cassy und Zach dann entsprechend rücksichtslos und wild, war in diesem Buch genau das nicht der Fall. Die Kinder waren sehr gut erzogen und anfangs eher gehemmt bzw. zu sehr darauf fixiert, die von den Eltern aufgestellten Regeln einzuhalten. Tante Rotz hat es mit ihrer Lebensfreude, ihrem großen Herz und lustigen und freien Art geschafft, die Kinder freier im Denken und Handeln zu machen, aber dennoch einfühlsam zu sein und das eigene Handeln zu reflektieren. Die Kinder durften wieder Kinder sein und viel Spaß und Freude erleben.
Wir haben die einzelnen Charaktere beim Lesen sofort ins Herz geschlossen und würden uns riesig über eine Fortsetzung freuen.
Passend zur Geschichte sind im Buch immer wieder schöne Zeichnungen von der Illustratorin Larisa Lauber zu finden.
Fazit: Wir sprechen eine absolute Kaufempfehlung aus für Jungen und Mädchen ab 7 Jahren, die ein spannendes und lustiges Abenteuer erleben wollen. Man merkt der Geschichte an, dass sie mit ganz viel Herzblut geschrieben wurde.
Lesespaß und Freude ist hier 100%ig garantiert.
Rezensionen von PFIFF:
Südamerika als Treffpunkt für Kriegsflüchtlinge mit unterschiedlichen Beweggründen
Kamnik von Felix Kucher
Anton Lipic wandert in den Zwanzigerjahren des letzten Jahrhunderts von ärntern nach Argentinien aus und schafft es, sich hochzuarbeiten, zu heiraten und eine Familie zu gründen. Seine Mutter und beiden Geschwister bleiben in Österreich. Der ältere Bruder kommt im Zweiten Weltkrieg um, die Schwester gründet eine Familie.
Als erfolgreicher Geschäftsmann begegnet Lipic dem Landsmann Steiner, der jedoch bald scheinbar ohne Grund verschwindet.
Im Laufe des Buches erfährt man, was es mit dem seltsamen Fremden auf sich hat.
Kucher hat die tatsächliche Geschichte einer Kärntner Familie erzählt, interessant, hervorragend recherchiert und spannend aufgebaut.
Rezensionen von PFIFF:
Auf der spannenden Suche nach einer Vintage-Gitarre
Vintage von Grégoire Hervier
Thomas Dupré jobbt in einem Gitarrenladen in Paris. Er spielt selbst Gitarre und kennt sich sehr gut aus mit alten, wertvollen Stücken, vor allem Modellen der berühmten Firma Gibson.
Sein Chef schickt ihn nach Schottland zu einem Klienten, einem britischen Lord, der auf der Suche nach einer bestimmten Gitarre ist, der "Moderne" aus 1957 und ihm eine Million Pfund für die erfolgreiche Suche verspricht.
Thomas begibt sich nach Amerika, geht allen Spuren und Hinweisen nach, trifft sich mit Zeitzeugen und gerät in gefährliche Situationen. Er gibt nicht auf, auch als sich der Lord als Hochstapler und Krimineller herausstellt.
Für Gitarren- und Musikfreaks ist es ein Genuss, den Schilderungen des Autors zu folgen, wo er doch selbst dazugehört und spannnend eine Geschichte um den wahren Kern webt.
Das Buch ist bis zum Schluss ein Lesevergnügen.
Rezensionen von yellowdog:
Mathinna
Begehren von Richard Flanagan
Booker-Award-Preisträger Richard Flanagan geht in seinem Roman Begehren in das 19 Jahrhundert zurück und stellt es in zwei Handlungssträngen sehr intensiv und streckenweise düster-atmosphärisch dar.
Eine der Hauptfiguren ist erstaunlicherweise der englische Schriftsteller Charles Dickens, berühmt durch seine Romane David Copperfield und Oliver Twist.
Er ist in London.
In der anderen Handlungsebene sind in Tasmanien Sir John Franklin und Lady Jane, die ein Kind adoptieren. Das Waisenkind Mathinna wollen sie nach ihren Vorstellungen formen und beachten nicht ihre kulturelle Herkunft als Aborigine.
Eine schlimme Nebenerscheinung des Kolonialismus.
Weder der britische Konteradmiral und Polarforscher John Franklin noch Charles Dickens sind in diesem Buch besonders sympathsiche Figuren, im Gegenteil.
Das macht das Lesen des Buches nicht immer einfach, zumal die Handlung auch in den Zeiten oft wechselt.
Auch Mathinna war eine realistische Figur. Ihr Schicksal tut mir sehr leid, leider wird fast nie aus ihrer Sicht geschrieben. Das Lesen ist daher nicht unbedingt ein Genuß, aber die Form funktioniert und das Thema ist wichtig genug, dass darüber geschrieben wird.
Rezensionen von begine:
Gerne mehr
Ghachar Ghochar von Vivek Shanbhag
Der südindische Autor Vivek Shanbhag hat schon 3 Romane geschrieben, aber Ghachar Ghochar ist der Erste, der auf Deutsch übersetzt wurde. Der Übersetzer ist Daniel Schreiber. Vivak Shanbhag lebt in Bangalore, das ist Spielort dieses Romans.
Der junge Icherzähler geht jeden Tag ins Coffee House, das ist seine Beschäftigung.
Die Familie fing in bescheidenen Verhältnissen an. Als der Vater seine Arbeit verliert jat sein Onkel eine Idee. Er hat mit Hilfe des Rentenfonds seines Bruder, dem Vater des jungen Mannes, einen Gewürzhandel aufgebaut. Sie werden wohlhabend.
Onkel, Vater Mutter, der Sohn mit seiner Frau und seiner Schwester wohnen alle zusammenin einem Haus. Der junge Erzähler lebt wie eine Made im Speck. Nur seine Frau stört das.
Der Autor gibt dieser Geschichte mit ruhiger Sprache einen besonderen Stil. Er erzählt von dem moralischen Verfall der Familie.
Eine gute anspruchsvolle Literatur. Ich würde gerne mehr von dem Autor lesen.
Rezensionen von rewareni:
Ein zu Herzen gehender Roman
... also nachm Regenbogen um sechs Uhr abends von Victoria Suffrage
Mit knapp 80 Jahren darf man schon ein wenig verwirrt sein und so weiß Paul Riemenschneider auch nicht immer so genau, welcher Tag gerade ist oder ob sein Altenpfleger Alex vorbei kommt. Aber was er weiß ist, dass ihm seine verstorbene Frau Lissy ständig fehlt und dass seine schwerstbehinderte 43 jährige Tochter Ela immer auf ihn zählen kann.
Wenn ihre Katze Nuschi bei ihr ist, dann ist ,, das Kind´´ glücklich. Doch nicht jeder im Haus versteht es, wenn Ela wieder einmal schreit und brüllt und so bleibt es nicht aus, dass ihm die Hausverwaltung kündigen möchte.
Als Alex Nuschi eines Tages tot auffindet, fasst er einen besonderen Plan. Gemeinsam mit Paul fährt er nach Prag für eine letzte gemeinsame Reise. Diesen Wunsch konnte Paul seiner Lissy nie erfühlen, aber er weiß ….also nachm Regenbogen um sechs Uhr abends, werden sie sich eines Tages wieder sehen.
Der Roman von Victoria Suffrage ist eine zu Herzen gehende und gefühlvolle Geschichte. Wem da nicht beim Lesen immer wieder die Tränen kommen, dann weiß ich auch nicht, wieviel an Emotionen ein Roman haben muss. Der Protagonist Paul ist ein alter, liebenswürdiger und von Sorgen geplagter Mann. Sehr schön lässt die Autorin dabei den Leser an seinen Gedanken teilhaben.
,,Man kann mit einer dreckigen Brille lesen. Und mit dreckigen Ohren hören. Warum kann man mit einem dreckigen Gehirn nicht denken ?´´
Seine Apothken Umschau, sein Underberg und seine Vorliebe für Zitate aus dem Stück ,, Der brave Soldat Schwejk´´, sind seine Vorlieben, die ihm das Leben erträglich machen. Besonders emotional beschreibt dabei Victoria Suffrage die Ablehnung, das Unverständnis und die Haltherzigkeit seiner Mitbewohner, wenn seine behinderte Tochter in der Wohnung wieder einmal laut ist.
Die Autorin lässt in ihrem Roman viele gesellschaftskritische Themen miteinfließen und versucht dabei aber immer wieder eine ausgewogene Balance zwischen gut und böse, Hoffnung und Verzweiflung und vorallem echter und tiefer Liebe, bis über den Tod hinaus reicht, zu finden
Besonders nett sind die ,,Diaologe´´ die Paul mit seiner verstorbenen Frau im Gedanken führt und die ihm immer wieder Hoffnung und Mut macht.
Der Roman ist sehr traurig und mit dem Pfleger Alex bekommt die Geschichte immer wieder einen erfrischenden Lichtblick. Dass sich am Ende dann beide moralisch unterstützen, haben mir nochmals die Tränen in die Augen getrieben.
Eine zu Herzen gehende Sprache, die den Leser tief berührt zieht sich durch den ganzen Roman.
,, Die Gedanken in meinem Kopf sind wie große schwarze Löcher, die sich gegenseitig auffressen und mir den letzten Rest Leben aus den Knochen saugen´´.
…..also nachm Regenbogen um sechs Uhr abends´´ , 130 Seiten die von Demenz, Alter und Verlust erzählen und mit einem feinen Humor von Beginn an den Leser auf eine wunderschöne Liebesreise mit nimmt, wo Paul weiß, dass er seine Lissy dort eines Tages treffen wird.










