Kunden em pfehlungen
Rezensionen von heinoko:
Zauberhaft, einfach nur zauberhaft
Kuno ist knallwach, m. Soundeffekten von Henze Dagmar
Schlafenszeit. Stille Zeit. Mäuschen, Maulwurf, Pilz und Eule – alle schlafen. Nur Kuno Bär nicht. Wach ist er, knallwach ist er. Das Wort allein schon macht noch wacher als wach. Und weil er nicht schlafen kann, legt Kuno seinen Schal um und tappst ins Freie auf der Suche nach Spielkameraden. Aber alle, alle wollen nur schlafen, Familie Borstelmann genauso wie Dösbert Dachs.
So langsam wird es Kuno kalt und das Denken fällt immer schwerer. Und genau jetzt weiß er, wo er hin möchte…
Eine wunderschöne Gute-Nacht-Geschichte hat uns Dagmar Henze hier geschenkt. Auf den liebevoll gestalteten Seiten ist viel, sehr viel zu entdecken. Das Licht der Glühwürmchen lässt die Nacht gar nicht so finster sein. Den Schweinchen-Kindern im Bettchen sieht man das wohlige Schlafgefühl an. Ein vorwitziges Amsel-Kind riskiert neugierig ein Auge. Und all die kleinen Tiere, die vom stolpernden Kuno aufgeschreckt sind… Das genaue Hinschauen und die Begegnung mit den schlafenden Tieren macht nach und nach müde, sehr müde. Und als sich schließlich die letzte Seite des Buches aufschlägt und Kunos seliges Schnarchen ertönt, fallen auch uns die Augen zu.
Ein ganz und gar stimmiges, gefühlvolles Bilderbuch mit Bildern, die das Herz auf- und die Augen zugehen lassen.
Rezensionen von Stinsome:
Erin Kelly spielt mit uns, stellt uns Fallen & führt uns hinters Licht. Wem kann man da noch trauen?
Vier.Zwei.Eins. von Erin Kelly
Bei diesem Buch wusste ich lange Zeit nicht, wie ich es am Ende bewerten würde, weil sich meine Meinung während des Lesens immer wieder verändert hat. Es handelt sich nicht um einen Thriller, bei dem man stetig unter Hochspannung steht und eine Aktion die nächste jagt, aber man kann auch nicht davon sprechen, dass es nicht durchgehend spannend ist, denn obwohl es handlungstechnisch eher ruhig ist lauert doch die ganze Zeit eine unbestimmbare Gefahr unter der Oberfläche.
Man wird von der mysteriösen, geheimnisvollen Stimmung eingesogen und hat den ständigen Drang, weiterzulesen, weil man wissen möchte – nein, weil man wissen muss (!) – was sich in der Vergangenheit zugetragen hat.
Neugierig macht schon die interessante Unterteilung des Buches in fünf Abschnitte – die fünf Phasen einer totalen Sonnenfinsternis. Sonnenfinsternisse spielen in diesem Thriller eine große Rolle, denn sie sind in Kits und Lauras Leben ein wichtiger Bestandteil und die einzige Sicherheitslücke. Das Paar hat sich mitsamt Namensänderung und Ortswechsel ein neues Leben aufgebaut, aber ihre Leidenschaft und ihr Interesse für Sonnenfinsternisse führt sie immer wieder an Orte, an denen Beth sie finden kann, denn sie weiß von diesem Interesse. Trotz dieser Ausgangssituation macht sich Kit zu Beginn des Buches auf die Jagd nach der nächsten Sonnenfinsternis und lässt seine mittlerweile schwangere Frau Laura schweren Herzens zurück. Schon hier setzt die unbehagliche Stimmung des Buches ein, denn das kann eigentlich nicht gutgehen.
Die Autorin lässt uns abwechselnd in die Vergangenheit und die Gegenwart eintauchen, mal aus Lauras, mal aus Kits Sicht lesen und wir erfahren dabei nach und nach, was sich damals zugetragen hat, obwohl erst in der Gegenwart alles klar scheint. Die Vergangenheitsszenen haben mir zwei Drittel des Buches deutlich besser gefallen als die Gegenwartsszenen, denn Letztere plätschern lange nur unspektakulär vor sich hin und haben deswegen manchmal meinen Lesefluss gestört, weil die brodelnde Spannung, die in der Vergangenheit aufgebaut wurde, in diesen Passagen wieder gedämpft wurde. Das ändert sich aber, je weiter die Geschichte auf das Ende zusteuert. Ich hatte insgesamt dennoch den Eindruck, dass die Autorin manchmal zu weit ausgeholt und zu viele unwichtige Informationen hat einfließen lassen, was das Lesen manchmal etwas träge gemacht hat. Die zahlreichen Details und Erlebnisse zu den Sonnenfinsternissen fand ich jedoch sehr interessant und haben mir auch ein bisschen Lust gemacht, mich mit diesem Phänomen näher zu beschäftigen.
Über die manchmal etwas ausufernden Beschreibungen lässt sich meiner Meinung nach hinwegsehen, denn die stetig vorhandene „stille“ Spannung lässt trotzdem zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkommen. Die Autorin versteht es, den Leser in Fallen zu locken, ihm immer wieder einen Bären aufzubinden und ihn in Richtungen zu lenken, die weit von der Wahrheit entfernt sind. Am Ende sieht man sich mit einer Wahrheit konfrontiert, die überrascht, die alles auf den Kopf stellt und die die eigene Meinung über das Verhalten mancher Personen rückblickend stark verändert. Man muss seinen Eindruck von den Personen immer wieder revidieren, denn man kann zu keinem Zeitpunkt sicher sagen, wem man trauen kann und wem nicht und wer die Wahrheit sagt und wer nicht. Erin Kelly spielt mit dem Leser und ich für meinen Teil bin ihr immer wieder auf den Leim gegangen.
Das wirklich Amüsante an meinem Leseerlebnis war die Tatsache, dass ich eine recht verrückte Theorie während des Lesens aufgestellt habe, an die ich nicht mal selbst wirklich geglaubt habe, weil sie … zu verrückt war. Faszinierenderweise hat sich gerade diese als wahr herausgestellt, wurde von der Autorin aber noch mit Elementen ausgeschmückt, die diese Theorie glaubwürdig und nachvollziehbar machten. Anderenfalls hätte mir diese Wendung wohl nur ein ungläubiges Lachen entlockt. Es war eine Wendung, mit der man wohl nicht wirklich (nicht ernsthaft jedenfalls!) rechnet, die das Buch aber brauchte, um bleibenden Eindruck zu hinterlassen und das ist der Autorin bei mir auch gelungen.
Fazit
Insgesamt ein handlungstechnisch ruhiger, aber trotzdem spannender Thriller, der manchmal etwas zu weit ausholt, aber überraschende Wendungen, schwer einzuschätzende Charaktere und eine Vielzahl an Geheimnissen bietet, die das Lesevergnügen hochhalten. Mir fehlte zwar das gewisse Etwas, das mich völlig vom Hocker haut, aber ich fühlte mich sehr gut unterhalten und wurde überrascht.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung für diejenigen, die mit ruhigen Thrillern, bei denen wenig Action, aber stetiges Miträtseln angesagt ist, etwas anfangen können. Ich vergebe 4 Sterne!
Rezensionen von LEXI:
Das Geheimnis um das Anwesen „Dierenpark“
Das Anwesen von Elizabeth Camden
„Wir sind die Vandermarks. Und wir sind gekommen, um zu bleiben.“
Das einsam gelegene Anwesen „Dierenpark“ übt einen gespenstischen Reiz auf die Menschen aus. Das berühmte Gebäude aus dem Jahre 1635 thront auf den Klippen der Granitfelsen in einer abgelegenen Bucht im Tal des Hudson River.
Obgleich dessen Besitzer Nickolaas Vandermark es seit sechzig Jahren nicht mehr betreten hat, kümmern sich einige Angestellte darum, Haus und Gartenanlage in Ordnung zu halten. Als im Sommer 1898 plötzlich Quentin Vandermark mit seinem Sohn Pieter auftaucht, bringt er Aufregung und Trubel in das bislang ruhige und gemütliche Leben auf Dierenpark. Die hübsche Sophronia van Riijn, im Buch stets Sophie genannt, hat ohne die Genehmigung der Besitzer eine Wetterstation auf dem Dach der Villa errichtet, und bangt nun zu Recht um ihre Anstellung als Köchin auf dem Anwesen. Ihr unvergleichliches Talent zum Kreieren der köstlichsten Speisen und Backwaren wird lediglich von ihrer großen Leidenschaft für die Meteorologie übertroffen. Sophies größter Wunsch ist es, infolge ihrer langjährigen ehrenamtlichen Mitarbeit bei der Wettervorhersage und aufgrund ihres großen Interesses für diese Wissenschaft eine Festanstellung bei der amerikanischen Regierung zu erhalten. Das unerwartete Auftauchen der Eigentümerfamilie und deren Absicht, ihr Anwesen abreißen zu lassen, bringen Sophies ehrgeizige Pläne jedoch ins Wanken. Die hübsche junge Frau möchte den Abriss mit aller Macht verhindern, und im Kampf um die Erhaltung ihres geliebten Dierenpark setzt sie ihre stärksten Waffen ein: ihre weiche, sanfte und warmherzige Art, ihre Fröhlichkeit, ihr sonniges Gemüt und ihr unerschütterliches Gottvertrauen. Der intelligente und vernunftgesteuerte Quentin Vandermark tritt als zynischen Miesepeter ohne Glauben und ohne Manieren auf und macht den großen Fehler, Sophies beharrliche Art zu unterschätzen. Sein Widerstand richtet sich schon bald gegen deren große Anziehungskraft und endet nach und nach in einem Kampf gegen Sophies Charme, ihre Schönheit, ihre Unschuld und ihre warmherzige und fröhliche Art.
Da ich die Bücher der Autorin sehr schätze, hatte ich auch bei dieser Neuerscheinung eine sehr hohe Erwartungshaltung. Um es gleich vorwegzunehmen: Elizabeth Camden hat mich auch diesmal nicht enttäuscht und mir durch ihren wunderschönen Schreibstil, die hervorragende Charakterisierung der Haupt- und Nebenfiguren sowie der Einbindung des christlichen Glaubens im Buch allergrößtes Lesevergnügen bereitet. Die beiden Protagonisten Sophie van Riijn und Quentin Vandermark nehmen den größten Raum ein - man taucht nach und nach in ihre Vergangenheit ein, liest von ihren Sorgen, ihren Hoffnungen und Wünschen. Quentins Sohn, den neunjährigen Pieter, habe ich bereits bei seinem ersten Auftritt in diesem Buch ins Herz geschlossen. Doch auch dem exzentrischen alten Nickolaas Vandermark, einem schwierigen und verschrobenen Mann, der mit fortschreitendem Alter immer paranoider wird, galt meine Sympathie.
Die Autorin beleuchtet das Zusammentreffen der Familie Vandermark mit ihren Bediensteten auf Dierenberg und das Ringen um den Erhalt dieses für das Dorf New Holland so wichtigen Anwesens. Die gruseligen Geschichten um den Fluch der Vandermarks und um unerklärliche Todesfälle werden ebenfalls thematisiert, was zu einem gewissen Spannungsaufbau im Buch beiträgt.
FAZIT: „Das Anwesen“ ist ein weiteres grandioses Werk aus der Feder der amerikanischen Autorin Elizabeth Camden, das mir ausgezeichnet gefallen hat. Ich möchte dieses Buch ganz besonders Lesern mit einem Faible für christliche Romane, für romantische Liebesgeschichten und die Aufdeckung von Familiengeheimnissen ans Herz legen.
Rezensionen von simone.h1:
Schockierend
Elly von Maike Wetzel
Die 11-jährige Elly verschwindet am Weg zu ihrem Judo-Trainung spurlos und lässt ihre 2 Jahre ältere Schwester Ines und ihre Eltern ratlos zurück. Trotz intensiver Suche und Bemühungen gibt es auch nach fast 4 Jahren keine Spur von ihr, doch das Leben der Familie hat sich unwiederbringlich verändert.
..
Dieses Buch wird aus verschiedenen Perspektiven in der direkten Rede erzählt, sodass nicht nur jedes Familienmitglied zu Wort kommt, sondern man als Leser sogar das Gefühl hat direkt vom Erzählenden angesprochen zu werden. Dieser Aspekt hat mir besonders gut gefallen und macht das Buch für mich einzigartig.
Die Sprache ist einfach und knapp gehalten, was die beklemmende Situation meiner Meinung nach noch unterstreicht. Trotzdem unterscheiden sich die einzelnen Personen in ihrer Sprache stark, was wirklich authentisch wirkt.
Extrem beeindruckend war für mich aber überdies die psychologischen Konstruktion dieses Buches, die einige menschliche Abgründe andeutet. Die Geschichte ist schockierend, fesselnd und hat mir genug Raum für Spekulationen gegeben. Für mich war das Buch nahezu perfekt und hat mich von der ersten Seite an gepackt!
Rezensionen von ikatzhorse2005:
Reisst mich nicht vom Hocker!
Elly von Maike Wetzel
Kluntjemord ist der Krimi-Debütroman von Martina Aden aus dem wunderbaren EMONS Verlag
Hauptprotagonistin Elli Vogel, angestellt bei Hr. Habicht im Marlowe, einer Kneipe in Aurichs Innenstadt sinniert über den Tod ihrere Arbeitskollegin Lisa. Diesen hält sie nicht für einen Unfall, wie alle zu glauben scheinen.
Auch ihr obdachloser Freund Karl teilt diese Meinung. Als auch er verschwindet, stochert Elli in gefährlichen Terrain. Unterstützt wird sie von dem gut aussehenden Polizisten Phil, der sie aus so manch brenzlicher Situation befreit. Auf dieser Suche begibt sich Elli in verheerende Fettnäpfchen und befördert dabei die Wahrheit ans Tageslicht...
Martina Aden versucht durch ihren lockeren Schreibstil und saloppe Dialoge eine Komödie mit einem Krimi zu verknüpfen. Für meinen Geschmack zu viel Komödie und Nonsens a` la Bridget Jones. Mit der Figur Elli konnte ich mich leider nicht anfreunden. Sie war mir zu oberflächlich für ihr Alter, im Geiste und Herzen ein Teennager durch und durch. Mit ihren Aussagen konnte sie nicht punkten. Verkatert startet sie in zu viele Kapitel und eindeutige Männergeschichten, die ihr nachgesagt wurden, habe ich im Buch nicht finden können. Auch andere Charktere waren mir nicht genug ausgearbeitet und Potential wurde verschenkt.
Die eigentliche Handlung begleiteten zahlreiche Nebenstränge, die zum Teil im Sande verlaufen und nicht wieder aufgegriffen wurden. Dies verwirrte mich. Die ganze Geschichte glich einer Achterbahnfahrt, mal rasant und spannend und dann langweilig mit großen Fragezeichen. Mit Phils Auftauchen nahmen auch die Ermittlungen ihren Lauf. Trotzdem habe ich mich leider von Kapitel zu Kapitel gequält.
Fazit: Am Ende vergebe ich 3 Punkte, da das Ende schlüssig und spannend war. Im Großen und Ganzen wurde mir zu viel Bier getrunken und die Kluntjes kamen eindeutig zu kurz. Schade, ein durchaus interessanter Plot, nur leider schwach umgesetzt.
Rezensionen von ikatzhorse2005:
Beglückendes Inselleben
Nordlicht - Im Bann der wilden Pferde von Karin Müller
Nordlicht Band 2 Im Bann der wilden Pferde von Karin Müller 2018 Schneiderbuch EGMONT
Es muss nicht das Ende der Welt sein, aber Island, nur Island! Für Elin ist Island ein wahrgewordenener Traum, seit sie in den letzten Ferien zusammen mit ihrer Mum die Insel besucht hat. Ihre Sehnsucht wächst von Tag zu Tag nach Ljosadis, der zaghaften Stute, der einmaligen Landschaft und den zarten, flüchtigen Wesen, die in den Mythen und Legenden Inslands tief verwurzelt sind.
Und nach Kari, dem geheimnisvollen isändischen Jungen, den sie ohne Worte zu verstehen scheint. Dann endlich ist sie zurück! Doch ernüchternd stellt Elin fest, das Kari nicht wie gehofft auf sie wartet, sondern verschwunden ist. Sie begibt sich auf die Suche und kommt der Magie Islands ein kleines Stück näher...
Die Fortsetztung des Pferdeabenteuers im Land der Trolle und Feen liest sich flott weg. Karin Müller wechselt zwischen Realität-,Traum-und Sagenwelt. Durch diese mitreisenden Wechsel gelingt der Autorin der Aufbau eines emotionalen Spannungsbogens. Auf den Schwingen der Phantasie entspinnt sich eine geheimnisvolle Geschichte mit liebenswerten Protagonisten. Detailreiche Naturbeschreibungen erwecken die Landschaft Islands vor dem inneren Auge des Lesers. Ein Loblied der Autorin auf die Einfachheit und Muße der Insel vor dem Hintergrund alltäglicher Sorgen eines Teenagers. Elin liebt diesen Inselrhythmus, das Abenteuer und Glück. Dies ist mit jeder gelesenen Zeile spürbar.
Am Ende vielleicht ein mögliches Erkennen und Innehalten vor den machtvollen Abläufen der mystischen Welt und grandiosen Kulisse eines faszinierenden Landes.
Fazit: Als empfehlenswerte, weiterführende Lektüre zu Band 1 für Jugendliche und jung gebliebene Erwachsene, Pferde, Romantik, Fantasy, eine Mischung die es in sich hat! Ein Buch zum Träumen und Mitfiebern und Davongaloppieren, dem ein ganz besonderer Zauber inne wohnt. Mit Spannung erwarte ich Band 3 und hoffe zusammen mit Elin und Kari den Geheimnissen auf die Spur zu kommen und herauzufinden wie und ob sich die Schicksale verknüpfen.
Rezensionen von ikatzhorse2005:
Lilou und Nale, ein Juwel der Bücherwelt
Nala - Der magische Steinkreis von Gabriela Proksch Bernabé; Gerhard Proksch
Nala Der magische Sternenkreis von Gabriela Proksch Bernabe´mit Illustrationen von Claudia Martina Rauber
Die dreizehnjährige Nala, verbringt ihren Sommer in einem Feriencamp in Südfrankreich. Von Peinlichkeiten berührt,schüchtern und ausgegrenzt flüchtet sie sich in einen Eichenwald. Dort entdeckt sie nahe der alten Eiche einen vergessenen Sternenkreis.
An diesem heilsamen Ort gelangt sie in eine magische Traumwelt. Dort lehrt sie eine Medizinfrau altes überliefertes Wissen. Zusammen mit ihrem Medizinbruder Wolfsherz und einer Mustangherde erlernt Nala Praktiken des Horsemanship und schamanisches Zauberwissen. Gestärkt und zuversichtlich verändert sich ihr Leben und das ihrer Lieblingsstute Lilou.
Die Autorin erschafft eine spannende Geschichte rund um Nala und das Gestüt Zur großen Eiche. Sofort fühlt man sich zu Hause und erkundet mit Nala die Umgebung. Gern möchte man selbst dort seinen Urlaub verbringen. In der realen Welt hat die sympatische Hauptprotagonistin mit allerlei Widrigkeiten und Gemeinheiten zu kämpfen. Eine Gefährtin findet sie in der weißen Araberstute Lilou, die genauso misstrauisch und verletzt ist wie Nala. Neben diesem Erzählstrang entfaltet sich eine mystische Welt voller Wissen, Achtsamkeit und Respekt, wenn Nala den Sternekreis betritt. Aus den Beobachtungen der Pferde lernt das Mädchen den zauberhaft scheinenden Umgang mit diesen sensiblen Wesen. Gabriela Proksch Bernabe´ beschreibt diese Begegnungen mit so viel Gefühl, dass es eine Freude ist mit Nala zu lernen. Sympathische Figuren treffen auf konträre Charaktere und erfüllen das Buch mit Leben. Der flüssige Schreibstil, die 285 Seiten mit den kurzweiligen Kapiteln und ansprechende Illustrationen machen diese Geschichte besonders lesenswert. Die reale und die Zauberwelt fügen sich gekonnt zusammen, fließen ineinander über. Weisheiten gepaart mit einem bewegendem Abenteuer runden die feinfühligen Zeilen ab. Das Glossar, die Worte zur Selbstverantwortung und zu den Krafttieren sowie zu den Traumreisen waren sehr aufschlußreich und laden zum Ausprobieren ein.
Fazit: Nala – Der magische Sternenkreis ist eine ganz besondere Geschichte. Jeder der mit Pferden auf irgendeine Art zusammen ist, sollte sich auf das einlassen, was den Arabern und Mustangs am Herzen liegt und was sie zu erzählen haben. Dies ist eine Geschichte über Vertrauen und Verstehen, Wertschätzung sowie respektvollen Umgang miteinander. So viele Weisheiten laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Für mich ist dieses Buch mein absolutes Highlight 2018, kein Kinderbuch im eigentlichen Sinne, sonderen, wie im Klapptext angegeben, von elf bis neunundneunzig! Ich hoffe, Nala bringt Vertrauen und Verbundenheit in viele Herzen! Ich freue mich auf eine baldige Fortsetzung!
Rezensionen von Harakiri:
amüsant
Die Elternsprecherin von Gelman Laurie
Jennifer wird wider Willen zur Elternsprecherin in der Vorschulklasse ihres Sohnes gewählt. „wenn schon, denn schon“ denkt sie sich und macht sich gleich mit ihrer ersten E-Mail bei den Eltern der Mitschüler unbeliebt. Denn Jennifer geht erfrischend anders an das Thema Elternsprecher heran. Was habe ich mich über ihre E-Mails amüsiert! Als Mutter von zwei (ehemaligen) Schülern konnte ich mich auch gut in manche Situation hineinversetzen, wenn auch ein paar Dinge sehr überspitzt beschrieben waren.
Der Schreibstil des Buches ist sehr locker und ansprechend und hat auch nicht nur das Thema Schule als Thema. Auch das Drumherum der Protagonistin fand ich erfrischend und lebensnah. Sie hat ein bewegtes Leben hinter sich, fragt sich aber dennoch, ob das mit 48 Jahren denn schon alles gewesen sein soll und beginnt einen Flirt mit ihrem Jugendschwarm. Sehr erfrischend fand ich auch den Kleidergeschmack von Jennifers Sohn Max
Fazit: Lockere Ferienlektüre, die mit einem zwinkernden Auge der Elternwelt den Spiegel vorhält
Rezensionen von Harakiri:
Morde auf Latein
Blutrausch - Er muss töten von Chris Carter
Unzusammenhängende Morde machen den Ermittlern Hunter und Garcia in ihrem 9. Fall das Leben schwer. Denn wie soll man einen Mörder finden, der seine Opfer wahllos – über mehrere Bundesstaaten hinweg! Dazu gibt er ihnen in Form von lateinischen Sprüchen, in die Rücken eingeritzt, Rätsel auf. Nur der guten Zusammenarbeit zwischen Hunter, Garcia und dem FBI ist es lediglich zu verdanken, dass sie auf einen winzigen Zusammenhang stoßen.
Und dann wird es persönlich…
Ein wenig fehlte mir dieses Mal das persönliche Element bei den Mordopfern, das Mitleiden. Sie wurden zwar vorher kurz eingeführt, vor allem das erste, aber in der nächsten Szene waren sie schon tot, was ein wenig den Thrill, der die vorherigen Bücher ausgemacht hat, geschmälert hat.
Ansonsten nichts auszusetzen: Hunter und Garcia wieder in Bestform, dieses Mal unterstützt vom FBI, was zusätzliche Brisanz in den Fall brachte und auch einige Kabbeleien, was ich sehr erfrischend fand. Der Fall logisch aufgebaut und mit einem Täter, der wieder überaus raffiniert ist und Hunter und Garcia alles abverlangt. Besonders gelungen fand ich die Szene in dem alten Farmhaus oder wie der Täter mit dem Journalisten eine ganz neue Komponente ins Spiel bringt. Carter ist einfach der einfallsreichste Autor, der mir je untergekommen ist. Jeder Fall neu und anders, keiner 08/15, alle durchdacht bis zum kleinsten Detail – so liebe ich Thriller!
Fazit: wieder unbedingt lesenswert, dieses Mal allerdings nicht ganz so heftig blutig wie die Vorgänger.
Rezensionen von marianna_thielsch@gmx.de:
Ein bewegtes Leben
Das rote Adressbuch von Sofia Lundberg
Die schwedische Autorin Sofia Lundberg hat in ihrem ersten Roman ein bewegtes Leben beschrieben. Doris Alm wächst in den Zwanzigerjahren in Stockholm auf. Ihr Weg führt sie gezwungenermaßen nach Frankreich und mit großer Hoffnung nach Amerika. Im Alter ist sie zurück in Schweden und blickt auf ihr Leben zurück.
Ein Rückblick auf Armut, Krieg, Haltlosigkeit.
Die Autorin beschäftigt sich mit einer ganzen Bandbreite an menschlichen Themen. Die Hauptfigur ist gefordert persönliche Stärke zu entwickeln, um zu Überleben und mit ihrer Haltlosigkeit umzugehen. Ein hartes Leben, ein hartes Los. Bemerkenswert dabei ist, das es Lundberg gelingt das Leben der Doris mit der geschichtlichen Atmosphäre mehrerer Jahrzehnte zu verknüpfen. Wahnsinnig interessant und ebenso berührend.
Doris ist eine sehr sympathische Hauptfigur, sie ist nicht zu beneiden. Gerade ihr Überlebenswillen, ihr Durchhaltevermögen, ihre Tapferkeit machen sie zu einer bemerkenswerten Person. Auch die anderen Persönlichkeiten, denen sie im Laufe ihres Lebens begegnet sind interessant und reizvoll. Lundberg gibt den Charakteren Raum, lässt ihnen tief in ihre Seelen blicken.
Das Buch ist in viele Kapitel unterteilt, die mit den einzelnen Namen derjenigen Personen überschrieben sind, denen sie in ihrem Leben begegnet. Die Geschichte ist spannend und nimmt mit dem Wechsel von Kapitel zu Kapitel an Tempo auf. Die Ich-Perspektive sorgt dafür, dass die Geschichte nah geht und real wird. Die Idee eine Geschichte um das Adressbuch herum zu erschaffen ist interessant und das Durchstreichen der Namen, nach deren Tod macht das Ganze eindrücklich.
Lundberg schafft Atmosphäre und erzählt mit einer großen Wärme. Das Geschehen ist ergreifend, bedrückend und schockierend. Die Geschichte geht ins Dramatische und entfaltet sich in der ganzen Tragik. Gleichzeitig ist darin eben soviel Hoffnung enthalten.
Ein Rückblick auf ein bewegtes Leben über mehrere Jahrzehnte. Spannend geschrieben, sehr berührend und warmherzig.










