Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Katharina Huchler:
Ein umfassendes Geschichtsbuch, das nie langweilig wird!
Die Geschichte der Medizin in 50 Objekten von Paul Gill
In fünfzig Kapiteln zu je vier Seiten werden die großen Meilensteine in der Geschichte der Medizin präsentiert - beginnend bei den Trepanationen seit der Jungsteinzeit bis zu der Weiterentwicklung der Ebola-Schutzanzüge aufgrund der Epidemie von 2015.
Das Buch bietet einen spannenden Überblick über Entwicklungen in allen medizinischen Feldern.
Auch wenn sich die Kapitel auf einzelne Objekte stützen, erhält der Leser einen umfassenden Einblick in die Geschichte. Durch das angenehme und anregende Layout mit vielen Abbildungen und Infoboxen liest sich das Buch zügig - und ich kann mir die vielfältigen Informationen sehr gut merken.
Leider haben sich ein paar Druckfehler eingeschlichen, die aber den Gesamtwert dieses Sachbuchs nicht schmälern.
Mir hat DIE GESCHICHTE DER MEDIZIN ausgesprochen gut gefallen: Ein Buch für einen ersten Überblick - und zum Immer-wieder-Nachlesen!
Rezensionen von Katharina Huchler:
Biographie mit Gruselfaktor
Der Horror der frühen Medizin Joseph Listers Kampf gegen Kurpfuscher, Quacksalber & Knochenklempner . 09.07.2018. Paperback / softback. von Fitzharris Lindsey
Mitte des 19. Jahrhunderts herrschen katastrophale Zustände in London: Die Stadt ist überbevölkert und schmutzig - und auch die Krankenhäuser sind verseuchte Todeszonen. Die Chirurgie steckt noch in den Kinderschuhen, Chirurgen werden als Handwerker und schlechtere Schlachter betrachtet und verfügen oftmals über keine ordentliche Ausbildung.
Hygiene ist ein Fremdwort. Kein Wunder, dass mehr als die Hälfte der Patienten auch nach gelungener Operation noch an Infektionen stirbt.
Lindsey Fitzharris schildert die Phase der "Aufklärung" in der Chirurgie, bei der Joseph Lister eine wichtige Rolle gespielt hat. In bildreicher Sprache zeigt sie seinen Studien- und Forschungsweg auf, auf dem er zuerst die Ursache der Infektionen - Keime - identifiziert, und dann seine antiseptisches Operationsmethode entwickelt. In einer lockeren, romanhaften, fast reißerischen Sprache haucht die Autorin den Städten und Operationssälen zu Listers Zeiten Leben ein. Es gibt zwar (glücklicherweise) noch kein Geruchsfernsehen, aber dieses Buch war sehr eindrucksvoll und nahe dran... :)
Rezensionen von Katharina Huchler:
Unterhaltsame (Liebes-)Komödie
Mister Weniger von Andrew Sean Greer
Wenn einer eine Reise tut, kann er sein gebrochenes Herz vergessen... oder doch nicht?
Schriftsteller Arthur Weniger flüchtet vor der Hochzeit seines ehemaligen Lebensgefährten - und zwar in eine Reise um die Welt. Ob bei einer Literaturdiskussion in Mexiko City oder während eines Schreibkurses in Berlin, nirgends entkommt er seinen Gedanken und stolpert stattdessen über alte Bekannte und neue Liebschaften.
Wortwitz, Humor und viel Lokalkolorit machen diesen Unterhaltungsroman aus. Ob er den Pulitzer Preis verdient hat... das soll am besten jeder für sich selbst entscheiden!
Rezensionen von Katharina Huchler:
Düsterer All-Age-Thriller
Vollendet – Die Flucht von Neal Shusterman
Es gibt aktuell sehr viele dystopische Jugendthriller. Unter diesen zeichnet VOLLENDET von Neal Shusterman ein besonders düsteres Bild von der Zukunft: Eltern können ihre Kinder im >> schwierigen << Alter zwischen 13 und 18 umwandeln lassen. Umwandlung bedeutet, dass die Jugendlichen zum (Organ-)Spenden ihres gesamten Körpers verurteilt werden.
Und da sie ja im Prinzip durch die Organempfänger weiterleben, lässt sich das von der Regierung auch legitimieren...
Dieser erste Band der VOLLENDET-Trilogie hat mich von Beginn an gefesselt. Die Figuren sind authentisch geschildert und so gestaltet, dass der Leser mit ihnen mitfiebert. Ein beklemmendes Gefühl hat mich unter anderen an der Stelle erfasst, an dem ein Umwandlungsprozess genau geschildert wird.
Auch wenn vorherzusehen ist, dass in den Folgebänden die Protagonisten sich nun gegen das System erheben werden, freue ich mich schon auf Band 2, der im Oktober erscheinen wird!
Rezensionen von Katharina Huchler:
Panorama einer Kleinstadt
Mercy Seat von Elizabeth H. Winthrop
Die Geschichte kommt einem bekannt vor: 1943 wird in Louisiana Will, ein junger Afroamerikaner, unschuldig zum Tod verurteilt.
Was diesen Roman von Elizabeth Winthrop ausmacht, ist seine Erzählweise: Aus den verschiedenen Blickwinkeln der Stadtbewohner werden die letzten fünf Stunden vor der Hinrichtung erzählt - und dabei aufgedeckt, was wirklich geschehen ist.
Die Figuren sind sehr gut ausgearbeitet und der Leser erhält einen lebhaften Eindruck der inneren und äußeren Vorgänge.
Elegant verknüpft Winthrop die Übergänge von einer Perspektive zur anderen - und erschafft so das moralische und psychologische Panorama einer Kleinstadt.
Rezensionen von dorli:
Müritz, Mord und Mückenstich
Müritz, Mord und Mückenstich von Charly von Feyerabend
Blankenförde-Kakeldütt. Frieda - Journalistin, Mutter zweier halbwüchsiger Kinder und im siebenten Monat schwanger - wurde von ihrem Mann Georg mit einem Campingurlaub überrascht. Natur pur im idyllisch gelegenen „Hexenwäldchen“. Friedas Begeisterung fürs Campen hält sich zwar in Grenzen, aber um ihrer Familie den Spaß nicht zu verderben, hat sie sich mit der Situation - Mücken, Menschenlärm und noch mehr Mücken - arrangiert.
Dass jemand einfach so in ihrer nigelnagelneuen Hängematte nächtigt, geht allerdings entschieden zu weit. Erbost will Frieda den Störer vertreiben, doch der ist mausetot!
Polizist Gerd Pfifferling identifiziert den Toten als Stadtratsmitglied Anton Schreiner, der herbeigeeilte Arzt stellt kurzerhand ein natürliches Ableben fest, die Leiche wird abgeholt und Frieda bleibt verdutzt zurück. Keine Spurensicherung? Frieda will sich nicht mit der lax gestellten Diagnose des Arztes abfinden und macht sich daran, auf eigene Faust zu ermitteln…
„Müritz, Mord und Mückenstich“ ist ein humorvoller Krimi, der nicht nur spannende Unterhaltung bietet und zum Mitraten und Miträtseln einlädt, sondern in dem auch der Alltag auf einem Campingplatz mit all seinen Höhen und Tiefen auf sehr amüsante Weise geschildert wird.
Frieda ist eine Protagonistin, der man gerne folgt. Sie agiert mit Biss und Durchhaltevermögen und legt dabei diese besondere Neugierde an den Tag, die nur Hobbyermittler innehaben. Zudem wurde sie von der Autorin mit einem herrlich frischen Witz ausgestattet. Frieda lässt sich weder von ihrer exzentrischen Wohnwagennachbarin Manuela noch von einer eher nervigen als nützlichen Schwangerschafts-App und erst recht nicht von den ständig wiederkehrenden Heißhungerattacken aus der Ruhe bringen. Richtig gut gefallen hat mir, dass Frieda bei ihren Ermittlungen durchweg im Rahmen ihrer Möglichkeiten bleibt. Sie nutzt jede sich bietende Gelegenheit, um mehr über Anton Schreiner selbst und über sein Umfeld zu erfahren und schnappt durch einfaches Zuhören und geschicktes Ausfragen so manche Information fast nebenbei auf.
Der Kriminalfall ist verzwickt. Obwohl Frieda sich mächtig ins Zeug legt und schnell feststellt, dass gleich mehrere Personen ein Motiv gehabt hätten, den Lokalpolitiker um die Ecke zu bringen, scheint eine Aufklärung des Mordes unwahrscheinlich. Nicht nur Frieda tappt lange Zeit im Dunklen, auch als Leser ahnt man bis zum Schluss nicht, wer hier seine kriminellen Finger im Spiel hat.
Es hat mir großen Spaß gemacht, mit Frieda auf Verbrecherjagd zu gehen - „Müritz, Mord und Mückenstich“ ist ein kurzweiliger Krimi, der mir ein paar sehr unterhaltsame Lesestunden beschert hat.
Rezensionen von EdVanSchleck:
Ein durchaus solider Krimi
Ed ist tot von Russel D McLean
Jen Carter ist Buchhändlerin und eine unbescholtene Bürgerin, die sich noch nie etwas zu Schulden kommen ließ. Ambitionierte Ziele wie das eigene Buch veröffentlichen oder gesünder zu Kochen hatte Jen schon öfter, allerdings bleiben diese stets unvollendet und enden unter Anderem in einem unfertigen Roman oder einem noch unbenutzten Messerset.
Eben typisch Jen. Ihre Beziehung zu Ed, einem totalen Chaoten, der sich so manches Mal in zwielichtiger Gesellschaft aufhält, ist seit längerem ein ständiges auf und ab und so beschließt sie die Beziehung zu beenden. Endgültig. Und das macht Jen auch, allerdings endgültiger als ihr lieb ist, denn durch ein unglückliches Missgeschick ist Ed nun tot. Völlig neben der Spur trifft Jen eine folgenschwere Entscheidung und muss sich nun mit einer ganzen Schar von Gangstern herumschlagen.
Der Schreibstil von „Ed ist tot“ ist leicht verständlich und somit schnell zu lesen. Trotzdem aber auch sehr detailreich und lädt somit ein, vollkommen in die Welt von Jen Carter der „gefährlichsten Serienkillerin Schottlands“ abzutauchen. Jen die Protagonistin wird zunächst als völlig gewöhnliche, mittelmäßig Erfolgreiche Frau beschrieben, in deren Leben jegliche Art von Aufregung fehlt. Das einzig aufregende an ihr ist Ed. Als dieser schließlich tot ist, verdaut Jen den Vorfall meiner Meinung nach außergewöhnlich gut. Natürlich war sie nie sonderlich glücklich mit Ed, was ihr Verhalten ein wenig erklären könnte aber an so manch anderen Stellen ist Jens Kaltherzigkeit und Abgebrühtheit für mich absolut unerklärlich. Auch verlaufen die Morde (ob beabsichtigt oder nicht) etwas zu glatt für eine einstige Vorzeigebürgerin wie Jen. Auch das Ende wirkt etwas gezwungen. Natürlich muss die Geschichte genau so enden wie sie auch endet (der Charaktere und der Story willen). Von außen betrachtet wäre ein anderes Ende aber viel sinnvoller (Lebenslang mit Sicherheitsverwahrung).
„Ed ist tot“ ist ein durchaus unterhaltsamer und solider Krimi, der Spaß macht zu lesen. Auch wenn sich die Wandlung von der unbescholtenen Buchhändlerin zum abgebrühten und eiskalten Ganovenschreck für meinen Geschmack etwas zu schnell vollzieht und Jen an der ein oder anderen Stelle zu abgebrüht für das eben Geschehene ist, kommt man hier voll auf seine Kosten und ist als kurzer Krimi für zwischendurch bestens geeignet.
Rezensionen von EdVanSchleck:
Zeitreise zu den Anfängen der Chirurgie
Der Horror der frühen Medizin Joseph Listers Kampf gegen Kurpfuscher, Quacksalber & Knochenklempner . 09.07.2018. Paperback / softback. von Fitzharris Lindsey
Mit "Der Horror der frühen Medizin" hat es Lindsey Fitzharris auf unterhaltsame und schockende Art und Weise geschafft eine Biographie mit einem Sachbuch zu verbinden.
Die Chirurgen des 19. Jahrhunderts waren weniger Ärzte als Handwerker. Operationen fanden in, mit Schaulustigen gefüllten Sälen statt, an Hygiene wurde kein Gedanke verschwendet und da noch keine Anästhetika bekannt waren, mussten die Patienten die Operationen bei vollem Bewusstsein ertragen.
Das Buch handelt von dem Leben und Wirken des Joseph Lister, welcher einer jener Chirurgen des 19. Jahrhunderts war. Er war höchst ambitioniert Lösungen für die vielen Probleme der frühen Medizin zu finden, was ihm glücklicherweise auch gelang und so ist es auch Joseph Lister zu verdanken, dass die moderne Medizin so fortschrittlich ist, wie wir sie heute kennen.
Auch wenn es sich hierbei um eine Biographie/ ein Sachbuch handelt, liest sich das Buch gut und wird auch nie trocken oder langweilig. Die Informationen sind gut recherchiert und als Quellen am Ende aufgeführt. Lindsey Fitzharris schafft es perfekt den Horror der frühen Medizin einzufangen, mit interessanten Fakten zu unterfüttern und ihn mit einer teilweise erschreckenden Detaillierung dem Leser zu vermitteln.
"Der Horror der frühen Medizin" ist ein informatives Sachbuch in biographischem Stil, das nicht nur für professionelle Mediziner, sondern auch für medizininteressierte Laien bestens geeignet ist. Es sind jede Menge interessanter Fakten enthalten, die interessant und unterhaltsam vermittelt werden. Allerdings muss ich anmerken, dass hier der Name Programm ist. So Manche detaillierte Schilderung kann schon einmal für ein flaues Gefühl im Magen sorgen.
Rezensionen von buchina:
Entwickelt sich anders als gedacht
Der Horror der frühen Medizin Joseph Listers Kampf gegen Kurpfuscher, Quacksalber & Knochenklempner . 09.07.2018. Paperback / softback. von Fitzharris Lindsey
Das Hörbuch beginnt wie viele Thriller, mit dem Fund einer Leiche. Aber auch schon hier gibt es einige Überraschungen. Nicht nur das Opfer, ein junges Mädchen, und die Todesart, verdurstet, verlangen FBI Special Agent Sayer Altair alles ab, sondern auch der Täter, der ihnen immer einen Schritt voraus ist.
Dann kommt es zu einer Wendung, die nicht nur Sayer, sondern mich als Hörerin völlig umhaut.
Dieser Roman hat es in sich. Während zum einen die Opfer und auch ihre Todesart bei Thrillerkennern nicht unbedingt grandios neu sind, aber die Hintergründe haben es in sich und machen den Roman zu etwas besonderen. Die Protagonistin ist sympathisch und hat noch mit vergangenen Dämonen zu kämpfen, die zwar immer wieder im Roman angesprochen werden, sich aber nicht in den Vordergrund drängen. Sehr gut gelöst fand ich, dass die Hautfarbe von Sayer nur kurz angesprochen wurde und dann kaum eine Rolle spielte, nur bei manchen ihrer Gegenüber, die mit Vorurteilen behaftet sind. Sayer bietet auf alle Fälle viel Potenzial für weitere Teile.
Der Roman hat mich gefesselt, weil er nicht vorhersehbar ist, der Spannungsbogen lässt nie nach und die Ermittlungen wirken auf mich sehr realistisch. Dazu gibt es viele interessante und sympathische Nebencharaktere wie zum Beispiel der Nachbar oder die Großmutter von Sayer. Ein Roman, der sehr gut unterhält und alles hat, was man von einem Thriller erwartet. Ich kann es kaum erwarten weitere Bände der Reihe zu lesen/hören.
Auch den Sprecher des Buches fand ich sehr angenehm. Peter Lontzek passt seine Stimme sehr gut den verschiedenen Charakteren und der Stimmung im Roman an. Er spricht einen angeberischen Psychologen genauso gut, wie ein ängstliches Mädchen.
Rezensionen von LEXI:
Ein kleines, braunes Vögelchen entdeckt seinen Schöpfer
Wer hat diesen wunderschönen Morgen gemacht? von Jan Godfrey; Honor Ayres
Ein kleines braunes Vögelchen wacht in seinem Nest ganz oben auf einem hohen Baum auf und stellt fest, dass genau heute der allerschönste Morgen seines ganzen Lebens angebrochen ist. Es möchte nun natürlich unbedingt in Erfahrung bringen, wer dafür verantwortlich ist und befragt einige Tiere, doch erst der Wind flüstert dem Vögelchen den entscheidenden Hinweis zu.
Als es erschöpft, aber glücklich nach Hause kommt, tut es dies nicht nur in der Gewissheit, dass Gott diesen wunderschönen Morgen gemacht hat, sondern dass er darüber hinaus auch die ganze Zeit seine Hände schützend über das kleine Vögelchen gehalten hat.
„Gott ist stärker als der Wind und er ist strahlender als die Sonne. Er ist größer als der Adler und kräftiger als der Schneesturm – und er hat mich nach Hause gebracht. Und Gott, der Schöpfer der ganzen Welt, hat auch diesen wunderschönen Morgen gemacht.“
Jan Godfrey erzählt in diesem Buch in einfacher, kindgerechter Sprache die Geschichte eines winzigen Lebewesens, das mehr über den Schöpfer aller Dinge wissen möchte und vermittelt dadurch einen wichtigen Glaubensinhalt. Er bringt Kindern im Alter zwischen drei und sechs Jahren in dieser einfühlsam geschriebenen Geschichte auf wunderschöne Art und Weise nahe, dass wir alle - auch das kleinste Lebewesen auf dieser Erde - wertvoll und von Gott geliebt ist, und er niemals von unserer Seite weicht.
Die junge Zielgruppe hält eine gebundene Ausgabe in quadratischem Format in Händen, welches durch Honor Ayres mit fröhlichen Zeichnungen in einer bunten Farbenvielfalt und mit einer großen Liebe zum Detail illustriert wurde.
Fazit: „Wer hat diesen wunderschönen Morgen gemacht?“ ist ein Vor- und Erstleser-Buch, das Kindern durch ein fröhliches kleines Vögelchen auf der Suche nach seinem Schöpfer christliche Werte nahebringt. Es hat mir ausgezeichnet gefallen!









