Kunden em pfehlungen
Rezensionen von TanyBee:
Verwirrspiel
Der Abgrund in dir von Lehane Dennis
Rachel Childs wächst bei Ihrer Mutter auf, ihr Vater ist gegangen, als sie drei war. Natürlich fragt Rachel nach ihrem Vater, doch ihre Mutter will ihr seinen Namen nicht sagen und schiebt den Termin dafür immer weiter nach hinten. Irgendwann macht sich Rachel selbst auf die Suche.
Ich versuche, in meinen Rezensionen Spoiler zu vermeiden, deswegen bleibe ich bei dieser kurzen Inhaltsangabe, obwohl sie das Buch eigentlich nur unzureichend beschreibt.
Denn es beginnt mit dieser „harmlosen“ Familiengeschichte. Es geht um die schwierige Beziehung von Rachel zu ihrer Mutter und um das Geheimnis um den Vater. Doch als ich das Buch durchgelesen hatte, kam mir dieser Teil der Geschichte schon ganz weit weg vor. Denn Dennis Lehane ist ein Meister der unerwarteten Wendungen und mit der Zeit entwickelt sich das Buch fast schon zum Thriller und die Handlung vom Anfang rückt in den Hintergrund. (Warnung: es wird auch blutig!)
Der Autor ist sehr geschickt darin, den Leser hinters Licht zu führen. Viele der Plottwists habe ich nicht mal ansatzweise erahnt, obwohl ich doch schon so einige Krimis gelesen habe in meinem Leben. Die Stärke des Romans ist allerdings auch zugleich seine Schwäche. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass der Autor nun unbedingt noch einen draufsetzen wollte und es wurde mir fast schon zu abstrus. Man sollte sich hier wahrscheinlich einfach gut unterhalten lassen und nicht alles auf die Goldwaage legen. Dann ist eine spannende Lektüre garantiert.
Was mich auch gewundert hat ist, dass einige Handlungsstränge irgendwie ins Leere laufen. Doch wie gesagt, ich will jetzt nicht zu viel verraten.
Doch diese Kritikpunkte sollen nur erklären, warum ich keine 5 Sterne gebe. 4 gibt es auf jeden Fall. Lehane hat es einfach drauf, spannend zu schreiben und den Leser zu fesseln (und zu täuschen). Wer sich gerne von einem Buch überraschen lassen will und auch Thrillern nicht abgeneigt ist, der findet hier die perfekte Lektüre.
Rezensionen von Lorena_M:
Abgekupfert
Die Zeitung ist tot? Es lebe die Zeitung! Eine Denkschrift zur Zukunft der Printmedien von Petz Hermann
Anstatt das Buch zu lesen, empfehle ich die Recherchen von Markus Wilhelm dazu. Man kann auch einzelne Sätze in eine bekannte Suchmaschine eingeben und wird nicht enttäuscht werden. Ganze Passagen stammen nachweislich nicht vom Autor.
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Spannend und zeitgemäß
Die fremde Gestalt von Hermann Glettler; Michael Lehofer
Das Buch ist eine zeitgemäße Darstellung - nicht ganz ohne kritischen Blick hinter den Menschen (?) Jesus. Lesenswert und auch als Geschenk für Interessierte durchaus empfehlenswert.
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Im Rausch des Lesens
Totenrausch von Bernhard Aichner
Absolut lesenswert und für den Urlaub genau die richtige Lektüre!
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Persönlich, pragmatisch, anders
Ein Mann geht quer von Jörg Dulsky
In einer persönlichen Krise zieht sich Jörg Dulsky einfach seine Bergschuhe an - und geht los: Von Daheim in Frohnleiten/Steiermark nach Nizza. Unterwegs überquert er die Zentralalpen mit ihren unzähligen Pässen, Almen und Schutzhütten. Immer wieder macht er interessante menschliche Erfahrungen auf seinem Wanderweg, die ihn nicht nur zum Nachdenken anregen, sondern auch sein Leben in eine gänzlich andere Richtung lenken.
Auch die Tierwelt kommt nicht zu kurz, so begegnet Dulsky nicht nur Kühen und Schafen und Hunden, sondern hat auch für einige Zeit einen Wolf als Begleiter...
Die im Laufe der Wanderung durch Österreich, Slowenien, Italien, Schweiz und Frankreich sich dauernd verändernde Flora und Fauna wird nicht nur im Text, sondern auch mittels vieler Fotografien eindringlich beschrieben.
Der pragmatische Schreibstil erfrischt die Lesereise bis zur letzten Seite und macht Lust auf ein Nachwandern von Dulskys Abenteuerreise.
Am wenigsten hat mir das zurückgelassene Schaf gefallen, also dass Dulsky es zurückgelassen hat.
Am besten fand ich die Idee, eine persönlich-kathartische Reise direkt von der Haustür weg zu starten - anstatt, so wie Tausende und abertausende andere - mühsam und CO2-intensiv mit dem Flugzeug irgendwohin zu fliegen, wo es scheinbar interessanter ist, als in den Alpen, Jakobsweg und Konsorten.
Kurz: Originell, praktisch, gut.
Rezensionen von nuean:
Ein gelungener Auftakt in eine grausame Welt, sehr
Dark Palace – Zehn Jahre musst du opfern von Vic James
Das Cover ist mir sofort ins Auge gesprungen. Es wirkt dunkel, düster und mysteriös. Auch Titel und Klappentext klangen so spannend, dass ich dieses Buch unbedingt lesen wollte. Dank Netgalley und dem Fischer Verlag habe ich ein Rezensionsexemplar erhalten, was meine Meinung aber nicht beeinflusst.
Zum Inhalt:
In England muss jeder, der nicht zum magischen Adel gehört, 10 Jahre als Sklave dienen. Die Eltern von Abi, Luke und Daisy entscheiden, dass sie ihre Sklavenjahre zusammen mit ihren Kinder ableisten wollen. Sie haben Glück und werden der Herrscherfamilie Jardin als Haussklaven zugeteilt. Doch am Tag als sie ihren Dienst antreten, wird Luke plötzlich von seiner Familie getrennt und allein in die Fabrikstadt Millmoor geschickt, in der er harte Arbeit leisten muss und als niederes Lebewesen behandelt wird. Seine Familie landet bei der Familie Jardin mit den 3 Söhnen Garvar, Jenner und Silyen, die alle ihre eigenen Ziele verfolgen.
Meine Meinung:
Schon der Prolog hat mich in seinen Bann gezogen. Der Schreibstil ist spannend und mitreißend, flüssig und sehr bildhaft. Ich bin sofort in diese Welt eingetaucht und konnte mir alles sehr gut vorstellen.
Das Buch wird aus verschiedenen Sichtweisen erzählt. Hauptsächlich aus Lukes Sicht, der die Ereignisse in Millmoor schildert und aus Abis Sicht bei den Jardins. Luke ist mir am meisten ans Herz gewachsen, er wird von seiner Familie getrennt, ist auf sich allein gestellt, wird nicht gut behandelt und doch entwickelt er sich einfach toll. Er versucht anderen zu helfen und die Welt zu verbessern. Gerade als er sich eingelebt hat und Freunde gefunden hat, kommt alles anders als er denkt.
Abi sorgt sich natürlich um ihren Bruder, arbeitet eng mit Jenner zusammen und verliebt sich in ihn. Die Liebesgeschichte kam allerdings bei mir nicht wirklich an. Mir fehlten das Knistern und die Anziehungskraft. Und Abi wirkte für mich manchmal wie ein verknallter Teenager, obwohl sie die Älteste ihrer Geschwister ist.
Die Charaktere der Jardin-Söhne sind gut beschrieben. Silyen ist undurchschaubar und wirkte auf mich am gefährlichsten und gruseligsten. Ich bin auch sehr gespannt, welche Ziele er genau verfolgt. Gavar habe ich vom Prolog an überhaupt nicht gemocht und das hat sich auch während des Lesens nicht geändert. Jenner ist relativ unscheinbar, macht was man ihm sagt und fügt sich seinem Schicksal.
Manche Handlungen fand ich sehr vorhersehbar, andere wieder nicht. Es ist eine gute Mischung und die Spannung wird ständig aufgebaut. Ich bin auf jeden Fall auf den nächsten Teil gespannt und möchte unbedingt wissen, wie es mit Luke, Abi und Co weitergeht.
Fazit:
Ein gelungener Auftakt in eine grausame Welt, sehr mitreißend ich bin gespannt auf den 2. Teil.
Rezensionen von Harakiri:
Die Gabe des Wortes
Das rote Adressbuch von Sofia Lundberg
Doris lebt allein in ihrer Wohnung, der Alltag nur unterbrochen von den Pflegekräften. Sie ist einsam, kann aber gut mit dem Computer umgehen. Damit ihre Lebensgeschichte nicht verloren geht, schreibt sie für ihre Großnichte ihre Erlebnisse auf. Bei ihren Erinnerungen hilft ihr ein rotes Adressbuch.
Doch alle Namen sind schon durchgestrichen…
Am Anfang hatte ich ein wenig Probleme, mich in das Buch zu finden. Doris erzählt etwas abgehackt und unzusammenhängend, wobei das gut zu ihrem Alter passt. Doch schnell habe ich mich eingelesen und gerne mehr über Doris‘ bewegtes Leben erfahren. Immer wieder kommt ihre Einsamkeit durch, was mich als Leser sehr betroffen gemacht hat. Was bleibt am Lebensende wenn du keine Familie hast und alle Freunde sterben? Genau diesen Satz habe ich auch oft von meiner 94 jährigen Oma gehört. An die fühlte ich mich auch durch Doris wieder erinnert. Die vielen Geschichten, erzählt und unerzählt, die ein Leben ausmachen, sollten eigentlich nicht mit dem einzelnen Menschen sterben.
Anfangs erzählt noch Doris, ganz heimlich still und leise wechselt dann aber der Erzähler und dem Leser wird klar: man liest von Doris‘ letzten Tagen. Schön fand ich immer die Skype-Sessions mit Jenny und ganz am Ende wartet noch eine Überraschung auf Doris – und den Leser.
Fazit: Was macht ein Leben aus? Erzählt eure Geschichte, seid mutig!
Rezensionen von Petra Sch.:
Täter, Opfer oder beides?
Zwischen Wahrheit und Lüge von Grippando James
Kurz zum Inhalt:
Isabelle Bornelli reist mit ihrem Mann Keith und ihrer Tochter Melany von Hongkong nach Miami, um Melany von einem Spezialisten operieren zu lassen, damit diese ihr Gehör wieder zurückerhält.
Doch auf dem Flughafen von Miami klicken für Isa die Handschellen wegen Mordverdachts.
Jack Swyteck, Strafverteidiger in Miami und Schulfreund von Keith, übernimmt Isas Fall.
Keith beteuert Isas Unschuld, doch warum weiß er nicht, wieso Isa vor etlichen Jahren überstürzt die USA verlassen hat? Und Isa hält so viele Informationen zurück, dass selbst Jack bald nicht mehr weiß: Ist sie Opfer oder Täter? Oder beides?
Meine Meinung:
Der Schreibstil von James Grippando liest sich flüssig und schnell, auch aufgrund der kurzen Kapitel.
Der Anwalt Jack Swyteck ist mir sehr sympathisch und lebendig gezeichnet; nur mit der Protagonistin Isa kam ich nicht gut zurecht, da sie viel zu viel verschwiegen hat, sodass man fast schon glaubte, sie lügt. Nie wusste man, woran man bei ihr ist.
Interessant beschrieben waren die Details zur Operation von Melany; und die Auflösung war nachvollziehbar und glaubwürdig.
Was mir leider so gar nicht zugesagt hat, ist das amerikanische Justizsystem. Ich hatte bis zum Schluss nicht begriffen, warum Isa wegen Anstiftung zum Mord angeklagt wurde; überhaupt als sich dann im Laufe der Verhandlung herausgestellt hat, dass das anfangs angeführte Motiv durch die Aussage des Hauptzeugen hinfällig wurde.
Das Cover passt sehr gut zu Titel und Inhalt; lässt der halb offene Vorhang nur die Hälfte (der Wahrheit) sehen, wie es bei Isas Fall war.
Fazit:
Leider konnte ich mit dem amerikanischen Justizsystem und den Gründen für die Anklage überhaupt nicht übereinstimmen; aber aufgrund der authentischen Protagonisten und der fesselnden Erzählweise vergebe ich 3,5 Sterne.
Rezensionen von BarbaraM:
Eine fesselnde Erzählung
Zwischen Wahrheit und Lüge von Grippando James
„Die Löwenstarke“ von Maren Brüsemeister ist 2014 beim Maren-Brüsemeister-Verlag in Wedemark auf 330 Seiten erschienen. Die Autorin schildert hier ihre persönliche Geschichte um die Diagnose Brustkrebs, ihre Krebsbehandlung mit drei Operationen, der sich anschließenden Chemotherapie und Bestrahlungen.
Nach der ersten Bestrahlung ereilt sie die Nachricht, dass sie schwanger ist und dies bereits in der 29. Schwangerschaftswoche. Das ungeborene Kind hat also sämtliche Therapien mitgemacht. Bis zur Geburt ist es fraglich, ob das Kind gesund auf die Welt kommen wird.
Maren Brüsemeister gelingt es in ihrem Roman den Leser durch ihren flüssigen und ruhigen Schreibstil in den Bann zu ziehen. Die beigefügten Arztberichte machen die Erzählung in meinen Augen sehr authentisch.
Fazit: Mich hat diese sehr persönliche Erzählung unwahrscheinlich gefesselt und dies von der ersten Seite an. Die Schilderungen von der Diagnose Brustkrebs bis zur Bestrahlung konnte ich gut nachvollziehen. Zudem war alles mit Arztberichten unterlegt. Aber auch die ganz persönlichen Gedanken von Maren Brüsemeister haben mich in den Bann gezogen und machen den Roman so ehrlich und fesselnd.
Die Geburt von Lia, der Löwenstarken, ist einfach ein Wunder!
Eine ergreifende Mutmach-Geschichte.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Barbara Maria Angerer:
Eine konstruierte Geschichte
Der Abgrund in dir von Lehane Dennis
Nachdem ich erfahren habe, dass der Autor Dennis Lehane normalerweise Drehbücher schreibt, kann ich den Aufbau des Buches besser verstehen. Nur, ich will kein Drehbuch für einen Film lesen. Als Roman war mir die Geschichte zu aufgesetzt, zusammengestückelt, konstruiert und hat mir nur im ersten Teil kurzfristiges Lesevergnügen bereitet.









